Routenplanung - das erste Mal in Namibia

14 Antworten · 3'069 Aufrufe · gestartet 10. Juni 2019 von Katrin B
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Themenstarter15 Beiträge · seit 201910. Juni 2019 · #1
Liebe Forumsmitglieder,

ich hätte gehofft, dass der eine oder andere einen Blick auf unsere intendierte Selbstfahrerroute werfen könnte, und eine Empfehlung bzw. Verbesserung aussprechen könnte. Wir sind uns nicht sicher, ob alle Distanzen so schaffbar sind. Wenn euch etwas zu den campsites einfällt, die wir ausgewählt haben, würden wir uns natürlich auch freuen 🙂

1. Tag: Windhoek - Okaukuejo Campsite - 424 km, 4:30 h
2. Tag: Okaukuejo Campsite (Etosha)
3. Tag: Okaukuejo Campsite - Elephant Song Camp (Nähe Sesfontein) - 352 km, 8:30 h
4. Tag: Elephant Song Camp (Kaokeveld)
5. Tag: Elephant Song Camp - Hoada Campsite - 165 km, 3:30 h
6. Tag: Hoada Campsite - Brandberg White Lady Lodge (campsite) - 200 km, 5:30 h
7. Tag: Brandberg White Lady Lodge - Swakopmund (über Cape Cross) - 286 km, 5 h
8. Tag: Swakopmund
9. Tag: Swakopmund - Tsauchab River Camp (mit Besuch von Sossuvlei und Dead Vlei) - 547 km, 7:30 h
10. Tag: Tsauchab River Camp - Kalahari Game Lodge (campsite) - 593 km, 7:30 h
11. Tag: Kalahari Game Lodge
12. Tag: Kalahari Game Lodge - Bagatelle Kalahari Game Ranch (campsite) - 298 km, 4 h
13. Tag: Bagatelle Kalahari Game Ranch
14. Tag: Bagatelle Kalahari Game Ranch - Windhoek - 261 km, 3 h
15. Tag: Windhoek

Am meisten gibt mir die Strecke von Tag 10 zu denken. Ich würde sie gerne in der Mitte teilen und einen Zwischenstopp einlegen, aber bin mir nicht sicher wo...

Danke schon im Voraus !

Liebe Grüße
Katrin
873 Beiträge · seit 201610. Juni 2019 · #2
Hallo Katrin,
willkommen im Forum.
Grundsätzlich: Ihr werdet seehr viel fahren. Warum muss es denn in 14 Tagen von Etosha bis zur Kalahari Game Lodge alles sein ? Ein Reifenschaden, ein Tag Durchfall, Probleme bei der Autoübergabe, Einkaufen, Tanken ... ihr braucht unbedingt Zeitpuffer.

Einzelprobleme
(1) Nur ein Tag Etosha ist völlig unterdimensioniert. Ihr habt aber weder am Ankunftstag, noch am Abfahrtag Zeit für wenigstens einen kleinen zusätzlichen Game Drive.
(2) Okaukuejo - Elephant Song ist ein stressiger Riesenritt. Durch den Etosha fahren wird nichts werden, da fährt man viiiel langsamer und außen südlich rum ist sehr schade.
(3) Ein Tag Swakopmund ist wenig.
(4) Auch Tag 9 funktioniert so nicht. Wenn ihr von Swakopmund kommt, wird am gleichen Tag Sossuvlei / Dead Vlei unmöglich. Und auch am nächsten Morgen geht das auch nicht, weil ihr gleich an diesem Tag die Riesentour zur Kalahari Game Lodge fahren wollt.
(5) Insgesamt 4 Tag Kalahari bei 14 Tagen Urlaub ist zu viel.
(5) Und nur noch mal zur Erinnerung. Unbedingt am ersten Tag in Windhoek übernachten, auf keinen Fall gleich nach Okaukuejo hochfahren. Warum wird hier noch einmal gut erklärt:
https://namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html
Ich hoffe also sehr, ihr habt noch einen Tag Null.

Was also tun? Den o.g. Thread zu den Ersttätertouren lesen und die Strecke abspecken, indem ihr ein komplettes Teilgebiet weglasst (Etosha, Kakaofeld oder Kalahari).

Sorry, wenn das etwas ernüchternd klingt, aber ihr braucht dringend noch eine zweiten 14-Tage-Urlaub, damit das Ganze ein positives Erlebnis wird.

