Reisebericht

Panoramablick und ein paar Löwen

von Papa Kenia · begonnen 24. Jan. 2016 · 16 Teile

Teil 124. Jan. 2016
Stand Dezember 2015

Planung

SEIN ODER NICHTSEIN? - Das war hier gar nicht die Frage.

Sondern: frieren oder schwitzen?

Ich entschied mich für schwitzen!

Zumal mir mein Arbeitgeber die Entscheidung wieder leicht machte. Letztmalig in meinem Berufsleben wurde ich durch Betriebsferien genötigt im Dezember Urlaub zu nehmen. (Chef, ich lass mich gerne nötigen!!) 😄 😄 Denn nun hatte ich einen triftigen Grund wieder nach Afrika zu fliegen. Genauer gesagt, nach Kenia.

Das gefällt mir auch viel besser als der ganze Weihnachtsrummel! Sonne auf den mittlerweile dicken Bauch scheinen lassen und zwischendurch mal „inne Mara“ fliegen. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass mir das nicht gefällt.

Dieses Jahr hatte ich keinerlei wirren Gedanken bezüglich irgendwelcher Gruppenreisen. Bereits auf dem Rückflug meiner letzten Tour im Dezember 2014 stand für mich fest: Das wird wiederholt!

Im Januar 2015 gab ich dann alles, um meinen Bericht hier ins Forum zu setzen. Privat habe ich nebenbei noch ein Fotobuch erstellt (geht ja fast von alleine). Nicht für mich - sondern für meine Arbeitskollegen. 😄 Die wollen immer wissen wo ich war. Und die gucken immer so gerne Bilder. 😉 😁

Auf jeden Fall konnte ich beim Sichten und Sortieren der Fotos den Januar ganz gut überbrücken und alle Eindrücke und Erlebnisse noch mal verinnerlichen. Im Februar nahm ich dann den Kampf gegen die restlichen 10 Arbeitsmonate auf. Ab September lief wieder meine Grobplanung.

Nachdem ich diverse Internetseiten wegen Flugsafaris in die Masai Mara abgegrast hatte, konnte ich konkret bei drei Veranstaltern meine Wünsche loswerden. Die Angebote hauten mich vom Hocker. Nee, nee! Nicht so preiswert, - so teuer! Hammer! Irgendwie kriege ich das nicht gebacken. Die Hotels an der Küste sind fast leer, die Nationalparks sind dementsprechend auch fast leer. Aber die Preise sind ganz oben?! Geht so Marktwirtschaft?

Allzu groß ist die Mara ja nun wirklich nicht. (Für die, die nicht „googlen“ wollen und es nicht wissen – rund 1500 km²). Trotz der bescheidenen Parkdimensionen wollte ich meinen diesjährigen Aufenthalt wieder splitten und in zwei oder drei entgegengesetzten Gegenden Unterkünfte wählen. Ins Auge gefasst hatte ich noch mal das Governors, die Sarova Mara Lodge, das Kichwa Tembo und das Tipilikwani. - Wunschcamps und Realität liegen manchmal weit auseinander.

Die Angebote der drei Veranstalter deckten sich zwar nicht 100%ig – eins von den angebotenen Camps fiel irgendwie immer etwas aus dem Rahmen – preislich lagen die Angebote jedoch alle auf einem Niveau. Aber alle jenseits von Gut und Böse.

Letztendlich habe ich wieder bei meinem „Rafiki“ Jonathan gebucht. Bei den Camps war ich mir nicht so 100%ig sicher. Jonathan haute meine Pläne wie schon des Öfteren durcheinander. Die endgültige Buchung beinhaltete dann jeweils vier Nächte im Kilima Camp und Royal Mara Camp. Bei der Gelegenheit bat ich ihn, dass er schon mal ein paar Elefanten für mich bestellen soll; denn hier hatte ich Nachholbedarf.

Das Kilima Camp liegt unweit des Parks in der Nähe des Oloololo-Gates. Das Royal Mara befindet sich außerhalb des eigentlichen Parks in der Mara North Conservancy. Und zwar so weit draußen, dass meiner Meinung nach Gamedrives in den Park hinein aufgrund der Entfernung nicht möglich waren. Anfangs war ich bei der Wahl dieses Camps ein wenig skeptisch. Aber Jonathan‘s Empfehlungen passten mal wieder wie sich im Nachhinein herausstellte.

- Fortsetzung folgt -

Liebe Grüße
Papa Kenia
Teil 225. Jan. 2016
Es geht los!

Ich stand mal wieder am Essener Hauptbahnhof. Die Bundesbahn war heute besser als ihr Ruf. Der ICE fuhr absolut pünktlich und ich kam wie immer viel zu früh am Frankfurter Flughafen an. Ich mag Flughafenatmosphäre.

Die Condor war zu 70 bis 80% belegt und ich hatte das Glück zwei Sitze für mich allein beanspruchen zu können. Der Flug verlief wie immer. Völlig unspektakulär und wie immer ohne Schlaf für mich. Dieses Jahr ging’s wieder über Kilimanjaro Aiport in Tansania.

Nach gut neun Stunden Flugzeit setzte die Maschine auf dem Flughafen von Tansania auf. Es dauerte nicht lange, da waren die Rückflieger auch an Bord (es waren nur drei) und wir flogen nun Richtung Mombasa weiter, wo wir eine halbe Stunde vor der planmäßigen Ankunft landeten.

Der Mann mit der Hitzekeule (Keuli mit seinem "Dong") stand immer noch an derselben Stelle. Meine Poren öffneten sich wie jedes Jahr und spritzten Schweißfontänen. Kein Wunder - bei den Temperaturen. Also, alles wie gehabt! Nur dieses Jahr ging es bei der Einreise ein wenig schneller. Evisum! Dann noch kurz Geld tauschen – Touri-Shuttles aufsuchen und es ging ab zum Diani Beach!

Normalerweise dauert der Transfer rund 90 Minuten. Dieses Mal verloren wir an der Fähre fast zwei Stunden. Von den vier Fähren, die eigentlich im Einsatz sind, waren zwei wegen Reparaturarbeiten nicht greifbar. Somit dauerte der Transfer rund dreieinhalb Stunden.

Durch die 2 Stunden Zeitverlust an der Fähre setzte man mich und ein jüngeres Pärchen aus der Ukraine so gegen 14 Uhr im ‚Southern Palms Beach Resort‘ ab.

Bisher habe ich nur von den Kurzsafaris berichtet. Dieses Mal stelle ich auch mal ein paar Fotos von meinem Lieblingshotel ein. Und ich kann immer wieder nur betonen, dass sich „abhängen“ am indischen Ozean und Safari wunderbar miteinander kombinieren lassen. Vielleicht bekommt der ein oder andere ja auch mal Gelüste auf diese Kombination.


