Ich frag mich grad was das hier werden soll. Jemand hat seine Meinung kund getan, und weil diese Meinung offensichtlich nicht dem Mainstream entspricht, wird empört dagegen argumentiert (und manch einer wird persönlich). Warum kann man nicht einfach jeden nach seiner Facon seelig werden lassen? Warum kann man nicht einfach nur sagen, wie man selber es als gut empfindet, und den anderen leben lassen? Lasst uns doch einfach darin übereinstimmen, dass wir nicht übereinstimmen. Vor allem: all die RB Schreiber die sich jetzt angegriffen gefühlt haben, könnten sich doch ihren eigenen Ratschlag zu Herzen nehmen und diesen Faden einfach ignorieren. Tomcat greift doch niemanden persönlich an, also könnte man auch ein bisschen weniger empfindlich sein. Naja. @tomcat: Ich würd es erstmal sacken lassen. Bin mit dir nicht immer einer Meinung (meine mich zu erinnern dass du gegen Fahrzeugüberwachung bist), aber gerade die Querdenker sind es, die man in einem Forum braucht.
Rodrigo1'125 Beiträge · seit 200601. Juli 2016 · #42
@ Karsten Ich bin dankbar, wenn Beiträge aus dem Einerlei und immer demselben ausbrechen. Aber was Du schreibst ist böse. Ich habe über lange Zeit die Beiträge des Verleumdeten gelesen - und nichts gefunden, was Deine Unterstellung irgendwie rechtfertigt. Rodrigo
Omnia vincit amor
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201101. Juli 2016 · #43
Hallo Rodrigo,
Du schreibst: "@ Karsten (hätte eine etwas freundlichere Anrede weh getan?) (...) Aber was Du schreibst ist böse. Stimmt. Habe mich über die Arroganz von Tomcat auch sehr geärgert. Ich habe über lange Zeit die Beiträge des Verleumdeten gelesen - und nichts gefunden, was Deine Unterstellung irgendwie rechtfertigt. Da kann ich Dir behilflich sein. Anbei einige Zitate nur aus diesem Thread (den Du wohl keine Zeit hattest, ganz zu lesen?) Rodrigo s.o." Zitate: "irgendwann kam dieser coole schnittige Himbamann aus dem Busch, hat sich die Sache angeschaut, ging in seinen Kral und kam mit dem passenden Schlüssel zurück..."
"...vielleicht nur etwas neugieriger. Das war schon früher als "Backpacker" in Asien so. Ich war nie dort wo immer alle die coolen Typen waren... in Ihren Traveller Ghettos in Goa, Kho Samui, Khao San, Thamel usw...das ist bei mir irgendwie fest programmiert..."
"Montango schrieb: "... oder vollgedrönt im LKW-Schlauch den Mekong runter fahren ? 😄" ...doch das schon... aber nicht im Schlauch so Mainstream Zeugs gab es damals noch nicht...wir gaben ein grosses Bambus Floss in Auftrag und liesen uns viele Tage treiben... hatten aber immer genug Mekong Whisky und Bidis zu rauchen... nur war es der eine oder andere Tag zu viel...und es gab einen gröberen Grenzkonflikt und einen längeren Aufenthalt in Laos dann... uns war es egal... wir hatten Zeit, nur das Essen im Arrest hätte besser sein können... "
"Vor 2 Jahren eine Reportage über Bombay für das Bordmagazin eine bekannten Airline. Für das Bild des freundlichen Verkäufers habe ich kein Release, er wusste nicht was das ist. Die funktionieren eben ganz anders als unsere "ach ich bin so datengeschützt Welt"... Ich habe ihm das Bild ein Jahr später aber gezeigt. Der sitzt seit Jahren immer an der gleichen Ecke. Er hat sein Bild im Magazin mit riesigen Augen angeschaut und es dann im dem ganzen Viertel rumgezeigt und sich etwa 100mal bedankt, schön nicht ? ... so funktionieren auch Schwarze, also keine Bange."
swisschees1'715 Beiträge · seit 200601. Juli 2016 · #44
Hallo Tomcat
Hoffentlich ist Dein Account nicht gelöscht und Du liest diese Zeilen noch.
