Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201710. Aug. 2017 · #81
27.05.
Wir wachten auf und hörten es rumpeln und heulen. Nachts hatte der Wind angefangen zu fetzen und an unserem Bushcamper zu zerren. Und kalt war es! Dabei hatten wir uns doch gerade so schön an die Wärme nachts gewöhnt 🙄 Wer unsere Gesichter sah, wusste, es bereitete uns heute definitiv kein Vergnügen, aus dem Bushcamper zu kriechen. Überall fetzte ein eisiger Wind und fand jede Ritze in unseren Klamotten. An Kaffee machen mit dem Gaskocher war gar nicht zu denken, was die Laune nicht unbedingt besser machte 😣 Wir fuhren deshalb los und hielten irgendwann auf dem Weg nach Sesriem an, um an einem geschützten Plätzchen schnell im Stehen zu frühstücken.
Die Laune steigerte sich zum Glück exponentiell zu jedem eingenommenen heißen Schluck Kaffee 😎 So, jetzt konnte es richtig losgehen! Die Landschaft war einfach wunderbar und wir nahmen den Abstecher über die D707 zwischen der Wüste und den Tirasbergen. Wieder hielten wir oft an, um die Landschaft zu bewundern und abzulichten. Immer wieder schöne Ausblicke auf unterschiedlich gefärbte Berge und Dünen. Und immer wieder viel Wind. Während es bei Klein Aus Vista noch um 6 Grad gewesen waren, nahmen die Temperaturen langsam zu und der Wind war zwar heftig, aber wenigstens warm.
Nach etlichen Stunden erreichten wir Sesriem, der Wind hatte wieder abgenommen, wir bekamen Campsite 3 und parkten unseren Camper. Es war viel los, wie schon angenommen und gegenüber stand wieder ein Overlander. Aber es war klar, dass es hier an diesem sehr frequentierten Ort wohl nicht besonders ruhig werden würde. Während wir Salat aßen, nahm der Wind schlagartig extrem zu. Wir packten gerade noch alles weg und dann fetzte es so richtig los. An draußen-sitzen war eigentlich nicht mehr zu denken, obwohl manche tatsächlich noch draußen ausharrten. Der Sand kroch in alle Löcher und Ritzen. Und so sah dann auch die Nacht aus... 😵
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201710. Aug. 2017 · #82
28.05.
Es rüttelte und schüttelte den Bushcamper, überall schlugen Teile aufeinander, unsere Stäbe vom Regenschutz fielen ab und es stürmte. Nachts ging ich noch auf die Toilette und hatte sofort Sand überall. Es war klar, dass es mit unserer Ballonfahrt, die wir geschenkt bekommen und auf die wir uns sehr gefreut hatten , nichts werden konnte 😐 Da wir dachten, dass eventuell trotzdem jemand um 5 Uhr vorbei kommen würde, um Bescheid zu geben, hielt sich Tom morgens trotz Sandsturm am Meetingpoint von Sesriem auf, aber es erschien genau niemand. Also wieder ins Bett, aber schlafen konnte man bei dem Lärm auch nicht. Wir standen dann auf, um uns herum fetzte der Sand. So wollten wir nicht ins Vlei, wir hätten noch nicht mal unsere Kamera ausgepackt - aus Angst, sie würde versanden. Also erstmal Kaffee trinken im Restaurant. Von einigen Zelten des gegenüberliegenden Overlander-Trupps waren nur noch Zeltwandfetzen und ein paar Stangen vorhanden 😮 Ok, die hatte es definitiv schlechter getroffen als uns...
Wir konnten hier nun wenig unternehmen außer das Sossusvlei komplett mit dem Auto zu erkunden oder auf der Campsite im Bushcamper bleiben und beides wollten wir nicht. Also kam uns die Idee, für eine Nacht eine neue Bleibe zu suchen, da die Wetteraussichten für Sesriem auch für den heutigen Tag und die Nacht nicht besser waren. Zudem hatten wir für Sesriem und das Sossusvlei vier Nächte eingeplant, so dass wir auch noch einen Zeitpuffer hatten und nicht gezwungen waren, alles schnellstmöglich zu erkunden. Eine Nacht weniger ließ sich da ganz gut verschmerzen.
Wir riefen also im Rostock Ritz an, wo aber auch einiges an Wind herrschte und telefonierten anschließend mit BüllsPort. Dort hieß es, es gebe nicht viel Wind, weshalb wir uns entschlossen, dorthin auszuweichen. Dank des Bushcampers waren wir hier ja flexibel 🙂 Wir fuhren zur BüllsPort Farm, um den Staub und dem Sand aus Sesriem zu entgehen. Zwischendurch fuhren wir durch den Zebra Mountain Park und bewunderten die grünen Flächen, die auf den Bergen ins Braunrote übergingen. Oft sahen wir Pavianherden direkt an der Straße, die allerdings ziemlich scheu waren und recht schnell abhauten, sobald das Auto langsamer wurde.
