Coronavirus

1'729 Antworten · 266k Aufrufe · gestartet 09. Feb. 2020 von Hamburger73
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828 Beiträge · seit 201603. Feb. 2021 · #1261
maggus schrieb:
Maputo: Dann erklär mich doch mal bitte was denn so hinter der ganzen Geschichte steckt, denn irgendeinen Grund muss es ja wohl haben, dass wir von den Massenmedien permanent mit falschen Informationen gefüttert werden und scheinbar alle Parteien, alle Länder und auch alle Politiker unter einer Decke stecken und jetzt was genau mit uns Bürgen weltweit vorhaben?
Hallo Markus...hab das mal verschoben....

Ich habe nicht geschrieben, dass Massenmedien falsch informieren. Sie informieren einfach anders. Schau Journalismus funktioniert heute mit Anzahl Klicks, Übertreibungen, absoluten Zahlen und viel Konjunktiv. Es ist genau wie dieser Nachrichtensprecher beschreibt. Ich gehe einmal davon aus, dass du es nicht gelesen hast, weil du mir eher voreingenommen rüberkommst und nicht einen Artikel einfach einmal ganz neutral lesen kannst.

Als Journalist  geht darum, die Leute zu "zwingen" gerade deinen Artikel zu lesen, von dem lebt er. Welche Information liest der durchschnittliche Leser eher  ...?

>Mutiertes Virus 30% tödlicher!  
>An mutiertem Virus sterben 13 Personen statt 10 von 1000.

>Schon wieder 20'000 Neuansteckungen in Land X heute!
>Positivrate von 10% auf 7% gesunken, bei 20'000 Ansteckungen und 290'000 Tests. 
usw...

Beide Beispiele bedeuten genau das Gleich. Im ersten Fall ist die Sterblichkeit nicht mehr 1% sondern 1.3%. Im zweiten Fall wird in der ersten Schlagzeile einfach die Anzahl Tests ausgeklammert. 

Darum lese ich lieber in alternativen Quellen. Zum Beispiel unten, wo das hochansteckende Virus dann plötzlich nur noch 6% ansteckender ist, wenn sich die Oxford Studie, die im Review ist bewahrheiten sollte . In der Massenpresse wird ja momentan noch das "hochansteckend" bewirtschaftet... let's see 🙂

https://www.netdoktor.ch/news/corona-mutation-b117-forschung-10562608


lg Maputo
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2021
28 Beiträge · seit 202003. Feb. 2021 · #1262
Das witzige ist ja immer, dass Leute die querdenken, von "ihren" Medien viel viel mehr überzeugt sind, wie von den "mainstream" Medien und sie sich mit aller wortgewandten, aber eigentlich ahnungslosen Macht (da keine entsprechende medizinische, virologische oder epidemiologische Ausbildung vorhanden) daran abarbeiten, anderen ahnungslosen ihre ahnungslose Meinung aufzuzwingen. Dann meint schonmal der LKW Fahrer, der Maurer oder der Banker, dass Corona nicht so schlimm, Bill Gates das Übel, die Wirtschaft und überhaupt die persönliche "Freiheit" um andere ohne Maske anzustecken viel wichtiger ist, als ein Menschenleben.

Ich hab auch keine Ahnung. Ich versuche aber auch nicht andere Ahnungslose von meiner Ahnungslosigkeit zu überzeugen.
Die Benutzer des Begriffs "Mainstreammedien" kann man übrigens alle in den selben Sack der Ahnungslosen werfen. Niemand der wirklich was wichtiges, intelligentes oder inhaltsvolles zu sagen hat, würde diesen Begriff benutzen. Du benutzt ihn sehr häufig.. Aha.
Da frage ich mich, woher du so sicher sein kannst, dass deine "alternativen" Quellen immer das richtige schreiben, vorallem, wenn deine Quellen anonym sind? WItzig
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2021
828 Beiträge · seit 201603. Feb. 2021 · #1263
Schau Fischkopf... Ich will niemanden bekehren, ich stelle Fakten, neue Erkenntnisse und Studien zur Diskussion und zeige an Beispielen, wie am Beitrag oben, wie Journalismus funktioniert.

