Panoramablick und ein paar Löwen

Reisebericht 64 Antworten · 11,3k Aufrufe · gestartet 24. Jan. 2016 von Papa Kenia
Themenstarter540 Beiträge · seit 201231. Jan. 2016 · #41
Gegen neun machten wir dann auch ganz stilvoll Frühstück.

Anschließend fuhren wir meiner Meinung nach recht planlos in der Gegend herum ohne irgendwelche besonderen Vorkommnisse und großartigen Sichtungen.

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Auf dem Rückweg ins Camp zeigte Emanuel mir noch ein neugeborenes Giraffenbaby. Seiner Meinung nach höchstens eine Stunde alt.

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Themenstarter540 Beiträge · seit 201231. Jan. 2016 · #42
Danach ging es aber doch endgültig zurück und ich war mal wieder „king oft he camp‘. Denn außer mir war kein Gast mehr anwesend. Nur noch der Koch, ein Kellner und Reagan. Und Moses!

Der krabbelte geschäftig in meinem Zelt herum. Was er da machte, war nicht erkennbar. Ich hatte den Eindruck, er wollte nur durch Anwesenheit glänzen um dadurch die Trinkgeldskala in die Höhe zu schrauben.

Und dann bewunderte er mein T-Shirt, meine Armbanduhr und meine Schuhe. Ob ich denn alles wieder mit nach Mombasa nehmen würde?

Ja sicher, was denn sonst!?

Das fand ich schon ziemlich dreist!

Beim Nachmittagsdrive sahen wir sehr viel – Grün. Grün in allen Varianten. Gras, Gräser, Halme, Sträucher, Büsche, Bäume. Das ist auch mal interessant!

Bevor der Tag jedoch endgültig dem Ende zuging und wir Richtung Camp aufbrachen, stießen wir noch auf ein Löwenrudel.

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Und wer spukte wieder auf meiner Terrasse herum? Richtig! Moses! Er erzählte mir, was er alles erledigt hätte. Ich bedankte mich; sagte ihm aber, dass das nun mal sein Job wäre. Und dass er nicht jeden Handschlag kommentieren müsse.

Allmählich ging er mir auf den Keks.

- Fortsetzung folgt -

Liebe Grüße

Papa Kenia
5'479 Beiträge · seit 200901. Feb. 2016 · #43
BMW schrieb:.....also wenn Du über die Mara Brücke fährst (von der Siria-Escarpment -Seite)........dann steigt der Track etwas in die Höhe

und Du bist schon beinahe in der Governors -Gegend (na ja noch nicht ganz, aber bald) gemeint sind

Governors Main Camp und Moran , das Little Governors liegt ja eigentlich südlich des Mara, obwohl die

Jeeps von der Musiara Seite starten.........(Nordseite).....die Gäste werden jedesmal mitt einer "Nuss-schale" auf

die andere Maraseite gebracht........ (Mini-Fähre) 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

BMW
Hallo BMW,
die von Dir beschriebene Mara Brücke ist die nördliche, welche in Richtung Musiara Region führt. Über diese Brücke fuhr Papa Kenia als er die Camps wechselte. Davon hat er auch ein Bild gepostet. Bei der ihm unbekannten Brücke handelt es sich um die South Mara River Bridge, welche ganz der Nähe der tansanischen Grenze das Mara Triangle mit dem Rest des Nationalparks verbindet.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'796 Beiträge · seit 201401. Feb. 2016 · #44
Hallo Papa Kenia,

ich bin auch noch schnell mit eingestiegen und werde Deinen schönen RB bis zu unserem Abflug nach Kapstadt nächste Woche noch ein bisschen mitverfolgen.

Dein Reisebericht weckt wunderschöne Erinnerungen. Wir waren Anfang '95 fast nebenan vom Southern Palms Beach Resort im Kaskazi Beach 🙂 - von dort aus sind wir dann durch den Tsavo bis Nairobi gefahren.

