BRBritta6838 Beiträge · seit 201621. Aug. 2017 · #101
!!!!! HAMMERGEIL !!!!!!
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201721. Aug. 2017 · #102
sandra1903 schrieb:Ich habe heute mit Eurem Bericht begonnen und konnte nicht mehr aufhören. Was für wunderschöne, wirklich traumhafte Fotos!!!
Ich könnte jetzt jammern, dass meine Fotos nicht so scharf werden, aber Ihr hattet fast 20 kg Equipment dabei und ich hab eine Kamera mit Immerdrauf-Objektiv. Da leidet nunmal die Qualität, selbst schuld 😉
Besonders gefällt mir auch Eure ruhige Art zu reisen. Genügend Zeit an den verschiedenen Orten, so mögen wir das auch!
Freu mich schon auf die Fortsetzung!
Hallo Sandra,
freut uns sehr, dass Dir unsere Art zu reisen und unser Bericht inklusive der Fotos gefallen 🙂 Manchmal denke ich mir auch: "Bist Du eigentlich noch ganz normal, dass Du so viel Zeug mit Dir rumschleppst 😉 " Ich kann gut verstehen, wenn jemand dazu keine Lust hat. Wenn wir nicht auch hier intensiv fotografieren würden, wären wir sicher auch nicht ganz so verrückt.
Gila schrieb:Ich kann mich Sandra nur anschließen - wunderschöne Bilder, ich kann sie mir immer wieder anschauen. 🙂 Was den Müll betrifft, da kann ich Euch zu 100% beipflichten. Das gleiche gilt aber auch hier bei uns in D. Nur kann man hier garnicht so viel mitnehmen wie rumliegt. Traurig!
Hallo Gila,
auch Dir vielen Dank für Dein liebes Feedback 🙂 Du hast natürlich vollkommen Recht. Hier in Deutschland fällt es einem schon manchmal gar nicht mehr auf, so viel Müll liegt herum 😠
Dorli schrieb:Einfach nur WOW! Ich komme aus dem schwärmen eurer Bilder gar nicht mehr heraus.
Ihr holt wirklich überall das Best mögliche raus. Die Makros haben mir es auch total angetan. Leider fehlt in unserer Sammlung so ein Objektiv noch.
Hättet ihr eine Empfehlung für Sossusvlei welche Düne sich am besten für Sonnenaufgangs oder Untergangsbilder eignet? Ihr habt ja geschrieben das vor allem in der Früh alle gleichzeitig zu den Dünen aufbrechen.
Sollte man doch vielleicht den Sonnenaufgang fürs Deadvlei nutzen und die Dünen erst später besichtigen. Bin mir diesbezüglich einfach total unschlüssig wie wir den Tag dort am besten gestalten sollen.
Bin schon sehr gespannt auf die Bilder der Spitzkoppe. Dort werden wir nämlich auch eine Nacht verbringen.
Hi Dorli,
nochmals vielen Dank für das Lob 😎 Ich freue mich wirklich sehr, dass auch die Makros gefallen - damit habe ich hier in Deutschland angefangen und mir liegt der Mikrokosmos sehr am Herzen. Toll finde ich immer wieder, Details auf den Fotos zu entdecken, die ich ansonsten gar nicht wahrnehmen würde. Wann kann man sich schon mal in aller Ruhe einen Schmetterlingsflügel im Detail betrachten. Das ist schon toll, was so ein Objektiv ermöglicht.
Mit den Dünen und Sonnenauf- und Untergang ist es so eine Sache. In der Regel bekommt man gesagt, dass die Düne 45 sich zum Sonnenauf- und die Elim-Düne sich zum Sonnenuntergang eignet. Aber wir waren (ein bisschen gegen den Strom) zum Sonnenaufgang auf der Elim-Düne und das war auch sehr schön. Wenn ihr zum Sossusvlei fahren wollt, dann wäre es sicher ratsam, so früh wie möglich loszufahren, damit man noch etwas vom Sonnenaufgang mitbekommt. Im Vlei gibt es auch Dünen, auf die man dann schnell steigen kann oder man geht wie wir ins Dead Vlei, muss dann aber ein bisschen warten, weil die Sonne erst über die Düne kommen muss (der Sonnenaufgang ist dann also schon längst vorbei).
Die Spitzkoppe ist auch ein wirklich schönes Gebiet. Bei mir war dieses Jahr das Problem, dass ich sehr hohe Erwartungen an die Spitzkoppe hatte, die sich dann nicht ganz so erfüllt haben. Deshalb war ich mittendrin auch ein wenig enttäuscht, als wir da waren, wurde dann aber noch "entschädigt" (lass Dich überraschen im nächsten Bericht). Ich bin mir sicher, es wird euch dort sehr gut gefallen. Sucht euch - wenn ihr könnt und noch viel frei ist - in aller Ruhe eine schöne Campsite aus.
