Island - Eisländ, die Eins im Winter

Reisebericht 115 Antworten · 10,5k Aufrufe · gestartet 31. Dez. 2020 von Kiboko
605 Beiträge · seit 201226. Jan. 2021 · #61
Clamat schrieb:Hi HeiVi,
ich kann aus Erfahrung sagen, dass sich Zebras in Island seeeeeehr wohl fühlen 🤩

2019.05.2714.00.45RundumHveravellir-Hochland.JPG


LG
Claudia
Ach wie lustig! Sollten wir uns vielleicht auf Island zum Zebra-Treffen verabreden? 🤩
Das war übrigens die erste Planungsstudie der Desigerin, wurde fast zu 100% übernommen 🙂

Zebra.jpg

Herzliche Grüße,
HeiVi
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200928. Jan. 2021 · #62
Gestern hat der Troll wieder zugeschlagen.
Er hat es Kiboko übel genommen, dass der Trollpunkt durch ein Komma ersetzt wurde.
Zur Strafe hat den neuesten Beitrag beim Einfügen des vorletzten Bildes einfach so gelöscht ...

Damit sich Zebraautos in Island wohlfühlen, gibt es im Winter Straßenabschnitte im Zebradekor. 🤩


Island Tag 7-5: Hvalnes

Zwischen Þfottá und Hvalnes führt die Ringstraße an einer Steil­küste ent­lang.

Þfottá

Kiboko hat die Schnee­grenze er­reicht. Schlag­artig wird es winter­lich. Schnee säuselt über die Ring­straße.


Bild 238: Verschneite Straße bei Þfottá


Die tiefstehende Sonne ver­steckt sich hinter den Bergen. Am Nach­mittag hat sie bereits den Zenit über­schritten. Aber um diese Jahres­zeit sinkt sie nur langsam tiefer und ver­breitet eine magische Licht­stimmung.


Bild 239: Blick von Þfottá nach Hvalnes


Zwischen Meer und Schnee liegt ein schwarzer Streifen Strand. Kiboko blickt zurück. An den Berge im Hinter­grund liegt Djúpivogur. Dort ist Kiboko heute schon vor­bei­gefahren.


Bild 240: Blick zurück nach Djúpivogur


Die Straße wird wieder zur fest­gefahrenen Eis­piste. Der Splitt sorgt für eine gewisse Griffig­keit. Trotz­dem muss Kiboko mit dem Gas­fuß vors­ichtig sein, sonst gehen bei der hoch­moto­risierten Renn­semmel die Pferde durch. Die 90 auf dem Schild grinst Kiboko höhnisch an. Mit der Renn­semmel ohne Spikes sind gerade mal so 60km/h drin.

Faule Rentiere

Oder hat das Verkehrsschild eine andere Be­deutung? Viel­leicht kommen jetzt 90 Ren­tiere? Rudolf und Rudolfine stehen be­reits auf der Straße. Sie gehen nicht an die Seite. Sie wollen mit­genommen werden. Kiboko hat in der Renn­semmel leider etwas wenig Platz. Dann möchte sie Kiboko vor seinen Ren­nschlitten spannen. Aber dazu haben die beiden keinen Bock.


Bild 241: Rudolf und Rudolfine



Bild 242: Isländische Tramper


Damit bleibt es bei den beiden Ren­tieren. Die rest­lichen 88 halten sich ver­steckt.

Hvalnes

An der nächsten Fels­spitze ist Hval­ness. Der kleine dunkle Turm ist der Leucht­turm.


Bild 243: Kleiner Leuchtturm von Hvalnes in weiter Landschaft


In Hvalnes gibt es keine Park­möglich­keit. Die Straße ist zu unüber­sichtlich. Kiboko fährt ein Stück weiter und läuft dann auf der eis­glatten Straße zurück. Die vorbeif­­ahrenden Is­länder schauen Kiboko groß an. Haben die noch nie ein Nil­pferd mit Foto­apparat auf einer Eis­fläche ge­sehen?


