Die Eulenmuckels auf der Nordschleife

Reisebericht 365 Antworten · 72,5k Aufrufe · gestartet 03. Dez. 2018 von Eulenmuckel
547 Beiträge · seit 201404. Juli 2019 · #341
Eulenmuckel schrieb:
Fast noch störender als die Fliegen, die uns mittlerweile verlassen hatten, empfanden wir nun das laute Surren zweier Drohnen, die über uns kreisten. Eine deutsche Familie stand ebenfalls auf einer erhöhten Position und steuerte die beiden Kameras um den Hügel herum. Wir sind ein wenig hin- und hergerissen. Zugegebenermaßen sind die Aufnahmen aus einer solchen Perspektive oft eindrucksvoll, und es wäre ja schön, sich auch mal etwas weiterzuentwickeln und neue Blickwinkel zu erschließen, ABER … Und so kamen wir mal wieder zu dem Schluss, dass nicht um jeden Preis alles muss, was möglich ist.
Liebe Eulenmuckels

Das hättet ihr nicht treffender beschreiben können!

Nachdenkliche Grüsse
Stefanie
Aktueller Reisebericht: 8 Wochen Botswana, Namibia und KTP Reisebericht "Breakfast with Lions" - Kapstadt - KTP November 2018, Reisebericht Südafrika Nordosten 2017/18, Mehr Fotos auf unserer Facebook-Seite "We travel not to escape life, but for life not to escape us."
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200608. Juli 2019 · #343
Tag 37 – 19. August 2018 – Ein würdiger Abschluss

Mirabib – Blutkuppe

Der Morgen bei Mirabib war sehr entspannt. Wir schliefen aus und freuten uns über die angenehmen Temperaturen. Als Uwe kurz vor Sonnenaufgang den Schlafsack verließ, waren es gut 12 Grad. Bis die Sonne über den Berg war und auch unser Stellplatz beleuchtet und gewärmt wurde, dauerte es aber noch etwas. So lange tranken wir Kaffee und Tee und entdeckten die ersten Vögel.

Nonnenlerche
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Von den Südafrikanern auf dem Stellplatz nebenan bekamen wir kaum etwas mit. Allerdings musste das Auto heute Morgen aus einem für uns unerklärlichen Grund wiederholt gestartet und mehrfach umgeparkt werden. Auch als schon alles eingepackt und man im Begriff war loszufahren, lief der Diesel bestimmt zehn Minuten im Stand, bevor die Herrschaften endlich abfuhren. Irgendwo in Südafrika muss eine Regel existieren, die fordert, dass Motoren vor dem Aufbruch unbedingt warmlaufen müssen.
Wir ließen es langsam angehen, frühstückten gemütlich und packten anschließend unseren Kram zusammen. Dann brachen wir Richtung Norden auf.
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Entlang der Straße flogen ein paar Nonnenlerchen auf, und in weiter Entfernung grasten Springböcke und Oryx. Die C14 überquerten wir nur und fuhren weiter durch den Namib-Naukluft-Park. Die Pad war teilweise sehr ruppig mit tiefem Wellblech. Als wir anhielten, um einen Baum zu fotografieren, überholte uns ein großer Reisebus, der eine lange Staubwolke hinter sich herzog.
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Wir entdeckten mehrere Erdmännchen-Kolonien. Aber leider nahmen die Tiere sofort Reißaus, sobald wir anhielten.
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Doppelbandrennvogel
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Wir wählten nicht den kürzesten Weg zur Blutkuppe, sondern eine Route am Ostrand des Parks, die wir noch nie gefahren waren.
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Etwas später entdeckten wir knapp 10 Geier auf der Ebene, hielten an und stiegen aus. Aber als wir uns vorsichtig zu Fuß näherten, stiegen die großen Vögel nacheinander auf. Einer wurde von einem Schildraben attackiert, der es auf den Knochen im Schnabel des Geiers abgesehen hatte. Wir suchten mit dem Fernglas die Stelle ab, an der die Geier gesessen hatten, konnten aber keine Überreste eines Festmahls finden.