Nach einiger Zeit erreichten wir BüllsPort, ein Farmgelände direkt neben einigen Hügeln, fuhren dort hinein und fragten nach einer Campsite. Wir bezahlten und warteten auf Danny, der uns den Weg zur Campsite zeigen sollte. Eine Box mit Feuerholz, Anzünder, Schlüssel für Toilette und Dusche und eine Tüte für den Müll erhielten wir für 560 NDollar. Nicht ganz billig, aber man gönnt sich ja sonst nichts 😉
Dann kam Danny mit seinem Quad angepest und fuhr wieder raus aus dem Gelände auf die Straße. Ein Stück weit ging es dort entlang, bis auf der rechten Seite ein anderes Gate erschien. Bei dem jetzt folgenden Weg waren wir wieder einmal ganz froh über unseren Allradwagen, der uns über jedes Flussbett und größere Gestein brachte. Am Ende erreichten wir eine Campsite mit Dusche und Toilette einsam in den Hügeln gelegen (ok, die anderen Campsites waren in der Nähe, aber nicht besetzt), einem großen Tisch unter einem Dach und einer schönen großen Feuerstelle. Der Blick in die Landschaft war wunderschön. Danny zeigte uns noch den Donkey, der bereits mit Anzünder und Feuerholz versehen war und der die Dusche beheizen sollte und ließ uns dann alleine zurück.
Wir waren alleine. Und zwar ganz alleine. Außer uns, den Tieren und der Landschaft war hier nichts und wir genossen das Ambiente ausgiebig in der warmen Sonne 😎 Tom war wieder nicht davon abzubringen, den nächsten größeren Hügel zu erkunden, während ich fleißig weiter an unserem Reisebericht rumdoktorte. Alle möglichen Vögel flatterten um uns herum und schauten sich die Neuankömmlinge an. Als Tom später zurückkam, entdeckte ich eine Art Ratte mit buschigem Schwanz, die sich ohne Scheu bei der Grillstelle aufhielt. Wir fotografierten, bis die Sonne hinter den Hügeln verschwand und genossen unseren Abend mit einem schönen Feuer und einem Tall horse Chardonnay. Nachts hörten wir verschiedentlich das Brüllen der Paviane. So schön kann Urlaub sein!
Die D707 möchten wir auch gerne fahren. Die Strecke ist zum Teil ja ein bisschen sandig. Muss man da auch schon Luft aus den Reifen lassen, oder kann man die ohne bedenken ganz normal fahren?
Bei dem Tier auf deinem Fuß hätte ich nicht so ruhig bleiben können. Geschweige den, es dann sogar noch zu fotografieren. 😄
Das mit dem Wind klingt ja richtig Wild. Schade das ihr dadurch auf die Ballonfahr verzichten musstet, aber cool das ihr so eine tolle Ausweichmöglichkeit gefunden habt. Wir haben leider nur 2 Nächte dort. Hoffe echt das wir Glück haben mit dem Wetter, weil das mit dem Wind liest man ja des Öfteren dort.
Wenn ihr da in der Nacht zu Fuß unterwegs wart. Hattet ihr keine Angst vor Tieren?
Traumhaft schöne Bilder wieder mal.
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201712. Aug. 2017 · #84
Dorli schrieb:Die D707 möchten wir auch gerne fahren. Die Strecke ist zum Teil ja ein bisschen sandig. Muss man da auch schon Luft aus den Reifen lassen, oder kann man die ohne bedenken ganz normal fahren?
Bei dem Tier auf deinem Fuß hätte ich nicht so ruhig bleiben können. Geschweige den, es dann sogar noch zu fotografieren. 😄
Das mit dem Wind klingt ja richtig Wild. Schade das ihr dadurch auf die Ballonfahr verzichten musstet, aber cool das ihr so eine tolle Ausweichmöglichkeit gefunden habt. Wir haben leider nur 2 Nächte dort. Hoffe echt das wir Glück haben mit dem Wetter, weil das mit dem Wind liest man ja des Öfteren dort.
Wenn ihr da in der Nacht zu Fuß unterwegs wart. Hattet ihr keine Angst vor Tieren?
Traumhaft schöne Bilder wieder mal.
Danke Dorli 🙂 Wir sind die D707 gefahren, ohne Luft aus den Reifen zu lassen und hatten keine Probleme. Man sollte auf dem sandigen Untergrund ruckartiges Lenken vermeiden (sollte man eigentlich sowieso ;-)) und es langsam angehen lassen.
