Meleah schrieb: Ein toller Reisebericht - vielen Dank dafür. Schöne Erlebnisse und tolle Sichtungen hattet ihr! Hach, das steigert die Vorfreude ....
Hallo Mel, vielen Dank! 🙂 Wir freuen uns sehr, wenn wir bei euch Erinnerungen hervorrufen oder die Vorfreude steigern können! 😁 Wann geht's bei Dir los? Viele Grüße und auch Dir noch einen schönen Feiertag! Nadja
Hallo Nadja, bei uns geht es im September los 🙂 Also muss ich mich noch was in Geduld üben (nicht grad meine größte Stärke 😊 ). Aber mit so schönen RB's vergeht die Zeit besser und ein bisschen Finetuning hab ich ja auch noch vor mir. LG, Mel
vielen Dank für Euren wunderbaren Reisebericht. Ihr hattet ja unglaubliches Sichtungsglück - Löwen satt.
Die Unterkunft in Nossob hatten wir auch schon. Nun versuche ich meist CH3 zu buchen, um das zu umgehen. Mal schauen, wie es nach den Umbauten in Nossob wird. Gab es denn Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten?
tribal71150 Beiträge · seit 201528. März 2016 · #103
Hallo Ina,
ausnahmsweise antworte ich mal kurz weil Nadja gerade im "Flow" 😄 ist und den nächsten Tag zum einstellen vorbereitet.
Schön das Dir unser Reisebericht gefällt. Zu Deiner Frage:
Beeinträchtigungen im Camp durch Lärm haben wir überhaupt keine gehabt, wir wissen allerdings nicht ob es an unserer Reisezeit über Neujahr lag. Die einzige Änderung während unseres Aufenthaltes war, das die Ausfahrt links vom Hide Richtung Unions End gesperrt war. Man musste einen kleinen Umweg durch das Camp machen (hinter Rezeption und Tankstelle) um in diese Richtung fahren zu können.
Viel Spaß noch beim weiterlesen, Markus
P.S.: Danke für den Tipp mit CH3
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201429. März 2016 · #104
02.01.2016 – Nossob - Ausflug nach Unions End
Wir quälten uns beide durch die Nacht – es war wahnsinnig heiß und stickig in unserem Zimmer… 🙄 😣 Um kurz vor fünf war jeder von uns beiden froh, als der andere sich bewegte oder bemerkbar machte und wir sprangen aus den Betten.
Punkt halb sechs holten wir unseren Laufzettel ab und saßen im Auto Richtung Norden. Aufgrund der Bauarbeiten von neuen Unterkünften gibt es aktuell eine kleine Umleitung durch das Camp.
Kurz nach dem Camp fuhren wir einen Aussichtspunkt an, der für seine Sonnenauf- und –untergänge bekannt ist.
Wir blieben nur kurz und fuhren weiter zum ersten Wasserloch „Cubitje Quap“. Zwei halbstarke Löwenmännchen erwarteten uns bereits im Morgenlicht… 🤩
Zwei Landrover waren mit uns dort und ein Fahrer fuhr tatsächlich eine Runde, als er von einem Löwen „verfolgt“ wurde!?!?! 😄
Die beiden wechselten des Öfteren ihren Platz, anscheinend wussten sie nicht so richtig, wohin und wir beobachteten sie eine zeit lang.
Kuscheleinheiten gab es auch… 😘
„Uah, komm‘ mir nicht zu nah!“
Ok, es war wohl doch nur ein Gähner… 😄
Nach einer guten halben Stunde fuhren wir weiter… Am Wasserloch Kwang erwarteten uns 2 Geier – genaugenommen zwei White-backed vulture/Weißrückengeier.
Bei Bedinkt warteten eine braune Hyäne sowie einige Oryx auf uns….
Ah, wie sehr haben wir uns über diese Sichtung gefreut!!! 🙂 Im Nachhinein sind alle Bilder der Brownie jedoch nicht wirklich schön geworden… 😕 irgendwie sah‘ sie auch ziemlich „abgerockt“ aus und hatte offene Stellen auf der Haut. 😮
Aber auch das Steinböckchen, das uns als nächstes über den Weg lief, sah‘ eigenartig aus… 🤨
Die sonst so hübschen Ohren waren richtig „ausgefranst“.
Entlang des Weges entdeckten wir diesen Fork-tailed drongo.
