Was man so Planung nennt...

137 Antworten · 13,3k Aufrufe · gestartet 13. Jan. 2018 von Jens56
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Themenstarter67 Beiträge · seit 201813. Jan. 2018 · #1
"Du siehst nicht gut aus."
"Jens, ich habe miese Laune, lass uns den Flug buchen."
...
...
"Ein besserer Platz wäre gut, da kann man mehr Gepäck mitnehmen."
"Geht nicht."
"Wieso? Du musst doch nur auf den Button dort klicken."
"Jee-ens, das geht nicht!"
Ging auch nicht, denn die Plätze waren ausgebucht.
Für den Rückflug am... ich glaube 13 November.
Krass!
Wir sind die Sache offensichtlich schwer schlagbar naiv angegangen.
Kurz gegoogelt, wurde uns klar, dass wir schon "die Faust im Nacken haben".
Die Zeit für die Planung ist schon knapp.
Der Bushcamper ist seit heute auch schon gebucht.
Sozusagen.
Safari Rental von Avis bekam heute unsere Zusage.
Noch nix gehört, aber war auch schon später Nachmittag.
Eigentlich war für den Rest der Reise folgende Planung vorgesehen:
Wir haben ne Karre unterm Hintern, in der wir pennen können und ne Landkarte. Das sollte reichen.
2 Monate "Flauschi-Tour" mit Wandern, Fotografieren, alles ansehen. Im Powerchill-Modus.
Ich befürchte, dass wir mit diesem klugen Plan nicht durchkommen.
Scheinbar muss man ja quasi alles Vorbuchen, oder bei den öffentlichen Campgrounds machen sich diese Südafrikaner breit 😉
1 Frage: stimmt das? Sollten wir alles vorbuchen?
Aber es wird (vielleicht) noch komplizierter.
Ich hätte diese TseTse-Fliegen und Billharzi-Würmer nicht erwähnen sollen. Jetzt will sich meine Freundin vor dem Caprivi Streifen drücken. So kenne ich sie gar nicht, eigentlich ist sie ne echt harte Sau 😉
Also spiele ich das mal durch.
Caprivi geht nicht. Der obere Nordwesten scheint nix für 4x4 Noobs wie mich zu sein (ich habe noch keinen, auf einer Route liegenden Kursus gefunden), Also, da so rechts auf der Karte, Richtung Kalahari habe ich noch nicht viele Unterkünfte auf der Karte ausmachen können. Oder, der Bogen geht über Bootwana und hat so um die 1000Km.
Da kam sofort die Frage:
2 Frage: " Geht das allein, mit nur einem Auto?"
*ich schmunzel gerade so in mich hinein*
"Wo willst du denn so hin, in den zwei Monaten?"
"Na da so an der Seite bei Namib und den Bergen und der Küste und in den Etosha Park, das sollte doch reichen."
"Das klappern die alle in 3 Wochen ab, selbst wenn wir uns viel Zeit lassen, sind wir da in 5 Wochen durch."
"Du bist immer so negativ."
(Damit hat sie prinzipiell Recht, aber halt nicht immer 😉
"Ich bin nicht negativ. Ich bin nur sehr selten negativ. Du hast das in den letzten 13 Jahren nur noch nicht bemerkt.
Ich mache mir nur sorgen, dass wir uns langweilen."
3 Frage: Sind 2 Monate "Powerchill-Modus" über viele Nebenstrecken, die ich noch finden muss, für den Süden, Westen und Etosha zu lang?
Namibia macht es uns nicht einfach 😉
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2018
33,1k Beiträge · seit 200613. Jan. 2018 · #2
Hallo Jens,