Bild 244: Eispiste bei Hvalnes


Von Hvalnes aus schweift der Blick über den Lónsvík. Es ist die letzte große Bucht vor Höfn. Der Berg am Ende der Bucht ist 888m hoch.


Bild 245: Lónsvík, die letzte Bucht vor dem Tagesziel Höfn
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200928. Jan. 2021 · #63
Island Tag 7-6: Höfn

Kiboko fährt an der Südküste entlang der winter­lichen Lónsvík weiter nach Höfn. Gegen 16 Uhr steht die Sonne schon sehr tief.

Lónsvík


Bild 246: Zwei Steine in der Bucht Lónsvík


Die Lichtstimmung ist einfach genial. Vorder­grund, Hinter­grund, Sonne und Wolken zeigen immer wieder neue Kombi­nationen. Alle paar Meter gibt es ein neues Foto­motiv. Bei den vielen Foto­motiven kommt Kiboko gar nicht mehr so richtig weiter. Daher sind die folgenden Bilder aus dem Auto ent­standen. Fenster runter­kurbeln und Klick!


Bild 247: Eine viertel Stunde später in der Bucht von Lónsvík



Bild 248: Teleaufnahme an der Bucht von Lónsvík



Bild 249: Nur wenige 100m weiter schiebt sich die Bergkette vor die Sonne


Laxá

Einspurige Brücken führen wieder über die Flüsse. Kurz vor Höfn überquert Kiboko die Laxá. Dieser Fluss hat den selben Namen, wie der Abfluss vom Mývatn. Es ist aber ein ganz anderer Fluss in einer anderen Gegend.


Bild 250: Brücke über die Laxá


Auch die Laxá plätschert in mehreren flachen Armen den Meer ent­gegen. Die Inselchen im Fluss sind mit Schnee be­deckt.


Bild 251: Winterliche Laxá


Kurz vor Höfn fragt Kiboko noch eine Ein­geborene nach dem Weg zur Her­berge. Aber die Dame kennt sich nur mit Schuh­geschäften und Bou­tiquen aus.


Bild 252: Rentierdame am Lachsfluss


Auch ohne die Hilfe der Eingeborenen hat Kiboko die Herberge gefunden. In der Herberge ist niemand. Die Tür ist nicht verschlossen. Kiboko tritt ein. An der Rezeption liegt eine Nachricht. Kiboko soll anrufen, wenn er angekommen ist. Dann würde jemand kommen. Leider hat jemand das Telefon mitgenommen. Kiboko macht es sich in der Herberge bequem. Eine Stunde später kommt die Chefin und Kiboko bekommt sein Zimmer.

Inzwischen ist es draußen dunkel. Es herrscht starkes Schneetreiben. Wolkenlücken sind nicht zu erwarten. Die Sonnenaktivität soll diese Nacht wieder nur minimal sein. Grüne Lichter sind am Himmel auch nicht zu erwarten.

Stattdessen schaut sich Kiboko die Neonlichter im Supermarkt an. Der Tag ist gelaufen.
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200928. Jan. 2021 · #64
Island Tag 8-1: Höfn

Im ersten Morgengrauen macht sich Kiboko auf die Socken und sattelt die Pferde.


Bild 253: Die Herberge der letzten Nacht


Höfn í Hornafirðí

Am Morgen dreht Kiboko noch eine Runde durch den kleinen Ort. Der liegt auf einer Halb­insel. Viel zu sehen gibt es hier nicht. Höfn be­deutet nicht Hof sondern Hafen. Die Straße endet im Hafen. Zwei große Fischer­boote werden mit schweren Ketten an die Flucht auf das weite Meer ge­hindert.


Bild 254: SF-200 Jóna Edvalds



Bild 255: SF-250 Asgrimur Halldorsson


Diesen kleinen Fischkutter hat man sogar auf das Land ver­bannt. Als Museums­schiff sitzt die Akurey auf dem Trockenen. Mit dem Schiff wurden Hummer (Nor­wegischer Hummer - Kaiser­granat) ge­fangen. Der lebt am Konti­nental­schelf des Nord­atlantiks und ist eine Spe­ziali­tät von Höfn.


