Voortrekker erschossen

77 Antworten · 15,6k Aufrufe · gestartet 29. Juni 2019 von GinaChris
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Gast05. Juli 2019 · #41
Eine Frage an die Experten (Cruiser?).
Seit wann gibt es denn Elefanten (wieder?) in der hier genannten Gegend und von woher sind sie zugewandert?
Danke und Grüße
Werner
2'530 Beiträge · seit 201105. Juli 2019 · #42
https://desertelephantconservation.org/about-desert-elephants
Historic vs. current range and number
Based on historic records and archeological evidence, Namibia's desert elephants once ranged along ephemeral rivers from the Kunene River in the north (along the border with Angola) to the Kuiseb River in central Namibia (at the northern edge of the massive dune fields that characterize the Southern Namib Desert). However, because of historic over-hunting, wartime poaching, and ongoing human-elephant conflict and poaching, the range of desert elephants has been reduced to five subpopulations along the Hoarusib, Hoanib, Uniab, Huab, and Ugab Rivers. There are approximately 150 desert elephants remaining.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Gast05. Juli 2019 · #43
Danke Cruiser!
Ich bin 1977 von Etosha nach Henties Bay gefahren, etwas „kreuz und quer“, es ist aber zu lange her um mich an die genaue Route zu erinnern. Bei Brandberg und Spitzkoppe waren wir. Auf alle Fälle waren wir auch in Gegenden in denen heute „Wüstenelefanten“ vorkommen. Ich habe dort keine Elefanten oder Hinweise auf deren Vorkommen gesehen oder gehört, dass es in der Gegend welche gäbe. Ich glaube eher nicht, dass ich bloß Sichtungspech hatte und meine dass es damals dort keine Elefanten (mehr) gab, PS, die Hinweise auf die Anwesenheit von Elefanten kann man auch nicht leicht übersehen. Wissen tue ich’s natürlich nicht genau, daher ja die Frage.
Sind die Elefanten, die jetzt wieder dort sind, über die Täler von der Küste her zugewandert oder könnten auch welche aus Etosha zugewandert sein?
Grüße
Werner
zuletzt bearbeitet 05. Juli 2019
2'060 Beiträge · seit 201305. Juli 2019 · #44
Hallo,

meines Wissens ist die Sache mit dem schonenden Umgang mit Bäumen ein Märchen. Marius Steiner vom Camp Aussicht hat uns gesagt, dass das nicht stimmt, und er hat uns eine ganze Reihe von Bäumen gezeigt, die von Elefanten umgelegt worden waren.

Ich glaube mich zu erinnern, dass in einem Film gesagt wurde, die Wüsten-angepassten Elefanten hätten größere Fußsohlen als die anderen. Weiß jemand was dazu?
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
2'530 Beiträge · seit 201105. Juli 2019 · #45
loser schrieb:Sind die Elefanten, die jetzt wieder dort sind, über die Täler von der Küste her zugewandert oder könnten auch welche aus Etosha zugewandert sein?
Grüße
Werner
Die Elefanten waren ja schon immer in der Kunene Region, ja, auch ganz früher aus der Etosha. Ich habe sie schon 1975 im Khumib gesehen. Die heutigen Wüstenelefanten konnten dann irgendwann mal nicht mehr von Ost nach West 'migraten'. Zäune und das dicht besiedelte Ovamboland verhinderten einiges. Damals, jahrzente her, gab es auch den sicheren Korridor durch die Etosha. Auch die heutigen Wüstenlöwen habe ihre Abstammung von den Etoshalöwen.

Aber, ich bin kein Forscher, daher ist das was ich hier schreibe auch nur gehörtes, von Rob und Laura, ehemaligen Rangern etc.

Das mit den größeren Sohlen kann schon stimmen, da die Gene sich ja verändern und weitergegeben werden. Das gleiche ist ja auch mit den immer kleiner werdenden Stoßzähnen, wenn man die großen Tusker rausschießt. War mal bei einem Vortrag von Dr Johan Marais in Tembe, ist aber schon einiges her und ich meine er hat so etwas auch erwähnt.
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Gast05. Juli 2019 · #46
Danke Cruiser,
ich meinte die Gegend, wo der „Voortrekker“ abgeschossen wurde,
will aber nicht lästig sein
Grüße, Werner
796 Beiträge · seit 201505. Juli 2019 · #47
Hallo Adolf,

die Sache mit den Genen halte ich für nicht richtig. Tusker werden für Jäger erst im hohen Alter begehrte Trophäen. Bis zu diesem Zeitpunkt können Sie duzende Male ihre guten Gene vererben.