Du schreibst immer sehr allgemein, nie ein Verweis auf irgendwelche Studien, Fakten, Artikel., bezeichnest dich als Ahnungsloser...Wenn du nur schon den Beitrag oben zu den Mutationen gelesen hast, gehörst du nicht mehr zu den ganz Ahnungslosen. Zum Beispiel kannst du die Studie von Oxford weiter im Auge behalten. Dies gehört für mich zur Informationsbeschaffung um mir ein tieferes Bild von der Situation zu machen. Ich bin auch kein Virologe, Arzt, aber ich bin gerne so gut informiert wie es als "Laie" halt geht. Das ist immer mit etwas Aufwand und Recherche verbunden (Ich war in jungen Jahren eine gewisse Zeit Journalist) und bin es gewohnt, mich in irgendwelche Thematiken einzuarbeiten.

lg Maputo
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2021
785 Beiträge · seit 200803. Feb. 2021 · #1264
Hallo Maputo,

ich habe jetzt meine Frage auch nochmal hier herein kopiert, eine Antwort kannst du jetzt gerne hier verfassen.

"Maputo: Dann erklär mich doch mal bitte was denn so hinter der ganzen Geschichte steckt, denn irgendeinen Grund muss es ja wohl haben, dass wir von den Massenmedien permanent mit falschen Informationen gefüttert werden und scheinbar alle Parteien, alle Länder und auch alle Politiker unter einer Decke stecken und jetzt was genau mit uns Bürgen weltweit vorhaben?

Ich hatte diese Frage schon mehreren Menschen gestellt die sich ähnlich wie du, alternativ informieren und die Antworten waren recht vielseitig und auch immer wieder interessant, jetzt bin ich mal bei dir gespannt!"

Also, was steckt hinter der ganzen Geschichte, denn scheinbar stützt sich die weltweite Politik auf völlig falsche Daten, sollte man dann nicht diesen Leuten mal Zugriff auf die richtigen alternativen Daten gewähren damit hier endlich der Spuk ein Ende hat und wir wieder völlig frei und ungehemmt reisen können??? 😗 😗 😗 😗


Gruß


Markus
121 Beiträge · seit 201703. Feb. 2021 · #1266
Hallo Maputo

Da Du ja selber in früheren Jahren mal journalistisch tätig warst hast Du da ja vermutlich Deine eigenen Erfahrungen zu deren Arbeitsweisen. Ich stimme Dir zu fragwürdigen Arbeitsweisen im jetzigen Journalismus zu, das permanente Schauen auf Auflagenzahlen, Zuschauerquoten und insbesondere Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft verdirbt sicherlich die früher guten Sitten. Und das baut sicher in Redaktionen einen nicht unerheblichen Druck auf.

Dem aufmerksamen Leser fällt so etwas neben der medienspezisch gewichteten Themenauswahl, in von Dir ja treffend beschrieben unterschiedlich reisserisch dargestellten identischen Sachverhalten und eben auch in den nicht selten unverantwortlich gekürzten Titeln der redaktionellen Artikel auf. (habe mir mal sagen lassen das ein Journalist sich in die Wahl diese Titel nicht hereinreden lasse)

Aber das dies nun ein zu kritisierendes Alleinstellungsmerkmal der "Mainstream-Medien" sein soll und die von Dir hier eingestellten Beiträge aus alternativen Quellen sich da wohltuend grundsätzlich anders verhalten kann ich nun wirklich nicht sehen.
Maputo schrieb:

---
Darum lese ich lieber in alternativen Quellen. Zum Beispiel unten, wo das hochansteckende Virus dann plötzlich nur noch 6% ansteckender ist, wenn sich die Oxford Studie, die im Review ist bewahrheiten sollte . In der Massenpresse wird ja momentan noch das "hochansteckend" bewirtschaftet... let's see 🙂

https://www.netdoktor.ch/news/corona-mutation-b117-forschung-10562608


lg Maputo
Du liest ja wohl hoffentlich nicht nur in alternativen Quellen, auch wenn sich das oben so anhört.

Der von Dir in netdoktor.ch verlinkt Artikel verkürzt genauso wie die von Dir gescholtenen Mainstream-Medien.

Zitat aus dem Artikel:
So wurde in einer Studie der Universität Oxford – vorerst allerdings lediglich als "Preprint" (noch nicht von unabhängigen Experten beurteilt) vorliegend – eine erste Abschätzung der Infektiosität von B.1.1.7 auf Basis von mehr als 1,5 Millionen Proben vorgenommen. Untersucht wurden Nasen- und Rachenabstriche, die zwischen 28.09.2020 und 02.01.2021 im Rahmen der national repräsentativen Überwachungsstudie in GB genommen wurden.
Von insgesamt 1.553.687 Proben waren 0,98% PCR-positiv, 23% davon waren der Mutation B.1.1.7 zuzuordnen.
Die Raten der neuen Variante stiegen im Beobachtungszeitraum im Durchschnitt um 6% schneller als die des Ursprungsvirus SARS-CoV-2.
Die Wachstumsraten beider Varianten waren sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Personen ähnlich.
Unterschiede in der Virenlast sowie in der Schwere von aufgetretenen Erkrankungen wurden nicht beobachtet.
Die Forscher gehen daher derzeit davon aus, dass sich B.1.1.7 nur geringgradig (um 6%) schneller verbreitet als die klassische Variante, zu keiner höheren Viruslast führt und keine bestimmte Altersgruppe priorisiert.


