Reisebericht

Island - Eisländ, die Eins im Winter

von Kiboko · begonnen 31. Dez. 2020 · 51 Teile

Teil 131. Dez. 2020
Liebe Fomis,
der wunderschöne Reisebericht über Island im Sommer 2020 von Betti (Beatnick) hat mich motiviert meinen Island Reisebericht ebenfalls hier einzustellen. Statt wunderschöner Bilder aus dem Sommer gibt es hier das Kontrastprogramm.

Es warten 51 Beiträge mit 393 Bildern auf Euch.
Ich wünsche Euch viel Spaß.
Bernd

Island - Vorwort

Im Januar 2016 reist Kiboko für eine Foto­reise nach Is­land. Freunde schütteln nur mit dem Kopf. Da ist es doch jetzt dunkel und kalt. Ja! Genau des­halb will Kiboko dort hin. Kiboko hofft auf Polar­lichter (Auroroa Borealis), ge­frorene Wasser­fälle und Licht­stimmungen bei tief­stehender Sonne. Nach­dem zwei Jahre vor­her Wolken, Nebel und eine lust­lose Sonne Polar­licht­bilder in Finn­land ver­hindert haben, hofft Kiboko in Is­land auf mehr Glück.

Reiseverlauf

Vom Flughafen Keflavík dreht Kiboko mit einem Miet­wagen eine Runde auf der National­straße Eins. Im Uhr­zeiger­sinn wird die Insel bereist. Nur die Hotels für die erste und letzte Nacht sind vor­gebucht. Der weitere Reise­ver­lauf ist von Wetter und Sonnen­aktivität ab­hängig. Daraus hat sich dann die fol­gende Reiseroute er­geben:
• Tag 1: Reykjavík
• Tag 2: Reykjavík - Akureyri
• Tag 3: Akureyri - Mývatn - Akureyri
• Tag 4: Akureyri - Mývatn
• Tag 5: Mývatn - Egilsstaðir
• Tag 6: Egilsstaðir
• Tag 7: Egilsstaðir - Höfn
• Tag 8: Höfn - Vík
• Tag 9: Vík
• Tag 10: Vík - Keflavík
• Tag 11: Rückflug und Fazit

Abflug

Ein Flieger bringt Kiboko nach Amster­dam. Dort wartet schon eine Boeing B757-200 der Iceland­air auf Kiboko. Es ist ein trüber, regen­reicher Januar­tag.


Bild 1: B757-200 Krafla in Amsterdam

Dichte Wolken liegen über dem Atlantik. Es gibt wenig zu foto­grafieren. Kiboko kann im Flug ent­spannen.



Bild 2: Steilkurve zwischen den Wolken

Island in Sicht

Die Färöer Inseln bleiben unter den Wolken ver­borgen. Auch Is­land ver­steckt sich unter der Wolken­decke. Aber es kommen ein paar Wolken­lücken. Eine schnee­bedeckte Felsen­landschaft schaut zwischen den Wolken heraus.


Bild 3: Felsen und Schnee - Island auf dem ersten Blick


Bild 4: Island auf dem zweiten Blick

Beim Landeanflug durch­bricht der Flieger die Wolken­decke. Eine sturm­umtoste Küste er­scheint vor dem Flugzeug­fenster. Ein Leucht­turm auf einer Land­spitze trotzt dem Wetter. Es ist kurz vor 16 Uhr Orts­zeit. Die Nacht bricht bereits über Island ein. Es sieht ungemütlich aus.


Bild 5: Island kommt näher. Landeandlug auf Keflavik

Rennsemmel

Island gehört zum Schengen­raum. Die Einreise ist un­problematisch und ereignis­los. Die Suche nach dem Miet­wagen­schalter ist die größte Heraus­forderung. Ein Shuttle bringt Kiboko zur Vermiet­station. Hier bekommt Kiboko ein schickes Auto. Es ist ein schwarzer Flitzer, mit sport­lichen Sitzen, sport­lichem Fahr­werk und sport­lich motori­siert. Die Rennsemmel hat immerhin Winterreifen. Für Spikes hat es nicht mehr ge­reicht. Es ist ein tolles Auto, um damit in Deutsch­land über die Auto­bahn zu flitzen. Für eine winter­liche Runde durch Eisländ ist es nicht un­bedingt die optimale Wahl. Das wird sich später rächen.


Bild 6: Rennsemmel auf Eispiste

Kiboko fährt im dunkeln bei Stark­regen mit einem fremden Auto durch ein fremdes Land. Der Ab­stand der Pedale ist mit der Größe der Wanderstiefel nicht so richtig kompa­tibel. Nach ein paar un­beabsichtigten Um­wegen er­reicht Kiboko ohne Schrammen das Hotel in Reykjavik.

Rundgang am Abend

Bei strömenden Regen und starkem Wind wandert Kiboko in die Innen­stadt. Der komprimierte Schnee auf dem Geh­wegen wird durch den Regen zu buckligen Rutsch­bahnen. Am besten geht es sich noch auf der Straße. Aber das lässt der Verkehr nicht zu. Es ist ein Wetter, bei dem man kein Nil­pferd vor die Tür jagt. Schnell sind Jacke, Hose und Schuhe nass. Kiboko bricht die Erkundungs­runde wegen Sinn­losig­keit ab. Fotografiert hat Kiboko am ersten Abend nicht mehr.
Teil 231. Dez. 2020
Island Tag 1-1: Reykjavík

Morgens um halb elf beginnt ein trüber Tag in Reykjavík. Es ist regnerisch. So richtig hell wird es heute nicht werden.


Bild 7: Morgendämmerung um halb elf

Im Jahr 2016 sind die Aus­wirkungen der schweren Finanz­krise noch zu spüren. Einige Schau­fenster­puppen haben auch im strengen Winter nix an­zuziehen.


Bild 8: Sparzwang in der Finanzkrise. Heißblütige Schaufensterpuppen bleiben nackt.

Hallgrímmskirkja

Es regnet schon wieder oder immer noch. Kiboko schlendert etwas de­motiviert durch die Stadt. Auf der Skólavarða-Höhe steht eine große Kirche. Es ist die Hallgrímms­kirkja. Namens­geber ist der Isländische Dichter Hallgrímmur Pétursson (1614-1674). Ein hoher beton­grauer Kirch­turm ragt in den grauen Himmel.


Bild 9: Hallgrímmskirkja von hinten

Der Staatsarchitekt Guðjón Samúelsson erhielt 1937 den Auf­trag die Kirche zu planen. Die Architek­tur sollte die isländische Natur­land­schaft ein­beziehen. Die Stehlen am Kirchturm stellen Basaltsäulen dar. 1947 wurde mit dem Bau be­gonnen. 1986 wurde die Kirche geweiht.


Bild 10: Hallgrímmskirkja von hinten.

Altar

Innen ist die Kirche eher schlicht und soll die karge Weite Islands sym­bolisieren.


Bild 11: Altarraum der Hallgrímmskirkja

Auf einem schlichten Altar stehen ein Kreuz, zwei Vasen mit weißen Blumen, sowie vier hohe Kerzenständer mit weißen Kerzen.


Bild 12: Altar der Hallgrímmskirkja

Die Fenster sollen später durch bunte Blei­glas­fenster ge­tauscht werden. Ein Motiv aus einem der ersten Fenster.


Bild 13: Maria und Jesus im Glasfenster

Moderne Gläubige haben dank WLAN einen direkten Draht zu Gott.


Bild 14: Erleuchtung mit dem Smartphone

Orgel

Die Orgel stammt vom Orgel­bauer Klais aus Bonn.