Vielen Dank für die schönen Bilder 🙂 Eines Tages muss ich auch wieder nach Kenia 🤪

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
2'085 Beiträge · seit 201201. Feb. 2016 · #45
Hey Papa Kenia,
was für ein langweiliger Tag - gähn!!!
Die Gepardin auf der Jagd, ein neugeborenes Giraffen-Baby und ein Löwenrudel in allerschönster Landschaft ... und das alles in großartigen Bildern ... tschuldigung, bin grad bisschen weggedöst 🤪
Ach - und wenn ich grad n wachen Moment habe 😎 :
Vielen Dank-Grüße Franzicke
reisebericht tansania 2016 repeat in mashatu, premiere im kruger 2017 kaokoveld&etosha herbst 2017
zuletzt bearbeitet 01. Feb. 2016
Themenstarter540 Beiträge · seit 201201. Feb. 2016 · #46
@Topobär – Vielen Dank für die Info. Jetzt weiß ich wenigstens, wo ich suchen muss!

@ Applegreen – Hallo Sabine! Schön, dass Dir mein Bericht gefällt. Südafrika ist aber auch nicht zu verachten, oder?

@franzicke – Hallo Franzicke! Nun sei doch nicht so sarkastisch! O.K. – irgendwie hast Du ja Recht. Ich werde bei meiner nächsten Wortwahl ein bisschen mehr auf die Formulierung achten!

LG
Papa Kenia
6'152 Beiträge · seit 200601. Feb. 2016 · #47
hallo Papa Kenia,

ich bin ganz leise zugestiegen und geniesse diese tolle Reise mit den wunderbaren Weitblicken in die Landschaft mit tollen Tiererlebnissen, den Luxusangehauchten Zeltunterkünften, den kuscheligen Lümmelsofas mit den bunten gemixten Kissen und Decken,, ach ja das ist Afrika..... 🙂
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
zuletzt bearbeitet 01. Feb. 2016
8'681 Beiträge · seit 201001. Feb. 2016 · #48
franzicke schrieb:Hey Papa Kenia,
was für ein langweiliger Tag - gähn!!!
Die Gepardin auf der Jagd, ein neugeborenes Giraffen-Baby und ein Löwenrudel in allerschönster Landschaft ... und das alles in großartigen Bildern ... tschuldigung, bin grad bisschen weggedöst 🤪
Ach - und wenn ich grad n wachen Moment habe 😎 :
Vielen Dank-Grüße Franzicke
Vielen Dank Ingrid - ich war nämlich auch über diese Stelle mit dem "langweilig" im Bericht gestolpert, hab dann alles zweimal gelesen und nicht kapiert, wo die Langweile versteckt war. Nächste Überlegung: er meint das ironisch.... 😉 . Aber auch da: kein Hinweis darauf 🙄 . Also dachte ich: "Bele, halt mal besser deine Klappe und schreib nichts, bestimmt hast du mal wieder irgendwas überhaupt nicht kapiert!" 😊 😄 😄

Erst deine ironische Botschaft hat mir gezeigt, dass ich gar nicht so falsch lag! You made my day 🤪 !

Papa Kenia, danke für die gute (und zum Teil unfreiwillige 😄 ) Unterhaltung - ich warte auf die nächsten Fotos !

Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter540 Beiträge · seit 201202. Feb. 2016 · #49
@Hanne - Hallo Hanne, schön, dass Du auf den letzten Metern noch mit dabei bist!

@Bele - Hallo Bele! Dass Du mit in die gleiche Kerbe haust, war mir klar! 😉 😉 Dafür gibt es gleich die Fortsetzung mit ein paar Bildern!

Bis gleich!
Papa Kenai
Themenstarter540 Beiträge · seit 201202. Feb. 2016 · #50
Tag 7

Der Tag begann wiederum mit einem prachtvollen Sonnenaufgang. Seit 6.30 Uhr saß ich wieder allein mit meinem Fotogeraffel im Wagen. Es war kalt. Sehr kalt. Man konnte seinen eigenen Atem sehen.

