BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200631. Dez. 2021 · #21
rik m. schrieb:
BikeAfrica schrieb:Das erinnert mich an Laotse: "Übe die Regungslosigkeit, beschäftige dich mit Untätigkeit, finde im Verzicht Genuss, und du siehst das Große im Kleinen, das Viele im Wenigen."
Also, regungslos und untätig war ich nicht! 😉 Ich hab halt am Tag nicht 200 oder 300km mit dem Auto zurückgelegt, sondern "nur" die Strecke, die ich zu Fuß oder später per Rad absolvieren konnte oder wollte. Und meist war ich am Farmgelände - und selbst da war ich noch nicht in jedem Eck oder Winkel!
Die Worte "Regungslosigkeit" und "Untätigkeit" waren nicht so gemeint, dass Du die ganze Zeit auf einer Liege rumgegammelt hast, sondern Dich einfach in Beschränkung geübt hast. Man muss nicht jeden Tag 300 km fahren, um irgendwas Neues zu entdecken. Wenn man langsam unterwegs ist, findet man ständig in der nächsten Nähe neue Dinge. Dazu gibt es auch ein schönes Zitat, aber das finde ich auf die Schnelle gerade nicht. Es war -glaube ich- von Kurt Tucholsky …
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200631. Dez. 2021 · #22
Schneewie schrieb:
BikeAfrica schrieb:
Schneewie schrieb:Ist das richtig, das man sein Bett auf die Terrasse für die Nacht schieben kann/schieben lassen kann? Ist das nicht "gefährlich" so mit Kleingetier?
An welche Gefahren denkst Du denn? Ich würde mir da keinerlei Gedanken machen …
Gruß Wolfgang
Mücken, Schlangen und Spinnen. 😗
Das ist doch 'ne trockene Region weitgehend ohne Mücken. Spinnen habe ich in knapp 20 afrikanischen Ländern weniger gesehen als zuhause in Deutschland. Sind diese Unterkünfte, bei denen man die Betten rausschiebt, nicht höhergelegen? Dann könnten Schlangen dort gar nicht hin. Ich habe nur selten komplett im Freien geschlafen. Einmal ist mir im Morgengrauen eine Eidechse auf die Wade gesprungen und im nächsten Moment war sie wieder weg.
Gruß Wolfgang
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RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2021 · #23
BikeAfrica schrieb: Sind diese Unterkünfte, bei denen man die Betten rausschiebt, nicht höhergelegen?
So weit ich das gesehen habe, dort nicht. In dieser Lodge schiebst Du, wenn überhaupt, das Bett auf die Terrasse. Ebenerdig. Ich war ab Tag 3 immer sehr früh unterwegs, aber ich habe niemanden gesehen, der das gemacht hat. Eigentlich hätte mir das auffallen müssen...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200631. Dez. 2021 · #24
rik m. schrieb:
BikeAfrica schrieb: Sind diese Unterkünfte, bei denen man die Betten rausschiebt, nicht höhergelegen?
So weit ich das gesehen habe, dort nicht. In dieser Lodge schiebst Du, wenn überhaupt, das Bett auf die Terrasse. Ebenerdig. Ich war ab Tag 3 immer sehr früh unterwegs, aber ich habe niemanden gesehen, der das gemacht hat. Eigentlich hätte mir das auffallen müssen...
… im Grunde ergibt es ja auch nicht so richtig viel Sinn. Beim Schlafen hat man die Augen ja eh geschlossen und sieht nichts vom Sternenhimmel. Wenn man zuvor draußen sitzt und ins Bett geht, wenn man müde ist, ist es eigentlich egal, wo man schläft. Unterschied macht es dann, wenn drinnen eine unerträgliche Hitze ist und draußen angenehme Temperaturen.
Du hast übrigens PN …
Gruß Wolfgang
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RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202001. Jan. 2022 · #25
1.11.
Die Morgendämmerung war schon so weit fortgeschritten, dass ich für den Aufstieg auf den Hausberg keine Lampe benötigte. Als nach ca. 25 min. oben war, begann sich der Himmel intensiv zu verfärben.
