RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202028. Dez. 2021 · #1
30.10.21
Die ersten Schritte auf namibischen Boden, das Licht gleisend hell, die Luft warm – da durchbrodelte mich ein derartiger Glücksschwall, dass ich am liebsten die Dame, die am Rollfeld stand und den Weg wies, umarmt hätte. Ich hielt mich zurück und bedachte sie mit einem breiten Grinsen, das sie voll Freude erwiderte. Ich glaube, sie hatte mich verstanden.
Ja, nur war ich hier. Nicht einmal 2 Wochen war es her, dass im Frust über den Dauernebel zuhause kurzentschlossen den Flug und alles weitere gebucht hatte. Die Herbstferien wollte ich an der Sonne verbringen! Der Flug war gut verlaufen, pünktlich gestartet, noch pünktlicher gelandet. Das Einreiseprozedere mit Fiebermessen und Abgabe des Gesundheitsbogen und dann der üblichen Passkontrolle samt Visumserteilung dauerte etwas, war aber völlig im Rahmen. Da ich nur mit Handgepäck reiste, musste ich in den inzwischen eingetroffenen Koffern nicht nach meinem Gepäckstück suchen, sondern konnte den inneren Bereich gleich verlassen. Da sah ich auch sofort ein Schild mit meinem Namen; der Fahrer war also pünktlich und zuverlässig. Nach den Geldwechseln gingen wir zum Auto, einem Pickup. Irgendeine große Baumaschine stand auf der Ladefläche, die auch nach „Barkhan“ geliefert werden musst. Mit Barkhan meine ich nicht die Sicheldüne, sondern das „Barkhan Dune Retreat“, wo ich die nächsten 6 Tage verbringen wollte. Für eine Rundreise war die Zeit zu kurz, außerdem reiste ich alleine; in einer Lodge zu bleiben, schien mir die beste Lösung.
Unterwegs mussten wir anhalten und warten, bis ein Konvoi vorbei war; der Präsident sei unterwegs, vermutete der Fahrer. Auf meine Bitte hin stoppten wir noch an einem kleinen Supermarkt, wo ich zwei große Wasserkanister kaufte und etwas Knabberzeug und dann ging es auf der B1 nach Süden. Mein Chaufeur hörte Radio, zunächst irgendwelche Kinderlieder in Afrikaans, dann deutsche Schlager. Mir machte nichts aus, im Gegenteil ich war eigentlich froh, dass die Kommunikation nur spärlich ausfiel, ich genoss sehr, was ich sah! Diese Farben und Formen waren genau das, was ich suchte. In Rehoboth bogen wir ab und als wir endlich auf einer Gravel Road waren, realisierte ich, dass ich nun in Namibia angekommen war. Nur wenige Fahrzeuge begegneten uns.
Über die D 1275 erreichten wir die Große Randstufe am Spreetshoogte-Pass. Am oberen Aussichtspunkt hielt der Fahrer an und wir stiegen aus. Mein Blick eilte in die weite Ebene der Namib-Wüste hinaus, blieb an einsamen Inselbergen hängen und verlor sich im Sandmeer, das bis zum Horizont reichte. Kaum vorstellbar, dass einst mächtiges Gebirge da war, das in nahezu unendlich langer Zeit bis auf seinen tiefsten Sockel erodiert wurde und nun unter den Sandmassen der Namib verborgen liegt; die Inselberge, wenn auch kümmerliche Reste, bezeugen seine Existenz und den Abtragungsprozess.
Erst als ich mich satt gesehen und genug photographiert hatte, fuhren wir langsam weiter, immer wieder mit Stopps. Auch der Straßenbaukunst und den aufgebrachten Mühen gehörte meine Bewunderung. Pflasterstein für Pflasterstein wurde hier per Hand verlegt!
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202028. Dez. 2021 · #2
30.10.21 (Fs)
Gegen 12.30 kamen wir dann in der Lodge an. Schon die Anfahrt durchs Farmgelände begeisterte mich, die Aussicht von der Lodge aus war dann einfach genial. Ich wurde herzlichst von Gerda begrüßt und zu meinem Dünenchalet gebracht. Herrlich! Dann erwartete mich schon ein kleines Mittagessen und ein kühles Windhoek Lager. Ich saß auf der Terrasse mit Blick über das Gelände bis zur Randstufe und dem Pass; hier unten war es wunderbar warm, um die 30 Grad. Im nahen Baum tobte das Leben - welch ein Singen, Musizieren, Pfeifen, Zwitschern, Tirilieren! Nach dem Essen sah ich mich ein wenig vor dem Haupthaus um. Die Kakteen blühten üppig und andere Pflanzen gefielen mir durch ihre Farben oder Formen.
