Namibia ganz nah - 4 Wochen unterwegs im Camper

Reisebericht 162 Antworten · 39,7k Aufrufe · gestartet 07. Juli 2017 von Natur und weg
Themenstarter114 Beiträge · seit 201706. Nov. 2017 · #142
Gromi schrieb:also, 🤩 ihr zwei! das war ja wieder grosses Kino 🤩 einfach köstlich 😁
vergnügt grüsst die Gromi 🙂
Danke Gromi 🙂 Ja, der Etosha hat uns verwöhnt - kann man nicht anders sagen.
Flash2010 schrieb:Guten Morgen Heike,

das dürfte wohl ein wenig zu weit sein für den Pride, aber kann man ja nie zu 100% sagen, vor allem nicht als Laie. Wer weiß, vielleicht sind es ja auch Nachkommen oder Blutsverwandte der beiden starken Brüder. Ein erfahrener Guide sagte uns auch, dass dieses Rudel die besten Gene hätte.

Mensch, da hattet ihr aber Glück mit der Löwin in Halali 🤩 Auch mit den Ellies, denn ein paar Tage später konnte man keine Spur von Elefanten mehr dort ausmachen...

Liebe Grüße
Laura
Hallo Laura,

ja, wer weiß, was das für zwei hübsche Burschen waren. Auf jeden Fall sehr fotogen die Zwei 🙂

Wir hatten schon ein Mordsglück im Etosha und wurden richtiggehend verwöhnt am Wasserloch.

Lieben Dank auch an Sandra, Logi, Dorli und Martin für das Lob 🙂 Wir freuen uns sehr, wenn es euch gefällt.

LG
Heike
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Themenstarter114 Beiträge · seit 201706. Nov. 2017 · #143
08.06.

Morgens wieder auf Pirschfahrt im Etosha. Heute fuhren wir raus aus dem Park nach Onguma, das direkt hinter der Ostgrenze des Parks liegt. Wir klapperten die Wasserlöcher ab und sahen etliche Antilopen. Tom machte noch ein paar Filmaufnahmen von Zebraherden und wir sahen einige Elefantenbullen in der Ferne. Danach konnten wir noch kurz drei Breitmaulnashörner sehen, die sich allerdings abwendeten und ihrer Wege zogen. In Namutoni letzte kleine Einkäufe, danach ging es auf den DikDikDrive, auf dem sich viele DikDiks zeigten… beziehungsweise nicht 😛

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Bei einer nahestehenden Zebraherde nutzten wir die Gunst der Stunde und versuchten uns an einigen Zebradetails - auch immer eine ganz spannende Sache, wie wir finden.


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Dann hatten wir nochmal Glück mit einer schön sitzenden Gabelracke und sahen eine Fuchsmanguste auf der Flucht vor einem Greifvogel, was spannend war. Die Manguste entkam (zum Glück 😉 ) und lunzte aus einem dekorativen toten Holzstück hervor, wo wir ein paar Aufnahmen machen konnten.

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Danach kehrten wir dem Etosha den Rücken zu, zahlten nochmal ein bisschen Lehrgeld, weil wir die Zeiten nicht ganz eingehalten hatten und zwei Stunden über der Zeit waren. Für zwei Stunden Überziehen mussten wir einen ganzen Tag bezahlen und da Kreditkarte nicht ging, man kein Wechselgeld bereit hielt und uns die nette Dame am Gate nicht entgegenkommen wollte, sondern uns nur auffordernd ansah, zahlten wir notgedrungen auch noch Trinkgeld, für das man sich dann aber immerhin bedankte 😄

Dann ging es zu Onguma auf die Leadwood Campsite. Die Campsite war toll unter großen schattigen Bäumen angelegt und jeder hatte ein eigenes Bad mit Toilette und Dusche. Auch die Lodge war superschön angelegt. Vor dem Restaurant befand sich ein hübsches Wasserloch, an dem sich etliche Vögel tummelten. Wir buchten für abends das Dinner und relaxten den Nachmittag unter den Bäumen. Vor dem Abendessen gingen wir an die Bar und genossen einen Gin Tonic und einen Rotwein mit Blick auf die untergehende Sonne. Sehr schön war das hier 😎 Wir freuten uns darüber, dass wir ein bisschen zur Ruhe kommen konnten.