Wenn einer einen provokativen Thematitel schreibt, sollte er sich nicht wundern wenn die Reaktionen darauf nicht nur positiv sind.
Was ich Dir zugutehalte ist, dass ich mir durch dieses Thema zu unseren eigenen Begegnungen Gedanken gemacht habe.
Mit 25 habe ich einen mehr als 6 Monate dauernde Süd-Nord Transafrika gemacht. Seit wir 2013 in Rente sind, haben wir insgesamt 23 Monate das südliche Afrika bereist und dabei deutlich mehr Begegnungen erlebt als in meinen jungen Jahren. Vielleicht ist es ja eine Frage des Alters, dass ich mehr auf die Leute zu gehe.
Allerdings werde ich mich nicht, so wie von Dir vorgeschlagen, an den Strassen Rand stellen. 😎
Ich wiederum kann an all den Äusserungen nichts verkehrtes finden. Wenn sich jemand darüber ärgert, hat das damit zu tun wie er die Dinge auffasst, nicht wie sie geschrieben wurden. Wenn man mal verstanden hat, dass die eigenen Gefühle auch unter die eigene Verantwortung fallen und nicht unter die anderer, hat man schon viel weniger Probleme.
lg WoMa
Mogambo566 Beiträge · seit 201301. Juli 2016 · #46
Hallo,
irgendwie ist das Thema schon interessant und diskussionswürdig, allerdings krankt es meiner Meinung nach bereits in der Ausgangsthese. Nichts für ungut und als Wertung nicht zu persönlich nehmen, jedoch wenn Du als Journalist gearbeitet hast, dann sollte doch eine streitbare Frage klar und sachlich zu umreißen sein. Oder?
Tomcat schrieb: Menschen werden fast immer gänzlich ausgeklammert. Wie kann man z.B durch Sambia, Simbabwe usw. fahren und die Menschen einfach ignorieren?
Ist das so? Ignoriere ich Menschen, wenn ich sie nicht umfassend fotografiere oder über sie berichte? War ich tatsächlich nicht in Bayern, wenn ich nicht auf der Alm mit dem Bauern Brot und Bier geteilt hab? War ich tatsächlich nie an der Nordsee, wenn ich nicht mit dem Wollmützen tragenden Krabbenfischer geschnackt hab? War ich tatsächlich nie in Frankreich, wenn ich auf keinem Marktplatz je mit einem Franzosen Boule gespielt hab? Das erscheint mir genauso - journalistisches - Schwarz und Weiß, wie Du es in Deinem Eingangsposting eigentlich kritisieren wolltest.
Mal eine Gegenthese gestellt: Es gibt niemanden hier im Forum, der es geschafft hat, Afrika zu bereisen ohne komplett und nicht im Ansatz mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen und diese auf irgendeine Art zu erleben - ob man will oder nicht, das dürfte nahezu unmöglich sein, selbst bei einer high-class-geführten-Pauschal-Tour.
Nur: die Frage ist doch, wie sehr beeinflusst das meine Reiseeindrücke und muss ich darüber zwingend berichten, wo wir dann wieder bei meinen oben genannten Beispielen für Bayern/ Nordsee/ Frankreich wären.
Allerdings musste ich beim Durchlesen des ganzen Themas dann doch arg staunen. Die Auffassung "was soll ich da fragen, ob ich ein Foto veröffentlichen darf. Er kann eh nicht lesen und versteht sowieso nicht, was wir mit unserem ganzen europäischen Datenschutz/ Persönlichkeitsrechts-Krams wollen" ist dann doch... nunja.... sagen wir mal fragwürdig. Zumindest steht sie irgendwie im Kontrast zur Ausgangsthese, denn ignoriere ich nicht vielleicht gerade dadurch die jeweiligen Menschen?
Sicherlich, Berichte und Fotos über - fremde - Menschen ist immer ein Thema für sich. Nur wird nur ein verschwindend geringer Teil aller hier journalistische Ansprüche bei einer reinen Urlaubsreise nach Afrika haben, sodass die jeweilige Erfahrung der Menschen bzw. mit den Menschen vor Ort immer nur individuell sein kann und losgelöst von ausschweifenden Berichten darüber in einem Internetforum....