Bild 15: Innenansicht der Hallgrímmskirkja

Eine Kirchenorgel geht über mehrere Etagen. Ein Mann steht unten in der Orgel.


Bild 16: Orgel der Hallgrímmskirkja. Der Mensch ist der Maßstab.

In der Kirche finden regelmäßig Orgel­konzerte statt. Der nette Organist bringt der Orgel die Flöten­töne bei und lässt die Pfeifen tanzen.


Bild 17: Organist beim Training
Teil 331. Dez. 2020
Island Tag 1-2: Reykjavík

Nach dem Tauwetter der letzten Nacht sind die Geh­wege wieder begeh­bar. Kiboko setzt seinen Stadt­bummel fort. Die Archi­tektur ist sehr ab­wechslungs­reich, aber wenig spannend. Kleine und große Holz­häuser mit Blech­dach, Stein­häuser und Wohn­blöcke wechseln sich ab. Eine Struk­tur ist nicht er­kenn­bar.


Bild 18: Wohnviertel mit gemischter Architektur

Kiboko geht ziel­los durch die Stadt. Im Zentrum von Reykjavík liegt der Stadt­see Tjörnin. Der See ist ver­eist.
Als die schöne Nixe im See Kiboko sieht, wird es ihr warm ums Herz. Das bringt sofort das Eis um sie herum zum Schmelzen.
Die Beine von Kiboko werden auch schon ganz weich. Kiboko geht schnell weiter, bevor er auch noch dahinfließt.


Bild 19: Warmherzige Nixe im Tjörnin

Der Tjörnin wird durch eine Straße ge­teilt. Von der Brücke gibt es noch­mal eine Aus­sicht auf die Innen­stadt. Die Dom­kirche steht direkt am See. Der große schwarze Kasten im Hinter­grund ist die Harpa.


Bild 20: Stadtsee Tjörnin von der Straßenbrücke

Vögel

Der Tjörnin ist zugefroren. Der ganze Tjörnin? Nein, eine Ecke wird von einer Gruppe winter­harter Wasser­vögel noch eis­frei ge­halten. Hier tummeln sich Enten, Schwäne, Gänse, Möwen und See­schwalben. Nur wenige Vögel blei­ben im Win­ter auf Is­land.


Bild 21: Singschwäne und weitere Wasservögel im Tjörnin



Bild 22: Der Singschwan ist schwarz-gelb geschminkt und damit Fan von Borussia Dortmund




Bild 23: Frau Reiherente trägt ein gediegenes Braun-in-Braun.


Bild 24: Herr Reiherente im schwarz-weißen Anzug



Bild 25: Zahme Wildgans



Bild 26: Küstenseeschwalbe

Nachdem Kiboko alle Vögel foto­grafiert hat, fängt es wieder an zu regnen.
Kiboko flüchtet in die große schwarze Kiste.
Teil 431. Dez. 2020
Island Tag 1-3: Reykjavík Harpa

Kiboko kommt an einem großen dunklen Gebäude vor­bei. Es hat eine interessante Glas­front. Es ist die das Konzert- und Opern­haus Harpa, die Isländische Musik­box. Es wurde im Mai 2011 er­öffnet. Die Archi­tektur ist preis­gekrönt.



Bild 27: Die Musikbox Harpa

Wasserbecken vor dem Harpa er­lauben Fotos mit Spiegelungen.


Bild 28: Düstere Spiegelungen an einem düsteren Tag

Der Eintritt in die Harpa ist frei.
Der zweite Tritt auch.
Kiboko tritt ein und ent­flieht dem Regen.

Kiboko ist drin

Das Foyer ist dreieckig. Lange, flache Treppen verbinden die Ebenen.


Bild 29: Das luftige Foyer der Harpa

Blick in die Gegenrichtung vom vorhergehenden Bild. Das Foyer hat eine dreieckige Grundstruktur.
Die Ebenen sind innen mit dunklen Steinplatten belegt.


Bild 30: Blick in die Gegenrichtung von der langen Treppe

Während die Harpa von außen sehr dunkel wirkt, ist es innen luftig und hell.


Bild 31: Die Fenster vom Foyer sind kubische Glaselemente

Glas und Spiegel

Spiegelelemente an der Decke re­flektieren das ein­fallende Licht.


Bild 32: Viel Glas und Spiegeldecke



Bild 33: Spiegeldecke im dreieckigen Foyer der Harpa

Spiegel

Die Spiegeldecke mit ihren würfel­förmigen Ele­menten hat es Kiboko be­sonders angetan. Kleine Ver­schiebungen des Stand­orts liefern wieder ganz neue Ein­drücke der Spiegelungen. Davon kann Kiboko einfach nicht genug bek­ommen. Kiboko ist über eine Stunde in der Harpa und foto­grafiert die Spiegel­decke. Niemand stört es. Kiboko ist fas­ziniert und be­geistert. Daher gibt es jetzt ohne große Worte eine Serie von Decken­spiegel­fotos.


Bild 34: Spiegeldecke in Harpa


Bild 35: Spiegeldecke in Harpa


Bild 36: Spiegeldecke in Harpa


Bild 37: Spiegeldecke in Harpa


Bild 38: Spiegeldecke in Harpa


Bild 39: Spiegeldecke in Harpa

Denkmal

Auf dem Rückweg zum Hotel kommt Kiboko am Denk­mal Sóifar (Sonnenfahrt) vor­bei. Jón Gunnar Arnarson hat es einem Wikinger­boot nach­empfunden. Kiboko hat hier­von schon stimmungs­volle Bilder mit der Mitter­nacht­sonne im Sommer ge­sehen. Die Sonne ist aber heute hinter den Wolken. Statt einer Sonnenfahrt bleibt eine triste graue Stimmung. Die Blechwikinger rudern im Regen.


Bild 40: Sonnenlose Sonnenfahrt

Damit endet ein nass­kalter Tag in Is­land.

Das Wetter soll in den nächsten Tagen in Reykjavík nicht besser werden. Im Nordosten von Island scheint das Wetter besser zu sein. Da will Kiboko hin ...
Teil 531. Dez. 2020
Island Tag 2-1: Akranes - Hraunfossar

Am zweiten Reisetag startet Kiboko am frühen Morgen. Es ist noch dunkel. Kiboko verlässt die Reykjavík auf der National­straße Eins nach Norden. Plötz­lich ist die Straße grell beleuchtet. Kiboko fährt in einem langen Tunnel unter dem Hval­fjörður (Walfjord) durch. Dann biegt Kiboko links ab und ist am Aus­gang des Fjordes in Akranes.

Akranes

Der Ort scheint noch tief und fest zu schlafen. Es ist immer noch dunkel. Dabei zeigt die Uhr schon 09:15. Die Kirche mit dem be­leuchteten Kreuz ist Kiboko ein Bild wert.


Bild 41: Kirche in Akranes

Dann stattet Kiboko dem Leucht­turm einen Besuch ab. Eine lange Belichtungs­zeit macht den ersten blauen Schimmer am Himmel sichtbar. Bis zum Tagesanbruch wird es noch etwas dauern.


Bild 42: Leuchtturm in Akranes

In Akranes ist einer der größten Fischerei­häfen in Island. Die NS14 Lundey wird gerade be­tankt und träumt von der nächsten großen Fahrt.


