Island - Eisländ, die Eins im Winter

Reisebericht 115 Antworten · 10,5k Aufrufe · gestartet 31. Dez. 2020 von Kiboko
7'296 Beiträge · seit 200610. Feb. 2021 · #81
Kiboko schrieb:
Wenn es Kiboko einmal schlechter geht, wird niemand für ihn da sein.

Diese Gedanken kenne ich, nachdem ich das von Dir Erlebte schon einige Zeit hinter mir habe.
Aber so schwer der Verlust damals für mich war, so war ich dennoch andererseits froh, als meine Mutter es endlich hinter sich hatte. Die letzten ca. acht Wochen waren einfach nur noch eine Qual für sie.

Danke, dass Du Deinen Bericht jetzt nicht an dieser Stelle abbrichst.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200910. Feb. 2021 · #82
Island Tag 8-6: Jökulsárlón

Das Arbeitsergebnis der fleißigen Diamanten­schleifer liegt dann am Strand herum. Weiße und hell­blaue Dia­manten in unter­schiedlichen For­men und Größen werden auf schwarzem Sand präsen­tiert. Bei der Viel­falt kann sich Kiboko einfach nicht ent­scheiden. Zu groß und zu un­über­sichtlich ist das An­gebot an Dia­manten. Preis­schilder sind nicht dran. Ver­mutlich sind sie un­bezahlbar.


Bild 293: Strand der Diamanten



Bild 294: Hellblaue Diamanten am schwarzen Strand



Bild 295: Reichhaltiges Angebot



Bild 296: Kleiner Diamant ganz groß



Bild 297: Dieser Diamant sieht wie ein eingegrabenes Schwein aus, dessen Schnauze in den Himmel zeigt.



Bild 298: Minieisberg auf schwarzem Sand


Fernab der Touristen­ströme stolpert Kiboko über ein ganz besonderes Ob­jekt. Auf dem ersten Blick sieht es wie das ab­gebrochene Horn eines Ein­horns aus. Kiboko hat nachgeforscht und ist auf eine sagenhafte Ge­schichte gestoßen.

Elfenðilðó

Das edle Fundstück gehört der Elfen­königin Borghilður.


Bild 299: Der Elfenðilðó



Am 20. März 2010 fand eine heiße Party auf dem Vulkan statt. Dabei hat die Elfen­königin Borghilður diesen per­sönlichen Ge­gen­stand ver­loren. Im Blue-Curaçao-Rausch ist er ihr während der Be­nutzung aus der könig­lichen Hand ge­flutscht. Er rutschte abwärts über das frisch fest­getrampelte hell­blaue Eis. Dann ver­schwand er in einer Gletscher­spalte. Beim Auf­prall am Boden der Spalte wurde leichte seismische Aktivi­täten gemessen. Isländische Geologen waren beunruhigt und haben die Umgebung evakuiert.

Borghilður fluchte laut über ihr Miss­geschick. Durch den Lärm wurde der schlafende Riese Eyjafjalla­jökull ge­weckt. Der Riese wurde sauer und ließ erst einmal Dampf ab. Borghilður fluchte und zeterte weiter. Da wurde es Eyjafjalla­jökull zu viel. Er spuckte Feuer und Asche. Das legte den Luftverkehr über den Nord­atlantik und sogar in Europa lahm. Der Gletscher schmolz. Wasser­massen schossen schlag­artig in den Atlantik. Sie haben Straßen und Brücken mitgerissen. Erst im Juni 2010 beruhigte sich die Elfenkönigin und der Riese wieder. Der Elfenðilðó blieb verschollen.

Durch das Hoch­wasser im Gletscher­fluss wurde der Elfenðilðó in den eis­kalten Atlantik be­fördert. Der Atlantik hat die An­nahme ver­weigert. Das edle Stück wurde post­wendend an den Strand gespült.

Nun liegt der Elfenðilðó Kiboko zu Füßen. Ehr­führchtig macht Kiboko ein Beweis­foto und zieht sich dis­kret zu­rück. Niemand weiß, welche Krank­heits­erreger und kälte­liebenden Vieren an einem gebrauchten Fund­stück haften können.



Das Ende vom Elfenðilðó

Ein besoffener Troll hat Kiboko folgende Sage er­zählt. Drei­einhalb Jahre später passierte das Un­glück. Im Herbst 2019 soll eine Chi­nesische Reise­gruppe aus Wuhan dieses Fund­stück ent­wendet haben. Sie hielten den Elfenðilðó für ma­gisches Horn vom Ein­horn. In Wuhan wurde das Teil zer­stückelt und pulveri­siert. Anschließend soll es als magisches Potenz­mittel in einer Gar­küche auf dem Wild­tier­markt von Wuhan ver­kauft worden sein. Die Elfen­königin Borghilður erzürnte über den end­gültigen Verlust Ihres Lieblings­ðilðós. Ihre Rache war grenzen­los.
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200910. Feb. 2021 · #83
Island Tag 8-7: Jökulsárlón - Vík

Der Diamantenstrand bietet eine Fülle von Foto­motiven. Hier könnte Kiboko noch viele Stunden ver­bringen. Aber die Zeit drängt. Kiboko muss weiter­fahren.