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Teil 325. Jan. 2016
Mein Lieblingskofferträger Julius erkannte mich sofort und kam mit freudigem Grinsen auf mich zu und hielt mir ein heißes Tuch sowie eine halbe Kokosnuss mit Strohhalm zum Trinken hin. „Jambo Papa! Welcome home!“ – Mein Gott, wie gut taten diese Worte! Dann wandte er sich an die anderen beiden Kofferträger. Ich vermute mal, dass es denen klargemacht hat: „Das ist meiner. Die Koffer trage ich!“ Julius kommt bei mir trinkgeldtechnisch – so glaube ich – ganz gut weg. Aber wir haben auch im Laufe der Jahre einen ganz guten Draht zueinander aufgebaut.

Kleine Anekdote am Rande: 2009 war ich nach vielen, vielen Jahren mal wieder in Southern Palms. Besagter Julius nahm damals meinen Koffer und trug ihn zu meinem Zimmer. Dann schaute er mich erwartungsvoll an. ‚Alles klar. Trinkgeld‘ dachte ich so bei mir und checkte innerlich mein Portemonnaie. Ich wusste, dass ich nur Münzen bei mir hatte. Und Scheine, die für diese Dienstleistung sicherlich zu groß gewesen wären. Also sagte ich Julius, ich hätte noch keine Gelegenheit zum Tauschen gehabt. Ich würde ihm morgen das Geld geben.

Am nächsten Tag hatte ich Geld getauscht und machte mich auf die Suche nach Julius. Und während ich so in die Gesichter der Angestellten schaute, schoss mir durch den Kopf ‚die sehen ja alle gleich aus‘. Und dann steuerte ich auf einen der Kofferträger zu, der es meiner Meinung nach hätte sein können. „Hast Du gestern meinen Koffer getragen‘? - „Yaaeeehhhh, Papa!“ und streckte mir die offene Hand hin. Im Stillen hat er bestimmt gedacht ‚So bekloppt können nur Weiße sein‘.
Ich gab ihm sein Trinkgeld.

Geraume Zeit später lag ich total zufrieden mit mir selbst am Pool. Da kam Julius ganz erwartungsvoll an: „Papa, hast du mich vergessen?“

Ich bin vor Lachen über meine eigene Blödheit fast von der Liege gefallen.

Julius schaute mich verständnislos an. Ich erklärte ihm die Situation. Seine Mimik drückte so etwas wie Mitleid aus und ging dann in feistes Grinsen über. Julius bekam nun auch sein Trinkgeld und seit dieser Zeit höre ich in jedem Urlaub: „Don’t give your money my brother!“

Es war dieses Mal wieder fast so leer wie letztes Jahr. Angeblich waren in der ersten Woche meines Aufenthaltes rund 120 von 600 Betten belegt!

Ich mag dieses Hotel. Es liegt am vermutlich schönsten Strandabschnitt am Diani Beach.

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Die Zimmer sind nichts Besonders. Sie sind normal möbliert, Doppelbett, Zustellbett für 3. Person, Moskitonetz, TV, Minibar, Kaffeekocher, Tischchen und zwei Stühle. Balkon mit Tisch und Stühlen zum Garten bzw. zum Strand raus. Nur eine Ecke sollte man möglichst meiden, dass ist der Bereich in der Nähe von Gebäude 7. Da läuft nämlich gefühlte 12 Stunden lang ein Kompressor. Und das kann u.U. nervig sein. Ansonsten bietet das Hotel alles, was man zum Wohlfühlen braucht.

So landete ich dann wieder auf einer der magnetischen Liegen. Mal am Strand, mal am Pool. Je nachdem, ob Ebbe oder Flut herrschte. Bei Ebbe ist ein Schwimmen in Strandnähe im Indischen Ozean fast unmöglich.

Als ich zum allerersten Mal in Kenia war, war ich ehrlich gesagt sehr verwundert darüber, wie sehr sich Ebbe und Flut bemerkbar machen. Das hatte ich nicht so stark erwartet. Daher für Euch gleich auch mal Fotos. Das ist fast wie an der Nordsee.

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Aus dem Meer auf die Liege. Von dort an den Pool und von den Liegen am Pool in den Pool oder umgekehrt. Ich war immer froh, wenn ich meine endgültige Parkposition erreicht hatte. Logistische Herausforderung im Urlaub! Urlaub kann ganz schön stressig sein und in Sport ausarten. (Wovon bin ich eigentlich so dick?) Hin und wieder gönnte ich mir ein wenig Bewegung in Form von Strandwanderungen und anschließenden Besuchen der Strandbar. Und nach ein paar Tagen totalen Nichtstuns war ich so entschleunigt, dass ich raus musste! Raus auf Safari. Ab „inne Mara“.

Tiere gucken, Landschaft genießen und vielleicht noch ein paar nette Fotos machen.

Also abends am Vortag der Safari noch schnell die Safaritasche gepackt. Der Rest kam in die Reisetasche. Diese wurde dann gegen Quittung an der Rezeption deponiert. Denn offiziell checkte ich morgen früh aus. Ich musste mein Zimmer räumen. Das war natürlich so geplant. Den Aufenthalt im Strandhotel hatte ich mit ‚Leertagen‘ gebucht. Warum soll ich für ein Hotelzimmer zahlen, wenn ich gleichzeitig auf Safari bin? Und bei neun Tagen ist das schon eine ganz schöne Stange Geld

- Fortsetzung folgt –

Liebe Grüße
Papa Kenia
Teil 426. Jan. 2016
Tag 1

Gegen 6.00 nahm ich im Speisesaal noch ein kleines Frühstück ein. Dann unterhielt ich mich in der Lobby mit vier Hotelgästen, die auch heute auf Road-Safari gingen. Abholzeit für die Vier war sechs Uhr. Mittlerweile hatten wir 6.45 Uhr. Ich gehe mal davon aus, dass diese Personen doch noch ‚eingesammelt‘ wurden.

Wie gewohnt, holten mich superpünktlich wenige Minuten vor sieben Uhr zwei Mitarbeiter von WT & Safari ab. Die kurze Strecke zum Ukunda-Flughafen kannte ich bereits.

Aussteigen, rein ins Flughafengebäude, Gepäck durchleuchten lassen. Warten! Kribbeln im Bauch!

Nur wenige Leute warteten in der kleinen Wartehalle. Dann ging alles ganz schnell. Wir wurden aufgerufen. Unser Gepäck wurde zur Maschine von Mombasa Air getragen und wir durften einsteigen. Bereits um 7.50 Uhr hob die Maschine ab. Es waren nur fünf Passagiere in der Maschine. Nach gut einer Stunde Flugzeit tauchte links der Kili auf. Dieses Mal allerdings total in Wolken gehüllt. Dafür hatte ich ihn letztes Jahr super ablichten können.

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Nach insgesamt gut 2 Stunden Flugzeit landeten wir auf dem Kichwa Tembo Airstrip. Bereits beim Landen spritzte der Matsch bis an die Fensterscheiben. Kein gutes Omen.

Erster Eindruck nach der Landung: El Nino lässt grüßen. Jedes Mal wenn ich in der Mara bin regnet es. Aber El Nino und ich zusammen? Keine gute Kombination! Dabei kann nicht viel Gescheites rumkommen!