vorab: Ihr wollt in der absoluten Hauptsaison reisen und wie es aussieht erlebt Namibia auch bis mind. Ende 2019 einen Touristenboom.
1 Frage: stimmt das? Sollten wir alles vorbuchen?
Ich würde mir zumindest Trummi's kaufen und die Campingliste von Thomas Richter ausdrucken. Dann habt ihr praktisch alle Kontakte von Campsites im Land. Dann immer 2-3 Tage vorher anrufen und nach Verfügbarkeiten fragen. Alternativen können weit weg sein, so dass man das kaum mal spontan am Abend suchen kann (bedenke auch, dass fast alle Verleiher das Fahren zwischen Sonnenunter- und -aufgang verbieten). Highlights (was Standorte oder Campsites angeht) würde ich vorbuchen bzw. . Darunter fallen z.B. NWR Sesriem und Etosha.
Caprivi geht nicht. Der obere Nordwesten scheint nix für 4x4 Noobs wie mich zu sein Also, da so rechts auf der Karte, Richtung Kalahari habe ich noch nicht viele Unterkünfte auf der Karte ausmachen können. Oder, der Bogen geht über Bootwana und hat so um die 1000Km.
Warum geht Caprivi nicht? Bei 2 Monaten würde ich im Zipfel mind 10 Tage verbringen. Ist eine der sehenswertesten Regionen des Landes. Und Nordwesten (Kaokoveld) geht auch in vielen Bereichen ohne 4x4-Profikenntnisse.
(ich habe noch keinen, auf einer Route liegenden Kursus gefunden)
ich denke Du hast keine Route und willst Dich treiben lassen? Fahrtraining gibt es z.B. hier: https://www.ababis-gaestefarm.de/d/erleben/fahrtraining/
3 Frage: Sind 2 Monate "Powerchill-Modus" über viele Nebenstrecken, die ich noch finden muss, für den Süden, Westen und Etosha zu lang?
Zu lang gibt es eigentlich nicht. In 2 Monaten kannst Du ganz Namibia intensiv erleben. Wenn ihr dann noch kurz nach Botswana wollt (bedenke, dass dort beliebte Campsites in Moremi und Chobe 12 Monate vorher meist vergriffen sind), ist das auch möglich.

Viele Grüße aus WIndhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2018
8'672 Beiträge · seit 201013. Jan. 2018 · #3
Jens56 schrieb:
Ich mache mir nur sorgen, dass wir uns langweilen."
3 Frage: Sind 2 Monate "Powerchill-Modus" über viele Nebenstrecken, die ich noch finden muss, für den Süden, Westen und Etosha zu lang?
Namibia macht es uns nicht einfach 😉
Guten Morgen Jens,

zunächst mal herzlich willkommen im Forum, ich habe schon bei deiner Vorstellung im anderen Thread sehr gelacht 😄 .
Zu deiner Frage oben: Ihr habt vor, genau das zu tun, wovon andere hier träumen, aber auf Grund von Urlaubs- und/oder Geldmangel, wegen daheim wartender Haustiere oder aus anderen Gründen nicht machen können. Daher meine Antwort: Nein, Ihr werdet euch nicht langweilen.

Allerdings müsst Ihr - denn wenn ich richtig rechne, seid Ihr von Mitte September bis Mitte November unterwegs - damit leben, dass es voll ist. Da Ihr aber ja mit viel Zeit unterwegs seid, könnt Ihr da auch ein bisschen hin und her schieben. Wir Dreiwochentäter geraten in Panik, wenn eine Unterkunft nicht klappt, weil sich dann die knappen Tage nicht mehr sinnvoll verteilen lassen 😎 . Durchs Campen seid Ihr ja aber noch viel flexibler.

Ich weiß jetzt nicht, ob Ihr gerne zu Fuß unterwegs seid, aber wenn ja, dann könnt Ihr eure viele Zeit auch gut dafür nutzen, es gibt gerade im Süden etliche Möglichkeiten dazu.

Von der Zambesi-Region (Caprivi) möchte ich euch allerdings NICHT abraten - man bekommt dort einen völlig anderen Eindruck von Namibia als im Süden und in Etosha. Bilharziose wäre für mich kein Thema - ich weiß nicht, wie Ihr die euch dort einfangen könntet 😐 (ich habe aber auch nicht viel Fantasie 😉 ) . Malaria: frag mich nicht, was ich mir für einen Kopf gemacht habe, als ich dieses Jahr zum ersten Mal in einer Jahreszeit nach Botswana gereist bin, wo dies ein Thema ist 🤩 . Schlussendlich habe ich Malarone geschluckt, hatte keinerlei Nebenwirkungen (aber auch Null Mückenstiche, mich mögen die irgendwie nicht - ich nehm's nicht persönlich 😉 ).

