Champagner8'672 Beiträge · seit 201020. Jan. 2017 · #222
KarstenB schrieb:Liebe Ruth, lieber Uwe,
da Bele heute schwächelt 🤩 :
Karsten
Jetzt aber hallo mein Lieber.... 🤩 😈 : Manche nennen das auch "arbeiten" 😛 Mal ganz davon abgesehen, dass ich heute früh zu einer Zeit geschrieben habe, als du noch schwächelnd im Bett gelegen hast 😎 ...!
Jetzt aber zu den Flattermännern:
Der schwächelnde Karsten schrieb:
Bei den Common Quail von Lillytrotter tippe ich eher auf Harlequin Quail, bin mir da aber keineswegs sicher
Ich würde gerne dir (Karsten) und Lillytrotter widersprechen - ich glaub schon, dass das Frankolinküken sind so wie die Eulenmuckels das schreiben. Hier ein (leider unscharfes) Bild, das ich 2013 an der Chobe Riverfront gemacht habe - mit Rotschnabelfrankolin-Mama als Beweis dabei!
Hier ohne Mama, aber dafür etwas besser zu sehen:
Und hier das Foto der Muckels:
Ich glaube die Muckelschen Küken sind ein bisschen älter als meine....
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200620. Jan. 2017 · #223
@Bele: Vielen Dank fürs Lehrerlespielen. Natürlich ist das ein Wollkopfgeier. Ist uns doch glatt durchgegangen (vielleicht wollten wir ja nur testen, ob das auch aufmerksam gelesen wird ;-)). Mal schauen, was das Wochenende bringt. 😉
@lilytrotters: Ich habe nochmal auf den ersten Seiten im Reisebericht herumgeblättert, aber alle Fotos wurden zum Glück angezeigt. Geht es bei euch auch wieder? Ja, Hippos sind sehr respekteinflößend. Aber ihr Grunzen ist ein so sympathisches Geräusch, dass wir uns schon jetzt freuen, es in einigen Monaten wieder zu hören. Die Frankolinküken sind tatsächlich welche. Auf dem ersten Foto, das wir von ihnen gemacht haben, ist noch ein Elternteil zu sehen.
@Mausehuhn: In unserem Profil in der fotocommunity findest du unsere Fotoausrüstung: Profil fotocommunity
@Karsten: Danke für die Vogelbestimmung. "Ruth konnte vor Schreck nicht mal mehr schreien" sieht meiner Frau eigentlich auch nicht ähnlich. Aber als uns das Hippo verfolgte, hat der Blick in den Rückspiegel vermutlich sämtliche Aufmerksamkeit erfordert.
@Guggu und Friederike: Vielen Dank. Aber bei den Reisen, die ihr macht, besteht kein Grund, neidisch zu sein.
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201121. Jan. 2017 · #224
Liebe schwächelnde Bele,
(liebe Muckels, entschuldigt bitte das Gespräch über Eure Köpfe hinweg 😗 ), Deine Beweisfotos sind allerdings überzeugend - erstaunlich, wie sehr sich Jung- und Altvögel unterscheiden. Und ein Hinweis: Arbeit wird als Möglichkeit zur Erlangung von Reichtum deutlich überschätzt! 😎
Champagner8'672 Beiträge · seit 201021. Jan. 2017 · #225
Uwe schrieb:
Mal schauen, was das Wochenende bringt.
Dies und das..... aber bisher keine Zeile von Euch 😗
KarstenB schrieb:Liebe schwächelnde Bele, (liebe Muckels, entschuldigt bitte das Gespräch über Eure Köpfe hinweg 😗 ),
Nabend Karsten, zuerst: ich denke, wer in so geringer Schlagzahl schreibt wie die Muckels muss damit rechnen, dass uns langweilig wird beim Warten und wir solange bissle bödes Zeug verzapfen.... 😛
Und ein Hinweis: Arbeit wird als Möglichkeit zur Erlangung von Reichtum deutlich überschätzt! 😎
Reichtum hab ich mir abgeschminkt, aber Reisen noch nicht 😗 - von daher bleibt mir nichts anderes übrig als zu arbeiten.