Am Strand hat die Sonne einem fast die Birne weggefetzt. Es war nicht extrem heiß, so um die 33 oder 34 Grad, aber es war in der ersten Woche fast windstill. Und das bei 80% Luftfeuchtigkeit. Duschen? Sinnlos!!

Und hier in der Mara? Alles grün, Gräser fast 70 cm hoch. Pfützen, Wasserflächen und Schlamm und Matsch überall. Angeblich hat es wohl seit Wochen täglich geregnet!

Immer wieder hatte ich in den letzten Tagen Kontakt zu anderen Urlaubern oder bekam Gesprächsfetzen mit:

„In die Masai Mara? Lass es sein! Es regnet nur!“
„Das Gras steht meterhoch. Wir haben in zwei Tagen nicht einen Löwen gesehen!“
„Wir hatten Dauerregen.“
„Spar dir das Geld. So schlechtes Wetter hatten wir noch nie!“

Frust machte sich in mir breit.

Mein Lieblingskellner Ali gab mir einen Tipp: Schau mal bei xxxx (ich habe leider vergessen, wie die Seite heißt) nach. Die haben mit ihren Vorhersagen immer Recht.

Toll Ali! Die Aussichten: Morgens Regen, Schauer; nachmittags Schauer, Gewitter, Regen. Und das für die nächsten 14 Tage!

Und nun stand die Maschine hier im Matsch auf dem Kichwa Airstrip. Ich verließ als einziger die Maschine, die übrigen Mitflieger wollten allesamt ins Governors Camp und mussten noch ein paar Minuten weiterfliegen.

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Am Flieger holte mich James ab. Es war regnerisch, diesig, nebelig und unangenehm.

Das Kilima Camp liegt außerhalb des Nationalparks. Die Fahrzeit vom Oloololo Gate bis zum Camp dauert ungefähr 20 Minuten. Bereits auf der Fahrt zum Camp zeigten sich die ersten Tiere. Aber wegen der Feuchtigkeit ließ ich meine Kamera in der Tasche.

Gegen 12 Uhr kamen wir im Camp an. Die Angestellten begrüßten mich freundlich und stellten sich namentlich vor. Das waren dann Paul, Peter und ‚Mombasa‘. Mombasa deshalb, weil er dort geboren wurde und sein eigentlicher Name unaussprechlich ist.

Das Camp liegt auf der Oloololo-Anhöhe im Westen der Mara. Es befindet sich 1800 m über dem Meeresspiegel. Man hat von hier oben einen ganz tollen Panoramablick auf die darunterliegende Mara-Ebene. Das Camp hat 15 Zelte und ist nicht eingezäunt. Mir wurde das Zelt mit der besten Aussicht zugeteilt. Soweit man an diesem Tag von Aussicht reden konnte. Denn es war total wolkig und trüb. Die Zelte stehen ca. sieben Meter auseinander. Zwischen einigen ist aber auch ein Abstand von gut 20 Metern.

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Das Zelt machte einen guten Eindruck auf mich! Der reine "Wohnbereich" beläuft sich auf etwa 25 qm. Nach hinten grenzt dann noch das Bad mit geschätzten 12 qm an.

Fasziniert hat mich der Safe. Das war nämlich die Truhe, die vor dem Bett stand. Da passten zehn Fototaschen rein. Das Vorhängeschloss war das größte, das ich jemals in Händen hatte.

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Da der Gamedrive für 15 Uhr angesetzt war, ließ ich es langsam angehen und packte die Reisetasche noch nicht aus! Sondern schlenderte erst mal zum Mittagessen und merkte wiederholt, dass das Zelt verdammt weit weg vom Haupthaus war. Und dann kam wieder das, was kommen musste. Meine ohnehin kaputte Lunge wollte nicht mehr. Wie jedes Jahr kam ich mal wieder mit der Höhenluft nicht klar. Tschüss Lunge!

Also fragte ich, ob ein Tausch gegen ein anderes Zelt, welches näher zum Restaurant liegt, möglich sei. Das war überhaupt kein Problem. Während ich mir das Essen schmecken ließ, erledigte ein Angestellter meinen Umzug.

Auch wenn das neue Zelt nun näher zum Restaurant lag, meine Lunge galoppierte trotzdem. Von nun an ließ ich es ganz "pole pole" angehen. Und jedes Mal wenn es auf Pirschfahrt ging, kam einer der Angestellten und trug sogar meine Fototasche bis zum Fahrzeug. Das war mir schon bald peinlich. Aber ich war dafür sehr dankbar.

Bei der ersten Fahrt hatte ich das Fahrzeug für mich allein. Und James stellte sich als sehr kompetenter und geduldiger Fahrer heraus. Wir waren schnell auf einer Wellenlänge.

Trotzdem: Den Drive cancelte ich um kurz vor vier. Es machte keinen Spaß. Es war kalt. Ich fror. Es nieselte. Ich hatte Frust. Ich wollte mich nur noch besaufen!

Gegen 16.30 waren wir wieder im Camp. Außer mir war noch eine Familie aus Nairobi anwesend. Vater, Mutter und 2 Töchter.

Nach dem Abendessen und zwei weiteren Tusker war ich fertig mit Schönschreiben. Mein Bett rief nach mir.

- Fortsetzung folgt -

Liebe Grüße
Papa Kenia
Teil 527. Jan. 2016
Tag 2

Nachts hörte ich den Regen auf das Dach prasseln. ‚Das kann ja heiter werden‘ schoss mir so durch den Kopf.

Um sechs Uhr stand ich auf. Es hatte Gott sei Dank aufgehört zu regnen und ich stiefelte Richtung Haupthaus zum Frühstück, wo die kenianische Familie schon am Tisch saß.

Kurze Zeit später erschienen noch zwei Franzosen. Die beiden waren gestern Abend noch recht spät mit einem Safarifahrzeug nebst Fahrer aus Nairobi gekommen und wollten heute aber lieber die Kenntnisse eines Camp-Fahrers in Anspruch nehmen.

Mit diesen beiden teilte ich mir heute also das Fahrzeug. Beide sprachen schlecht englisch und so wurde es eine ‚Gestiktour‘. Spaß hatten wir trotzdem.

Kurz vor halb acht saßen wir im Landcruiser und James fuhr mit uns Richtung Oloololo Gate.

Zum Fotografieren war es noch zu dunkel. Die Fotomotive ließen aber auch auf sich warten. Daher war das mit den Lichtverhältnissen nicht ganz so dramatisch.

Büffel & Co., Impala, Perlhühner und Wasserböcke würde ich wohl noch genug zu sehen bekommen.

Gegen halb neun sichteten wir dann die beiden ersten Löwenjungen. Die beiden warteten wohl auf Mama.

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Ab 10 Uhr klarte der Himmel dann auf. Durch Wolkenlücken kamen die ersten Sonnenstrahlen! Die Wärme tat richtig gut!

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Während der Fahrt meine James: ‚Heute fahren wir nach Tansania! Habt ihr eure Ausweise dabei?‘ Das mit den Ausweisen war natürlich ein Scherz. Das mit Tansania nicht. 12 Uhr mittags erreichten wir die Grenze nach Tansania. Wo ein einsamer Grenzstein die Grenze zwischen den beiden Ländern markierte.
Auf der Weiterfahrt sahen wir eine kleine Gruppe Zebras sowie einige Hyänen.

