Wüste – Wasser – Wahnsinn!

Reisebericht 90 Antworten · 21,4k Aufrufe · gestartet 13. Dez. 2017 von Mabe
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201317. Dez. 2017 · #21
Guten Morgen, liebe Mitfahrer,

wie schön, dass ihr noch dabei seid. 🙂

Mit den gelegentlichen Interessensbekundungen, Kommentaren etc macht es doch gleich doppelt Spass.

Die Agame haben wir erst beim zweiten Hingucken entdeckt. Da fährt man so mit 20 / 30 kmh durch eher langweilige Gegend und denkt sich plötzlich Haaaalt! Da war doch irgendwas, was da nicht hingehört...fährt 50 Meter zurück und tatsächlich. Dieses Phänomen hatten wir noch öfters, aber ich will mal nicht zuviel vorweg nehmen....

Ich mache gleich noch ein bisschen weiter

Einen schönen dritten Advent wünsche ich dennoch schon mal

Viele Grüße
Mabe
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201317. Dez. 2017 · #22
Am lokalen Wasserloch treffen wir auf zwei Löwinnen, die sich gegenseitig das Fell pflegen, sieht richtig kuschelig aus.

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Außer Trinken und wieder in den Schatten legen, passiert jedoch nicht viel.

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Hier, wo alles etwas offener ist, kommt die tolle Abendstimmung erstmals richtig zur Geltung

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Bei den abendlichen Grillvorbereitungen in der Dämmerung kommen plötzlich 50-60 Perlhühner in Reih und Glied auf uns zu und springen, flattern, fliegen eins nach dem anderen in den Baum direkt an unserem Grillplatz- ihr Schlafbaum!
Die Hühner sind aber ruhige Gesellen und sprechen nicht im Schlaf. Im Morgengrauen hüpfen sie wieder vom Baum und ziehen wieder in einer Reihe davon. Was für ein schönes Erlebnis.
zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2017
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201317. Dez. 2017 · #23
Tag 6
Die Löwinnen haben Gesellschaft von zwei Männchen bekommen und sie scheinen auch tatsächlich in der Nacht Beute gemacht zu haben. An die 18 Schakale treiben sich um die Miezekatzen herum.

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Der Rest des Tages ist zunächst recht unspektakulär...

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Um unseren Camper herum ist ein junger Marico Fliegenschnäpper unterwegs, der unaufhörlich nach Nahrung schreit.

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Die Eltern sind emsig dabei, aber auch größere Insekten sorgen nicht lange für Ruhe.

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Pünktlich zur Dämmerung kommen die Perlhühner wieder

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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2017
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201317. Dez. 2017 · #24
Am Abend entdecken wir eine Baumratte, die wie paralysiert wirkt,
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und dann einen gelben Gartenschlauch unter dem Auto. Neee, doch kein Schlauch - eine Kapkobra!
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Sie ist etwas aufdringlich und entgegen aller Theorien verkriecht sie sich nicht beim Aufstampfen auf den Boden. Erst ein energischer Einsatz der Grillzange sorgt für einen geordneten Rückzug. Unsere erste Schlange, die wir in den vielen Afrikaurlauben sehen und dann direkt eine hochgiftige. Puh, manchmal ist man doch vielleicht etwas zu sorglos...

Als Ruhe einkehrt, können wir uns endlich dem tollen Vollmond widmen
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Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201321. Dez. 2017 · #25
Tag 7 CKGR -Westteil
Wir verlassen den südlichsten Punkt unserer Kalahari-Runde und fahren ins Passarge Valley.
Die Landschaft ist durchaus abwechslungsreich, flache Pfannen, trockene Savannen, manchmal Baumgruppen, teils ist es sogar recht grün. Es geht sanft auf und ab, tierarm ist es jedoch nach wie vor und mehr als drei Autos begegnen uns auch nicht am Tag.

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Tag 8 Sunday Pan
Weit müssen wir heute nicht, Sunday ist nur rund 50 km entfernt. Auf dem Weg dorthin entdecken wir am späten vormittag Löffelhunde.