Jökulsá Brücke

Die Hängebrücke über den Jökulsá ist auch ein­spurig. Mehr als dreißig Autos dürfen nicht gleich­zeitig über die Brücke fahren. Die Tem­peratur­anzeige ist ein­gefroren.


Bild 300: Brücke über den Jökulá


Hinter der Brücke hat der Schnee die Straße frei­geweht. Der starke Seiten­wind drückt an der Renn­semmel. Aber Kiboko stemmt sich tapfer da­gegen und schlingert über die Ring­straße.


Bild 301: Seitenwind auf der Eispiste


Stigá

Große und kleine Gletscher­flüsse streben den Atlantik ent­gegen. Die Stigá plätschert ge­mächlich aus den Bergen durch den Schnee.


Bild 302: Der Gletscherfluss ist fast vollständig erstarrt.



Litlahof

Während Kiboko über die vereiste Fahr­bahn schlittert, fährt der Is­länder un­gerührt mit maxi­maler Ge­schwin­dig­keit. Die Spikes beißen sich auf der Eis­piste fest.


Bild 303: Gegenverkehr auf der Eispiste


Bei ungemütlichen Wetter kämpft sich Kiboko durch den Schnee. Eis und Wind­böen er­fordern höchste Kon­zentration am Lenk­rad. Trotzdem kommt Kiboko nur langsam voran.


Bild 304: Fahrt im Schneesturm



Bild 305: Schwarz-weiß Landschaft


Skaftafell Nationalpark

Eine Eispiste führt zum nahen Skafta­fell National­park. Der Park­platz ist ver­weist. Es schneit unter dunklen Wolken. Kiboko tastet sich bis zu einer Info­tafel vor. Bis zum Svarti­foss ist es nicht wirk­lich weit. Der Svarti­foss ist ein mit Basalt­säulen ge­schmückter Wasser­fall an einem Über­hang. Von hinten kann durch den Wasserfall fotografiert werden. Kiboko hat vom Svarti­foss schon hervor­ragende Bilder im Gegen­licht ge­sehen. Bei den aktuellen Wetter­bedingungen sind keine guten Auf­nahmen zu er­warten. Der Weg zum Wasser­fall ist im Schnee­treiben nicht zu er­kennen. Kiboko hat keine recht Lust. Der Svarti­foss und die anderen Natur­schönheiten im National­park müssen auf den nächsten Besuch von Kiboko warten.

Schnee

Kiboko klemmt sich wieder hinter das Lenk­rad. Die Renn­semmel kriecht über die National­straße 1. Es schneit. Alles ist weiß. Die Verkehrs­schilder haben jetzt eine Tarn­kappe an­gelegt. Es wird dunkel in Is­land. Im Schnee­sturm ist die Straße kaum noch zu sehen.


Bild 306: Alles weiß


Vík í Mýrdal

Dann tauchen ein paar Häuser an der Straße auf. Kiboko ist heile in Vík í Mýrdal angekommen. Auch die Renn­semmel hat sich eine Tarn­kappe zu­gelegt.


Bild 307: Rennsemmel mit Tarnkappe


Während draußen der Schnee­sturm tobt, kann sich Kiboko im Zimmer aus­ruhen. Bei Schnee­sturm sind keine grünen Lichter am Himmel zu er­warten.


Bild 308: Trübe Aussichten
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
155 Beiträge · seit 201810. Feb. 2021 · #84
Hallo Kiboko,
endlich eine plausible Erklärung für dieses komische Virus
VG Tommy
7'296 Beiträge · seit 200610. Feb. 2021 · #85
Kiboko schrieb:

Skaftafell Nationalpark

Eine Eispiste führt zum nahen Skafta­fell National­park. Der Park­platz ist ver­weist. Es schneit unter dunklen Wolken. Kiboko tastet sich bis zu einer Info­tafel vor. Bis zum Svarti­foss ist es nicht wirk­lich weit. Der Svarti­foss ist ein mit Basalt­säulen ge­schmückter Wasser­fall an einem Über­hang. Von hinten kann durch den Wasserfall fotografiert werden.