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Anschließend machten wir es uns unter einem der ‚picnic trees‘ gemütlich. Nachdem Tisch und Stühle aufgebaut und wir uns das Essen schmecken ließen, meinte James so beiläufig ‚wir werden beobachtet‘.

Er zeigte auf einen Punkt in rund 400 Metern Entfernung. Da konnte man eine Löwenmähne erahnen. Ich habe einfach geglaubt was die anderen erzählt haben. Erkannt hatte ich mit meinen alten, europäischen Augen überhaupt nichts!

Wir verkürzten die Mittagspause, luden alle Sachen wieder ins Auto und fuhren Richtung Löwe. Löwenbesichtigung ist wichtiger als essen.

Einige Meter hinter dem vor uns ausgemachten Löwen lag noch ein zweiter. Als sich die beiden hinlegten und keine Anstalten mehr machten sich zu bewegen, fuhren wir weiter.


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Wir sahen noch eine Gepardin. James meinte, dass diese 4 Babys hat. Aber die waren wegen des hohen Grasbewuchses leider sehr schlecht auszumachen.

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Endlich! Es gibt sie doch noch! E-LE-FAN-TEN!! Juhuuu!!! Und bei der ersten Sichtung sofort mehr als bei meinem letzten Mara-Aufenthalt zusammen.

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Und einige andere der üblichen Verdächtigen.

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Gegen 16 Uhr waren wir dann wieder im Camp. Hier genoss ich erst mal ein Tusker. Und stellte fest, dass die Tiersichtungen für den ersten Tag ganz zufriedenstellend waren. Den gestrigen Tag hatte ich bereits abgehakt.

Nach einem leckeren Abendessen rief mein Bett wieder recht früh nach mir!

- Fortsetzung folgt -

Liebe Grüße
Papa Kenia
Teil 628. Jan. 2016
Tag 3

Den ersten Drive hatte James heute für acht Uhr angesetzt. Meiner Meinung nach zu spät. Aber wie sich herausstellte, war das so schon vernünftig. Der Himmel war wieder wolkenbehangen und es wäre bestimmt nicht einfach gewesen, bei diesen Lichtverhältnissen am frühen Morgen vernünftige Aufnahmen zu schießen.

Also wurde heute erst mal ausgiebig gefrühstückt bis es dann um acht Uhr losging.

Die beiden Franzosen waren heute Morgen noch mit an Bord. Nach dem Mittag würden die beiden aber weiterreisen.

Je später es wurde, desto mehr klarte der Himmel auf.

Wir hatten das Gate passiert und waren rund 30 Minuten gefahren, da sahen wir einen Leoparden. Aber so weit weg, dass ich nur noch die Kamera hochreißen und abdrücken konnte. Und so erwischte ich nur noch die Hinterbeine und den Schwanz. Das war dann also nix mit dem Leo. Aber immerhin: „Leo“ gesichtet.

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Auf der weiteren Suche nach dem Leoparden erblickten wir diesen Einzelgänger.

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Büffel und Pumba posierten ebenfalls am Wegesrand.

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Gegen halb 10 waren wir in einem bewaldeten Gebiet unterwegs und stießen auf diese Elefantenherde.

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Teil 728. Jan. 2016
Und dann kam der Höhepunkt des Tages.

Hängt faul im Baum? Was ist das? Richtig. Ein weiterer Leopard.

James mit seinen Adleraugen hatte ihn trotz der Entfernung entdeckt. Wir steuerten mit unserem Fahrzeug dem Baum entgegen. Aber auch dieser Leopardenbaum war sehr weit von der Straße entfernt und es war schwer, hier fototechnisch etwas Gutes herauszuholen. Daher sind die ersten Aufnahmen nicht so prickelnd.

Leo hing da also faul vor sich hin. Bis er meinte, herzhaft gähnen zu müssen. Er erhob sich. Schaute sich nach allen Seiten um und entschloss sich, vom Baum herunter zu klettern.

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Den letzten Meter sprang er. Und dann war er weg. Das Gras machte ihn unsichtbar. Wir vier Insassen suchten vergeblich das Gras ab. Ausmachen konnte ihn aber niemand von uns.
Doch plötzlich tauchte er auf. Ganz kurz vor uns. Er blickte zu mir in die Kamera. Ich betätigte den Auslöser was das Zeug hielt und „Krass! Krass! Krass!“ – Leo war fotografiert!

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Dann schlenderte er auf die andere Straßenseite und tauchte hier unter. Hin und wieder sahen wir noch seine Schwanzspitze. Wir warteten und hofften, dass er nun einen abgestorbenen Baum erklettern würde. Diesen Gefallen tat er uns aber nicht. Er blieb für uns unsichtbar irgendwo im Gras liegen.

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Das war schon mal ein wirkliches „Highlight“. Aus dieser Distanz hatte ich noch nie einen Leoparden fotografieren können.

Es folgte im weiteren Verlauf noch ein einsamer Elefant.

Zwei Topis lieferten sich einen Machtkampf.

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Wir sahen noch Hyänen und Giraffen und fuhren zu guter Letzt zum Mara River runter.

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Kurz nach eins waren wir rechtzeitig zum Mittagessen wieder im Camp. Nach dem Essen verabschiedeten sich die Franzosen. Sie wurden zum Flieger gebracht. Und ich war „King oft he camp“ wie Mombasa sagte. Denn ich war nun der einzige Gast in dieser Anlage.

Die Zeit zwischen Mittagessen und Nachmittagsdrive nutzte ich für einige Aufnahmen und genoss die gigantische Aussicht von hier oben.

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James und ich fuhren 15.30 Uhr noch mal in den Park. Die Wolken hatten sich heute Mittag fast vollständig verzogen. Es war mittlerweile sonnig und richtig heiß!

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Nachmittags konnten wir ein weiteres Mitglied der ‚Big Five‘ sichten. Mama Rhinozeros mit Baby. Aber auch hier das Problem mit der weiten Entfernung und dem hohen Gras. Vom Baby war nur ganz kurzzeitig etwas zu sehen. Es war meistens vom Gras verdeckt. Offroad war in dieser Gegend verboten und wir hielten uns auch daran. Daher gibt es auch keine Fotos.

- Fortsetzung folgt -

Liebe Grüße
Papa Kenia
Teil 829. Jan. 2016
Tag 4

‚King of the camp‘ zog um kurz vor 7 Uhr den Reißverschluss vom Zelt hoch. Die Sonne blendete mich. Das Mara Plateau lag unter einer Nebeldecke. Meine meteorologischen Kenntnisse sagten mir: ‚Der Tag wird gut‘. Es schien heute ‚Mara Wetter‘ zu werden.

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Ich ging zum Frühstück und gegen viertel vor acht fuhr ich mit James zu einem Gangtagesdrive los.