Guten Abend, ein paar Gedanken und persönliche Eindrücke zum Thema und Forum. Die Reaktionen auf den, m. E. gar nicht so provokanten Titel, hängen wohl mit den Erwartungshaltungen an das Forum zusammen….und das führt zum 1. Punkt, dass man nämlich keinen Anspruch auf Erfüllung irgendeiner Erwartungshaltung hat, wie bereits mehrfach gesagt. Es gibt ein „Angebot“, das kann man konsumieren oder eben nicht, basta…..aber seine Meinung darüber sagen, kann man trotzdem.
Ich persönlich lese hier nicht wegen konkreter Reiseinformationen, die besorge ich mir bei Bedarf sehr viel rascher und zuverlässiger direkt an der Quelle. Mein Reisestil ist auch viel bescheidener als hier propagiert. Mein Interesse sind authentische Berichte und Informationen über die Zustände und Veränderungen in den südafrikanischen Ländern sowie deren subjektive Wahrnehmung und auch der Wandel des Reisens i. A. und dort. Und da lerne ich aus den Berichten und Debatten über eine Autozulassung, einen Aufenthaltstitel, die Jagd und das Wildern….die gefühlte und objektive Sicherheit und Kriminalität etc., etc… sehr viel mehr, als aus den „üblichen“ Reiseberichten. Über das Land, die Menschen dort, ihre Lebensumstände etc. erfahre ich dort gar nichts. Insofern sind sie für mich durchaus „beliebig bis austauschbar“. Spontan fällt mir aktuell der 7er-Bericht oder der leider abgebrochene von Lena(?), des wilde Mzee.. und ….(wenn man zu viele Namen nennt müsste man alle nennen)…da erfahre ich mehr über die Länder als in 10xx anderen RBn. Ich lese daher immer weniger Reiseberichte, normalerweise höre ich beim dritten Bild vom Zimmer, des Pools oder des Abendessens auf. Bei einigen Autoren, die ich über meine Lesezeit hier als für mich lohnend ein- und schätzen gelernt habe, lese ich trotzdem weiter…und lerne immer dazu. Es ist mir völlig klar, dass mein Leseinteresse völlig atypisch ist, und ich habe kein Problem damit, so lange mich niemand beschimpft, weil ich trotzdem mitmache und mich äußere, wie auch schon gehabt.
Aber auch aus den immer weniger gelesenen RBn und Zuschriften habe ich viel gelernt und ich bedanke mich ausdrücklich dafür. Nie hätte ich erfahren (und das meine ich ohne jede Ironie)… wie das Paradoxon des Wunsches nach Abenteuer in Afrika mit Sicherheit und Komfort zu vereinbaren ist… wie lebensuntüchtig mache Leute sind und trotzdem hin wollen… und wie die dazu passende Lösung in fahrenden Häusern mit Gasdurchlauferhitzern gefunden wurde… wie die Vorstellung vom Naturerlebnis z. B. in einem KTP-Wildernesscamp udgl. erfüllt wurde… ..auf welch atemberaubende Komfort,- Qualitäts- und Preisstandards das alles gesteigerte wurde ….bis wie viel Geld manche Leute haben (und wie wenig, gemessen an der Forumspräsenz einige dafür arbeiten müssen)…und auf welch hohem Niveau hier manchmal gejammert wird…und wie wenig das mit Afrika zu tun hat. Und nochmals, das ist nicht ironisch gemeint Grüße
Biologe1'162 Beiträge · seit 201202. Juli 2016 · #48
wer auch auch immer das geschrieben hat (Tomcat)
... so funktionieren auch Schwarze,...
und dann kam noch so ein Satz wie
so ticken Schwarze
Wer so etwas schreibt hat nichts begriffen, und wenn er noch so oft und anders reist. Es gibt keine "Schwarzen", die kollektiv denken, das gilt sogar für das viel kleinere Europa nicht, oder würde jemand sagen: "so tickt/funktioniert der Europäer". Ich bin froh, dass ich anders ticke als der Schreiber dieser Zeilen.