Ich glaube, Du vermischst hier zwei Wasserfälle.
Der Svartifoss ist der Wasserfall mit den Basaltsäulen im Skaftafell. Der berühmte Wasserfall mit dem Weg zwischen Felswand und herabstürzendem Wasser ist der Seljalandsfoss. Der liegt nicht im Skaftafell, aber auch im Süden Islands. Ich fand den auch schöner als den Svartifoss.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200911. Feb. 2021 · #86
BikeAfrica schrieb:
Ich glaube, Du vermischst hier zwei Wasserfälle.
Der Svartifoss ist der Wasserfall mit den Basaltsäulen im Skaftafell. Der berühmte Wasserfall mit dem Weg zwischen Felswand und herabstürzendem Wasser ist der Seljalandsfoss. Der liegt nicht im Skaftafell, aber auch im Süden Islands. Ich fand den auch schöner als den Svartifoss.
Hallo Wolfgang,
Du hast recht, da habe ich etwas vermischt.
Die Reise ist schon ein paar Jahre her.
Im Reiseführer gibt es leider kein (!) Bild vom Seljalandsfoss.
Auf dem Bild vom Svartifoss sieht es so aus, dass man auch dahinterklettern kann.
Aber da gibt es keinen Weg.

Wie auch immer, den Svartifoss habe ich liegenlassen müssen,
den Seljalandsfoss hatte ich nicht auf dem Radar und bin im dunkeln daran vorbeigefahren.
Es gibt also noch genügend Highlights für die nächste Islandreise. 🤩

Danke für den Hinweis
Viele Grüße Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
7'296 Beiträge · seit 200611. Feb. 2021 · #87
Hallo Bernd,
Kiboko schrieb:
Im Reiseführer gibt es leider kein (!) Bild vom Seljalandsfoss.

Du findest zahlreiche spannende Fotos über die Google-Bildersuche.
Ich glaube, bei gutem Wetter bist Du dort stundenlang mit der Kamera am Start. Ich hatte damals leider richtiges Mitwetter und war zudem mit dem Fahrrad ohne Rückzugsmöglichkeit unterwegs. Ich habe damals mein Fahrrad bei strömendem Regen durch knietiefes kaltes Gletscherwasser geschoben.
Bei gutem Wetter ist das ein richtiges Fotoziel, falls es nicht inzwischen überlaufen ist. Damals war ich ganz alleine dort und am Svartifoss bei gutem Wetter noch eine einzelne Person.

Auf dem Bild vom Svartifoss sieht es so aus, dass man auch dahinterklettern kann.
Aber da gibt es keinen Weg.


Aus der Erinnerung (ich war bereits 1994 dort) würde ich sagen, dass das sehr gefährlich und rutschig ist, falls überhaupt möglich. Ich komme ja auch manchmal auf "lustige" Ideen, aber hinter den Svartifoss wollte ich damals irgendwie nicht.

Wie auch immer, den Svartifoss habe ich liegenlassen müssen,
den Seljalandsfoss hatte ich nicht auf dem Radar und bin im dunkeln daran vorbeigefahren.

Beide Ziele sind wohl auch eher ungeeignet, wenn man alleine bei schlechtem Wetter unterwegs ist. Man muss ja nur umknicken oder ausrutschen und sich ein paar ansonsten eher als unwichtig beurteilte Knochen brechen und schon ist die nächste Nacht die letzte.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2021
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200911. Feb. 2021 · #88
Island Tag 9-1: Vík í Mýrdal

Am nächsten Morgen hat sich das Wetter geändert. Es ist klar. Pünktlich zum Sonnenaufgang um 10:00 Uhr ist Kiboko am Strand. Die Dünen aus weißem Sand sind Schneewehen.


Bild 309: Ein neuer Tag am Meer


Sturm

Der Sturm hat die Wolken weggeblasen. Es ist mehr als nur ein Sturm im Wasserglas. Das Wasserglas ist der Atlantik. Mächtige Wellen werden vom Sturm aufgetürmt. Der Sturm zerstäubt das Wasser an den Wellenkämmen. Kiboko kann sich kaum auf den Beinen halten.

Die Tourismusinformation hat einen Truppe Trolle losgeschickt. Die haben den Horizont in der einzigen verfügbaren Farbe frisch in Orange gepinselt. Dann schieben sie die Sonne mit der Stange über den Horizont.


Bild 310: Stürmische Wellen bei Sonnenaufgang



Bild 311: Der Sturm lässt die Gischt fliegen


Hätten die Trolle gleich noch ein paar Palmen aufgestellt, würde sich Kiboko wie in der Karibik fühlen.


Bild 312: Ein wenig Karibikflair am Strand von Vík í Mýrdal


Die orange Farbe hat aber nicht für den ganzen Horizont gereicht. Drei Trolle wurden von der aufgehenden Sonne überrascht. Die Sonne hat sie versteinert. Als drei spitze bis zu 66m hohe Felsnadeln Skessudrangar, Landdrangar und Langhamar stehen sie noch im Meer. Sie konnten diesen Horizontabschnitt nicht mehr mit oranger Farbe streichen. Der Hintergrund bleibt hier trist und grau.

Kiboko will nach Garðár fahren. Das liegt hinter dem Kap Reynísdrangar. Dann sollten die Felsen vor dem orangegefärbten Horizont liegen.