ANNICK schrieb:Coucou an euch Beiden,
Wouah, die Bilder sind echt la Crème de la Crème. 🙂
Man könnte damit tolle Postkarten daraus machen oder sogar einen Kalender. 😁
Ein Geschenk für die Augen!!! 🤪
Freue mich auf mehr.
Es grüsst Annick
Huhu Annick,
wir werden auch sicher für uns nächstes Jahr einen Kalender machen - das mache ich schon seit ein paar Jahren so und freue mich immer auf das nächste Kalenderblatt 😁 Kann ich auch jedem nur empfehlen, sich so etwas zu erstellen - so ein Kalender mit eigenen Fotos macht einfach Spaß!
nochmals vielen Dank für das Lob 😎 Ich freue mich wirklich sehr, dass auch die Makros gefallen - damit habe ich hier in Deutschland angefangen und mir liegt der Mikrokosmos sehr am Herzen. Toll finde ich immer wieder, Details auf den Fotos zu entdecken, die ich ansonsten gar nicht wahrnehmen würde. Wann kann man sich schon mal in aller Ruhe einen Schmetterlingsflügel im Detail betrachten. Das ist schon toll, was so ein Objektiv ermöglicht.
Mit den Dünen und Sonnenauf- und Untergang ist es so eine Sache. In der Regel bekommt man gesagt, dass die Düne 45 sich zum Sonnenauf- und die Elim-Düne sich zum Sonnenuntergang eignet. Aber wir waren (ein bisschen gegen den Strom) zum Sonnenaufgang auf der Elim-Düne und das war auch sehr schön. Wenn ihr zum Sossusvlei fahren wollt, dann wäre es sicher ratsam, so früh wie möglich loszufahren, damit man noch etwas vom Sonnenaufgang mitbekommt. Im Vlei gibt es auch Dünen, auf die man dann schnell steigen kann oder man geht wie wir ins Dead Vlei, muss dann aber ein bisschen warten, weil die Sonne erst über die Düne kommen muss (der Sonnenaufgang ist dann also schon längst vorbei).
Die Spitzkoppe ist auch ein wirklich schönes Gebiet. Bei mir war dieses Jahr das Problem, dass ich sehr hohe Erwartungen an die Spitzkoppe hatte, die sich dann nicht ganz so erfüllt haben. Deshalb war ich mittendrin auch ein wenig enttäuscht, als wir da waren, wurde dann aber noch "entschädigt" (lass Dich überraschen im nächsten Bericht). Ich bin mir sicher, es wird euch dort sehr gut gefallen. Sucht euch - wenn ihr könnt und noch viel frei ist - in aller Ruhe eine schöne Campsite aus. Heike
Makro ist echt nochmal eine ganz andere Art von Fotografie. Wie du schon sagst. Hier geht es wirklich um Details. Wir haben bei unserem 24-70mm eine Makro Funktion dabei, aber das kann man natürlich nicht mit einem reinen Makroobjektiv vergleichen. Vielleicht gönnen wir uns so ein Objektiv ja auch irgendwann mal. 🙂 Deine Bilder haben auf jeden Fall Lust auf Makrofotografie gemacht.
Okay danke für die Tipps. Dann werden wir einfach mal abwarten wie das Wetter wird und es wahrscheinlich erst spontan vor Ort entscheiden wo wir zu Sonnen Auf und Untergang hinfahren.
Das kenne ich wenn man zu hohe Erwartungen von etwas hat und dann enttäuscht wird. Schade natürlich, aber bin gespannt was ihr aus dem Tag dann dort gemacht habt. Hast du eine Empfehlung für eine besondere Campsite? Ich habe in einem andern Bericht gelesen das die Nr. 4 recht toll sein soll. Irgendein schönes Plätzchen wird schon frei sein für uns. 🙂
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201726. Aug. 2017 · #104
Dorli schrieb:
Makro ist echt nochmal eine ganz andere Art von Fotografie. Wie du schon sagst. Hier geht es wirklich um Details. Wir haben bei unserem 24-70mm eine Makro Funktion dabei, aber das kann man natürlich nicht mit einem reinen Makroobjektiv vergleichen. Vielleicht gönnen wir uns so ein Objektiv ja auch irgendwann mal. 🙂 Deine Bilder haben auf jeden Fall Lust auf Makrofotografie gemacht.
Okay danke für die Tipps. Dann werden wir einfach mal abwarten wie das Wetter wird und es wahrscheinlich erst spontan vor Ort entscheiden wo wir zu Sonnen Auf und Untergang hinfahren.
