Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
CarinhaThemenstarter448 Beiträge · seit 201404. Sept. 2018 · #3
Doch, scheint der gleiche Vorfall zu sein. Nur das die Zahlen sich unterdessen fast verdoppelt haben. Ich hatte in der Suchfunktion unter dem Stichwort "Wilderei" nichts gefunden.
Da fehlen einem die Worte - ich kann auch nicht verstehen, warum die botswanischen Wildhüter entwaffnet wurden. Leider scheint es so zu sein, dass die Wilderer nur die Sprache der Waffen verstehen. Aber wer weiss, wer im Hintergrund mit wem was zu tun hat......Ich hoffe, dass Botswana hier klar Gegensteuer gibt und dass auch der geplante grosse Elephantenkorridor Richtung Norden (Namibia, Sambia) samt entsprechenden Schutzmassnahmen bald Realität wird. Denn die Herden brauchen Platz.
Nach wie vor frage ich mich, warum man das Übel nicht wirklich bei der Wurzel packen kann/will. Die Hintermänner, die wirklich Geld damit verdienen, scheint man kaum je zu bekommen. Würde man sie aus dem Verkehr ziehen, sänke wohl die Nachfrage und damit auch die Wilderei.
Die Hintermänner, die wirklich Geld damit verdienen, scheint man kaum je zu bekommen.
meinst Du die lokalen Hintermänner. Die will man nicht bekommen. Bei den internationalen kann man sicher nicht...
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Ja die lokalen Hintermänner sind das eine und da gibt es wohl diverse Leute mit zwei Gesichtern, aber die internationalen Drahtzieher müsste man bekommen. Das ist aber eine Aufgabe für nationenübergreifende Polizeiarbeit. Nur stellt sich die Frage ob man die leisten will und ob alle relevanten Länder (China z.B.) mitziehen würden?
Landcruiser - ich bin mit Dir und verstehe überhaupt nicht, warum die Wildschützer entwaffnet wurden. Ich kann nicht anders, als mich zu fragen, ob das "politische" Absicht war, um hier einen freien Weg zu schaffen... Aber das ist alles Spekulation....
Was die Internationalen Drahtzieher angeht - hier mal ein Film-Tip: "The Ivory Game". Erschien vor knapp 2 Jahren auf Netflix. Es ist einer der ausführlichsten recherchierten Dokumentationsfilme, und geht sehr unter die Haut (ich kenne den Mit-Produzenten, und wir hatten damals interessante Gespräche, als er von dem Werdegang des Films berichtete). Dieses Geflecht besteht aus Hochkriminellen. Und erst letzten August wurde in Dar Es Salaam einer der führenden Elefantenschützer gezielt erschossen.
Nachtrag: An einer Stelle im Film (das weiß ich nur aus persönlichen Gesprächen) mussten die Produzenten binnen weniger Stunden das Land verlassen - sonst wäre es ihnen ziemlich sicher an den Kragen gegangen. Denn dass solche Infos in einem Film publik werden, wollen die Drahtzieher natürlich nicht. Das mag spannend klingen - kann aber auch das Leben kosten, wenn man hier versucht, dagegen zu kämpfen. Ich bin dankbar, dass das nach wie vor einige tun. Doch ist das kriminelle Geflecht viel zu komplex, als dass man die eben mal gegriffen bekommt. Und wenn dann noch dazu kommt, dass da auch welche drin sitzen, die zwei Gesichter haben, dann wird es eben mega schwierig.....
Hallo landcruiser1970, ein paar Anmerkungen zur Realität, so wie ich sie wahrgenommen habe, also alles mE., ohne Anspruch auf Vollständigkeit. @ Wildern Dass nach/durch Jagdverbot in 2014 das Wildern ansteigen wird, war vorprogrammiert: Viele Leute haben dadurch ihre Lebensgrundlage verloren, leiden unter der Überpopulation von Elefanten durch Verletzung, Tod und Ernteverlust, ohne geschützt und kompensiert zu werden. Die Aufgabe der Jagdkonzessionen und ihrer Bohrlöcher hat Elefanten noch mehr in besiedelte Gebiete gedrängt, außerdem entstand ein Kontrollverlust, der durch „Fotosafari“ nicht wiederhergestellt werden konnte. @ Korridor und Abwanderung nach Norden. Das nördliche Botswana hat eine Überpopulation an Elefanten, deren Lösung durch Abwanderung nur dann gelingen kann, wenn sie das auch freiwillig machen und Platz dafür haben. Das passiert schon seit langem nach Süden, schafft aber dort neue Probleme bzw. die gleichen wie im Norden. Außerdem funktioniert das nur, wenn die Bejagung/Wildern im Empfängerland zumindest nicht ärger ist als im Geberland. Das ist auf der „Nordroute“ genauso wenig der Fall wie es in Mozambique angrenzend an KNP der Fall war. @ „Entwaffnung der Wildhüter“ MW ist davon keine Rede, tatsächlich werden diesen militärische Bewaffnung (Kriegswaffen) und Aktionsweisen entzogen und wieder eine klare Abgrenzung aber auch Zusammenarbeit mit BDF hergestellt, womit der neue Präsident nur Verfassungskonformität herstellt, die von den Khamas ohne Legitimation verletzt wurde. @ Das Saubermannimage von BW hat schon sehr lange Kratzer, die aber ignoriert werden, weil die p.t. Naturliebhaber das einfach nicht so sehen wollen. Da ist dieses hier https://www.safarious.com/article/14618-spooks-implicated-in-botswana-s-mystery-ivory-stockpile ist bloß ein weiterer Puzzlestein, der aber sicher wieder ignoriert wird.