Zur Einstimmung rate ich dir mal, diesen Bericht von Matthias zu lesen (schon der Prolog bringt das feeling rüber, finde ich), er schaukelt (wenn er nicht wie diesen August geschehen mit anderen unterwegs ist 😎 :P) , normalerweise ganz gemütlich durchs Land. In diesem Fall einen Monat lang durch den Süden (da die Forumssoftware tatsächlich gewöhnungsbedürftig und die Suche schwierig ist, hier der Direktlink als Samstagsservice: 🙂 ) :

https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/281943-nam-das-halbe-dutzend-der-ganz-alte-suedwesten.html?limitstart=0

In eurem Fall: noch ein bisschen Etosha und Caprivi dranhängen - und schon sind eure zwei Monate rum.....

Liebe Grüße von Bele

Edit: mein Beitrag hat sich ein bisschen mit dem von Christian überschnitten....
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2018
1'737 Beiträge · seit 201013. Jan. 2018 · #4
Ich hätte diese TseTse-Fliegen und Billharzi-Würmer nicht erwähnen sollen. Jetzt will sich meine Freundin vor dem Caprivi Streifen drücken.
Hallo Jens

TseTse's gibts nicht im Caprivi, erst in Sambia und Simbabwe. Sag Deiner Freundin, dass beim Baden in Flüssen Krokodile gefährlicher sind als die winzigen Billharzi-Würmer. Ich würde da nur nen Pool einer Lodge zum Baden nutzen.

Viel Spass beim planen.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
8'672 Beiträge · seit 201013. Jan. 2018 · #5
Botswanadreams schrieb: Sag Deiner Freundin, dass beim Baden in Flüssen Krokodile gefährlicher sind als die winzigen Billharzi-Würmer.

LG
Christa
😄 😄 😄

Das mit der Tse-Tse hatte ich ganz überlesen bzw. habe Malaria draus gemacht in Gedanken 😄
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2018
40 Beiträge · seit 201313. Jan. 2018 · #6
Hallo Jens!

Wir waren letztes Jahr sieben Wochen unterwegs und sind gemütlich durch Namibia und einen Teil Botswana gegondelt. Wenn Ihr campt, seid Ihr um einiges flexibler mit den Unterkünften und Euer langes Zeitfenster hilft ja auch. Wie bereits von anderen Seiten erwähnt, haben wir die absoluten Hotspots vor gebucht (Swakop, Savuti, 3rd Bridge, Khwai) und uns den Rest über treiben lassen. Das gab uns immer wieder grosse Zeiträume, in denen wir flexibel entscheiden konnten und auch unsere Planung nach Lust und Laune wieder revidierten.

Aufgrund der langen Reisezeit hatten wir auch die Möglichkeit, z.B. in Maun drei Tage zu verbringen um auf unser vor Ort gebuchtes Fly In zu warten. Es kann halt passieren, wenn Ihr nicht vorbucht, dass Ihr bezüglich der Daten flexibel sein müsst, eine Wunschdestination vielleicht mal nicht klappt oder auch eine Nacht auf einer nicht wirklich ansprechenden Campsite verbringen müsst.

An den nicht gebuchten Daten haben wir immer eine Ankunftszeit von ca. 14:00 angepeilt, das gab uns die Möglichkeit, im Notfall noch weiter zu fahren.

Liebe Grüsse & viel Spass bei der Planung
Cosi
Themenstarter67 Beiträge · seit 201813. Jan. 2018 · #7
Erst einmal vielen Dank an alle, für die aufschlussreichen Antworten.
Stimmt, ich hätte die Reisezeit klarer schreiben sollen, das fiel mir, praktischer Weise beim Einschlafen schon ein.
Dann drösel ich das mal auf.