Was für sinnvolle Ratschläge fehlt ist zudem: Seid ihr erfahren Schotterpistenfahrer, erfahrene Dachzeltauf- und -abbauer, erfahrene Camping-Kocher /-Griller? Wollt ihr im namibischen Sommer oder Winter fahren (Tageslänge!) Das beeinflusst alles die Tagesplanung. Fahrt ihr beide gleich gern?
Trotzdem viel Spaß beim weiteren Planen.
Christoph
NAM 09/2017 mit Galerie NAM 07/2019 mit Galerie NAM 08/2021 mit Galerie Südafrika 08/2023 mit Galerie NAM 08/2025 mit Galerie
zuletzt bearbeitet 10. Juni 2019
1'816 Beiträge · seit 200810. Juni 2019 · #3
Hallo Katrin, erstmal herzlich willkommen im Forum. 🙂 🙂

Also................................ da gibt es jede Menge Anmerkungen, vorab mal diese:

https://namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html

Daran würde ich mich orientieren.

Der erste Tag ist auch bei einem Flug mit SWA meiner Meinung nach nicht machbar. Über die Gefahren weiter Strecken nach einem Nachtflug gibt es hier jede Menge Threads. Aber: ihr müsst ja auch erst das Auto übernehmen, das dauert bei einem Camper o 2 Stunden (wird hier immer gesagt, campe nicht selber) und dann einkaufen. Bei eurer Planung gibt es mehr oder minder eine Woche nachher in Swakop wieder vernünftige Einkaufsmöglicheiten. Also kommt ihr erst am frühen Nachmittag los und dann nach all der Aufregung noch 400 km fahren ? 🤢

Zu den Tagen im Kaokofeld kann ních nix sagen, wohl aber zu Tag neun: von Swakop bis Sesriem Parkeingang musst du ohne große Stops 6 Stunden rechnen, Dann noch zu den Dünen ????

Tag 10: Hast du dich an googlemaps orientiert? Das ist für Afrika oder Namibia zumindest die komplett falsche Wahl. Wenn du in Namibia auf Gravel 60 km/h schaffst, brauchst du gute Nerven, gute Pads (!) und Glück. Anhalten ist gar nicht mehr drin. Also: ich bin auch schon mal 400 km am Stück gefahren (letztes Jahr auch 550, aber alles Teer), aber fast 600 km auschliesslich Gravel ist m.E. unverantwortlich.
Ich verstehe diese zwei Abstecher Richtung Kaoko und KTP (?) auch nicht wirklich. Lass die weg, und mach die Ersttäterroute so oder ähnlich, wie sie Christian vorgeschlagen hat.

justmy2cents

Gruß Boris
1'816 Beiträge · seit 200810. Juni 2019 · #4
ups, zu spät 😉 😛 😮 😐
1'794 Beiträge · seit 201310. Juni 2019 · #5
Hallo Katrin, viel zu stressig, lasst es... 🙁 !
Da ich die Tour für völlig überfüllt halte, gebe ich auch ungern Ratschläge dazu... 😗 !
Wie schon gesagt wurde, machen die beiden Schlenker vom Erlebniswert gar keinen Sinn 😮 !

Nehmt euch doch bitte Zeit und genießt dann einige Highlights in Ruhe und mit Genuss...Etosha/Damaraland/Erongo/Dünen... 🙂 !

LG NOGRILA
zuletzt bearbeitet 10. Juni 2019
1'079 Beiträge · seit 201610. Juni 2019 · #6
Hallo Katrin!
Vorab, es ist immer schön, wenn (pardon) Neulinge konkret fragen, ob die geplante Tour machbar ist. Mir fehlt ein ganz entscheidender Punkt. WANN möchtest du die Reise absolvieren, denn - denke daran - im Namischen Winter (Mai - September ca.) ist die länge des Tagesichtes eher kurz.
Wenn du diese Reise im Namischen Winter antrittst, schmeiss den ganzen Verlauf. Die Etappen sind viel zu lange, du fährst generell fast immer auf Schotterstrasse. Rechne mit einem Schnitt (incl. Fotostopps, Pinkelpausen etc) ca 50 Km/h. Mehr ist unrealistisch (unvernünftig) . Das was du für 2 Wochen geplant hast, haben wir auf 2x jeweils 2 Wochen aufgeteilt. Mehr ist Stress und du kannst die Eindrücke gar nicht verarbeiten.
Und ganz wichtig !!!!!! Ich weis nicht, wann (Uhrzeit) du in Windhouk ankommst, mache NICHT den Fehler, gleich am ersten Tag eine wahnsinns Etappe zu fahren. Das kann nur schief gehen. Glaub es mir.
LG 🙂
Ernst
76 Beiträge · seit 201610. Juni 2019 · #7
Hallo Katrin,

Willkommen!