Werner
Yoda911873 Beiträge · seit 201604. Sept. 2018 · #10
Das "Problem an der Wurzel packen" ist tatsächlich DAS Thema. Die Wurzel sind aber nicht die korrupten Strukturen in Afrika oder die kriminellen Handelsstrukturen in Asien, DIE Wurzel sind die Nachfrager vor allem in Asien wegen des Mythos, dass Nashorn oder Elfenbein ein Aphrodisiakum seien. Wenn man den Chinesen glaubhaft vermitteln könnte, das Nashorn oder Elfenbein keinerlei Einfluss auf die Potenz haben, bräche die Nachfrage zusammen und das Wilderei-Problem würde sich zumindest massiv verkleinern.
FOFocus517 Beiträge · seit 201804. Sept. 2018 · #11
Ja der liebe Mainstream.... Denkanstoß. Krüger hat Elefanten Überpopulation Botswana hat Elefanten Überpopulation Hwange hat Elefanten Überpopulation... So wie es allgemein immer vor Ort durch Ranger gesagt wird. Trophäenjagd ist international verpönt... Curling ganzer Herden, da wird das entsprechende Land geächtet und der Tourismus erleidet Einbußen. Was kann es besseres gebem als... Nichts gegen Elefanten Wilderer zu tun bzw. Nur Pseudo Maßnahmen.. Das ergibt doch eine super Win Win Situation.... Und der Natur tut es auch noch gut.. VG
SESeyko1'095 Beiträge · seit 200904. Sept. 2018 · #12
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FOFocus517 Beiträge · seit 201804. Sept. 2018 · #13
Sorry das wusste ich natürlich nicht das die Natur den Menschen nicht braucht... Dann wird sich das ganze ökologische Problem ja nach der Delbstheilung erledigt haben. Da nun ich echt beruhigt. VG
SESeyko1'095 Beiträge · seit 200904. Sept. 2018 · #14
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FOFocus517 Beiträge · seit 201804. Sept. 2018 · #15
@Seyko, das klingt aber jetzt bisschen naiv oder? Zeige einen weg auf, der dein Dargelegtes umsetzen könnte... Ich stelle mir gerade vor, was alles in Südafrika aus dem Weg geräumt werden müsste, um der Natur freien Lauf zu lassen... VG
SESeyko1'095 Beiträge · seit 200904. Sept. 2018 · #16
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FOFocus517 Beiträge · seit 201804. Sept. 2018 · #17
Ja ja Seyko, dein Weg zum Guten fehlt noch... Wäre, hätte, wenn und aber hilft leider nicht um das hier und jetzt zu händeln.... Wissen was man tun müsste wissen bestimmt über 7 Mrd. Menschen auf der Welt... neben der Natur sowieso.
Dillinger796 Beiträge · seit 201504. Sept. 2018 · #18
Hallo Seyko,
deiner Ansicht nach regelt die Natur sich selbst. Da stimme ich dir sogar zu. Da gibt es nur ein Problem, dass vorher beseitigt oder entfernt werden muss und dies ist der Mensch. Sollte der da weiter leben dürfen, wo die Tierwelt sich selbst regeln soll, wird es immer zu gewaltigen Konflikten kommen und eine Selbstregulierung wird nie funktionieren. Ein Zusammenleben mit Tieren wie dem Elefanten oder auch zum Beispiel den Raubkatzen, wird nur bei einer Regulierung durch den Menschen funktionieren. So schade dies ist. Hier den optimalen Weg zu finden ist extrem schwierig und in Botswana sicher noch nicht gefunden. Gruß Markus
@ Wandern lassen, insbesondere im südlichen Afrika. Wohin bitte sollen sie denn wandern? Die Welt ist klein geworden, überall sind Menschen. Die logische Konsequenz davon wäre wohl dann die Menschen auszusiedeln….oder vielleicht die Menschen an Stelle der Elefanten zu bejagen? 😈 . @ Selbstregulierung. Grundsätzlich ja, aber nur unter „natürlichen“ Voraussetzungen. Selbstregulierung bedeutet nicht nur aber auch, dass weniger Jungtiere überleben, wenn die Wege zwischen Futter und Wasser zu lange werden, das bremst den Bevölkerungszuwachs. Sobald Dämme und Brunnen gebaut werden, ist es vorbei mit natürlich und „Selbstregulierung“ eine Illusion. Es gibt mE kein Beispiel aus dem südlichen Afrika, das eine funktionierende Selbstregulierung belegen würde. Die Konsequenzen sind bekannt, ca. 5 %iges jährliches Wachstum (trotz Bejagung!), das ist eine Verdoppelung alle 15 Jahre. Wohin damit? Die Vegetationsschäden sind gigantisch und überall zu sehen und irreversibel, so lange es Elefanten auf zu engem Raum in dieser Dichte gibt. Und wenn es dann, zumindest theoretisch, zur Selbstregulierung durch Massensterben kommt, werden bis dorthin und im Todeskampf zigzigtausende km² hochwertiger Baum- und Buschwald vernichtet sein. Wer angesichts der dramatischen Vegetationszerstörung überall in den südlichen Nationalparks in den letzten Jahrzehnten nicht aufwacht hat mE Naturschutz falsch verstanden. @Bejagung, ob legal oder illegal Würden die Gegner der Jagd auf Elefanten es für vernünftig erachten, wenn per präsidentiellem Dekret in Deutschland…. ab Stichtag die Jagd auf Hirsche, Rehe Wildschweine, Steinböcke….. etc. verboten wäre und gleichzeitig deren Fütterung aufrecht erhalten würde? Wobei das Pendant zu unserer Wildfütterung in Afrika die Wasserpumpe und der Damm sind. Werner
SESeyko1'095 Beiträge · seit 200904. Sept. 2018 · #20