@ Christian
Sehr aufschlussreiche Antwort. Wir sind da ganz auf einer Linie, was die Grobplanung betrifft.
Was Trummi's sind, kann ich ja googeln.
Auf Ababis bin auch gestossen. Auch wenn wir uns treiben lassen wollen, liegt die Farm ja gleich mittendrin.
Und es wäre ja praktisch, wenn ich das am Anfang mache. Andererseits habe ich schon reichlich Gravelroad-Erfahrung aus Kanada und Alaska. Wenn ich die Südschleife fahre sollte, dann werde ich wahrscheinlich nicht im Tiefsand landen.
Ich schaue mir das noch genauer an. Aber prinzipiell ist Ababis fest auf dem Programm. Ich halte es für wichtig.
Ich lege wirklich Wert darauf, meine Kenntnisse zu vertiefen. Das Anwendungsgebiet fehlt noch in meiner Sammlung, obwohl ich schon Furgon in der Mongolei gefahren bin 😉
Ich habe schon versucht, eine 8 zu bauen (Routenverlauf), aber das will mir nicht gelingen 😉
So ganz ohne Planung geht es halt nicht.

@ Bele
Champagner ist ein klasse Nikname 😉
Die Forumsoftware ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Ich mache Notizen auf einem Zettel und habe ein zweites Fenster geöffnet, das hilft mir. Vielen Dank für den Direktlink, ich fresse so etwas förmlich.
Ich habe wirklich gelacht. Dir fehlt also die Phantasie 🙂
Billharziose halte ich persönlich ja für harmlos. Einfach nicht in irgendwelche Tümpel springen. Und, wenn man einfach keine andere Möglichkeit haben sollte, dann niemals ohne Schuhe. Einfache Sache.
Apropos Phantasie. Kennst du den Candirú aus Südamerika? Der schwimmt im Wasser den Pinkelstrahl hoch und entert die Blase.
Einfach, weil er dumm ist. Er macht das nicht absichtlich, was uns nichts nützt, aber ist halt dumm und verwechselt die Wärme mit den Kiemenstrahlen der Fische.
Ich hatte mich schon über die Malaria gewundert, aber in Norden soll es die ja vereinzelt tatsächlich geben, nachdem, was ich so gelesen habe. Da sollte der mechanische Schutz völlig reichen.
Mehr Phantasie 🙂
Wir sind das Dessert. Es stand in Kanada auf einem Schild.
Nur die weiblichen Mücken stechen uns. Und sie stechen uns nur, weil wir lecker sind.
Und ich bin viel leckerer, als meine Freundin 😉

@ Christa
Glaube ja nicht, dass ich Krokodile und Nilpferde bei meinen Ausführungen ausgelassen hatte 😉
Und die Schlangen habe ich auch nicht vergessen *lachweg*, aber die sollen ja kein Thema sein, weil zu selten.
Vielen Dank für deine Auskunft, bzgl TseTse und Billharziose. Es wird sie freuen und ich muss mich nicht um ein blaues Tuch kümmern.

@ Cosi
Die Strategie der 14:00 Peilung gefällt mir.
Guter Tipp.

@alle
So langsam kristalliert sich heraus, das die Hot Spots vorgebucht werden müssen und zwischen diesen Zielen Flexibilität möglich ist.
Und wenn dann der Campground mal schlecht ist, haben wir dafür ja den bequemen Bushcamper.
Und wenn alle Stricke reissen, dann halt wild. Zahlen und fröhlich sein, ist dann die Devise 😉
Sehr schön.
Mit eurer Hilfe formt sich langsam ein Bild im Kopf.
Dann mache ich mich mal auf die Suche nach Nebenstrecken.
Nach dem Motto "Namibia ohne Asphalt".
Schon klar, das ist kaum möglich 😉
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2018
Themenstarter67 Beiträge · seit 201813. Jan. 2018 · #8
Sorry.
noch ein Nachtrag @ Bele

"Ich weiß jetzt nicht, ob Ihr gerne zu Fuß unterwegs seid, aber wenn ja, dann könnt Ihr eure viele Zeit auch gut dafür nutzen, es gibt gerade im Süden etliche Möglichkeiten dazu."