Bild 313: Die Horizontmaler sind versteinert.


Vík í Mýrdal

Die tiefstehende Sonne beleuchtet das frisch verschneite Vík í Mýrdal. Der große Kasten, indem sich die Sonne spiegelt, ist die Herberge von Kiboko für zwei Nächte. Der Hauptteil des Ortes ist links außerhalb des Bildes.


Bild 314: Morgens in Vík í Mýrdal mit Edda Hotel.


Das Kirchlein thront auf einem Hügel über dem Ort vor einer verschneiten Bergkulisse. Frau Holle hat für diesen Anblick am gestrigen Tag geschuftet.


Bild 315: Die Kirche von Vík í Mýrdal
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200911. Feb. 2021 · #89
Island Tag 9-2: Reynir

Kiboko möchte gerne die Steinsäulen vor der aufgehenden Sonne fotografieren. Dazwischen steht noch eine Hügelkette, die mit dem Kap Reynísdrangar im Atlantik endet. Die Ringstraße führt über die Hügelkette. Der Schnee von Gestern haben andere Autos bereits festgewalzt. Kiboko schaut zurück, nachdem er erfolgreich mit der Rennsemmel gerodelt ist.


Bild 316: Ringstraße bei Sonnenaufgang


Reynisfjara

Kiboko biegt in eine kleine Seitenstraße ab, die zum schwarzen Strand von Reynisfjara geht. Die Sonne ist schon erstaunlich hoch gestiegen. Kiboko muss noch dichter an die Steinsäulen ran.


Bild 317: Schwarzer Strand Reynisfjara unter orangen Himmel


Die Sonne steigt immer höher. Die frische Orange Farbe am Horizont ist bereits schon ausgeblichen. Da haben die Isländer den Trollen ein lichtempfindliches Billigprodukt angedreht. Die versteinerten Trolle blicken auf einen inzwischen blassgelben Horizont.

Schneewehe

Kiboko wird es nicht mehr bis zum Strand Reynisfjara schaffen. Das Auto im Bild steckt in einer Schneewehe fest. Anscheinend gibt es in Island noch unbrauchbarere Mietwagen als die Rennsemmel von Kiboko. Vier junge Leute sind mit ihren Kleinwagen mit Miniräderchen in der Wehe steckengeblieben. Der Unterboden sitzt auf dem Schnee. Die Räder hängen in der Luft. Kein anderes Auto weit und breit. Kiboko versucht zu helfen. Denn auch Kiboko war auf dieser Reise schon auf fremde Hilfe angewiesen. Ohne Grundausstattung, wie Schaufel oder Abschleppseil ist es ein mühseliges Unterfangen. Mit Wagenheber und bloßen Händen wird das Auto freigebuddelt. Es dauert eine Dreiviertel Stunde, bis der Kleinwagen aus der Schneewehe befreit ist.

Inzwischen ist die Sonne am Horizont weitergewandert. Die Steinsäulen passen nicht mehr für die Position der Sonne. Kiboko probiert erst gar nicht durch die Schneewehe zu fahren oder zum Strand zu laufen.


Bild 318: Reynísdrangar und der festsitzende Kleinwagen


Götur

Mit der Sonne im Rücken fährt Kiboko bei Götur zurück zur Ringstraße.


Bild 319: Rückweg zur Ringstraße


Die Gehöfte liegen vereinzelt an den Berghängen. Auch dieses leerstehende Gehöft steckt in einer Schneewehe fest. Kiboko hat nicht versucht es auszubuddeln.


Bild 320: Das Gehöft steckt in einer Schneewehe fest



Bild 321: Winter in Island

Eisvögel

Durch den Kälteeinbruch sind die Seen zugefroren. Eisvögel (Kormorane) warten auf den Frühling oder einen Eisbrecher.


Bild 322: Wann kommt der Eisbrecher?



Bild 323: Eisvogel
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200911. Feb. 2021 · #90
Island Tag 9-3: Skogafoss

Nachdem die Strand­party im Schnee stecken­geblieben ist, ver­sucht Kiboko weiter nach Westen vor­zudringen. Die Trolle vom Wetter­dienst hat die große Wind­maschine an­geworfen und seit­lich neben der Ring­straße auf­gestellt. Der Wind pfeift. Der Schnee fliegt. Die Straße ver­schwindet unter den Schnee­kristallen. Die Böen rütteln an der Renn­semmel. Ein paar Trolle wollen Kiboko un­bedingt in den Graben schieben. Aber die Renn­semmel hält sich tapfer. Die Schnee­decke auf der Ring­straße ist hart­gefroren. Die Profil­strukturen im Eis bieten etwas Halt. Lang­sam kommt Kiboko voran. Das Ziel ist der kleine Ort Skógar.


Bild 324: Flugschnee auf der Eispiste



Bild 325: Auf der Ringstraße nach Westen


Skógar war früher mal Häupt­ling­sitz. Daher gibt man sich in Skógar nicht mit einen kleinen Wasser­fall zu­frieden, den auch andere Orte haben. Da musst schon ein prächtiger Wasser­fall her.