Irritiert, dass in diesem Forum diese Worte einfach durchlaufen. Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
TomcatThemenstarter1'155 Beiträge · seit 200602. Juli 2016 · #49
Biologe schrieb:
Ich bin froh, dass ich anders ticke als der Schreiber dieser Zeilen.
Ahhh cool der Biologe. Du bist ein würdiger Abschluss für meine lange Zeit in diesem Forum und diesen "Thread". Danke 🙂
Und da Chrigu meinen User noch nicht gelöscht hat kann ich noch kurz antworten.
Gerade Leute wie Du, mit ihrem strukturierten, kompliziertem und etwas verkorksten Denken sind eher wenig kompatibel mit der Mentalität der Einheimischen im südlichen Afrika.
Ich lasse mir nicht vorschreiben wie Afrika und ich ticken soll. Ich kann es sehr gut mit den Menschen dort und sie mit mir, und das wir auch so bleiben.
"Mein" Afrika ist .... Lebensfroh, oft unstrukturiert, lustig und jederzeit spontan ...alles ist immer möglich, wenn man mit den Menschen dort umzugehen weiss....versuch es mal.
Auf wiedersehen Alle 🙂
piscator1'483 Beiträge · seit 200902. Juli 2016 · #50
Guten Morgen Tomcat, eigentlich hatte ich Michael antworten wollen: Ich habe mir abgewöhnt, auf alles, was hier so "durchrutscht" zu antworten.
Wenn es überhaupt noch eines entlarvenden Beitrages bedürft hätte, Tomcat, dann hast du ihn soeben geliefert! Piscator
Ich finde es schade, dass Du Dich aus dem Forum zurück ziehen möchtest. Gerade Leute mit Jahrzehnte langer Erfahrung sind hier Mangelware geworden - leider. Ich schätze es sehr, wenn man Meinungen bekommt, die ausserhalb der üblichen Touristischen Wege angesiedelt sind. Leider war es uns nicht vergönnt, selbst solche umfangreichen Erfahrungen zu sammeln. Dafür waren wir zu lange in der DDR eingesperrt. Ok, mit "Schwarzen" habe ich auch so mein Problem - bei mir sind es Afrikaner, doch habe ich auch erst nach Zeiten der Apartheid erstmals afrikanischen Boden betreten. Da kann ich gern bei gewissen Leuten drüber hinweg lesen - bei Neulingen allerdings nie.
Als Willi (Mzee) im Dezember sein Thema "Stille Nacht, heilige Nacht / Terrorangst in Kenia" schrieb, dachte ich auch erst, wer ist denn das. Ich habe schnell gelernt, seine Berichte zu lieben. Sie geben einem so viel mit auf den Weg.
LG und schönes Wochenende Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201302. Juli 2016 · #52
Hallo Leser,
leser schrieb: Die Reaktionen auf den .....Titel, hängen wohl mit den Erwartungshaltungen an das Forum zusammen….und das führt zum 1. Punkt, dass man nämlich keinen Anspruch auf Erfüllung irgendeiner Erwartungshaltung hat, wie bereits mehrfach gesagt. Es gibt ein „Angebot“, das kann man konsumieren oder eben nicht, basta…..aber seine Meinung darüber sagen, kann man trotzdem.
Dem kann ich beipflichten, allerdings mit der Einschränkung: Es kommt auf das Wie an, denn meine Freiheit hört da auf, wo die des anderen beginnt.