Bild 43: NS14 Lundey im Hafen von Akranes

Reykholt

Der Himmel weint. Kiboko will dem Regen ent­fliehen und fährt weiter Richtung Nord­westen. Dann macht Kiboko einen Ab­stecher in das Landes­innere. Um 11 Uhr ist es heller geworden. Der Isländer nennt das Tag. Bei Reykholt steht an der Straße eine moderne Kirche aus dem Jahr 1997. Sie spiegelt sich auf dem regen­nassen Park­platz.


Bild 44: Kirche in Reykholt

Hraunfossar

Der Reiseführer preist einen wunder­schönen Wasser­fall Hraun­fossar an. Er soll in lieb­lichen Wald­gebieten liegen. Aus einer po­rösen Lava­schicht dringt das Wasser her­vor. In breiten Kaskaden fällt das Wasser in den Fluss Hvítá.


Bild 45: Das Wasser kommt aus einer Lavaschicht

Kiboko ist hier alleine. Es gibt keine weiteren Touristen. Ein Wegenetz führt zu kleinen Aussichts­punkten und Platt­formen. Von dort hat Kiboko einen schönen Blick auf die gegen­über­liegenden Wasser­fälle. Die Wege sind durch Seile ab­gegrenzt.

Der fest­getretene, unebene Schnee ist bei Regen­wetter extrem glatt. Kiboko rutsch, schlittert, verliert die Kontrolle und landet mehr­fach auf dem Nilpferd­hintern. Abschnitt­weise zieht sich Kiboko am Seil ent­lang. Auf kurzen Passagen geht es nur auf alle Viere weiter. Wie gut, dass Kiboko dabei nicht beo­bachtet wird. Das Er­reichen der Aussichts­punkte ist müh­sam. Im Kontrast dazu findet Kiboko, dass die Reali­tät mit der Be­schreibung im Reise­führer nicht mit­halten kann.


Bild 46: Das Wasser fällt breit gefächert über Kaskaden


Bild 47: Mit langer Belichtungszeit

Unter einer kleinen Brücke rauscht die Hvítá drunter durch.


Bild 48: Über troubled Water

Die lieblichen Wälder sind Busch­birken, die um diese Jahres­zeit wenig lieblich wirken.


Bild 49: Birkenwälder am Fluss
Teil 604. Jan. 2021
Island Tag 2-2: Norðurá - Hunarfjörður

Der Regen treibt Kiboko weiter. Bei Ferjukot über­spannt eine 106m lange und 3m breite Brücke die Hvítá. Kiboko macht ein paar Bilder vom Fluss im Winter­schlaf.



Bild 50: Still und starr ruht der Fluss



Bild 51: Winterstarre


Norðurá

Kiboko ist zurück auf der National­straße Eins. Die tief­gefrorene Norðurá be­gleitet Kiboko.



Bild 52: Tiefgefrorene Norðurá



Bild 53: An einer Brücke über die Norðurá

Hrútafjörður

Am Hrútafjörður trifft Kiboko wieder auf das Meer. Bei Eyjanes liegt ein Bauern­hof direkt am Fjord. Endlich hört der Regen auf.



Bild 54: Eyjanes am Hrútafjörður


Der übernächste Fjord ist der Hunarfjörður. Auf dem Land­rücken da­zwischen sind die ersten Wolken­lücken des Tages. Kiboko be­findet sich aber noch unter eine dichten, dunklen Wolken­decke. Das erzeugt eine düstere Licht­stimmung. Im Tal liegt ein weiterer Bauern­hof.



Bild 55: Die erste Wolkenlücke


Weiter geht die Fahrt auf der Eins nach Nord­westen. Die Wolken hängen tief.


Bild 56: Unter den Wolken


Bei Laugarbakki sieht Kiboko das erste Mal die Sonne über Island.



Bild 57: Sonnenlicht und Islandwetter
Teil 704. Jan. 2021
Island Tag 2-3: Blönduós - Akureyri

In Blönduós biegt die Ringstraße vom Húnar­fjörður wieder ins das Landes­innere ab. Um 16 Uhr nähert sich der Tag schon wieder dem Ende. Der Weg nach Akureyri ist noch weit. Aber die markante Kirche (Baujahr 1993) will noch im trüben Abend­licht auf den Kamera­sensor.



Bild 58: Moderne Kirche in Blönduós


Die Ringstraße führt entlang der Blandá wieder in die Berge. Es sind hier nur wenige Fahr­zeuge unter­wegs.


Bild 59: Immer geradeaus bis zum nächsten Berg


Bólstarðahlíð

Gegen 17 Uhr wird es schon wieder dunkel. Das Dorf Bólstarðahlíð liegt unten im Tal. Ein paar Häuser ver­sammeln sich um eine kleine Kirche. Auch die kleinste Kirche wird in Island bei Dunkel­heit effekt­voll be­leuchtet.


Bild 60: Bólstarðahlíð


Bild 61: Kirche von Bólstarðahlíð


Vatnshlíðarvatn

Kiboko hat den Bergrücken über­wunden. Bei der Fahrt in das nächste Tal liegt bei fort­geschrittener Dämmerung ein See in Winter­starre. Der Name Vatnshlíðar­vatn ist fast so lang, wie der See selbst. Die Berg­kette dahinter ist der Trölla­skagi. Sie wurde Kiboko noch in den Weg nach Akureyri ge­stellt.


Bild 62: Still und starr ruht der See


Inzwischen ist die Dämmerung über Kiboko ein­gebrochen und die Nacht an­gebrochen. Die Neu­gier von Kiboko und un­gebrochen. Kiboko ist noch zu einem kleinen Abstecher auf­ge­brochen. Ein Hinweis­schild auf eine Sehens­würdigkeit lockt Kiboko von der Straße ab.

Víðimýrarkirkja

Die Víðimýrarkirkja ist eines der ältesten Gebäude auf Island. Das Kirch­lein wurde 1834 aus Treib­holz erbaut. Die Seiten­wände sind aus Torf. Gras schützt das Dach. Die nächt­liche Be­leuchtung scheint neueren Datums zu sein. Eine Be­sichtigung ist in Januar nicht mög­lich. Die Außen­aufnahme muss reichen.


Bild 63: Die Víðimýrarkirkja


Kiboko fährt in die Nacht. Viele Gebäude sind nachts hell er­leuchtet. Auch Ende Januar tragen viele Gebäude Weihnachts­schmuck.


Bild 64: Weihnachtsschmuck Ende Januar

Haus und Kirche am Weges­rand.


Bild 65: Am Wegesrand
Teil 804. Jan. 2021
Island Tag 2-4: Akureyri

Am frühen Abend erreicht Kiboko Akureyri. Die Unter­kunft ist schnell gefunden. Die Suche nach dem Ver­mieter ist schwieriger. Nach­dem Kiboko sein Zimmer für die nächsten beiden Nächte be­ziehen konnte, schaut der Voll­mond durch eine Wolken­lücke.

Island bei Vollmond

Die Sonnenaktivität ist mini­mal. Grüne Lichter sind nicht zu er­warten. Wolken­felder wandern über den Himmel und verdecken den Mond. Aber es ist noch früh am Abend. Kiboko macht noch eine Erkundungs­fahrt. Kiboko möchte Foto­stand­punkte für die nächste Nacht suchen. Vielleicht gelingen ein paar Land­schafts­aufnahmen bei Voll­mond. Kiboko fährt dien Ring­straße weiter in Richtung Mývatn.


Bild 66: Island bei Vollmond

Der Wind jagt Wolken über den Nachthimmel. Dazwischen leuchten Sterne über ein schneebedecktes Tal.