Das Dinner war absolut lecker, wir aßen vorab ein Bruschetta mit Frischkäse und geräuchertem Rindfleisch, dann ein gegrilltes Kudusteak mit Pfeffersauce, knackigen grünen Bohnen und Blumenkohl und zum Abschluss einen warmen dunklen Schokoladenkuchen mit Zimtsauce und Sahne, der glücklicherweise nicht so süß war. Und das Beste: Die Portionen waren so, dass man tatsächlich alles essen konnte 🤩 Rundum zufrieden gingen wir nach einem letzten Gläschen Wein am Wasserloch zu unserem Camper und fielen ins Bett.
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16,9k Beiträge · seit 201208. Nov. 2017 · #144
Hallo Heike,

gebt es zu: Ihr habt die Zebras vorher noch gestriegelt!

So sehen die doch nicht in echt aus....

LG
Logi
Themenstarter114 Beiträge · seit 201710. Nov. 2017 · #145
Logi schrieb:Hallo Heike,

gebt es zu: Ihr habt die Zebras vorher noch gestriegelt!

So sehen die doch nicht in echt aus....

LG
Logi
Hi Logi,

na logisch, was denkst Du denn? Wir sind ausgestiegen und haben sie erstmal gewaschen und gebürstet. Danach kam dann das Shooting dran 😄

LG
Heike
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Themenstarter114 Beiträge · seit 201710. Nov. 2017 · #146
Die nächsten beiden Tage wird es ein bisschen Textlastig, da wir nicht so viele Fotos machten und uns tatsächlich zwischendurch eher mal erholten 😎

09.06.

Heute war unser Faulenzertag. Wir hatten beschlossen, auf alle Aktivitäten zu verzichten und den Tag hier ganz ruhig zu verbringen, um mal ein bisschen aufzutanken. Trotzdem waren wir wie immer früh auf den Beinen und gingen ans Wasserloch. Mit einem Kaffee beobachteten und fotografierten wir Vögel, gingen dann zu unserem Camper frühstücken und Wäsche waschen. Den Vormittag verbrachten wir wieder am Wasserloch, an dem sich etliche Antilopen zeigten. Tom versuchte sich an Flugaufnahmen von Tokos, ich sortierte mal wieder Bilder aus, wozu ich bisher nicht immer gekommen war. Und ich las tatsächlich in meinem Kindle. Nicht zu fassen!

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Aber auch direkt an unserem Bushcamper tummelten sich natürlich den ganzem Tag Vögel und plötzlich zeigte sich ein Paar Plastiktüten (Crimson Breasted Shrikes), welchem Tom nachpirschte. Am Ende waren wir beide auf leisen Sohlen und mit Zeitlupenbewegungen unterwegs, um diese wunderhübschen Vögel abzulichten, die sich leider ständig inmitten des Dickichts der Bäume aufhielten. Zuletzt zeigte sich doch einer oben auf der Baumkrone und begann zu singen. Tom im Glück kann man dazu nur sagen. Es ratterte die Kamera, dass man meinte, der Vogel müsse gleich vor Schreck aus dem Baum fallen 🤩

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Nachdem dann alle Akkus geladen, Bilder auf die mobile Platte gesichert und auch die zweite Sicherung angelegt war, gingen wir beide Duschen und machten uns so langsam auf den Weg zur Bar, wo wir wieder mit einem netten Getränk und diesmal auch mit unseren Kameras den Sonnenuntergang genießen wollten um anschließend wieder das leckere Dinner einzunehmen.

10.06.