Das kenne ich wenn man zu hohe Erwartungen von etwas hat und dann enttäuscht wird. Schade natürlich, aber bin gespannt was ihr aus dem Tag dann dort gemacht habt. Hast du eine Empfehlung für eine besondere Campsite? Ich habe in einem andern Bericht gelesen das die Nr. 4 recht toll sein soll. Irgendein schönes Plätzchen wird schon frei sein für uns. 🙂
Nochmal hallo 🙂
Wir waren auf der Campsite 3, aber nur deshalb, weil wir in der Nähe der Rock Bridge sein wollten (die Überlegung war hier vielleicht auch nachts zu fotografieren, was wir dann aber doch nicht taten) und der Wind fetzte deutlich weniger. Die Campsites direkt an der Bridge waren schon alle belegt, aber die Spitzkoppe hat jede Menge schöner Campsites. Ich meine Campsite 10 oder 11 fanden wir auch sehr schön und es gab viele Vögel drumherum.
Champagner8'691 Beiträge · seit 201027. Aug. 2017 · #105
Guten Morgen Ihr Zwei,
ich hatte mich schon seit Mittwoch darauf gefreut, hier endlich mal weiterlesen zu können! Heute früh habe ich mir das nun ganz bewusst zum Sonntagskaffee gegönnt - was für ein Genuss!
Ich kann gar nicht genau sagen, was mir besser gefällt: eure sensationellen Aufnahmen, eure Texte oder eure unaufgeregte Art, die so völlig frei von Narzismus ist. Auf jeden Fall herzlichen Dank - verbunden mit der Hoffnung, in der Zukunft hier im Forum noch viel von euch sehen und lesen zu können! Eure Website/euren Blog werde ich mir auch noch in Ruhe anschauen, an anderer Stelle bin ich ja auch schon auf euch gestoßen 😉
Ganz liebe Grüße von Bele
Edit: Habe eben ein bisschen bei euch gestöbert - wie schön, danke dafür - euch nimmt man eine solche Aussage auch ab:
"Die Schönheit der Natur in all ihren Facetten zu erleben ist unser Antrieb, die wunderbaren Eindrücke, Stimmungen und Erlebnisse als dauerhafte Erinnerungen in Bildern festzuhalten unser Ziel. Mit unserem Blog wollen wir auch andere Menschen an unseren Erlebnissen teilhaben lassen und sie dazu inspirieren, die Schönheit unserer Natur zu sehen und auch selbst zu erleben. Wer die Vielfalt und Schönheit unserer Natur sieht und begreift, der wird sie schätzen und schützen lernen und dies ist uns ein wichtiges Anliegen, denn wir haben nur diese eine, unsere Natur auf unserem Planeten und wir müssen gut mit ihr umgehen, damit wir und kommende Generationen auch morgen noch solche Erlebnisse haben können, wie die, die wir hier mit euch teilen wollen. "
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201728. Aug. 2017 · #106
Champagner schrieb:Guten Morgen Ihr Zwei,
ich hatte mich schon seit Mittwoch darauf gefreut, hier endlich mal weiterlesen zu können! Heute früh habe ich mir das nun ganz bewusst zum Sonntagskaffee gegönnt - was für ein Genuss!
Ich kann gar nicht genau sagen, was mir besser gefällt: eure sensationellen Aufnahmen, eure Texte oder eure unaufgeregte Art, die so völlig frei von Narzismus ist. Auf jeden Fall herzlichen Dank - verbunden mit der Hoffnung, in der Zukunft hier im Forum noch viel von euch sehen und lesen zu können! Eure Website/euren Blog werde ich mir auch noch in Ruhe anschauen, an anderer Stelle bin ich ja auch schon auf euch gestoßen 😉
Ganz liebe Grüße von Bele
Edit: Habe eben ein bisschen bei euch gestöbert - wie schön, danke dafür - euch nimmt man eine solche Aussage auch ab:
Guten Morgen Bele,
freut uns sehr, dass Dir der Bericht, die Fotos und unsere Homepage gefallen 😎 Deine Zeilen und Dein Lob fanden wir superschön - vor allem die Worte "unaufgeregte Art" haben mich zum Schmunzeln gebracht, weil mir so etwas schon öfter und erst letztens im Büro nachgesagt wurde 😄
Deine Berichte habe ich, als ich hier im Forum noch nicht angemeldet war, auch schon verschlungen. Und jetzt habe ich mit Freude gesehen, dass Du auch einen neuen Bericht eingestellt hast. Den werde ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen 🙂 Und hier kann ich auch nochmal ein riesengroßes DANKE für alle Deine zahlreichen Beiträge und Berichte sagen, die mir schon den Sonntagmorgen (und nicht nur den) verschönt haben 🙂
NANamdu152 Beiträge · seit 201729. Aug. 2017 · #107
Hallo,
für meine erste Namibia Reise im Mai / Juni 2018 habe ich sehr interessiert euren RB, mit phantastischen Bildern gelesen. Meine derzeitig, geplante Route ähnelt eurer Route. Ich bin noch nicht schlüssig, ob Dachzeltcamper oder 4x4 SUV, vor allem wegen den sehr kalten Temperaturen am Anfang eurer Tour. Da ich vermutlich erst Ende Mai ein preiswertes Fahrzeug für 22 Tage erhalten werde, befürchte ich, dass meine bessere Hälfte kalte Füße kriegt. Wie waren die Nachttemperaturen im weiteren Verlauf eurer Reise?