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Wir trafen wieder auf das Löwenrudel von gestern. Es waren zehn oder elf Babys im Alter von drei Jahren. King Lion frühstückte noch und ließ auch keins der Jungtiere an seinem Fresschen teilhaben. Im Gegenteil, er teilte ordentlich Prankenhiebe aus als sich hin und wieder eins von den Kleinen näherte.


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Einige Schakale kamen voller Erwartung neugierig heran. Aber auch für sie fiel vorerst kein Happen ab.

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Irgendwann wurde es dem Pascha wohl zu bunt. Das Rudel wurde mittlerweile auch von vier Safari-Fahrzeugen umringt. Er schnappte sich das, was vom Büffel übrig war und steuerte mit der Beute auf eine nahegelegene Buschgruppe zu.
Und dann ergab sich ein Foto, das einem deutlich machte, dass man hier außerhalb des Parks war und dass hier auch schon mal Massai unterwegs sind.

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Emanuel hatte sich wohl als Ziel gesetzt, mir einen Leoparden zu zeigen (vorab: es blieb beim Vorsatz!). Und so steuerten wir in ein Gebiet, das wohl als Leopardenterrain bekannt ist. Die weiteren Tiersichtungen waren heute Morgen nicht sonderlich ergiebig (oder ich war schon zu verwöhnt?!) und so kamen wir um die Mittagszeit wieder im Royal Mara Camp an.

Ich war noch nicht ganz im Zelt, da kam wieder dieses „Hälllooo!“ Moses stand wieder mit hinter mir. Bewaffnet mit 2 Handtüchern. Er würde gerne die Handtücher wechseln. Wollte er mir erzählen, wie toll er war? Oder wollte er Trinkgeld? Doch wohl nicht für jeden Handschlag!?! So ganz allmählich ging er mir auf die Nerven. Aber richtig!

Ich entriss ihm die Handtücher und sagte ihm, dass er dafür fünf Stunden Zeit gehabt hätte. Ich würde die Handtücher nun selbst ins Bad bringen. Und im Übrigen: „I will shit now! Alone!“.

Aber auch das interessierte ihn nicht. Moses machte keine Anstalten zu verschwinden. Ich packte ihn an Arsch und Kragen, schob ihn vor die Tür, knallte die Tür zu und verriegelte diese.
Das sollte eigentlich gereicht haben.

Denkste! Nicht bei Moses! Der ist wie Teflon! Da prallt alles ab!

Zum Mittagessen war wieder unter schattenspendenden Bäumen gedeckt. Natürlich mit Blick auf den Mara! Schon jetzt tauchte Moses wieder auf und holte sich mein o.k., dass er ins Zelt konnte. Was er da wollte, ich habe es nicht feststellen können. War mir auch mittlerweile egal.

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Nach dem Essen nahm ich Kontakt auf zu einer amerikanischen Familie, die heute Vormittag angekommen war. Es waren sehr nette Leute. Vater, Mutter, Sohn und zwei Töchter. Wir aßen getrennt zu Mittag, weil die Tische von den Kellnern so eingedeckt waren. Anschließend saßen wir dann noch gut eine Stunde zusammen und haben uns angeregt ausgetauscht.

Bevor ich dann meine Liegen auf der Terrasse behelligte, machte ich noch einige Aufnahmen.

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Da sich der Himmel zwischenzeitlich übel bezog, wurde der Nachmittagsdrive kurzfristig auf 3 Uhr vorverlegt.

Die Amerikaner bekamen ein eigenes Fahrzeug mit Fahrer und ich hatte nach wie vor ein ganzes Fahrzeug für mich alleine.

Der Drive an sich war völlig unspektakulär. Außer Gras und dunklen Wolken war heute Nachmittag nicht viel erkennbar. Wir cancelten den Drive dann gegen 5 Uhr, denn es begann wie aus Eimern zu schütten.