Bild 256: Museumsschiff SF-52 Akurey


Auf der Ringstraße

Kiboko fährt auf schneeglatter Straße entlang der Süd­küste nach Westen. Der starke Wind treibt den Schnee über die Straße. Tages­ziel ist Vík im Mýrdal. Das sind rund 250km. Das hört sich nicht viel an. Aber auf einer kurven­reichen, ver­eisten Straße be­deutet das fünf Stunden reine Fahr­zeit. Bei sieben Stunden Tagesl­icht - im Süden gibt es eine Stunde mehr - blei­ben nur zwei Stunden für andere Aktivitäten.

Die ersten Kilometer des Tages führen nach Norden. Die große Bucht Horna­fjörð muss noch um­rundet werden. In großer Ent­fernung grüßt der erste Gletscher. Der Hoffels­jökull wird vom rieseigen Vatna­jökull ge­speist.


Bild 257: Der Gletscher grüßt die Ringstraße.


Hinter einen ebenen Küsten­streifen ragen bis zu 1000m hohe Berge in den Himmel. Frau Holle hat in den letzten Tage Berg und Tal mit Schnee ver­ziert.


Bild 258: Winterwiese



Bild 259: Schwemmsandebene


Nesjar

Die Schwemmsandebenen der Küs­ten­streifen kön­nen durch Gletscher­flüsse ohne große Vor­warn­zeit über­schwemmt werden. Ort­schaften und einzelne Höfe wurden daher im Schutz der Berge in sicherer Lage er­richtet. Die Häuser sind so weit vom Berg weg, dass keine Erd­rutsche die Häuser be­schädigen können. Aber sie liegen so hoch, dass Hoch­wasser sie nicht er­reichen kann. Große Bäume um den Häusern bieten etwas Schutz vor starkem Wind.


Bild 260: Häuser im Schutz eines Berges



Bild 261: Bauernhof bei Nesjar
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200928. Jan. 2021 · #65
Island Tag 8-2: Brunnhólt

Kiboko fährt weiter entlang der Bucht Horna­fjörður nach Westen. Der Wind fegt den Schnee über die Straße.

Hornafjarðarfljót

Die Warnschilder für eine ein­spurige Brücke kün­digen den Fluss an.


Bild 262: Warnschilder kündigen die nächste Brücke an


Bei Brunnhólt wird der Haupt­zufluss der Bucht über­quert. Eine lange Beton­brücke überquert eine weiter Eis­fläche. Der Hornafjarðarfljót ist vor Ehr­furcht oder Frost er­starrt. Netter­weise haben die Isländer Schilder mit den Fluss­namen auf­gestellt. Beim Versuch des lauten Aus­sprechens des Namens ist die Zunge von Kiboko auch vor Ehr­furcht er­starrt.


Bild 263: Brücke über den Hornafjarðarfljót


Der Hornafjarðarfljót wird vom Gletscher Hoffells­fjöður ge­speist. Die Gletscher­zunge mit dem blauen Eis ragt bis in das Tal. Der Gletscher kommt aus dem In­land und wird von den Eis­massen des Vatna­jökull ver­sorgt.


Bild 264: Der Gletscher Hoffellsfjöður endet am Rand der Ebene.


Holmur

Bei Holmur steht ein hübscher Bauern­hof gleich neben der Straße. Auch dieser Bauern­hof steht auf einen kleinen Land­rücken in ge­schützter Lage. Links ist das neue Wohn­haus. Da­neben sind die Stallungen, Scheunen und Neben­gebäude.


Bild 265: Bauernhof an der Ringstraße


Smyrlabjörg

Bei Smyrlabjörg führt die Ringstraße über eine weite Ebene. Der große Gletscher Vatna­jökull ist hinter einer Wolken­schicht eher zu er­ahnen. Mehrere Gletscher fließen hier aus dem Hoch­land ins Tal. Der Skalafell­jökull spaltet sich in mehrere Gletscher­zungen auf und endet am Über­gang in die Ebene.