Und bald danach erreichten die ersten Sonnenstrahlen die Berge in der Ferne. Beharrlich weitete sich der Lichtstreifen aus, immer näher kam er. Fasziniert beobachtete ich dieses sichtbare Wandern des Lichts. Irgendein Geräusch störte die Stille. Endlich konnte ich ausmachen, was es war: Eine Straßenmaschine, die die Piste gerade schob! Ob mich der Arbeiter dort oben stehen sah? Ob er diese Landschaft auf so erhebend fand wie ich, dort unten im Lärm und Staub? Ich riss mich von diesen Gedanken los und wanderte oben am breiten Grat entlang. Es war ich wieder bei dem Steinhaufen mit dem schönen Baum, den ich gestern schon photographiert hatte, dann führten mich ausgetretene Zebrapfade immer noch höher.
Ich sah schon, dass nun die Sonne schon auf meine Bergseite schien: dort oben lagen die Felsen schon im strahlenden Licht! Und dann wartete ich darauf, dass die Sonne über die gegenüberliegende Bergkette kam. Sie tauchte an anderer Stelle auf, als ganz ursprünglich erwartet, und es ging dann letztendlich viel schneller als angenommen. Trotz meiner langen Zeit dort oben war ich nicht darauf vorbereitet. Egal. Ich ging weiter.
Besonders reizvoll fand ich wieder, wenn einzelne Bäume oder Sträucher auf einem sonst noch schattigen Hang beleuchtet wurden. Wie ein Star in der Manege wurde der hier angestrahlt!
Dann erreichte ich eine „Wand“ aus Fels und Felsbrocken. Die Schatten ließen die Steine zu Fratzen und Körper werden! Ich musste dort hoch und fand tatsächlich auf der Rückseite eine Möglichkeit. Die Aussicht wurde immer beeindruckender!
Irgendwann hatte ich beschlossen, dass es genug ist; noch höher und weiter wollte ich nicht mehr gehen. Ein letzter Rundumblick auf meinem Aufsichtsplatz und ich machte mich wieder auf den Weg zurück.
Als ich zwischen zwei Felsen eine Bewegung bemerkte, wollte ich natürlich genauer nachsehen und entdeckte diesen kleinen Kerl. Welche große, kugelige Augen der hatte!
Das Frühstück wartete! Ich hatte Gerda schon Bescheid gesagt, dass ich künftig später frühstücken wolle, weil ich vorher schon spazieren gehen würde.
Danke für deinen mal ganz anderen Blick auf Urlaub in Namibia. Die Bilder sprechen für sich! Bitte erzähle mehr! Wir planen zwar gerade eine kleine Rundreise, aber das ist auf jeden Fall eine Urlaubsform, die ich mir auch vorstellen könnte. Mich würde auch interessieren, nach welchen Kriterien du die Lodge/ die Gegend gesucht bzw. gefunden hast.
Blende18.21'165 Beiträge · seit 201703. Jan. 2022 · #27
Einfach starke Bilder und auch toll die einzelnen Motive in Szene gesetzt.
Finde es wirklich beeindruckend, dass du trotz derselben Landschaft so unterschiedliche Szenen findest, wohl dem, der früh morgens das Licht suchen geht. 😎
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202003. Jan. 2022 · #28
konus schrieb:Danke für deinen mal ganz anderen Blick auf Urlaub in Namibia. Die Bilder sprechen für sich! Bitte erzähle mehr! (...) Mich würde auch interessieren, nach welchen Kriterien du die Lodge/ die Gegend gesucht bzw. gefunden hast.
Ja, der Urlaub war wirklich anders als die meisten Namibia-Reisen - ich fürchtete schon, dass der Bericht darüber schnell langweilen würde. Umso mehr freue ich mich über das Interesse! Morgen gibt es die Fortsetzung, ich muss ja erst immer die Bilder auswählen und bearbeiten. Das dauert...