Hast Du Dir zitierte Oxford-Studie (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.01.13.21249721v1), die ja verlinkt ist, mal angesehen, und zwar nicht nur das Abstract, sondern auch den Volltext ?
Die wertende Kommentierung "geringfügig" von Netdoktor.ch habe ich in der Studie nicht gefunden, im Gegenteil, die dort dargelegten Wachtumszahlen (sichtbar in den Grafiken der Studie) zeigen speziell im Verlauf des Dezembers ganz erhebliche Wachstumsraten, die 6 % sind entstanden als über ganz England gemittelt, im Großraum London sieht die Situation ganz anders aus. Und die Entwicklung in Ländern wie Belgien und Portugal zeigen ja deutlich wohin diese 6 % sich auswachsen können.

Bei meiner Bank wäre ich über 6% mehr Wachstum bei meinen Spareinlagen mehr als zufrieden, bei einer Pandemie ist auch 6 % schon sehr bedenklich.

Journalismus heutzutage ist sicher ein heutzutage ein schweres Arbeitsfeld, aber Licht und Schatten finden sich sowohl im "Mainstream" wie in den "Alternativen Quellen".

Ich persönlich bin deswegen auch ein grosser Anhänger eines öffentlich rechtlichen Rundfunks. Ich glaube fest daran das ein breit über öffentliche "Zwangsbeiträge" und über bezahlte Leserbeiträge finanzierter Journalismus in unserer Gesellschaft die zwingend notwendige vierte Gewalt zur Kontrolle von Exekutive, Legislative und Judikative darstellt. Den privat finanzierten Medien (als Negativbeispiel Rupert Mordoch mit seinem Sender Fox-News und den bekannten Folgen) traue ich da deutlich weniger zu.

Schade das zwar heute alle ihr Smartphone bedienen können, aber echte Medienkompetenz immer seltener und in unseren Schulen nicht mehr wirklich vermittelt wird.

Bin auf das Review der Studie gespannt,

Burkhard
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2021
30 Beiträge · seit 202003. Feb. 2021 · #1267
Prima, der Artikel ist der typische Duktus der Verschwörungsanhänger. Er leugnet konsequent die Realität einer Virus-Pandemie, die eben genau nicht mit dem Standard-Vergleich mit Influenza platt zu machen ist. Neben allen Auswüchsen der medialen Information bleibt wissenschaftlich unbestritten: Corona-Viren gibt es schon immer, sie treten in diversen Subtypen auf, mutieren schnell und sind unterschiedlich in ihrer Infektiosität und Krankheitserregung. Sars-Covid-19 ist der aktuell Probleme bereitende Untertyp, der wiederum inzwischen in verschiedenen Mutationen auftritt. Alles nichts Besonderes, typisch Viruseben.
Was Covid-19 besonders macht, alles Querlügnern zum Trotz, ist, das er ausgesprochen schwere Krankheitsverläufe machen kann mit zT. schweren Langzeit Komplikationen (Long-Covid). Wer einmal Betroffene davon berichten hört, so wie wir inzwischen zunehmend in unserer Praxis, wird sehr kleinlaut. Es ist sehr übel, wenn 16 jährige gesunde Jungs noch 3 Monate nach einer Covid-19-Infektion (mit Symptomen, aber ohne Krankenhausaufenthalt) gravierende Beschweden haben: Schlappheit, diffuse Gelenkschmerzen, Krankheitsgefühl, ausgeprägte Schlafstörungen. Allen Coviditioten sei das nicht gewünscht, den normalen Menschen sowieso nicht.
Das ein Covid-19 „nur“ 2-3 % aller Infizierten schwerere Verläufe beschert, ist ersten deutlich höher als eine Influenza, zweitens nach Adam Riese bei z. B. 10000 Infizierten 2-300 schwerer Erkrankte. Vielen Dank, Mathematik.
Und das Viren, auch Covid-19 in unklarer Weise Alte, Junge, Vorerkrankte, Nicht-Vorerkrankte, Familienmitglieder sehr unterschiedlich „befällt“ ist typisch Virus und kein Argument für Corona-Lügen. So sind sie einfach, diese kleinen Mistviecher. Wir können alle von grossem Glück reden, dass Covid-19 weder die Sars-Tödlichkeit (ein anderer Corona-Virus-Untertyp) noch zB. das entsetzliche Krankheitsbild von Ebola o.ä. oder HIV erzeugt. Und natürlich sind bestimmte, das Immunsystem beeinflussende Faktoren wie bestimmte Vorerkrankungen, der Ernährungszustand, bestimmte Formen von Stress etc. Faktoren, die es Covid-19 und jedem anderen Virus leichter machen, eine Infektion zu erzeugen.
In Deutschland ist es leider immer so, dass es zu Zeiten von Fussball 82 Mio Hobby.
-Fussballtrainer gibt und jetzt eben 82 Mio Hobby-Virologen. Leider paart sich dieses aktuell mit einer abgedrehten realitäts- und faktenfreien Verschwörungsdenke, die nicht, aber auch überhaupt nichts mit irgendwelchen medizinischen Fakten zu tun hat.
Jeder hätte theoretisch ja die Möglichkeit, sich über Fakten zu informieren, gerade jetzt gibt es nicht nur aufgeblähtes mediales Gekreische, sonder vielfältige verständliche gut aufbereitete Information zu Covid-19, zu den Impfungen, etc. YouTube, Facebook, Bild.de und die Afd-Pressemitteilungen sowie der hier zitierte Artikel sind keine seriöse Information, sondern Querlügen- und Verschwörungs-Unfug.
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2021
778 Beiträge · seit 200603. Feb. 2021 · #1268
Danke ja.doch. für deinen Beitrag. Nur den Danke-Button zu drücken war mir dieses Mal zu wenig.