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Und auf der Abendrunde, an ganz anderer Stelle treffen wir erneut auf zwei dieser putzigen Gesellen.


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Tag 9 CKGR bis Tiaans
Heute verlassen wir den CKGR. Auf dem Weg Richtung Matswere finden wir noch einen Tankdeckel, den wir am gate zurücklassen. Das ist ja schon blöd, wenn man so was verliert…

Fazit CKGR: Einsamkeit und Abgeschiedenheit, erstaunlich abwechslungsreich in der Landschaft, tierarm, aber eine durchaus interessante Vogelwelt.
Die Befürchtung, dass nach den Buschbränden im Herbst alles schwarz ist, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Erstaunlich, wie schnell das Grün nachwächst.
Die ersten Tage haben wir niemanden angetroffen, insgesamt maximal 3-5 Autos am Tag gesehen
Komplette Selbstversorgung ist angesagt. Z.T. waren Duscheimer vorhanden, aber nicht überall. Eine signifikante Unterscheidung –außer dem Preis- zwischen den DWNP und Bigfoot Camps konnten wir nicht feststellen.

Es mag ja gut gemeint sein, eine Toilettenpapierrolle bei den longdrops hängen zu lassen. Wir hatten jedoch fast jeden Tag Phasen mit sehr starkem Wind, was dazu führte, dass sich das T-Papier verselbständigte und in den umliegenden Büschen verfing. Kein schöner Anblick! Und auch nicht schön, bei Ankunft erstmal das Camp aufräumen zu müssen. Auch scheinen nicht alle Campbesucher mit einem sinnvollen Umgang des Spatens vertraut zu sein (gilt zumindest für Passarge und Sunday).
Seinen Müll muss man übrigens wieder mitnehmen (stabilen Sack mitnehmen). Am Matswere Gate konnten wir unseren Sack abgeben.
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2017
2'516 Beiträge · seit 200922. Dez. 2017 · #26
Hallo Mabe,

"Auch scheinen nicht alle Campbesucher mit einem sinnvollen Umgang des Spatens vertraut zu sein (gilt zumindest für Passarge und Sunday).
Seinen Müll muss man übrigens wieder mitnehmen (stabilen Sack mitnehmen). Am Matswere Gate konnten wir unseren Sack abgeben."

Leider beschränkt sich das nicht nur aufs Passarge Valley und Sunday Pan, sondern durchaus auf einige Wildnis-Camps mehr. Wir haben die gleichen Erfahrungen in Khwai machen müssen. Dabei wäre es doch so einfach, man verlässt den Platz so, wie man in sich bei der Ankunft selber wünscht, nämlich sauber.

Danke fürs Teilhabenlassen,
viele Grüße,
Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201325. Dez. 2017 · #27
Auf den Wunsch eines einzelnen Fomis gibt es als Nachschlag noch ein paar Strassenbilder aus dem CKGR

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Wir fahren bis Tiaans.

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Der Pool tut gut, vom Aussichtsdeck gibt es nicht viel zu sehen. Die Sanitäranlagen sind prima in Schuss und alles ist sehr liebevoll gestaltet. Wir hätten gerne zu Abend gegessen, aber das muss man leider einen Tag vorbestellen.
Unsere Platznachbarn sind anscheinend etwas ungeübt im Umgang mit ihrem Camper und hantieren noch abends spät lärmend und leuchtend herum. Um die Ersatzkanister in den Tank zu füllen, gibt es sicherlich bessere Momente…Irgendwann ist es auch dort ruhig.

Tag 10 Magkadigkadi
Heute geht es mit der Fähre, naja, eher einem Schwimmponton mit einem Aussenborder links und rects über den Boteti-spannend, aber es klappt reibungslos.

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Der Magkadigkadi NP zeigt sich von seiner tiefsandigen Seite. Was für ein Rumgeorgel- sowohl auf den Pisten im Park als auch auf den Ab- und Auffahrten zum Flussufer.
Unmengen von Zebras und Elefanten, Giraffen, Raubvögeln und Antilopen-so hatten wir den Park auch schon 2014 erlebt.