Wie ich die Lodge gefunden habe? Mhm. Mein Haupt-Kriterium war hier zuerst der Standort. Ich mag Sand und Fels, und die Entfernung durfte von Windhoek aus nicht zu weit sein, damit der Transfer machbar und finanzierbar wird. So schied z.B. leider eine Unterkunft in den Tirasbergen aus. Und dann hab ich bei google maps das Satellitenbild geöffnet und gesucht, was in Frage käme. Weit herangezoomt bin ich so viele Male über die Gegend geflogen und dann bin ich, warum auch immer, bei dieser Lodge hängengeblieben. Also habe ich im Web danach gesucht. Die Bilder auf der Homepage habe mich dann total begeistert, dazu die Möglichkeit, Wanderungen zu machen oder ein Rad auszuleihen etc. Dann hab ich nach Bewertungen gesucht und konnte zwar hier im Forum kaum etwas finden, dafür aber bei tripadvisor; auch das klang alles bestens. Was aber letztendlich den Ausschlag gab, war die nette, schnelle und zuverlässige Korrespondenz mit Gerda. Ich hatte an die auf der Homepage angegebene Adresse geschrieben und meine Vorstellungen geschildert. Und die Antwort kam prompt: Zimmer frei, der und der Preis, Transfer kann organisiert werden. Und so hab ich zugesagt, dass ich in zwei Wochen für 6 Nächte kommen werde. Da ich nicht so viel Bargeld mitschleppen wollte, habe ich die Kosten für Unterkunft / HP und Transfer schon vorab überwiesen (über world remit). Dass ich zeitgleich noch bei einer anderen Lodge in der weiteren Nachbarschaft angefragt hatte, erledigte sich von selbst, denn erst 2 Wochen später erhielt ich von dort eine Antwort - das war am Vortag des Abflugs, also 2 Tage vor dem angefragten Datum...
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202003. Jan. 2022 · #29
Blende18.2 schrieb:Einfach starke Bilder und auch toll die einzelnen Motive in Szene gesetzt.
Finde es wirklich beeindruckend, dass du trotz derselben Landschaft so unterschiedliche Szenen findest, wohl dem, der früh morgens das Licht suchen geht. 😎
Gruß, Robin
Danke Dir. 😄 Ich glaube, die Unterschiedlichkeit ist natürlich auch den unterschiedlichen Lichtsituationen geschuldet, aber nicht nur. Ich hatte einfach die Zeit, herumzustreifen und alles, was ich interessant fand, ob klein oder groß, hab ich oft mehrere Male umrundet und nach einer passenden Perspektive gesucht. Manchmal habe ich sie nicht gefunden und bin unverrichteter Dinge wieder abgezogen, aber im Großen und Ganzen bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden. In den nächsten Tagen habe ich ja dann die andere Seite des Geländes entdeckt; dort schaut es wieder anders an. Es wird also hoffentlich vielfältig weiter gehen!
Schneewie725 Beiträge · seit 201704. Jan. 2022 · #30
Die Wanderungen, die du hier vorstellst, gib es dazu Infos in der Lodge ? Den Hausberg hoch mit dem Blick würde mich auch sehr interessieren.
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202004. Jan. 2022 · #31
Schneewie schrieb:Die Wanderungen, die du hier vorstellst, gib es dazu Infos in der Lodge ? Den Hausberg hoch mit dem Blick würde mich auch sehr interessieren.
Es gibt keine Wanderkarte. Wie ich schon geschrieben habe, ist der Weg auf den Hausberg hoch markiert - mit Farbtupfern und Pfeilen und Steinmännchen. Außerdem sieht man, dass hier oder da das Geröll etwas weggeschoben wurde. Wenn Du oben bist, wo die Markierung aufhört, dann stehst Du quasi auf einer Art Sattel, rechts und links geht es weiter hoch zu den "Gipfeln". Aber von dort hast Du auch schon eine tolle Aussicht. Ansonsten kann man gehen, wo man will. Gerda riet, den Zebraspuren zu folgen.