Liebe Grüße
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201701. Sept. 2017 · #108
Namdu schrieb:Hallo,
für meine erste Namibia Reise im Mai / Juni 2018 habe ich sehr interessiert euren RB, mit phantastischen Bildern gelesen. Meine derzeitig, geplante Route ähnelt eurer Route. Ich bin noch nicht schlüssig, ob Dachzeltcamper oder 4x4 SUV, vor allem wegen den sehr kalten Temperaturen am Anfang eurer Tour. Da ich vermutlich erst Ende Mai ein preiswertes Fahrzeug für 22 Tage erhalten werde, befürchte ich, dass meine bessere Hälfte kalte Füße kriegt. Wie waren die Nachttemperaturen im weiteren Verlauf eurer Reise?
Liebe Grüße
Hallo Namdu,
die Nachttemperaturen waren je nach Höhe sehr unterschiedlich. Die weitere Reise hatten wir angenehme Temperaturen um die 10-14 Grad, wenn mich nicht alles täuscht. Nur in der Nähe von Windhoek wurde es aufgrund der Höhe wieder sehr kalt. Vielleicht reicht das, die bessere Hälfte vor den "kalten Füßen" zu bewahren 😄 Sobald wir uns auf die möglichen kalten Temperaturen eingestellt hatten, ging das eigentlich ganz gut. Und wenn man es dann noch schafft, ein Feuer anzufachen, ist es abends halb so schlimm 😉
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201701. Sept. 2017 · #109
01.06.
Wir standen früh auf, um wie geplant hoch zu den Höhlen der Blutkoppe zu klettern. Unterwegs trennten wir uns auf und versuchten jedes der einzigartigen Motive mitzunehmen, die sich überall um uns herum boten. Oben bei den obersten und größten Höhlen trafen wir uns wieder. Tom fand nach langem Überlegen, Planen und Abschätzen einen wenngleich möglichen, dann immer noch schwierigen Zugang zu der größten Höhle, in die er den Aufstieg am Vorabend nicht gewagt hatte. Den Rucksack hinter einem Stein abgelegt, um die Kletterei weniger riskant zu gestalten, kletterte er in die oberste Höhle und kam nach einiger Zeit freudestrahlend mit einigen Bildern mehr auf der Speicherkarte wieder herunter geklettert 😎
Nach dieser anstrengenden Tour kamen wir glücklich mit tollen Bildern zurück zum Camper und genossen ausführlich unser Frühstück. Anschließend ging es weiter zur Spitzkoppe mit Einkaufsstopp in Swakopmund, wo wir uns für die nächsten Tage gut eindecken wollten. Unsere Kühltruhen waren auch mittlerweile richtig leer geworden 🤨 In Swakopmund besuchten wir den Superspar sowie den ATM Automaten und die Tankstelle. Die große, volle und belebte Stadt war für uns mal wieder ein richtiger Kulturschock und so waren wir froh, als wir vollbepackt zur Spitzkoppe weiterfuhren und wieder durch einsame Landstriche kamen. Unser Ziel, die Spitzkoppe, empfing uns im tiefen Dunst aus der Ferne.
Wir bezahlten die Campsite für zwei Nächte, dann durften wir uns eine Campsite raussuchen. Zuerst fuhren wir zu den Campsites an der Felsenbrücke, aber dort war schon alles - teils sogar doppelt - belegt. Auf der Rückseite gab es noch Platz, aber dafür waren diese Plätze auch schon im Schatten und würden keine Nachmittagssonne mehr bekommen. Kam für uns deshalb auch nicht in Frage. Schlussendlich entschieden wir uns für die Campsite Nr. 3, weil hier weniger Wind ging, der mittlerweile ziemlich fetzte und wir noch ein Weilchen in der Sonne sitzen konnten. Neue schwarzgefiederte Freunde hatten wir auch sofort wieder gefunden.