Bild 266: Die beiden Gletscherzungen des Skalafelljökull



Bild 267: Skalafelljökull


Von der selben Position sind drei Gletscher zu sehen. Leider sind die Namen der Gletscher nicht in der Land­karte ver­zeichnet. Blaue Schilder mit gelber Schrift stehen leider auch nicht am Weide­zaun.


Bild 268: Gletscher bei Smyrlabjörg


Kiboko genießt kurz den Anblick. Dann muss die Fahrt weiter­gehen, denn der Weg nach Vík ist noch lang.
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200928. Jan. 2021 · #66
Island Tag 8-3: Kalfafellsstaður

Die Schwemmsandebene hat ein Ende. Zwischen Atlantik und Berge geht die National­straße 1 über die Klippen. Kiboko schaut zurück auf eine Berg­kette an deren Ende Höfn liegt. Dort klart der Himmel auf. Am Hori­zont leuchtet ein Streifen hinter der Berg­kette.


Bild 269: Blick zurück nach Höfen entlang der Steilküste


Kalfafellsstaður

Auf der schneebedeckten Straße kommt Kiboko nur lang­sam voran. Bei Kalfafells­staður verläuft die Straße wieder dicht am Atlantik. Da, wo Kiboko gerade her­kommt wird das Wetter schön, während es hier immer dunkler wird.


Bild 270: An der Küste bei Kalfafellsstaður


Noch ein letzter Blick zurück mit dem Tele. Vor den Bergen liegt Höfn.


Bild 271: Ein imposanter Berg an der Küste


Pferde

Beim Blick nach vorn ist der Himmel dunkel­grau. Das riecht nach Schnee. Ob sich die Island­pferde auf den Schnee freuen?


Bild 272: Islandpferde unter Schneewolken



Bild 273: Das Islandpferd trotzt dem Winter


Der entgegenkommende Isländer wird sich mit seinem Auto von ein wenig Schnee nicht be­eindrucken lassen. Da wird Kiboko wieder neidisch. Die Renn­semmel lässt sich auch mit über­schaubarer Ge­schwindig­keit nur mit viel Kon­zentration auf der Schnee­piste halten.


Bild 274: Gegenverkehr


Kiboko versucht vor dem Schnee­treiben noch etwas Strecke zu machen. Aber weit wird Kiboko nicht kommen. Der nächste Gletscher nötigt Kiboko für einen ausgiebigen Foto­stopp.
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200929. Jan. 2021 · #67
Island Tag 8-4: Jökulsárlón

Kaum ist Kiboko auf der Ringstraße in Schwung gekommen, bremst ihn ein Natur­schau­spiel aus. Gleich neben der Ring­straße ist ein großer Park­platz. Ein Holz­häuschen mit Vier­fach­giebel ist gut besucht. Darin ist ein Res­taurant, Café und ein Souvenir­laden. Ob­wohl es nicht regnet, sitzt kein Tourist draußen.


Bild 275: Souvenirbude am Jökulsárlón


Auf dem Parkplatz stehen dann die Touristen­busse, denen Eis und Schnee nix an­haben können. In diesen Fahr­zeugen sind Klein­gruppen­reisende unter­wegs. Die mehr­tägigen Standar­dreisen haben mit dem Jökuls­árlón das östlichste Ziel er­reicht.


Bild 276: Isländischer Kleinbus


Vögel

Wo viele Menschen sind, bleibt auch mal etwas liegen. Die Piraten der Lüfte sind schon da, um sich ihre Tages­ration ab­zuholen. Eine junge Sturm­möwe sucht im Tief­flug den Park­platz nach Speise­resten ab.


Bild 277: Jung Sturmmöwe bei Aufklärungsflug


Der Kolkrabe geht vom Boden aus auf die Suche.


Bild 278: Der Kolkrabe hat einen rabenschwarzen Tag


Jökulsárlón

Kiboko ist nicht wegen den Vögeln hier. Ein kleiner Hügel ermöglicht einen Über­blick. Hier breitet sich der Jökuls­árlón aus. Es ist ein Gletscher­see. Der Gletscher Breiðamerku­jökull bringt das Eis vom Vatna­jökull an die Küste. Hier verendet der Gletscher. Haus­große Eis­brocken brechen von der Gletscher­zunge ab und stürzen in den Jökuls­árlón.