Wir waren noch keine fünf oder zehn Minuten gefahren, da stolperten wir über insgesamt 17 Giraffen, die sich hier oben ganz nah beim Camp aufhielten. Leider war es noch zu diesig zum Fotografieren. Das Licht war noch nicht optimal. Heute war wohl Giraffentag. Im Laufe des Tages sahen wir noch ein paar Gruppen oder Herden von jeweils 8 bis 14 Giraffen. Ich habe leider nicht mitgezählt, wie viel Giraffen wir heute gesehen haben. Leider habe ich auch zu wenig fotografiert.

Am Gate machte ich noch einige Aufnahmen und dann fuhren wir in den Park. Es ist immer wieder auch dieses wahnsinnig tolle Landschaftsbild das mich fasziniert. Beim Anblick dieser Landschaft bin ich hin und weg!

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Was sahen wir heute? Die üblichen Verdächtigen.

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Elefanten, Elefanten und Elefanten. Wenn ich einem erzähle, dass ich letztes Jahr in 9 Tagen Mara-Aufenthalt nur eine Handvoll Elefanten gesehen habe, so glaubt mir das kein Mensch. Aber dieses Jahr wurde ich entschädigt. Elis stehen auf meiner Tierbeliebtheitsrangliste nun mal auf Platz 1.

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In der Gegend vom Little Governors Camp stießen wir erneut auf das Nashorn von gestern. Baby war natürlich auch dabei aber genauso wenig auszumachen wie gestern. Lediglich Rhino-Mama konnte man ein wenig deutlicher erkennen.

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James wollte anschließend noch mal zum Mara Fluß runter. Auch hier stießen wir noch mal auf Löwen. Papa ging das Ganze gar nichts an. Mama machte es sich auch im hohen Gras gemütlich. Lediglich ein von zwei Jungen kam neugierig aus dem Gras hervor.

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Zwischendurch immer wieder diese galaktische Landschaft!!

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Der Fluss hatte uns heute außer ganz, ganz viel Wasser nichts Neues zu bieten. Wir fuhren weiter. Und kamen in eine, wie James sagte, Löwengegend. Irgendwann wusste ich gar nicht mehr auf welches Objekt der Begierde ich meine Kamera anlegen sollte. Dieses Heranschleichen der Löwen war der Hammer. Einerseits fast grazil, andererseits geballte Kraft. Das war so hammermäßig! Dabei waren das noch Babys! Gemäß den Angaben von James waren diese Babys drei Jahre alt!

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Teil 929. Jan. 2016
Als ob das noch nicht genug war. Auf die Löwen folgen Geparden. Eine Gepardin mit ihrem Nachwuchs. Die Gepardin vom Vortag. Angeblich waren diese vier Jungtiere ebenfalls drei Jahre alt. Es war faszinierend, wie geschmeidig diese Tiere sich bewegen!

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Die Mittagspause machten wir am Mara Fluss. Hier führte eine Brücke über den River. Obwohl ich jetzt mehrfach in der Mara war; hier bin ich noch nie gewesen. Ich hatte auch keine Ahnung, wo wir uns genau befanden. Ich war absolut orientierungslos. Aber James musste ja fahren! Und der kannte sich aus.

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Auf dem Rückweg kam uns doch tatsächlich ein Schulbus entgegen. So etwas hatte ich auch nicht für möglich gehalten. Ich fragte James, ob das denn wirklich ein Schulbus sei. Das würde zwar am Fahrzeug stehen, aber so richtig glauben konnte ich das nicht.

„Doch! Doch!“ sagte James. „Hin und wieder kommt es von, dass aus den umliegenden Dörfern mal ein Bus in den Park fährt.“

Die beiden Fahrer unterhielten sich. Der Fahrer des Busses fragte James nach Löwen. Die Insassen wussten nicht so recht, wie sie mich einordnen sollten. Einige Kinder und Lehrer starrten mich an. Andere winkten fröhlich. Eine Lehrerin zückte ihr Smartphone und machte ein Foto von mir.

James lachte sich schlapp. „Ich glaube, du bist der erste Weiße den die in ihrem Leben gesehen haben“. Innerlich fing ich auch an zu grinsen, als ich mir vorstellte, wie die Lehrerin ihr Smartphone durch die Reihen reichte und sagte: „DAS ist ein mzungu!“

Ansonsten verlief der Nachmittag relativ unspektakulär. An Elefanten hatte ich mich zwischenzeitlich ja wieder gewöhnt. Das war nichts Außergewöhnliches mehr.

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Irgendwann zwischen vier und halb fünf waren wir wieder im Camp.

Zwischenzeitlich waren aus Norden dicke, fette, fiese Wolken aufgezogen. In einiger Entfernung tanzten die Wasserkegel um uns herum. Blitze zuckten. Es donnerte. Unser Camp blieb aber vom Regen verschont.

Nach einem tollen Abendessen und ein wenig Alkohol ging es dann ab in die Federn. Dies war bereits die letzte Nacht in diesem Camp.

- Fortsetzung folgt -


Liebe Grüße
Papa Kenia
Teil 1030. Jan. 2016
Tag 5

Heute stand mir ein Umzug bevor. Daher hätte ich bis 7 Uhr ausschlafen können. Doch die Macht der Gewohnheit trieb mich bereits wieder kurz nach 6 aus den Federn.

Frühstücken, Tasche packen, ein letzter Blick von der Terrasse in die schier unendliche Weite, Getränke bezahlen, Trinkgelder verteilen und dann noch ein wenig mit den Bediensteten unterhalten.

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Es folgte eine herzliche Verabschiedung! Kurz vor 9 Uhr fuhr dann ein Wagen vom Royal Mara Camp vor. Der Fahrer stellte sich als Bernhard vor. Er war aber kein Angestellter des Camps sondern nur beauftragt, mich zu holen. Bernhard hatte vor zwei Jahren im Kilima Camp gearbeitet. Daher war die Begrüßung zwischen den Angestellten und Bernhard recht herzlich.

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Das Kilima und das Royal Mara liegen ungefähr 20 km auseinander. Wir verließen die Oloololo Gegend und fuhren über die Mara Brücke in die Mara North Conservancy.

Wir kamen an einigen Massaihuetten und Vieherden vorbei. Die Gegend wurde ein wenig bewohnter, aber auch irgendwie trostloser. Dann änderte sich das Landschaftsbild wieder. Ich war angenehm überrascht. Landschaftlich war nun kein Unterschied zwischen dem eigentlichen Park und hier festzustellen. Ich hatte mit die North Conservancy anders vorgestellt. Ich kann nicht sagen wie, aber eben anders.

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Nach gut 2 Stunden Fahrzeit (die Strecke war teilweise eine Katastrophe) fuhren wir am Royal Mara Camp vor.

Der Manager James begrüßte mich und begleitete mich zur Rezeption. Hier galt es noch kurz einzuchecken.

Das Camp ist klein und verfügt über insgesamt acht Zelte. Am Campeingang befindet sich die Rezeption. Am anderen Ende das Restaurant sowie ein Souvenirshop. Und dazwischen liegen verteilt die acht Zelte.