Wir waren heute ziemlich K.O. von den letzten Tagen, das ständige frühe Aufstehen und Aktivsein schlaucht dann doch irgendwann einmal. Eigentlich hatten wir Urlaub, aber wir hatten öfters das Gefühl der Zeit hinterherzurennen. Es gab zu viele Motive und wir hatten für alles gefühlt viel zu wenig Zeit 🤪 Da wir uns nun auch mal ein wenig erholen wollten, beschlossen wir, am nächsten Tag auszuschlafen und den Sonnenaufgang Sonnenaufgang sein zu lassen 🤩 Abends grillten wir schön und aßen einen großen Salat, danach saßen wir am Feuer und ließen den Abend ausklingen.
Die Campsite aus der Sicht des Weitwinkel
Die Campsite aus der "normalen" Sicht
Das gute Plumpsklo
Gut duftend geht anders, aber ein solches Klo ist besser als keins 😉
Nachdem unsere neuen Freunde gefühlt kurz vor dem Hungertod standen (Tierhalter kennen das 😂), gab es einen letzten Rest Apfel
Landbub97 Beiträge · seit 201601. Sept. 2017 · #110
Namdu schrieb: Wie waren die Nachttemperaturen im weiteren Verlauf eurer Reise?
Liebe Grüße
Da kannst Du dich auf keine Prognosen verlassen. Wir waren mehrere Tage in und um Etosha. An den Tagen mit Westwind habe ich im Dachzelt meinen Schlafsack bis oben hin zugemacht. Sicher <10 Grad, eher 5. Ein paar Tage drauf habe ich auf dem Schlafsack geschlafen, weils so warm war. Sprich: Nehm Schlafsäcke mit, die bei 2 bis 4 Grad noch OK sind und wo man den Reisverschluss ganz aufmachen kann um diese eben als Decke zu verwenden --> passt dann immer.
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201701. Sept. 2017 · #111
Hallo Landbub,
da hast Du natürlich Recht, dass man sich nicht auf Prognosen verlassen sollte. Im Endeffekt ist es immer besser, etwas für den Worst case mitzuhaben als dass man zu wenig mit hat und dann jämmerlich friert. Wir würden das nächste Mal wahrscheinlich auch eigene Schlafsäcke mitnehmen, weil wir die Handhabung mit den vier schweren Decken ungünstig fanden (ich kam mir immer ein bisschen vor wie lebendig begraben).
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201702. Sept. 2017 · #112
02.06.
Wir wachten auf zum Sonnenaufgang (irgendwie konnten wir nicht anders 😉 ), aber standen nicht auf. Nachts hatte der Wind in Böen total geblasen, so dass wir nicht gut schlafen konnten. Als wir aufstanden, ließ sich die Sonne noch lange nicht blicken, aber zum Glück war es recht warm, obwohl der Wind fetzte. Ich ging zu unseren Campingstühlen und entdeckte kleine staubige Pfötchen darauf. "Schau mal Tom, wir hatten heute Nacht Besuch.", sagte ich erfreut.
Wir frühstückten mit vielen Begleitern, denn die Stare wollten auch etwas von unserem Frühstück haben und wichen voller Hoffnung nicht von unserer Seite. Danach ging es zu den Duschen, die nahe bei der Rezeption lagen. Ich wollte endlich mal wieder Haare waschen, ich fühlte mich schon total speckig 🤢 Ab unter die Dusche, ahhh, das tut gut. Sogar warmes Wasser gab es!
Wir fuhren später durch das Spitzkoppegebiet, machten Fotos und suchten Stellen für den Sonnenauf- und untergang. Die besten Chancen sahen wir entweder im gesamten Bergmassiv oder in dem Felsenbogen, den wir später eventuell für Sternfotografie und für den Sonnenaufgang besuchen wollten. Mittags ruhten wir uns auf unserem Platz aus und überlegten uns, ob wir die Stare dazu animieren konnten, ein paar Flugübungen hinzulegen. Tom nahm dazu ein bisschen Brot in die Hand und probierte aus, ob die Stare ihm ein Stückchen aus der Hand holen würden. Das klappte in der Tat 🤩 Interessanterweise trauten sich allerdings nur die Jungtiere (zu erkennen am dunklen Auge im Gegensatz zu den orangenfarbenen Augen der Elterntiere). Da wir die Tiere nicht mit allzuviel Brot versorgen wollten, hörten wir nach ein paar Versuchen wieder auf und widmeten uns anderen Dingen.