Viel los war dort oben nicht, den ganzen Tag über kamen uns vielleicht fünf Autos entgegen… 😗
Oryx und Gnus am Wasserloch Langklaas.
Ein Schabrackenschakal am Wasserloch Kousant.
In Polentswa trafen wir auf eine große Gnu Herde, die mit ihren Kleinen nach einem Schattenplatz suchte. Vorsichtig fuhren wir zum Haltepunkt, um die Tiere nicht aufzuschrecken.
Mal wieder gab es eine Umgehung, die nicht auf der Karte eingezeichnet war und wir entschlossen uns, zuerst die längere Strecke zu fahren.
Dadurch verpassten wir allerdings auch den Picknickplatz in Lijersdraai, das sollte jedem bewusst sein, der dort oben unterwegs ist… Viele Toiletten gibt es auf der Strecke nämlich wirklich nicht! 😵
Kori bustard/Riesentrappe
Der Kori bustard ist einer der schwersten flugfähigen Vögel. Er ernährt sich von Pflanzen, wie Beeren und Samen, frisst jedoch auch tierische Nahrung. Es sind sehr scheue Vögel, die eine große Fluchtdistanz haben.
In der Umgebung sah man auf einmal unzählige Termitenhügel. Sie erinnerten fast an Bienenstöcke und sahen wunderhübsch aus, wie sie sich über die Landschaft verteilten…
Wasserloch bei Lijersdraai.
Diesen Oryx hatte es erwischt – faszinierend war, dass oft noch komplette Fellstücke vorhanden waren und nicht alles bis auf die Knochen weggenagt war…
Die Gnus machten sich aufgrund der Hitze ganz klein und kauerten sich in den geringen Schatten, den dieser Baum warf.
Das Wasserloch von Unions End – bei strahlend blauem Himmel.
Wir fuhren die letzten Kilometer bis zum Grenzzaun und der Infotafel. Mittlerweile war es 10:40h – wir hatten also über fünf Stunden für den Weg hierher benötigt.
Krass, direkt dahinter lag Namibia und trotzdem war es soweit weg… 🙁 Um wieder namibischen Boden zu betreten, hatten wir eine ganz schön weite Strecke vor uns! Aber noch wollten wir hier ja nicht weg... 😛
Auf dem Picknickplatz Unions End machten wir erstmal eine ausgedehnte Frühstückspause.
Nicht, ohne immer wieder die Umgebung abzuscannen –doch es waren nur Gnus auszumachen. 😗
Keine Ahnung, wie oft dieser Platz hier besucht wird – sicherlich wird bei dieser Entfernung nicht jeder Besucher des KTP’s hier aufschlagen… Da könnte es schon etwas dauern, bis man gefunden wird. 🙄
Um kurz vor zwölf machten wir uns auf den Rückweg…
In der größten Mittagshitze wurden Allianzen gebildet. Durch die hochstehende Sonne wurden die Schattenplätze immer spärlicher… 😐
Die kleinen Gnus lagen erschöpft zwischen ihren Müttern.
Auf dem Rückweg kamen wir auch auf dem Picknickplatz in Lijersdraai vorbei. Jemand hatte eine Wasserschale aufgestellt und diese kleine Striped Mouse stillt ihren Durst.
Kalahari scrub robin
Immer wieder sah man in der Ebene Windhosen.
Und diese erwischte uns auf der Pad mit voller Wucht! Zum Glück blieben wir rechtzeitig stehen, da war schon eine ganz schöne Kraft am Werk und gesehen hat man für mehrere Sekunden auch nix… 😕 🙄 😣
Ob sich so ein zartes Gnu Baby da halten könnte?!?! 😮
Das Wasserloch Kousant liegt etwas abseits der Pad und wir überlegten auf dem Rückweg erst, daran vorbeizufahren.
Wieder sahen wir einen Schakal und dieses Mal auch einen Secretary Bird.
Beim Rangieren entdeckte Markus auf einmal etwas bei den Wassertanks. Wir umrundeten sie einmal und dann hatten wir eine Position gefunden, in der wie sie tatsächlich sehen konnten. 😉
Gut versteckt und dicht gedrängt, lagen fünf Löwen neben dem Wassertank. Das Zählen war gar nicht so einfach, aber anhand der Ohren haben wir es dann doch hinbekommen. Später am Hide bestätigte eine Dame die Zahl, sie hatten sie ebenfalls entdeckt.