Ich besorgte mir ein Tusker und konnte dann nach einer erfrischenden Dusche endlich mal Bilder sichten und Datensicherung machen.

Bis Moses kam und wieder etwas im Zelt erledigen wollte. Ich sagte ihm ganz klar, dass er das morgen erledigen könne. Allmählich machte er mich wahnsinnig.

Zum Abendessen hatte man heute im ‚Restaurant‘ gedeckt. Der Regen war nicht mehr so brutal, aber es nieselte noch und es war recht unangenehm feucht.

- Fortsetzung folgt -

Liebe Grüße
Papa Kenia
zuletzt bearbeitet 02. Feb. 2016
8'054 Beiträge · seit 200802. Feb. 2016 · #51
Hallo Papa Kenia,

Danke für die sehr schönen Bilder. 😎

Das Bild mit dem Löwen und dem Moped finde ich einfach genial! 😄

Freue mich auch auf die Fortsetzung. 🙂

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
1'523 Beiträge · seit 201102. Feb. 2016 · #52
.....ein Büffel war das nicht..........ist ein Gnu......aber nichts desto trotz ein informativer Bericht.

über die heutige Mara in der Aitong-Gegend........


lg, BMW
Themenstarter540 Beiträge · seit 201203. Feb. 2016 · #53
@Annick - Liebe Annick – so entstehen Zufallsbilder. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

@BMW – Es kann sein, dass es ein Gnu war. So genau habe ich gar nicht hingeschaut.

Euch beiden vielen Dank für die netten Worte!

LG
Papa Kenia
Themenstarter540 Beiträge · seit 201203. Feb. 2016 · #54
Tag 8

Nachts schüttete es wieder wie aus Eimern. Hin und wieder wurde ich wach und hörte den Regen auf’s Dach prasseln.

Ich war schon abmarschbereit als um 6 Uhr wieder dieses leise „Hälllooo!“ ertönte. Ich öffnete Moses die Tür, er stellte mir Kaffee und Plätzchen auf den Sekretär und wollte mich wieder in ein Gespräch verwickeln. Aber nicht morgens um 6! Nicht mit mir! Ich sagte ihm unmissverständlich, dass er nun gehen soll. Er wünschte mir ein langes Leben. Ich bedankte mich und dachte ‚aber bitte ohne dich‘.

Emanuel hatte mir gestern mitgeteilt, dass wir heute Morgen keine große Tour machen könnten. Wir würden bereits gegen neun Uhr im Camp zurück sein. Danach müsste er zwei Leute vom Airstrip abholen. Und nachmittags wären wir dann zu dritt im Auto.

O.K. Damit kann ich leben.

Es war wieder ein toller Sonnenaufgang!

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Wir fuhren heute Morgen aber nicht, wir rutschten. Die Erde war so schlammig und matschig, dass wir nur so durch die Gegend schleuderten. Nach ca. 90 Minuten hatte es sich ausgeschleudert. Das rechte Vorderrad wollte geradeaus fahren, das linke lieber eine Rechtskurve. Und da sich die Räder nicht über die Richtung einig wurden, blieb Emanuel einfach stehen!

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Ich tippte auf Radaufhängung oder Achsschenkel (bin aber kein Kfz-Mechaniker). Emanuel erklärte mir zwar auf Englisch, was das Problem sei, aber so gut sind meine Kenntnisse nun doch nicht. Für Emanuel war es aber wohl nicht das erste Mal.

Er nahm es gelassen. Zog sein Handy aus der Tasche und versuchte das Fahrzeug der Amerikaner zu erreichen.

