lilytrotterThemenstarter4'129 Beiträge · seit 200806. Dez. 2016 · #1Mainstream or not, - that’s the question... 😎
Es mag sein, dass wir uns täuschen, aber seit einiger Zeit scheint es hier im Forum fast schon ein „must“, von sich sagen zu können, sich nicht im Mainstream zu bewegen.
Ist Mainstream das neue Schimpfwort für Touristisches, das der eigenen Meinung nach
zu normal = zu langweilig
zu angepasst = zu blöd
zu wenig abenteuerlich = zu ängstlich
zu „sonstwas“ ist?? 🤢
Mittlerweile wird dieser vermeintliche Glanz eines „Non-Mainstreamers“ in jedem dritten Post als Persönlichkeitmerkmal verwurstet.
Was will uns der Nutzer dieser persönlichen Zuschreibung damit über sich sagen??
Braucht man diese Selbstdefinition als etablierter Europäer, um sich von der großen Menge der anderen Touristen (insbesondere der "no-go"-Pauschaltouristen oder der bösen Overländer) abzuheben? Um sich zu beweisen, dass man ein echtes Individuum ist und noch ein wenig Vibrations spürt?
Um was geht es denn eigentlich dabei?
Wir können es nicht nachvollziehen.
Und wir sagen es ganz offen: Anstatt uns Derartiges zuzuschreiben, nennen wir allein schon aus Solidarität unsere Reiseart nur noch „MAINSTREAM“!
Auch wenn sie es vielleicht gar nicht ist, oder doch? Wer weiß? 😁 😄
Und ja, es ist alles sehr überspitzt gesagt! Sonst gibt’s ja keine Reaktionen! 🙂
(Auch die Anglizismen sind kein Zufall.)
Wir freuen uns über eine interessante Diskussion.
Grüßles von den lilytrotters
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt MAMarkus6151'042 Beiträge · seit 201606. Dez. 2016 · #2Hallo lilytrotters,
lilytrotter schrieb:Mainstream or not, - that’s the question... 😎
das was ich im Urlaub mache ist immer Mainstream.... ich definiere einfach mal so... 😉
lilytrotter schrieb:
Es mag sein, dass wir uns täuschen, aber seit einiger Zeit scheint es hier im Forum fast schon ein „must“, von sich sagen zu können, sich nicht im Mainstream zu bewegen.
Klar individuell, einzigartig und das "besondere" Abendteuer. Sei es mit dafür unbrauchbaren Fahrzeugen durchs Gelände zu fahren (Top Gear macht es vor) oder ganz dicht am Rande des Abgrunds stehen (egal in welchem Land) und zur Not auch irgendwelche Warnschilder einfach ignorieren. Das ist NON Mainstream. Manchmal sich auch sinnlos in Gefahr begeben, damit man etwas "erlebt" hat... bei Sonnenuntergang am nächsten zu Sonne stehen... 😛
lilytrotter schrieb:
Ist Mainstream das neue Schimpfwort für Touristisches, das der eigenen Meinung nach
zu normal = zu langweilig
zu angepasst = zu blöd
zu wenig abenteuerlich = zu ängstlich
zu „sonstwas“ ist?? 🤢
Naja Mainstream ist das was ALLE machen und da sich ALLE irren, macht man es eben anders.
lilytrotter schrieb:
Mittlerweile wird dieser vermeintliche Glanz eines „Non-Mainstreamers“ in jedem dritten Post als Persönlichkeitmerkmal verwurstet.
Das ist doch kein Persönlichkeitsmerkmal. Das ist ein "Lebensstil".
lilytrotter schrieb:
Was will uns der Nutzer dieser persönlichen Zuschreibung damit über sich sagen??
Er möchte Dir damit erklären, dass er ein Individuum ist und sich das auch selbst beweisen muss.
lilytrotter schrieb:
Braucht man diese Selbstdefinition als etablierter Europäer, um sich von der großen Menge der anderen Touristen (insbesondere der "no-go"-Pauschaltouristen oder der bösen Overländer) abzuheben? Um sich zu beweisen, dass man ein echtes Individuum ist und noch ein wenig Vibrations spürt?
Ich weiß zwar nicht was Overländer sind, aber auch Pauschaltouristen haben ein Recht darauf nicht zum Mainstream zu gehören. Das sind dann die ein bis zwei Leute die eine ganze Reisegruppe tyrannisieren bzw. auf die der Rest der Gruppe definitiv immer warten muss. Manchen reicht es ja schon aus durch konsequentes unpünktliches Erscheinen sich von der Gruppe ab zu heben...
lilytrotter schrieb:
Um was geht es denn eigentlich dabei?