Bild 279: Der Gletschersee Jökulsárlón mit festgefrorenen Eisschollen


Im Winter ist der Gletscher­see ge­froren. Eis­schollen halten die Eis­berge fest. Der frische Schnee hat das Blaue Gletscher­eis über­deckt. Be­wegung gibt es nicht. Das trübe Wetter macht die Szene nicht viel spannender.


Bild 280: Eisschollen und Eisberge im Jökulsárlón


Rohdiamanten

Mit dem Teleobjektiv kann Kiboko die Szenerie etwas ver­dichten und ein paar blaue Eis­berge her­auspicken. Diese Eis­berge sind die Isländischen Roh­diamanten. Sie können später in geschliffener und ver­edelter Form am Strand ge­funden werden.

Diamantenherstellung

Kiboko hat eine Theorie über die Her­stellung der Roh­diamanten. Unter hohem Druck wird Schnee zu Eis ge­presst bis die darin ent­haltenen Luft­bläschen heraus­gedrückt sind. Das ist die Auf­gabe der Isländischen Trolle. Auf dem Vatnajökull machen die Trolle sehr oft Party. Beim Tanz auf dem Vulkan trampeln sie im Takt der Musik den Schnee fest. Der Schnee wird zu Eis kom­pri­miert. Dabei wird auch viel gebechert. Be­vorzugtes Getränk ist Blue Curacao. Der war schon in den 1970er Jahren als Blauer Bols sehr be­liebt. Der Schnaps enthält die Farb­stoffe e131 (Patent­blau) und e133 (Brilliant­blau). Bei einer feucht fröh­lichen Party, geht auch mal der eine oder andere Tropfen da­neben. Stark ver­dünnt, be­kommt das Gletscher­eis so zu seiner blauen Farbe. Je nach Ver­dünnung entstehen unter­schiedliche Farb­nuancen. Falls ein Troll sich vorher die Füße nicht gewaschen hat, tauchen im Gletschereis schwarze Ein­schlüsse auf.

Was von der Party übrig bleibt, landet als Touristen­attraktion im Jökuls­árlón.


Bild 281: Verschneiter Eisblock im Gletschersee



Bild 282: Eisblock auf Eisscholle



Bild 283: Dreckiger Eisblock, weil der Troll dreckige Füße hatte


Der Gletscher Breiðamerku­jökull mündet noch in zwei weitere Gletscher­seen, den Breið­árlón und dem Fjalls­árlón. Diese sind weniger be­kannt und von Touristen weniger be­völkert. Leider hatte Kiboko nicht ge­nügend Zeit, um die anderen beiden Gletscher­seen zu be­suchen.
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1'835 Beiträge · seit 201529. Jan. 2021 · #68
Auch wenn die Eisblöcke nicht fließen, ist es Kiboko gut gelungen die blauen Formationen auf die Speicherkarte zu bannen.
Gut gemacht Kiboko.
Dieser Ort war für mich das Highlight unseres Herbstbesuches. Kann man nur staunen wie sich die Brocken bewegen und bachab schwimmen zum Diamond Beach.
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
zuletzt bearbeitet 29. Jan. 2021
443 Beiträge · seit 201430. Jan. 2021 · #69
Packt dich der Corona-Blues,
dann musst du folgen bloß
Kiboko auf der Tour durch's eis'ge Land...
Dann tobt's in dir -
das Blut - wie außer Rand und Band!

Danke für die Hitzewellen, Kiboko!

LG Ute
443 Beiträge · seit 201402. Feb. 2021 · #70
Suchmeldung !

Wo ist Kiboko??? Etwa im Wellness-Eisbad? 🤩

Ute
605 Beiträge · seit 201204. Feb. 2021 · #71
Na langsam mach ich mir auch Sorgen, ob die Trolle Kiboko verschleppt haben...? 🙄

Grüße,
HeiVi
605 Beiträge · seit 201206. Feb. 2021 · #72
Ich mach mir jetzt echt Sorgen. Weiss jemand von Euch was zu Kiboko/Bernd?
Grüße, HeiVi
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200909. Feb. 2021 · #73
Liebe Fomis,

vielen Dank, dass Ihr Sorgen um Kiboko gemacht habt.
Kiboko war weder im Wellness Eisbad, noch wurde Kiboko verschleppt.