Und so finde ich auch die folgenden Zeilen von dir, besonders mit der mehrfachen Betonung, dass sie nicht ironisch gemeint seien, überheblich bis beleidigend.
leser schrieb:Aber auch aus den immer weniger gelesenen RBn und Zuschriften habe ich viel gelernt und ich bedanke mich ausdrücklich dafür. Nie hätte ich erfahren (und das meine ich ohne jede Ironie)… wie das Paradoxon des Wunsches nach Abenteuer in Afrika mit Sicherheit und Komfort zu vereinbaren ist… wie lebensuntüchtig mache Leute sind und trotzdem hin wollen… und wie die dazu passende Lösung in fahrenden Häusern mit Gasdurchlauferhitzern gefunden wurde… wie die Vorstellung vom Naturerlebnis z. B. in einem KTP-Wildernesscamp udgl. erfüllt wurde… ..auf welch atemberaubende Komfort,- Qualitäts- und Preisstandards das alles gesteigerte wurde ….bis wie viel Geld manche Leute haben (und wie wenig, gemessen an der Forumspräsenz einige dafür arbeiten müssen)…und auf welch hohem Niveau hier manchmal gejammert wird…und wie wenig das mit Afrika zu tun hat. Und nochmals, das ist nicht ironisch gemeint
Wenn man jedem Menschen seine Freiheit zugesteht, so hat er auch die Freiheit zu reisen, wie er will und vor allem wie er kann. Dazu gehört auch das Geld, es geht niemanden etwas an, und es ist kein Grund, jemanden lächerlich zu machen, der in Luxuslodges reist, aber nicht jeder, der sich so einen Urlaub gönnt, ist ein Krösus. Und was die häufige Forumspräsenz angeht, so darf man ja nicht vergessen, dass es unter den Fomis etliche Rentner gibt.
Besonders ärgert mich aber der von mir hervorgehobene Satz deiner Aussagen, denn damit wird gesagt, dass nur Menschen, die körperlich, geistig und seelisch absolut topfit sind, das Recht haben, nach Afrika zu reisen. Hast du dir eigentlich überlegt, was du da schreibst?
Das beginnt schon bei kleineren körperlichen Handicaps: Wenn man Rückenprobleme hat, nicht auf einer Matratze am Boden schlafen kann, braucht man eine Lodge, somit reist man nicht "richtig", wenn man sich nicht zutraut, mit Löwen rund ums Zelt zu nächtigen, ist man ebenfalls in Afrika fehl am Platz......
Es gibt nun einmal nicht nur risikofreudige Abenteurer unter den Menschen, sondern auch Bedenkenträger - aber die können dann wohl alle am Bauernhof um die Ecke Urlaub machen - und ich meine es durchaus ironisch!
Dein Beitrag hat so gut begonnen, aber leider nicht so geendet. Ich selbst gehöre nicht zur Fraktion der Abenteurer, lese aber auch deren Berichte mit großem Interesse. Es hat mich sehr befremdet, dass der TE ohne ersichtlichen Anlass so einen Rundumschlag losgelassen hat - einerseits hält sich Tomcat offensichtlich für einen offenen Weltbürger, andererseits fehlen ihm Toleranz und Verständnis für Mitmenschen, die anders "ticken", um sein eigenes Wort zu gebrauchen - das ist bedauerlich. Doch sollte auch die Gegenfraktion sachlich bleiben.
Liebe Grüße von Gabriele
-----------------------------------------------
Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200602. Juli 2016 · #53
Biologe schrieb:wer auch auch immer das geschrieben hat (Tomcat)
... so funktionieren auch Schwarze,...
und dann kam noch so ein Satz wie
so ticken Schwarze
Wer so etwas schreibt hat nichts begriffen, und wenn er noch so oft und anders reist. Es gibt keine "Schwarzen", die kollektiv denken, das gilt sogar für das viel kleinere Europa nicht, oder würde jemand sagen: "so tickt/funktioniert der Europäer". Ich bin froh, dass ich anders ticke als der Schreiber dieser Zeilen.