Ohrengeier
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Rüppelltrappe
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Beim Abstecher zu Gemsbok-Water machten wir Pause. An dieser Wasserstelle wird Grundwasser für die Tiere an die Oberfläche gepumpt und läuft aus einem großen Tank in ein Betonbecken. Auch hier standen ein paar Geier und viele Strauße. Unter einem Schattendach machten wir ein Picknick mit Salamibroten und Käse. Dabei sahen wir zu, wie sich die Strauße vorsichtig dem Wasser näherten, um auf halber Strecke wieder umzudrehen.
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Zumindest wir waren nun frisch gestärkt und fuhren an der östlichen Grenze des Parks entlang des Zauns die letzten Kilometer zur Blutkuppe.
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Zunächst schauten wir uns die Campsites auf der Südseite an, dann auf der Nordseite des Berges. Nirgendwo standen andere Camper. Wir entschieden uns wieder für den Stellplatz Nummer 10, wo wir auch vor zwei Jahren übernachtet hatten. Unmittelbar davor hatten wir uns in unserem zweiten Urlaub vor 13 Jahren mit einem Toyota Condor im Sand festgefahren und uns nur mit fremder Hilfe wieder befreien können. Diese Stelle ist für uns immer noch etwas Besonderes. Aus der brenzligen Situation gerettet hatten wir damals genau hier den Entschluss gefasst, die nächste Reise als Camper mit Allradfahrzeug, besserer Ausstattung und einem etwas größeren Wasservorrat zu unternehmen. Dass diese Entscheidung genau die richtige war, wird uns jedes Jahr wieder aufs Neue klar.
Wir parkten und spazierten ein wenig herum.

Bergstar
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Langschnabellerche?
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Nachdem keine anderen Autos vorbeikamen, duschten wir und bestiegen am späten Nachmittag die Blutkuppe.
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Der Hang war auf dieser Seite nur mäßig steil, und wir gelangten mit kleineren Verschnaufpausen zum höhlenartigen Überhang, von wo aus wir einen sensationellen Ausblick hatten. Im späten Licht erglühten die Felsen in einem warmen Orange, und die Pastelltöne in der Ebene wechselten ständig.
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Ruth packte der Ehrgeiz, und sie musste danach noch ein wenig höher krabbeln.
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Während der Aufstieg noch recht sportlich gelang, sah der Rückweg plötzlich viel steiler aus. Mehr auf dem Hintern rutschend als kletternd gelang es ihr aber dann doch, sowohl sich als auch die Kamera wieder heil ein Stockwerk tiefer in die Höhle zu schaffen.
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Nach Sonnenuntergang machten wir uns dann rasch wieder an den restlichen Abstieg. Zurück am Auto entzündete Uwe ein letztes Mal für diesen Urlaub ein Feuer, und Ruth legte das Fleisch ein und machte Rote-Beete-Salat. Die Folienkartoffeln kamen in die Glut, die wir mit dem letzten Holz und den Kohlen üppig befeuerten. Das Fleisch aus Swakopmund schmeckte sehr gut und war ein würdiger Abschluss für die vielen leckeren Grill-Abendessen der letzten Wochen.
Nach dem Spülen freuten wir uns über den Besuch eines Kapfuchses. Es ist uns bisher noch nie gelungen, ein solches Tier am Tag zu entdecken.
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Ruth spielte noch ein wenig mit der Taschenlampe herum.
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Wir saßen anschließend noch lange am Feuer. Die Glut wärmte uns, wir genossen die Ruhe und Einsamkeit und riefen uns die letzten fünf Wochen ins Gedächtnis. Unsere Freunde Karin und Peter sitzen bereits im Flugzeug nach Wien, und wir dürfen Namibia nochmal in vollen Zügen genießen. Wegen uns müsste die Reise noch nicht zu Ende sein.
Als der Vollmond von der einen Seite und die Nebelschwaden langsam von der anderen Seite über den Berg krochen, lagen wir aber schon längst träumend von neuen Afrika-Geschichten auf unserer Matratze.
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Kilometer: 129
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zuletzt bearbeitet 08. Juli 2019
886 Beiträge · seit 200708. Juli 2019 · #344
Hallo Eulenmuckels,

Ihr habt euch ja diesmal viel Zeit mit dem Bericht gelassen, seid ihr doch schon fast wieder in den Startlöchern. Eine schöne und runde Reise war das. Eure Fotos gefallen mir sowieso, aber diese Lichtmalerei von Ruth ist der Hammer. Ruth ich melde mich zum Workshop an, egal wo und wann er stattfindet, ich komme!

Danke für‘s mitreisen dürfen, einige Stationen haben wir in diesem Jahr ja auch noch auf dem Plan.

LG
Lisolu
548 Beiträge · seit 201609. Juli 2019 · #346
Eulenmuckel schrieb:
Ruth spielte noch ein wenig mit der Taschenlampe herum.
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Boah, wie toll ist das denn - wie lange hast du das geübt ? Ich kann vielleicht grade mal Spiralen malen oder vielleicht ein Wort schreiben, aber das ist ja echt der Hammer (möööh), echt klasse !!!!