Von der Lage des Camps war ich sofort voll begeistert. Nur wenige Schritte von der Rezeption entfernt befindet sich an einer Schleife des Mara eine Aussichtsplattform mit Blick auf einen Hippopool. Hier tummelten sich etliche Hippos.

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Teil 1130. Jan. 2016
James stellte mir noch meinen Roomsteward Moses sowie Reagan vor. Reagan, einer von 3 Rangern, die das Camp bewachten, Moses und James brachten mich anschließend zum Zelt.

Ich bekam Tent 7 – Chui (Leopard). Mit Aussicht auf Hippos und Krokodile.

Und was dann kam, übertraf alles was ich erwartet hatte.

Das Zelt steht auf einer ca. 110 qm !!!!! großen Holzplattform, die auf ca. 1 m hohe Holzstelzen gesetzt ist. Es ging nun wenige Stufen hinauf zur Plattform. Hier standen in einer Relaxing-Zone zwei saugemütliche Liegen, wie ich in den kommenden Tagen mehrfach feststellen konnte. Außerdem befanden sich ein Tisch sowie zwei Stühle auf der Terrasse. Und es bot sich ein herrlicher Blick auf den Mara Fluss.

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Moses das Zelt! Halleluja! Was war das denn? Ein Wohn- u. Schlafgemach von knapp 40 qm Größe. Möbliert mit einem Doppelbett aus Knüppelholz. Zwei kleinen Sofas, einem Tisch und einem Stuhl, einem Garderobenschrank sowie einem Sekretär mit Stuhl davor. Fast alle Holzteile waren mit aufwändigen Handschnitzereien versehen.

Daran angrenzend folgte das Bad mit zwei Waschgelegenheiten. Auch hier wieder liebevolle Schnitzereien und Tierfiguren. Auf der gegenüberliegenden Seite stand noch ein Zustellbett. Zu guter Letzt kam man dann durch einen kleinen Flur zu der sehr geräumigen und wandhoch gefliesten Duschkabine. Im letzten Raum war dann noch Toilette sowie Bidet. Der gesamte Badbereich hatte noch mal gute 20 qm.

Wo war ich denn hier gelandet? Erst jetzt begriff ich so langsam, was Jonathan mir empfohlen hatte.

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Das Camp ist nicht eingezäunt und wird rund um die Uhr von zwei oder drei Askari bewacht. Diese sind sogar mit Gewehren ausgestattet. Eben weil das Camp nicht eingezäunt ist, verirren sich hierher schon mal Giraffen, Warzenschweine, Gazellen, Zebras und Elandantilopen. Aber auch wohl hin und wieder Löwen! Selbst tagsüber wird man auf Tritt und Schritt von einem der Askari begleitet!

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Nach dem köstlichen Mittagessen unter freiem Himmel ging es dann auf die erste Pirschfahrt. Mein Fahrer stellte sich als Emanuel vor. Dann war noch ein Beifahrer namens Franzisko mit von der Partie.

Wir waren noch nicht ganz eine halbe Stunde gefahren, da standen wir mitten in einer Elefantenherde. Die Tiere sahen alle ziemlich relaxt aus und zogen in nächster Nähe an unserem Fahrzeug vorbei.

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Alsbald zog eine schwarze Gewitterfront auf. Gegen halb fünf schüttete es wie aus Eimern. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorbei.

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Abends zum Abendessen war für zwei weitere Gäste eingedeckt. Ich unterhielt mich nach dem Essen noch ein wenig mit diesem amerikanischen Pärchen. Ging dann aber doch wieder zeitig Richtung Zelt um Bubu zu machen.

- Fortsetzung folgt -

Liebe Grüße
Papa Kenia
Teil 1231. Jan. 2016
Tag 6

Ich wurde von Flusspferdgeräuschen geweckt. Und von Moses, der sich draußen bemerkbar machte. Er brachte mir um 6 Uhr eine Kanne Kaffee. Im Zwielicht sah ich einige Hippos, die von ihrem nächtlichen Ausflug zurück in den Fluss stiegen.

Es war wieder wolkig. Aber es sah nicht übel aus. Nur - der Tag sollte langweilig werden.
Kurz vor halb sieben machte ich mich Richtung Safarifahrzeug auf den Weg.

Selbstverständlich stand Reagan blitzartig neben mir. Nahm mir die Fototasche ab und wir gingen zum Fahrzeug.

„Wo sind die beiden Amerikaner?“ – „Die wollen lieber ausschlafen!“

Geht’s noch? Kommst der Tiere wegen nach Afrika und bevorzugst es dann auszuschlafen statt auf Gamedrive zu gehen?

Aber was soll’s? Mir sollte es egal sein. So hatte ich wieder das ganze Fahrzeug für mich allein.
Emanuel, Franzisko und ich fuhren einem tollen Sonnenaufgang entgegen! Das Landschaftsbild glich an diesem Morgen einem Gemälde

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Heute Vormittag sahen wir eine Gepardin. Sie saß auf einem Hügel und starrte fast regungslos auf ein Impala-Weibchen. So nach und nach versammelten sich 5 Fahrzeuge um die Gepardin. Aber kein Fahrzeug versperrte ihr den Blick bzw. Weg.

Und dann ging alles ganz schnell. Die Gepardin machte sich klein. Glitt einen Meter den Hügel hinunter. Bewegte sich grazil und wurde immer schneller bis sie Höchstgeschwindigkeit erreicht hatte. Man sah das Gras wippen und man konnte nur erahnen, dass sie ihr Opfer erwischt hatte. Das hohe Gras verdeckte mal wieder fast alles.

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Teil 1302. Feb. 2016
Tag 7

Der Tag begann wiederum mit einem prachtvollen Sonnenaufgang. Seit 6.30 Uhr saß ich wieder allein mit meinem Fotogeraffel im Wagen. Es war kalt. Sehr kalt. Man konnte seinen eigenen Atem sehen.

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Wir trafen wieder auf das Löwenrudel von gestern. Es waren zehn oder elf Babys im Alter von drei Jahren. King Lion frühstückte noch und ließ auch keins der Jungtiere an seinem Fresschen teilhaben. Im Gegenteil, er teilte ordentlich Prankenhiebe aus als sich hin und wieder eins von den Kleinen näherte.


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Einige Schakale kamen voller Erwartung neugierig heran. Aber auch für sie fiel vorerst kein Happen ab.

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Irgendwann wurde es dem Pascha wohl zu bunt. Das Rudel wurde mittlerweile auch von vier Safari-Fahrzeugen umringt. Er schnappte sich das, was vom Büffel übrig war und steuerte mit der Beute auf eine nahegelegene Buschgruppe zu.
Und dann ergab sich ein Foto, das einem deutlich machte, dass man hier außerhalb des Parks war und dass hier auch schon mal Massai unterwegs sind.

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Emanuel hatte sich wohl als Ziel gesetzt, mir einen Leoparden zu zeigen (vorab: es blieb beim Vorsatz!). Und so steuerten wir in ein Gebiet, das wohl als Leopardenterrain bekannt ist. Die weiteren Tiersichtungen waren heute Morgen nicht sonderlich ergiebig (oder ich war schon zu verwöhnt?!) und so kamen wir um die Mittagszeit wieder im Royal Mara Camp an.

