Voortrekker erschossen

77 Antworten · 15,6k Aufrufe · gestartet 29. Juni 2019 von GinaChris
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192 Beiträge · seit 200803. Juli 2019 · #21
Nunja...ich habe zwar diesbezüglich nur Oberflächenwissen und bitte laienhafte Ausdrücke nicht so eng zu sehen, aber...

Indirekt hat er doch "für die Touristenindustrie (...) Ertrag gebracht" - und zwar lebenslang, indem er einfach da war und das macht, was Elefantenbullen so machen. So viel ich weiß, hat man in Ithala(?) mal junge Elefantenbullen ausgewildert, die sich auch heute noch recht rüpelhaft benehmen, da sie nie von älteren Tieren in die Schranken gewiesen wurden (ich nenne es mal so).

eine entsprechende Anpassung des Bestandes ist somit nach meiner Ansicht sowieso richtig und langfristig sinnvoll:
Kann ja durchaus sein aber wieso muss man das "Alphatier" rausschießen? Und wem gehören "Wildtiere" eigentlich? Gehören sie überhaupt irgendwem? Ist ja keine Farm, die Bestände reduzieren muss, damit's für den Rest reicht. Der Staat..naja...

...das dieser Elefant besser in ein paar Jahren einfach verhungert wäre...
...hätte man ihn immer noch an einen reichen Ami zum Abschuss verschleudern können. Wieso redet man im diesem Zusammenhang überhaupt von "Ertrag"? Und wieso der Natur keinen Lauf lassen. Andere Tiere leben von Kadavern, was ist mit denen? Gehen halt die ein, ist egal...

Es geht es hier auch um die Art und Weise, sollte es stimmen, was man so liest. Und natürlich wird der "Ertrag" sicher 1:1 weiteren Schutzmaßnahmen zufließen... 😗

Versöhnliche Grüße,
Michi
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit - aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Einstein)
zuletzt bearbeitet 03. Juli 2019
1'096 Beiträge · seit 200904. Juli 2019 · #22
maggus schrieb:
Ich lehne mich mal wieder aus dem Fenster und bin mir bewusst dass ich jetzt vielleicht auch wieder beschimpft werde...aber irgendwie kann ich hier diese Panikmache einfach nicht nachvollziehen!
Es wurde also ein alter Elefant in Namibia geschossen, der über 50 Jahre alt war und seine Blütezeit für die Arterhaltung wohl schon hinter sich gebracht hat.
Voortrekker ist der wichtigste Breeding Bulle der Gruppe. Er stand noch voll im Saft. Als wir ihn zuletzt gesehen haben, das war im Dezember 2018, war eine Kuh wieder schwanger. In den letzten Jahren hat kein einziges Kalb überlebt. In einer solchen Lage den wichtigsten "Erzeuger" zu töten, ist imho nur als bösartig zu bezeichnen.

Weiterhin war Voortrekker für sein sanftes Wesen bekannt. Er war quasi nie aggressiv ggü Menschen in seiner Nähe und er hat den Jungbullen "die Hörner gestutzt". Ich wünsche dir nicht auf Elefantenbullen zu treffen die keine Erziehung genossen haben. Absolut unangenehme Tiere die ihr gesamtes Umfeld plagen. Sein Tod hat somit gleich zwei grosse Lücken aufgetan.
maggus schrieb: Wie viele vielleicht wissen, haben Elefanten mehrfach einen Zahnwechsel und wenn das letzte Paar Backenzähne aufgebraucht ist, dann verhungert der Elefant!
Die Abnutzung der Zähne ist abhängig von dem Lebensraum und natürlich von der Nahrung. ( in sehr trockenen Gegenden wohl mehr Abnutzung)
Das verhungern kann der Elefant natürlich noch etwas hinauszögern, wenn er sich auf seinen letzten Tagen von möglichst viel leicht zu kauenden Wasserpflanzen oder ähnlichen ernährt....( die gibt es allerdings nicht so häufig in dem Lebensraum dieses speziellen Elefanten)
Voortrekker war kerngesund und er hatte ohne Probleme noch Lebensausssichten von 10-15 Jahren. In der Situation von verhungern zu sprechen ist absurd, sorry.
maggus schrieb: Namibia hat zum Thema Elefanteschutz in den letzten Jahren eine wirklich sehr positive Entwicklung gezeigt und ich finde es nicht mehr als gerechtfertigt wenn jetzt hier auch einzelne Tiere entsprechend verwertet werden!