Die Reise ist fast zu Ende, die nächste steht an - dazwischen war ja auch noch was, gell 😗
Ich habe hier gerne gelesen und mich an euren Erlebnissen und Bildern erfreut, vielen Dank fürs "mitnehmen" 🙂
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
zuletzt bearbeitet 11. Juli 2019
4'528 Beiträge · seit 200710. Juli 2019 · #347
Huhu,

na das Bild von Euch im Dachzelt mit dem Sternenhimmel finde ich besonders cool.
Gott sei Dank könnt Ihr solch eFotos ja sehr, sehr bald wieder machen 😎

Mirabib sieht schon sehr schön aus. Mal sehen, ob wir doch noch einmal zu einer Dachcampertour aufbrechen. Lust haben wir inzwischen dazu.

Liebe Grüße
Carsten
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. Juli 2019 · #348
@Lisolu: Also der nächste Lightpainting-Workshop startet in einer Woche im KTP. 😉

@Bele: Du hast völlig Recht. Es ist einfach total unwahrscheinlich, dass eine Löwenmutter vier gesunde Junge durchbringt.

@Elke: Ich glaube, Ruth hat für diese Lichtmalerei Talent. Aber ein paar Versuche sind schon immer nötig.

@Carsten: Ich denke schon, dass ihr nochmal zum Bushcamper greift. Man kann sich einfach nicht dagegen wehren. 😉

Liebe Grüße
Uwe
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. Juli 2019 · #349
Tag 38 – 20. August 2018 – Zurück in Windhoek

Blutkuppe – Casa Piccolo, Windhoek

Heute hatten wir genügend Zeit und schliefen wieder aus. Als Uwe aus dem Camper steigen wollte, kehrte er sofort wieder um und legte sich nochmal hin. Es war nämlich total neblig, fisselig und ungemütlich.
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Die Spitze der Blutkuppe war nicht mehr zu sehen, und alles war klamm. Der Fotoapparat, der den nächtlichen Sternenhimmel aufgezeichnet hatte, triefte.
Etwas später, nachdem wir nochmal ein wenig geschlafen hatten, war es zwar heller, aber immer noch nicht trockener geworden.
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Wir frühstückten dennoch und spürten den feinen Niederschlag im Gesicht. Die Toktokies hätten ihre wahre Freude gehabt. Wir hingegen tranken den letzten Kaffee, brauchten Müsli, Obst, Joghurt und Milch auf und packten zusammen. Eine ganze Horde Bergstare und ein paar Bülbüls leisteten uns Gesellschaft. Sie hatten ihr Federkleid gegen die unfreundliche Witterung zu kleinen Bällchen aufgeplustert. Sonst waren wir an der Blutkuppe völlig alleine.
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Obwohl sich der graue Vorhang noch eine ganze Weile über den umliegenden Hügelketten hielt, war von den feinen Tröpfchen bald nichts mehr zu spüren. Nach und nach blitzte ein kleines Stückchen blauer Himmel durch die Wolkendecke, und wir kletterten noch ein wenig durch die felsige Landschaft.
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zum Vergleich 11 Jahre zuvor:
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Nachdem wir alles gespült, unsere Schlafsäcke bereits aus dem Bett genommen und unseren Müll in die bereit stehenden Tonnen entsorgt hatten, war es Zeit zum Aufbruch. Da es schon nach elf Uhr war, machten wir keinen Umweg mehr über Tinkas und liefen auch keinen Nature Walk, sondern fuhren auf kürzestem Weg zur C28 und dann nach Osten Richtung Windhoek.

Laut rufende Rüppelltrappen
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Die Strecke ist landschaftlich sehr schön. Ruth fuhr auch ein Stück. Durch das Khomas Hochland wurde es ziemlich steil.
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Am Ghaub Pass hielten wir an einem steilen Stück kurz an und schafften es anschließend nicht mehr anzufahren. Also musste hier ein letztes Mal die Untersetzung eingeschaltet werden, und wir krochen im Schneckentempo in die Höhe. Oben hielten wir kurz an dem kleinen Rastplatz und vertraten uns ein wenig die Füße.
Weiter ging es kurvig bergauf und bergab. Auch wenn wir diese Strecke bereits mehrfach in entgegengesetzter Richtung gefahren waren, zog sie sich gefühlt ewig in die Länge. Aber irgendwann verließen wir endgültig den Gravel und fuhren die letzten Kilometer auf Teer bis zur Hauptstadt.
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Bei Savanna holten wir unsere Reisetaschen und fuhren zur Pension. Während wir das Auto entluden, traf auch Claudia ein, und wir unterhielten uns ein wenig.
Einige Male liefen wir zwischen Zimmer und Wagen hin und her, bis wir alle Sachen geholt hatten. Das Zimmer sah entsprechend verwüstet aus.