Die Sattelschrecken oder Dickpens wie man sie in Namibia nennt, sind harmlos und waren im Mai/Juni haufenweise unterwegs. Wir fanden diese großen Krabbler ziemlich faszinierend, weshalb mich das auch nicht stört, wenn sich so ein Tier auf meinem Fuß aufhält 🙂
Wir drücken euch die Daumen, dass es bei euch weniger Wind gibt, während ihr in Sesriem/im Sossusvlei seid 😎
Nein, wir hatten nachts keine Angst vor Tieren. Wir waren im Gegenteil immer froh, wenn wir Tiere im Dunkeln gesehen haben. Wir hatten mal das Glück, einen Cape Fox zu sehen und auch eine Genet (Ginsterkatze). In der Regel haben die Tiere ja mehr Angst vor den komischen lauten Zweibeinern, die durch die Gegend trampeln 😄 Und in Gebieten mit Löwen/Elefanten oder ähnlich großen Tieren waren wir nachts nicht unterwegs bzw. in Etosha darf man nachts sowieso nicht außerhalb des Camps sein.
Dorli schrieb:Die D707 möchten wir auch gerne fahren. Die Strecke ist zum Teil ja ein bisschen sandig. Muss man da auch schon Luft aus den Reifen lassen, oder kann man die ohne bedenken ganz normal fahren?
Bei dem Tier auf deinem Fuß hätte ich nicht so ruhig bleiben können. Geschweige den, es dann sogar noch zu fotografieren. 😄
Das mit dem Wind klingt ja richtig Wild. Schade das ihr dadurch auf die Ballonfahr verzichten musstet, aber cool das ihr so eine tolle Ausweichmöglichkeit gefunden habt. Wir haben leider nur 2 Nächte dort. Hoffe echt das wir Glück haben mit dem Wetter, weil das mit dem Wind liest man ja des Öfteren dort.
Wenn ihr da in der Nacht zu Fuß unterwegs wart. Hattet ihr keine Angst vor Tieren?
Traumhaft schöne Bilder wieder mal.
Danke Dorli 🙂 Wir sind die D707 gefahren, ohne Luft aus den Reifen zu lassen und hatten keine Probleme. Man sollte auf dem sandigen Untergrund ruckartiges Lenken vermeiden (sollte man eigentlich sowieso ;-)) und es langsam angehen lassen.
Die Sattelschrecken oder Dickpens wie man sie in Namibia nennt, sind harmlos und waren im Mai/Juni haufenweise unterwegs. Wir fanden diese großen Krabbler ziemlich faszinierend, weshalb mich das auch nicht stört, wenn sich so ein Tier auf meinem Fuß aufhält 🙂
Wir drücken euch die Daumen, dass es bei euch weniger Wind gibt, während ihr in Sesriem/im Sossusvlei seid 😎
Nein, wir hatten nachts keine Angst vor Tieren. Wir waren im Gegenteil immer froh, wenn wir Tiere im Dunkeln gesehen haben. Wir hatten mal das Glück, einen Cape Fox zu sehen und auch eine Genet (Ginsterkatze). In der Regel haben die Tiere ja mehr Angst vor den komischen lauten Zweibeinern, die durch die Gegend trampeln 😄 Und in Gebieten mit Löwen/Elefanten oder ähnlich großen Tieren waren wir nachts nicht unterwegs bzw. in Etosha darf man nachts sowieso nicht außerhalb des Camps sein.
Dankeschön für deine Antwort.
Dann sollte das mit der D707 schon hinhauen hoffentlich. 🙂
faszinierend sieht das Tier auf jeden Fall aus. Auf meinem Fuß bräuchte ich es dann trotzdem nicht. 😄
Danke, ich hoffe es so sehr. Würde nur sehr ungern auf die Dünen verzichten müssen.
Okay, meinte hauptsächlich eh was den Campingplatz betrifft. Wenn man da am Abend z.B noch grillen will usw. Somit sollte auch das kein Problem sein. 🙂
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201717. Aug. 2017 · #86
29.05.2017
Kurz nach Sonnenaufgang standen wir auf. Es war ziemlich frisch, weil nun auch ein bisschen Wind wehte. Wir hatten schätzungsweise um die 8 oder 9 Grad. Da die Sonne länger brauchen würde, um über die Hügel zu kommen, zogen wir uns dick an und frühstückten im Schatten. Wir waren sehr froh, dass wir diesen Ausflug zu Büllsport gemacht hatten. Die Gegend hatte uns sehr gut gefallen und die Campsite war wunderschön gelegen. Nach dem Frühstück brachten wir Box und Schlüssel zur Farm und fuhren Richtung Sesriem zurück.