Ich war noch nicht ganz im Zelt, da kam wieder dieses „Hälllooo!“ Moses stand wieder mit hinter mir. Bewaffnet mit 2 Handtüchern. Er würde gerne die Handtücher wechseln. Wollte er mir erzählen, wie toll er war? Oder wollte er Trinkgeld? Doch wohl nicht für jeden Handschlag!?! So ganz allmählich ging er mir auf die Nerven. Aber richtig!

Ich entriss ihm die Handtücher und sagte ihm, dass er dafür fünf Stunden Zeit gehabt hätte. Ich würde die Handtücher nun selbst ins Bad bringen. Und im Übrigen: „I will shit now! Alone!“.

Aber auch das interessierte ihn nicht. Moses machte keine Anstalten zu verschwinden. Ich packte ihn an Arsch und Kragen, schob ihn vor die Tür, knallte die Tür zu und verriegelte diese.
Das sollte eigentlich gereicht haben.

Denkste! Nicht bei Moses! Der ist wie Teflon! Da prallt alles ab!

Zum Mittagessen war wieder unter schattenspendenden Bäumen gedeckt. Natürlich mit Blick auf den Mara! Schon jetzt tauchte Moses wieder auf und holte sich mein o.k., dass er ins Zelt konnte. Was er da wollte, ich habe es nicht feststellen können. War mir auch mittlerweile egal.

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Nach dem Essen nahm ich Kontakt auf zu einer amerikanischen Familie, die heute Vormittag angekommen war. Es waren sehr nette Leute. Vater, Mutter, Sohn und zwei Töchter. Wir aßen getrennt zu Mittag, weil die Tische von den Kellnern so eingedeckt waren. Anschließend saßen wir dann noch gut eine Stunde zusammen und haben uns angeregt ausgetauscht.

Bevor ich dann meine Liegen auf der Terrasse behelligte, machte ich noch einige Aufnahmen.

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Da sich der Himmel zwischenzeitlich übel bezog, wurde der Nachmittagsdrive kurzfristig auf 3 Uhr vorverlegt.

Die Amerikaner bekamen ein eigenes Fahrzeug mit Fahrer und ich hatte nach wie vor ein ganzes Fahrzeug für mich alleine.

Der Drive an sich war völlig unspektakulär. Außer Gras und dunklen Wolken war heute Nachmittag nicht viel erkennbar. Wir cancelten den Drive dann gegen 5 Uhr, denn es begann wie aus Eimern zu schütten.

Ich besorgte mir ein Tusker und konnte dann nach einer erfrischenden Dusche endlich mal Bilder sichten und Datensicherung machen.

Bis Moses kam und wieder etwas im Zelt erledigen wollte. Ich sagte ihm ganz klar, dass er das morgen erledigen könne. Allmählich machte er mich wahnsinnig.

Zum Abendessen hatte man heute im ‚Restaurant‘ gedeckt. Der Regen war nicht mehr so brutal, aber es nieselte noch und es war recht unangenehm feucht.

- Fortsetzung folgt -

Liebe Grüße
Papa Kenia
Teil 1403. Feb. 2016
Tag 8

Nachts schüttete es wieder wie aus Eimern. Hin und wieder wurde ich wach und hörte den Regen auf’s Dach prasseln.

Ich war schon abmarschbereit als um 6 Uhr wieder dieses leise „Hälllooo!“ ertönte. Ich öffnete Moses die Tür, er stellte mir Kaffee und Plätzchen auf den Sekretär und wollte mich wieder in ein Gespräch verwickeln. Aber nicht morgens um 6! Nicht mit mir! Ich sagte ihm unmissverständlich, dass er nun gehen soll. Er wünschte mir ein langes Leben. Ich bedankte mich und dachte ‚aber bitte ohne dich‘.

Emanuel hatte mir gestern mitgeteilt, dass wir heute Morgen keine große Tour machen könnten. Wir würden bereits gegen neun Uhr im Camp zurück sein. Danach müsste er zwei Leute vom Airstrip abholen. Und nachmittags wären wir dann zu dritt im Auto.

O.K. Damit kann ich leben.

Es war wieder ein toller Sonnenaufgang!

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Wir fuhren heute Morgen aber nicht, wir rutschten. Die Erde war so schlammig und matschig, dass wir nur so durch die Gegend schleuderten. Nach ca. 90 Minuten hatte es sich ausgeschleudert. Das rechte Vorderrad wollte geradeaus fahren, das linke lieber eine Rechtskurve. Und da sich die Räder nicht über die Richtung einig wurden, blieb Emanuel einfach stehen!

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Ich tippte auf Radaufhängung oder Achsschenkel (bin aber kein Kfz-Mechaniker). Emanuel erklärte mir zwar auf Englisch, was das Problem sei, aber so gut sind meine Kenntnisse nun doch nicht. Für Emanuel war es aber wohl nicht das erste Mal.

Er nahm es gelassen. Zog sein Handy aus der Tasche und versuchte das Fahrzeug der Amerikaner zu erreichen.

Simon, der Fahrers des anderen Fahrzeugs, kam dann mit den Amerikanern an Bord gut 40 Minuten später bei uns an. Ich stieg ins andere Fahrzeug um und musste mir dumme Sprüche anhören. Natürlich war alles nett gemeint und ins Lächerliche gezogen. Aber wegen dieses Zwischenfalls verlängerte sich meine Pirschfahrt um gut zwei Stunden. Wir kamen rechtzeitig zum Mittagessen im Camp an.

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Für Emanuel war anderweitig Hilfe unterwegs und er stand uns nachmittags wieder zur Verfügung.
Beim Mittagessen waren wir nun mit 3 Parteien im Camp. Die beiden von Emanuel angekündigten zwei Leute waren mittlerweile auch anwesend.

Auf jeden Fall waren die beiden Neulinge Deutsche. Ich gab mich als Landsmann zu erkennen und war froh, nach nunmehr 8 Tagen mal wieder meine Muttersprache testen zu können.

Anschließend wollte ich endlich mal zur Rezeption und hier einige Fotos machen. Der Askari Joseph begleitete mich.

Nachmittags teilte ich mir mit den beiden Deutschen das Fahrzeug. Um uns herum nur die üblichen Verdächtigen. Emanuel hielt nun für jedes Tier an (die ich alle schon kannte und fotografiert hatte). Aber dafür hatte ich natürlich Verständnis. Für die beiden war es die erste Safari seit sieben Jahren. Die beiden hatten eben Nachholbedarf.

Wir erlebten noch hautnah einen Kill mit. Ob hier ein Löwe eine neue Taktik entwickelt hat? Eine Löwin lag neben einem Ausgang einer Warzenschweinhöhle und schaute gelangweilt um sich. Dann ging alles blitzschnell. Da kam wohl ein Warzenschwein aus der Höhle, die Löwin schnellte blitzschnell herum und packte sich das arme Schwein. Der Todeskampf währte so 10 Minuten lang. Dann war es still.

