HAHamburger73Themenstarter12 Beiträge · seit 201909. Feb. 2020 · #1
Hallo zusammen,
wir fliegen am 28.02. nach Namibia und werden dort für 2 Wochen auf Rundreise gehen. Jetzt beunruhigen uns wirklich die Nachrichten zum Coronavirus, insbesondere vor dem Hintergrund dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis dieser in Afrika ankommt. Die ersten Verdachtsfälle gab es bereits und einige gehen davon aus, dass der Virus schon längst angekommen ist. Das wir als Familie reisen und unser 8jähriger Sohn dabei ist, macht es noch schlimmer. Wir sind wirklich gedanklich damit beschäftigt und das schmälert die Vorfreude auf den Urlaub doch sehr. Wie geht ihr damit um? Spielt das bei eurer Planung eine Rolle oder passt ihr ggf dadurch eure Reisepläne an?
Danke für euer Feedback dazu und viele Grüße... Carlos
kitty191158 Beiträge · seit 201609. Feb. 2020 · #2
Hallo Carlos, wenn du dir die Seite des Robert Koch Institutes ansiehst, wirst du sehen, das es auf dem afrikanischen Kontinent noch keinen bestätigten/gemeldeten Corona Fall gibt. Woher nimmst du dann diese Gewissheit:
Die ersten Verdachtsfälle gab es bereits und einige gehen davon aus, dass der Virus schon längst angekommen ist.
Und um die von den Medien geschürte Panik mal in Relation zu setzten: jedes Jahr sterben tausende Menschen an der echten Grippe. In der Saison 2017/18 waren es in Deutschland allein rund 25.000 Menschen. (Quelle: RKI) Da kräht irgendwie kein Hahn nach..... ist nämlich eine „Gefahr“ die regelmäßig jedes Jahr wiederkehrt und im öffentlichen Raum kaum wahrgenommen wird. Deshalb verstehe ich diese Panikreaktionen leider gar nicht. 😐 Ich denke dein Kind ist in der Schule um ein Vielfaches gefährdeter sich irgend ein Virus einzufangen als im extrem dünn besiedelten Namibia.
LG Kitty
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201609. Feb. 2020 · #3
Hi Kitty, Carlos sprach von Verdachtsfällen, nicht von bestätigten. Gruß Gina
kitty191158 Beiträge · seit 201609. Feb. 2020 · #4
Carlos sprach auch davon, dass das Virus in Afrika längst angekommen ist. Diese These muss er ja von irgendwoher haben.... Gruß Kitty
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201609. Feb. 2020 · #5
Da ich nicht Carlos bin, kann ich nur mutmaßen, dass "die einigen, die davon ausgehen, dass der Virus längst angekommen ist", dies aG des WHO-Berichtes über die Nachweismöglichkeiten am afrikanischen Kontinent tun. In Kurzfassung: es gibt, mit Stand Anfang dieser Woche, nur 2 Labore, nämlich eines im Senegal, und ein zweites In Südafrika, die in der Lage sind die Tests durchzuführen. Zwischenzeitlich haben 4 weitere Länder die Möglichkeiten. https://www.afro.who.int/news/african-region-reinforces-preparedness-novel-coronavirus Gruß Gina
Was ist denn nur mit der guten, alten Ebola geworden? Da fragt kein Mensch mehr nach, nachdem dieses Thema aus der Presse - jedoch nicht von der Bildfläche - verschwunden ist.
Ich könnte noch folgendes anbieten: Malaria, Hepatitis, Milzbrand und Duster 😉 ....
LG Logi
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201609. Feb. 2020 · #7
Hi Carlos, um deine Eingangsfrage zu beantworten: Es wäre nicht der Virus selbst, über den ich als Reisende mit Kind nachdenken würde; vielmehr darüber, dass Kinder dieses Alters ja schnell einmal an einer leichten Verkühlung, gepaart mit erhöhter Temperatur, kränkeln können. Wäre das der Fall, würde ich aG der Temperaturkontrollen bei der Einreise, die Reise eher sein lassen, denn 14 Tage in Quarantäne in meinem Urlaubsland zu verbringen, stelle ich mir nicht toll vor. Gruß Gina
waterlike873 Beiträge · seit 201409. Feb. 2020 · #8
@Ginachris das Virus 😉, nicht der Virus.... aber es ändert nix an der Tatsache, dass es für Afrika wirklich gefährlich werden könnte.