Wer jetzt allerdings der Meinung ist, das dieser Elefant besser in ein paar Jahren einfach verhungert wäre und somit weder für die Touristenindustrie, noch für den Abschuss dann irgendeinen Ertrag bringt, dann kann er dies natürlich gerne sein..... mir macht dies zumindest keinen Sinn!
Zum Thema Elefantenschutz in Namibia kann und möchte ich mich nicht äussern weil ich es nicht weiss.
Was ich weiss ist, dass das MET nicht müde wird zu betonen dass es keine Wüstenelefanten gibt und somit das Augenmerk stets auf die Gesamtpopulation aller afrikanischer Elefanten gelegt wird. Wie man an weltweiten Reaktionen immer wieder erkennen kann, sind sie die einzigen die das so sehen. Natürlich gibt es keinen wissenschaftlichen eigenen Namen für die "Wüstenelefanten" aber es gibt selbstverständlich die Eroberung eines neuen Lebensraumes mit einer evolutionären Entwicklung, wobei hier schon andere Verhaltensweisen und Bedürfnisse in Form von Anpassungen stattgefunden haben. Das MET negiert diese Dinge seit Jahren.

Im Caprivi, wo es regelmäsig Trophäenjagden gibt (Kwando Core bspw.), wird demnächst eine spannende Situation eintreten. Das MET setzt zu hohe Zahlen an. wie wir mehrfach gehört haben. Die Berufsjäger, die für die Permits an erster Stelle zahlen, bekommen zunehmend die Permits nicht los, da es zu wenige geeignete Elefanten gibt. Zuletzt soll ein Trophäenjäger 14 Tage auf der Suche gewesen sein und dann enttäuscht gefahren sein, da er keinen für sich geigneten Bullen gesehen hat (Die Berufsjäger verdienen am Abschuss - sie haben kein Touristencamp, insofern sind die Einnahmen von ca 1000 USD/Tag für Accomodation nicht deren Intention).

Was sagt uns das? Voortrekker war, als seine Zähne noch ganz waren, auch ein Tusker. Wenn man also langfristig denken würde, und ich - der Jagden absolut ablehnt - mich darauf einlasse, Jagd als Sport zuzulassen, müssten gerade Tusker lange am Leben bleiben damit sie ihre Gene weiterreichen. Es wird zwar immer behauptet dass das Blödsinn ist aber wer mal länger durch das südliche Afrika fährt, sieht ganze Herden ohne Stosszähne oder mit winzig kleinen.

Wenn ich mit Jagd auf Tusker mein Geld verdiene, muss ich doch darauf achten dass es davon genug gibt und sie möglichst lange ihre Gene weitergeben können. Das Gegenteil passiert in der Realität.
Wie gesagt: Voortrekker hatte noch gute 10-15 Jahre.

Grüsse
Seyko
zuletzt bearbeitet 04. Juli 2019
16,9k Beiträge · seit 201204. Juli 2019 · #23
Heute auch in der AZ:

Elefanten-Abschuss verteidigt https://www.az.com.na/nachrichten/elefanten-abschuss-verteidigt2019-07-03/

Das Ministerium für Umwelt und Tourismus hat gestern in einer schriftlichen Erklärung den umstrittenen Abschuss des Elefantenbullen „Voortrekker“ in der gerechtfertigt und gleichzeitig sämtliche kritischen Berichte zu diesem Thema als „ungenau, falsch und blödsinnig“ beschrieben...

LG
Logi
785 Beiträge · seit 200804. Juli 2019 · #24
Hi Seyko,

Es ist doch nicht so, daß das MET machen kann was es will und der Rest der Welt schaut einfach zu.

Für jedes Tier und auch für Teile davon, die auf dem Anhang des Artenschutzabkommen stehen,(hierzu gehört auch der Elefant) benötigt man für den Ex- und Import eine Cites Genehmigung.