So, was könnten wir jetzt noch tun, damit es hier weitergeht????? 😕 😐 🙄
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200622. Jan. 2017 · #226
Liebe Bele,
da haben wir uns gewagt, am Freitagabend anzudeuten, dass am Wochenende evtl. ein weiteres Kapitel im Reisebericht fertig wird, und bis Samstag Abend ist doch tatsächlich noch nichts veröffentlicht! Na, so eine Frechheit. Du hast es wirklich schwer mit uns. 😉 Und wir werden auch nicht schneller, nur damit du und Karsten hier kein dummes Zeug mehr schreibt. 😉 Aber wir sind ja lieb und waren trotzdem fleißig.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200622. Jan. 2017 · #227
Tag 25 – Montag, 1. August 2016 – Durch den Süden des Moremi
South Gate, Moremi – Third Bridge, Moremi
In der Nacht liefen die Hyänen durch unser Camp. Wir sahen ihre Augen im Licht unserer Stirnlampen reflektieren, als wir am frühen Morgen kurz aufstanden und einmal zur Toilette marschierten. Dann legten wir uns nochmal für zwei Stündchen hin. Am Morgen war es angenehm warm, und wir kochten Wasser für Kaffee und Tee.
Kurz vor halb acht hatten wir alles zusammengepackt und fuhren hintereinander los Richtung Third Bridge. Sarah und Philipp hatten zwei kleine Funkgeräte mitgebracht, und so konnten wir zumindest aus kurzer Distanz miteinander reden. Auf den ersten Kilometern sahen wir ein paar Antilopen und Giraffen.
Es dauerte nicht lange, bis Philipps Stimme aus dem Gerät quakte. Ihr rechtes Hinterrad gäbe verdächtige Geräusche von sich. Bei jeder Umdrehung war das laute „Pffft“ deutlich zu vernehmen, und der Reifen verlor Luft. Als er schon sichtbar platt war, fuhren wir auf die Seite und wechselten das Rad. Philipp und Uwe erledigten das ganz problemlos, während Sarah und Ruth die Umgebung im Auge behielten. Auch so eine Situation ist zu viert viel entspannter.
Ein paar neugierige Buschhörnchen beobachteten uns.
Schnell war der Reifen gewechselt, und es ging weiter zu den Xini-Lagoons. Besonders beeindruckend waren die Schwärme der Blutschnabelweber, die von Busch zu Busch waberten. Die Vögel erhoben sich wie auf Absprache, stiegen in einer dunklen Wolke empor, nur um sich ein paar Meter weiter wieder niederzusetzen.
An der Stelle, wo gestern die Löwin gelegen hatte, waren heute nur ein paar Letschwes, das schlechtgelaunte Hippo vom Vortag oder ein anderer Artgenosse und ein paar Vögel.
Langzehenkiebitz
Gelbschnabelmadenhacker
Wir blieben nicht lange und fuhren noch ein paar Schleifen. Dabei sahen wir ein Pärchen Riedböcke.
In einem Wäldchen stand ein einzelnes Flusspferd, das ziemlich ramponiert aussah.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200622. Jan. 2017 · #228
Zurück auf der Hauptstraße ging es weiter Richtung Third Bridge. Entlang des Weges sahen wir immer wieder unterschiedlich große Wasserlöcher und kleine Seen. So viel Wasser hatten wir in den vergangenen Jahren nie erlebt.
Rotschnabelmadenhacker
Kurz vor Third Bridge liefen ein paar winzige Waffenkiebitz-Küken neben der Straße. Als wir anhielten, versteckten sie sich unter den Brustfedern ihrer Mutter. Nun sah es so aus, als habe die Henne acht Beine.
Im Camp angekommen machten wir eine lange Pause. Philipp briet Rührei mit Speck für alle, und Ruth machte einen Wurstsalat. Dazu aßen wir Butterbrote.