Da wir auf ein paar Baboons hoffen, hielten wir die Kameras griffbereit auf unseren Beinen. Und es war wie immer. Wenn man sich auf etwas einstellt, passiert es dann nicht. Paviane sahen wir nur einmal kurz wegrennen. Die Mengen, die wir am Tag zuvor sahen, waren jetzt nicht mehr auffindbar 😄
BüllsPort - der Weg von der Campsite zur Straße
Auf der Fahrt im Mountain Zebra Park - scheint zur Regenzeit ein Wasserfall zu sein
Kurzzehenrötel
Schildrabe
In Solitaire machten wir wie wahrscheinlich jeder Touri Halt, um zu tanken 😉 Der Geldautomat der Bank Windhoek nahm auch dankenswerterweise meine Maestro EC Karte an und ich konnte unsere Bargeldreserven etwas auffüllen. Die Bäckerei dort verkaufte uns ein paar Kekse und Stückchen (nein, wir sind nicht so der Apfelkuchen-Fan) und wir fuhren weiter zur Campsite. Glücklicherweise gab es dort keinen Sandsturm mehr, sondern nur noch einiges an Wind, was aber völlig ok war. Wir stellten unseren Wagen so auf, dass wir im Windschatten sitzen konnten und aßen erst einmal unsere Stückchen 😎 Nach einem Anruf beim Balloon Flight Anbieter stellte sich heraus, dass es leider auch keine Ballonflüge am nächsten Tag geben würde. Damit hatte sich das Thema auch erledigt. Schade! Ich hatte bei jeder Namibia-Reise davon geträumt, die Wüste einmal von oben betrachten zu können. Die vorherigen Male wären wir gerne im Flugzeug geflogen und es kam kurzfristig kein Flug zustande. Der Ballonflug hätte dann noch den großen Vorteil gehabt, dass wir gut hätten fotografieren können, weil es keine verdreckten Fenster gibt. So wartet also dieser Traum darauf, zu einem anderen Zeitpunkt geträumt zu werden 😉
Wir fuhren ein Stückchen Richtung Sossusvlei und konnten im späten Nachmittagslicht Oryx-Antilopen und Springböcke beobachten. Es gab sogar vereinzelte grüne Stellen auf dem Weg, was inmitten der Wüste richtig schön aussah. Wir machen einige Bilder, allerdings reichte das Licht nicht mehr lange aus, so dass wir zurück fuhren.
Abends gingen wir in die Sossusvlei Lodge direkt hinter dem Main gate essen, mittags hatten wir dort reserviert. Am Buffet gab es eine riesige Menge Vorspeisen und Salate und wir aßen mit Genuss etliche davon. Danach gab es Gegrilltes und man konnte sich asiatisches Gemüse und/oder Fleisch ähnlich wie im Wok zusammenstellen lassen. Kugelrund und noch mit Dessert gefüllt rollten wir zurück ins Camp und fielen in unseren Bushcamper 🤩
Gila.Bend522 Beiträge · seit 201717. Aug. 2017 · #87
@Natur und weg
Sensationelle Fotos und interessante Einblicke in das "Bushcamperleben".
Danke dafür.
CHchemamsee65 Beiträge · seit 201618. Aug. 2017 · #88
Ich lese Deine Reisebericht und betrachte deine Fotos sehr gerne. Vielen Dank dafür. Du hast sehr gute Augen für die Fotografie. 🙂 Ich habe zwei Fragen: - Das Bild mit Gegenlicht und Sonne: Wie hast du das geschafft? Eigentlich sollte das Bild komplett schwarz sein, wenn man direkt in die Sonne fotografiert. Oder hattest du Filter drauf? Kannst du mir bitte die Einstellung der Kamera verraten? Außerdem die Sonnenstrahlen so schön und sauber... Ebenfalls Filter verwendet oder kleinste Blende genommen? - Im Herbst werde ich auch in Namibia sein. In Sesriem (also innerhalb von Park) werden wir auch nächtigen. Reicht die Zeit aus, nach der Sonnenuntergang von Sossusvlei bis zum Camp zu fahren (der Park wird ja 1 Std. nach der Sonnenuntergang schließen). Würde auch gerne die Dünen in Abendrot fotografieren. Vielen Dank schon mal für die Antworten. 🙂
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201718. Aug. 2017 · #89
chemamsee schrieb:Ich lese Deine Reisebericht und betrachte deine Fotos sehr gerne. Vielen Dank dafür. Du hast sehr gute Augen für die Fotografie. 🙂 Ich habe zwei Fragen: - Das Bild mit Gegenlicht und Sonne: Wie hast du das geschafft? Eigentlich sollte das Bild komplett schwarz sein, wenn man direkt in die Sonne fotografiert. Oder hattest du Filter drauf? Kannst du mir bitte die Einstellung der Kamera verraten? Außerdem die Sonnenstrahlen so schön und sauber... Ebenfalls Filter verwendet oder kleinste Blende genommen? - Im Herbst werde ich auch in Namibia sein. In Sesriem (also innerhalb von Park) werden wir auch nächtigen. Reicht die Zeit aus, nach der Sonnenuntergang von Sossusvlei bis zum Camp zu fahren (der Park wird ja 1 Std. nach der Sonnenuntergang schließen). Würde auch gerne die Dünen in Abendrot fotografieren. Vielen Dank schon mal für die Antworten. 🙂
Hi,
vielen Dank, freut mich dass Dir unsere Bilder gefallen.