Aufgrund der Hitze hechelten sie so angestrengt, dass sie uns richtig leid taten! 😐
Sorry, ich liebe diese Windräder vor blauem Himmel einfach… 😄
Double-banded courser
Am Wasserloch Kwang erwartete uns eine Überraschung! Nachdem wir dort morgens 2 Geier gesehen hatten, gab es nun eine richtige Versammlung. Zu den Whitebacked Vultures hatten sich nun auch Lappetfaced Vultures gesellt – dekoriert mit einigen Secretary birds und Cape crows…
Wirklich hübsch sind diese Vögel ja nun nicht… 😗
Wir zählten ca. 80 Tiere – beeindruckend war der direkte Größenvergleich der Geier. Warum sie sich dort versammelten, können wir uns allerdings nicht erklären.
Afrikanische Durchfahrtssperre – hier hinter werden zur Zeit die neuen Unterkünfte gebaut, deshalb gibt’s eine Umleitung zum Campeingang.
Wir waren erst nach drei Uhr zurück am Camp! Gute 9,5 Stunden hatten wir somit für unseren Ausflug nach Unions End benötigt.
Die Wäsche hatte ich morgens eingefüllt, gut durchgeschüttelt konnte ich sie nun ausspülen… 😉 Den Tip hatte ich hier aus dem Forum und wollte es unbedingt mal ausprobieren! Klappt prima: Wäsche, Wasser und ein wenig Waschmittel dazu und während der Fahrt gut durchschütteln lassen...
Meine Schuhe hätten es allerdings auch mal nötig gehabt. Die letzten 1,5 Wochen waren sie im Kofferraum gewesen und mittlerweile ziemlich eingestaubt. 😄
Was ich nicht bedacht hatte, war das die Temperaturen im Heck extrem hoch waren – das war schon fast eine 60 Grad Wäsche geworden… 😛
Danach ging es als erstes zum Hide, um zu schauen, was so los ist… 😗 Dieses Mal mussten wir uns jedoch mit Vogelsichtungen „begnügen“.
Nach dem langen Fahrttag rief der erfrischende Pool, wo wir ein wenig mit ein paar Jungs aus Kapstadt und einem Vater aus der Nähe von Durban quatschten. Danach versuchten wir es mal wieder mit einem kurzen Mittagsschlaf… 😉
Lange hielten wir es jedoch nicht aus und es zog uns wieder zum Hide. Mutter und Kind "Red Hartebeest" näherten sich dem Wasserloch, waren jedoch in Alarmbereitschaft und ziemlich nervös. 🤨
Appetitlich sieht die Mahlzeit dieses Ashy Tits nicht wirklich aus – aber ihm schien es zu schmecken.
Die Ring-necked doves bzw. Cape turtle doves/Kapturteltauben saßen dekorativ im Abendlicht.
Um kurz nach sieben machten wir einen jungen Löwen/in auf der anderen Seite aus.
Flankiert von jaulenden Schakalen wagte er sich weiter vor.
Neugierig beobachtete er eine Cape Crow, die am Wasserloch saß… 😁
Die Schakale versuchten alles, um den Löwen zu vertreiben, jaulten und kamen immer wieder recht nah.
Um viertel vor acht verließen wir den Hide, schließlich mussten wir unser Abendessen noch vorbereiten. Es gab die zweite Portion Boerewurst vom Grill, mit Gem Squash und Schafskäsepäckchen. Das war wieder sehr lecker! 🙂 Aufgrund unseres Autokennzeichens fragten unsere südafrikanischen Nachbarn nach, ob wir aus Windhoek kommen - ja, also nein, nicht direkt, irgendwie ja gerade schon, aber nicht wirklich... 😄
Wir versuchten nochmal eine andere Taktik und sperrten alle Fenster und Türen auf, um möglichst gut durchzulüften. Nach dem Essen gingen wir zum Hide und hatten wieder Glück!