Nach dem Vormittag im Auto tat uns allen das Picknick gut. Anschließend duschten wir und ruhten uns ein wenig aus. Im Dach des Duschhauses hingen zwei Fledermäuse.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200622. Jan. 2017 · #229
Die Sonne brannte, und wir planten den weiteren Nachmittag. Zusammen fuhren wir die Runde um Mboma Island. Die erste Hälfte des Weges kannten wir bereits aus vergangenen Jahren. Die Landschaft war sehr abwechslungsreich. Ebenen, Tiefsand, Wälder, Sträucher und Riedgras wechselten sich ab. Wir benötigten für die 25 Kilometer mehr als zwei Stunden, aber die Strecke war wunderschön. Da der letzte Abschnitt nicht häufig befahren wird, mussten wir oft zwischen eng stehenden Zweigen und Büschen hindurchfahren. An einer Stelle war eine enge Kurve mit beginnendem Tiefsand kombiniert. Wir blieben mitten in der Kurve im Sand stecken, konnten uns jedoch mit Hilfe der Untersetzung befreien. Sarah und Philipp, die hinter uns fuhren, ging es ähnlich. Sie mussten noch einmal ein kleines Stück zurück fahren, dann ging es auch für sie weiter.
Weißscheitelwürger
Graulärmvogel
Lappenstar
Am Ende der Halbinsel durchquerten wir eine Ebene mit hohem Gras, das wunderschön rot in der Sonne leuchtete. Viele Bäume waren von Elefanten zerstört, die rundum die Rinde abgeschält hatten. Wir sahen einen einzelnen Elefanten, der ganz entspannt fraß und bis auf wenige Meter zu unserem Wagen kam. Dann drehte er jedoch ab und verschwand im Dickicht.
Helmperlhuhn
Gegen Ende der Runde um die Halbinsel entdeckten wir ein Pärchen Streifenschakale. Da es für uns erst die zweite Sichtung dieser seltenen Schakale war, freuten wir uns besonders. Während die Schabrackenschakale wie Füchse aussehen, wirken die Streifenschakale mit ihrem etwas buschigeren Fell eher wie Wölfe auf uns.
Gegen viertel nach sechs waren wir wieder zurück im Camp. Auf den letzten Kilometern sahen wir einen phänomenalen Sonnenuntergang.
Zum Abendessen grillten wir Fleisch und Boerewors und machten eine große Schüssel gemischten Salat. Außerdem legten wir Kartoffeln in die Glut. Es war wieder ein sehr schöner Abend mit den beiden. Wir saßen noch lange am Feuer beisammen und hörten den Stimmen der Nacht zu. Die Elefanten raschelten im hohen Gras, man vernahm immer wieder vereinzeltes Trompeten in der Ferne, die Hippos grunzten, und ab und zu heulte eine Hyäne. Unsere Unterhaltung wurde vom markanten Ruf der Zwergoreule begleitet. Solche Augenblicke entschleunigen doch sehr. Für ein derartiges Konzert und eine gemütliche Runde um ein Lagerfeuer lohnt es sich schon ganz arg, nach Afrika zu reisen.
Kleine Nachricht am Rande: Bilder sind wieder da, - als wäre nix gewesen. 🙂 Grüßles
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Wilson9655 Beiträge · seit 201023. Jan. 2017 · #232
Hallo ihr Zwei! wir genießen es ja immer eure Reiseberichte (im Stillen B)) zu verfolgen! Dieses Jahr ist es für uns noch schöner, da wir euch zumindest auf einem Teil der Reise begleitet haben. Es waren wirklich richtig tolle Tage mit aufregenden Sichtungen und schönen Abendenden am Lagerfeuer. Wir freuen uns schon sehr auf die nächsten Reisetage!! Die fantastischen Bilder kennen wir ja schon 😉 Liebe Grüße Philipp und Sarah
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201423. Jan. 2017 · #233
Hallo Ruth und Uwe,
wir haben auch noch nie einen Streifenschakal gesehen. Er und die braune Hyäne stehen bei uns auch noch ganz oben auf der Liste! Wenn man diese Tiere dann sieht und noch so gut im Abendlicht fotografieren kann, ist das mehr als nur Glück! das ist Können.