Skógafoss

Gleich neben dem Ort und ver­kehrs­günstig an der Ringstraße wurde ein be­ein­druckender Wasser­fall erschaffen. Die Skógá stürzt sich hier über eine 60m hohe Klippe in das Tal. Bei einer Breite von 25m kommt da schon reichlich Wasser runter. Die Ein­wohner von Skógar waren mit ihrem Werk so zu­frieden, dass sie den Wasser­fall nach ihrem Ort Skóga­foss getauft haben. Heute hat sich der der Skóga­foss zum Touristen­magnet ent­wickelt.

Skóga kann von Tages­touren aus Reykja­vík er­reicht werden. Damit steigt die Beliebt­heit des Wasser­falls weiter. Vor Kiboko fahren gleich drei große, weiße Reise­busse auf den Park­platz. Kiboko glaub seinen Augen nicht. Mit einem gewagten Fahr­manöver pflügt Kiboko mit der Renn­semmel über den ver­schneiten Park­platz. Dann muss alles ganz schnell gehen. Kiboko greift zur Knipskiste und springt aus der Renn­semmel. Vom Parkplatz aus macht Kiboko noch ganz schnell ein Bild, während die Touristen noch aus den Reise­bussen quellen.


Bild 326: Die Ruhe vor dem großen Ansturm


Kiboko sprintet zum Wasser­fall. Der Inhalt von drei Reise­bussen sprintet hinter­her. Bevor die Menschen­massen Kiboko ein­holen gelingt noch ein Foto vom Wasser­fall. Der Regen­bogen zeigt sich noch in voller Schön­heit. Zwei einsame Fotografen bilden einen netten roten Kontrast­punkt und dienen als will­kommener Größen­vergleich.


Bild 327: Zwei einsame Fotografen am Wasserfall


Doch dann wird Kiboko von hinten einfach über­rannt. Die Menschen­massen aus den Reise­bussen über­fluten den Platz vor dem Wasser­fall. Rücksichts­los stellen sich einige Touristen vor Kibokos Nase und Foto­apparat. Daher zieht sich Kiboko zurück. Der Regen­bogen zieht sich auch zurück.


Bild 328: Touristen strömen zum Skógarfoss


Skógar

Kiboko entflieht den Trubel. Ganz in der Nähe vom Wasser­fall ist ein Frei­licht­museum mit alten Gebäuden. Die alten Häuschen sonnen sich im frischen Schnee. Niemand drängelt sich hier ins Bild, da das Museum im Winter geschlossen ist.


Bild 329: Freilichtmuseum in Skógar
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
443 Beiträge · seit 201411. Feb. 2021 · #91
Lieber Kiboko,

ich erlaube mir jetzt keinen Scherz mit dir, sondern meine es bitter ernst: Du solltest diesen wunderbaren, phantasievollen, spannend-heiteren Reisebericht unbedingt einem Kinderbuchverlag anbieten. Er verzaubert Kinder und auch gaaanz große Kinder (vgl. Kommentare hier im Forum).
Vielleicht solltest du dir sowieso überlegen, Kinderbücher zu schreiben. Kiboko wird der Kinder Traumheld sein! 🤪

Herzliche Grüße
Ute
7'296 Beiträge · seit 200611. Feb. 2021 · #92
UDi schrieb:ich erlaube mir jetzt keinen Scherz mit dir, sondern meine es bitter ernst: Du solltest diesen wunderbaren, phantasievollen, spannend-heiteren Reisebericht unbedingt einem Kinderbuchverlag anbieten. Er verzaubert Kinder und auch gaaanz große Kinder (vgl. Kommentare hier im Forum).
Vielleicht solltest du dir sowieso überlegen, Kinderbücher zu schreiben. Kiboko wird der Kinder Traumheld sein! 🤪

Es wäre einen Versuch wert.
Es sollte aber auf eine Kombination mit Bildern, Text und Ton rauslaufen, denn die isländische Folklore greift das Thema mit Feen, Elfen und Trollen auf. Die isländische Musik passt einfach dazu. Ich habe nach meiner Reise sehr häufig die Musik von dort gehört.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200912. Feb. 2021 · #93
Hallo Ute und Wolfgang,

quote="UDi" post=606877]
Vielleicht solltest du dir sowieso überlegen, Kinderbücher zu schreiben. Kiboko wird der Kinder Traumheld sein! 🤪

BikeAfrica schrieb:[
Es wäre einen Versuch wert.
Es sollte aber auf eine Kombination mit Bildern, Text und Ton rauslaufen, denn die isländische Folklore greift das Thema mit Feen, Elfen und Trollen auf.
Ich freue mich sehr über Eure Idee und das Ihr mir so etwas zutraut.
Vielen Dank für das dicke Lob. 😊

Vor rund 20 Jahren hat Kiboko ein Buch geschrieben.
Es hat rund drei Jahre eines Nilpferdlebens gekostet.
Dabei sind Nilpferdbauch und graue Haare gewachsen.
Das Buch ist fantasievoll fundiert und bis 3,3V sogar spannend.
Es wurde in 55 Exemplaren gedruckt.
Damit sie nicht in falsche Pfoten kommen, hat Kiboko alle Exemplare selbst gekauft.
Hinterher konnte Kiboko dann seinen Hut nehmen ...