Danke für den Tipp.
Das gehört auf jeden Fall in unsere Planung, ist aber nicht "meine Baustelle".
Meine Freundin kümmert sich darum.
Ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist, denn sie ist mir inzwischen völlig überlegen, was das Wandern betrifft.
Jedenfalls wenn es bergauf geht, denn das ist nicht in meinem Genpool vorgesehen 😉
Es sieht so aus, als wären "TokTokkie Trail" und "Living Desert" fest verplant.
Im Süden sind wir auf eine 7,5 Stunden-Wanderung gestossen, was in der sengenden Hitze dann doch schwer auf Funfactor schlägt 😉
Dann werden wir mal unsere Suche in der Gegend etwas präzisieren.
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2018
8'672 Beiträge · seit 201013. Jan. 2018 · #9
Jens56 schrieb:
Ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist, denn sie ist mir inzwischen völlig überlegen, was das Wandern betrifft.
Jedenfalls wenn es bergauf geht, denn das ist nicht in meinem Genpool vorgesehen 😉
Es sieht so aus, als wären "TokTokkie Trail" und "Living Desert" fest verplant.
Dann lehn dich mal entspannt wieder zurück - "Living Desert" hat nichts mit Wandern zu tun 😎 , und der "TokTokkie Trail" ist, soweit ich das aus Berichten kenne, zwar anstrengendes, aber eher betreutes Wandern, bei dem niemand als Gerippe in der Wüste zurückgelassen wird, mit einem leichten Hauch von Dekadenz (was nicht abwertend gemeint sein soll). Es gibt aber schon auch noch andere Trails - schaunmermal, was deine Freundin so alles ausgräbt 😉 ! Die Hitze kann manche Dinge aber schlicht und ergreifend unmöglich machen, z.B. der Fish River Hike wird meines Wissens (ich bin da aber alles andere als die Fachfrau, ich sollte nur gerade was ganz anderes Unangenehmes arbeiten und lenke mich daher hier im Forum ab 😊 🤢 ) nur bis Ende September angeboten.

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2018
Themenstarter67 Beiträge · seit 201813. Jan. 2018 · #10
Ich liebe das. Ich lach mich natürlich wieder weg.
"Betreutes Wandern" sehr schön. Und bei dem Stichwort Dekadenz muss ich sofort an diesen nett gedeckten Tisch in der Wüste denken, der mir noch im Hinterkopf sitzt. (Ist ja nicht so, dass sie undercover plant 😉
Aha, living desert hat nix mit wandern zu tun, dass habe ich dann "in die falsche Schublade gelegt".
Es ist gut zu wissen, dass es noch mehr und neue Trails gibt.
Unangenehme Arbeiten am Samstag...
mein Beileid 😉
3'883 Beiträge · seit 201113. Jan. 2018 · #11
Jens schreibt:
Und wenn alle Stricke reissen, dann halt wild.

Such mal in der Suche "wild campen". Namibia ist nicht Alaska. Meist darfst du nicht, weil Nationalpark oder Privatgrund. Falls beides nicht infrage kommt, ist es aus unterschiedlichen Gründen gefährlich. Nein, ich bin nicht der ängstliche Typ, darfst dich bei den Fomis gerne umhören 🙂 .

Ich werde diesen Thread abonnieren, weil ich sehr gespannt bin, was bei deinen Planungen letztlich herauskommt.