Liebe Grüße Ingrid und Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
tiggi1'558 Beiträge · seit 201123. Jan. 2017 · #234
Ihr Lieben, wieder einmal habe ich tief beeindruckt euren Bericht gelesen und die tollen Bilder aufgesaugt. 😘 🙄 Ihr verkürzt mir die Wartezeit bis zu unserem Urlaub, sind es doch noch 5 Monate! 😊 Ich hoffe, die weiteren Bilder reichen für 5 Monate. Bisher habe ich mir um die unterschiedlichsten Schakale gar keine Gedanken gemacht. Wieder einmal habt ihr, neben vielen neuen Vögel, weitere Wünsche geweckt. Aber genau das macht die Reisen so spannend. Es wird nie langweilig, weil es immer w as Neues zu entdecken gibt.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200623. Jan. 2017 · #236
@Konni: Die beiden Streifenschakale ließen sich vermutlich blicken, weil wir gar nicht mit ihnen gerechnet hatten. Wir haben uns sehr gefreut.
@Sarah und Philipp: Uns haben die Tage mit euch auch viel Spaß gemacht. Nur, dass ihr uns den Serval weggeguckt habt, nehmen wir euch natürlich total krumm. 😉 Schön, dass ihr dabei seid.
@Ingrid und Hartwig: In 2009 haben wir ebenfalls im Moremi mal einen Streifenschakal in weiter Entfernung gesehen. Diese Sichtung war um ein Vielfaches besser. Für die braune Hyäne müsst ihr vermutlich in den KTP.
@Biggi: Ganz fünf Monate werden wir wohl nicht mehr für den Reisebericht benötigen, selbst bei unserer schon mehrfach bemängelten geringen Schlagzahl. Aber verkürzen können wir dir die Wartezeit bis zu den nächsten Ferien bestimmt ein wenig. Und du hast völlig Recht: Es gibt jedesmal etwas Neues und Spannendes zu entdecken und zu erleben.
@Bele: Die Lauscher sind schon enorm, finden wir auch. Du wirst dieses Jahr bestimmt die Gelegenheit bekommen, einige Kudus zu fotografieren, da sind wir uns sicher. Es ist immer viel entspannter, fremde Reifen zu wechseln oder andere Autos aus Sand oder Matsch zu befreien. Beim eigenen Wagen ist man ja eher etwas besorgt und wird schnell hektisch.
Ich hab gar nicht gefragt wann's weiter geht.
So ein Glück! Dann müssen wir dir nicht schon wieder leere Versprechungen machen. 😉
Guten Abend an die Eulenmuckels, ich lese selten Reiseberichte, euren habe ich eben gesonnt nachgelesen und sehr genossen... und selbstverständlich die außerordentlich guten Fotos Danke und Grüße
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200626. Jan. 2017 · #238
Lieber leser,
vielen Dank für dein Lob. Wir freuen uns über jeden [Ll]eser und besonders, wenn er wie du eher selten Reiseberichte liest.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200626. Jan. 2017 · #239
Tag 26 – Dienstag, 2. August 2016 – Gamedrive mit vielen Vögeln
Third Bridge, Moremi – Xakanaxa, Moremi
Unser Wecker ging schon um viertel nach fünf, weil wir uns vorgenommen hatten, zwischen sechs und halb sieben aufzubrechen. Aber da es wirklich noch stockdunkel war und aus dem Nachbarzelt nichts zu hören war, blieben wir noch etwas liegen. Um halb sieben standen wir dann doch auf. Uwe kochte Wasser, und Sarah und Philipp kamen ebenfalls dazu. Wir aßen auf der Hand ein Brötchen und packten alles zusammen. Von der Nachbarcampsite klang ein Scheppern herüber, und kurz darauf ertönte lautes Schreien und Rufen. Ein Pavian rannte an uns vorbei und turnte dann über die Autos auf der anderen Seite. Als er begann, sämtliche Schubladen, Kisten und Schachteln in Augenschein zu nehmen, griffen wir ein und warnten unsere Nachbarn. Kaum war der Affe verschwunden, erschien schon der nächste Besuch. Eine Hyäne spazierte durch das Camp. Sie hatte augenscheinlich viel erlebt in der letzten Nacht, denn sie sah ziemlich ramponiert aus.
Dann brachen wir auf und fuhren südlich über die Ebene und auf verschlungenen Wegen auf der Suche nach Tieren. Sarah und Philipp fuhren voraus und versuchten, Tierspuren zu finden, zu bestimmen und zu verfolgen. Wir mussten uns nur anhängen. So entdeckten wir Strecken, die wir noch nie zuvor gefahren waren. Obwohl wir nichts Besonderes sahen, war es ein entspannter und schöner Gamedrive. Wir sahen Antilopen, Giraffen und Zebras und natürlich verschiedene Vögel. Auch die Küken der Waffenkiebitze waren wieder unterwegs. Sie versteckten sich unter dem Gefieder ihrer Eltern, als wir bei ihnen stehen blieben.