Um reinen, gelebten Egoismus?
lilytrotter schrieb:
Wir können es nicht nachvollziehen.
Und wir sagen es ganz offen: Anstatt uns Derartiges zuzuschreiben, nennen wir allein schon aus Solidarität unsere Reiseart nur noch „MAINSTREAM“!
Auch wenn sie es vielleicht gar nicht ist, oder doch? Wer weiß? 😁 😄
Danke, wobei ich bezweifle, ob es überhaupt einen "richtigen" Mainstream gibt, so verschieden wie heute zu Tage der Urlaub verbracht wird. Um wirklich zwanghaft etwas anderes machen zu wollen als ALLE anderen muss man sich schon extrem anstrengen. So trifft man weltweit immer irgendeinen Menschen, der seinen Urlaub beinahe so verbracht hat wie man selber.
lilytrotter schrieb:
Und ja, es ist alles sehr überspitzt gesagt! Sonst gibt’s ja keine Reaktionen! 🙂
(Auch die Anglizismen sind kein Zufall.)
Wer Ironie findet, der darf die behalten... 😉
lilytrotter schrieb:
Wir freuen uns über eine interessante Diskussion.
Ich sollte lieber einmal anfangen meinen Namibia Reisebericht 2016 zu schreiben...
Wird aber so oder so langweilig, da eine Anfängertour und zu 99,95 % Mainstream (bis auf die doofe Idee im Sossusvlei den Tiefsand mit prall gefüllten Reifen und ohne Getriebeuntersetzung zu fahren, was aber trotzdem funktioniert hatte... hätte aber auch in einer "wie grabe ich mein Auto ohne Schaufel wieder aus" Orgie enden können. Nächstes Mal im April 2017 bin ich auch dort "Mainstream" unterwegs, wenn das alle so machen, dann hat das vielleicht einen Grund?!?... 🤪 😗
Gruß Markus
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200606. Dez. 2016 · #3Hi Lillytrotter,
ich bin gerne Mainstream im Urlaub unterwegs... wobei ich auch nicht weiß, was es eigentlich bedeutet.
- Ich schlage meine Liege lieber auf einer einsamen Finca auf Mallorca auf, anstatt am Ballermann. Also bin ich doch kein Mainstream?
- Ich fahre lieber mit einem neuen Auto durch Namibia oder Botswana (denn es ist Urlaub... da will ich mich nicht mit Reparaturen auseinander setzen), habe aber das Gefühl, dass mittlerweile viele sich lieber die älteste Kiste suchen, denn es ist ja dann erst ein riesen Abenteuer. Bin ich da jetzt Mainstream oder sind es mittlerweile die zunehmende Zahl dieser Abenteurer?
- Ich reise in Länder, die zeitweise von weniger als 5000 Reisenden im Jahr besucht werden. Eigentlich ja kein Mainstream... aber vor Ort wohne ich im Hotel, wo auch die paar anderen Tourism wohnen. Also doch wieder Mainstream?
- Ich reise auch gerne durch abgelegenere Gebiete in Namibia, also wohl nicht Mainstream. Ich rege mich aber dann auch nicht auf, wenn andere Leute das auch wollen und es auf einmal zu Mainstream wird.
- Ich schlafe gerne in 5-Sterne-Lodges, die sich nicht jeder leisten kann. Also bin ich kein Mainstream? Aber im Moremi schlafen 90% in solchen Lodges, also bin ich doch irgendwie wieder Mainstream.
[/ul
Macht der Reiseort, die Reiseart (zu Fuß, Auto, Pferd), die Übernachtungswahl. die Streckenwahl einen zu Mainstream oder nicht? Oder ist es einfach das (gezwungene) "anders" sein?