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201609. Feb. 2020 · #9
waterlike schrieb:@Ginachris das Virus 😉, nicht der Virus.... aber es ändert nix an der Tatsache, dass es für Afrika wirklich gefährlich werden könnte.
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200709. Feb. 2020 · #13
@ Logi
Bei uns im Rheinland "dä Virus" 😎
LG Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201109. Feb. 2020 · #14
Corona-Virus: Das grösste Problem ist Afrika
Wird das neue Virus in Afrika eingeschleppt, ist das gefährlicher als anderswo, denn auf diesem Kontinent sind die Gesundheitssysteme am schlechtesten gewappnet. Das Risiko ist hoch, denn China ist dort extrem aktiv. Noch verzeichnet offiziell kein afrikanisches Land einen Corona-Infizierten. Doch seitdem Berichte von ersten Verdachtsfällen die Runde machen, wächst auch auf dem zweitgrössten Kontinent der Welt die Nervosität vor dem neuen Virus aus China.
Die ersten Verdachtsfälle vermeldete Mitte der vergangenen Woche Äthiopien. Behörden in der Hauptstadt Addis Abeba liessen am Mittwoch vier Studierende unter Quarantäne stellen. Zwei von ihnen waren zuvor mit grippeähnlichen Symptomen aus der chinesischen Millionenmetropole Wuhan eingereist, dem Ort in China mit den bislang meisten Todesopfern. Auch das Gesundheitsministerium der Elfenbeinküste meldete einen ersten Verdachtsfall: Eine aus China zurückgekehrte Studentin könnte mit dem Virus infiziert sein, heisst es dort.
«Wir brauchen nicht so tun, als wären wir der glückliche Kontinent, der verschont bleibt, während aus aller Welt bestätigte Fälle gemeldet werden», sagte John Nkengasongo von der Seuchenschutzbehörde der Afrikanischen Union in Adis Abeba. Für ihn sei es «nur eine Frage der Zeit», bis eine Infektion in Afrika offiziell bestätigt wird. Frühwarnsysteme gibt es in Afrika nicht überall
Seine Angst ist berechtigt. Anders als in westlichen Ländern, die über ein funktionierendes Gesundheitssystem verfügen, ist das in den meisten afrikanischen Ländern nicht der Fall. 2014 kursierte in Westafrika der Ebola-Virus und forderte mehr als 10000 Todesopfer. Doch nur in den besonders betroffenen Ländern hat es seitdem Bemühungen gegeben, Frühwarnsysteme zu entwickeln.
Als die Weltgesundheitsorganisation (WHO) letzten Donnerstag den internationalen Gesundheitsnotstand ausrief, war ihre grösste Sorge auch nicht, dass China das Problem nicht in den Griff bekommen würde, sondern dass sich das Virus auf Länder mit weniger gut ausgestatteten Gesundheitssystemen ausbreiten könnte. Und damit meint WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus explizit die Länder Afrikas.
Die meisten afrikanischen Staaten pflegen inzwischen ein sehr enges Verhältnis mit China. Seit 2009 ist China Afrikas grösster Handelspartner. Mit einem Handelsvolumen von zuletzt 170Milliarden Dollar hat China sowohl die USA als auch die EU überholt. Strassen, Schienen, Stromleitungen, Flughäfen, Kraftwerke, Regierungsgebäude, ja ganze Städte werden mit chinesischen Geldern errichtet – allerdings auch von chinesischen Arbeitern. Es wird geschätzt, dass auf dem gesamten Kontinent knapp eine halbe Million Menschen aus der Volksrepublik in Afrika arbeiten.
Zum chinesischen Neujahrsfest sind viele von ihnen in ihre Heimat geflogen. Nun ist die Befürchtung gross, diese Arbeiter könnten bei ihrer Rückkehr den Virus mitschleppen. Äthiopien, Nigeria und Südafrika erwägen bereits einen Einreisestopp. Das würde allerdings auch viele Afrikaner betreffen. Allein in der Krisenstadt Wuhan studieren über 5000 Afrikaner. Anders als etwa die Deutschen, die am Samstag mit einer Bundeswehrmaschine ausgeflogen wurden, haben südafrikanische Studierende von ihrer Botschaft in Peking die Anweisung erhalten, auf keinen Fall Wuhan zu verlassen. Evakuierungspläne gibt es von südafrikanischer Seite keine.