Simon, der Fahrers des anderen Fahrzeugs, kam dann mit den Amerikanern an Bord gut 40 Minuten später bei uns an. Ich stieg ins andere Fahrzeug um und musste mir dumme Sprüche anhören. Natürlich war alles nett gemeint und ins Lächerliche gezogen. Aber wegen dieses Zwischenfalls verlängerte sich meine Pirschfahrt um gut zwei Stunden. Wir kamen rechtzeitig zum Mittagessen im Camp an.

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Für Emanuel war anderweitig Hilfe unterwegs und er stand uns nachmittags wieder zur Verfügung.
Beim Mittagessen waren wir nun mit 3 Parteien im Camp. Die beiden von Emanuel angekündigten zwei Leute waren mittlerweile auch anwesend.

Auf jeden Fall waren die beiden Neulinge Deutsche. Ich gab mich als Landsmann zu erkennen und war froh, nach nunmehr 8 Tagen mal wieder meine Muttersprache testen zu können.

Anschließend wollte ich endlich mal zur Rezeption und hier einige Fotos machen. Der Askari Joseph begleitete mich.

Nachmittags teilte ich mir mit den beiden Deutschen das Fahrzeug. Um uns herum nur die üblichen Verdächtigen. Emanuel hielt nun für jedes Tier an (die ich alle schon kannte und fotografiert hatte). Aber dafür hatte ich natürlich Verständnis. Für die beiden war es die erste Safari seit sieben Jahren. Die beiden hatten eben Nachholbedarf.

Wir erlebten noch hautnah einen Kill mit. Ob hier ein Löwe eine neue Taktik entwickelt hat? Eine Löwin lag neben einem Ausgang einer Warzenschweinhöhle und schaute gelangweilt um sich. Dann ging alles blitzschnell. Da kam wohl ein Warzenschwein aus der Höhle, die Löwin schnellte blitzschnell herum und packte sich das arme Schwein. Der Todeskampf währte so 10 Minuten lang. Dann war es still.

Ich hatte Emanuel in den letzten Tagen erlaubt, meine 2. Kamera zu benutzen. Und so war es mittlerweile selbstverständlich, dass er diese Kamera vorne bei sich hatte. Und er fotografierte, was das Zeug hielt. Für mein Teleobjektiv waren wir zu nah am Geschehen, so dass ich fest an die Fotos von Emanuel glaubte. Das war leider eine Fehleinschätzung. Alle Bilder waren total verwackelt. Wie er das geschafft hat ist mir ein Rätsel. So gibt es hiervon leider keine Bilder.
Wir fuhren weiter. In ein Waldstück, dass auch von einem Leoparden bevorzugt wird. Hier kreisten mehrere Fahrzeuge. Gesehen haben wir aber nichts. Leider!

Es war inzwischen kurz nach fünf. Um uns herum zogen wieder einmal dicke Gewitterwolken auf.
Und dann geschah es. Emanuel wollte den Wagen eine kleine Anhöhe rauffahren. Wir rutschten weg, die Hinterräder buddelten sich ein. Emanuel gab noch mehr Gas. Der Matsch spritzte bis ins Fahrzeug. Wir steckten hoffnungslos fest.

Es begann zu regnen. Emanuel und Franzisko stiegen aus, suchten Steine und Knüppel um diese unter die Räder zu legen.

Simon, Fahrer des zweiten Fahrzeugs, befand sich gut 200 m weiter von uns entfernt und kam uns zu Hilfe.

Wir Insassen wollten alle aussteigen und helfen. Aber wir wurden vehement zurückgewiesen.
Die drei versuchten nun, das Fahrzeug irgendwie flott zu bekommen bzw. abzuschleppen. Es war sinnlos. Also hieß es mal wieder – umsteigen!

Die Amerikaner lachten sich schlapp und sparten natürlich nicht mit dummen Sprüchen! Es wurde eine lustige Rückfahrt.

Abends im Camp sagte ich den Amerikanern, sie brauchten nun keine Angst mehr haben wenn sie mich sehen. Es könnte nun nichts mehr passieren. Ich würde morgen zurück fliegen.
Wir alle zusammen verbrachten noch einen netten Abend.