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201106. Dez. 2016 · #4Wenn es Mainstream ist:
-nicht mit kleinen Kindern (am Straßenrand) wild zu campen
-vor einer wirklichen Offroadtour ein Fahrtraining zu machen
-gut besuchte Camps zu reservieren
-nicht nachts zu fahren
-immer genügend Sprit und Wasser dabei zu haben
-auch mal einen Rat aus dem Forum, den ich eigentlich nicht hören wollte, zu akzeptieren
-am Ankunftstag nicht weit zu fahren
-Notfallnummern griffbereit zu haben
-wenn die Geldbörse es hergibt, mit privatem Guide zu fahren
-auch mal vor Ort Erkundigungen über einen Streckenzustand einzuholen
-zu Campen oder in Lodges zu übernachten
-zwischendurch sogar mal asphaltierte Straßen zu benutzen
-bei großen Tieren einen gewissen Sicherheitsabstand zu halten, abstatt ihnen "auf den A..." zu fahren
dann bin ich bekennender "Mainstreamer".
Ich reise so, wie ich es für mich verantworten kann, natürlich ohne "Retter" in Gefahr zu bringen, die nur los müssen, weil ich Mist gebaut habe und selbstverständlich verändert sich meine Verhaltensweise, wenn ich andere Menschen dabei habe, die das bereiste Land noch nicht kennen. Wenn diese Menschen minderjährig sind, ist mir "Mainstream und sicher" hundert mal lieber als "Abenteuer pur, hauptsache nicht Mainstream".
Viele Grüße
Karin (die hier in Deutschland viele Freunde hat, die eine Selbstfahrertour mit Lodgeunterkünften schon so abenteuerlich finden, dass das für sie niemals in Frage käme, also ist JEDE Reie nach Afrika schon "Anti-Mainstream"???)
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Applegreen1'796 Beiträge · seit 201406. Dez. 2016 · #5Hallo lilytrotters,
ich gehöre glaube ich auch zu den bekennenden Mainstream - Reisenden 🤪 😗
Denn ich plane unsere Reisen immer gerne so weit wie möglich im Voraus, buche alles was möglich ist im Voraus, mache mir Gedanken über alle möglichen Eventualitäten und versuche optimal vorbereitet zu sein 😮
Ich freue mich über Ratschläge, buche sofern möglich auch nie selbst - meistens über Agenturen, die im Reiseland gut vernetzt sind - und versuche möglichst keine Risiken einzugehen 😊
Auf unserer bereits gebuchten Selbstfahrer-Campertour im August nächsten Jahres nach Botswana - das wir noch nicht kennen - werden wir von einem lokalen Guide begleitet. Da uns dort Tiefsandfahrten erwarten (wir haben keinerlei Tiefsanderfahrung außer das kurze Stück ins Sossusvlei) und wir bisher auch noch nie als Camper unterwegs waren, ist für uns eine begleitete Tour die ideale Lösung. Und nach diesem Trip können wir dann immer noch alleine durch die Gegend fahren, wenn wir ein Gefühl dafür bekommen haben, ob uns diese Art des Reisens überhaupt zusagt und ich vor Angst nachts im Zelt nicht gestorben bin 😵.
Ja wir sind "Mainstreamer" - und für geschätzte 90% unserer Freunde und Bekannten sind wir die absoluten Abenteurer, alleine in der Tatsache begründet, dass wir nach Afrika reisen und das bisweilen auch noch mit meiner über 80jährigen Mutter 🤩
Und dass wir unserem Sohn ein Freiwilliges Jahr in Namibia "erlaubt" haben, dafür hatten die Allerwengisten in unserem Umfeld Verständnis 😮 Australien, USA oder Neuseeland hingegen wären völlig "normal" gewesen 😐
Liebe Grüße und Danke für's Eröffnen dieses Themas!
Sabine
Turi348 Beiträge · seit 201106. Dez. 2016 · #6Hallo Lillitrotter
Mainstream or not, - that’s the question... 😎
Was heisst Mainstream in Bezug auf dieses Forum?
Mainstream ist das was die überwiegende Mehrheit macht.
Das ist nicht richtig oder falsch, sondern liegt einfach an der Situation, der sich im Arbeitsprozess befindlichen Bevölkerung und ihren Prioritäten.
Wenn eine Mehrheit halt nicht mehr als 3 Wochen Urlaub bekommt und in der Zeit nach Namibia etc. reist, dann macht die Mehrheit überwiegend das Selbe.
Sie macht Pläne, wie man in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Tiere oder Landschaft sehen kann, die Big Fife müssen dabei sein.
Das könnte aber auch 3 Wochen Tauchurlaub sein auf den Malediven, oder all inklusiv im Hotel in der Türkei.
Hier spreche ich für die Mehrheit der industialisierten Bevölkerung.
Die Anderen sind die Traveller, was heisst Traveller?