Lautes Vogelkonzert! Von dem krächzenden lauten Hühnchen, das im Baum saß und sich nur mühsam von Tom vertreiben ließ, damit wir vielleicht noch ein paar Minuten länger schlafen können, über einen monotonen Singsang, der sich ständig wiederholte bis hin zum kwäääääääh des Graulärmvogels. Das Hühnchen kehrte allerdings schneller zurück als wir wieder einschlafen konnten 😠 Viel länger als Sonnenaufgang ging wohl einfach nicht 😉

Wir frühstückten noch im Schatten, fuhren zur Rezeption und gaben unserem Kellner noch das vergessene Trinkgeld vom Vortag, bezahlten die beiden Dinner und Getränke und fuhren los Richtung Waterberg. In Tsumeb wurde nochmal eingekauft, um die letzten Abende speisen zu können. Wir beschlossen, kein weiteres Bargeld abzuheben und hofften, unsere Unterkünfte mit Kreditkarte zahlen zu können. In Tsumeb war mal wieder die Hölle los - kein Wunder es war Samstag und der ganze Ort schien sich zu treffen. Am Straßenrand standen schon Grills mit Boereworst und es herrschte ein reges Kommen und Gehen.  Wir holten noch Salat und Wurst zum Grillen. Da wir den Grillanzünder vergessen hatten, hielten wir nochmal in Otjiwarango und besorgten diesen im OK. Dann weiter auf der geteerten Straße.

Am Waterberg fuhren wir zur Plateau Campsite, erhielten Nummer 3 und stellten uns dort auf. Es kamen immer mehr Camper auf die Campsites und am Ende fühlte man sich ziemlich umzingelt. Rechts eine Familie mit Kindern, die naturgemäß einfach lauter waren, links ein Pärchen, wir konnten fast überall die Gespräche mithören. Mir persönlich war es zu eng und ich fühlte mich ein bisschen wie in Klein Aus. Zum Sonnenuntergang machten wir Feuer und grillten und ließen den Abend ausklingen. 

Das einzige Foto des Tages:

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zuletzt bearbeitet 10. Nov. 2017
1'835 Beiträge · seit 201511. Nov. 2017 · #148
Danke für deinen unterhaltsamen Reisebericht. Ich glaube ihr habt die je schönsten Landschaftsaufnahmen von Namibia gemacht die ich auf diesem Forum gesehen habe. Sehr sehr gut gemacht! Bravo. Manche könnte ich an die Wand hängen und für immer
ansehen.
Auch die Makro Aufnahmen machten sehr Freude. Hut ab.
Btw. Wir haben es auch wie ihr: stehen vor Sonnenaufgang auf, machen schnell Tee und beobachten Tiere und frühstücken dann so um 9 oder 10. Man sieht doch viel mehr, auch Raubtiere, und das Afrika Licht ist so golden wie nirgendwo anders.
LG Katrin
If life is a journey be sure to take the scenic road! Expedition Antarktis: https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299327-expedition-antarktis-mit-falklands-und-s-georgia.html Island In Herbstfarben https://www.namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299288-island-in-herbstfarben-september-2018.html Nordamerikanische Safari und Landschaften May Till October 2019 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/weitere-laender/299141-nordamerikanische-safari-und-landschaft-2019.html Zweite Selbst Fahrer Tour in Tansania. Same same but different. Juni 2018 https://www.namibia-forum.ch/forum/index/tansania/295665-zweite-selbst-fahrer-tour-in-tansania-same-same-but-different.html Trip reports in English: Namibia and KTP 2016 http://safaritalk.net/topic/16959-self-drive-safari-tr-nam-sa-bots-nam/ Botswana 2016: http://safaritalk.net/topic/16985-self-drive-safari-tr-bots-nam-sa/ Tanzania 2015: http://safaritalk.net/topic/15256-self-drive-safari-through-northern-tz-parks-of-mara-crossings-and-lions-in-camp/ Nam-SA-Bots 2014: http://safaritalk.net/topic/14669-self-drive-safari-in-botswana-south-africa-and-namibiab/page
3'883 Beiträge · seit 201111. Nov. 2017 · #149
Sadie schrieb:
Btw. Wir haben es auch wie ihr: stehen vor Sonnenaufgang auf, machen schnell Tee und beobachten Tiere und frühstücken dann so um 9 oder 10. Man sieht doch viel mehr, auch Raubtiere, und das Afrika Licht ist so golden wie nirgendwo anders.
LG Katrin
Ja, ja, ihr Lerchen, prahlt man nur 🙁 ! Nachtigallen organisieren ihren Tag anders.
Ich find's auch toll, das Licht am frühen Morgen. Allerdings mache ich meine Augen erst auf, wenn ich meinen Kaffee geschlürft habe 🙂 .