Im Mai 2020 hat sich die Gesundheit von Mama-Kiboko soweit verschlechtert,
dass Kiboko sie nicht mehr alleine lassen konnte.
Im September wurde Mama-Kiboko bettlägerig.
Im November konnte sie sich nicht mehr alleine im Bett drehen.
Vollpflege von Füttern bis Windelwechseln.
Anfang Dezember war Kiboko mit dem Kräften am Ende.
Kiboko hat dann schweren Herzens Mama-Kiboko in ein Pflegeheim geben müssen.
Ende Januar konnte Mama-Kiboko sich nicht mehr bewegen und nicht mehr sprechen.
Am 01.02. hat Mama-Kiboko das Trinken verweigert und wurde immer schwächer.
Die folgenden drei Nächte hat Kiboko im Pflegeheim verbracht.
Es sind dann immer ganz schwierige Entscheidungen.
Ob man noch für ein paar Stunden noch Mama-Kiboko verlassen kann.
Am 03.02. um 20 Uhr war die Lage "stabil".
Kiboko hat mit Klamotten im Sessel vor dem Telefon geschlafen.
Am 04.02. hat um 00 Uhr das Pflegeheim angerufen.
Die Atemaussetzer werden immer länger.
Kiboko soll ins Pflegeheim kommen.
Nach der Erfahrung der Pfleger ist es jetzt soweit.
Kiboko ist in kürzester Fahrzeit ins Pflegeheim gesaust.
Im Radio lief das Lied: Es ist vorbei, es ist vorbei, bye bye ...
Kiboko hat Mama-Kiboko gestreichelt und ihre Hand gehalten.
Um 04:18 Uhr hat Mama-Kiboko zum letzten mal geatmet und ist dann sanft eingeschlafen.
Jetzt ist sie von jahrelangen Schmerzen erlöst.
Mama Kiboko ist 82 Jahre alt geworden.

Bald geht es hier im Reisebericht weiter.
Traurige Grüße
Kiboko
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
2'191 Beiträge · seit 201609. Feb. 2021 · #74
Es ist schwer, wenn die Menschen, die Dir die schönsten Erinnerungen beschert haben, selbst zu einer Erinnerung geworden sind.

Lieber Kiboko,

es tut mir leid, dass Deine Mama nicht mehr unter Dir ist. Ich wünsche Dir viel Kraft für die nächste Zeit.

LG

Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
155 Beiträge · seit 201809. Feb. 2021 · #75
Hallo Kiboko,
Herzliches Beileid zu deinem Verlust. Bewahre dir deine positive und humorvolle Lebenseinstellung.
LG Tommy
4'382 Beiträge · seit 201509. Feb. 2021 · #76
Lieber Kiboko,
es ist ganz egal, wie alt man selbst ist - wenn die Eltern sterben, ist man plötzlich auf so eine schrecklich entgültige Weise erwachsen. Wen kann man jetzt noch fragen:“Weißt du noch.....?“
Mitfühlend grüßt
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'835 Beiträge · seit 201509. Feb. 2021 · #77
Ach wie traurig! Ich fühle Mitleid mit Kiboko. Aber Kiboko kann auch froh sein dass er bis zum letzten Atemzug neben Mama Kiboko war und ihr sicher das Weggehen erleichtert hat.
May she Rest In Peace and may her memory be blessed.
Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
443 Beiträge · seit 201409. Feb. 2021 · #78
Das waren schwere Wochen für Kiboko und Mama-Kiboko. Aber wie tröstlich für Mama-Kiboko, dass sie umsorgt und beschützt entschlafen konnte. Jetzt wird sie im Herzen getragen und lebt dort weiter....
Lieber Bernd,
meine herzliche Anteilnahme zum Tod deiner Mutter. Dass ihre Leidenszeit jetzt ein Ende gefunden hat, wird dir Stärke und Trost für die nächste Zeit geben.
Herzlichst
Ute
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200909. Feb. 2021 · #79
Liebe FoMis,

vielen Dank für Eure Anteilnahme.