Bild 67: Nächtlicher Verkehr

Ljósavatn

An der Straße liegt ein zu­gefrorener See. Es ist der Ljósavatn. Ein leicht ab­schüssiger Weg führt zu einem großen Park­platz am See. Das scheint ein in­teressanter Foto­punkt zu sein. Kiboko biegt ab und fährt auf dem Park­platz. Das ist ein verhängnis­voller Fehler. Der Park­platz ist eine spiegel­blanke Eis­fläche. Durch das Tauwetter ist eine Wasser­schicht auf der Eis­fläche. Immer­hin be­kommt Kiboko seine Renn­semmel zum stehen, bevor sie im Schnee oder im See landet.

In der Falle

Kiboko steigt aus und sondiert die Lage. Der Bild­vorder­grund ist etwas gering. Aber es könnte ein netter Punkt für Polar­lichter sein. Der Wind peitscht über den ver­eisten Park­platz. Der Ort ist sehr un­angenehm. Kiboko macht keine Fotos und schlittert zum Auto zu­rück.

Dann will Kiboko zurück zu Straße fahren. Der Weg ist zu glatt. Die Räder drehen durch. Kiboko kommt die Steigung nicht hoch.

Vom Winde verweht

Kiboko studiert die Land­karte und über­legt noch das weitere Vor­gehen. Da bewegt sich das Auto. Aber der Motor ist aus. Die Bremse ist an­gezogen. Das Auto fährt seit­wärts! Es ist der Wind, der Wind das himm­lische Kind. Seitwärts geht es an den Rand des Park­platzes. Die unfreiwillige Fahrt endet im tiefen Schnee am Park­platz­rand. Erst ver­schwinden die Hinter­räder im Schnee und darunter­liegenden Graben. Dann ist auch das rechte Vorder­rad rein­gerutscht. Nur noch das linke Vorder­rad steht auf einer Eis­fläche. Das Rad findet keinen Gripp. Weg­fahren ist nicht möglich.

Hilflos im Graben

Kiboko will Hilfe suchen. Das Aus­steigen aus dem schief stehenden Renn­semmel gestaltet sich als schwierig. Es ist schwere Arbeit die Fahrer­tür gegen den Wind auf­zustemmen. Es gibt auch keinen Halt für Fußgänger auf der spiegelblanken Parkplatzfläche. Kiboko schafft es sich durch den Schnee zur Straße vorzu­kämpfen. Leider hält kein Auto an. Das Einsteigen in das Auto ge­staltet sich als noch schwieriger. Der Wind ist noch stärker ge­worden. Kiboko muss sich hinten am Scheiben­wischer fest­halten, um nicht weg­geblasen zu werden. Dann krallt sich Kiboko am hinteren Rad­haus und an der Regen­rinne fest. Dann zieht sich Kiboko lang­sam zur Fahrer­tür. Das Öffnen der Tür gegen den Wind ohne Halt auf den Beinen ist Schwerst­arbeit. End­lich ist Kiboko wieder in seiner Renn­semmel. Der Tank ist gut gefüllt. Das Rüttel­eisen wird an­geworfen. Kiboko be­schließt die Nacht im Auto zu ver­bringen.

Nette Helfer

Nach einer halben Stunden hält ein Klein­wagen an der Park­platz­ein­fahrt. Ein freund­licher Isländer hat Kiboko's Renn­semmel in misslicher Lage im Park­platz­graben ge­sehen. Er ruft einen Kumpel mit Gelände­wagen. Gemein­sam durch­suchen wir die Renn­semmel nach den Abschlepp­haken. Bei den Sturm ist das eine nicht ganz einfaches Unter­fangen. Während­dessen er­scheinen in den Wolken­lücken helle grüne Lichter am Himmel.

Polarlichter!

Kiboko ärgert sich grün. Der Isländer zuckt nur kurz mit den Schultern. Für ihn ist das ein gewohnter An­blick. Kurz nach­dem der Ab­schlepp­haken montiert ist, kommt der Kumpel mit dem Gelände­wagen. Dank Vier­radantrieb und Spikes zieher er Kibokos Renn­semmel wieder zurück auf die sichere Straße. Kiboko ist gerettet. Über­schwänglich bedankt sich Kiboko bei den Isländern. Die haben sich dafür ein dickes Trink­geld ver­dient.

Akureyri bei Nacht

Kiboko ist um ein Er­lebnis und an Er­fahrung reicher. Die Fahrt geht zurück nach Akureyri. Die zweit­größte Stadt Islands liegt am Ende eines langes Fjordes, dem Eyja­fjörður. Von der gegen­überliegenden Fjord­seite ist das Lichter­meer der Stadt sehr schön zu sehen. Der Voll­mond sorgt für zu­sätzliche Be­leuchtung. Aurora Borealis hat aber heute bereits Feier­abend gemacht. Grüne Lichter er­scheinen nicht mehr am Himmel.


Bild 68: Akureyri bei Nacht



Bild 69: Vollmond über Akureyri und dem Eyjafjörður
Teil 905. Jan. 2021
Island Tag 3-1: Akureyri

Mit der Morgendämmerung steht Kiboko wieder in aller Frühe auf. Um 10:45 Uhr wird es hell. Als erstes knipst Kiboko seine Herberge. Sie liegt im ersten Stock über dem Giftladen.


Bild 70: Kiboko wohnt über dem Giftladen


Die Nationalstraße Eins kürzt das letzte Stück des Ejyafjörður ab. Kiboko blickt vom Damm zu­rück auf Akureyri. In der Bild­mitte ist die Her­berge. Darüber thront eine Kirche mit markanten Türmen aus Beton.


Bild 71: Akureyri liegt an einem Fjord


Aussichtspunkt

Nach dem Abfüllen der Renn­semmel fährt Kiboko weiter nach Osten, um einer an­rückenden Regen­front zu entfliehen. Weit kommt Kiboko nicht. Der Aussichts­punkt gegen­über Akureyri ist der nächste Halt. Akureyri ist mit rund 18000 Ein­wohnern die größte Stadt Islands außerhalb des Groß­raums Reykjavík. Ein Blick auf die Innen­stadt.


Bild 72: Innenstadt von Akureyri


Ein wichtiger Wirtschafts­zweig ist die Fischerei, Werftern und Fisch­verarbeitende Indus­trie.


Bild 73: Hafen von Akureyri


Die Kirche von Svalbarðseyri blickt über dem Ejyaf­jörður auf rund 1400m hohe Berge.


Bild 74: Jeder Ort hat seine Kirche


Kiboko fährt weiter nach Osten. Es geht wieder in die Berge. Ein Fluss namens Fnjóská wird mehr­fach über­quert. Noch fließt das Wasser. Der Winter kann bisher nur den Rand fest­frieren.


Bild 75: Der Fnjóská in karger Landschaft
Teil 1005. Jan. 2021
Island Tag 3-2: Goðafoss

Kiboko fährt durch eine schnee­bedeckte Land­schaft. Auf halben Weg zwischen Akureyri und dem Myvatn ist die nächste Attraktion. Nahe der Ring­straße ist ein schöner Wasser­fall, der Goða­foss. Hier stürzt sich der Skjálfandafljót über eine rund 10m hohe Kante.

Götterfall

Goðafoss bedeutet auf Deutsch Götter­fall. Am Wasser­fall sind im Jahr 1000 die Götter rein­gefallen. Damals hatte der Häupt­ling das Christen­tum an­genommen. Die Götzen­bilder der früheren Gottheiten hatten aus­gedient. Sie wurden im Wasser­fall ent­sorgt.