LG freshy,
(mein zweiter Vorname ist Morgenmuffel) 😄
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
1'415 Beiträge · seit 201411. Nov. 2017 · #150
freshy schrieb:
(mein zweiter Vorname ist Morgenmuffel) 😄
oder mit anderen Worten:
Der frühe Vogel fängt den Wurm, aber erst die zweite Maus kriegt den Käse. 🤪
zitiert die Gromi
Grüessli von der Gromi Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Themenstarter114 Beiträge · seit 201729. Dez. 2017 · #151
Sadie schrieb:Danke für deinen unterhaltsamen Reisebericht. Ich glaube ihr habt die je schönsten Landschaftsaufnahmen von Namibia gemacht die ich auf diesem Forum gesehen habe. Sehr sehr gut gemacht! Bravo. Manche könnte ich an die Wand hängen und für immer
ansehen.
Auch die Makro Aufnahmen machten sehr Freude. Hut ab.
Btw. Wir haben es auch wie ihr: stehen vor Sonnenaufgang auf, machen schnell Tee und beobachten Tiere und frühstücken dann so um 9 oder 10. Man sieht doch viel mehr, auch Raubtiere, und das Afrika Licht ist so golden wie nirgendwo anders.
LG Katrin
Hallo Katrin,

noch sehr verspätet ein ganz liebes Dankeschön für das gigantische Lob, das uns die Röte in die Wangen treibt 😊 Ob das jetzt die tollsten Landschaftsaufnahmen hier im Forum sind, wage ich überhaupt nicht zu beurteilen - ich finde, dass es auch etliche richtig tolle Aufnahmen in anderen Reiseberichten gibt. Aber natürlich freuen wir uns total über Deine Aussage und wenn Du es so empfindest 🙂

Ja, das mit dem frühen Aufstehen kann ich nur unterschreiben - das Licht und die Tierwelt machen dann jede Mühe wett.

LG
Heike
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Themenstarter114 Beiträge · seit 201729. Dez. 2017 · #152
11.06.

Heute hatten wir uns vorgenommen, verschiedene Trails zu laufen, standen früh auf und schmierten uns Brote für unterwegs. Nach einem Kaffee ging es los zum Dassie Trail. Dieser ging unter vielen Bäumen entlang auf einer nicht ganz einfachen Strecke über Stock und Stein. Die Steine waren zum Teil zu erklettern und wir merkten, dass sich diese Strecke nicht mit den normalen Wanderwegen in Deutschland vergleichen ließ. Zwischendurch gab es herrliche Ausblicke auf den Waterberg und wir genossen die grüne baumreiche Umgebung. Die großen Steine, die überall herumlagen, waren wieder einmal beeindruckend und man mochte sich gar nicht vorstellen, wie das wäre, wenn so ein großes Teil von oben herunterfallen würde 😮

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Nach dem Dassie Trail gelangten wir zur Wilderness Lodge, die im Tal sehr schön angelegt war. Hohe Bambusstäbe führten den Weg entlang ins Innere und dort war es aufgrund hoher Bäume und des Bambus sehr schattig. Wir trafen jemanden vom Personal, der uns willkommen hieß und ein Getränk servierte. Wir ruhten ein bisschen aus und durften freundlicherweise unser mitgebrachtes Frühstück verspeisen. Danach ging es über den Fountain Trail zur Quelle. Die Vegetation nahm immer weiter zu. Überall hohes grünes Gras und immer mehr Insekten wie Schmetterlinge und Libellen um uns herum. Riesige Bäume am Wegesrand, es machte schon beinahe einen tropischen Eindruck hier. Wir genossen die Umgebung in vollen Zügen und liefen bis zur Quelle. Dort angekommen, hatte es sich eine Paviangruppe gemütlich gemacht. Erst waren sie etwas scheu angesichts der Zweibeiner, dann kehrten sie zurück auf die Bäume, fraßen und schauten neugierig auf uns herab. Wir wollten sie nicht vertreiben und gingen die letzten Meter nicht weiter. Wir waren uns einig, dass wir hierher eines Tages zurückkehren würden, um ein bisschen mehr Zeit in dieser tollen Landschaft verbringen zu können. 