- letzter Teil folgt -

Liebe Grüße
Papa Kenia
8'681 Beiträge · seit 201003. Feb. 2016 · #55
Papa Kenia schrieb:

@Bele - Hallo Bele! Dass Du mit in die gleiche Kerbe haust, war mir klar! 😉 😉
Papa Kenai
😛 😄 !

Ich verspreche ab sofort nur noch zu kucken und zu lesen und nichts Freches mehr zu schreiben 😎 😗

Dafür schreibst du jetzt sicher gleich weiter, oder??? 😘 ! Ich könnte ein bisschen was Buntes gebrauchen - das war heute ein sehr grauer Tag!

Schönen Abend und liebe Grüße!

Bele

Edit: Ups, da warst du schneller als ich! 🤩
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 03. Feb. 2016
1'737 Beiträge · seit 201003. Feb. 2016 · #56
Hallo Papa Kenia

Sorry, aber die Begrüssung klingt ja so, als wärst Du fast schon ein älterer Herr. Ist doch aber nicht wirklich so, denn wer nach Afrika reist, ist immer jung in seinem Herzen.

Herzlichen Dank für die Fortsetzung Deiner Reise-Erlebnisse. Mich würde sehr Dein persönlicher Eindruck von der Mara North Conservancy interessieren. Es wird ein Stück Kenia sein, was wir nicht entdecken dürfen, denn Camping ist dort nicht mehr möglich.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
383 Beiträge · seit 201303. Feb. 2016 · #57
Wie kannst Du die Kamera aus der Hand geben 😮 ???
Uns sollte mal die Lodgeangestellte fotografieren. Sie kam zu mir zurück und entschuldigte sich weil sie das Display kaputt gemacht hätte. Als ihr sagte das sie oben durch den Sucher schauen sollte, hatte sie wieder ein lächeln im Gesicht 🙂 .

Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
Themenstarter540 Beiträge · seit 201205. Feb. 2016 · #58
@Bele -
Champagner schrieb:

Ich verspreche ab sofort nur noch zu kucken und zu lesen und nichts Freches mehr zu schreiben

Liebe Bele, dann würde mir aber etwas fehlen. Mach‘ ruhig weiter so! 🙂 😄


@Christa
Botswanadreams schrieb:

......... als wärst Du fast schon ein älterer Herr.
Liebe Christa, das hast Du aber sehr, sehr nett formuliert. Meine Kollegen sagen immer „Alter Sack“. 🙁

@Holger – Ich hatte ja zwei! Und ein gutes Herz habe ich auch. Und Emanuel hat auch einige brauchbare Bilder produziert.

LG
Papa Kenia
Themenstarter540 Beiträge · seit 201205. Feb. 2016 · #59
Tag 9 (letzter Tag)

Ein letztes Mal ging es heute auf Pirschfahrt.

Wir hielten für die anderen beiden Deutschen bei den Hyänen, wo ich in den letzten Tagen mehrfach vorbeigekommen war.

Anschließend sichteten wir ein Hippo. Es war sehr weit vom Mara entfernt. Aber es gab in nächster Umgebung jede Menge Matsch und Schlammlöcher. Vielleicht war er da zu Hause.

Neben Zebras und Büffel erspähten wir noch einen Marabu.

Dann sah ich die letzten Löwen meiner diesjährigen Tour. Die beiden steuerten auf ein Rudel Impala zu. Hatten aber wohl keine Lust zur Jagd und schlenderten Richtung nächstgelegenem Wäldchen.

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zuletzt bearbeitet 05. Feb. 2016
Themenstarter540 Beiträge · seit 201205. Feb. 2016 · #60
Gegen zehn waren wir wieder im Camp. Die Amerikaner waren zwischenzeitlich ebenfalls von ihrer Pirschfahrt zurückgekehrt. Auch diese würden nachher zurück nach Nairobi fliegen und von da aus in die Staaten.