Traveller sind diejenigen die sich, warum auch immer, eine längere Auszeit genehmigen oder einige, die schon in Pension sind und für die das Reisen zum Lebeninhalt wurde, dazu kommen ein paar Lebenskünstler, die wie ich, das Geld nicht für's Alterheim aufheben und die, die von Beruf Sohn oder Tochter sind.
Hier im Forum trifft man überwiegend die erste Kategorie an, die, warum auch immer, nicht mehr Zeit und/oder Geld zur Verfügung haben oder haben wollen und ihre Prioritäten anders setzen..
Ich, zB. gehöre zu der 2. Kategorie, zu den Travellern und man muss schon aus einem ganz einfachen Grund unterscheiden, nämlich wegen der Finanzen.
Sind wir unterwegs so müssen wir immer hervorheben, dass wir eben keine Touristen sind sondern Traveller, dass wir keinen Platz und zu wenig Geld haben um ständig irgend welche Souvenirs kaufen.
Auch können wir uns nicht leisten in jedem NP längere Zeit zu sein, auch wegen der Finanzen.
Den Vorteil den wir haben, ist Zeit, in der wir zB. mal 3 Wochen nur irgendwo in der Kalahari oder an der Tiwi Beach in Mombasa rumhängen um dann mal irgendwann weiter zu fahren, nicht weil der Urlaub zu Ende geht, sondern weil einem vielleicht dann langweilig wird oder das Visum abläuft,
der Nachteil dass man in 3 Wochen zu zweit nicht 10 000 Euro ausgeben kann, zumindest wir nicht, weil wir über Monate oder Jahre unterwegs sind.
Ein weiterer Vorteil ist unsere Erfahrung, die man sich manchmal auch mühsam erarbeiten musste und muss, da unterwegs immer neue Herausvorderungen auf uns warten.
Wir zählen uns nicht zum Mainstream, nicht weil wir besser sein wollen, sondern weil wir anders sind in Bezug auf Prioritäten setzten.
Meine Tochter zB zählt dazu, warum, die Familie will auch im Urlaub nicht auf den Luxus von zu Hause verzichten und ist nicht bereit Einschränkungen auf zu nehmen , um längere Zeit zu reisen, dafür das ganze Jahr aus dem vollen schöpfen.
Ich hoffe konnte da ein wenig Licht ins Dunkel bringen.
Mainstream ist nichts verächtliches, genauso wenig wie ausserhalb diesem zu leben, vorausgesetzt man touchiert damit niemanden.
Wie heisst es so schön; Des Menschen Willen ist sein Himmelreich.
Gruss Turi
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
LEleserGast06. Dez. 2016 · #7OT @ das vertrackte touristische Paradoxon: Alle wollen hin aber dort wollen sie alleine sein.
Nach Afrika zu reisen liegt offensichtlich voll und immer mehr im Trend, ist also i. A. längst MAINSTREAM, wozu dieses u. a. Reiseforen einen erheblichen Beitrag leisten. Bei der Auswahl der Ziele und Durchführung gibt es jedoch einige, sich hier oft heftig widersprechende SUBKULTUREN. Ich vermute und hoffe, dass dabei trotzdem auch einige (im) UNDERGROUND sind, die genießen aber schweigen. Ich weiß von einem Anbieter, der seinen Klienten für bestimmte Touren ein vertraglich vereinbartes „Schweigegebot“ für Foren abverlangt, um deren mainstream-Werdung noch etwas hinauszuzögern.
Grüße und gehe jetzt auf Tauchstation
Turi348 Beiträge · seit 201106. Dez. 2016 · #8Noch was vergessen
Overländer treffen wir unterwegs immer wieder mal.
Das sind meist junge Leute die in einem Lastwagen, mit Sitzen ausgestattet und organisiert unterwegs sind.
Die auch mal in 6 Wochen von England nach Südafrika fahren und auf den Camps in Zelten schlafen und meist am Party machen sind, meist lustig sie zu treffen.
Die Anderen sind die im roten Bus (Rotel Tours), wo man in Schubladen schläft , sind meist älteren Semesters, aber ähnlich unterwegs wie die vorhergehenden, nur geordneter 🙂 .
Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200606. Dez. 2016 · #9Hi Leser,
das vertrackte touristische Paradoxon: Alle wollen hin aber dort wollen sie alleine sein.