Gruß von Tanja
121 Beiträge · seit 201703. Feb. 2021 · #1269
ja.doch. schrieb:
Prima, der Artikel ist der typische Duktus der Verschwörungsanhänger. Er leugnet konsequent die Realität einer Virus-Pandemie, die eben genau nicht mit dem Standard-Vergleich mit Influenza platt zu machen ist....
Hallo ja.doch

Ich weiß nicht ob wir denselben Artikel gelesen haben. Wenn ja, kann ich Dir für den oben zitierten Teil nicht zustimmen.

Der Link von Maputo weist für mich auf den Artikel bei Netdoktor.ch in der Version von 26.01.2021 | 10:22. Was mich daran gestört hat habe ich bereits dargelegt.

Diesen Artikel aber in den großen Topf des ohne Frage unsäglichen Verschwörungsgeschurbel zu werfen ist meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.

In dem Artikel den ich gelesen habe wird doch deutlich auf die Gefährlichkeit der Mutationen und deren Verbreitung detailliert hingewiesen. Auch über die vorhandenen Verlinkungen kommt man direkt auf sachlich informative und thematisch breit aufgestellte Berichte zum Thema SARS-CoV-2.

PS 22.52 Deine Schilderung der Risiken von COVID-19 unterschreibe ich aber vollumfänglich !!

Viele Grüße, Burkhard
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2021
727 Beiträge · seit 200803. Feb. 2021 · #1270
Maputo schrieb:Ein interessanter Beitrag wie Mainstream Medien funktionieren.
Ich finde es ebenso interessant, dass dieser Beitrag massig Zitate anführt und Tatsachenbehauptungen aufgestellt, ohne auch nur ein einziges Mal die Quelle zu nennen. Da werden Sätze als "Beweis" angeführt, ohne das dem "interessierten Leser" die Möglichkeit gegeben wird diese im Zusammenhang zu beurteilen.

Ich mache das jetzt auch mal, und weise darauf hin, dass dieser Beitrag z.B. behauptet "dass die Mainstream-Medien in der Corona-Krise zu 99 Prozent nur Propaganda liefern."

Da habe ich über das letzte Jahr eine sehr viel differenziertere Wahrnehmung. Ich habe in den Mainstream Medien fast alles auch schon gelesen, was viele "alternative Quellen" als bahnbrechend neue Erkenntnis verkaufen.

Die Abhängigkeit von Tests zu Fallzahlen und die Bedeutung der Zyklenzahl mal als Beispiel genannt.