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Über den Porcupine Highway und danach über den Anderson Trail ging es zurück. Die letzten Kilometer zogen sich und wir waren ziemlich geschafft. Aufgrund der ständigen Klettereien taten uns die Beine weh, die schweren Rücksäcke machten unseren Schultern zu schaffen und die Wärme machte sich in der Mittagszeit nun auch bemerkbar. Nach insgesamt 9,2 Kilometern in diesem recht unwegsamen Gelände waren wir froh, unsere Campsite zu erreichen und tranken dort zunächst mal ein Savannah auf den anstrengenden Vormittag. Aber wir waren auch sehr zufrieden, tolle Landschaft und endlich mal wieder raus aus dem Auto und zu Fuß unterwegs in der Natur zu sein. Das hatten wir in den letzten Tagen doch auch vermisst. 

Vor Sonnenuntergang wurde das Feuer angefacht und diesmal fachmännisch mit Holzkohle und Feuerholz bestückt. Ja! So langsam hatten wir den Dreh heraus. Hat ja auch nur schlappe 3 ½ Wochen gedauert 😉 Tom zauberte uns mit Zwiebeln und Kartoffelbrei gefüllte Paprika, die via Alufolie in die Glut gelegt wurde. Dann noch die obligatorische Zwiebel in die Glut, Maiskolben und Braiwurst auf den Rost und danach hatten wir viel zu viel zu essen, da wir auch noch einen Salat gemacht haben. Aber es war sehr lecker!
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zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2017
Themenstarter114 Beiträge · seit 201729. Dez. 2017 · #153
12.06.

Vorletzter Tag hier in Namibia und Fahrt nach Ondekaremba in der Nähe von Windhoek. Nach dem Frühstück wurde schnell alles fertig gemacht und wir fuhren über Windhoek nach Ondekaremba.


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Einkaufen brauchten wir nicht mehr, da wir vorhatten, hier abends essen zu gehen. Wir kamen zum Abzweig nach Ondekaremba und fuhren suchend den Weg entlang. Dann ein Abzweig und durch etwas komisch erscheinendes Gebiet, das aussah wie Gewerbegebiet. Letztendlich fanden wir dann aber doch wieder Schilder zu unserer Unterkunft. An der Lodge angekommen, wirkte alles wie ausgestorben.  Nur ein paar Ground squirrels waren zu sehen. Doch dann sahen wir eine Frau und gingen zur Rezeption. Wir trugen uns wie immer in die Bücher ein, fragten nach Dinner und sahen an einer handgeschriebenen etwas an einen Straßenimbiss wirkenden Tafel, dass es heute Beef Kebap geben sollte. Naja, wir haben nichts mehr zu essen, also würden wir zum Dinner gehen, auch wenn wir mit Kebap eher etwas verbinden, das nicht so unser Fall ist. 

Dann fuhren wir weiter zur Campsite, die manchmal etwas eigenwillig beschildert war. Tom war erstmal gar nicht mehr begeistert von allem. Wir hatten vorher einen Flyer zu Ondekaremba gesehen und da sah alles irgendwie anders, besser aus. Jetzt schien manches lieblos und verlassen. Egal, wir waren hier und verbrachten nur eine Nacht hier. An der Campsite erinnerten wir uns an das Aufbauvideo, das wir machen wollten und erstellten dieses endlich an unserem letzten Tag hier. Danach wurde der Reisebericht auf den finalen Stand gebracht und die Reisetaschen wieder richtig gepackt. Nach vier Wochen wurde es uns bewusst, dass die schöne Zeit nun wirklich langsam ein Ende hatte.


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Abends gingen wir zum Dinner, wofür wir uns angemeldet hatten. In der Bar und an der Rezeption war wieder keiner zu finden. Irgendwann fanden wir die Frau, die uns an der Rezeption begrüßt hatte und sie ging mit uns zur Bar und machte dort Licht. Alles wirkte total verlassen und wir dachten zunächst, wir seien die einzigen Gäste. Wir bekamen ein Glas eines ziemlich grausigen weißen Hausweins und bestellten uns danach eine Flasche anderen Wein, der dann zum Glück viel besser schmeckte. Währenddessen saß die Frau von der Rezeption im dicken Wintermantel frierend vorm Feuer. Wir versuchten ein Gespräch in Gang zu bringen, was aber leider nicht gelang. Sie schien sehr schüchtern zu sein. Nachdem sie gegangen war und ansonsten keiner kam, kümmerten wir uns selbst darum, das Feuer am Laufen zu halten. Zwischendurch kamen tatsächlich nochmal zwei Gäste, die das Ganze hier ähnlich komisch fanden. 