Bild 76: Goðafoss im Winter


Der Parkplatz am Wasserfall ist total ver­eist. Bei rund 7°C ist ein Wasser­film auf dem Eis. Der Park­platz und die Wege zum Wasser­fall sind spiegel­glatt. Viele Aussichts­punkte sind un­erreich­bar. Kiboko spielt mit unter­schiedlichen Bel­ichtungs­zeiten. Lange Be­lichtungs­zeiten ver­wischen die Wasser­strukturen.


Bild 77: Goðafoss mit langer Belichtungszeit


Eine Insel teilt die Fälle. An der Insel haben sich mehrere Meter lange Eis­zapfen ge­bildet.


Bild 78: Goðafoss, etwas näher dran



Bild 79: Die Insel im Detail mit langer Belichtung



Bild 80: Eiszapfen im Goðafoss


Skjálfandafjót

Nachdem sich der Fluss Skjálfanda­fljót vom Sturz über die Klippe erholt hat, rauscht er durch eine enge Schlucht aus dunklem Lava­gestein.


Bild 81: Blick von der Brücke der Ringstraße


Eine Gitter­brücke führt über den Skjálfandafljót. Daneben bereichern ein Gäste­haus, Café und Souvenir­laden die Szenerie. Der Wasser­fall ver­steckt sich in der Schlucht am rechten Bild­rand.


Bild 82: Brücke am Skjálfandafljót
Teil 1106. Jan. 2021
Danke Friederike, den markenten Dibbveler habe ich auch korrigiert. 🙂

Island Tag 3-3: Mývatn

Kiboko fährt weiter auf der National­straße Eins nach Osten. Im ge­schwungenen Ver­lauf führt die Straße über eine schnee­bedeckte Hoch­ebene. Es gibt keinen Vorder­grund. Das einzige Foto­motiv ist der Straßen­verlauf.


Bild 83: Auf der winterlichen Hochebene gibt es keine Fotomotive


Mývatnsheiði

Am Horizont sind ein paar kleinere Berge. Die diffuse Licht­stimmung ist schon sehr speziell. Dunkle blau­graue Wolken be­decken den Himmel. Einzelne graue und weiße Wolken­bänder hat der Isländische Wetter­dienst netter­weise zur Deko­ration auf­gehängt.


Bild 84: Lichtstimmung auf der Hochebene


Von der Hochebene führt die Nationalstraße Eins in geschwungenen Bögen abwärts in ein weitläufiges Tal. Der Abfluss des Mývatn ist der Lachsfluss Laxá. Die namensgebenden Fische haben gerade Winterpause.


Bild 85: Die lachslose Laxá


Hier teilt sich die Straße. Kiboko wählt die südliche Route um den Mývatn. Es ist schon 13:40 Uhr. Die Winter­sonne steht tief über dem Horizont. Damit hat sie ihren Zenit schon er­reicht. Immerhin hat sie nach längerer Suche eine Lücke in den Wolken ge­funden. Das Flüsschen Kráká sorgt für ein wenig Ab­wechslung in der Land­schaft. Es ist ein Zufluss der Laxá und fließt am Mývatn vorbei.


Bild 86: Lichtblick um Isländisch High Noon


Die Land­schaft ist vulkanisch ge­prägt. Flüssige Lava ist über Sümpfe und Seen ge­flossen. Das ein­geschlossene Wasser wurde dabei er­hitzt. Der Wasser­druck wurde immer höher, bis durch eine Explosion die Lava ab­gesprengt wurde. Geblieben sind Pseudo Krater, sowie Skulp­turen und Säulen aus schwarzer Lava.


Bild 87: Bizarre Felsen rund um den Mývatn

Myvatn

Der Mývatn, der Mücken­see, ist mit 37km² der viert­größte See in Island. Er liegt rund 277m über dem Meer in einem vulkanisch sehr aktiven Ge­biet. Die jetzige Form ist erst durch Vulkan­ausbrüche vor rund 2500 Jahren ent­standen. Der See ist nur rund 2,5m tief. Durch unter­irdische warme Zu­flüsse friert er aber im Winter nicht komplett zu. Kiboko sucht auf der Süd­seite nach Foto­stellen, falls nachts grüne Lichter über den See hüpfen.

Der Myvatn ist für die reiche Tier- und Pflanzen­welt be­rühmt. Davon ist aber im Januar nicht viel zu sehen. Nur ein paar Mücken führen vor der Auto­scheibe einen ver­frühten Frühling­stanz auf.


Bild 88: Lavasäulen am Mývatn


Kiboko fährt gegen den Uhrzeiger­sinn um den See. Von der Nord­westseite schweift der Blick über den Mývatn auf einen Krater, dem Hverfjall.


Bild 89: Mývatn mit Hverfjall von Nordwesten


Kiboko hat die Runde um den See voll­endet. Auf einer Wiese sind ein paar winter­feste Island­pferde.


Bild 90: Islandpferde in der Abenddämmerung



Bild 91: Winterfeste Islandpferde

Es ist schon nach 16 Uhr am Nach­mittag. Wolken bedecken wieder den Himmel. Es wird dunkel. Das Foto­licht ist vor­bei. Kiboko macht sich schon mental auf dem Rück­weg nach Akureyri.
Teil 1207. Jan. 2021
Island Tag 3-4: Mývatn

Das isländische Wetter ist immer für eine Über­raschung gut. Am Horizont reißen die Wolken an einer Berg­kette auf. Die Sonne ist bereits hinter den Bergen ver­schwunden. Aber durch die Wolken­lücke dringt ein oranger Licht­schein. Kiboko beschließt spontan eine zweite Runde um den Mývatn zu drehen.

Mývatn

An der Nordostecke in Reykjahlíð spiegelt sich das Abend­licht auf dem Eis des Mývatn.

.
Bild 91: Oranges Eis

Kiboko hat eine Elfe am See fotografiert. 🤩
Da die Elfen unsichtbar sind, ist das Bild auch unsichtbar.
Jetzt fehlt Bild 92 hier. 🙄

Der Lichtstreifen wird größer. Ein­zelne Wolken sonnen sich am Hori­zont. Während die Um­gebung des Mývatn bereits in tiefer Dunkel­heit liegt.


Bild 93: Der Himmel reißt auf


Orange wechselt das letzte Blau am Himmel ab.


Bild 94: Lavafelder im Abendlicht


Vindbergarfjall

Westlich vom Mývatn ist der Vulkan Vindbergar­fjall ein mar­kanter Blick­fang.


Bild 95: Vulkan im magischem Licht


Die blaue Stunde ist in Island sehr lang. Blick von Reykjahlíð über den Mývatn auf den Vindbergar­fjall.


Bild 96: Mývatn zur Blauen Stunde



Bild 97: Blaue Stunde


Kiboko hat die Hoffnung auf einen wolken­freien Abend. Auch wenn die Sonnen­vor­hersage nur geringe Aktivität ver­spricht, möchte Kiboko die Chance auf grüne Lichter nutzen. Zum Auf­wärmen landet Kiboko im einzigen ge­öffneten Lokal am Mývatn. In einer Holz­baracke ist so eine Art Truck­stop. Kiboko ist der einzige Gast. Für um­gerechnet 30 Euro gibt es eine grotten­schlechte Pizza. Es ist die Pizza mit dem schlechtesten Preis-Leistungs-Verhältnis, die Kiboko jemals ver­tilgt hat. Aber Kiboko sitzt im Warmen und kann die Zeit bis zur Dunkel­heit ab­warten.