Cites ist eine Unabhängige Organisation die bestimmte Quoten für bestimmte Tiere an bestimmte Länder vergibt.

Diese Quoten beruhen auf möglichst unabhängigen Daten über die Population einer bestimmten Art in einem bestimmten Gebiet.

Sollte Cites also Bedenken haben, dass eine Art irgendwo In Bedrängnis kommt, so wird mit Sicherheit keine Lizenz für die Import erteilt und ohne diese Lizenz sind Trophäen praktisch wertlos!

Vielleicht bin ich da zu blauäugig, aber irgendwie macht mir dieses System schon auch Sinn und ich habe da auch Vertrauen darin.

Habe mir gerade auch nochmal den Spendenaufruf durchgelesen,..., hm,..wie sage ich es am Besten..., habe aber irgendwie das Gefühl daß hier jemand eine dicke Scheibe von eventuellen Spendegelder abhaben will und die Gunst der Stunde nutzen möchte...! ( dies ist meine persönliche Meinung, ich kenne diesen Menschen nicht und es ist vielleicht falsch dann darüber zu urteilen)


Gruß Markus
192 Beiträge · seit 200804. Juli 2019 · #25
Morgen!

CITES... und alle halten sich daran, vorneweg die Chinesen 😗

Übrigens, dass es sich bei dem Spendenaufruf nur um Nepp handelt, halte ich für nicht sehr wahrscheinlich:
https://en.wikipedia.org/wiki/John_Grobler
https://www.journalismfund.eu/journalists/john-grobler
"Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit - aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." (Einstein)
33,1k Beiträge · seit 200604. Juli 2019 · #26
Hi zusammen,

ich muss nun nochmal fragen worüber sich die Naturschützer konkret aufregen:
1) Das ein Elefant geschossen wurde.
2) Das ein Elefant durch einen Trophäenjäger erlegt wurde.
3) Das unter einem möglicherweise falschen Vorwand des Promblemtiers ein Elefant geschossen wurde; durchaus gut möglich (wobei es eh Quoten für die Trophäenjagd dort oben gibt, also hätte man gar keinen Grund erfinden müssen), aber konkrete Beweise gab es bisher dazu soweit ich weiß bisher nicht.

Ich denke man muss da klar differenzieren. Vieles, vor allem von (sogenannten) Naturschützern, ist nämlich fast ausschließlich emotional und deutlich weiter von rational entfernt als die - zugegebenermaßen in Passagen etwas ungünstige - Stellungnahme des MET. So hart es klingen mag: Es geht um einen Elefanten von 250.000 im südlichen Afrika, einen von ca. 20.000 in Namibia, einen von knapp 2000 in den Regionen Kunene/Erongo/Umgebung. Und es ist dabei sch***egal ob irgendjemand diesem Elefanten aus welchen Gründen auch immer einen Namen gegeben hat oder nicht. "Wüstenelefanten" wurden auch in der Vergangenheit als Trophäen- und/oder Problemtiere erlegt. In ersterem Fall traditionell die ältesten/größten Tiere, im zweiten Fall die Tiere, die konkret Probleme machen. Irgendwie dreht sich die ganze Diskussion hier und in den Sozialen Medien nur um den "armen Elefanten" oder maximal noch um den "schlimmen Staat". Ganz klar, und das ist Policy eines jeden Staates, steht der Schutz des Menschen aber vor dem eines (Problem)tieres, egal ob ein Löwe oder Elefant in Afrika, ein Braunbär oder Wolf in Europa oder ein Tiger in Indien. Hat schon mal jemand (außer scheinbar das MET) die betroffenen Gemeinschaften befragt? Dazu bedarf es auch keiner Spendenaktion. Jeder kann nach Omatjete fahren und sich über die Situation vor Ort erkundigen.

Und nein, ich erwarte keine Stellungnahme zu meiner Stellungnahme 🙂

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 04. Juli 2019
16,9k Beiträge · seit 201204. Juli 2019 · #27
Mich interessiert, wie das funktioniert:

Also, wir haben hier ein Problemtier das gegen gutes Geld vor Jahren bereits zum Abschuß freigegeben wurde.

Dann wurde der Betrag aufgebracht, die Abschuß-Lizenz aufgekauft und das Tier wurde nicht abgeschossen.