Es hieß, es solle um 18 Uhr Dinner geben, aber es kam wieder keiner. Wir wussten nicht so recht, was wir machen sollten und warteten weiter an der Bar. Das war verkehrt, denn offensichtlich warteten die Angestellten darauf, dass wir ins Restaurant gingen, was wir nach einer halben Stunde aufgrund von Nachfragen erfuhren. Also nun ins Restaurant. Die Butternut soup war hingegen aller Befürchtungen hervorragend. Währenddessen kam nun auch das andere Pärchen, mit dem wir uns nett unterhielten und unsere Erfahrungen in Namibia austauschten. Das Hauptgericht war beef kebap, also Rindfleisch am Spieß, was leider größtenteils ziemlich zäh war. Die Nudeln, Gemüse und Soße dazu waren aber lecker. Nach einem Abschlussbierchen gingen wir in den Bushcamper. 

13.06.

Es war wieder ziemlich kalt die Nacht und wir brauchten unsere vier Decken. Morgens dann das letzte Mal Frühstücken am Camper und Check out. Wieder war an der Rezeption keiner zu sehen. Wir warteten, aber es kam einfach keiner. Irgendwann gingen wir dann auf die Suche und fanden jemanden, bei dem wir bezahlen konnten. Ehrlich gesagt würden wir nicht noch einmal nach Ondekaremba fahren. Der Eindruck dort war ein komischer. Wir kamen uns nicht besonders Willkommen vor und waren dort immer auf der Suche nach einem der Angestellten. Die Campsite selbst war zwar ok, machte aber auch aufgrund einiger alter Tische, die noch herumstanden, einen lieblosen Eindruck und war ziemlich eng. Die Duschen und Toiletten waren hingegen wieder völlig ok. 

Mittags fuhren wir zu Avis Safari Rentals und gaben unseren Camper zurück. Es wurde noch einmal darauf hingewiesen, was von dem Geld auf der Kreditkarte fürs Putzen und Gebühren einbehalten wird. Das stand aber auch detailliert in den Unterlagen. Es gab keine Beanstandungen und auch der eine Teller, den wir versehentlich kaputt gemacht hatten, war kein Problem. Wir lobten das Auto, das uns ohne Mucken und ohne Platten 5.000 Kilometer und vier Wochen lang durch Namibia begleitet hatte. Wir würden den Camper jederzeit wieder dort mieten und auch genau dasselbe Auto, einen Ford Ranger 2.2 Double Cabin nehmen. 

Danach bekamen wir die Dokumente, das alles ok war und fuhren den Camper zum Flughafen, tankten nochmal voll und gaben ihn dort bei Avis ab. 

Warten auf den Flug und dann ab in den Flieger, der nicht voll besetzt war. Nach 10 Stunden Ankommen und fertig war unsere Reise. Aber nach der Reise ist ja auch immer vor der Reise 😉


Tschüss Namibia - wir kommen wieder 🙂
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zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2017
217 Beiträge · seit 201329. Dez. 2017 · #154
Vielen Dank fürs “Mitreisendürfen“ und fürs Teilen der tollen Fotos.
Viele Grüße von Gila
385 Beiträge · seit 201529. Dez. 2017 · #155
Vielen Dank für den schönen Bericht und die grandiosen Fotos
Schöne Grüße Sandra
4'382 Beiträge · seit 201530. Dez. 2017 · #157
Hallo Ihr Zwei,
nun habt Ihr es ja geschafft, noch vor dem Jahreswechsel am Ende der Reise anzukommen. Danke für Eure wunderschönen
Fotos!
Viele Grüße
Claus + Friederike
https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/305239-2-froestelnde-senioren-cufs-in-botswana-august-24.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/299590-namibia-2008-cufscher-verbindungsstresstest.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/285307-cuf-in-botswana-2013.html https://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/285473-cuf-im-ktp-und-moremi-juli-august-2014.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/287481-cuf-maeandern-durch-den-norden-namibias-v-o-nach.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/294392-cufs-8woechige-antiviruskur-erfolgreich-oder-nicht.html https://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/300961-cufs-6-wo-haengemattenauszeit-v-covid19-in-bots-nam.html https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/298077-kurz-trocken-skelettenkueste-suedwaerts-april-mai-19.html?start=0 https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/303543-62-tage-auf-der-entschleunigungsspur-nam-bots-nam.html
1'059 Beiträge · seit 200631. Dez. 2017 · #159
Hallo ihr zwei