Seuchenschützer John Nkengasongo indes bemüht sich gemeinsam mit der Weltgesundheitsorganisation und chinesischen Regierungsexperten, alle Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union mit den passenden Diagnose-Sets auszustatten. Denn noch kann das Virus in vielen afrikanischen Ländern nicht einmal zweifelsfrei diagnostiziert werden.
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
...2014 kursierte in Westafrika der Ebola-Virus und forderte mehr als 10000 Todesopfer. Doch nur in den besonders betroffenen Ländern hat es seitdem Bemühungen gegeben, Frühwarnsysteme zu entwickeln...
Ebola "kursierte" nicht nur 2014 in Westafrika, sondern vielmehr immer noch. Der Unterschied ist nur, dass es heute keine Socke mehr interessiert und es niemandem mehr eine Hauptmeldung in den Nachrichten wert ist. Man treibt ja lieber ständig eine neue Sau durch Dorf.
Und Afrikas Hauptproblem sind die 3 großem vom AMT: Aids, Malaria und Tuberkolose. Das sind Millionen.
In ganz Afrika gibt es bis zum jetzigen Zeitpunkt noch immer keine Registrierung einer Infizierung.
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201111. Feb. 2020 · #17
Logi schrieb:
Cruiser schrieb:
...2014 kursierte in Westafrika der Ebola-Virus und forderte mehr als 10000 Todesopfer. Doch nur in den besonders betroffenen Ländern hat es seitdem Bemühungen gegeben, Frühwarnsysteme zu entwickeln...
Ebola "kursierte" nicht nur 2014 in Westafrika, sondern vielmehr immer noch. Der Unterschied ist nur, dass es heute keine Socke mehr interessiert und es niemandem mehr eine Hauptmeldung in den Nachrichten wert ist. Man treibt ja lieber ständig eine neue Sau durch Dorf.
Und Afrikas Hauptproblem sind die 3 großem vom AMT: Aids, Malaria und Tuberkolose. Das sind Millionen.
Best Regards
Adolf
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Namibia's coronavirus risk low: Sagoe-Moses WINDHOEK, 12 FEB (NAMPA) – Namibia has not reported a confirmed case of coronavirus and is among the low risk countries in Africa, but this does not mean the country should relax in its preparation for response. This was said by World Health Organisation (WHO) country representative to Namibia, Charles Sagoe-Moses at a media briefing here on Wednesday. Sagoe-Moses said judging by the volume of travelers to and from China, Namibia’s risk is low compared to other African states. “However, this does not mean the country should relax in its preparation for response, hence the efforts by the WHO country office and Centres for Disease Control and Prevention to help Namibia meet international health regulation requirements,” he said. The country representative said his office is working closely with the Namibian and Chinese governments, as well as the rest of the international community, to address the gaps and uncertainties about how to detect the coronavirus, how to prevent it from spreading further and what measures to take to contain it. “We are working rapidly on research and development to mobilise a network of partners through the blueprint for epidemics to identify, prioritise and accelerate the development of diagnostics, vaccines and therapies needed to combat the virus in the long term,” said Sagoe-Moses. He added that so far, 15 African countries have the necessary equipment to test for the coronavirus and Namibia will join the list within this week as the country is in the process of acquiring the necessary reagents. Ministry of Health and Social Services Chief Health Programme Officer, Julia Malule, said the ministry has put measures in place such as setting up emergency health facilities at the Hosea Kutako International Airport. It is also currently training some of its officials on how to detect the coronavirus. The virus has infected tens of thousands of people worldwide, mostly in mainland China, since it was first reported from Wuhan, China on 31 December 2019. Sagoe-Moses said by Tuesday, 43 103 cases were confirmed worldwide. Of these, 42 708 confirmed cases and 1 017 deaths are from China.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Spielt das bei eurer Planung eine Rolle oder passt ihr ggf dadurch eure Reisepläne an?
Danke für euer Feedback dazu und viele Grüße... Carlos
Nein, kein bißchen. Ich bin z.Z. in Thailand unterwegs. Also ziemlich nah dran. Ich hab nicht einen Gedanken daran verschwendet, die Reise zu ändern oder abzubrechen. Das Virus ist nur für geschwächte Menschen wirklich gefährlich. Und die Gefahr, im Straßenverkehr zu verunglücken oder an der Grippe zu erkranken, ist um Welten höher.