Ehrlich gesagt müsst Ihr die Route unbedingt noch mal überarbeiten.

Tag 1: Wenn Ihr morgens in Windhoek ankommt, schafft Ihr es keinesfalls bis Okaukuejo (oder habt Ihr schon eine Nacht Windhoek vorneweg?) Auto abholen, Einweisung, was einkaufen, nicht ausgeschlafen.... Und Ihr dürft nicht vergessen, dass die Gates im Park pünktlich schließen!! Im Winter eher als im Sommer!!

Tag 3: Wir haben in umgekehrter Richtung von Kamanjab durch den westlichen Teil von Etosha bis Okaukuejo bis zum späten Nachmittag gebraucht, dafür Zeit gehabt, an jedem Wasserloch anzuhalten und in Olifantrus Mittagspause zu machen. Weiter würde ich nicht fahren. Ich würde nicht durchjagen wollen. Und südlich außerhalb des Parks zu fahren, wäre mir zu schade. Innerhalb ist es doch viel schöner! Ich würde bei den wenigen Tagen Sesfontein weglassen. Lieber mehr Etosha.

Tag 9: Allein vom NP-Gate hinter zum Deadvlei ist es noch eine Stunde Fahrt. Und dort kann man sich locker 2-3 h aufhalten (Wanderungs in s Deadvlei, auf die Dünen hoch, zum Schluss Dune 45...). Ich fände es mehr als schade, da so durchzurauschen. Ich würde da auf jeden Fall einen Tag länger einplanen.

Tag 10: Warum wollt Ihr quer durch Namibia an einem Tag? Bei 15 Tagen Urlaub solltet Ihr das einfach weglassen. Das macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Und die gewonnenen Tage braucht Ihr sowieso schon (siehe oben).

WENIGER IST MEHR!

Gutes Planen!
Uli
7 x Südafrika, 4 x Namibia. 2 x Botswana sowie USA, Kanada, Brasilien, Island...
Themenstarter15 Beiträge · seit 201917. Juni 2019 · #8
Hallo!

Vielen Dank für die vielen Kommentare und Anregungen. Wir haben unsere Route dementsprechend überarbeitet.

Liebe Grüße
Katrin
2'530 Beiträge · seit 201118. Juni 2019 · #9
Elephant Song wird nicht mehr betrieben und ist zerfallen. Lohnt sich nur für einen privaten Snack Stop. Ich rate ab dort alleine zu übernachten. Fahrt lieber etwas den Hoanib nach Westen oder etwas in den Ganamub.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 18. Juni 2019
1'166 Beiträge · seit 200819. Juni 2019 · #10
Hallo Katrin,

ihr nehmt euch zu viel vor für 14 Tage. Da muss etwas raus, damit es rund wird. Die namibische Kalahari ohne die Fahrt in den KTP würde für mich rausfallen. Sesriem/Sossuvlei kommt viel zu kurz.

So würde ich es angehen:

1. Tag: Windhoek - Okaukuejo Campsite
2. Tag: Okaukuejo Campsite (Etosha)
3. Tag: Olifantrus
4. Tag: Palmwag
5. Tag: Plamwag Crowthers Trail
6. Tag: Elephant Song (war übrigens im April geöffnet)
7. Tag: Palmwag
8. Tag: Brandberg (Besuch von Twyfelfontein)
9. Tag: Spitzkoppe (Am Morgen Wanderung White Lady, am Nachmittag Bushmen's paradise)
10. Tag: Swakopmund
11. Tag: Swakopmund (Sandwich Harbour Tour würde ich empfehlen)
12. Tag: Miarbib (Fahrt über Mondlandschaft, Blutkuppe, Hotsas und Ganab)
13. Tag: Sesriem
14. Tag: Sesriem
15. Tag: Windhoek (über Spreethoogte Pass)

Wenn ihr abends fliegt, könnt ihr auch von von Sesriem nach Windhoek fahren. So hättet ihr einen Tag mehr.