Habe jetzt endlich auch hier aufgeholt und nun natürlich auch noch den Schluss gelesen. Vielen, vielen Dank für diesen tollen Bericht und die wirklich super Fotos. Einfach schön zu sehen, mit welcher Begeisterung, Wissen und gutem Auge ihr fotografiert.

Noch zu den Gabelracken: ich musste so schmunzeln bei der Beschreibung im entsprechenden Etosha-Kapitel. Man könnte wirklich verzweifeln, die flattern echt immer im dümmsten Moment davon. Hinzu kommt dann noch, dass die für uns Fotografen einen so saublöden Ansitz wählen, dass sie immer etwas zu hoch oben sitzen. Ich bekomme diese schönen Vögel echt einfach nie auf Augenhöhe. Blöde Viecher, das. 😄

Fände es also auch super, wenn ihr wieder zurück nach Namibia kommen würdet. Dann gibt es nämlich bestimmt wieder so einen tollen Reisebericht.

Liebe Grüsse
Sam
Reiseberichte: #safaribrothers on Tour Vol. IX- safaribrothers.ch Blog «In Gedenken - Kurzer Kgalagadi-Trip 2024» #safaribrothers on Tour Vol. VIII - safaribrothers.ch Blog «Du hast es so gewollt - 8 Wochen Campingsafari in Namibia und Botswana 2021/2022» #safaribrothers on Tour Vol. VII - «Kalahari» #safaribrothers on Tour Vol. VI - «Wo Problem?»
Themenstarter114 Beiträge · seit 201701. Jan. 2018 · #160
Hallo an Martin, Claus & Friderike, Konni, Sandra und Gila 🙂

wir haben uns auch sehr gefreut, dass ihr Spaß an unserem Reisebericht und den Bildern hattet 🙂
kalachee schrieb:Hallo ihr zwei

Habe jetzt endlich auch hier aufgeholt und nun natürlich auch noch den Schluss gelesen. Vielen, vielen Dank für diesen tollen Bericht und die wirklich super Fotos. Einfach schön zu sehen, mit welcher Begeisterung, Wissen und gutem Auge ihr fotografiert.

Noch zu den Gabelracken: ich musste so schmunzeln bei der Beschreibung im entsprechenden Etosha-Kapitel. Man könnte wirklich verzweifeln, die flattern echt immer im dümmsten Moment davon. Hinzu kommt dann noch, dass die für uns Fotografen einen so saublöden Ansitz wählen, dass sie immer etwas zu hoch oben sitzen. Ich bekomme diese schönen Vögel echt einfach nie auf Augenhöhe. Blöde Viecher, das. 😄

Fände es also auch super, wenn ihr wieder zurück nach Namibia kommen würdet. Dann gibt es nämlich bestimmt wieder so einen tollen Reisebericht.

Liebe Grüsse
Sam
Hey Sam,

Dir auch einen ganz lieben Dank - schön, dass Dir der Bericht Freude bereitet hat 🙂 Das mit den Gabelracken ist in der Tat manchmal ein bisschen mühsam. Obwohl sie sehr häufig sind, habe ich Toms Fluchen noch im Ohr, weil sie immer entweder weg, verdeckt, nicht im guten Licht oder sonstwas sind 😉 Aber wäre ansonsten auch echt zu einfach für uns Fotografen 😄

@Alle: Euch allen ein schönes neues Jahr 2018 - grüßt uns das südliche Afrika, falls ihr dorthin reist, denn bei uns wird es leider erst wieder 2019 dorthin gehen...

Liebe Grüße
Heike
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zuletzt bearbeitet 01. Jan. 2018