Aber so ist das halt mit der "Filter Blase". Wer die Mainstream-Medien meidet, bekommt dann auch schon mal nicht mit, dass dort durchaus differenziert und auch kritisch berichtet wird.
zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2021
546 Beiträge · seit 201804. Feb. 2021 · #1271
maggus schrieb:
Maputo: Dann erklär mich doch mal bitte was denn so hinter der ganzen Geschichte steckt, denn irgendeinen Grund muss es ja wohl haben, dass wir von den Massenmedien permanent mit falschen Informationen gefüttert werden und scheinbar alle Parteien, alle Länder und auch alle Politiker unter einer Decke stecken und jetzt was genau mit uns Bürgen weltweit vorhaben?
Maggus, möchtest Du, dass Dir jemand die Welt erklärt???
Nein, das möchtest Du natürlich nicht.

Deine "Frage" enthält zwei Gedankenstränge:

1) Du forderst jemanden auf, eine Verschwörungstheorie aufzustellen - wie abartig ist das denn??? Und was soll das?

2) Wenn viele etwas tun, muss es richtig sein.
Die Welt, in der ich lebe, lehrt mich, dass dies eine falsche Annahme ist.
Fast jeder lügt (manche öfter, andere seltener). Ist Lügen deshalb, gut, richtig, hilfreich für eine Gesellschaft?
Arme Länder werden von reichen Ländern unbarmherzig ausgenommen. Heutzutage nicht weniger als früher - nur auf verstecktere Weise. Ist das deshalb richtig, gut, oder hilfreich, weil es auf der ganzen Welt so Usus ist?
Diese Liste könnte man beliebig fortsetzen....
"Wenn (fast) alle etwas tun, muss es sinnvoll sein" - Eine sehr skurrile Art der "Beweisführung" 🤨 , dass die weitverbreitetsten Reaktionen, die wir derzeit in der Welt sehen, wohl die besten und ohne jeglichen Eigennutz geschehen