Es war vollkommen leer dort und am Wasser waren Löffelhunde!!!! 🤩
In dem Moment, in dem ich ein Bild machen wollte, ging das Licht aus = 22.00h!!! Auch am Wasserloch war nun Ruhe und es war stockdunkel… 😮 😵 😣 Wir schmunzelten – schade, nun hatten wir kein Bild von den Löffelhunden, aber viel wichtiger war es ja, dass wir sie gesehen hatten. 😉
Die Nacht war trotz der geöffneten Fenster heiß und stickig – schlaftechnisch hat uns Nossob auf keinen Fall überzeugt. Zumindest diese Kategorie würden wir nie wieder buchen! 🙄
Koalaxl204 Beiträge · seit 201101. Apr. 2016 · #106
Hallo Nadja
Nach dem ich ein par Tage abwesend war,habe ich deinen schönen Bericht nachgelesen. Es ist schon unglaublich wie viel Löwen ihr gesehen habt 😮 Um die Brownie beneide ich dich ganz besonders ,die hätte ich soooooo gern gesehen 🙁 Na ja vielleicht beim nächsten mal . Viele Dank fürs weiterschreiben ,ganz,ganz toll und wunderschöne Fotos.
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201401. Apr. 2016 · #108
Elde schrieb: toller Bericht und super Tiersichtungen. Ich freue mich auf die Weiterfahrt. viele Grüße Elde
Hallo Elde, vielen Dank und schön, dass Du dabei bist! 🙂 Es geht sehr bald weiter... Viele Grüße, Nadja
Koalaxl schrieb: Es ist schon unglaublich wie viel Löwen ihr gesehen habt 😮 Um die Brownie beneide ich dich ganz besonders ,die hätte ich soooooo gern gesehen 🙁 Na ja vielleicht beim nächsten mal .
Hallo Petra,
wie schön, dass Du uns weiter begleitest! Ja, was die Löwenquote angeht, konnten wir uns wirklich nicht beschweren... 😄 Über die Brownie haben wir uns auch sehr gefreut - dafür blieben bei uns aber andere Wunschsichtungen im KTP offen... Ein guter Grund mehr, wiederzukommen... 😄 😗
Viele Grüße, Nadja
jaffles schrieb:Hallo Nadja,
da war euch der Safari Gott echt gnädig! Wahnsinn, was ihr in der kurzen Zeit alles gesehen habt!
Da glaube ich, handelt es sich eher um ein Lark-Like Bunting/Lerchenammer.
Bitte schnell weiterschreiben!
LG Claudia
Hallo Claudia,
wir konnten uns wirklich nicht beschweren! 😉 Auch wenn manchmal gefühlt "stundenlang" nix zu sehen war, waren wir mit unserer Ausbeute insgesamt wirklich sehr zufrieden... 😁
Vielen Dank für Deine Vogelkorrektur - ist geändert! 🙂 Und weiter geht's heute Abend noch... 😗
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201402. Apr. 2016 · #109
03.01.2016 Vom Nossob Camp nach Urikaruus – Teil 1
05:45h – Markus war, mal wieder, früh wach… 🙄 Um mich nicht zu stören, packte er sich eine Kamera und verabschiedete sich still und leise zum Hide.
Irgendetwas war in dieser Nacht geschehen, das Wasserloch stand „unter Wasser“! Zwei Mitarbeiter reparierten das Leck… 😄 Wie sich herausstellte, war dieses Leck übrigens der Grund dafür gewesen, dass es in der Nacht anscheinend über mehrere Stunden kein Wasser im Camp gab.
Zehn Minuten später waren sie wieder verschwunden und die ersten Morgenstrahlen waren zu sehen… Ein weiterer Beobachter im Hide verabschiedete sich - die Show war schließlich vorbei. 😛
… und eine Minute später erschienen dann diese beiden Herrschaften auf der Bildfläche! 😮
Mit strammem Schritt ging es Richtung Wasserloch – entweder hatten sie gnädiger Weise gewartet oder es war Zufall, dass sie erst jetzt erschienen! 🤨
Wahrscheinlich waren sie etwas verwundert, woher dieser See kam… Es hatte doch gar nicht geregnet?! 😛
Als um halb sieben die Sonne aufging, wurde ich wach und wunderte mich, wo mein Liebster ist – ja, wie konnte ich ahnen, dass ich bereits etwas verpasste?! 😕
Markus beobachtete mutterseelenallein und in aller Ruhe, wie dieses hübsche Paar seinen Durst stillte…
Als sie es sich bequem machten, lief er los zur Unterkunft, um mich zu holen…
Auf halber Strecke kam ich ihm entgegen und wunderte mich nicht schlecht, was er bereits beobachtet hatte... Gemeinsam gingen wir zurück zum Hide.