Um nach der langen, fast 24-stündigen Anreise (Autofahrt zum Zug, Zugfahrt zum Flug, Flug, Autofahrt hierher – das meiste davon mit Maske im Gesicht) Bewegung und frische Luft zu haben, entscdhloss ich mich zu einem Spaziergang. Feste Wanderwege gab es nicht; ich solle einfach den Pfaden und Zebraspuren folgen, riet Gera, bis auf die gegenüberliegende Bergkette, wo ein Leo hause, sei alles sicher und ich könne gehen, wohin ich wolle; und so ließ ich mich treiben, ging bis zum Talschluss und wollte dann, den Trampelpfaden folgend, den Berg hinauf. Irgendwie war es viel steiler und mühsamer als gedacht. Immer wieder verlor ich wohl den besten Weg aus den Augen, besonders dann, wenn ich ein schönes Motiv im Blick habend weniger auf den Weg acht gab; oft umrundete ich auch Felsblöcke und die skurrilen Bäume, nur um zu sehen, wie es aus einer anderen Perspektive aussieht. Angesichts des Gerölls und vieler niedriger Stechpflanzen oder Pieksgräser kam ich in meinen Birkis nur schwer voran. Erstmalig musste ich zugeben, dass die Sandalen für dieses Gelände die falsche Wahl waren. Mit vielen Unterbrechungen, um die Aussicht zu genießen und zu photographieren oder um irgendwelches Stachelzeugs von den Füßen zu zupfen, kam ich dann oben an.
Hier oben auf der Kuppe konnte ich nach Westen blicken; irgendwo dort lag das Tsondab Valley und weiter südlicher Solitaire. Bald schon musste ich mich wieder an den Abstieg machen. Die Sonne stand schon tief und schaffte es zunächst nur noch an einzelnen Stellen über den Hügel zu leuchten, dann gar nicht. Trotzdem entdeckte ich auch hier viele schöne Szenen!
Zurück an der Lodge machte ich Bekanntschaft mit den drei Erdmännchen; sie sind mehr oder weniger „zahm“ und haben im Haus sogar einen Schlafkorb.
Mit Blick auf das letzte Licht des Tages genehmigte ich mir einen Sundowner. Pastelltöne verliehen der Landschaft ein fast magisches Aussehen. Dann gab es ein ausgezeichnetes Abendessen mit drei Gängen; der Hauptgang bestand aus Oryx-Steak; alles Fleisch, das ich aß, kam von der Lodge und der hausinternen Metzgerei, das Gemüse aus dem eigenen Garten. Ein belgisches Pärchen war für eine Nacht anwesend und saß mit am Tisch; mit den beiden unterhielt ich mich sehr nett. Auf einen Digestif verzichtete ich und zog mich nach diesem ereignisreichen Tag zurück.
Guten Abend rik m.- auch wenn der Frühling hier noch lange nicht einmarschier‘n wird 🙁 freut mich das Gezwitscher in Deinem Bericht ganz ungemein. Das ist ein Aufenthalt ganz nach meinem Geschmack. Du hast einen guten Blick für Landschaftsfotos. Ich freue mich auf mehr! Gruß Friederike
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202030. Dez. 2021 · #5
Danke euch für die Rückmeldung! Ich freue mich, wenn euch die Bilder gefallen.
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202030. Dez. 2021 · #6
31.10.
Als ich wach wurde, erschien es mir draußen schon sehr hell; vom Bett aus konnte ich das Gras leuchten sehen. Ich bereute, dass ich mir keinen Wecker gestellt hatte und nahm mir das für die nächsten Tage vor, um das Erwachen des Tages draußen miterleben zu dürfen. Heute blieb vor dem Frühstück nur ein Herumstreifen in unmittelbarer Umgebung der Lodge; ich hörte und sah den Vögeln zu, und als die beiden Belgier kamen, frühstückten wir gemeinsam. Es wurde reichlich aufgetischt: Gerda hatte es selbst Brot gebacken, es war noch etwas warm. Dazu geräucherter Oryx-Schinken, Ei nach Wunsch, Müsli, Marmeladen und Obst. Alles sehr lecker!