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zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2017
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201325. Dez. 2017 · #28
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Die Affen lassen uns auf der Campsite in Ruhe- die britischen Nachbarn büßen schon mal Teebeutel ein.

Gegen Abend drehen wir noch eine Runde und wir stoßen zunächst auf Giraffen im Abendlicht

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eine Riesentrappe
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und dann auf

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Löwen!

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Eine tolle Abendstimmung am Boteti, der Park ist immer wieder schön.

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Ein paar riesige Insekten besuchen uns am Lagerfeuer
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zuletzt bearbeitet 25. Dez. 2017
1'624 Beiträge · seit 201526. Dez. 2017 · #29
Mabe schrieb:Auf den Wunsch eines einzelnen Fomis gibt es als Nachschlag noch ein paar Strassenbilder aus dem CKGR
Hallo Mabe
na, da bin ich wohl gemeint 😄
Ja mich interessiert es, wie dort die Straßen sind. Seit 2 Jahren überlegen wir dorthin zu fahren, allerdings in der Regenzeit und das kann eine andere Geschichte werden. Keine Ahnung wo meine frühere Lebenseinstellung „no risk - no fun“ abgeblieben ist, irgendwo verschüttet in zu viel beruflichen Stress (zu viel risk ohne fun) der letzten Jahre… Naja, irgendwann reisen wir dorthin, hoffentlich nicht erst, wenn man dort nur noch „im Konvoi“ fährt.
Lieben Dank fürs Teilen Eurer Reiseerlebnisse und Afrika-Sehnsucht verbreiten 🙂
Weihnachtliche Grüße
Elisabeth
Reiseberichte/ Fotos im Namibiaforum: Namibia, 2x Kenia, Äthiopien/Djibouti, Südafrika, Marokko, Ecuador Festland Reiseberichte/Fotos in Ingrids Forum: Baja California, Delta und Krüger, Simbabwe, Réunion, Ecuador/Galapagos, 2x Indien, Milos/Santorini, Kanada "Viele sagen, man soll gehen, wenn es am schönsten ist, aber ich finde, man soll lieber dahin gehen, wo´s am schönsten ist." Das Känguruh
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201326. Dez. 2017 · #30
Sphinx schrieb:
na, da bin ich wohl gemeint 😄
Genau, woher weisst du?

Die Wege waren ja jetzt total trocken. Aber an einigen Stellen, konnte man wirklich gut sehen, wie sich Leute tief eingegraben und festgefahren haben müssen. Das hinterlässt schon extrem tiefe Furchen und beschädigt das Wegenetz nachhaltig. Im 4x4communityforum gibt es ein paar schöne Berichte von Reisen in der Regenzeit. Wir haben uns so manches mal gefragt, ob das noch Spass macht, wenn man da im Matsch steckt oder ob man nicht sogar besser den Park schliessen sollte, wenn es zu nass wird...

Angesichts der eher begrenzten Übernachtungskapazitäten kann ich mir nicht vorstellen, dass es dort voll wird.

Im Bericht geht es heute noch weiter...
8 Beiträge · seit 201726. Dez. 2017 · #31
vielen Dank für deine tollen Bilder. Kannst du bei Gelegenheit einmal das Auto und deine Ausrüstung fotographieren. Dazu wären einige Empfehlungen sehr brauchbar!
Gute Weiterreise
Peter
Gruß Peter47
1'166 Beiträge · seit 201726. Dez. 2017 · #32
Hallo Mabe,

Magkadigkadi wird noch mal interessanter, danke für die Fotos. 😎

Bei den Straßenbildern schließe ich mich an. Da wir in Botswana noch nicht waren, ist es interessant die Verhältnisse zu sehen. Ich find's auf jeden Fall spannend.