Der Reisebericht wurde auf den neusten Stand gebracht und danach schnappten wir uns die Kameras und gingen auf Motivsuche ins nebengelegene Tal. Dort wurden ausgiebig Papageien, Agamen, ein Rüsselspringer und andere Vögel fotografiert, bis es Zeit war, zum Felsbogen zu gehen. Dort angekommen, war ich etwas ernüchtert. Der Felsbogen ist zwar ein schönes Motiv, aber nur etwas für Weitwinkel und genau dieselben Bilder wie Tom wollte ich nicht machen. Das machte für mich wenig Sinn. Tom war zudem schon etwas ungeduldig, weil sich ständig Leute dort niederließen, die er nicht auf dem Foto haben wollte 😉 Es brauchte etwas Geduld und Einfallsreichtum, um den Bogen so aufnehmen zu können, wie er das wollte. Ich fand unterdessen nicht besonders viel Motive und war recht enttäuscht. Irgendwie hatte ich mir von dieser tollen Gegend mehr versprochen bzw. gelang es mir gerade nicht, hier ein besonderes Motiv für mich zu finden. Als wir zur Campsite zurückgingen, hatten wir dann aber nochmal richtig Glück, denn der Himmel färbte sich aufgrund der zahlreichen Schleierwölkchen schön glühend rot und rosa. Nach einem wunderschönen Sonnenuntergang war ich dann auch wieder komplett happy 🙂
Danach saßen wir wieder länger am Feuer, die Luft war angenehm warm und genossen den Abend. Tom meinte plötzlich: "Schau mal, da ist irgendwas neben Dir." Wir leuchteten vorsichtig dorthin und es saß eine Ginsterkatze ca. 4 Meter neben mir und starrte uns an. Danach schlich sie an uns vorbei in den Busch und etwas später verschwand sie. Wir sahen sie dann noch einmal unter unserem Campingtisch, wahrscheinlich nach ein paar Essensresten suchend, woraufhin sie dann aber endgültig verschwand. Wie schön! Eine Ginsterkatze direkt neben uns 😎 Wir nahmen an, dass dieser nächtliche Besucher auch die Pfotenabdrücke auf dem Stuhl in der vorherigen Nacht hinterlassen hatte.
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201711. Sept. 2017 · #113
03.06.
Zum Sonnenaufgang stand ich auf, hatte aber wieder Probleme mit der Motivsuche. Eigentlich wollte ich das Bergmassiv fotografieren, aber es waren entweder Menschen im Bild oder rot leuchtende Plumpsklos 🙄 Machte aber nix, dann sparte ich mir das mit dem Fotografieren heute früh. So richtig warm geworden war ich fotografisch nicht mit der Spitzkoppe. Ich hatte mich ursprünglich unheimlich auf dieses Areal gefreut, aber die Umsetzung vor Ort fand ich sehr schwierig. Aber so ist das mit den Erwartungen - sie strecken Dir auch manchmal einfach die Zunge heraus 😄
Da wir am Vortag die Stare mit ein bisschen Brot versorgt hatten, hatten diese jetzt vollends jeden Respekt vor uns verloren und so gebärdeten sich diese hübschen Besucher bei unserem Frühstück an diesem Morgen ziemlich nervig. Da wurde auch schon das Stück Nutellabrot direkt aus der Hand geklaut, wenn man nicht achtsam genug war 🤩 Selbst schuld, kann man da nur sagen 😉
Tom ging vorne bei der Rezeption nochmal duschen, dann ging es weiter zur Madisa Campsite. Die Straße war glücklicherweise kurz vorher von einem Grader bereinigt worden, so dass wir sehr gut fahren konnten. In Uis tankten wir und kauften noch Kleinigkeiten ein. Danach trafen wir an einer sehr sandigen Stelle einen festgefahrenen Overlander. Wir versprachen dem Reiseleiter, den Grader zu benachrichtigen, falls wir an ihm vorbei fahren würden. Zum Glück konnten wir durch eine andere tief sandige Stelle vorbei fahren und dank unseres Autos und Toms umsichtigem Fahrmanöver bereitete uns das auch keine Probleme.
Hier also hält sich Houdini versteckt 😉
Wir trafen dann auch wirklich auf den Grader, sagten diesem Bescheid und weiter ging es. Als wir auf eine andere Straße abbogen, war es allerdings vorbei mit dem Komfort. Tiefe Riffels wollten bewältigt werden und zehrten ein bisschen an den Nerven 😠 Gegen kurz vor 12 Uhr mittags erreichten wir Madisa, bekamen die Campsite 1 zugeteilt und machten uns sofort dort breit. Wäsche wollte gewaschen und der Bushcamper von Staub und Sand befreit werden. Ein schönes Plätzchen war das hier! Schattige Bäume, große runde Felsen ähnlich wie bei der Blutkuppe und Spitzkoppe, nur natürlich nicht sooo groß. Überall flogen Schmetterlinge herum und der ein oder andere noch nicht bekannte Vogel ließ sich auch blicken.