Ich ließ mir das Frühstück schmecken. Unterhielt mich noch kurz mit den Amerikanern und den beiden Deutschen und tigerte dann Richtung Zelt um noch mal zu duschen. Dann war es Zeit die Tasche zu packen.

Heute Morgen hatte ich Moses gesagt, dass ich das Zelt ca. 12 Uhr räumen würde. Er könne dann sauber machen.

Punkt 12 Uhr tauchte er dann auch auf. Ich gab ihm sein Trinkgeld und gab ihm zu verstehen, dass sein Verhalten nicht ganz so der Brüller gewesen wäre. Wir haben uns trotzdem die Hände gereicht und lächelnd verabschiedet.

Es gab noch ein Mittagessen und nachdem ich mich von allen verabschiedet hatte, brachte mich Emanuel zum Airstrip.

Das war so gegen ein Uhr. Eine viertel Stunde später kamen wir am Flughafen an. Die Maschine stand da. Pilot und Co-Pilot waren auch anwesend. Sie packen meine Reisetasche sofort in den Flieger und obwohl der Flug erst für 14 Uhr angesetzt war, hoben wir bereits kurz vor halb zwei ab.

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Wir machten noch 2 Zwischenstopps und waren nach dem 2. Stopp mit 19 Passagieren an Bord voll belegt.

Der Rückflug war zwar ein wenig holprig. Wir landeten eine halbe Stunde früher als vorgesehen in Ukunda, wo ich mich anschließend noch ein paar Tage erholen konnte.


Fazit:
Es war wieder einmal eine tolle Tour. Neue Eindrücke, neue Camps, neue Campmitarbeiter, neue Guides.

Kilima Camp – Masai Mara:

Masai Mara! Schier unendliche Weite! Stille! Und mittendrin ICH! WOW! Ich mag die Mara; die Tierwelt und das ständig wechselnde Landschaftsbild. Jedes Mal wenn ich hier bin, bin ich von dem Anblick fasziniert!

Zelt: Ich würde das Camp als guten Durchschnitt bezeichnen. Das Zelt ist zweckmäßig. An die Duschkabine muss man sich ein wenig gewöhnen.
Lage des Camps: Auf dem Oloololo-Höhenzug. Von den Aussichtspunkten traumhafter Blick auf die eigentliche Mara!
Haupthaus - Restaurant: Geräumig, gemütlich, sehr nett mit vielen kleinen Details dekoriert.
Essen: Reichhaltig, sehr lecker und reichlich!
Personal: Ausnahmslos sehr nette und hilfsbereite Mitarbeiter.
Guide: Mit James hatte ich einen Glücksgriff getan. Er wusste genau, wann er in welcher Position das Fahrzeug zum Stehen bringen sollte.

Royal Mara Camp – Mara North Conservancy

Außerhalb des Parks war ich nun zum ersten Mal. Landschaftlich war kein Unterschied zum eigentlichen Nationalpark feststellbar. Auch alle Tiere waren hier genauso antreffbar, wenn man Glück hatte.

Zelt: Luxus! Anders kann ich das nicht beschreiben!
Lage: Unmittelbar am Mara River. Weitläufe, nicht eingezäunte Anlage.
Rezeption: Terrasse mit Blick auf Hippos.
Restaurant: Wenn wettertechnisch möglich, Essen unter freiem Himmel mit Blick auf den Fluss.
Essen: Reichhaltig, sehr lecker und reichlich!
Personal: Auch hier zuvorkommendes Personal, hilfsbereit und sehr freundlich.

So! Das war es! Ich hoffe, es hat denjenigen, die hier mitgelesen haben, auch gefallen. Alles Kommentatoren und Buttondrückern noch mal vielen Dank!
Vielleicht gibt es irgendwann noch einen neuen Bericht!

Bleibt alle gesund!

Liebe Grüße
Papa Kenia