Irritiert, dass in diesem Forum diese Worte einfach durchlaufen. Michael
... es gibt tatsächlich einige sehr grundlegende Unterschiede zwischen Weißen und Schwarzen in ihrem Handeln und Denken. Das ist jetzt jedoch keine "rassistische" Sache, sondern eine Folge der sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen in Afrika und Europa. Diese Unterschiede werden von den Afrikanern übrigens genauso wahrgenommen. Ich rede jetzt nicht von Afrikanern, die "uns" als Touristen kennenlernen, sondern von solchen, die längere Zeit in Deutschland gelebt haben und wieder zurückgekehrt sind. Viele, die nach Deutschland kamen, haben irre lange gespart, um hier zu studieren oder eine Ausbildung zu machen (Automechaniker-Ausbildung ist z.B. sehr beliebt) und gingen dann wieder zurück, weil sie sich bei uns doch nicht so wohlfühlten, weil alles anders abläuft, weil Europäer halt einfach anders "ticken" (***). Ich benutze jetzt mal zusätzlich das Wort "Mentalität". Das scheint mir akzeptierter zu sein als "ticken".
Dieses Forum ist übrigens auch ein Beweis dafür. Hier wird oft ein Jahr im Voraus eine Reiseroute für drei Wochen geplant, Unterkünfte gebucht, Routen gebastelt usw. Es gibt (fast) keinen Afrikaner, der irgend etwas ein Jahr im Voraus plant. Schon die Planung für den nächsten Tag ist eine Seltenheit. Man lebt einfach unbeschwert in den Tag und genießt den Moment.
Gruß Wolfgang
(***) Ich habe 'ne afrikanische Stammkneipe mit fast ausschließlich afrikanischem Publikum und viele Afrikaner kennengelernt, die von Deutschland wieder zurück nach Afrika gegangen sind. Sie empfinden es auch so, dass Afrikaner und Europäer (darunter besonders Deutsche) anders "ticken".
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200902. Juli 2016 · #54
Botswanadreams schrieb:Hallo Tomcat
Gerade Leute mit Jahrzehnte langer Erfahrung sind hier Mangelware geworden - leider. .
BikeAfrica schrieb: ... es gibt tatsächlich einige sehr grundlegende Unterschiede zwischen Weißen und Schwarzen in ihrem Handeln und Denken. Das ist jetzt jedoch keine "rassistische" Sache, sondern eine Folge der sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen in Afrika und Europa.
Vielen Dank. Ich kann ja nachvollziehen, dass man als Deutscher oder Schweizer davon ausgeht, dass Schwarze angemalte Weisse sind. Und dass sogar das Wort "Schwarzer" an sich schon als Schimpfwort empfunden wird - schliesslich habe ich selber 41 Jahre deutsche Erziehung genossen und damit das Prinzip der Farbenblindheit kennen gelernt. Mit dieser Farbenblindheit bin ich nach Namibia gekommen. Nach fast zehn Jahren weiss ich es besser. Erstmal: ein Afrikaner ist nicht grundsätzlich schwarz. Es gibt auch weisse Afrikaner, von daher ist eine Unterscheidung nach der Hautfarbe sinnvoll, wenn man die dunkelhäutige Bevölkerung meint. Die von sich selber übrigens auch als "black people" spricht. Zweitens: es ist genauso wie BikeAfrica schreibt. Es gibt einige sehr grundlegende Unterschiede zwischen schwarz und weiss. Natürlich gibt es auch Unterschiede zwischen weiss und weiss bzw schwarz und schwarz. Es gibt auch weisse Menschen die sich schwer tun, vorzuplanen, pünktlich zu sein, zuverlässig zu sein, lösungsorientiert zu denken. Aber bei den schwarzen Namibiern (ich kenne die Menschen der anderen afrikanischen Länder nicht so gut - da gibt es auch Unterschiede) ist die Anzahl der Menschen, die sich darin schwer tun einfach höher. Weil man diese Eigenschaften für das Leben im Busch nicht braucht. Da sind andere Fähigkeiten gefragt die ein Europäer nicht kann. So ist das nun mal, und wer die Unterschiede nicht sehen kann oder mag, der hat halt die entsprechenden Erfahrungen nicht gemacht - aber er hat auch nicht das Recht, Menschen mit den einschlägigen Erfahrungen verbal anzugehen.
Ich verstehe recht gut was Tomcat versucht hat rüberzubringen. Und ich verstehe nun auch, warum er nicht im Forum bleiben will.
Dass hättest Du lieber lassen sollen. Zwischen jahrzehntelangen Afrika-Erfahrungen und Deinen als Möchte-Gern-Unternehmer getätigten Äußerungen über Deine eigenen Gäste - da sind bei mir Welten dazwischen.