vorher:
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Und nur einige Zeit später:
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Nach dem Packen der Ausrüstungskiste duschten wir und fuhren mit dem Taxi mal wieder zu Joe’s Beerhouse. Game-Filet und ein Brownie zum Nachtisch beendeten diesen Tag. Zurück im Zimmer packten wir noch zwei der drei Reisetaschen. Zurück im WLAN fieberte Ruth parallel mit dem BVB, der in einem DFB-Krimi in letzter Sekunde gegen Fürth gewann.

Kilometer: 244
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Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. Juli 2019 · #350
Tag 39 – 21. August 2018 – Heimreise

Im Gegensatz zu unserem ersten Morgen in Windhoek zu Beginn der Reise regnete es heute nicht. Es war angenehm warm. Wir packten unsere Sachen und frühstückten in Ruhe. Uwe bat einen jungen Mann, mit ihm die schwere Kiste zum Auto zu tragen. Zum Glück sind ja immer hilfsbereite Gäste da. Unser restliches Gepäck ließen wir in der Pension und fuhren wie immer zum Craft Center in die Innenstadt. Ohne Kaufdruck schlenderten wir an den Souvenirs vorbei und erstanden nur Kleinigkeiten. Nach dem obligatorischen Snack im Craft Cafe ging es wieder in die Pension, wo wir noch etwas im Garten saßen, bevor wir dann mit sämtlichem Gepäck zu Savanna fuhren.
Nach der Abgabe des Wagens unterhielten wir uns noch ein wenig mit Berti und Rene. Dann brachte uns ein Sammeltaxi mit Anhänger zum Flughafen. Mit an Bord waren noch andere Gäste, die ebenfalls zum Flughafen wollten, aber auch eine Familie, die nur bis zur Airport Lodge gebracht werden wollte. Dort bog unser Fahrer zuerst ab und wartete vor dem verschlossenen Tor der Lodge. Auf sein Klingeln wurde erst nach einigen Minuten reagiert und das Tor per Fernbedienung geöffnet. Am Hauptempfang der Lodge stieg die Familie aus, und man hätte meinen können, dass wir nun zum Flughafen hätten weiter fahren können. Aber nun musste unser Fahrer noch das Gepäck der Familie bis vor deren Chalet bringen. Der Kleinbus mit Anhänger fuhr also auf schmalster Schotterpiste die 100 Meter bis zur Unterkunft, wo es aber im Grunde keine Wendemöglichkeit gab. So ein Blödsinn! Warum können die Leute ihre zwei Koffer das letzte Stück nicht selbst tragen? Nun standen wir da, und unser Fahrer begann zu schwitzen. Nach dem Ausladen des Gepäcks rangierte er mit dem Anhänger einige Zeit hin und her. Dass der Weg abschüssig war und er mit schleifender Kupplung fuhr, machte die Angelegenheit nicht einfacher. Irgendwann schaffte er es doch, den Bus in Millimeterarbeit zu wenden und den Weg Richtung Ausfahrt einzuschlagen.
Selbstverständlich war das Tor der Lodge wieder verschlossen und wurde auch nicht geöffnet. Dass der Bus, der gerade ein paar Gäste gebracht hatte, das Gelände auch wieder verlassen wird, war wohl nicht vorherzusehen. Nun konnte unser Fahrer jedoch nicht einfach wieder auf die Klingel drücken, da sich diese ja außerhalb der Lodge befindet. Also kletterte er durch Dornengestrüpp über die Mauer, um wieder zu klingeln und um erneutes Öffnen des Tores zu bitten. Schließlich konnten wir immer noch kopfschüttelnd wieder auf die Hauptstraße zum Flughafen einbiegen.
Dieser Umweg hatte uns zwar Zeit gekostet, was aber nicht schlimm war, da der Check-In für Air Namibia noch nicht begonnen hatte. Bis dahin standen wir noch eine Stunde in der Flughafenhalle herum. Der Check-In verlief problemlos, das Handgepäck wurde kontrolliert, wir erhielten die Ausreisestempel und setzten uns in die Oshoto-Lounge. Am Flughafen gibt es neben der Wartehalle inzwischen auch eine weitere neue Lounge.
Als wir später im Dunkeln über das Flugfeld zur Maschine liefen, sagte Uwe: „Schau mal, die beiden da vorne sehen aus wie Guido und Ilona.“ Und tatsächlich waren da unsere Bekannten, die wir letztes Jahr im Etosha kennengelernt hatten.
Der Rückflug war leider nicht so komfortabel wie der Hinflug.
In Frankfurt wurden wir von Uwes Eltern abgeholt und nach Hause gebracht.