Jahre später wird das selbe Tier wieder gegen eine hohe Summe als Trophäentier freigegeben.

Was war denn in der Zwischenzeit? In den ganzen Jahren dazwischen war das betreffende Tier kein Problemtier mehr? Und dann plötzlich doch wieder?

Entweder ist es ein "Problemtier" das großen Schaden angerichtet hat, oder eben nicht.

LG
Logi
Gast04. Juli 2019 · #28
Das verlinkte MET-Statement ist mE/für mich nicht grundsätzlich aufregend. Eine Behörde erklärt die Zuständigkeiten und ihre Souveränität in dieser Sache, die Umstände des Vorfalls und verbittet sich, dass Leute im Ausland (die von der Problematik i.A. und aktuellen Problem im Besonderen nicht betroffen sind) vorgeben, das alles besser zu wissen und zu können und keinen konstruktiven Beitrag liefern. Ein ganz normaler Vorgang.
Die Behörde stellt die Umstände so dar, dass die Entscheidung zum Abschuss (als Trophäe) richtig und gerechtfertigt war oder erscheinen muss. Das kann man jetzt glauben oder auch nicht. Ich, als zwar interessierter aber uninformierter Laie, könnte mich weder so oder so entscheiden, dazu weiß ich zu wenig darüber. Ich kann die konträren Meinungen nur zur Kenntnis nehmen und abwarten, was kompetente Leute, die die Verhältnisse vor Ort und zur aktuellen Zeit kennen, dazu öffentlich äußern werden. Es gibt solche Informationen
https://africasustainableconservation.com/2019/06/30/namibia-tourist-drones-and-feeding-oranges-to-elephants-may-be-causing-conflict-with-communities/
aber auch andere.
Wobei man selten weiß, was Sachinformation aus erster Hand ist oder was Meinung oder Hörensagen. Der Grobler wäre mE kompetent und seriös, ist aber leider lt. weiter oben gerade ein Sozialfall, so dass diese Quelle wohl leider ausfallen wird. Wenn also irgendwer ECHTE und KONKRETE Informationen hat, möge sie/er das bitte hier beitragen, es wäre ein echte Beitrag zu seriöser Meinungsbildung.
Informationen zum Verhalten von Elefanten i. A. sind zwar immer interessant, aber im konkreten Fall nicht weiterführend. Außer vielleicht der Umstand, dass potenziell gefährliche Großtiere durch Gewöhnung an Menschen (Touristen) noch gefährlicher werden können, vor allem in Ernährungsnotlagen.
Werner
Ich schreibe das jetzt auch deswegen, weil manche Afrikavirusbefallene so tun, als wäre Afrika ihr ganz persönlicher Freizeitpark, den die Afrikaner gefälligst nach ihren Vorgaben zu organisieren hätten. Leute, dort leben Menschen, die ganz andere Sorgen haben!! Mich interessiert der Tourismus, also interessiert mich auch das hier als Phänomen, aber es ärgert mich auch manchmal, so wie eben jetzt.
u.a. auch wegen die Verwendung des Begriffes MORD in diesem Zusammenhang. Das Einzige was die Tötung eines Wildtieres mit Mord gemeinsam hat, ist der Vorsatz, ansonsten ist diese Wortwahl einfach nur XXXXXXX
zuletzt bearbeitet 04. Juli 2019
33,1k Beiträge · seit 200604. Juli 2019 · #29
Hi Logi,
Mich interessiert, wie das funktioniert:
es gibt mehrer Möglichkeiten:
1) Problemtier - wird zum Abschuss freigegeben; dieser geschieht durch das MET und das Fleisch geht an die betroffenen Gemeinschaften
2) Trophäentier - Lizenz zum Abschuss durch einen Trophäenjäger
3) Kombiniert - Fall 1, nur das ein Trophäenjäger die Arbeit des MET übernimmt und dafür zzgl. zum Fleisch noch Geld an die betroffenen Gemeinschaft und das MET fließt.

Die Abschusslizenz vor Jahren war, zumindest geben das die Infos soweit her, eine nach Fall (2), die neue nach Fall (1).