100 % Zustimmung. Genau so ist es. Und wenn dann deren bisheriges Reiseziel zu sehr Mainstream wird, gibt es neben großer Aufregung ("auf einmal fahren im Kaokoveld fünf und nicht mehr nur drei Autos am Tag") meist eine beleidigte Reaktion und mit Zusatz: "Es gibt ja noch andere Länder". Im Prinzip gibt es aber nur noch wenig Länder auf der Erde, die nicht "Mainstream" sind (mir fallen da vielleicht spontan 20 Stück ein).
Und ich glaube ein großer Unterschied in der Ausrichtung einer Urlaubsreise (z.B. nach Namibia), egal ob man es nun mainstream, Traveller, Abenteurer, Aussteiger etc. nennen will ist einfach die Definition von "Urlaub". Für mich ist Urlaub immer, uneingeschränkt, etwas anderes als ich zu Hause habe. Zu Hause mache ich mein Bett, koche, Wäsche waschen usw. Im Urlaub möchte ich all dieses nicht tun (deshalb kommt Camping für mich nicht in Frage). Ist halt meine Art von Erholung. Und ich denke der Großteil der Reisenden (hier im Forum ist die Ausrichtung deutlich anders gelagert) auf diesem Planeten sieht das ähnlich. Und das ist dann wohl Mainstream - denn die Masse macht/will es so. Also mehr die Reiseart als das Reiseziel?
Auch wenn es hier vielleicht nicht immer von mir so rüber kommt. Ich finde es prima (und vielleicht sogar mutig), wenn Leute keinen großen Plan machen, ein Zelt einpacken und sich treiben lassen. Denn das scheint deren Definition von Urlaub/Erholung zu sein... eben nicht wie in der Heimat/Berufsleben alles durchzuplanen. Ob es nun die ukrainisch-russische Kombi war, die vor einiger Zeit hier im Forum von ihrer Anhalter-Tour durch Namibia berichtet haben oder eine Reise auf dem Fahrrad. Ich finde nur, dass dieses alles total unabhängig von der Einstellung "Ich mache pauschal alles anders als es mir - in gutem Sinne - geraten wurde und ignoriere jegliche Tipps" zu sehen ist. Das hat weder was mit Off-Mainstream noch sonstwas zu tun. Außer mit... 😉
Sorry, vielleicht bin ich etwas abgeschweift.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
marimari2'240 Beiträge · seit 201106. Dez. 2016 · #10Hallo zusammen
Die Frage ' mainstream or not' stelle ich mir gar nie. Ich/ wir muessen ja gluecklich sein und unsere Reiseziele/ - art nicht aufgrund irgenwelcher anderer Meinungen anpassen. Von daher: who cares? 🙂
Solange niemandem geschadet wird.. so what?
Cheers Mari
Kiboko1'250 Beiträge · seit 200906. Dez. 2016 · #11Liebe Lilytrotter,
Liebe Mainstreamers,
bei mir ist alles immer total Mainstream.
Mit den 20kg-Mainstream-Fotogeraffel geht es demnächst wieder zweimal nach Afrika.
All-Inklusive-Pauschalreisen mit Otto-Normal-Touristen.
- in den steinreichen Sudan (als Notziel, da Dzanga Sangha schon ausgebucht war)
- In den Tai Nationalpark (Elfenbeinküste).
Mit Euren Abenteuern als individuelle Selbstfahrer kann ich einfach nicht mithalten.
Letzte Woche war ich auf einer Pauschalreise mit Eisenbahnfans in Nordkorea.
Das mag in einen Afrika-Forum etwas Besonderes sein.
In einen Asien-Forum wäre es wohl auch nur Mainstream. 😕
Gruss von der Weser (auch nur knapp ein Mainstream)
Bernd
Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x)
Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt:
foto-kiboko.de
_Matthias_284 Beiträge · seit 201406. Dez. 2016 · #12Mainstream, also wörtlich die Hauptstömung im Fluss, ist ja zunächsteinmal etwas neutrales, es ist angenehm mitschwimmen zu können, sich enfach treiben lassen, man ist in einer gesicherten Position, keine Gefahr anzuecken. Das ist schön und gut, wird aber dann problematisch, wenn der Stömung zu stark wird und entweder alles mitreißt oder zerschmettert. Dann hat man keine Chance heil zu bleiben wenn man vom Ufer aus startet und auch mitschwimmen will. Der Hauptstrom nimmt keine Rücksicht und beim kleinsten Fehler wird man direkt so gegen das nächste Hinderniss geworfen, dass man von Glück sagen kann wenn man überlebt.