Die Bilder mit dem Sonnenstern kommen in der Regel von mir, da mein Weitwinkelobjektiv diesen schönen Stern macht. Der Effekt entsteht wenn man die Blende weit schließt, also einfach z.B. mit Blende 22 fotografieren. Die Belichtung hat gepasst. Ich verwende das Canon 16-35 f/4 L IS USM an der 5D III.
Die Zeit nach Sonnenuntergang hat uns immer ausgereicht ins Camp zu kommen, das sollte kein Problem sein.
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201718. Aug. 2017 · #91
30.05.
5 Uhr raus aus dem Bett und fertigmachen. Es waren schon 12 Grad, unsere wärmste Nacht hier in Namibia bisher 🙂 Jetzt hinten in die Schlange eingereiht, die ins Vlei fahren wollte. Das Gate wurde pünktlich um 5.30 geöffnet und los ging es. Es war noch dunkel, aber langsam konnte man hinter sich erkennen, dass die Dunkelheit bereits in Dämmerung überging. Unsere Vorfreude wuchs 😎
Am 2x4 Parkplatz angekommen, verringerten wir den Reifendruck auf 1,6-1,8 bar und fuhren als beinahe erste Richtung Vlei. Jetzt bloß nicht anhalten im tiefen Sand 😗 Tom fuhr tapfer seine ersten Kilometer im tieferen Sand und wir bewältigten die Strecke mit Bravour. Dort ging es gleich zu Fuß zu unserem Ziel - ins Dead Vlei. Ich hatte ganz vergessen, wie anstrengend das Laufen im tieferen Sand war, puh 🤨 Es waren schon 20 Grad und die warme Fleecejacke und Mütze waren dann doch zu viel des Guten. Also raus aus den Sachen - es war schon T-Shirt Wetter.
Das Vlei lag noch komplett im Schatten, aber langsam kam die Sonne hinter der Düne hervor. Wir fotografierten wie die Wilden, Tom mit Weitwinkel, ich bevorzugte zunächst das Tele. Es war einfach superschön, wie sich permanent das Licht und die Farben veränderten. Jeder von uns kannte die Bilder aus dem Vlei (ich war ja auch schon 2x hier), aber es war trotzdem ein ganz besonderes Gefühl, dort zu stehen in der Wüste mit den toten Bäumen und das tiefe Blau des Himmels mit dem intensiven Orangerot der Dünen wahrzunehmen.
Gegen kurz nach 8 Uhr hatte sich das Licht schon verändert und die schönsten Momente waren vorbei. Zudem wurde das Dead Vlei immer voller, so dass wir den Rückzug antraten, wobei man sagen musste, dass wir die Zeit des schönsten Lichts für uns alleine im Vlei hatten, weil die meisten Leute auf den Dünen geblieben waren und erst jetzt herunter kamen. Da es uns am Parkplatz zu sehr windete, fuhren wir zur Campsite zurück und frühstückten erst einmal ausgiebig und tief zufrieden im Windschatten. Im kleinen Store, der leider nicht viel Frisches, aber sonst einiges bot, kauften wir Vorräte ein und besorgten das Permit für die Blutkuppe, unsere nächste Station. Dann duschten und relaxten wir, bis wir gegen 14.30 Uhr wieder loszogen.
An einer Stelle entdeckte ich einige Blüten und holte das Makro raus, während Tom den Springböcken auf der anderen Straßenseite nachstellte. Es gab total interessante Pflanzen und kleine Insekten zu fotografieren. Angesichts der Dünen vergaß man leicht, wie toll die Welt des Mikrokosmos sein konnte. Auf jedem Meter konnte man Interessantes entdecken.