Für heute nahm ich mir einen Spaziergang zu den Hügeln vor, die ich in der Ebene unten Richtung Randstufe sah. Mir erschien es nicht weit und ich rechnete mit einer halben Stunde Gehzeit. Weit gefehlt! Die Entfernungen in der Wüste werden wohl oft unterschätzt; außerdem blieb ich oft stehen und genoss die Landschaft. Erst ging es auf dem Fahrweg bis zur Flugpiste, dann ging ich auf Trampelpfaden weiter bis zum einem Trockenbachbett.
Da mir das sehr gut gefiel, folgte ich ein Stück seinem Verlauf und entdeckte einen Baum mit einem großen Webervogelnest. Ich setze mich auf den Boden und schaute dem Treiben zu. Welch ein emsiges Gewusel, Kommen und Gehen! Und dazu mussten sie sich pausenlos unterhalten. Da kam einer mit einem schönen Grashalm angeflogen, nahm am Ast Platz, schaute, positionierte sich um, schaute wieder und fand dann wohl das Gezwitschere seiner Kumpels so interessant, dass er mitzwischern wollte – und schwups fiel der Halm zu Boden. Irgendwie musste ich an den Raben denken, der den Fuchs beeindrucken wollte. Ich stand auf und versuchte, immer näher zu kommen, aber ab einer bestimmten Distanz störte ich die Vögel wohl; so blieb es bei wenig scharfen Fotos…
Dann streifte ich weiter, von Baum zu Baum. Jeder war anders, keiner glich dem anderen.
Als ich am Hügel ankam, entdeckte ich Eidechsen zwischen den Steinen. Lange versuchte ich, sie zu photographieren, aber es gelang nicht wirklich gut.
Irgendwann stieg ich nach oben und genoss die Aussicht! Keine Wolke war am Himmel, die Hitze fand ich sehr angenehm.
Ich rastete, trank ein paar Schluck Wasser und machte mich dann wieder auf den Rückweg. Begleitet wurde ich von Fliegen, deren Geschwirre die Stille der Wüste durchbrach. All über all machte ich diese Erfahrung, egal ob in der Sahara oder in Rub al Khali. Fliegen sind immer da! Wild habe ich hier hingegen nicht gesehen. Nur einen Hasen habe ich aufgeschreckt; bis ich den Apparat im Anschlag hatte, war er schon weg. Aber leider kein Oryx, auch kein Zebra, obwohl sehr viel Zebraknödel herumlagen. Ich konzentriere mich auf das Kleine, Unscheinbar. So entdeckte ich beispielsweise dieses Gebilde am Boden. Ist das der Anfang eines Termitenbaus? Oder hat der Wind das so geformt? Wie fest es war, wollte ich nicht austesten, um es nicht zu zerstören.
Nach etwas 4,5 Stunden war ich dann wieder an meinem Chalet. Als Mittagessen reichte mir das alte Laugensemmerl von Eurowings, das ich noch hatte, und ein Apfel. Dann musste ich mich an meine mitgebrachte Arbeit machen, was mich aber nicht störte; draußen vor meinem Chalet in der Wärme zu arbeiten, war völlig ok.
Schneewie725 Beiträge · seit 201730. Dez. 2021 · #7
Wir werden im Herbst auch eine Nacht in dieser Lodge sein. Daher lese ich Deinen Bericht sehr gern.
Über den Pass werden wir dann am nächsten Tag auch Richtung Opaka Ranch fahren, wo wir dann den letzten Tag unserer Rundreise haben. Auf den Pass freue ich mich auch schon sehr, Deine Bilder schüren die Vorfreude.
Blende18.21'165 Beiträge · seit 201730. Dez. 2021 · #8
Hallo rik,
der Titel hat mich direkt neugierig gemacht. So eine "laid back" Auszeit kann ich mir gar nicht vorstellen, ein Grund hier mal reinzulesen. Ich habe das mal versucht, bzw. dachte ich, das bräuchte ich mal... hat dann aber nicht funktioniert und ich war doch den ganzen Urlaub unterwegs. 😉
Was ich bisher sehe ist das aber eine tatsächlich sehr schöne Unterkunft, die kann man mal auf den Merkzettel schreiben kann.