Bild 98: Pizzabude zur Blauen Stunde
Teil 1307. Jan. 2021
Island Tag 3-5: Mývatn - Akureyri

Reykjahalið

Nachdem die Dunkelheit über den Mývatn ein­gebrochen ist, ist die Wolken­lücke zusammen­gebrochen. Die Sterne ver­stecken sich hinter den Wolken. Damit ist die Chance auf Polar­lichter vertan. Als Trost­pflaster muss die be­leuchtete Kirche von Reykjahalið für Kiboko posieren. Der Latten­zaun hindert die Kirche am Weg­laufen.


Bild 99: Reykjahliðkirkja


Eyjafjörður

Kiboko fährt durch die Nacht zurück nach Akureyri. Am Eyjafjörður reißt die Wolkendecke auf. Kiboko be­obachtet den Himmel und hofft auf Polar­lichter. Ein paar graue Flecken scheinen sich am Himmel zu be­wegen. Diese grauen Flecken kann Kiboko leider nicht so richtig ein­schätzen. Kiboko macht ein paar Nachtaufnahmen vom Fjord. Erst zu Hause auf dem großen Monitor sieht Kiboko den grünen Schimmer am Himmel. Ganz schwache Polar­lichter waren da. Kiboko hat sie nicht be­merkt.


Bild 100: Schwaches Polarlicht über dem Eyjafjörður


Akureyri bei Nacht

Kiboko macht noch einen Stadtrund­gang in Akureyri. Wahr­zeichen der Stadt ist die Akureyrikirkja, die Stadt­kirche. Sie wurde in den Jahren 1939/1940 gebaut. Der Arichtekt Guðjón Samúelson hat auch die Hallgríms­kirkja in Reykjavík gebaut. Auch diese Kirche besteht aus Beton. Die beiden eckigen Türme sollen eben­falls an Basalt­säulen erinnern.


Bild 101: Akureyrikirkja


An einer zentralen Kreuzung in der Alt­stadt steht dieses schicke Holz­haus. Kiboko wollte den Voll­mond auf die Spitze vom Mast setzen. Beim ersten Ver­such ver­treiben Autos Kiboko und Stativ von der Straße. Im zweiten An­lauf schieben sich Wolken vor dem Mond. Danach ist der Mond in den Wolken ver­schwunden. Er hat heute keine Lust sich auf die Mast­spitze zu stellen.


Bild 102: Der Mond will einfach nicht auf die Stangenspitze


Kiboko schaut noch kurz am Hafen vor­bei.


Bild 103: Nachts im Hafen von Akureyri


Ein Bild von der Promenade mit den Weihnachts­sternen schließt den dritten Reise­tag ab.


Bild 104: Promenade mit Weihnachtsschmuck Ende Januar
Teil 1408. Jan. 2021
Island Tag 4-1: Akureyri - Mývatn

In den frühen Morgen­stunden startet Kiboko die Renn­semmel. Während der Blauen Stunde fährt Kiboko durch die Blauen Berge zum Mývatn. Bei der Auf­nahme ist es kurz vor 10 Uhr.


Bild 105: Im Frühtau zu Berge wir ziehen, fallera!


Ende Januar wird es in Island schon jeden Tag merklich früher heller. Kiboko fährt der Sonne ent­gegen. Um 10:30 geht die Sonne auf.


Bild 106: Sonnenaufgang auf der Hochebene


Mývatn

Als Kiboko den Mývatn erreicht, ist dieser vor Schreck voll­ends er­starrt.


Bild 107: Still und starr ruht der Mývatn


Kiboko macht vom selben Standort noch ein Bild mit dem Tele. Durch die Unter­belichtung wird der Himmel dra­matisch her­vor­gehoben. Die Sonne quält sich über Berge und durch Wolken.


Bild 108: Dramatik am Morgen


Blick von der Nord­westecke auf den Mývatn. Der Vulkan­krater Hver­fjall am anderen Ufer ist vor rund 2500 Jahren ent­standen. Durch den Vulkan­aus­bruch wurde die Land­schaft neu modelliert. Die beiden folgenden Bilder sind am selben Stand­ort ent­standen.


Bild 109: 2500 Jahre alt, Mývatn und Hverfjall



Bild 110: Viel Landschaft
Teil 1512. Jan. 2021
Island Tag 4-2: Hverir

Der Mývatn liegt dicht an der Trenn­linie zwischen Europa und Amerika. Der See ist um­zingelt von Vul­kanen, Kratern, heiße Quellen und Hoch­temperaturf­eldern.

Bjarnaflag

Östlich vom Mývatn steht ein kleines Geo­thermie­kraft­werk. In 1000m Tiefe herrschen Tem­peraturen von 200°C. Über­all dampft und zischt es aus der Erde. Der auf­steigende Dampf wird ge­sammelt und in Rohr­leitungen zum Kraft­werk ge­führt.


Bild 111: Kraftwerk Bjarnaflag


Hverir

Nur einen kleinen Berg­rücken weiter im Osten ist das nächste Hoch­temperatur­feld. Schon von weitem sind die auf­steigenden Dampf­fahnen zu sehen. Sie leuchten im Gegen­licht der tief­stehenden Sonne.


Bild 112: Hochtemperaturfeld Hverir


Das Hochtemperaturfeld ist frei zugänglich. Am Park­platz wird ein­drücklich davor gewarnt, die Wege zu ver­lassen. Die Erd­kruste ist hier extrem dünn. Kiboko möchte nicht aus­probieren, ob die Trag­kraft der Erd­kruste für Nil­pferde aus­reicht. An der Ober­fläche können hier Tem­peraturen von 80 - 100°C er­reicht werden.


Bild 113: Der Dampf zischt durch Spalten der dünnen Erdkruste


Eine Wegenetz führt durch das Hoch­temperatur­feld. Aus vielen Ritzen steigt Dampf auf. Es liegt der Geruch von Schwefel­dioxid über dem Feld. Es stinkt nach faulen Eiern. Woher kommt der Gestank?

Faule Eier

Vor langer Zeit haben Trolle im fernen Neu­see­land alle Eier des Riesen-Moa ge­sammelt. Die riesigen Eier haben sie dann ver­buddelt. Dann haben sie die Eier ver­gessen. Im Unter­grund ver­wesen die Eier. Der Ge­stank dringt an die Ober­fläche (z.B. in Rotorua). Im Eifer der Buddelei haben die Trolle ein Loch ganz tief ge­buddelt. Das Loch war so tief, das sie fast auf der anderen Seite der Erde wieder heraus­kamen. Die ver­wesenden Eier des Riesen-Moas haben die Trolle unter dem Mývatn ab­gelegt. Die Gase steigen in Hverir an die Ober­fläche und Kiboko in die Nase.

Das Verbuddeln der Eier hat zum Aussterben der großen Laufvögel in Neuseeland geführt.


Bild 114: Die Wege führen durch die Dampffahnen hindurch


An den Fumarolen, den Aus­tritts­öffnungen der Gase, lagern Mine­ralien ab. Sie stammen aus der Eier­schalen. Es ent­stehen skurrile Gebilde mit vielen Öffnungen. Aus den Öffnungen treten laut zischend die Gase aus.


Bild 115: Mineralablagerungen formen skurrile Gebilde


Die gelben Flecken sind das Ei­gelb der ver­faulenden Riesen-Moa Eier. Manche Leute be­zeichnen die Ab­lagerungen auch als Schwefel.


Bild 116: Schwefel


In den Schlammtümpeln kocht eine blau­graue Brühe aus Wasser, Erde und dem Eiweiß der Riesen-Moa-Eier. Die Brühe ist auf dem Siede­punkt.