Wir fuhren weiter, sahen Oryxantilopen und bestaunten wieder die Dünen mit ihren Details aus Licht und Schatten. Auf der Rückfahrt trafen wir wieder auf Trappen, die diesmal netterweise auch ein Trappenkonzert anstimmten. Trötend streckten sie ihre Hälse in den Himmel. Im letzten Licht fotografierten wir nochmal Oryx und Springböcke. Danach kehrten wir zur Campsite zurück und aßen eine Tütensuppe mit Brot und Käse. Man konnte ja nicht jeden Tag so schlemmen wie am Tag zuvor 😉
ich bin nach wie vor begeisterte Leserin Eures Berichts und noch begeisterter bin ich von den vielen, wunderschönen Aufnahmen.... das Deadvlei im Sonnenaufgangslicht - genial! Und Deine Makros, Heike, finde ich sehr gelungen 🤪 🤩 🤪
Freue mich schon auf die Blutkuppe, die vielleicht auf unserer Tour im Mai 2018 noch in die Route eingebaut wird. Viele Grüße von Simone
Historie meiner 16 bisherigen Reisen ins südliche/östliche Afrika => 11/2001: NAM die Erste * 12/2003 - 01/2004: NAMIBIA Südtour * 03/2005: NAMIBIA ein runder Geburtstag in Windhoek/Tour mit Witti + Landy * 12/2007 -01/2008: NAMIBIA Südtour zum 2. mit Familie * 10-11/2008: Kurztrip nach NAM/wieder ein runder Geburtstag * 03/2011: NAMIBIA ~ Hochzeit der Schwägerin in Windhoek und kleine Tour * 09-10/2013: TANZANIA ~ 4 Wochen Familienbesuch * 12/2014 - 01/2015: NAM zum ersten Mal mit Dachzelt unterwegs * 07-08/2016: SÜDAFRIKA ~ 4 Wochen Kap und Gardenroute/Familienbesuch * 05/2018: KTP und mal wieder der Süden von NAMIBIA * 01-02/2020: NAMIBIAS Norden, Caprivi und ein bißchen BOTSWANA * 08-09/2021: BOTSWANA ~ Private Campingtour mit Bushways * 09/2O22: 3 Wochen SÜDAFRIKA mit Fokus auf Familie und Drakensbergen * 08-09/2023: BOTSWANA ~ 2. Private Campingtour mit Bushways * 02-03/2024: NAMIBIA ~ KTP und Südtour * 01-02/2026: 3. Private Campingtour mit Bushways
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200819. Aug. 2017 · #94
Hallo, Natur und weg,
Ihr reist und entdecket in bemerkenswerter Weise, bereit eure Umgebung umfassend wahrzunehmen und euch Zeit zu nehmen. Eure Lebensfreude und Begeisterung strömt aus euren Bildern und Zeilen. Wunderbar! Dazu kann man euch nur beglückwüschen! Ihr habt einen Blick fürs Detail und eine Vorstellung von Motiv und Bildaufbau. Das ist nicht alltäglich und das sieht man euren Bildern an. Darüber hinaus bestätigt sich: Für einen guten Standpunkt muss man laufen... 😁
Gruß von den lilytrotters
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201720. Aug. 2017 · #95
TinuHH schrieb:Und wieder großartige Bilder! Super, vielen Dank! HG Martin
Hallo Martin,
dank Dir sehr 🙂 Das Dead Vlei ist einfach ein wunderschöner Ort und es macht superviel Spaß, dort zu fotografieren.
tigris schrieb:Liebe Heike, lieber Tom,
ich bin nach wie vor begeisterte Leserin Eures Berichts und noch begeisterter bin ich von den vielen, wunderschönen Aufnahmen.... das Deadvlei im Sonnenaufgangslicht - genial! Und Deine Makros, Heike, finde ich sehr gelungen 🤪 🤩 🤪
Freue mich schon auf die Blutkuppe, die vielleicht auf unserer Tour im Mai 2018 noch in die Route eingebaut wird. Viele Grüße von Simone
Hallo Simone,
vielen Dank für die Blumen 🙂 Freut mich, dass Dir auch die Makros gefallen 😎 Ich hätte gerne noch viel mehr Makros gemacht, aber das Problem war immer, dass der Rest der Landschaft so wunderschön war, dass dafür oft zu wenig Zeit blieb 😉
Auf die Blutkuppe kannst Du Dich auch freuen 🙂 Für uns war das eines der Highlights der Reise und wir hätten uns gewünscht, dort mehr Zeit verbringen zu können.
lilytrotter schrieb:Hallo, Natur und weg,
Ihr reist und entdecket in bemerkenswerter Weise, bereit eure Umgebung umfassend wahrzunehmen und euch Zeit zu nehmen. Eure Lebensfreude und Begeisterung strömt aus euren Bildern und Zeilen. Wunderbar! Dazu kann man euch nur beglückwüschen! Ihr habt einen Blick fürs Detail und eine Vorstellung von Motiv und Bildaufbau. Das ist nicht alltäglich und das sieht man euren Bildern an. Darüber hinaus bestätigt sich: Für einen guten Standpunkt muss man laufen... 😁
Gruß von den lilytrotters
Liebe Lilytrotters,
man, was für ein Lob! Wir fühlen uns ganz geehrt 😊 Angesichts der wunderschönen Landschaft und der tollen Tierwelt konnten wir gar nicht anders als mit Begeisterung reisen. Ich habe mich in Namibia schon 2003 verliebt und bin froh, dass Tom auch das Afrika-Virus gepackt hat 😄 Mit der Fotografie haben wir das perfekte Hobby, das wir beim Reisen ausleben können und es macht uns sehr viel Spaß, wenn wir andere durch die Fotos an unseren Erlebnissen teilhaben lassen können 🙂
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201720. Aug. 2017 · #96
31.05.