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202004. Jan. 2022 · #32
1.11. (Fs)
Nach dem Frühstück beobachtete ich die Vögel in den Bäumen; an diversen Stellen gab es „Tränken“ wie ein Schälchen mit Wasser oder ein tropfender Hahn oder Wasserpfützen neben dem Pool… Leider gelang mir kein ordentliches Bild – Vogel- und Tierfotographen gibt es andere hier. 😉
Nun musste ich mich wieder an meine Arbeit machen; ich redete es mir durch die Bedingungen schön: Draußen in der Sonne sitzend, immer wieder ein Blick in die Landschaft... Unterbrochen wurde ich dann von den drei Erdmännchen, die nicht weit von meinem Chalet zugange waren. Ich beobachtete sie: Eine(r) hielt immer Wache. Die beiden anderen buddelten, wobei der vordere schon unter der Erde war und den Sand aus dem gegrabenen Tunnel hinausbeförderte, der hintere musste das dann wieder weiter nach hinten kratzen. Immer wieder bekam er eine volle Ladung Sand ins Gesicht, was ihm sichtlich nicht behagte. Nach ca. 3 Minuten wurden die Rollen getauscht! Wahnsinn, wie organisiert diese Tiere sind!
Mittags aß ich dann die letzten Reste meines Anreiseproviants. Und als ich meinte, genug gearbeitet zu haben, ging ich zum Pool hoch, wohin das WLAN reichte, und erledigte meine „Korrespondenz.“
Dann war es aber auch wieder Zeit für weitere Unternehmungen. Heute wollte ich das E-Bike ausprobieren. Natürlich kann ich Rad fahren, aber mein eigenes Mountainbike ist bei meinem letzten Umzug nicht mitgekommen und so bin ich schon ewig nicht mehr auf zwei Rädern unterwegs gewesen; mit einem E-Bike sowieso noch nie. Niekie zeigte mir alles – und los ging es. Schnell fand ich mich zurecht! Dank der dicken Reifen blieb ich kaum im Sand stecken, außer wenn ich zu wenig Schwung hatte. Auf jeden Fall machte es mir sehr viel Spaß. Auf dem airstripe raste ich wie ein kleines Kind auf und ab, hatte den Antrieb auf die höchste Stufe gestellt und wartete nur darauf, abzuheben. Es war herrlich!
Nicht weit entfernt ist der Gemüsegarten der Lodge angesiedelt. Neu aufgebaut wird eine Zitrus-Plantage, mit unterschiedlichen Orangensorten, Zitronen und Limonen. Niekie möchte aus den Früchten einigen Jahren Schnaps brennen. Daneben stehen die Gewächshäuser – wobei das netzartige Dach die Sonneneinstrahlung abmildern sollte, also sind die Verhältnisse genau anders als bei uns, wo das Glas das Licht durchlassen und die Wärme halten soll. Der Gärtner war auch gerade zu Werke. Er führte mich durch sein Reich: Tomaten, Paprika, Salate, roote Beete und noch vieles andere konnte ich bestaunen. Gerda konnte sich beim Kochen also immer aus dem eigenen Garten bedienen. Ich dankte dem Angestellten und fuhr noch bis zum Eingangsbereich des Farmgebiets, der in meinen Augen sehr schön gestaltet ist.
Dann kehrte ich um und steuerte dann die „Ecke des Talschlussses“ an, wo vor einiger Zeit von Gästen ein Leopard gesichtet wurde. (Leider?) begegnete ich ihm nicht, dafür war die Aussicht herrlich.
Als ich mich mit dem Rad vertraut fühlte, holte ich aus dem Chalet meine Kamera (die vorherigen Bilder sind also Handyfotos). Gerade war ein großes Gefährt angekommen, eine Gruppe von ca. 8 Leuten mit Guide war heute zu Gast. Nun gut, ich grüßte und war schon wieder weg. Ich traute mich nun auch, die großen Pisten zu verlassen und folgte kleineren Pfaden; für Fotostopps musste ich natürlich "parken" und absteigen. Das Anfahren im tieferen Sand war dann etwas mühsam.
Am späteren Nachmittag erkundigte ich das Gebiet auf der anderen Seite des Hausberges. Hier geht der Blick in die Ebene nach Nordwest, ich hatte es ja von oben schon gesehen. Von unten ist der Eindruck aber anders, sei es durch das relativ hohe Gras, sei es durch die verstreut stehenden Bäume, sei es eben durch die tiefe Sichtposition.