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 04. Juli 2019
2'530 Beiträge · seit 201104. Juli 2019 · #30
travelNAMIBIA schrieb:Und nein, ich erwarte keine Stellungnahme zu meiner Stellungnahme 🙂
Weil sie eigentlich auch nichts aussagt und mal wieder nur pro Staat ist, wie zB pro AN etc. Man darf ja nicht negativ auffallen. 😗
Ich bin nicht gegen Abschuß, aber diese Sache stinkt, das kann man zehn Meilen gegen den Wind riechen.

Außerdem ist es ein großer Unterschied einen aus 2000 zu schießen oder einen aus 250000. Alleine das schon in einem Satz zu erwähnen ist schon überheblich.

Ansonsten halte ich mich weiter aus dieser Diskussion raus. 😛
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
33,1k Beiträge · seit 200604. Juli 2019 · #31
OFF TOPIC
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Weil sie eigentlich auch nichts aussagt und mal wieder nur pro Staat ist, wie zB pro AN etc. Man darf ja nicht negativ auffallen. 😗Ich bin nicht gegen Abschuß, aber diese Sache stinkt, das kann man zehn Meilen gegen den Wind riechen.
das ist genauso (k)ein Argument wie das was die Naturschützer von sich geben. Nämlich gar keins! Da helfen auch Deine wiederholten persönlichen Angriffe gegen meinen Lebensstil nicht. Lass doch einfach mal die Emotionen außen vor und betrachte nüchtern die vorliegenden Fakten. Hast Du Beweise, dass der Staat was falsch gemacht hat? Ansonsten gilt auch für den - wie für uns alle - das Unschuldsprinzip.

Christian
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zuletzt bearbeitet 04. Juli 2019
2'530 Beiträge · seit 201104. Juli 2019 · #32
travelNAMIBIA schrieb:Da helfen auch Deine wiederholten persönlichen Angriffe gegen meinen Lebensstil nicht.
Hat rein garnichts mit Deiner Persöhnlichkeit oder Deinem Lebenstil zu tun. Man kann aber nicht ständig die verteidigen die eigentlich am meisten Mist bauen. Irgendwann muß doch mal der Groschen fallen.

Ich sage auch nicht das MET immer falsch ist, trotzdem kann man sie nur verteidigen wenn der Sachverhalt 100% geklärt ist.
Und wenn man nichts konkretes zum Sachverhalt beitragen kann dann läßt man es lieber.

Aber, man kann auch einfach nur 'etwas' schreiben. 😉
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zuletzt bearbeitet 04. Juli 2019
16 Beiträge · seit 201704. Juli 2019 · #33
Ich denke, in einer Welt, wo Menschen zunehmend in ihrer Bubble leben, Fakten immer weniger Bedeutung zugemessen wird bzw. diese zugunsten von Ideologien ignoriert bzw. instrumentalisiert werden, wäre mir hier wohler, von Quellen zu hören, die die Aussagen des MET wirklich überprüft haben. Die Suche nach der Wahrheit eben... Auch im seriösen Journalismus verlässt man sich ja nicht umsonst nur auf eine einzige Quelle. Gab es dazu etwas? Ich habe das Thema nicht intensiv verfolgt, aber bei mir kommt es mit "Geschmäckle" an (ein für die dortige Population wichtiges Tier und zudem als Trophäe sehr wertvoll, soll plötzlich zum Problemtier geworden sein und wurde zum Abschuss freigegeben). Es war halt nicht nur irgendein Elephant. Insofern würde ich persönlich hier einfach gerne mehr wissen als einfach nur zu glauben. Es mag ja stimmen, was es hierzu von offizieller Seite verlautbart wird, aber vielleicht auch nicht.
Der dahinterstehende Mensch-Tier-Konflikt ist ein komplexes Thema. Aber am Ende sind wir es, die die Natur zerstören und natürlich vor allem wir in den reichen Industrieländern ... Und hier wurde wohl die Population der Wüstenelefanten geschwächt. Grund genug, nachzufragen warum und die Antworten darauf zu hinterfragen.
16,9k Beiträge · seit 201205. Juli 2019 · #34
Und wie es der Zufall will, gibt es heute diese Nachricht:

Mehr Elefanten denn je: Tausende Vorfälle mit Problemtieren im vergangenen Jahr
https://www.az.com.na/nachrichten/mehr-elefanten-denn-je-2019-07-04/

Elefanten in Namibia sind laut dem Umweltministerium alles andere als vom Aussterben bedroht. Die Anzahl der Tiere hat sich seit der Unabhängigkeit mehr als verdreifacht und hat den höchsten Stand in 100 Jahren erreicht. Allerdings hat sich dadurch der Mensch-Tier-Konflikt deutlich zugespitzt....