Nichts für ungut. Du wolltest es Wissen. Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Champagner8'684 Beiträge · seit 201002. Juli 2016 · #57
WoMa schrieb: Ich verstehe recht gut was Tomcat versucht hat rüberzubringen.
Ich denke, das haben hier sicher viele verstanden, zumindest ansatzweise. Was ich persönlich aber überhaupt nicht verstehe ist die Art und Weise, in der dies getan wurde....Arrogant, selbstherrlich, pauschalierend, hämisch und verletzend - sorry, da muss Tomcat sich doch nicht wundern, dass seine "Botschaft" nicht ankommt. Da nutzt auch kein Alt-Fomi-Bonus......
Ich höre mir sehr gerne andere Meinungen an, versuche auch darüber nachzudenken (sofern es mein Horizont bezüglich des Themas zulässt), ändere auch mal meine Meinung - schaffe das aber nur, wenn die Thesen so vorgetragen werden, dass ich sie objektiv betrachten kann.
Hier ist für mein Gefühl nicht der Inhalt das große Problem (denn eigentlich werden m.E. im Forum durchaus unterschiedliche Meinungen toleriert) , sondern der Ton, der die Musik macht..... Ist leider nicht das erste Mal auf dieser Plattform und finde ich schade, denn so kann man nicht diskutieren.
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200902. Juli 2016 · #58
@ Christa,
nur mal als Info für Dich, ich bereise den afrikanischen Kontinent bereits seit Ende der 80 Jahre und bin in der glücklichen Lage jedes Jahr mehr als die üblichen sechs Wochen in Afrika zu sein, ich pflege seit Jahren Freundschaften und habe sicher mehr und intensivere Erfahrungen als Leute die nach zwei Stippvisiten meinen sie wären die Afrika-Experten schlechthin.
Meine Erfahrungen teile ich hier längst nicht mehr öffentlich mit allen sondern wie viele andere auf einer anderen Ebene, und genau solche Leute wie du vermiesen mir wie Tomcat das Forum.
Guten Tag Berg-Eule, eigentlich wollte ich das nicht diskutieren, aber „Wie lebensuntüchtig manche Leute sind und trotzdem hin wollen“ will/muss ich wohl nun doch präzisieren. Ein Beispiel für „lebensuntüchtig“ in diesem Kontext sind für mich Leute, die alles bis ins kleinste Detail vorab wissen und planen müssen, um nicht vor Ort irgendetwas ad hoc bewältigen zu müssen und die sogar diese Vorbereitung auf andere abwälzen, sprich in einem Forum fragen, Motto: gibt es einen Spar in xxx? Wo man das doch leicht selber in 30 Sekunden herausfinden kann. Oder solche, die schon vor der Abreise fragen ob und wo man zwischen xxx und yyy pipi machen kann, und wenn doch am Straßenrand, ob man dabei überfallen oder gebissen wird. Es fasziniert mich dabei das Paradoxon, dass Leute die durch so etwas einfaches bereits verunsichert bis überfordert sind, ihr „Abenteuer“ in Afrika suchen. Ich habe selber mehrere Baustellen an der Wirbelsäule etc., kampiere aus diesem Grund nicht mehr und habe einige „Traumtouren“ von meiner bucket list gestrichen, nicht wegen mangelnder Leistungsfähigkeit sondern wegen des Risikos….das wäre dann echter „Abenteuertourismus“. Von meiner hier inkriminierten Formulierung hätte ich mich aber nicht angesprochen gefühlt, körperliche Gebrechen haben mit lebensuntüchtig in diesem Kontext und überhaupt aber schon gar nichts zu tun, ganz im Gegenteil.