Rehema
Gelebt in Malawi, Tanzania und Kenya Reiseberichte: Botswana April 2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/295264-botswanas-beasts-beauty-im-april.html Malawi 2015-2018: https://www.namibia-forum.ch/forum/154-diverses/297418-kleinode-in-malawi.html Tanzania - Tarangire April 2020: https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299356-tansania-pulsiert-trotz-corona.html?start=0
zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2021
537 Beiträge · seit 202004. Feb. 2021 · #1273
Und wieder mal das geradezu inflationaer benutzte Wort "Solidaritaet" ... auch dieses Wort hat, wie so viele andere, einen Bedeutungswechsel durchgemacht. Urspruenglich war es voellig neutral. Man konnte sich mit diesen oder jenen solidarisieren, also mit Linken oder Rechten, mit Fluechtlingen oder mit Migrationsgegnern.
Seit Corona bedeutet Solidaritaet ausschliesslich das Einhalten jeglicher Massnahmen, die die deutsche Regierung sich einfallen laesst. Im weiteren Sinne bedeutet es fuer viele das Aufhalten eines Virus (was niemals gelingen wird) und somit das Verhindern von Todesfaellen - allerdings natuerlich nur die Todesfaelle, die durch Covid-19 herbeigefuehrt wurden.
Solidaritaet mit Kuenstlern, dem Gastgewerbe, dem Tourismus, das ist hingegen verpoent wenn es mit einer Lockerung oder gar Missachtung der aufgestellten Regeln einhergeht.
Es waere voellig normal und verstaendlich, wenn sich Rentner mit Rentnern solidarisch zeigen - im Fall von Corona und der ganzen Panikmache wird man als aelterer Mensch, der noch dazu regelmaessige Bezuege vom Staat erhaelt egal ob Lockdown oder nicht, natuerlich davon ueberzeugt sein, dass Party auf Sansibar voellig unsolidarisch ist. Klar, die sind jung und wollen was erleben. Die haben ausserdem erlebt, wie schnell sich das komplette Leben zum Schlechteren veraendern kann, darum nehmen sie heute mit was sie koennen. Man koennte sogar sagen, sie sind solidarisch mit dem Tourismusgewerbe auch in Tansania, und unterstuetzen mit ihrer Reise die dortige Wirtschaft und retten somit auch Leben.
Wenn jemand im Gastgewerbe taetig ist, und sich das gesamte letzte Jahr bemueht hat alles an Massnahmen umzusetzen die verlangt wurden und werden, waehrend er gleichzeitig kaum Einnahmen hatte, nur um jetzt den naechsten Tiefschlag erhalten zu haben mit dem neuerlichen Lockdown, der wird sich wohl eher mit Leidensgenossen solidarisch fuehlen.
Denn auch die Massnahmen kosten Leben.
Darum sollte man den eigenen Standpunkt nicht als die einzig wahre Wahrheit und Gesetz ansehen (selbst wenn sie sich im Moment mit dem deckt, was von ganz oben beschlossen wird denn das sind auch nur Menschen), sondern auch mal ueber den Tellerrand gucken.
Tansania scheint, wenn man vom Video ausgeht, jedenfalls immer noch recht viele Einwohner zu haben. Ich hab es nicht verifiziert, aber die Bevoelkerungszahl wurde durch das Virus nicht signifikant minimiert - und sie haben nicht nur den Fokus auf Gesundheit, sondern auch die Wirtschaft. Also haben sie die fuer sie logischen Konsequenzen gezogen. Und ich kann das gut verstehen.
Diese Pandemie besteht nun seit einem Jahr, man hat inzwischen Erfahrung gesammelt und kann nicht mehr von einem "neuartigen" Coronavirus sprechen, oder davon ausgehen dass die Bevoelkerung "immunologisch naiv" ist in Bezug auf das Virus. Man wird lernen muessen damit zu leben. Und es kann nicht angehen, dass man in alle Zukunft diese Testpraktiken und Massnahmen so weiterfuehrt. Irgendwann hat hoffentlich auch der Letzte begriffen, dass wir dieses Virus nicht ausrotten koennen und es einfach Teil unseres immunologischen Lebens wird, wie die Grippe, Herpes und andere Virenerkrankungen. Professor Streek hat es in einem neueren Interview recht gut erklaert. In meinen Augen koennte man sich auf seine Sichtweise durchaus einigen.