Gruß,
Robin
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1'624 Beiträge · seit 201526. Dez. 2017 · #33
Mabe schrieb:
Die Wege waren ja jetzt total trocken. Aber an einigen Stellen, konnte man wirklich gut sehen, wie sich Leute tief eingegraben und festgefahren haben müssen. Das hinterlässt schon extrem tiefe Furchen und beschädigt das Wegenetz nachhaltig. ob man nicht sogar besser den Park schliessen sollte, wenn es zu nass wird...
Ja, da spricht Du etwas sehr wichtiges an…… ist mir leider auch schon lange bewusst……vermutlich werde ich doch nie dorthin hinkommen…..oder doch zur Trockenzeit?….
Mabe schrieb:Angesichts der eher begrenzten Übernachtungskapazitäten kann ich mir nicht vorstellen, dass es dort voll wird.
Warte nur bis noch mehr Lodges gebaut werden, dass bekommt Botswana dort auch noch hin. 😈
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Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201327. Dez. 2017 · #34
Jetzt hat es mit der Fortsetzung gestern doch nicht mehr geklappt.....aber heute geht es weiter.

Vielen Dank für die Kommentare, Danke-Button-Drücker und stillen Mitleser.

Ich mache dann jetzt mal einen kleinen Exkurs in Sachen Fahrzeug:

Eigene Bilder nur vom Aufbau, dem Innenleben etc. habe ich nicht gemacht.
Wir hatten den "Toyota Land Cruiser 79 series - Bushcamper" von Bushlore und auf der Homepage Klickmich gibt es ein PDF mit Bildern und Spezifikationen.

Ein Single Cab: Uns fehlte definitiv der Platz auf der Rückbank für Fotoequipment, Ferngläser, Handtücher, Getränke, Snacks, Bücher und alles, was man halt schnell mal braucht.
Hinter den Sitzen gab es zwar fest installierte Getränkehalter (gut), aber das extra Ablagefach war nicht groß genug für die Fototasche und insgesamt eher etwas unübersichtlich für den schnellen Zugriff (schlecht). Dass man dort Sachen unterbringen kann, um sie aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen, war für uns nicht so relevant, da wir überwiegend in Parks unterwegs waren.
Die Fototasche fand sich daher schnell zwischen den Sitzen wieder und Zweitkamera und Ferngläser tummelten sich auch eher lose vor oder zwischen den Sitzen.
In der Beschreibung heisst es „here is an additional shelf above the sun visors”. Gefunden haben wir das shelf nicht.

Die zwei Kühlschränke waren sehr komfortabel (gut). Einer war auf der rechten Seite, einer auf der Linken. Es bedarf daher etwas Ordnung damit man nicht ständig ums Auto rennen muss (okay). Was dadurch fehlte war ein seitlicher Zugriff in den Innenraum (schlecht). Etwas lästig, da immer erst beide Ersatzräder an der Hecktür zur Seite geschwenkt werden mussten, um dann die Tür zu öffnen.
Über den Kühlschränken waren noch Fächer und auch daneben konnten noch einige Sache gestopft werden (gut).

Die Kühlschränke waren leider nicht rutschfest vertäut. Die Macken von den Seitenverschlüssen waren schon recht tief. Wir haben mit etwas Abpolsterung/Verpackung Abhilfe geschaffen.
Der Innenraum hinten war gefühlt wenig kleiner als in anderen Bushcampern. An der Kopfseite nahmen zwei Batterien etwas Raum ein. Die Fächer an der Kopfseite und an den Seiten waren mit Planen zu verschließen. Dies schützte allerdings nicht davor, dass sich Gegenstände aus den oberen Fächern auf Rumpelstrecken nach unten durchrumpelten. Eine Dose Thunfisch wurde daher erst vermisst, 10 Tage später aber doch zufällig wieder gefunden. Größere Taschen können nicht gut verstaut werden. Sie dürfen nicht höher als ein Fachzugang sein, sonst müssen sie im Innenraum liegen.

Die Ersatzkanister konnten ungefüllt gut im Innenraum vertäut werden (dort, wo sonst das Porta Potti vorgesehen ist). Bushlore hat mittlerweile wirklich dichte Kanister und ebenfalls dichte Überziehsäcke (wie diese Packtaschen fürs Kanufahren), so dass auch der Transport der gefüllten Kanister kein Problem war. Das Potti-Fach hat dann den Großteil der Wasserkanister aufgenommen, die ebenfalls verzurrt werden konnten.
Möglichkeiten irgendetwas draussen z.B. auf dem Dach zu transportieren gab es nicht. Das Holz muss daher auch in den Innenraum. Die schon oft genannten IKEA-Taschen sind dafür goldrichtig.