Beim Durchqueren eines trockenen „Bachbetts“ sah ich aus den Augenwinkeln etwas am Boden liegen. Ich stellte das Rad ab und ging nachsehen. Auf einige hundert Meter verstreut lagen hier solche Früchte im Sand. Was ist das? Eine zugehörige Pflanze entdeckte ich nicht.
Ich fuhr der tiefer sinkenden Sonne noch weiter entgegen, versuchte mit dem Selbstauslöser eine Aufnahme vom mir und dem Rad, was witzigerweise auch gelang, und suchte mir dann ein Plätzchen für ein Panoramabild. Den echten Sonnenuntergang konnte ich nicht abwarten, weil ich dann nicht mehr rechtzeitig zum Abendessen zurück gewesen wäre. Aber da ohnehin keine Wolke am Himmel war, war ich mit dieser Stimmung auch zufrieden. Kurz nach 19h brach ich dann auf und düste zurück. Welch ein toller Ausflug!
Das Abendessen fand für alle gemeinsam statt; ich saß also mit der Gruppe am Tisch. Nun ja, für Außerstehende ist es immer irgendwie eigenartig, so eine Gruppe zu beobachten. Es war erst ein großes Geschnatter durcheinander, von mir wollte man natürlich auch wissen, was und wie und warum; dann erzählte der Guide pausenlos von seinen früheren Reisen und Afrika-Erlebnissen. Er hatte noch keinen Bissen gegessen, als ich schon fertig war - herrlich hat es mir wieder geschmeckt! Und als er fertig erzählt hatte, löcherten ihn seine Schäfchen, die natürlich auch schon aufgegessen hatten, mit Fragen zum morgigen Programm, dass er wieder nicht zum Essen kam. Teilweise fand ich das alles skurril und dachte zurück, wie angenehm das Abend zuvor war, als Gerda und Niekie mit mir aßen. Nun ja, das ist ja das Geschäft und für die beiden war es gut, dass so viele Leute heute hier waren. Mit einer der Damen, die das Nachbarchalet bewohnte, ging ich dann zurück, weil sie sich alleine fürchtete. Und dann war ich allein und der Tag zu Ende. Wie schön war er doch gewesen!
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202005. Jan. 2022 · #33
2.11.
Vor Sonnenaufgang war ich nicht unterwegs, aber immer noch früh genug, um diese besondere Stimmung des Morgens zu erspüren. Ich hatte mich für das Rad entschieden, und beim Fahren war mir, nur mit kurzer Hose und T-Shirt bekleidet, fast kalt. Aber ich blieb ja oft genug stehen! Heute war es nicht so klar wie am Tag zuvor. Mehr Staub war in der Luft - es roch definitiv nach Wüste! Insgesamt war es ein unspektakulärer, aber nicht minder schöner Ausflug!
Das erste Bild gefällt mir am besten. Mit welcher Fototechnik bist du unterwegs?
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202005. Jan. 2022 · #35
konus schrieb:Das erste Bild gefällt mir am besten.
Mir auch. 🙂 Ich habe seit Mai eine (gebrauchte) Nikon D810; da war das 28-300mm-Objektiv drauf. Etwas anderes hatte ich nicht mit.
binca751'567 Beiträge · seit 201505. Jan. 2022 · #36
Moin rik m.,
deine Bericht und deine großartigen Bilder kommen genau zur richtigen Zeit... 😁 Eine solche Auszeit in dieser wundervollen Unterkunft in Namibia könnte ich mir genau so vorstellen... Das wäre vielleicht was für mich für die Osterferien, wenn der Rest meiner Familie sich auf Skiern tummelt... 😗 Mal eine ganz andere Art, das Leben zu genießen an einem Ort. Großartig! 🤩 Im Barchan Dunes Retreat waren wir 2018 für eine Nacht und haben uns sehr wohl gefühlt. Das Abendessen war großartig in Gegenwart von Hannetjie und Willem. Es scheint einen Besitzerwechsel gegeben zu haben..? Damals lebte nur ein Erdmännchen ("Roarie") auf der Farm und verstand sich ganz prächtig mit dem Hofhund.