LG
Logi
33,1k Beiträge · seit 200605. Juli 2019 · #35
Hi Logi,
Und wie es der Zufall will, gibt es heute diese Nachricht:
eher kein Zufall, denn der Inhalt stand ja so auch in der Presseerklärung des MET auf den hinteren Seiten.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'530 Beiträge · seit 201105. Juli 2019 · #36
Nur das MET nicht zwischen Wüste und Zambezi und anderen Regionen differenziert. Für die sind alle Elefanten gleich, genau wie für manche hier auch.
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572 Beiträge · seit 201305. Juli 2019 · #37
Ja, wie isses denn nun? Gibt es eine seriöse Quelle, die die Wüstenelefeanten für eine andere Art hält? Irgendwie hört man das mal so und mal so...

LG Marcus
16,9k Beiträge · seit 201205. Juli 2019 · #38
Maecs schrieb:Ja, wie isses denn nun? Gibt es eine seriöse Quelle, die die Wüstenelefeanten für eine andere Art hält? Irgendwie hört man das mal so und mal so...
Du willst doch wohl nicht behaupten, dass die Regierung von Namibia keine seriöse Quelle ist?! 🤩

Da bin ich jetzt aber total entsetzt... 🙄

LG
Logi
572 Beiträge · seit 201305. Juli 2019 · #39
Logi schrieb:
Maecs schrieb:Ja, wie isses denn nun? Gibt es eine seriöse Quelle, die die Wüstenelefeanten für eine andere Art hält? Irgendwie hört man das mal so und mal so...
Du willst doch wohl nicht behaupten, dass die Regierung von Namibia keine seriöse Quelle ist?! 🤩

Da bin ich jetzt aber total entsetzt... 🙄

LG
Logi
Ach, ist die viel anders als andere Regierungen? 😮
873 Beiträge · seit 201605. Juli 2019 · #40
Maecs schrieb:Ja, wie isses denn nun? Gibt es eine seriöse Quelle, die die Wüstenelefanten für eine andere Art hält? Irgendwie hört man das mal so und mal so...
LG Marcus
Nein. Nach biologischer Definition und genetischen Untersuchungen sind die 'Wüstenelefanten' keine eigene Art, sondern nur eine in einer für den Afrikanischen Elefanten unüblichen Umgebung lebender Bestand (gibt es wohl so nur in Mali und Namibia). Die englische Bezeichnung "desert adapted elephant" (in etwa: wüstenangepasster Elefant) trifft es wohl besser. Die im Namib/Kaokofeld/Damaraland lebenden Elefanten weisen aber anscheinend / angeblich teilweise besondere Verhaltensausprägungen auf, mit denen ein Leben in ihrer Umgebung erleichter / ermöglicht wird (Ertragen besonders langer Durstphasen, bergsteigerische Fähigkeiten auf Geröll, schonenderer Umgang mit Bäumen / Büschen, so dass diese nachwachsen können etc.).
Es erscheint aber denkbar, dass man beispielsweise einen jungen Elefanten aus dem (eher elefantentypischen) Okavangodelta ins Damaraland umsiedelt und wenn es gelingt, dass er sich dort einer bestehenden Herde anschließt, sein Verhalten lernt bzw. adaptiert, und man würde ihn nach ein paar Jahren nicht mehr von den 'Wüstenelefanten' unterscheiden können.
Christoph

Das 'Besondere' ist vor allem - wie bei den Wüstenpferden bei Garub, den Affen in Gibraltar, den Keas in Neuseeland etc. - dass sie etwas Besonderes/Seltenes/Unübliches sind und durch die 'Geschichte drumherum' einen zusätzlichen touristischen Mehrwert generieren.
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zuletzt bearbeitet 05. Juli 2019