Durch die Fächer rundherum hatten wir den Eindruck, dass der Innenraum deutlich besser isoliert wird und sich dadurch nicht so sehr aufheizt.

Eine Eintrittshilfe (Leiter) gab es nicht, haben wir aber auch nicht vermisst. Das innen nach oben klettern war etwas einfacher, da man innen links und rechts auf die Ablage / Stufe treten kann.

Der Wassertank soll 120 l fassen. Keine Ahnung, ob das stimmt. Leider hat man überhaupt keine Möglichkeit zu checken, wieviel noch drin ist oder man schon verbraucht hat.

Die Tankkapazität soll 180 Liter betragen. Wir vermuten stark, dass es etwas weniger ist (160 l). Gut ist, dass es wirklich zwei separate Tanks mit eigenen Anzeigen sind. Das beschleunigt den Tankvorgang deutlich. Der 2. Tank wird mit einer Taste zugeschaltet. Der Verbrauch lag bei 13-15 Litern (egal ob Tempo 110 auf der Teerstrasse oder 20 kmh im Tiefsand).

Das Schattendach (Markise) lässt sich erfreulich einfach aus- und wieder einklappen.

Der Cruiser verfügt über ein Solar Panel, dass auch bei längeren Standzeiten dafür sorgt, dass die Batterien nicht in die Knie gehen (sehr gut).
Zusätzlich gibt es die Möglichkeit der externen Stromversorgung.

Es gibt eine Steckdosenleiste (für europäische Stecker). Wann die funktioniert, haben wir nicht getestet. Uns reichte der 12 V –Anschluss im Fahrzeug.

Erstmalig hatten wir eine Winde….und wir haben sie tatsächlich gebraucht 🙂

Insgesamt ein tolles Fahrzeug mit ordentlich Bodenfreiheit. Der Cruiser hat uns durch den tiefsten Tiefsand kutschiert, auch wenn es etwas gewöhnungsbedürftig ist, die Gänge sehr hoch zu drehen. Fährt sich wie ein LKW und kommt etwas schleppend auf Touren.

Die Warmwasserdusche haben wir nicht genutzt. Den Platz könnte man nach unserem Empfinden sinnvoller nutzen.

Für den Transport des dutchoven sollte man sich eine Kiste mitgeben lassen oder beim ersten Supermarktbesuch einen Karton mitnehmen. Sonst muss man den Topf auch von unten sorgfältig nach Gebrauch reinigen oder saut alles ein.

Ansonsten alles in bewährter Top-Qualität unseres Lieblingsvermieters

Gesamtfazit: Ein doublecab ist für unsere Ansprüche geeigneter, alles andere ist mehr oder weniger Gewöhnungssache
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201327. Dez. 2017 · #35
Tag 11
Wir beschließen, nicht noch mal durch den Sand zu orgeln- der letzte Abend wäre eh nicht mehr zu toppen gewesen- und lieber zeitig aufzubrechen. Wir haben noch einen ausgiebigen Versorgungsstop in Maun vor uns und wollen dann noch bis Guma Lagoon.
Doch zunächst galt es wieder mit der Fähre überzusetzen.

Wir waren die ersten Passagiere und der Fährmann hatte seinen Dienst noch gar nicht aufgenommen. Irgendwann so gegen 9.00 Uhr kam er dann und entweder war er noch nicht ganz wach oder der starke Seitenwind war Schuld, dass er aus unserer Sicht etwas suboptimal anlegte.