Was soll ich sagen, als wir ankamen, waren die beiden schon wieder verschwunden… 😐
Die Sonne war mittlerweile aufgegangen, aber statt die beiden Löwen anzutreffen, näherte sich eine Herde Gnus und etliche Springböcke.
Alle Tiere schienen überrascht und erfreut und statt sich wie sonst um das kleine Wasserbecken zu quetschen, genossen sie ihren „neuen“ See! 🙂
Die Kleinsten wussten gar nicht, wie ihnen geschieht...Hatten sie bisher nur Hitze, Staub und Trockenheit in ihrem Leben kennengelernt, standen sie nun mutig im Wasser.
Wie schön das anzusehen war! Wir freuten uns so sehr über diesen unerwarteten Wassersegen – auch wenn er irgendwie von Menschen gemacht war… 😄
Die Gnus kriegten sich gar nicht ein und nahmen erstmal ein Schlammbad. 🤪
„Lasst die Großen mal Wasser trinken – wir bleiben erstmal bei der Milch.“
„Aber probieren kann man ja mal…“ 😘
Dann war es mit der Idylle vorbei und alle ergriffen die Flucht… Faszinierend war es zu sehen, wie synchron die Babies mit den Muttertieren „Schritt“ halten können – die Beine sind schon fast genauso lang und von Weitem erkennt man sie daneben kaum! Perfekte Tarnung und wahrscheinlich auch überlebens wichtig, um nicht aus der Menge rauszustechen...
Sehr wichtig – denn die Gefahr lauert hier stets und ständig… 😮 In der Ferne war die Löwin auf einmal wieder zu sehen.
In einer großen Staubwolke verabschiedeten sich alle!
Mittlerweile war es kurz vor acht und auch wir verabschiedeten uns, um zu frühstücken und unsere Sachen zu packen. Heute ging es schließlich weiter!
Dieser hübsche Cape glossy starling/Glanzstar hüpfte uns zwischenzeitlich noch vor die Kamera.
Zum Abschluss gibt’s nun noch die Bilder unserer Unterkunft in Nossob, die uns zwei schlaflose und heiße Nächte beschert hatte… 😵
Nachdem der Hillux fix und fertig bepackt und beladen war, checkten wir aus und machten noch einen aller letzten Abstecher zum Hide! Hier waren wir während der letzten Tage wirklich auf unsere Kosten gekommen. 😉
Und wirklich, auch nun kehrte eine mutige Herde Springböcke zurück...
Bloß nicht die Füße nassmachen… 😄
Unbedingt wollte ich noch ein Sprungbild haben, aber irgendwie waren alle Nachfolger „mutiger“ und durchquerten das Nass im normalen Schritt. 😐
Also machten wir uns um kurz nach neun auch auf den Weg… Adios Nossob! Auf geht’s in nächste Wilderness Camp nach Urikaruus… 🤩
Nahe der Pad stand hinter einem Busch eine Red Hartebeest Familie, der wir einen ordentlichen Schrecken einjagten. 😮
Kein Wunder, bei dem kleinen Zwerg… 😘
Der Name „Kuhantilope“ wurde wohl irgendwann aufgrund der Kleinen vergeben, sie sehen wirklich aus wie Kälbchen…
Gegen kurz vor zehn war es wieder soweit, dass sich alle Tiere in den Schatten der Bäume und Büsche verzogen.
Einige waren dabei recht wagemutig und legten sich einfach in den Schatten auf die Pad. Schatten ist schließlich Schatten und so oft kommt ja auch keiner vorbei… 😗
Um halb elf erreichten wir das Wasserloch Kaspersdraai. Auch hier schien es Probleme mit der Wasserleitung gegeben zu haben, denn wieder gab es ein zweites „Wasserloch“…
Die Oryxe standen in Grüppchen verteilt unter den Bäumen oder stillten ihren Durst am Wasser.
Und nicht nur die Oryxe waren, wie auf dem Hinweg vor drei Tagen, wieder vor Ort. Auch unser Löwenmännchen lag mal wieder faul im Schatten. 😎 Glück für die Oryxe, er hatte sich wieder einen Baum in einiger Entfernung gesucht… Pech für uns, die Bilder sind dementsprechend nicht von bester Qualität. 😕
Irgendwie kannte man sich anscheinend oder respektierte sich zumindest, denn die sonst so scheuen Antilopen wirkten recht entspannt.