Gruß Markus
Reisebericht: Familienabenteuer Namibia und Bostwana, Juli/Augus 2016 Videotagebuch: Der wilde Nord-Westen, Videotagebuch von Simon, Juni/Juli 2018 Reisebericht: "4.375km durch den Nord-Westen" von Moritz 14 J. Reisebericht: Über das Kaokoveld in den Caprivi, Jul/Aug 2022
2'530 Beiträge · seit 201105. Juli 2019 · #48
Sorry, ja Omatjete ist etwas sehr weit östlich, aber die Trockenheit trägt natürlich sehr dazu bei. Da kann es schonmal passieren das ein Elefant den Ugab weiter nach Inland wandert. Natürlich schreien dann alle Problemelefant. Ein ähnliches Scenario hatten wir doch vor zwei Jahren, glaube ich, mit dem Elli durch die Farmen bei Otavi. ex Etosha. Die meisten Farmer haben sich nicht beschwert, der Elefant stieg vorsichtig über die Zäune. Bis dann MET der ganzen Sache eine Ende bereitete. Richtig oder nicht, darüber kann man sich streiten.
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zuletzt bearbeitet 05. Juli 2019
16,9k Beiträge · seit 201205. Juli 2019 · #49
Cruiser schrieb:Das gleiche ist ja auch mit den immer kleiner werdenden Stoßzähnen, wenn man die großen Tusker rausschießt. War mal bei einem Vortrag von Dr Johan Marais in Tembe, ist aber schon einiges her und ich meine er hat so etwas auch erwähnt.
Ich habe schon gesucht, finde es aber auf die Schnelle nicht. Da war in den letzten Wochen ein Bericht im TV über die big Tusker - und da wurde das genau erklärt. Nur eine geringe prozentuale Anzahl an Elefanten hat überhaupt das Gen für die großen Stoßzähne.

LG
Logi
2'530 Beiträge · seit 201105. Juli 2019 · #50
Dillinger schrieb:Hallo Adolf,

die Sache mit den Genen halte ich für nicht richtig. Tusker werden für Jäger erst im hohen Alter begehrte Trophäen. Bis zu diesem Zeitpunkt können Sie duzende Male ihre guten Gene vererben.

Gruß Markus
Man sagt ja in den Kreisen der Forscher, das es bald keine großen Tusker mehr geben wird, sondern nur Ellies, auch ausgewachsene, mit weitaus kürzeren Stoßzähnen als es sie früher mal gab. Dies geht natürlich schon auf viele Jahrzehnte zurück als noch richtig unkontrolliert nach Elfenbein gejagt wurde. Die heutigen großen Tusker leben alle im Tembe Park. Dort werden sie nicht gejagt.

Ich glaube das da schon was dran ist.
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2'530 Beiträge · seit 201105. Juli 2019 · #51
Letaba im KNP hat eine Hall of Fame der ehemaligen big Tusker vom Park. Mal reinschauen. Wird auch viel erklärt.
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2'060 Beiträge · seit 201305. Juli 2019 · #52
Haben denn große Stoßzähne direkt was mit "guten Genen" zu tun? Man sagt doch, dass die Länge der Zähne von den Mineralien abhängt, die sie mit der Nahrung aufnehmen. ???
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
16,9k Beiträge · seit 201205. Juli 2019 · #53
Berg-Eule schrieb:Haben denn große Stoßzähne direkt was mit "guten Genen" zu tun? Man sagt doch, dass die Länge der Zähne von den Mineralien abhängt, die sie mit der Nahrung aufnehmen. ???
Ist genetisch. Das wusste ich bis zu diesem Bericht nämlich auch nicht.

LG
Logi
1'933 Beiträge · seit 200905. Juli 2019 · #54
Logi schrieb:
Ist genetisch. Das wusste ich bis zu diesem Bericht nämlich auch nicht.
LG
Logi
So wurde es uns auch, während unseres 3-tägigem Besuches, im Tembe Elephant Park vom guide erklärt.
Liebe Grüße Lotusblume Reiseberichte(klick):2022-Sep/Okt Südafrika "Genuss-Reise ums Westkap"//2021-Nov "3670 km durch Namibias Nov.-Hitze"//2018-Okt Namibia "Von der Wüste zu den Wasserwelten"//2015-Aug/Sep Südafrika "Unser Wiedersehen mit Südafrika"//2013-Nov Namibia "Unsere Silberhochzeit bei Vollmond"//2010-Apr Namibia "Unsere Unterkünfte"
873 Beiträge · seit 201605. Juli 2019 · #55
Das mit den größeren Sohlen kann schon stimmen, da die Gene sich ja verändern und weitergegeben werden.
Richtig und falsch. Das 'mit den Genen' KANN funktionieren, aber über hunderte und tausende von Generationen, nicht innerhalb von ein paar Jahrzehnten. Kommt also hier nicht in Frage.
Die oben verlinkte Seite zum desert elephant project hat eine andere Deutung. Da die betreffenden Elefanten deutlich mehr und länger auf weichem Sandboden in den Flusstälern laufen, drückt sich mit der Zeit ihr Fußabdruck weiter auseinander (sowie das Luftablassen beim Autoreifen). Das funktioniert also ganz ohne Vererbung und Gene schon im Lebenslauf eines einzelnen Elefanten.