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„It is okay, come on“…naja, im Ergebnis hingen wir mit den Vorderrädern auf der Rampe und mit den Hinterrädern im Schlick fest. Es ging weder vor noch zurück und ich sah uns schon seitwärts von der Fähre plumpsen.
Mittlerweile hatten wir auch auf beiden Uferseiten einige Zuschauer.
Nach einigem Hin und Her war der Fährmann doch bereit, dass wir die Winde an seinem Kahn festmachen durften. Das erste Mal, dass wir eine Winde am Auto hatten-Jippieh. Die Lage war somit schnell gelöst, auch wenn man tatsächlich befürchten musste, den Kahn dabei zu zerlegen.
Das Anlagemanöver gestaltete sich ebenfalls etwas kompliziert: Wagen etwas vorfahren, Fähre etwas zurücksetzen, Wagen wieder etwas vor, Fähre vor…endlich hatten wir eine geeignete Anlegeposition erreicht und es war schön wieder festen Boden unter den Rädern zu haben.

Bis Maun gab es bis auf eine Polizeikontrolle keine besonderen Vorkommnisse. Eine Polizistin war sehr streng mit uns: „you have to stop at the stop sign. I can fine you 1000 Pula“. Bezahlen mussten wir zum Glück dann doch nicht.

Obwohl es in Maun doch halbwegs relaxed zugeht, war es irgendwie ein „Kulturschock“: So viele Menschen und Gewusel. Großeinkauf, Volltanken, Postkarten kaufen, Briefmarken, ein Ersatzteil für einen Campingkocher suchen…da gehen schnell ein paar Stunden drauf. Und wir hatten ja noch etliche Kilometer vor uns.

Die Strecke von Sehithwa nach Norden war extrem: asphaltiert, aber mit Schlaglöchern in denen man kleine Kinder verstecken könnte, Schlangenlinien fahren, Beschleunigen, abruptes Abbremsen- puh! Zwischendurch trafen wir auf einen Bautrupp, der die Löcher verfüllte und einen, der Löcher in den Belag hackte 🤨

Der Abzweig nach Etsha 13 und damit nach Guma war ein Lichtblick. Von hier noch 15 Kilometer…die es ebenfalls in sich hatten. Es ging wild hin und her, auch mal kilometerweise in die laut T4A falsche Richtung. Viele Verzweigungen, aber die Strecke war perfekt ausgeschildert. Tiefer Tiefsand und richtiger Dschungel wechselten sich ab und pünktlich mit der Dämmerung kamen wir endlich an.

Bilder habe ich bis hierhin keine gemacht...versprochen, der nächste Abschnitt ist wieder fotolastiger
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201327. Dez. 2017 · #36
Tag 12 Guma Lagoon
Wir bleiben zwei Nächte und vertreiben uns den Tag im Camp, bei Eule

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und anderen Vögeln,


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Am Nachmittag machen wir eine Bootstour. Das Ufer besteht hier fast ausschließlich aus Schilf, so dass es nicht allzu viel zu sehen gibt. Vielleicht hatte es unser Käptn aber auch einfach nicht so drauf, es war trotzdem ganz nett.

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Wir haben die einzige Campsite, die direkt am Wasser liegt. Ein besonderer Vorteil ist das aber nicht. Die Leute aus dem Chalet neben uns sind etwas schmerzfrei und latschen über unsere campsite zum Restaurant. Am Ufer liegen ein paar Boote, sonst gibt es in Richtung Wasser nichts zu sehen.
Die übrigen Campsites liegen etwas zurückgesetzt, sind alle sehr großzügig und haben ebenfalls eigene Sanitärhäuschen. Gutes Holz wurde direkt Schubkarrenweise angeliefert. Ausser ein paar Chalet-Gästen waren noch zwei andere Camper da.

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Für eine Nacht bietet sich Guma Lagoon aufgrund der aufwändigen Anreise m.E. nicht an. Viel machen kann man allerdings auch nicht, so dass wir am nächsten Tag nicht besonders traurig waren weiter gen Norden zu fahren.

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zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2017
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201329. Dez. 2017 · #37
Tag 14 auf nach Drotsky´s
Drotsky´s Cabins heisst das nächste nur 100 km entfernte Ziel. Unterwegs gibt es eine gut versteckte Radarkontrolle – aber wir fahren ja vorschriftsmäßig.
Hier liegen die Campsites alle am Wasser – eigentlich, denn das Wasser ist nicht da, so dass der Blick ins Schilf geht. Eine weitere Campsite ist belegt, die Chalets stehen leer. Es gibt eine Bar und einen Gemeinschaftsbereich, wo man ganz nett sitzen kann (hier ist auch Wasser). Etwas entfernt liegt die Lodge.
Den Tag vertreiben wir uns mit Postkarten schreiben.