Mach mal weiter so!
LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter67 Beiträge · seit 201814. Jan. 2018 · #12
@freshy
Dann stehe ich ja quasi in der Pflicht 😉
Ich hoffe ja, dass spätere ErsttäterInnen später etwas damit anfangen können.
Und ich bin selbst gespannt, was dabei herauskommt 🙂
1'014 Beiträge · seit 201614. Jan. 2018 · #13
Bei dem TokTokkie Trail dürfte es sich, so meine Vermutung wegen der Lage und des Programms, um die Wanderung in "Hummeldumm" handeln. Schreib doch mal nach Deiner Rückkehr, wie die Mitwanderer so drauf waren 🤪

Yanjep
Themenstarter67 Beiträge · seit 201814. Jan. 2018 · #14
Mach ich
312 Beiträge · seit 201315. Jan. 2018 · #15
Tok Tokkie ist normalerweise auf 8 Personen begrenzt mit Wanderführer, Fahrer/Wasserwart und Koch/Köchin. Die Wanderungen sind nicht anstrengend und werden in "Dünenkämmen" und nicht in km gemessen. Es geht an vorinstallierte Plätze mit Outdoordusche und Wüsten-WC. Die Landschaft ist spektakulär und die Versorgung (inkl. Sonnensegel für die Mittagspause in der Wüste am 2. Tag) voll umfänglich. Die Übernachtung im 1000-Sterne-Bett ist schon toll. Viel Spaß dabei.
1'796 Beiträge · seit 201415. Jan. 2018 · #16
Hallo,

einen relativ aktuellen Bericht über den Tok Tokkie Trail gibt es hier:

https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294106-drei-wochen-namibias-sueden-und-ktp.html?rb=1&template=simple&start=12

Einen etwas älteren aus 2015 - gibt es hier:

https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/289203-namibia-ohne-etosha-koennen-wir-nicht.html?rb=1&template=simple&start=6

Viele Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
Themenstarter67 Beiträge · seit 201817. Jan. 2018 · #17
Ich melde mich mal wieder, nicht dass ihr denkt ich wäre faul 😉
8 Tage sind verplant, dazu später mehr.
Aber vielleicht ist es Neulingen wie mir hilfreich, zu lesen, was für Gedanken ich bei der Planung verfolge.
Grundlage ist der IST-Zustand, basierend auf alten Erfahrungen.
Ich fahre ein Fahrzeug, das ich nicht kenne, mit einer Person neben mir, durch unbekanntes Gelände und trage somit Verantwortung für mindestens eine Person.
Theoretisch habe ich genug Erfahrung, aber eben diese hat gezeigt, dass man sich da schwer täuschen kann.
Ich habe, an Land, so ziemlich jedes Fahrzeug bewegt, was man vorstellen kann.
15 Jahre Anhängerzüge, Sportwagen, 35 Jahre Motorrad (Rennmaschinen und Enduro), Schneemobile, ein 10m langes Motorhome auf Schotter und Sandpiste in Kanada/Alaska, ein wenig Furgon in der Mongolei und einen Leopardpanzer 😉
Die 2 Millionen Marke auf den Strassen der Welt ist überschritten.
UND TROTZDEM, kann ich mich nicht in Selbstgefälligkeit zurücklehnen.
2017 bin ich in Irland quasi "zur Welt gekommen".
Sauenge Landstrassen, auf denen man in keine Kurve blicken kann, weil,Mauern oder Büsche am Strassenrand stehen.
Und immer nur 2 Handbreit Wasser unter dem Kiel. Soll heissen, bis zum Fahrbahnrand. Den Einheimischen macht das nichts aus. Die fahren fröhlich 100Km/h und mähen dabei mit den Seitenspiegeln die Hecken. Wenn ich in zwei Kurven nicht die Gefahr gewittert hätte, würden wir 4 nicht mehr unter den Lebenden weilen. So ein Reisebus schafft die Kurven halt nicht auf der eigenen Fahrbahn. Den Linksverkehr kannte ich schon von LKW-Touren nach London, aber richtig fit und sicher war ich nie. 80% Leistungsfähigkeit hatte ich nie überschritten. Da kann man noch so viel Km abgespult haben, es gibt immer neue Erfahrungen mit denen man schwer zurechtkommt. Ich hätte theoretisch einen Schnitt von 60Km/h erreichen können, aber dann wäre allen Insassen kotzübel geworden. Ein Schnitt von 40Km/h ist realistisch. In Irland, wohlgemerkt!
Also werde ich sicher nicht die fetten 450Km-Etappen einplanen. Ok, es ist etwas unfair, weil uns genug Zeit zur Verfügung steht 😉
Der Ist-Zustand ist also der, dass ich eigentlich nicht fahren kann. Jedenfalls nicht wirklich gut.
Deshalb liegt am Anfang ein 4x4 Fahrtraining auf der Route. Ich will im Bushcamper sitzen und wissen, was zu tun ist.
Und dazu gehört auch, das Gelände lesen zu können.
Das ist sicher etwas pingelig und geht auch anders, aber mir ist es so lieber.
In Kanada hatte ich eine "Mixed-Tour" aus Asphalt und Schotterpiste von 600Km. Das geht schon, ist aber nicht gemütlich. Da zerrt jeder Fotostopp gleich an den Nerven und schlägt auf die gute Laune.
Und der Kompromiss zwischen reinem Reisen und Komfort, der gut für die Laune ist heisst Ford Ranger.
So ein fetter, unkaputtbarer Landcruiser mit 4,2 Litern und 8 Zylindern ist natürlich schon was "für den Sohn meiner Mutter", aber er hat halt auch Einschränkungen. *Seufz* ich verzichte auf ca 700Nm Drehmoment.
Aber ein grösserer Kühlschrank mit Freezer, der grössere Wassertank, Cruise Control, Automatik und das wegfallende LKW-Ambiente haben gewonnen. Sie sind wichtiger als *heul* perfekte Geländegängigkeit, unschlagbares Drehmoment, eine solide Starrachse (damit ist der Landcruiser wohl "der letzte seiner Art").
Mich tröstet aber ungemein, dass Bushcamper an sich viel zu schwer sind, um wirklich perfekt geländegängig zu sein 😉
Ach, 3,2 Liter und 430Nm sind ja auch nicht schlecht.
Ausserdem kann ich das ja gar nicht.
Noch nicht 😉
Fazit:
- kurze Etappen
- für Komfort Abstriche bei der Geländegängigkeit machen.
- lieber auf Sicher gehen und auf Defekte, bzw unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet sein.
40 Beiträge · seit 201317. Jan. 2018 · #18
Hoi Jens!