Heute ging es zum Sonnenaufgang zur Elim Düne. Alle anderen fuhren also schon vor uns los, bei uns ging es gemächlich gegen 6 Uhr zur Düne. Leider war es heute Nacht windstill, so dass noch beinahe alle Fußstapfen des vorherigen Tages zu sehen waren. Das Gras auf der Düne war größtenteils ziemlich kaputt. An den Grashalmen hielten sich in großer Menge Käfer oder Ameisen auf, ich konnte es wegen des noch nicht vorhandenen Lichts nicht erkennen. Tom konnte sich fotografisch mit der Düne nicht richtig anfreunden und stieg wieder hinab.
Ich fotografierte von oben in die Ferne und ein paar Gräser. Kurz bevor die Sonne anfing, Teile der Düne zu beleuchten, kam ein Auto und ein Pärchen stieg schnurstracks auf die Spitze der Düne. Eigentlich hatte ich darauf gehofft, die Düne mit Spitze im Licht fotografieren zu können, aber mit den zwei Leuten in leuchtblauer und roter Jacke fiel das aus 😉 Aber gut, jeder möchte einen schönen Platz zum Sonnenaufgang ergattern und so suchte ich mir eben andere Motive.
Unten angekommen, zeigte mir Tom seine hervorragenden Springbock-Bilder, die er im Gegenlicht gemacht hatte.
Dann ging es nach Sesriem zurück, wo wir noch einen Kaffee tranken und uns auf den Weg zur Blutkuppe machten. Zuerst nochmal Halt in Solitaire zum Tanken und Stückchen beim Bäcker holen 🤩 dann weiter über den Kuiseb Canon. Leider hatte die Pad schon ganz schön gelitten, so dass die Strecke aufgrund der heftigen Riffels nicht sooo viel Spaß machte. Auf dem Weg fanden wir einen wunderschönen Kaktus, zu dem bereits ein Fahrweg führte. Dort angekommen, entdeckten wir, wieviel Leben dieser beherbergte, Eidechsen und jede Menge Sattelschrecken fanden sich zwischen den dicken Dornen wieder. Superschön das Teil!
In der Wüste aßen wir unser Frühstück und genossen den Blick über die weite karge Landschaft. Das Permit für die Blutkuppe und die Campsite hatten wir in Sesriem geholt und es ging irgendwann weiter über eine 4x4 Strecke. Dann kamen wir an der Blutkuppe an. Wir wussten, wir wollten eine der Campsites auf der Rückseite nehmen und fuhren dorthin.
Die Gegend empfing uns einerseit mit dem Granitgestein der Blutkoppe und andererseits mit verhältnismäßig viel Grün, farbigen Blüten und hübschen Insekten und wir waren nur noch am Staunen. Hier war es einfach grandios, Schmetterlinge flatterten überall herum, Vögel zwitscherten, große Käfer und Sattelschrecken liefen geschäftig ihren Weg und dazu der Blick auf die Blutkuppe. Beinahe sprachlos machte uns dieser Anblick und das bunte Leben inmitten der Wüste.
Wir nahmen die Campsite 8, die erste auf der Rückseite, bauten den Camper auf und genehmigten uns ein leckeres Bierchen. Tom hielt es nicht mehr aus, das Licht wurde schon schön und er schnappte sich sein Weitwinkel und flitzte los Richtung Blutkuppe. Ich wollte von den umherfliegenden Schmetterlingen und den hübschen Blüten Makroaufnahmen machen, so dass es mich auch nicht mehr auf dem Stuhl hielt. Zu meiner Überraschung entdeckte ich Schmetterlinge der Familie der Bläulinge (nehme ich jedenfalls an und bin für jeden Bestimmungshinweis dankbar) mit sehr hübschen Flügelunterseiten.