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Tag 15 Tsodilo Hills
Wir machen einen Ausflug zu den Tsodilo Hills. Schon von weitem sieht man die Felsen sich aus der Landschaft erheben.

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Die Radarkontrolle war übrigens auch schon wieder da.

Eine Campsite gibt es auch hier an den Tsodilo Hills. Das Ganze sieht aber etwas vernachlässigt und schattenlos aus.
Wir möchten den Rhino Trail gehen und bekommen „Günther“ (?) als kundigen Führer mit auf den Weg, der uns auch alle Felszeichnungen zeigt, inklusive Walfisch und Pinguin (!?).

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Es ist schön, mal wieder ein bisschen zu wandern und zu klettern. Es ist dummerweise genau Mittagszeit und die Sonne brennt ganz ordentlich. Günther hätte die Tour wohl gerne nach einer halben Stunde beendet, aber wir möchten die ganze Runde gehen, was sich letztlich auch gelohnt hat. Es gibt sehr schöne Ausblicke und eine sehr imposante Treppe zu bewundern, die vor kurzem vom Präsidenten persönlich eingeweiht wurde.

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Ein kurzer Abstecher ins Museum schließt sich an. Ein sehr großzügiger Picknickplatz ist angelegt, ob hier jedoch jemals größere Besuchermengen vorbei kommen ist zu bezweifeln.

Auf der Rückfahrt winken wir den Polizisten an der Radarkontrolle schon fröhlich zu – man kennt sich. Direkt neben der Radarkontrolle hatte sich übrigens ein Verkaufsstand mit Snacks und Getränken angesiedelt. Interessante Symbiose.
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201301. Jan. 2018 · #38
Dann beginnen wir das Jahr mal mit ein paar weiteren Impressionen unserer Reise...allen Mitlesern einen wunderbaren Start in das Neuen Jahr!!

Gen Abend machen wir noch eine Bootstour. Unser Bootsführer Otto hat es wirklich drauf und die unterschiedliche Ufergestaltung und -vegetation hat viel zu bieten.

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Otto zeigt uns u.a. eine Kolonie von Bienenfressern, die in Scharen vor ihren Nestern sitzen, einen Malachit-Kingfisher und sogar einen der seltenen Nachtreiher. Leider gelingen davon keine zeigbaren Fotos. Eine der besten Bootstouren, die wir je gemacht haben!

Tag 16 zurück nach Maun
Unser Ausflug an den Panhandle neigt sich dem Ende zu und wir fahren –an der Radarkontrolle vorbei – wieder Richtung Maun. Der Großeinkauf für die letzte Woche steht auf dem Programm. In einem Viertel ist Stromausfall und der Spar hat zu. Der Bottle Store hat zwar geöffnet, aber nur ein begrenztes Angebot. Am Ende haben wir eine Vielzahl von Läden durchkreuzt, da wir nicht überall unsere Wünsche erfüllen konnten; hier kein Gemüse, da keine Grillanzünder…
Die Nacht verbringen wir im Discovery B&B, da uns die Campsites in Maun bislang nicht besonders gefallen haben und irgendwie alle laut sind. Das Discovery ist eine nette kleine Oase und der Pool ist klasse.
Zum Essen müssen wir allerdings noch mal los und wir fahren ins nahegelegene Audi-Camp. Das Essen ist okay, kommt allerdings erstaunlich schnell. Es sind mehrere Gruppen vor Ort, es ist mächtig Trubel und wir sind froh, dass wir unser schönes Hausi haben.

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2'779 Beiträge · seit 200701. Jan. 2018 · #39
Hallo Mabe, mit grossem Interesse lese ich deinen Bericht - merke mir hier und da ein paar Details- 😉 und ganz speziell möchte ich mich für die Schilderungen zum Innenleben des Fahrzeuges bedanken !