In den Tagen und Nächten im Pflegeheim am Bett von Mama-Kiboko gehen tausende von Gedanken durch den Kopf.
Kiboko kennt ihren Krankheitsverlauf und hat ähnliche Gene.
Wenn es Kiboko einmal schlechter geht, wird niemand für ihn da sein.
In den nächsten Monaten stehen wichtige Entscheidungen an.

Jetzt geht es mit dem Reisebericht weiter.
Die einzelnen Beiträge habe ich schon vor längerer Zeit geschrieben.
Sie spiegeln nicht die aktuelle Stimmung wieder.

Traurige Grüße
Bernd
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Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200910. Feb. 2021 · #80
Island Tag 8-5: Jökulsárlón

Kiboko steht auf einem Hügel der End­moräne des Breiðamerku­jökull. Im Jahr 1890 reichte er noch bis hierher. Der Gletscher hatte nur 250m Abstand vom Atlantik.

Abfluss Jökulsá

Wenn die Eisberge auf einer Seite in den Jökuls­árlón rein­fallen, müssen sie auf der anderen Seite wieder raus­fallen. Dafür ist der Gletscher­fluss Jökulsá zu­ständig. Es ist der kürzeste Fluss Islands. Im Sommer treiben die Roh­diamanten in Form von Eis­berge lang­sam zur Diamanten­schleiferei, dem Atlantik ent­gegen. Im Winter sind sie fest­gekeilt und fest­gefroren im Fluss ver­ankert.


Bild 284: Jökulsá - der kürzeste Fluss Islands


Festgesetzte Eisberge ver­stopfen den Jökulsá. Der Fluss hat sie zusammen­geschoben und kom­primiert. Dann sind sie zusammen­gefroren. Hier schiebt sich nix. Der Jökulsá benötigt dringend Ab­führ­mittel, damit die Eis­berge ab­fließen und der See ent­leert wird.


Bild 285: Der Abfluss ist verstopft


Der dunkle Himmel droht mit Schnee­massen. Ob aus dunkel­grauen Wolken auch dunkel­grauer Schnee fällt? Die dunkel­grauen Klein­busse mit den Touristen­klein­gruppen streben dem nächsten Ziel ent­gegen. Kiboko geht zur Diamanten­schleiferei an den Diamanten­strand, bevor Frau Holle das Schüttel­fieber packt.

Diamantenschleiferei

Der Gletscherfluss Jökulsá befördert die Roh­diamanten als Ei­sberge in den Atlantik. Der Atlantik verweigert die An­nahme. Große Wellen spülen die Eis­berge zurück an den Strand. In der Brandung be­findet sich die Diamanten­schleiferei. Die Eis­berge werden von den Wellen be­arbeitet. Mit brachialer Gewalt wird schwarzer Lava­sand gegen die Eis­blöcke ge­schleudert. Die Wellen schieben die Eis­blöcke über den Sand. Dabei werden sie gedreht, abgerundet und poliert.

Kiboko beobachtet die Arbeit der Wellen in der Diamanten­schleiferei. Mit hoher Ge­schwindig­keit sausen die Wellen heran. Dann knallt die Welle auf einen Eisblock. Das Wasser spritzt in alle Himmels­richtungen. Un­vorsichtige Foto­grafen bekommen hier schnell nasse Füße, nasse Knie, nasse Beine und einen nasse Mütze. Auch die Knips­kiste bekommt eine Dusche.

Die Bilder sprechen für sich.


Bild 286: Diamantenschleiferei



Bild 287: Eisblöcke in der Schleiferei



Bild 288: Eisblock im Vollwaschgang



Bild 289: Schnell weg! Die Welle kommt an den Strand gesaust



Bild 290: Die nächste Welle kommt



Bild 291: Ein Eisblock wird geschliffen



Bild 292: Es spritzt. Gleich ist Kiboko nass.
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