Ein Buch ist genug. 🙂
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200912. Feb. 2021 · #94
Island Tag 9-4: Skógafoss

Nachdem die Reisebusse samt Inhalt wieder abgezogen sind, startet Kiboko einen zweiten Versuch, um den Skógafoss auf den Sensor zu bannen.

Skógafoss

Während Kiboko am Frei­licht­museum herum­gehangen hat, hat sich am Wasser­fall eine Foto­gruppe in einer langen Reihe auf­gebaut. Deren An­führer hat die Parole Ultra-Weeeeeeeeeit-Winkel her­aus­ge­ge­ben. Jetzt steht eine Reihe Foto­grafen, Schulter an Schulter, vom rechten Fels­hang bis links auf dünnstem Eis. Das ist kein schönes Foto­motiv. Kiboko möchte die Foto­grafen nicht mit im Bild haben.

Die Fotogruppe scheint niemals fertig zu werden. Sie machen von ihrer Position ein Bild nach dem anderen. Irgend­wann muss doch mal der Wasser­fall im Kasten sein. Kiboko schraubt jetzt auch sein weitestes Weit­winkel an die Kamera. Dann lauert Kiboko im Hinter­halt auf die Gelegen­heit. Ein Fotograf scheint die Position wechseln zu wollen. Während dieser noch nach seinem Stativ greift und aus der Foto­reihe aus­schert, besetzt Kiboko die Position. Für den Foto­reise­leiter ist das eine Gemein­heit. Der Foto­reise­leiter schaut Kiboko grimmig an, als hätte er viel Geld dafür be­zahlt, damit der Regen­bogen ex­klusiv für seine Foto­gruppe am Wasser­fall leuchtet.


Bild 330: Menschenleerer Skógafoss


Kiboko verteidigt tapfer die müh­sam er­kämpfte Foto­position. Statt noch und noch und noch ein Weitwinkel­bild zu machen, greift Kiboko zum Tele­objektiv und knipst ein paar Eis­zapfen.


Bild 331: Eiszapfen am Skógafoss


Ein paar Eiszapfen versuchen sich hinter dem Regen­bogen zu ver­stecken. Aber Kiboko kriegt sie doch.


Bild 332: Eiszapfen hinterm Regenbogen


Es folgen noch ein paar Auf­nahmen, die einen Teil des Wasser­falls zeigen.


Bild 333: Skógafoss mit Regenbogen quer



Bild 334: Skógafoss mit Regenbogen diagonal


Dann hat Kiboko alles foto­grafiert, was aus dieser Position zu foto­grafieren ist. Kiboko wagt sich dann auf dünnes Eis vor, um mit einer leicht geänderten Per­spektive zu foto­grafieren. Das Eis knirscht schon. Rein­fallen möchte Kiboko hier nicht. Die Skógá ist eis­kalt und nicht so an­genehm wie Wellness im Sambesi, Luangwa, Shire und Co.


Bild 335: Skógafoss mit abfließender Skógá


Die Fotogruppe kann sich nicht los­reißen. Noch immer hängen sie in der Ultra-Weit-Winkel-Foto­linie. Kiboko hat genug von Wasser­fall und Foto­grafen. Kiboko will am nächsten Morgen einen dritten Ver­such wagen.
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2021
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200912. Feb. 2021 · #95
Island Tag 9-5: Vík

Kiboko fährt zurück nach Vík í Mýr­dal. Die Trolle mit der Wind­maschine halten gerade Mittags­schlaf. So kann Kiboko ohne Flug­schnee und Seiten­wind über die National­straße eins zurück­fahren.


Bild 336: Zurück auf der Ringstraße


Hier hat ein Isländer sich den Traum vom Häuschen im Grünen - äh Weißen - realisiert.


Bild 337: Doppelhaus in der Winterlandschaft


Schroffe Felsen zeigen den Weg nach Vík í Mýrdal.


Bild 338: Die Hausberge von Vík


Vík í Mýrdal

Kiboko ist zurück am Strand von Vík. Sie Sonne steht hoch über den Fels­nadeln. Bis zum Sonnen­untergang wird die Sonne noch um das Kap Reynis­drangar wandern. Sonnen­untergang­aufnahmen mit den Felsen im Meer wird von hier nix werden.