Bei einem ruhigen Flüsschen ist der Mainstream kein Problem, in einem reißenden Fluss schon. Foren tendieren eher zum reißenden.
Zum Problem wird Mainstream nur, wenn er anfängt auszugrenzen. Und was Mainstream ist hängt natürlich vom Umfeld ab. Was hier im Forum Mainstream ist, ist in anderen Foren schon zu extrem. Hier würde ich als Mainstream so gehobenes Mittelalter, ein/zwei Mal im Jahr in Urlaub, südliches Afrika als Selbstfahrer, sehr Sicherheitsbedacht, daher nur mit Vorbuchung, Satellitentelefon und möglichst entschleunigt. Leute wie ich, die bei Anbietern mitfahren werden eher belächelt, genau wie Leute die Fahrer buchen, Overlander werden als die Ballermänner Afrikas angesehen und wer nicht vorbucht oder keinen motorisierten Untersatz hat wird schon als fahrlässig und unverantwortlich bezeichnet.
In anderen Foren gibt es genauso Mainstreams, aber eben andere, im SA Forum, gilt jede Safari mit weniger Infrastruktur als der Krüger schon als riskant, während in einem Kreuzfahrtforum die meisten schon Panikattacken bekämen, wenn neben ihrem Auto ein Löwe frei rumlaufen würde, vom Schlafen in einem Zelt mit wilden Tieren drumnrum ganz zu schweigen.
Ist ja auch schön wenn jeder eine Heimat hat wo er sich wohl fühlt. Aber genauso wie man reist um seinen Horizont zu erweitern und Neues zu entdecken, so kann man doch auch interessantes abseits des Mainstreams entdecken, man muss nur offen sein. Wenn hier jemand kommt und gleich sagt dass er nicht Mainstream ist, besonders als vorheriger stiller Mitleser, dann doch nicht um jemanden abzuwerten oder sich auszugrenzen, sondern als Hinweis, ich bin ein bisschen anders, aber versucht doch mal mir euch näher zu bringen. Wenn man da dann gleich mit alle die anders sind sind doof kommt, dann ist Mainstream ein Problem.
Gruß,
Matthias
franzastische Reisen, Fotos und mehr -
https://franzastisch.de CACan890 Beiträge · seit 201606. Dez. 2016 · #13Hallo,
die, die nicht Mainstream unterwegs sind schreiben gar nicht in Foren.....zumindest 95% von diesen Leuten. Der Rest dieser Gruppe gibt meist Antworten zu Fragen, ob Mainstream oder nicht.
Gruß
Randfontein568 Beiträge · seit 201406. Dez. 2016 · #14Ich verstehe die Aufregung um den Begriff "mainstream" im Eröffnungspost nicht ganz.
Da wird vom "Glanz des non-mainstreamers" geschrieben, den dieser suche.
Da mag ab und zu was dran sein, das funktioniert aber nur, wenn der "mainstreamer" sich dadurch herabgesetzt fühlt.
Warum tut er das? Weil er selbst eigentlich keiner sein will?
Ich selbst bin beides ab und zu. Mal eher mainstream, mal eher nicht. Wie es mir in den Kram passt.
In Europa meist ohne feste Route unterwegs und immer ohne jede Vorbuchung.
Ca. 50% der Übernachtungen, da wo's ein schönes Plätzle für's Auto gibt (ein Sharan als Mini-Wohnmobil).
Ins Südliche Afrika geht's mit dem Flugzeug und da lassen wir uns schon auch mal "mainstreamig" verwöhnen.
Okay, wenn es schon außerhalb des mainstream ist, nicht gerade am Wochenende nach Lower Sabie zu fahren, sondern stattdessen in Swaziland eine ruhigere Zeit zu haben, oder am WE Freunde in Bloemfontein oder Durban zu besuchen,
um der größten Hektik aus dem Weg zu gehen, dann eben doch nicht ganz mainstream.
Oder doch? Mir isses wurscht, wie wer das nennt.
(Ob es nun mainstream ist, die nordkoreanische Kim-Dynastie durch einen Besuch bei ihren paar Dampflokomotiven zu besuchen, lasse ich dahingestellt. In meiner Jugendzeit des echten Dampfbetriebs waren Rheine, Hof und Rottweil "mainstream". Die Schmalspurbahnen am Douro hatte kaum einer auf dem Schirm, sowenig wie Cremona oder den Peloponnes. Das nur am Rande für die Dampffreaks.)