Hier endet der Reisebericht, und Schreiber sowie Leser denken: geschafft! So viel Zeit für den Bericht wie dieses Mal haben wir noch nie benötigt und können verstehen, wenn ihr manches Mal die Geduld mit uns verloren habt.

Das Fazit für diese Reise fällt wieder mal recht kurz aus. Simbabwe und Sambia haben uns ausgesprochen gut gefallen. Die vielen tollen Begegnungen mit den netten Menschen sind uns besonders im Gedächtnis. Es gab überraschend schöne Landschaften und spannende Tiere. Die Highlights waren für uns der Serval, das Bushbaby und einige neue Vogelarten.
Nette Menschen gab es nicht nur entlang des Weges, sondern auch als Begleitung. Karin und Peter sind gute Freunde und ganz tolle Reisepartner. Daher planen wir auch schon unsere nächste gemeinsame Tour durch das südliche Afrika. Denn an unserer Begeisterung hat sich auch nach 16 Reisen nichts geändert.

Wie immer gibt es zum Schluss einen kurzen Zeitraffer-Film mit den gesammelten Nachtaufnahmen des Sternenhimmels. Da man ja nie genug von dem eindrucksvollen Nachthimmel auf ein Foto bekommen kann, hatten wir dieses Mal ein neues Weitwinkel-Objektiv dabei – ein Fehlkauf, denn wir hatten den Fisheye-Effekt nicht bedacht. Daher zeigen viele Aufnahmen die typischen Biegungen. Beim nächsten Mal wird das wieder anders. Wie immer gilt: Warten, bis es dunkel ist, Ton an und in HD im Vollbild-Modus genießen.

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Liebe Grüße
die Eulenmuckels
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zuletzt bearbeitet 10. Juli 2019
2'511 Beiträge · seit 200910. Juli 2019 · #351
Uff, es ist vollbracht. 😊

Fast habe ich nicht mehr damit gerechnet, aber nun könnt ihr ja beruhigt in den Flieger steigen, um im trockenheitsgeplagten KTP vergeblich nach Katzen Ausschau zu halten und nachts steif zu frieren.
Aber nur drei Wochen später wird dann alles gut, und wir rocken das Kaokoveld. Und darauf freue ich mich unbändig.

Bis dahin: lekker Pad. 😎

Liebe Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
761 Beiträge · seit 201011. Juli 2019 · #352
Die Blutkuppe im Nebel erlebt man auch nicht alleTage, 😉

Das Abschlussvideo ist einfach wunderbar!

Vielen Dank für den Reisebericht mit den unglaublich guten Fotos!

LG Doro
~ Africa is a feeling ~
202 Beiträge · seit 201411. Juli 2019 · #353
Ich bedanke mich - sehr gerührt
Liebe Grüße
Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
751 Beiträge · seit 201111. Juli 2019 · #354
Schön war´s!!!

Besten Dank für die vielen genussvollen Momente- das Lesen hat (wie immer bei euch) Spaß gemacht!
Dann sammelt mal wieder neue Erlebnisse, macht viele Fotos - und ich freu mich schon auf die nächsten 300 Tage Bericht 😉 Schönen Urlaub...
Vg, Nette
1'543 Beiträge · seit 201311. Juli 2019 · #355
Liebe Eulenmuckels,

hat ja so gerade noch geklappt 😐 . Übermorgen gibt es in NRW die wohlverdienten Sommerferien, Ruth freut sich bestimmt dieses Jahr sehr 😎 .
Vielen Dank für den wieder einmal sehr sehens- und lesenswerten Bericht. Es ist einfach schön zu sehen, wie entspannt ihr unterwegs seid.
Jetzt wünsche ich euch und euren Reisebegleitern in spe eine gute Anreise, tolle Sichtungen, tolle Begegnungen, rundum: eine Reise, die euch in Erinnerung bleibt. Die Truppe ist schon mal sehr gut, davon konnte ich mich in Büsnau überzeugen.
So um Weihnachten herum erwarte ich dann euren Bericht über diese Reise 😗 😕 🤩 .
Bis dahin, herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
zuletzt bearbeitet 11. Juli 2019
766 Beiträge · seit 200711. Juli 2019 · #356
Liebe Muckels,

seufz! 😘
Ich hab mal wieder rückwärts angefangen und mir gerade draußen im Dunkeln auf dem Balkon das Video reingezogen.... Sehnsuchtskino! Vielen Dank für diese tolle Zusammenfassung.