Bild 117: Kochender Schlamm


Schlammfontänen spritzen in die Luft.


Bild 118: BLUB BLUB Blublublublublublublblblb Blub
Teil 1612. Jan. 2021
Island Tag 4-3: Krafla

Kiboko fährt weiter auf der National­straße 1 nach Osten. Nach rund 25 km zweigt eine Neben­straße nach Norden ab. Sie führt zum Deti­foss, dem wasser­reichsten Wasser­fall Europas.

Bobbahn to Hell

Die Nebenstraße ist eine spiegel­blanke Eis­piste. Es ist eine Bob­bahn ohne Seiten­planken. Die Renn­semmel von Kiboko hat keine Spikes. Wenn Kiboko das Gas­pedal nur anschaut drehen die Räder durch. Die Renn­semmel folgt jeder Un­ebenheit auf der Straße. Gaaaaanz Vor­sichtig schliddert Kiboko dem Wasser­fall ent­gegen. Nach einer Kurve geht die Straße steil bergab. Runter­rodeln wäre eventuell mög­lich. Die Straße zurück­fahren ist un­möglich. Da es eine Sack­gasse ist, muss Kiboko hier wieder zu­rück. Kein anderes Fahr­zeug ist bisher hier vor­bei­gekommen. Schweren Herzens bricht Kiboko hier ab.


Bild 119: Eispiste zum Detifoss



Bild 120: Sackgasse


High Noon

Kiboko fährt zurück zum Mývatn. Gegen Mit­tag steht die Sonne immer noch knapp über dem Hori­zont. Immer­hin hat sie es über die Berge ge­schafft und er­leuchtet die Hoch­ebene.


Bild 121: High Noon im Hochland. Höher steigt die Sonne heute nicht.


Die Nationalstraße Eins ist hier noch weit­gehend eis­frei. Schafe sind auf den nächsten 25.0km nicht vorbei­gekommen. Auch nach 25.1 km kam kein Schaf vorbei.


Bild 122: Schafe auf den nächsten 25.0km


Kiboko nimmt die nächste eisfreie Stichstraße nach Norden.

Hlíðardalur

Die Straße führt durch ein Tal, dem Hlíðardalur. Im Tal verläuft ein Warm­wasser­fluss. Ein Dampf­schleier steigt über dem Fluss auf.


Bild 123: Dank heißer Quellen friert der Fluss nicht zu.


Krafla

Am Ende des Tals ist ein großes Kraft­werk. Heißer Dampf aus der Erde wird in silbernen Rohr­leitungen zum Kraft­werk ge­führt. Der Ab­dampf des Kraft­werks ver­deckt manch­mal das Sonnen­licht.


Bild 124: Dampffahnen führen zum Kraftwerk



Bild 125: Geothermiekraftwerk



Bild 126: Turbinenhaus und Rohrleitungen im Krafla


Leirhnjúkur-Spalte

Weiter nach Norden befindet sich eine tiefe Spalte in der Erd­kruste. Da möchte Kiboko gerne hin­fahren. Hin­ter dem Kraft­werk steigt die Straße steil an. Eis­platten sind auf der Straße. Kiboko nimmt Schwung und saust mit der Renn­semmel über das Eis­. Der Schwung reicht für die erste Eis­platte. Aber dann siegt die Schwer­kraft über die nicht vor­handenen Reibungs­kräfte der An­triebs­räder. Es be­darf noch viel mehr Schwung, um die Stei­gung zu über­winden. Nach einer Risiko­analyse und Koste-Nutzen-Be­wertung wagt Kiboko keinen weiteren Ver­such mit viel mehr Schwung.
Teil 1712. Jan. 2021
Island Tag 4-4: Dimmuborgir

Kiboko fährt zurück an das Ostufer vom Mývatn. Ziel ist der Lava­dom Dimmuborgir. Die Zufahrt­straße zum Park­platz ist wieder ver­eist. Ein­zelne Reifen­spuren führen in den Schnee am Straßen­rand und haben einen spekta­kulären Ver­lauf. Es sind nur 1,8 km bis zum Parkplatz. Kiboko geht auf Nummer sicher und zu Fuß.


Bild 127: Straße nach Dimmuborgir


Dimmuborgir

Dimmuborgir heißt "Dunkle Burgen". Hier sollen Trolle hausen. Die Trolle haben sich vor dem Winter­dienst ge­drückt. Nur auf den ersten Metern wurde Sand gestreut. Die Wege sind wieder spiegel­glatt. Kiboko schlittert über Weg Zwei.

Vulkankacke

Dimmuborgir entstand vor rund 2300 Jahren. Da konnte ein Vulkan nach aus­giebigen Genuss von Ab­führ­mitteln, seine Lava nicht mehr halten. Dünn­flüssige Aa-Lava saute die Um­gebung ein. Die Ober- und die Unter­kante der Lava kühlte ab und härtete aus. Durch die Mitte lief die Lava lustig weiter. Unter der Lava­schicht wurde Wasser ein­geschlossen. Das er­hitzte sich. Der Wasser­dampf kam unter Druck. Durch Spalten stieg der Wasser­dampf auf. Die Um­gebende Lava er­kaltete und härtete aus. Dabei ent­standen Lava­säulen. Nachdem sich der Vulkan komplett ent­leert hat, floss die dünn­flüssige Lava ab. Der Hohl­raum zwischen den er­kaltete Kanten stürzte ein. Es blieben skurrile Formen von kack­braunen Lava­säulen und Lava­tunneln.


Bild 128: Wegweiser durch die dunklen Burgen


Die Sonne will sich hinter dem Hori­zont ver­stecken. Kiboko ver­sucht noch ein paar Lava­formationen im Sonnen­licht ein­zufangen.


Bild 129: Dunkle Burgen aus Lava



Bild 130: Erstarrte Vulkankacke im Sonnenlicht


Hallarflöt

Eine der Haupt­attraktionen von Dimmuborgir ist Hallar­flöt. Es ist eine be­ein­druckende An­sammlung von er­starrter Vulkan­kacke. Vielen Lava­säulen haben Durch­brüche und Löcher. Die Formen wirken be­drohlich. Wenn jetzt ein Troll er­scheint und wegen der Foto­grafie seines Hauses meckert, würde es Kiboko nicht mehr über­raschen.


Bild 131: Lavaformation Hallarflöt



Bild 132: Ein Loch ist in der Lava

Die sonne trollt sich hinter den Horizont. Kiboko trollt sich zurück zum Auto. Die Trolle haben ihre Burgen aus er­starrter Vulkan­kacke wieder für sich alleine.

Dimmuborgir ist ein sehr interessanter Ort. Kiboko hat am späten Nach­mittag nur einen kleinen Teil davon sehen können. Gerne möchte Kiboko diesen Ort wieder be­suchen. Viel­leicht wäre es im Spät­herbst interessant, wenn die Büsche und Birken bunte Blätter haben. Auch sollte es nachts spannend sein, wenn Polar­lichter über die Lava­säulen huschen.

Mangels Alternativen prüft Kiboko noch­mals das Preis-Leistungs-Ver­hältnis des Is­ländischen Pizza­trolls.
Es ist un­verändert schlecht.
Teil 1812. Jan. 2021
Island Tag 4-5: Mývatn

Am Abend geht Kiboko wieder auf Polar­licht­jagd. Der Himmel ist klar. Später sollen Wolken­felder durch­ziehen. Die Sonnen­aktivität ist auf dem Tief­punkt. Polar­lichter sind daher sehr un­wahr­scheinlich.