Einer hatte sich wie ein Päckchen zusammengerollt und schlief sogar… 😘
Aber es gab auch welche, die „Wache“ hielten.
Das nächste Wasserloch – Cheleka – war Löwenfrei, hier standen die Oryxe dann gleich mal im Becken. 😄
Wohnanlage à la KTP
Aus unerfindlichen Gründen gibt es leider kein besseres Bild: ist dies ein Black headed Heron/Schwarzhalsreiher?!
Wir bogen in den Dünenquerpad ab und mit "Eland" gab es ein weiteres Wasserloch mit „Wasserzugabe“… 😉
Wieder auf der Aoub Seite angekommen, hatten wir es bald geschafft…
Hier gab es dann auch wieder Giraffen, die ihre Mittagspause ebenfalls unter den schattenspendenden Camelthorntrees verbrachten – wie passend!
Dem Kleinkindalter entflohen, machte dieses Red Hartebeest nicht gerade den intelligentesten Eindruck. 🙄
Und dann waren wir da, zwischen den Hügeln sahen wir bereits die Dächer des Camps…
Auf das Stelzencamp Urikaruus hatten wir uns ganz besonders gefreut, dementsprechend froh waren wir, dass wir gleich zwei Nächte hier „ergattert“ hatten. Das Camp liegt am Flussbett – die Pad macht hier quasi einen Umweg um das Camp herum – und man hat einen exklusiven Blick auf das camp eigene Wasserloch. (Nicht zu vergleichen und zu verwechseln mit dem Wasserloch Urikaruus, welches zwar den Namen trägt, wir aber während unseres Aufenthaltes als sehr mau empfunden hatten… 😏 )
Kaum eingetroffen, kam Eric auf und zu und begrüßte uns herzlich und zeigte uns alles!
Wir erhielten die Schlüssel zur Nummer 3 – welches von der Einfahrt kommend die 2. Unterkunft ist.
Jede der vier Einheiten, hat zwei Ebenen. Im unteren Teil befindet sich die Küche, die große Terrasse zum Wasserloch mit Grill, im oberen Teil ist der Schlafbereich mit angrenzendem Bad und einem kleineren Balkon - ebenfalls zum Wasserloch gelegen. Die Einheiten sind miteinander über Holzstege verbunden, so dass man sicheren Fußes von einem Chalet zum anderen kommt. Trotzdem ist man hier ziemlich privat untergebracht, die linken Nachbarn konnte man auf der Terrasse nur erahnen, die rechten haben wir ausgeblendet… 😗
Aussicht vom Schlafzimmerausgang…
Aussicht von der Terrasse…
Im Gegensatz zu unseren Nachbarn auf der rechten Seite, hatten wir keinen Baum vor unserem Balkon und somit freie Sicht… 😁
…dafür gab es jedoch auch keinen Schatten draußen und es war warm, sehr warm… 😕
Kurzerhand nahmen wir in der Mitte der Küche (=Schatten) Platz, gönnten uns ein erfrischendes Kaltgetränk und genossen die Aussicht.
Ein Springbock kam vorbei und stillte seinen Durst… Wie idyllisch! Wir waren glücklich und entspannt!!! 🙂
Noch... denn wie sich rausstellte, sollte es noch fast stressig werden im Laufe des Nachmittags/Abends…. 😮 🤪 😗
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201403. Apr. 2016 · #111
Champagner schrieb:Und wieder ein tolles Kapitel - die Löwen im Morgenlicht sind wunderschön 😘 ! (Schade, dass du sie nicht live sehen konntest.... 😊 )
Bin schon gespannt auf den Stress im nächsten Teil 🤩 !
Liebe Grüße von Bele
Vielen Dank liebe Bele! Da sieht man es mal wieder... der frühe Vogel und so... 😄 Und soviel sei verraten - am nächsten Morgen war ich schlauer... 😉 😗
Den Stress hatten wir mit dem Abendessen - das wäre nämlich fast ausgefallen - wir hatten einfach keine Zeit... 😁 🤪 🤩
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201403. Apr. 2016 · #112
03.01.2016 – Urikaruus Camp
Im Schatten unserer Küche hatten wir es uns „gemütlich“ gemacht… 😐
Rotkopfamadine saßen in den Bäumen nebenan, auch Namaqua Tauben sahen wir.