2'319 Beiträge · seit 201104. Feb. 2021 · #1274
makis schrieb:Und wieder mal das geradezu inflationaer benutzte Wort "Solidaritaet" ... auch dieses Wort hat, wie so viele andere, einen Bedeutungswechsel durchgemacht. Urspruenglich war es voellig neutral. Man konnte sich mit diesen oder jenen solidarisieren, also mit Linken oder Rechten, mit Fluechtlingen oder mit Migrationsgegnern.
Seit Corona bedeutet Solidaritaet ausschliesslich das Einhalten jeglicher Massnahmen, die die deutsche Regierung sich einfallen laesst. Im weiteren Sinne bedeutet es fuer viele das Aufhalten eines Virus (was niemals gelingen wird) und somit das Verhindern von Todesfaellen - allerdings natuerlich nur die Todesfaelle, die durch Covid-19 herbeigefuehrt wurden.
Solidaritaet mit Kuenstlern, dem Gastgewerbe, dem Tourismus, das ist hingegen verpoent wenn es mit einer Lockerung oder gar Missachtung der aufgestellten Regeln einhergeht.
Es waere voellig normal und verstaendlich, wenn sich Rentner mit Rentnern solidarisch zeigen - im Fall von Corona und der ganzen Panikmache wird man als aelterer Mensch, der noch dazu regelmaessige Bezuege vom Staat erhaelt egal ob Lockdown oder nicht, natuerlich davon ueberzeugt sein, dass Party auf Sansibar voellig unsolidarisch ist. Klar, die sind jung und wollen was erleben. Die haben ausserdem erlebt, wie schnell sich das komplette Leben zum Schlechteren veraendern kann, darum nehmen sie heute mit was sie koennen. Man koennte sogar sagen, sie sind solidarisch mit dem Tourismusgewerbe auch in Tansania, und unterstuetzen mit ihrer Reise die dortige Wirtschaft und retten somit auch Leben.
Wenn jemand im Gastgewerbe taetig ist, und sich das gesamte letzte Jahr bemueht hat alles an Massnahmen umzusetzen die verlangt wurden und werden, waehrend er gleichzeitig kaum Einnahmen hatte, nur um jetzt den naechsten Tiefschlag erhalten zu haben mit dem neuerlichen Lockdown, der wird sich wohl eher mit Leidensgenossen solidarisch fuehlen.
Denn auch die Massnahmen kosten Leben.
Darum sollte man den eigenen Standpunkt nicht als die einzig wahre Wahrheit und Gesetz ansehen (selbst wenn sie sich im Moment mit dem deckt, was von ganz oben beschlossen wird denn das sind auch nur Menschen), sondern auch mal ueber den Tellerrand gucken.
Tansania scheint, wenn man vom Video ausgeht, jedenfalls immer noch recht viele Einwohner zu haben. Ich hab es nicht verifiziert, aber die Bevoelkerungszahl wurde durch das Virus nicht signifikant minimiert - und sie haben nicht nur den Fokus auf Gesundheit, sondern auch die Wirtschaft. Also haben sie die fuer sie logischen Konsequenzen gezogen. Und ich kann das gut verstehen.
Diese Pandemie besteht nun seit einem Jahr, man hat inzwischen Erfahrung gesammelt und kann nicht mehr von einem "neuartigen" Coronavirus sprechen, oder davon ausgehen dass die Bevoelkerung "immunologisch naiv" ist in Bezug auf das Virus. Man wird lernen muessen damit zu leben. Und es kann nicht angehen, dass man in alle Zukunft diese Testpraktiken und Massnahmen so weiterfuehrt. Irgendwann hat hoffentlich auch der Letzte begriffen, dass wir dieses Virus nicht ausrotten koennen und es einfach Teil unseres immunologischen Lebens wird, wie die Grippe, Herpes und andere Virenerkrankungen. Professor Streek hat es in einem neueren Interview recht gut erklaert. In meinen Augen koennte man sich auf seine Sichtweise durchaus einigen.
Makis,