Ich hatte Emanuel in den letzten Tagen erlaubt, meine 2. Kamera zu benutzen. Und so war es mittlerweile selbstverständlich, dass er diese Kamera vorne bei sich hatte. Und er fotografierte, was das Zeug hielt. Für mein Teleobjektiv waren wir zu nah am Geschehen, so dass ich fest an die Fotos von Emanuel glaubte. Das war leider eine Fehleinschätzung. Alle Bilder waren total verwackelt. Wie er das geschafft hat ist mir ein Rätsel. So gibt es hiervon leider keine Bilder.
Wir fuhren weiter. In ein Waldstück, dass auch von einem Leoparden bevorzugt wird. Hier kreisten mehrere Fahrzeuge. Gesehen haben wir aber nichts. Leider!

Es war inzwischen kurz nach fünf. Um uns herum zogen wieder einmal dicke Gewitterwolken auf.
Und dann geschah es. Emanuel wollte den Wagen eine kleine Anhöhe rauffahren. Wir rutschten weg, die Hinterräder buddelten sich ein. Emanuel gab noch mehr Gas. Der Matsch spritzte bis ins Fahrzeug. Wir steckten hoffnungslos fest.

Es begann zu regnen. Emanuel und Franzisko stiegen aus, suchten Steine und Knüppel um diese unter die Räder zu legen.

Simon, Fahrer des zweiten Fahrzeugs, befand sich gut 200 m weiter von uns entfernt und kam uns zu Hilfe.

Wir Insassen wollten alle aussteigen und helfen. Aber wir wurden vehement zurückgewiesen.
Die drei versuchten nun, das Fahrzeug irgendwie flott zu bekommen bzw. abzuschleppen. Es war sinnlos. Also hieß es mal wieder – umsteigen!

Die Amerikaner lachten sich schlapp und sparten natürlich nicht mit dummen Sprüchen! Es wurde eine lustige Rückfahrt.

Abends im Camp sagte ich den Amerikanern, sie brauchten nun keine Angst mehr haben wenn sie mich sehen. Es könnte nun nichts mehr passieren. Ich würde morgen zurück fliegen.
Wir alle zusammen verbrachten noch einen netten Abend.

- letzter Teil folgt -

Liebe Grüße
Papa Kenia
Teil 1505. Feb. 2016
Tag 9 (letzter Tag)

Ein letztes Mal ging es heute auf Pirschfahrt.

Wir hielten für die anderen beiden Deutschen bei den Hyänen, wo ich in den letzten Tagen mehrfach vorbeigekommen war.

Anschließend sichteten wir ein Hippo. Es war sehr weit vom Mara entfernt. Aber es gab in nächster Umgebung jede Menge Matsch und Schlammlöcher. Vielleicht war er da zu Hause.

Neben Zebras und Büffel erspähten wir noch einen Marabu.

Dann sah ich die letzten Löwen meiner diesjährigen Tour. Die beiden steuerten auf ein Rudel Impala zu. Hatten aber wohl keine Lust zur Jagd und schlenderten Richtung nächstgelegenem Wäldchen.

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Teil 1605. Feb. 2016
Gegen zehn waren wir wieder im Camp. Die Amerikaner waren zwischenzeitlich ebenfalls von ihrer Pirschfahrt zurückgekehrt. Auch diese würden nachher zurück nach Nairobi fliegen und von da aus in die Staaten.

Ich ließ mir das Frühstück schmecken. Unterhielt mich noch kurz mit den Amerikanern und den beiden Deutschen und tigerte dann Richtung Zelt um noch mal zu duschen. Dann war es Zeit die Tasche zu packen.

Heute Morgen hatte ich Moses gesagt, dass ich das Zelt ca. 12 Uhr räumen würde. Er könne dann sauber machen.

Punkt 12 Uhr tauchte er dann auch auf. Ich gab ihm sein Trinkgeld und gab ihm zu verstehen, dass sein Verhalten nicht ganz so der Brüller gewesen wäre. Wir haben uns trotzdem die Hände gereicht und lächelnd verabschiedet.

Es gab noch ein Mittagessen und nachdem ich mich von allen verabschiedet hatte, brachte mich Emanuel zum Airstrip.

Das war so gegen ein Uhr. Eine viertel Stunde später kamen wir am Flughafen an. Die Maschine stand da. Pilot und Co-Pilot waren auch anwesend. Sie packen meine Reisetasche sofort in den Flieger und obwohl der Flug erst für 14 Uhr angesetzt war, hoben wir bereits kurz vor halb zwei ab.

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Wir machten noch 2 Zwischenstopps und waren nach dem 2. Stopp mit 19 Passagieren an Bord voll belegt.

Der Rückflug war zwar ein wenig holprig. Wir landeten eine halbe Stunde früher als vorgesehen in Ukunda, wo ich mich anschließend noch ein paar Tage erholen konnte.


Fazit:
Es war wieder einmal eine tolle Tour. Neue Eindrücke, neue Camps, neue Campmitarbeiter, neue Guides.

Kilima Camp – Masai Mara:

Masai Mara! Schier unendliche Weite! Stille! Und mittendrin ICH! WOW! Ich mag die Mara; die Tierwelt und das ständig wechselnde Landschaftsbild. Jedes Mal wenn ich hier bin, bin ich von dem Anblick fasziniert!

Zelt: Ich würde das Camp als guten Durchschnitt bezeichnen. Das Zelt ist zweckmäßig. An die Duschkabine muss man sich ein wenig gewöhnen.
Lage des Camps: Auf dem Oloololo-Höhenzug. Von den Aussichtspunkten traumhafter Blick auf die eigentliche Mara!
Haupthaus - Restaurant: Geräumig, gemütlich, sehr nett mit vielen kleinen Details dekoriert.
Essen: Reichhaltig, sehr lecker und reichlich!
Personal: Ausnahmslos sehr nette und hilfsbereite Mitarbeiter.
Guide: Mit James hatte ich einen Glücksgriff getan. Er wusste genau, wann er in welcher Position das Fahrzeug zum Stehen bringen sollte.

Royal Mara Camp – Mara North Conservancy

Außerhalb des Parks war ich nun zum ersten Mal. Landschaftlich war kein Unterschied zum eigentlichen Nationalpark feststellbar. Auch alle Tiere waren hier genauso antreffbar, wenn man Glück hatte.

Zelt: Luxus! Anders kann ich das nicht beschreiben!
Lage: Unmittelbar am Mara River. Weitläufe, nicht eingezäunte Anlage.
Rezeption: Terrasse mit Blick auf Hippos.
Restaurant: Wenn wettertechnisch möglich, Essen unter freiem Himmel mit Blick auf den Fluss.
Essen: Reichhaltig, sehr lecker und reichlich!
Personal: Auch hier zuvorkommendes Personal, hilfsbereit und sehr freundlich.

So! Das war es! Ich hoffe, es hat denjenigen, die hier mitgelesen haben, auch gefallen. Alles Kommentatoren und Buttondrückern noch mal vielen Dank!
Vielleicht gibt es irgendwann noch einen neuen Bericht!

Bleibt alle gesund!

Liebe Grüße
Papa Kenia

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