Die großen Schmetterlinge (Foxy Emperors) waren wunderschön und einer landete in unserer Nähe, so dass wir ihn fotografieren konnten. Tom machte einen kurzen Ausflug über die Felsen und ich entdeckte etwas beinahe Magisches. Ich näherte mich einem der Bäume. Aber das war kein normaler Baum. Dieser brummte und surrte. Unter dem Baum stehend sah ich, dass massig Insekten unterwegs waren, die überall am Baum Platz nahmen und scheinbar tranken. Offenbar sonderte der Baum irgendwas Nahrhaftes aus, das die Insekten tranken. Vielleicht eine Art Harz oder so etwas (ich würde mich sehr freuen, wenn es jemand genau weiß und mir die Erklärung dazu liefert).
Unser neuer vierbeiniger Freund in Madisa
Ein wunderschöner Erdbeerbaumfalter
Buffet für alle
Auch diese hübschen Gesellen surrten permanent um uns herum
Keine Ahnung, was das ist. Aber ein bisschen sieht es aus wie ein Teufelchen - findet ihr nicht?
Es war einfach Wahnsinn unter diesem Baum zu stehen und diese Massen an Tieren zu beobachten. Der Baum selbst schien vor Leben nur so zu strotzen 🤩 Ich rief Tom und er staunte ebenfalls. Überall diese großen Schmetterlinge und andere helikopterartige Insekten, deren Flügel wunderschön blaugrün schimmern. Wir machten jede Menge Fotos und waren begeistert: Wir hatten DEN Insektenbaum gefunden 🤩
Wo viele Insekten, da auch viele Vögel
Zum Sonnenuntergang stiegen wir auf die Felsen und genossen dort die Szenerie in die Ferne. Danach gab es eine Suppe und der Abend klang langsam aus.
Daxiang5'050 Beiträge · seit 201412. Sept. 2017 · #115
Hallo ihr Zwei,
neben eurem Bericht, habe ich mir nun endlich auch mal euren Blog angeschaut und folgendes gelesen:
Die Schönheit der Natur in all ihren Facetten zu erleben ist unser Antrieb, die wunderbaren Eindrücke, Stimmungen und Erlebnisse als dauerhafte Erinnerungen in Bildern festzuhalten unser Ziel.
Mit unserem Blog wollen wir auch andere Menschen an unseren Erlebnissen teilhaben lassen und sie dazu inspirieren, die Schönheit unserer Natur zu sehen und auch selbst zu erleben.
Ich kann Euch nur gratulieren, mit Euren genialen Fotos habt ihr das 100 % erreicht! Die Aufnahmen sind Fernweh pur - wer da keine Lust zum Reise und die Natur zu entdecken bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen. Bei mir habt ihr den Afrikavirus wieder voll entfacht und ich bin froh, dass ich Ende der Woche wieder nach Namibia darf !
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201717. Sept. 2017 · #117
bingobongo26 schrieb:Hallo Heike und Tom,
einfach wunderwunderschön sind Eure Fotos 🙂 Danke, dass Ihr sie hier teilt!
Viele Grüße Helga
Daxiang schrieb:Hallo ihr Zwei,
Ich kann Euch nur gratulieren, mit Euren genialen Fotos habt ihr das 100 % erreicht! Die Aufnahmen sind Fernweh pur - wer da keine Lust zum Reise und die Natur zu entdecken bekommt, dem ist nicht mehr zu helfen. Bei mir habt ihr den Afrikavirus wieder voll entfacht und ich bin froh, dass ich Ende der Woche wieder nach Namibia darf !
Vielen Dank fürs Zeigen!
LG Konni
Mustang05 schrieb:Hallo ihr zwei,
auch von mir ein dickes Danke für diese tollen Bilder....für mich bis jetzt die schönsten Bilder in diesem Jahr.
Grüße Dennis
Hallo Helga, Konni und Dennis,
ganz lieben Dank für euer Lob 🙂 Wir freuen uns sehr darüber, dass euch die Fotos gefallen und hoffen, dass auch die weiteren Berichte und Aufnahmen für Interesse und Freude sorgen 😎
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201717. Sept. 2017 · #118
04.06. Zum Sonnenaufgang wachten wir wie beinahe immer auf. Wir frühstückten und beobachteten jede Menge Vögel. Ein ganzer Clan flog krakelend von Baum zu Baum. Das waren richtige Krachmacher. Wir versuchten, sie zu fotografieren, was mehr oder minder auch gelang. Dann gab es noch sehr hübsche drosselartige Vögel (Akaziendrosseln wie wir von Fotomatte lernen konnten 😎 ) und jede Menge Drongos, die den anderen ihre Fressalien abspenstig machten. Es war so viel los, dass wir uns kaum losreißen konnten 🤪 Aber wir mussten, denn bis nach Olifantsrus im Etosha hatten wir einen nicht zu verachtenden Weg vor uns.