Bild 339: Am Strand von Vík



Bild 340: Die versteinerten Trolle von Vík


Dyrhóley

Nächste Option ist das berühmte Felsen­tor am Kap Dyrhóley. Kiboko fährt wieder über die schon bekannte Eis­piste nach Westen und biegt dann zum Kap ab. Die Auf­fahrt zum Kap scheitert wieder am Fahr­bahn­belag aus blankem Eis. Die Räder der Renn­semmel drehen durch. Ohne Spikes kommt Kiboko hier nicht hoch. Somit muss sich Kiboko mit ein paar Bildern von der Lagune aus zu­frieden­geben.


Bild 341:


Über der mächtigen Steilwand thront ein kleiner Leucht­turm. Das berühmte Felsen­tor ist in der nächsten Fels­nase mehr zu er­ahnen als zu sehen.


Bild 342: Kap Dyrhóley



Bild 343: Felsen am Kap Dyrhóley


So langsam gehen Kiboko die Optionen aus. Viel­leicht sollte Kiboko noch­mal ver­suchen zum schwarzen Strand Reynis­fjara zu fahren.
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200912. Feb. 2021 · #96
Island Tag 9-6: Reynisfjara

Kiboko nimmt die bekannte Straße vom Vor­mittag zum Kap Reynis­fjara. Die Schnee­wehe, an der am Vor­mittag die vier jungen Leute mit ihren Klein­wagen stecken­geblieben ist, haben inzwischen anderen Fahr­zeuge platt­gefahren.

Schneewehe

Ob Kiboko jetzt mit der tiefer­gelegten Renn­semmel durch den Schnee kommt? Kiboko wählt die leichtere Gegen­fahrbahn. Die Renn­semmel wird auf der Schnee­piste auf Ge­schwindigkeit ge­bracht. Der Schnee spritzt hoch. Das Auto schlingert. Knirsch­geräusche vom Unter­boden melden Kon­takt. Die Ge­schwindig­keit nimmt rapide ab. Die Räder drehen durch. Aber der Schwung reicht. Kiboko ist durch.


Bild 344: Hindernis für die Rennsemmel


Reynisfjara

Am schwarzen Strand Reynis­fjara tost der Atlantik. Der Wind treibt die Wellen an den Strand. Die Gischt über­fliegt die Wellen­kämme. Die unter­gehende Sonne sorgt für die Hinter­grund­beleuchtung.


Bild 345: Stürmischer Atlantik


Auf der linken Seite geht der Strand zum Kap Dyrhóley. Gerne wäre Kiboko oben am Leucht­turm ge­wesen. Das Felsen­tor erblasst in der Gischt der Wellen.


Bild 346: Kap Dyrhóley mit Felsentor von der anderen Seite


Auf der rechten Seite ist das Kap Reynis­drangar. Die Fels­nadeln stemmen sich gegen die an­rennenden Wellen. Auch die Basalt­säulen stemmen sich gegen die Wellen. Aber der Atlantik nimmt immer wieder An­lauf und haut mit Wucht an die Basalt­säulen. Das Wasser spitzt hoch.


Bild 347: Felsnadeln und Basaltsäulen am Kap Reynisdrangar



Bild 348: Atlantik trifft Basalt



Sonnenuntergang

Kiboko ist am Strand nicht alleine. Viele Touristen haben sich hier zum Sonnen­unter­gang ein­gefunden. Viele tapsen Kiboko durch das Bild oder stellen sich einfach vor die Kamera. Aber Kiboko hat dann seinen Spaß, wenn ein paar Touristen die Wellen falsch ein­schätzen. Manch­mal kommt eine besonders große Welle. Plötz­lich sind dann Schuhe, Füße und die Knie nass.


Bild 349: Sonnenuntergang am schwarzen Strand



Bild 350: Wellen erreichen den Strand



Bild 351: Schön kitschig


Dyrhóley

Auch der schönste Sonnen­unter­gang hat ein Ende. Ein letzter Blick zum Kap Dyrhóley. Früher war das mal eine Insel. Die Bucht ist ver­sandet und hat Lagunen ein­geschlossen. Die Insel wurde in die Küste integriert.


Bild 352: Lagune mit Kap Dyrhóley


Der Leuchtturm ist auch schon ein­geschaltet.


Bild 353: Leuchtturm bei der Arbeit


Reynis

Die kleine Kirche von Reynis wird nachts an­gestrahlt.