Auch das Alter macht einen mainstreamiger. Heute schlafe ich nicht mehr in Hühnerställen. Aber schön war's doch.
Heute steigen wir in kleinen Lodges ab, sie müssen zu klein für Busse sein.
Den Massentrubel mögen wir eben nicht, Ob es aber gerade mainstreamiger ist, sich vor dem Dachzelt eine Veggie-Pfanne zu brutzeln, oder in einer überteuerten Wolvedans-Schickimicki-Lodge zu wohnen, weiß ich nicht.
Und es ist mir herzlich egal. Die Diskussion hat was von Weinverkostung (oder heute "mainstreamig" Craft Beer")
Langer Rede kurzer (Schwach-) Sinn:
Wer tut, was ihm gefällt, tut das Richtige.
Wer tut, weil "man" es tut, tut nicht das, was er will - und damit das falsche..
It's as simple as this, folks! 😉
Lasst euch einfach nicht vorschreiben, woran ihr Freude haben sollt, dann ist der Begriff bedeutungslos.
Schöne Vorfreude, tolle Erlebnisse und gesunde Rückkehr von allen euren Reisen, egal welchen!
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200606. Dez. 2016 · #15Randfontein schrieb:
Wer tut, was ihm gefällt, tut das Richtige.
Wer tut, weil "man" es tut, tut nicht das, was er will - und damit das falsche..
... so hätte ich das auch geschrieben, wenn mir die richtigen Worte eingefallen wären.
Und ob das jetzt jemand für Mainstream oder nicht hält oder von mir aus auch für völlig hirnverbrannt, auf welche Art ich unterwegs bin, ist mir persönlich völlig wurscht.
Ich habe als Schüler mit Radtouren angefangen, weil ich keine andere Möglichkeit hatte. Ich habe später 'ne Pauschalrundreise mitgemacht, mal mit Freunden ein Ferienhaus gemietet, 'nen alten Lkw gekauft, ausgebaut und war damit unterwegs, bin auch mit 'nem Land Rover durch Namibia gefahren, per Anhalter in verschiedenen Ländern gereist und bin irgendwann wieder bei den Radtouren gelandet, weil es mir am meisten Spaß macht. Und ich bin halt nunmal unterwegs, weil es mir persönlich Spaß machen soll.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
ALM2'319 Beiträge · seit 201106. Dez. 2016 · #16hi folks.
cool der thread... i love you, lilytrotter.
hast ganz recht... mainstream... naja, vielleicht sind das ja die leute vom main...also dem fluss, der irgenwo aus franken bis nach mainz fliesst.... grins...
schrecklich, schrecklich... weil wir sind ja alle irgendwie touris...oder? ich bezeichne mich schon als turist, wenn ich die elbe sùdwerts ùberquere und mir immer dabei denke: ach gott, ach gott... haste auch den reise- und impfpass eingepackt? bist ja jetzt quasi in seehofers bayern und die konservativen knùppel mit dem gamsbart, denen fàllt ja immer was neues ein, um einem den letzten nerv und die ruhe zu rauben. aber den staus auf der A7 folgend...ja, da muss ich sagen, da fùhle ich mich auch immer im mainstream. immer den baustellen richtung der kasseler berge entlang.
kiss, kiss.
Alm
maggus785 Beiträge · seit 200807. Dez. 2016 · #17Hi,
ich denke mal, in Bezug auf dieses Forum und den Reisen nach Afrika sind wir letztendlich doch alle Mainstream!
Dies garantiert zumindest aus den Augen der lokalen Bevölkerung, denn wir sind die reichen Europäer, wir können uns solche Fernreisen überhaupt leisten und ob wir jetzt per Fahrrad, Rikscha, Geländewagen, Hubschrauber oder, oder unterwegs sind, macht für diese wohl nur wenig Unterschied!
Wir sind die, die von der ungleichen Verteilung von Reichtum auf dieser Welt die Gewinner sind und leben deshalb auch in ganz, ganz anderen Universen!
Wenn jemand jetzt meint, dass er nur weil er minimale Abweichungen von eingefahrenen Routen einschlägt, oder etwas andere Übernachtungsgewohnheiten hat, dann was besonderes ist, also nicht "mit dem Strom schwimmt" und sich somit abheben möchte, hm, da bleibt mir eigentlich nur ein Schmunzeln!