Deine Erdmännchenbilder finde ich ganz besonders großartig... 🤩
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201605. Jan. 2022 · #37
Hallo Rik,
wie immer ganz tolle Bilder. Du hast wie auch in Deinem anderen Reisebericht einen wirklich guten Blick für das passende Motiv.
War das jetzt Dein 2. Namibiaurlaub?
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Lotusblume1'933 Beiträge · seit 200906. Jan. 2022 · #38
Moin rik m,
du weckst sehr schöne Erinnerungen -wir waren 2013 im KuanguKuangu Bungalow, der etwas entfernt von der Lodge ist. Die Erdmännchen waren seinerzeit auch herzallerliebst zu beobachten.
Vielen Dank fürs Teilen Deiner wunderschönen Landschaftsbilder!
binca75 schrieb: (...) in Gegenwart von Hannetjie und Willem. Es scheint einen Besitzerwechsel gegeben zu haben..?
Gerda und Niekie sind die Manager / Verwalter. Gehören tut die Lodge einem sehr reichen Geschäftsmann, dessen Name ich leider vergessen habe. Er kommt ab und ab, fliegt dann ein; ich habe ihn nicht gesehen.
Gabi-Muc schrieb:wie immer ganz tolle Bilder. Du hast wie auch in Deinem anderen Reisebericht einen wirklich guten Blick für das passende Motiv.
War das jetzt Dein 2. Namibiaurlaub?
Danke für das Lob. Ja, das war meine 2. Reise nach Namibia - bestimmt nicht die letzte!
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202008. Jan. 2022 · #40
2.11. (Fs)
Wie schon die letzten Tage tat ich nach dem Frühstück das, was eben zu tun war. Niekie hatte aber angeboten, dass ich heute mit ihm nach Solitaire fahren könne, und mit dieser tollen Option auf einen Ausflug ging alles leicht von der Hand. Gegen 13.30 Uhr brachen wir auf. Unterwegs sahen wir kurz vor dem Abbiegen auf die C 14 eine Oryx-Antilope im Schatten eines Baumes stehen! Eine einzige! Seit zwei Jahren seien die Tiere weg; aber wenn es im Winter gut regne, hoffe er auf die Rückkehr des Wilds. Gerade auf der Farm Barkhan habe es viel Gras gegeben und mit den hoffentlich kommenden Niederschlägen sei eine echt gute Grundlage geschaffen. Das war echt verblüffend! Die Nachbarn hatten weitaus weniger Gras auf ihren Flächen! Die Zäune zu den Nachbarländereien waren im übrigen alle geöffnet, nur die zur Straße hin müssen laut Niekie bleiben; doch es gibt immer wieder geöffnete Durchlässe. Letztes Jahr machten wir auf unserer Rundreise ja auch schon einen Stopp in Solitaire; damals war fast kein Mensch dort, außerdem war es bewölkt. Heuer schien mir das wie ein großer Rastplatz oder Anziehungspunkt für alle Vorbeifahrenden zu sein. Sogar Kleinbusse parkten hier. Kuchen und Kaffee bekam ich im Nebengebäude. Das Stück war riesig; es hat geschmeckt, war aber nicht übermäßig herausragend. Danach streifte ich mit dem Fotoapparat herum. Nun ja, zu den Motiven muss ich ja nicht viel schreiben. Jeder kennt den Ort, und die Autos und Erdhörnchen wurden auch schon tausendfach abgelichtet – nur halt noch nicht von mir. 😛 Letztes Jahr hatte ich das irgendwie unterlassen; heuer mit dem blauen Himmel fand ich die Schrottkisten ohnehin viel, viel schöner! Mir gefiel es. 🙂
Doch irgendwann war es genug und ich wollte Niekie nicht warten lassen. Es war total nett, dass er mit mir diese kleine Kaffee-Fahrt gemacht hat. Wie Gerda ist auch er sehr, sehr sympathisch. Vor allem liebt er die Wüste sehr; das merkt man bei allem, was er darüber erzählt.