Ich machte jede Menge Fotos, während Tom mir ab und zu über das Funkgerät seine Begeisterung über die Blutkuppe kundtat. Als er zurückkam, hatte er mehrere der Höhlen erklettert und tolle Bilder mitgebracht. Ich hatte aber auch mein Möglichstes bei den Schmetterlingen getan und den Sonnenuntergang zwischen Gräsern und Blüten verbracht. Tom meinte, wir sollten die Spitzkoppe absagen und hier bleiben 😮 wovon ich allerdings nicht so richtig begeistert war. Zu sehr hatte ich mich auf die Spitzkoppe gefreut, so dass wir am Ende auch nur die eine Nacht hier blieben, uns allerdings versprachen, irgendwann wiederzukommen und mehr Zeit hier zu verbringen. Um noch ein bisschen was auszukosten, wollten wir zum Sonnenaufgang zu den Höhlen steigen.
Wir waren wieder ganz alleine hier und das war ein unglaubliches Gefühl in dieser Einsamkeit 😎 Wir machten Feuer, es war lauschig warm und wir genossen den Abend in vollen Zügen. Nach dem Essen ging es für ein paar Sternbilder nochmals raus. Ein richtig schöner Abend an einem wunderhübschen Fleckchen Afrika ganz für uns alleine.
Normalerweise würde ich den Tag hiermit beschließen, möchte aber die weiteren Absätze für einen Appell nutzen. Immer wieder haben wir in der Natur Müll gefunden, der von den Leuten nicht entsorgt oder wieder mitgenommen wurde. Auch an der Blutkoppe haben wir Plastikflaschen und verrostete Dosen gefunden zum Teil ziemlich weit oben bei den Höhlen.
Bitte, bitte liebe Camper: Ihr seid doch ein naturverbundenes Völkchen, sonst wärt ihr nicht in Namibia mit einem Camper unterwegs. Bitte nehmt doch jeglichen Müll wieder mit, wenn keine Möglichkeit zur Entsorgung vorhanden ist. Es macht uns tieftraurig und auch wütend, Plastik und Müll an solch tollen Plätzen vorzufinden.
Natürlich ist uns bewusst, dass nur ein ganz kleiner Teil der Camper sorglos diesen Müll in die Natur wegwerfen und hoffentlich (und wahrscheinlich) ist keiner von den Fomis so bedenkenlos. Aber wenn es auch nur von einem gelesen wird und irgendwas bewirkt, sind diese paar Sätze es wert, geschrieben zu werden.
Übrigens: Auch wenn ihr euch alle zu Recht nicht angesprochen fühlt, weil ihr nie im Leben etwas bedenkenlos in die Natur werfen würdet: Es wäre super, wenn ihr an solchen Plätzen Müll, den ihr vorfindet, einsammelt, mitnehmt und entsorgt. Wenn jeder von uns da ein bisschen mithilft, können wir bestimmt schon einiges bewegen. Die Natur und alle nachfolgenden Besucher werden es euch ganz sicher danken 😘 😘
sandra1903385 Beiträge · seit 201520. Aug. 2017 · #97
Ich habe heute mit Eurem Bericht begonnen und konnte nicht mehr aufhören. Was für wunderschöne, wirklich traumhafte Fotos!!!
Ich könnte jetzt jammern, dass meine Fotos nicht so scharf werden, aber Ihr hattet fast 20 kg Equipment dabei und ich hab eine Kamera mit Immerdrauf-Objektiv. Da leidet nunmal die Qualität, selbst schuld 😉
Besonders gefällt mir auch Eure ruhige Art zu reisen. Genügend Zeit an den verschiedenen Orten, so mögen wir das auch!
Ich kann mich Sandra nur anschließen - wunderschöne Bilder, ich kann sie mir immer wieder anschauen. 🙂 Was den Müll betrifft, da kann ich Euch zu 100% beipflichten. Das gleiche gilt aber auch hier bei uns in D. Nur kann man hier garnicht so viel mitnehmen wie rumliegt. Traurig!
Einfach nur WOW! Ich komme aus dem schwärmen eurer Bilder gar nicht mehr heraus.
Ihr holt wirklich überall das Best mögliche raus. Die Makros haben mir es auch total angetan. Leider fehlt in unserer Sammlung so ein Objektiv noch.
Hättet ihr eine Empfehlung für Sossusvlei welche Düne sich am besten für Sonnenaufgangs oder Untergangsbilder eignet? Ihr habt ja geschrieben das vor allem in der Früh alle gleichzeitig zu den Dünen aufbrechen.
Sollte man doch vielleicht den Sonnenaufgang fürs Deadvlei nutzen und die Dünen erst später besichtigen. Bin mir diesbezüglich einfach total unschlüssig wie wir den Tag dort am besten gestalten sollen.
Bin schon sehr gespannt auf die Bilder der Spitzkoppe. Dort werden wir nämlich auch eine Nacht verbringen.
ANNICK8'054 Beiträge · seit 200821. Aug. 2017 · #100
Coucou an euch Beiden,
Wouah, die Bilder sind echt la Crème de la Crème. 🙂
Man könnte damit tolle Postkarten daraus machen oder sogar einen Kalender. 😁