So sieht ein Nutellabrot bei Kälte aus - nicht besonders appetitlich - schmeckt aber trotzdem 😉
Also ging es notgedrungen los über die Rüttelpiste und bald danach auf geteerter Strecke weiter nach Kamanjab. Dort hielten wir an der Engen Tankstelle und unterhielten uns sehr nett mit dem Service-Menschen. Die Tankstelle hatte einen netten Shop, an dem man kleinere Sachen kaufen kann. Dann weiter bis zum Galton Gate. Dort suchten wir unsere Pässe. Während ich meinen wenig später in der Hand hielt, suchte Tom weiter .... und fand ihn nicht 🤨 Er durchsuchte den Rucksack, seine kleine Tasche, die Reisetasche, währenddessen ich die Eintrittsgebühren bezahlte. Der Pass fand sich einfach nicht. Leichte Panik kam auf. Ich mahlte mir in Gedanken aus, wie wir jetzt an einen neuen Pass gelangen. Eltern anrufen, Kopien irgendwohin beordern, Botschaft kontaktieren. Und das obwohl wir gerade in den Etosha wollten 😠 Tom sah nun auch ziemlich panisch und ratlos aus, wusste aber nicht, wo er noch suchen sollte. Ich fragte, ob er mich mal suchen lassen wollte und wir fingen nochmal systematisch von vorne an. Kleine Tasche, nichts! Rucksack nichts! Doch halt... Tom fiel noch eine andere Innentasche in seinem Rucksack ein und unendliche Erleichterung machte sich breit, als sich Reisepass und internationaler Führerschein hier finden ließen 🤩 Das Horrorszenario in meinem Kopf löste sich langsam wieder auf und dann konnten wir endlich in den Etosha fahren. 65 km waren es bis nach Olifantsrus und wir sahen auf dem Weg zahlreiche Vögel, Antilopen und Warzenschweine. Leider auch jede Menge Riffels auf der Piste. Die könnte wirklich mal wieder bereinigt werden.
Ganz schön grün im Etosha
Der - ich habe leider keine Ahnung - Adler (würde mich über eine professionellere Benamung freuen 😉 ) Jugendlicher Gaukler - Danke Matthias 🙂
Waffenkiebitz
Die ersten Giraffen begrüßen uns am Wasserloch
Spiel und Spaß-Übungen bevor das später mal bitterer Ernst wird
Gegen kurz nach 16 Uhr trafen wir im Camp ein, bekamen die Campsite Nr. 7 und waren erstmal nicht sooooo hochbegeistert. Die Campsites lagen nah beieinander, waren sehr eng gebaut - selbst für den doch nicht zu ausladend bemessenen Bushcamper und wir hatten eine Menge Leute um uns herum inklusive einer recht hohen Lautstärke 🤨 Kontrastprogramm zu den letzten Tagen. Tom war restlos bedient, nachdem die Duschen komplett unter Wasser gesetzt waren und duschte nicht, weil es keine Möglichkeit gab, die Klamotten irgendwo zu platzieren, wo sie trocken bleiben konnten, denn es war eng und es gab keine Duschvorhänge. In der Toilette gab es Discolicht, das schnell flackerte und einem den Eindruck verlieh, man hätte irgendeinen halluzinogenen Pilz eingenommen (jedenfalls stellte ich mir das so ähnlich vor), das Fleisch im Kiosk sah überhaupt nicht mehr vertrauenerweckend aus, in der Kühltruhe lagen halbe, gammelnde Paprika und man hatte den Eindruck, dass nicht so besonders viel Wert auf die Instandhaltung gelegt wird. Sehr schade das Ganze!
Abends gab es bei uns Nudeln mit Tomatensauce und Bier. Die französische Truppe von mehreren Leuten nebenan machte ordentlich Krach, so dass wir noch ans Wasserloch gingen. Dort gab es auch etwas zu sehen, allerdings war das Licht nicht gut genug, um auch noch erkennen zu können, was es genau war 😉 Wir rätselten lange, ob es ein großer Vogel oder etwas anderes war, bis ES mit einem großen Satz im Busch verschwand und die Antwort auf immer und ewig ein Geheimnis bleiben wird.
Als wir abends noch unser Kochgeschirr am Wasserhahn der Campsite mit Wasser ausspülen wollten, bemerkten wir direkt zu unseren Füßen eine kleine Maus, die unerschrocken begierig das Wasser am Boden unter dem Hahn schleckte. Kurze Zeit später tauchte sogar eine zweite Maus auf und es gab ein kurzes Gerangel um das lebenswichtige Element. Auch Sattelschrecken trafen im Verlauf der Tage immer wieder ein und so wurde einem wieder einmal bewusst, wie wichtig ein bisschen Wasser in dieser Umgebung für die Tiere war.