Mývatn bei Nacht

Kiboko sucht sich eine Stelle am Ost­ufer des Mývatn mit Blick­richtung Norden. Der Mond ist noch nicht auf­gegangen. Es ist finster. Die Sterne leuchten am Himmel um die Wette.


Bild 133: Mývatn im Dunkeln


Die Gegenrichtung ist spannender, wenn Auto­scheinwerfer die Schnee­land­schaft auf­hellen.


Bild 134: Verkehr auf der Nationalstraße Eins


Kiboko übertreibt bei der Be­lichtung. Das Bild ist viel heller, als die Wirklich­keit. Rest­licht be­leuchtet die Szene­rie. Wolken werden durch die Laternen ferner Ort­schaften von unten an­gestrahlt. Der Myvaten liegt regungs­los da. Die Wolken ziehen langsam über das Firma­ment. Die Grünen Lichter machen heute blau.


Bild 135: Mývatn bei Nacht. Die Grünen Lichter fehlen.


Kiboko kühlt bei der Warterei aus. Zum Auf­wärmen gibt es einen Stand­ort­wechsel. Kiboko fährt an die Nord­west­ecke des Mývatn. Dort ist ein großer Park­platz mit viel Über­sicht in alle Richtungen.

Kiboko schaut nach Osten. Der Mond ist auf­gegangen. Die Lichter am linken Bild­rand gehören zu Reykjahlið.


Bild 136: Mond über Reykjahlið


Kiboko schaut nach Süden über den Mývatn. Das Mond­licht be­leuchtet den See. Reykjahlið ist jetzt am linken Bild­rand. Eine Wolken­front drängelt sich ins Bild. Grüne Lichter zeigen sich nicht am Himmel.


Bild 137: Mývatn in einer kalten Winternacht


Kiboko schaut auch nach Norden. Es gibt eine paar graue Flecken am Himmel. Die tauchen zwischen grauen Wolken auf. Die Flecken kann Kiboko noch nicht ein­ordnen. Kiboko macht leider kein Bild, um getarnte Polarlichter zu über­führen. Ein Troll hängt immer mehr Wolken am Himmel auf. Kiboko tauscht das kalte Auto gegen eine noch kältere Her­berge am Mývatn und träumt von Grünen Lichtern.
Teil 1912. Jan. 2021
Island Tag 5-1: Mývatn - Hochland

Der Wetterbericht droht mit einer Schlecht­wetter­front aus dem Westen. Im Osten von Is­land soll es die nächsten beiden Tage schön sein. Kiboko fährt heute über das Hoch­land in den Osten nach Egilsstaðir.

Mond über Mývatn

In aller Herrgottsfrühe, um 10 Uhr morgens, wird es hell am Mývatn. Der Mond hat die Nacht­schicht be­endet. Hinter dem Hori­zont fällt er gleich ins Himmel­bett.


Bild 138: Monduntergang am Mývatn


132km

In Reykjahlið macht Kiboko den Tank seiner Renn­semmel rand­voll. Die nächste Tank­stelle ist zwar schon in 132km Ent­fernung. Aber auf dem Weg kann viel passieren. Genereller Tipp für Island: Niemals den Tank unter die halb­voll Marke sinken lassen.


Bild 139: Sind genügend Tiger im Tank?


Wann kommt die Sonne?

Die Nationalstraße Eins durch­quert das Hoch­land auf dem Weg nach Egilsstaðir. Um halb 11 kündigt sich die Sonne hinter dem Horizont an. Der Warm­wasser­fluss im Vorder­grund kommt vom Krafla.


Bild 140: Bald geht die Sonne im Hochland auf.


Während die Sonne bereits hinter den sieben Bergen bei den sieben Trollen bereits scheint, liegt das Hoch­land noch im Schatten. Immer­hin reicht es für eine orange Effekt­beleuchtung.


Bild 141: Effektbeleuchtung im Hochland


Um viertel vor Elf ist es endlich soweit. Mit viel Anlauf über­springt die Sonne die Berg­kette an der tiefsten Stelle.


Bild 142: Sonnenaufgang im Hochland.


F88 Gesperrt

Die Verbindungsstraßen durch das Hoch­land sind ge­sperrt. Die "F"-Straßen sind Schotter­pisten. Sie führen auch durch Flüsse, in denen man sehr gut sein Auto ver­senken kann. Im Winter sind die Straßen ver­schneit. Sie werden erst wieder im Sommer geöffnet. Dann dürfen sie nur mit einem 4x4 Ge­ländewagen be­fahren werden. Normale PKW, egal ob mit Zweirad- oder Vier­rad­antrieb, dürfen hier nicht fahren. Mit einer Renn­semmel hat man auf diesen Straßen keine Chance. Wer es trotz­dem ris­kiert be­kommt Ärger mit dem Ver­mieter. Die Autos haben ein­gebaute GPS Logger. Die Petzen, wenn die Autos auf Ab­wegen unter­wegs sind.

Im Winter ist die F88 an die Kette gelegt. Tiefer Schnee ist auf der Fahr­bahn. Da kommt Kiboko nicht in Ver­suchung eine Ab­kürzung nach Süden zu nehmen.


Bild 143: Die F88 ist im Winter gesperrt
Teil 2013. Jan. 2021
Island Tag 5-2: Hochland

Kiboko fährt weiter durch das schnee­bedeckte Hoch­land. Eine große Hänge­brücke mit zwei mächtigen Beton­pylonen und einer Fahr­spur bringt Kiboko sicher über einen breiten Fluss.


Bild 144: Brücke über den Jökulsá á Fjöllum


Jökulsá á Fjöllum

Der Fluss hört auf den klingenden Namen Jökulsá á Fjöllum. Auf deutsch heißt das nur Gletscher­fluss aus den Bergen. Der Fluss ist 208km lang und damit der zweit­längste Fluss Islands. Er ent­springt an den Gletschern des Vatnajökull und mündet im Norden Islands in den Atlantik.


Bild 145: Der Gletscherfluss aus den Bergen - Jökulsá á Fjöllum



Bild 146: Der Jökulsá á Fjöllum auf dem Weg zum Detifoss


Unerreichbar

Etwa 25km weiter nördlich hat sich der Jökulsá á Fjöllum in eine tiefe Schlucht ein­gefräst. Hier sind gleich vier große Wasser­fälle: Sel­foss, Deti­foss, Hafragils­foss und Réttar­foss. Der Detti­foss soll der wasser­reichste Wasser­fall in Europa sein. Wie schon am Vor­tag möchte sich Kiboko die Wasser­fälle an­sehen. Heute wählt Kiboko die Straße an der Ost­seite des Jökulsá á Fjöllum. Auch diese Straße ist total ver­eist. Die Renn­semmel von Kiboko ist auch für diese Straße un­geeignet. Hinter der nächsten Kurve hat Kiboko um­gedreht. Die Wasser­fälle müssen noch auf Kiboko warten.


Bild 147: Straße zum Detifoss


Kiboko ist ohne Blessuren auf die National­straße Eins zurück­gekehrt. Neid­voll blickt er auf das entgegen­kommende Fahr­zeug eines Isländers.



Bild 148: Das Auto für Island


Das Hochland ist von Gebirgs­ketten durch­zogen. Die Fahrt führt ent­lang des Dimmifjall­garður mit bis zu 1000m hohen Bergen.


Bild 149: Im Hochland entlang der Dimmifjall­garður

Zur Diskussion mit allen 116 Beiträgen