na das sind mir ja mal Argumente... Futterneid und salopper Egoismus.
Nun denn...

Alm
537 Beiträge · seit 202004. Feb. 2021 · #1275
ALM schrieb:
na das sind mir ja mal Argumente... Futterneid und salopper Egoismus.
Nachdem du mir nicht widersprichst, gehe ich davon aus dass du Rentner bist und dich das Argument getroffen hat.
Futterneid ist mir fremd - man bewertet ja die Aussagen anderer immer so, wie man selber ist und denkt, von daher ist das ein guter Einblick in deine Welt...
Ich erklaere es gerne nochmal.
Weitab von jeglicher Bewertung oder Neid oder Nichtgoennenkoennens ist es nunmal so, dass Empfaenger von staatlichen Zuwendungen (sei es Rente, sei es durch Anstellung, sei es Hartz 4) keine Sorge haben muessen, wo das Geld fuer das naechste Essen herkommt (bei Hartz 4 kann es natuerlich knapp werden). Das ist ein Fakt, kein Argument. Da ich nicht in Deutschland lebe, ist es mir absolut egal, wer was wofuer vom Staat bekommt - hab ja auch Verwandte die Rente erhalten und das ist auch voellig richtig so. Auch ist es ja so, dass das Virus ganz offensichtlich aeltere Menschen staerker betrifft als juengere. Beides in Kombination sorgt dafuer, dass ein Rentner sich mit einem Lockdown in der Regel wohler fuehlt als jemand, der dabei ist sein Geschaeft deswegen zu verlieren.
Ich finde, das hat nix mit Argumentation zu tun, sondern ist einfach Erfahrung und gesunder Menschenverstand.
Und ich bewerte weder das eine noch das andere. Ich sage nur, dass man nicht Solidaritaet einfordern kann fuer die Massnahmen von Leuten, denen die Massnahmen die Lebensgrundlage entziehen.
Was den Egoismus angeht: mei, wir waren doch alle mal jung. Und man kann die junge Generation nicht erst nach Strich und Faden verwoehnen, und dann erwarten dass sie nicht egoistisch sind (das sind jetzt natuerlich Platitueden und Verallgemeinerungen und keine stichfesten Argumente...ich seh das mit dem Egoismus halt nicht so eng).
246 Beiträge · seit 201504. Feb. 2021 · #1276
makis schrieb:
ALM schrieb:
na das sind mir ja mal Argumente... Futterneid und salopper Egoismus.
Nachdem du mir nicht widersprichst, gehe ich davon aus dass du Rentner bist und dich das Argument getroffen hat.
Futterneid ist mir fremd - man bewertet ja die Aussagen anderer immer so, wie man selber ist und denkt, von daher ist das ein guter Einblick in deine Welt...
Ich erklaere es gerne nochmal.
Weitab von jeglicher Bewertung oder Neid oder Nichtgoennenkoennens ist es nunmal so, dass Empfaenger von staatlichen Zuwendungen (sei es Rente, sei es durch Anstellung, sei es Hartz 4) keine Sorge haben muessen, wo das Geld fuer das naechste Essen herkommt (bei Hartz 4 kann es natuerlich knapp werden). Das ist ein Fakt, kein Argument. Da ich nicht in Deutschland lebe, ist es mir absolut egal, wer was wofuer vom Staat bekommt - hab ja auch Verwandte die Rente erhalten und das ist auch voellig richtig so. Auch ist es ja so, dass das Virus ganz offensichtlich aeltere Menschen staerker betrifft als juengere. Beides in Kombination sorgt dafuer, dass ein Rentner sich mit einem Lockdown in der Regel wohler fuehlt als jemand, der dabei ist sein Geschaeft deswegen zu verlieren.
Ich finde, das hat nix mit Argumentation zu tun, sondern ist einfach Erfahrung und gesunder Menschenverstand.
Und ich bewerte weder das eine noch das andere. Ich sage nur, dass man nicht Solidaritaet einfordern kann fuer die Massnahmen von Leuten, denen die Massnahmen die Lebensgrundlage entziehen.
Was den Egoismus angeht: mei, wir waren doch alle mal jung. Und man kann die junge Generation nicht erst nach Strich und Faden verwoehnen, und dann erwarten dass sie nicht egoistisch sind (das sind jetzt natuerlich Platitueden und Verallgemeinerungen und keine stichfesten Argumente...ich seh das mit dem Egoismus halt nicht so eng).
Rentner sind (zumindest in Deutschland) im Grundsatz keine Empfänger staatlicher Zuwendungen. Damit geht es schon mal los ... da ich aber keine Lust habe, mich unnütz aufzuregen, erspare ich mir jegliche weitere Bemerkung dazu.
274 Beiträge · seit 201704. Feb. 2021 · #1277
Genau so ist es in Deutschland.
Die Rente kommt nicht vom Staat, sondern die "Abeitende Bevölkerung" zahlt in eine Kasse ein, und wir Rentner bekommen es ausgezahlt.
Das System nennt man "Generationenvertrag"
63 Beiträge · seit 201604. Feb. 2021 · #1278
Ja ja Makis, vielleicht doch mal schlau machen, bevor man so einen Blödsinn schreibt...
in der Regel gehen Rentner bis zu 50 Jahre arbeiten und zahlen in die Rentenkasse ein - schon mal was davon gehört???? Das ist ein Fakt- was bist du denn? Selbstständig, dann müsstest du das erst Recht wissen und auch wenn du nicht in Deutschland lebst. Es ist auch völlig wurscht,wie alt man im Moment ist , keine Altersklasse fühlt sich in dieser Situation der Pandemien wohl.
Martina
30 Beiträge · seit 202004. Feb. 2021 · #1279
Burkhard, danke, genau, erstmal lesen, dann ergibt es sich so, wie du schreibst. Wenn das schon höre, „ alternative Informationen“ bzw. „ medien“, bähh, ist das nicht genau das Lügen-Muster, was der orange Horrorclown und Endlich-Ex-Präsident der USA immer gesabbert hat: „alternative Fakten“? Das ist doch exakt die Strategie der Verschwörungsspinner und übrigens der Neuen Rechten, den Hintergrundstrategen dieser Verschwörungsmythen. Sieht man in den USA wie unter einem Bennglas, guck dir diese QAnon-Irre und Antisemitin an, denn die antisemitische Erzählung ist der Kernkonsens aller Schwurbler: geheime Mächte, Weltverschwörung und so.
Wie sagt Erich Maria Remarque bzw. Tucholsky: „Sagt einer: die Juden sind schuld. Sagt der andere: und die Fahrradfahrer. Wieso die Fahrradfahrer, sagt der eine. Darauf der andere: wieso die Juden? „
zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2021
7'296 Beiträge · seit 200604. Feb. 2021 · #1280
HartmutBremen schrieb:Genau so ist es in Deutschland.
Die Rente kommt nicht vom Staat, sondern die "Abeitende Bevölkerung" zahlt in eine Kasse ein, und wir Rentner bekommen es ausgezahlt.
Das System nennt man "Generationenvertrag"

Im Grunde war das eine gute Idee. Leider kollidiert sie mit den Folgen des demografischen Wandels. Immer weniger Menschen im Arbeitsleben müssen immer mehr Rentner "ernähren". Deshalb steigen die Rentenversicherungsbeiträge und die Renten werden (inflationsbereinigt) trotzdem immer niedriger.
Als man sich das System ausdachte, hat das prima funktioniert und das auch über Jahrzehnte.
Irgendwann stieß das System an seine Grenze und man hat sich zusätzlich Dinge wie Riester-Rente u.ä. Rohrkrepierer ausgedacht.

Das Coronavirus hat aber zumindest eine positive Auswirkung auf die Umwelt, was alle Klimagipfel zuvor nicht zu bewirken vermocht haben. Wochenlang fast kein Flugzeug am Himmel, keine Kreuzfahrtschiffe und gespenstische Leere auf den Autobahnen. "Nach Corona" wird man nicht um die Frage herumkommen, warum man Home-Office nicht weiterhin in größerem Umfang nutzt als zuvor.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...