Deine Erfahrungen mit dem Single Cab bushcamper von bushlore vergleiche ich mit dem double cab bushcamper auf Land Cruiser Aufbau von Savanna. Darf ich ein paar eigene Erfahrungen mit einbringen? Wie du, bin auch ich der Meinung dass die double cab Version bequemer ist.
Warum:
- Zugriff von innerhalb der Fahrerkabine auf den Kühlschrank (auf der Fläche der entfernten Hinterbank verankert) möchte ich nicht missen. Ob für Getränkeentnahme während der Fahrt oder die Zubereitung eines Mittagessen während einem unerwartet langen Aufenthalt an einem Wasserloch. Aussteigen und um den Wagen gehen ist nicht notwendig.
- Neben dem Kühlschrank, egal welcher Grösse, 40, 60, 90 oder sogar 100l, gibt es genügend Platz um die eigenen Tagesrucksäcke, Schuhe, Fototasche, sogar Holz oder Kohle, etc zu deponieren. Tipp: wir haben unseren Kühlschrank total neu und andersrum platziert und mittels im Supermarkt gekauften tie down straps an den dafür vorgesehenen Verankerungen befestigt um mehr Platz für eigenes Gepäck und Proviant zu schaffen und schwere Sachen näher am Boden und an der Vorderachse zu verstauen.
- Den Stauraum der Warmwasserdusche kann man sehr gut als Depot für Grillkohle, schön abgepacktes Feuerholz etc verwenden insofern das Abteil ähnlich gestaltet ist wie bei Savanna wo neben dem 5l Boiler noch viel Platz frei ist (da legt man sonst beim Duschen Pflegeprodukte, trockene Kleider und Badetuch rein denke ich). Dies als Tipp denn es gibt wegen dem pop up tent eben wie Mabe schreibt keinerlei Stauraum auf dem Dach. Das ist bei herkömmlichen Dachzelten ein plus. Dort kann man unterwegs (wo erlaubt) eingesammeltes Holz einfach aufs Dach zu den Treibstoff kanistern. die dort oben ev. auch festgezurrt mitgeführt werden, schmeissen.
- Das Solarpanel ist ein absoluter Knaller wenn man wild campen will oder an Orten übernachtet wo kein Stromanschluss möglich ist
- Die Markise ist spätenstens dann wenn man sie mal hatte ein plus auf das man nicht mehr verzichten möchte, vorallem für Reisen in baumlose, sehr heisse Gebiete. Nachteil: bei starkem Wind oder Regen nicht zu empfehlen.
- Fazit: auch wenn der Aufbau auf dem double cab hinten über die normale Länge des Land Cruisers herausragt und den Ausfallwinkel im Gelände etwas beeinträchtigt, (sprich bei der Ausfahrt am steilen Ufer eines Reviers kann die hintere Stossstange schon mal aufschlagen) finde ich die Doppelkabine besser.

Alles Gute im 2018
Liebe Grüsse
Gruss Leona
Themenstarter1'068 Beiträge · seit 201302. Jan. 2018 · #40
Hallo La Leona,

danke für deine Anmerkungen.

Da sieht man wieder, wie sehr sich die einzelnen Fahrzeuge unterscheiden, auch im Auf- bzw. Ausbau.

Bei dem von uns genutzten Fahrzeug war es nicht möglich, von der Fahrerkabine auf die Kühlschränke zuzugreifen.
Auch liess sich das Fach, wo Boiler und Duschpumpe untergebracht waren, nicht öffnen und als Stauraum nutzen.

Vermisst haben wir das jedoch nicht. Ein eigenes Fahrzeug würde ich wahrscheinlich schon anders konzipieren, bei einem Mietwagen finde ich das jetzt nicht so entscheidungsrelevant.

Für die eher baumlose Kalahari würde ich auch auf jeden Fall eine Markise empfehlen. In anderen Regionen mag das nicht so wichtig sein. Und die diversen Batterien nebst Solar Panel waren schon eine ruhige Bank. Gerade, wenn man auch längere Zeit am Stück im Busch ist. Na, und die Winde hatte auch ihren Zweck 😎

Viele Grüße
Mabe