Bild 354: Reyniskirkja


Die Sonne hat am Tag bereits ihre ganze Energie ver­schenkt. Nachts hat sie keine Lust auf weitere Aktivitäten. Obwohl der Himmel klar ist, ist die Aus­sicht auf Aurora Borealis mini­mal. Kiboko ver­zichtet auf eine nächt­liche Ex­kursion. Statt­dessen soll es am nächsten Morgen ganz früh los­gehen. Kiboko hat die ver­rückte Idee den Geysir bei Sonnen­aufgang zu foto­grafieren.
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
560 Beiträge · seit 202112. Feb. 2021 · #97
Hallo Bernd!
Tausend Dank für diesen wunderbaren Reisebericht aus einem meiner Lieblingsländer! Unglaublich wie schön das im Winter sein kann - grandiose Fotos und echt witzig geschrieben!
Nur die Touris werden leider an manchen Orten immer mehr... Als wir 1993 zum ersten Mal da waren war da praktisch niemand, die Ringstraße noch größtenteils ungeteert... Schnee hatten wir im August auch... allerdings nur im Hochland!
Viele Grüße und ich warte schon gespannt auf die nächste Etappe!
Kathrin
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200917. Feb. 2021 · #98
Island Tag 10-1: Skógafoss

Der neue Tag beginnt früh. Auf leisen Sohlen macht sich Kiboko noch vor dem Auf­stehen aus dem Staub. Am Abend muss das vor­gebuchte Hotel in Keflavík er­reicht werden. Des Weiteren sind noch ein paar Zwischen­stationen ge­plant.

Skógafoss

Der erste Stopp ist in Skógar. Kiboko er­reicht den Skóga­foss um 07:30. Es ist stock­dunkel. Nur der Mann im Mond hat für Kiboko das Licht brennen lassen. Der ab­nehmende Halb­mond hat nicht mehr viel Kraft. Das fahle Licht reicht aus, um den Wasser­fall aus­zuleuchten.

Um diese Uhr­zeit ist Kiboko alleine. Niemand läuft ins Bild.


Bild 355: Skógarfoss im Mondschein unter Sternen


Die Sterne leuchten über dem Wasser­fall. Kiboko sucht ver­geblich den Auto­maten, indem man ein paar Kronen ein­werfen muss, um den Regen­bogen ein­zuschalten. Das Halbmond­licht ist auch zu schwach um einen Regen­bogen zu er­zeugen.


Bild 356: Das Wasser stürzt sich in die Tiefe


Kiboko variiert ein wenig die Position und macht noch ein paar Bilder. Dann stolpert Kiboko zurück zum Auto. Das nächste Ziel ist der Stokkur Geysir bei Sonnena­ufgang.


Bild 357: Menschenleerer Skógarfoss


Reykholt

Immer wieder kommt Kiboko an hell be­leuchteten Gewächs­häusern vor­bei. In der Morgen­dämmerung bei Reykholt schaut Kiboko sich so ein Gewächs­haus etwas näher an. Auf Metall­regalen stehen große Blumen­töpfe. Darin ranken Gurken bis zur Decke. Der Boden ist wie bei einer modernen Industrie­halle. Zwischen den Reihen mit Gurken­töpfen fahren kleine Fahr­zeuge für die Pflege und Ernte.


Bild 358: Isländisches Gurkenfeld


Island hat viele Vulkan und ein heißes Innen­leben. Energie ist dank Geo­thermie in Island reich­lich vor­handen. Licht und Wärme können für Gewächs­häuser leicht erzeugt werden. Trotz­dem ist der Auf­wand für den Gemüse­anbau hoch. Das er­klärt die hohen Preise für viele Lebens­mittel.


Bild 359: Gemüseproduktion unter Kunstlicht
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
4'382 Beiträge · seit 201517. Feb. 2021 · #99
Guten Morgen, Bernd,
ein Mondbogen - das wäre was gewesen.....
Aber auch so ist die Ansicht vom Wasserfall unterm Sternenhimmel märchenhaft. Leider kann ich die Fotos nur auf dem Schmarrnphon sehen....
Liebe Grüße
Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
Themenstarter1'250 Beiträge · seit 200918. Feb. 2021 · #100
Hallo Friederike,

für einen Regenbogen vom Mond war es leider zu dunkel.
Da hatte der Mann im Mond eine Energiesparlampe eingebaut.
Der Mond leuchtete nur mit halber Kraft.

Bei den Victoriafällen habe ich schon den Lunar Rainbow fotografieren können.
Um den Vollmond herum kann man abends nochmal zum Wasserfall.

Das Problem mit den unsichtbaren Bildern hatten wir hier leider schon mehrfach.
Dafür gibt es zwei Ursachen:
1. Bei den Browsereinstellungen dürfen nur Daten dargestellt werden, die von der selben Seite stammen.
Damit kann man sich vor "fremden" Inhalten schützen und auch viel Werbespam ausblenden.
Meine Bilder sind auf meiner Heimseite eingebunden.
Die werden dann vielleicht weggefiltert.

2. Meine Heimseite ist noch "http".
Ich habe mich noch nicht um ein Sicherheitszertifikat bemüht um daraus https zu machen.
Es kann sein, dass bei Dir http Inhalte von https Seiten geblockt werden.

Sorry, ich kann es leider nicht ändern.
Ich hoffe, dass Du trotzdem weiter mitfährst.

Viele Grüße
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de