Lass Dich bloss nicht verrückt machen, die Wenigsten hier im Forum fahren nebenbei noch Paris - Dakar 😉 und haben einen wunderbaren Urlaub in Afrika verbracht. Wie Du schon sagst, eine Portion Balu'scher Gemütlichkeit, keine zu langen Strecken planen und auf Dein Bauchgefühl hören. Geniesst die Zeit und versucht nicht auf jeden Preis "alles mitzunehmen".

Meine Tagesetappen plane ich jeweils mit ca. 250 km. Kann bei guten Strassen auch etwas mehr werden oder bei unklaren Voraussetzungen weniger. Die meisten anderen Reisenden geben auch sehr gerne Auskunft über Strecken, die sie gerade zurück gelegt haben. Vorsicht ist hier nur bei einigen Südafrikanern geboten, da kann durchaus eine Empfehlung für eine kleine Ausfahrt mit dem Anhänger über den Van Zyl's ausgesprochen werden 😉

Liebi Grüess
Cosi
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2018
1'137 Beiträge · seit 201117. Jan. 2018 · #19
Hallo Jens,

mach dich ned verrückt.
Das was du da an Erfahrungswerten (sehr witzig 😉 ) aufgezählt hast, reicht bestimmt für 90% der hier
empfohlenen Strecken vollkommen aus.
Wie schon gesagt, lass dir Zeit und versuch nicht alles in einen Urlaub zu packen.
Wenns dir gefällt, kommst du eh wieder und dann kannst du das in eine Route packen, was du meinst verpasst zu haben.
Mit Ruhe und gesundem Menschenverstand lassen sich viele Sachen meistern.
lg
Uwe
http://www.smilies.4-user.de http://www.smilies.4-user.de
Themenstarter67 Beiträge · seit 201817. Jan. 2018 · #20
Ich bin total cool 😎
Schon fast tiefenentspannt 🙂
zuletzt bearbeitet 17. Jan. 2018