Ich persönlich sehe mich auf jeden Fall als Teil des Mainstream und dies ist auch ok so!
Viele liebe Grüße an die anderen Mainstreamer
Markus
wombat83 Beiträge · seit 201607. Dez. 2016 · #18Belanglosigkeit ist der Mainstream der menschlichen Kommunikation.
E. Koch
2x Australien, brunei, vietnam, 3x Indonesien, namibia, südafrika, mosambik, swaziland, chile, argentinien, mexiko, 2x kanada, Kalifornien, Florida, Singapur, nevada, ruanda, nepal, kambodscha, vietnam und brasilien sowie einmal durch südeuropa mit dem camper in der elternzeit
BLBlumenkind5 Beiträge · seit 201607. Dez. 2016 · #19Grins. Da muss ich jetzt wirklich schmunzeln. Frage mich wie du lillytrotter auf das Thema Mainstream kommst :-))))
Ich glaube die Frage stellt sich derzeit die ganze Welt. Wie konnte es sein dass Hillary trotz der Rückendeckung der Mainstream-Presse die Wahl gegen Trump verloren hat. Ich glaube du bringst da etwas komplett durcheinander. .. Die Frage des Massen- oder Pauschaltourismus ist nicht neu - die Gründe der Wahl welche Form des Urlaubs oder der Reisen jeder für sich selbst wählt ist viel zu vielschichtig. .. wahrscheinlich gibt es auch schon genug Studien darüber. Eigentlich ist es auch egal da jeder Mensch selbst entscheiden kann wie er seinen Urlaub verbringt. Der Mainstream sagt z.B. Putin geht gerne mit nacktem Oberkörper auf einem Pferd reitend auf die Jagd. Und Angela gepflegt ins Hotel nach Bayern. ...
Spannend ist was derzeit global passiert. Der Mainstream ist kein Mainstream mehr. Bzw. er lässt sich vom Mainstream nicht mehr so leicht verführen - manche sagen auch belügen. Die Informationsquellen sind aufgrund des Internets bei weitem größer als noch vor ein paar Jahren. Der klassische Mainstream hat gelernt nicht nur zu konsumieren sondern sich die Informationen gezielt zu beschaffen. Ich würde sagen die Menschen werden aufgeklärter. Die Politiker würden sagen die Menschen werden populistischer, tendieren nach rechts oder werden zu Demagogen. Und was hat das mit dem Reisen zu tun? Auch hier entwickelt sich der User/Urlauber weiter. Was ich tendenziell als eine sehr positive Entwicklung sehe, ist dass sich alle Menschen auf der Erde mittels Internets und der damit zusammenhängenden Informationsaufklärung von den Eliten/Establishment/Konzerne/Finanzindustrie/Politik nicht mehr eine Meinung aufdoktrinieren lassen. Ich habe große Hoffnung dass alle Menschen auf der dieser wundervollen Erde in Zunkunft in Frieden und gegenseitigem Respekt leben werden. Die Zeit läuft uns allerdings wie Sand durch die Finger. Die große Klimakatastrophe ist sichtbar. Wir stehen am Abgrund. Lasst und nicht weiter gegeneinander aufspielen. Weg mit den Feindbilder. Weg mit der Spaltung. Lebt lang und in Frieden!
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200807. Dez. 2016 · #20Danke, Lillytrotter, für diese tolle Diskussion, die Du da entfacht hast. Mainstream - das ist anders sein als die Anderen. Aber meistens wissen die Anderen das nicht und tun dann das Gleiche wie ich, der ich doch gar nicht den Mainstream will. Tja und deshalb entfliehe ich über Weihnachten NICHT nach Namibia, sondern nach Tromsö. Dem Licht und den Menschen entfliehen. Schau mal in den Sonnenaufgangstabellen nach - da steht bei Tromsö am 24. Dez. "Polarnacht". Und was muss ich beim Buchen feststellen - 90 % der guten Hotels ausgebucht. Ausflüge mit dem Rentierschlitten - ausgebucht. Da bin ich doch glatt wieder im Mainstream gelandet. So ein Sch...... Ist doch nicht so einfach, dem Mainstream zu entfliehen.
Ich wünsche Euch allen eine schöne Adventszeit, ein Weihnachtsfest mit Kerzen am Christbaum oder im Bikini am Strand oder auf Big Daddy im Sossusvlei. Jeder auf seine Art - aber alle im Mainstream, nur gerade in dem anderen.
Liebe Grüße
Gerd