@ Forumspräsenz….sind nicht die Rentner (wie ich auch) gemeint. In meinem Arbeitsalltag hätte ich nie und nimmer die Zeit für mehrere, auch ausführliche, Forumsbeiträge täglich gehabt, völlig undenkbar. Das war mir einfach auffällig, aber ich lasse mich gerne dafür kritisieren, das ausgesprochen zu haben….und um auch das auch gleich vorweg zu nehmen: Ich bin deswegen auch nicht neidig. Das ist aber nicht so wichtig; mich interessiert bloß der Wandel im Tourismus und im Reisestil und da ist mein subjektiver Eindruck, dass dieser über die Jahre immer „elitärer“ wurde, zumindest im finanziellen Sinn…man muss nur schauen, wie die Einheimischen durch die zahlungskräftigen Ausländer sukzessive aus ihren NPs verdrängt werden.
Und weil ich schon dabei bin, erläutere ich das auch gleich „….wie die Vorstellung vom Naturerlebnis z. B. in einem KTP-Wildernesscamp etc. erfüllt wurde…“. Ich fahre auch dorthin, erlebe tolle Tierbeobachtungen, aber ein „Naturerlebnis“ habe ich dort nicht, zumindest nur eine getrübtes, dazu ist (der SA-Teil) viel zu künstlich. Der frequentierte Teil des Parks wird total überfordert, die Straße ist stellenweise bereits ein Hohlweg, die Äsung für die Tiere total eingestaubt….die knappen Wasserresourcen werden in Pools vergeudet, Natürlichkeit schaut für mich anders aus, das ist ausgebeutete Natur. Grüße
Erika2'338 Beiträge · seit 200702. Juli 2016 · #60
Hallo zusammen
Meiner bescheidenen Meinung nach sind es eigentlich nicht die unzähligen Reiseberichte über Namibia, die einander oft ähneln, sondern die endlos immer wiederkehrenden selben Fragen, die nerven. Aber wahrscheinlich sind es nur wir “Erfahrenen” die sich darüber ärgern, weil wir halt Afrika schon bereist haben, als es noch weder GPS, Handy oder Internet gab. Damals sind im Gegensatz zu heute nur Leute gereist, die auch mal selbst was am Fahrzeug reparieren konnten und nicht gleich in Panik gerieten, wenn eine Unterkünfte nicht vorgebucht werden konnte. Man war ja schon froh, wenn man am Ende des Tages irgendwo in der Pampa ein Schlafplätzchen fand.
Botswanadreams schrieb:
Gerade Leute mit Jahrzehnte langer Erfahrung sind hier Mangelware geworden - leider.
Das wundert dich? Den meisten erfahrenen Afrikafahrern geht diese ewige immer wiederkehrende Fragerei über ganz banale Dinge auf den Geist und ich kenne einige, die sich deswegen zurück gezogen haben oder sich erst gar nicht anmelden. Es fällt auch auf, dass solche langweiligen Fragen die oft die ganze Hilflosigkeit offenbaren, vorwiegend über Namibia gestellt werden. Fragen über andere afrikanische Länder fallen da erstaunlicherweise mit wenigen Ausnahmen wesentlich sinnvoller aus.
Und nun zum anderen hier angesprochenen Thema: Für mich sind die Schwarzen ebenfalls Schwarze, solange ich nicht herausgefunden habe, zu welchem der unzähligen Volksstämme sie gehören. Sie reden ja auch von uns Weissen und nennen sich selbst “Schwarze”. Das hat überhaupt nichts mit Rassismus zu tun. Wir selbst mussten in Afrika schon Formulare ausfüllen, wo nach der Rasse gefragt wurde. Haben dann “Eidgenosse” reingeschrieben 😄 . Und ja, sie ticken wirklich anders als wir, weil sie in einem anderen Kulturkreis aufgewachsen sind. Hätte man sie als Baby in unseren Kulturkreis versetzt, würden sie wiederum genauso ticken wie wir. Was nun besser ist, sei dahingestellt. Sogar die weissen Afrikaner, die es ja auch gibt, ticken anders als wir. Sie haben sich den afrikanischen Verhältnissen angepasst. Hätten sie das nämlich nicht getan, wären sie in Afrika nicht sehr glücklich geworden.
Viele Grüsse Erika
P.S. Wie wäre es, wenn man den Titel dieses Themas in “Kotzecke” abändern würde? Würde bald besser passen, oder?