Waffenkiebitz
Hornrabe
Swainsonfrankolin
Am späten Vormittag waren wir wieder zurück in Third Bridge und machten eine kurze Pause. Dann überquerten wir die Brücke. Dieses Jahr gab es davor eine etwas tiefere Wasserdurchquerung, bevor man über die eigentliche Knüppelbrücke fuhr. Am Ende war sie mit einigen Balken verlängert worden. Die Durchfahrt war keine große Herausforderung und machte wie immer viel Spaß.
Kurz vor der vierten Brücke trennten wir uns. Wir hielten für einige Vögel, die beiden anderen wollten schneller nach Xakanaxa kommen. Bei der Brücke selbst war fast kein Wasser, so dass wir auf ihrer linken Seite vorbeifahren konnten.
Weidelandpieper
Hammerkopf
Zwischen der vierten Brücke und Xakanaxa gibt es unzählige Verbindungsstrecken, und wir haben noch nie zweimal die gleiche Route erwischt. Auch heute war es wieder eine neue. Wir hielten uns ziemlich westlich, d. h., entlang der Grenze zu Dead Tree Island und kamen unweigerlich wieder an der Stelle vorbei, an der der Weg aus unzähligen, sehr tiefen Löchern besteht. Im Schneckentempo tasteten wir uns voran und begegneten Dave, der alleine und ohne GPS in seinem Landrover unterwegs war. Er wollte ebenfalls nach Xakanaxa und fragte, ob er uns hinterher fahren dürfe. So fuhren wir die letzten Kilometer mit ihm im Schlepptau. Es ist sehr erstaunlich, dass das Wasser im Okavango-Delta immer wieder anders verteilt ist. Wo vor einigen Jahren noch Überschwemmungen und Tümpel waren, ist es nun völlig trocken. Dafür steht an anderen Stellen jede Menge Wasser. Auf der Campsite kamen wir kurz vor Sarah und Philipp an und machten gemeinsam eine lange Mittagspause.
Wir machten Obazda, den wir auf Schwarzbrot aßen. Uwe befeuerte die Kelly und trank Kaffee. Sarah und Philipp optimierten ein paar Dinge an ihrem Auto. Ruth pirschte den Vögeln auf der Campsite hinterher.
EulenmuckelThemenstarter2'097 Beiträge · seit 200626. Jan. 2017 · #240
Später fuhren wir eine große Runde durch die Paradise Pools. Vorher registrierten wir uns am Gate. Wir entdeckten die übliche Herde Letschwes und viele Wasservögel, Papageien und Wiedehopfe.
Wiedehopf
Bruchwasserläufer?
Eine Zeit lang sahen wir einem großen Trupp Zebramangusten zu, die im Unterholz nach Essbarem suchten.
Auch ein paar Elefanten standen neben der Straße und fraßen.
Ganz zum Schluss, kurz bevor wir wieder am Campingplatz waren, liefen uns erneut zwei Streifenschakale über den Weg. Leider waren sie sehr scheu und schnell auf und davon. Verrückt, dass man jahrelang überhaupt kein solches Exemplar zu Gesicht bekommt und nun an zwei aufeinander folgenden Tagen gleich zwei Pärchen.
Zum Abend kühlte es schnell ab, und wir entzündeten ein großes Feuer. Wir kochten Butternut-Kürbisse vor, und Philipp machte eine Füllung aus gebratenen Zwiebeln mit Speck, Feta und Käse. Die gefüllen Kürbisse legten wir in Alufolie in die Glut. Dazu grillten wir Kudusteaks. Es schmeckte fantastisch. Nach dem Spülen saßen wir noch einige Zeit am wärmenden Feuer und unterhielten uns. Hier in Xakanaxa fühlen wir uns wie immer sehr wohl. Spät abends lief eine Hyäne vorbei, und als wir schon im Zelt waren, brüllte ein Löwe.