Es war wie immer spannend, abwechslungsreich, informativ und super schön mit Euch zu reisen. Und mir hat es gar nichts ausgemacht, dass die Etappen zwischen den Berichten fast Echtzeit hatten 😈 Somit gab's immer was zum Freuen 🤩 🤩 🤩
Dass Eure Fotos "Hammer" sind, brauch ich gar nicht mehr zu erwähnen. Was mich aber komplett in ehrfurchtvolles Staunen versetzt hat, liebe Ruth, sind Deine Lightpaintings! Einfach genial!!!
Da hat Bele ja nun mal eine Riesenmesslatte vorgelegt bekommen. 🤪 Aber sie hat ja noch 3 Wochen zum Üben....

Jetzt bleibt mir nur, Euch eine tolle und großartige Reise zu wünschen. Grüßt mir den KTP und genießt die 6 Wochen. Die Hälfte davon, seid Ihr ja wieder als Dream-Team unterwegs. Das wird bestimmt mega lustig. 😛

Ganz viele liebe Grüße, Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
898 Beiträge · seit 201611. Juli 2019 · #357
Moin Ruth, moin Uwe,

auch von uns ein dickes Dankeschön für diesen wunderschönen Reisebericht! Für uns waren das mal ganz andere Einblicke in für uns vollkommen unbekannte Länder und Gegenden. Danke auch für die großartigen Bilder!

Herzliche Grüße aus Hamburg
Martin
Im Land der grünen Wiesen! - Namibia 2018 Wir sehen uns am Boteti! - Namibia/Botswana 2021 Botswana 2025 - Erholungsurlaub mit der Familie
2'085 Beiträge · seit 201211. Juli 2019 · #358
... das nenne ich mal Punktlandung!

Liebe Ruth, lieber Uwe,
vielen Dank für die tolle Zeit mit euch 😄 und die vielen Eindrücke aus einer für uns noch ganz unbekannten Ecke Afrikas.
Und fast hab ich ja das Gefühl, dass es morgen gleich weitergeht - ok, zunächst nur mal für euch, aber ihr habt ja jetzt den Kopf wieder frei für neue Notizen 😗
Gute Reise wünschen wir euch! Mit vielen schönen Begegnungen und wunder-vollen afrikanischen Momenten.Genießt die Zeit allein zu zweit und dann natürlich im dream-team - wir freuen uns jetzt schon auf Berichte, Erzählungen - und auf eure Fotos.
Ganz herzliche Grüße
Ingrid & Helmut
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
zuletzt bearbeitet 11. Juli 2019
1'822 Beiträge · seit 201611. Juli 2019 · #359
Hallo Ruth und Uwe,
vielen Dank für euren wie gewohnt wunderbaren Bericht, der uns so viele grandiose (Vogel-)Fotos vor Augen geführt hat.
Eine tolle Tour habt ihr im letzten Jahr erleben können und ich wünsche euch alles Gute für eine ebenso wunderbare und abwechslungsreiche Reise in ganz naher Zukunft.

Liebe Grüße
Sascha
Website: www.picturesgonewild.de SA, Namibia, Mauritius 2016 / Kruger NP 2016, 2018, 2021, 2023, 2025 / Namibia 2017 / Sri Lanka 2018 / Namibia und Botswana 2019 / Costa Rica 2022 / Namibia 2022 / Norwegen 2024 / Indien 2025 Alle Reiseberichte unter: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/304512-h-badger-reiseberichte.html
573 Beiträge · seit 201411. Juli 2019 · #360
Liebe Eulenmuckels,
vielen Dank für Euren richtig tollen Reisebericht. Ich bin sehr gerne mitgefahren.
Jetzt wünsche ich Euch eine neue wunderbare Tour in Afrika. Lasst es Euch gut gehen und ih freue mich schon heute auf den neuen Bericht.

Ganz liebe Grüße

Martina
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