Das zu Fuß die Gegend erkunden kann ich wiederum sehr gut nachvollziehen, dass haben wir in Namibia auch immer gerne gemacht und was zu entdecken gibt es immer und das hast du auch toll eingefangen.
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2021 · #9
@Gabriele: Vorfreude ist etwas Wunderbares! Es wird Dir gefallen!
@Robin: Nun ja, beruflich an die Schulferien gebunden, hatte ich nun mal nicht mehr als 1 Woche Zeit. Außerdem habe ich niemanden, der mit mir nach Namibia fliegt, eine Auto ausleiht und dann eine Selbstfahrertour wagt. Glaub mir, davon träume ich schon lange! Also, wenn wir jemand mitliest, der auch eine Reisebegleitung sucht: Hier bin ich. 🙂 Für diese 1 Woche war der Aufenthalt auf dieser einen Lodge aber einfach ideal. Zu Fuß unterwegs sein, ohne Zeitdruck, gibt die Gelegenheit, das Kleine wahrzunehmen. Große Tiere gibt es in dieser Gegend nicht, Wild momentan auch so gut wie keines. Und mir geht es ohnehin um eher um Landschaft als um Tiere. Insofern fand ich diese Art von Reise wirklich äußerst gelungen.
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2021 · #10
31.10. (Fs)
Am späten Nachmittag schnürte ich dann meine Wanderschuhe und bestieg den Hausberg hinter der Lodge. Der Weg ist markiert. Oben angekommen, genoss ich den Ausblick. Welch ein Weitblick! Doch auch die tollen Felsgebilde erregten meine Bewunderung! Hier lässt es sich aushalten!
Irgendwann musste ich mich wieder losreißen und nach unten gehen; um 19:30 gab es Abendessen. Da heute keine anderen Gäste anwesend waren, aßen Gerda und Nicki mit mir. Es gab etwas traditionell Namibianisches, den Namen habe ich mir leider nicht gemerkt. Es war wie ein Eintopf mit Fleisch und Gemüse und Brot. Dazu wählten wir einen sehr leckeren Rotwein aus Stellenbosch. Die beiden sind mir sehr sympathisch und wir haben uns, so weit mein rudimentäres Englisch es zulässt, gut unterhalten.
Schneewie725 Beiträge · seit 201731. Dez. 2021 · #11
Wir haben ja auch Abendessen mit dabei. Wieviel kostet ungefähr denn so ein Glas Weißwein am Abend?
Hoffe, das Du noch ein paar Bilder von der Lodge mal mit einfließen lässt. 🙂
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2021 · #12
Oh, mei. Das kann ich Dir nicht mehr sagen. Ich habe nach der Woche eine Gesamtrechnung bekommen und hab nicht nachgezählt, ob das jetzt 8 oder 10 Gläser Wein waren. Der Preis war mir ehrlich gesagt wurst; wenn ich ein Bier wollte, habe ich eines bestellt, und wenn ich einen Wein wollte, hab ich ihn bestellt. Kosten egal. Ich wurde so herzlich dort aufgenommen und behandelt wie selten. Alle waren so richtig "happy", dass ein Gast mal länger als 1 oder max. 2 Nächte bleibt. Für fast alle ist der Standort nämlich nur ein Zwischenstopp zwischen Swakopmund und den Dünen.
Nein, viele Bilder von der Lodge habe ich nicht mehr. Höchstens nochmals die Kakteen oder andere Pflanzen und die kleinen Bewohner.
Wunderschöne Bilder und tolle Erinnerung an Gerda und die Lodge im Oktober 2019.
Wir verbrachten leider nur einen Tag in dieser wilden Umgebung auf dem Weg zur Corona Lodge. Alle warteten sehnlichst auf Regen und wurden während unserer Anwesenheit belohnt. Rückblickend aber zu knapp.
Lebt die kleine Maus noch? Wir amüsierten uns während des Abendessens an der Zutraulichkeit dieses kleinen Wesens.
Herzlichen Dank für den interessanten RB.