Christoph
NAM 09/2017 mit Galerie NAM 07/2019 mit Galerie NAM 08/2021 mit Galerie Südafrika 08/2023 mit Galerie NAM 08/2025 mit Galerie
16,9k Beiträge · seit 201205. Juli 2019 · #56
Yoda911 schrieb:
Das mit den größeren Sohlen kann schon stimmen, da die Gene sich ja verändern und weitergegeben werden.
Richtig und falsch. Das 'mit den Genen' KANN funktionieren, aber über hunderte und tausende von Generationen, nicht innerhalb von ein paar Jahrzehnten. Kommt also hier nicht in Frage.
Doch natürlich reichen ein paar Generationen aus.

1. Beispiel: die hier schon genannten Wüstenpferde sind bereits deutlich kleiner, als die ursprünglichen Armeepferde.

2. Beispiel: der Mensch und zwar hier speziell, die der kaukasischen Abstammung. Unsere "Ur-Großeltern" waren viel kleiner, als die heutigen Nachkommen => Tendenz steigen.

LG
Logi
873 Beiträge · seit 201605. Juli 2019 · #57
inzwischen ganz schön OFF TOPIC:
Doch natürlich reichen ein paar Generationen aus.
Wir können jetzt hier kein evolutionsbiologisches Seminar draus machen, aber die 'kleiner werdenden' Garub-Pferde haben seeehr wahrscheinlich mit der schlechten nährstoffarmen Nahrung zu tun. Vergleichbar z.B. mit Japan, wo durch die Verbreitung von mehr Fleisch statt Reis (sehr vereinfacht) innerhalb von nur drei Generationen viele junge Leute ähnlich groß werden wir Europäer, während ihre Großeltern noch viel kleiner waren.
Wenn man die Ernährung aber wieder ändert - egal ob bei den Pferden oder den Japanern 😉 dreht sich der Effekt wieder um. Er hat also nichts mit genetischer Selektion zu tun, sondern ist eine Art 'kulturelle Evolution'.

Das mit den kaukasischen Ur-Großeltern ist auch keine genetische sondern eine kulturelle Evolution. Für eine genetische Evolution hätten sich nämlich über Generationen die größeren Menschen erfolgreicher fortpflanzen und damit statistisch die kleineren schrittweise zurückdrängen müssen. In der modernen Welt ist es aber eher so, dass wir die biologische / genetische Evolution in ihrem Einfluss zurückdrängen, da es kein Fortpflanzungs-/Überlebensnachteil mehr ist, wenn man z.B. schlechte Augen hat (Brille!), Diabetiker ist (Insulin!) oder zu hohen Blutdruck hat.
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zuletzt bearbeitet 05. Juli 2019
Gast06. Juli 2019 · #58
ein kurzer Rückblick @Gene, ......
hat, OT, OT, OT in so stark verkürzter Sichtweise schon beim Lebensborn nicht funktioniert
Grüße
zuletzt bearbeitet 06. Juli 2019
16,9k Beiträge · seit 201208. Juli 2019 · #59
Heute dazu in der AZ

„Leiden täglich unter Elefanten“: Umweltorganisationen sollten mehr Geld in Mensch-Tier-Konflikt investieren
https://www.az.com.na/nachrichten/leiden-tglich-unter-elefanten2019-07-07/

...Laut Xaweb hatten sich im Jahr 1998 einige Wüstenelefanten im Ugab-Rivier am Fuße des Brandberg-Massivs angesiedelt. Seit jener Zeit habe das Rivier jährlich Wasser geführt und die natürlichen Sumpfgebiete in diesem Gebiet hätten die Elefanten mit ausreichender Nahrung versorgt...


Wie immer fehlt das Konzept https://www.az.com.na/nachrichten/wie-immer-fehlt-das-konzept2019-07-07/

....Angesichts der Tausenden Elefanten in Namibia, scheint er uns klarmachen zu wollen, dass unsere Wüstenelefanten sich zwar der Wüste angepasst, sich damit aber noch keine „besonderen“ Tiere herangebildet hätten, weil sie gentechnisch unverändert sind. Das trifft dann wohl auch auf unsere Wüstenlöwen zu, die „nur“ in der Wüste leben. Setzt man das Argument fort, sind unsere Gemsböcke in der Wüste eigentlich auch nichts Besonderes...


LG
Logi
33,1k Beiträge · seit 200608. Juli 2019 · #60
Aktuelle Stellungnahme von NAPHA zum Thema.

Viele Grüße
Christian
📎 PressRelease_July2019OmatjeteElephantHunt.pdf


Nachtrag: Sorry, irgendwie ist da beim PDF generieren was abgeschnitten worden. Hier der Link zur Browser-Version des Newsletters: https://mailchi.mp/d656eb8e3ff8/press-release-july-2019-omatjete-elephant-hunt?e=dc509d1548
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 08. Juli 2019