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 05. Okt. 2019
82 Beiträge · seit 201919. Juni 2019 · #11
@ elephant song camp:
haben dort im Mai übernachtet und es war recht schön. Nicht außergewöhnlich, aber ganz in Ordnung. Es ist halt wie ein Bushcamp.
LG M
2'530 Beiträge · seit 201119. Juni 2019 · #12
Ist aber zu nah an Sesfontein und anderen Settlements. Ich rate davon dringend ab, außer es ist eine größere Gruppe.

Das Camp wird immer mal wieder versucht am Leben zu erhalten und doch ist es in einem sehr schlechtem Zustand.
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
zuletzt bearbeitet 19. Juni 2019
Themenstarter15 Beiträge · seit 201923. Juni 2019 · #13
Hallo,

Also Danke noch Mal für den Routenvorschlag, Axel, und für das Feedback bzgl Elephant Song Camp.

Ich habe das Ganamub Mountain Camp angeschrieben, aber keine Rückmeldung erhalten. Wisst ihr zufällig, ob man das Camp einfach ohne Vorreservierung ansteuern kann? Wir wollen unter anderem ins Kaokeveld, weil wir ein Himbadorf sehen wollen, und natürlich Wüstenelefanten. Kennt ihr ein Camp, welches es sich lohnt anzusteuern und wo solche Aktivitäten sich organisieren lassen?

Außerdem hatte ich eine Frage bzgl Fleischausfuhr bei Palmwag. Aufgrund der Tatsache, dass wir Etosha nur von 30.10.-1.11. Buchen könnten (sonst war alles ausgebucht) müssen wir die Route mit Etosha beginnen, also eigentlich die entgegen gesetzte Richtung, die normalerweise vorgeschlagen wird. Unsere beste Möglichkeit Fleisch zu kaufen, ist in Windhoek und wollten eigentlich für 5-6 Tage Fleischvorrat kaufen. Nun habe ich gelesen, dass man Fleisch nicht südlich des Zauns ausführen darf. Wir werden Etosha via Galton Gate verlassen und müssen dann auch noch Palmwag queren. Ist es möglich das Fleisch zu verstecken, so dass Kontrolleure es nicht finden? Wisst ihr wo sich Kontrollpunkte befinden? Ich will nur vermeiden, dass wir teuer einkaufen und uns dann alles abgenommen wird.

Liebe Grüße
Katrin
16,9k Beiträge · seit 201223. Juni 2019 · #14
Hallo Katrin,

Fleisch könnt Ihr sehr gut in Kamanjab, nach dem Galton Gate, einkaufen.

Ebenfalls betroffen am Vet Fence können, je nach aktueller Lage, Eier und weitere Produkte sein.

Wichtig: bei der Einfuhr in den Etosha kann nach Plastiktüten gefragt und gesucht werden - kann!

LG
Logi
1'166 Beiträge · seit 200823. Juni 2019 · #15
Das Ganmub Mountain Camp ist schon zeit Jahren geschlossen. Um den Ort herum gibt es hauptsächlich Ziegen.

In Palmwag könnt ihr mit Glück auf Elefanten treffen. Im Hoanib sind die Chancen besser. Anstelle von Elephant Song könntet ihr in der Nähe von Ampoort übernachten (nördlich des Hoanib). Dann habe ihr die Möglichkeit, am nächsten Tag noch einmal komplett durch den Hoanib zufahren.

Die wirklichen Wüstenelefanten soll es nur nördlich von Palmwag geben. Bei denen im Huab (bei Twyfelfontein) und beim Ugab (Brandberg) soll es sich um "entlaufene" Etosha-Elefanten handeln bzw. um Etoha-Elefanten mit großen Wanderrouten.

Wenn ihr am Huab eine geführte Tour mitmachen wollt, müsstet er wohl zwei Tage in der Gegend bleiben.

Viele Grüße
Axel
Solo die zweite 04/19 - Namibia-Teil Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Botswana / Kalahari/Nordwest Nam (April/Mai 2018) - Namibia Rastlos durchs Kaokoveld und Damaraland ... (2017) Stippvisite im Damaraland und Kaokoveld (2016)
zuletzt bearbeitet 23. Juni 2019