Herzlichi Grüess Malbec
Schneewie725 Beiträge · seit 201731. Dez. 2021 · #14
Ist das richtig, das man sein Bett auf die Terrasse für die Nacht schieben kann/schieben lassen kann? Ist das nicht "gefährlich" so mit Kleingetier?
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200631. Dez. 2021 · #15
Schneewie schrieb:Ist das richtig, das man sein Bett auf die Terrasse für die Nacht schieben kann/schieben lassen kann? Ist das nicht "gefährlich" so mit Kleingetier?
An welche Gefahren denkst Du denn? Ich würde mir da keinerlei Gedanken machen …
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200631. Dez. 2021 · #16
rik m. schrieb: Für diese 1 Woche war der Aufenthalt auf dieser einen Lodge aber einfach ideal. Zu Fuß unterwegs sein, ohne Zeitdruck, gibt die Gelegenheit, das Kleine wahrzunehmen. Große Tiere gibt es in dieser Gegend nicht, Wild momentan auch so gut wie keines. Und mir geht es ohnehin um eher um Landschaft als um Tiere. Insofern fand ich diese Art von Reise wirklich äußerst gelungen.
Das erinnert mich an Laotse: "Übe die Regungslosigkeit, beschäftige dich mit Untätigkeit, finde im Verzicht Genuss, und du siehst das Große im Kleinen, das Viele im Wenigen."
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2021 · #17
Malbec schrieb:Lebt die kleine Maus noch? Wir amüsierten uns während des Abendessens an der Zutraulichkeit dieses kleinen Wesens.
Es gibt momentan 3 Erdmännchen. Die kleine lebt noch, ja, ist aber schon ziemlich alt und war schlecht drauf. Ich konnte sie nicht streicheln.
Wie anders die Landschaft bei bewölktem Himmel aussieht!
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2021 · #18
Schneewie schrieb:Ist das richtig, das man sein Bett auf die Terrasse für die Nacht schieben kann/schieben lassen kann? Ist das nicht "gefährlich" so mit Kleingetier?
In meinem Chalet (Nr. 5) ging das nicht, weil es keine Schiebeterrassentüren hatte, mir ist aber nichts abgegangen; das Chalet hatte alles, was ich brauchte: Bad, Bett, eine Terrasse und sogar einen Kühlschrank. Aber ich hab zwei andere Chalets gesehen, die man nach vorne öffnen konnte und dann hätte man das Bett wohl rausschieben können.
Das Chalet hat jedenfalls keinen Schlüssel. Mir war das egal. Aber einmal war eine Dame aus einer größeren Gruppe zu Gast, die das sehr gestört hat. Sie war sehr ängstlich, wollte schon nicht allein vom Haupthaus zum Chalet gehen; ich habe sie dann begleitet; der Weg war ihr zu wenig ausgeleuchtet, den Lichtschalter für ihren Eingangsbereich fand sie nicht auf Anhieb und ist irgendwo drüber gestolpert, und dann festzustellen, dass man auch von innen verriegeln konnte, hat ihr ziemlich zugesetzt... Mir war es nie zu dunkel, und wäre es das gewesen, hätte ich meine Stirnlampe angemacht, die ich mit hatte.
Kurz, was ich sagen möchte: Jedes Empfinden ist individuell. Ob Du das Schlafen im Freien als gefährlich empfindest, musst Du dann selbst ausloten.
Schneewie725 Beiträge · seit 201731. Dez. 2021 · #19
BikeAfrica schrieb:
Schneewie schrieb:Ist das richtig, das man sein Bett auf die Terrasse für die Nacht schieben kann/schieben lassen kann? Ist das nicht "gefährlich" so mit Kleingetier?
An welche Gefahren denkst Du denn? Ich würde mir da keinerlei Gedanken machen …
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202031. Dez. 2021 · #20
BikeAfrica schrieb:Das erinnert mich an Laotse: "Übe die Regungslosigkeit, beschäftige dich mit Untätigkeit, finde im Verzicht Genuss, und du siehst das Große im Kleinen, das Viele im Wenigen."
Also, regungslos und untätig war ich nicht! 😉 Ich hab halt am Tag nicht 200 oder 300km mit dem Auto zurückgelegt, sondern "nur" die Strecke, die ich zu Fuß oder später per Rad absolvieren konnte oder wollte. Und meist war ich am Farmgelände - und selbst da war ich noch nicht in jedem Eck oder Winkel!