Ein Oryx näherte sich, checkte die Lage und stillte letztendlich seinen Durst.
Alles war so friedlich und wir beschlossen, den Nachmittag hier zu verbringen und nicht nochmal auf einen Drive zu gehen.
Dafür gönnten wir uns einen kurzen Mittagsschlaf, aber trotz des Ventilators im Schlafzimmer, war es so heiß, dass wir kaum zur Ruhe kamen. 😣 Wenn man hier in Deutschland in den letzten Wochen und Montaten wieder oft genug gefroren hat, klingt die Vorstellung einer gut gewärmten Matratze einfach zu verlockend – im KTP haben wir oft nur gestöhnt, sobald wir uns hinlegten. Innerhalb von Minuten fing man an zu schwitzen, da das Bett soviel Wärme abgab… 🙄
Um kurz nach fünf Uhr gab es endlich etwas Schatten auf der Terrasse und wir konnten zumindest draußen sitzen...
Versteckt unter einem Baum entdeckten wir weit entfernt einen Kori Bustard.
Ein Springbock kam zum Wasserloch…
… doch er trank nicht, denn von der anderen Seite näherte sich diese Cheetah…
Wir hielten den Atem an, sie sah so zart und zerbrechlich aus! 😕
Als sie näher kam, bestätigte sich unser erster Eindruck, sie wirkte wirklich mitgenommen, die Beckenknochen standen hervor und das Fell wies offene Stellen auf… 😮
Matthew Schurch identifizierte sie nach unserer Heimkehr und es handelte sich um „Margie“, eine noch sehr junge Geparden Dame (geboren im Juni 2014) aus einem Wurf von Gepardenmutter Hanri.
Sie war in sehr schlechter körperlicher Verfassung und alleine unterwegs und es tat uns unendlich leid, dieses Tier so zu sehen… 🙁
Während sie am Wasserloch trank, sah sie sich immer wieder vorsichtig um, dann lief sie Richtung Baum…
… wo sie sich schließlich im Schatten niederließ und das Wasserloch weiter beobachtete.
Der Kori Bustard, welcher weiter hinten links im Schatten lag, ging in „Hab-acht“-Stellung und stand lieber auf.
Währenddessen näherte sich von rechts ein Red Hartebeest Bulle.
Skeptisch beäugte dieser stattliche Kerl die Lage.
Er entschied sich für „unsere“ Seite am Wasserloch und näherte sich langsam der Tränke.
Wir waren überrascht, natürlich handelte es sich um ein Raubtier, welches unter dem Baum im Schatten lag, aber a) war es „nur“ ein Gepard, welcher alleine wohl kaum eine Chance gegen einen ausgewachsenen Hartebeest Bullen haben würde und b) handelte es sich um eine ausgemergelte und völlig entkräftete junge Geparden Dame…
Trotz allem schien Margie ordentlich Eindruck zu hinterlassen, als sie aufstand, flüchtete er im gestreckten Trab. 😄
Wieder fiel uns dabei auf, wie elegant sich Red Hartebeest bewegen. 🙂
Margie beobachtete die Lage und in einiger Entfernung stoppte der Bulle und sah sich das Ganze von der anderen Seite an… Der Kori Bustard entfernte sich derweil leise, still und heimlich – aber ziemlich flott… 😗
Da anscheinend nichts zu holen war, verabschiedete sich auch die Gepardin – eine gute Dreiviertelstunde hatten wir sie beobachten können und nur zu gerne hätten wir ihr einen Happen gegönnt… 🤨
Ein Lanner Falke kam zum Wasserloch.
Und auch das Red Hartebeest kehrte zurück, als Margie sich verzogen hatte. Ein Springbock gesellte sich zu ihm, kam aber mit dem tiefen Wasserstand nicht so gut klar…
„Mmh, von der Seite geht’s nicht…“
„Vielleicht auch von hier?!“
„Nee, doch wieder auf die andere Seite. Geht doch!“ 😄
Gemeinsam mit dieser Cape Crow, die auf unserem Dachbalken saß, beobachteten wir das Spielchen…
Das Hartebeest verschwand schließlich und diese beiden Gesellen tauchten auf dem Schauplatz auf.
Die Ground Squirrels wurden derweil von unserer Nachbarin angefüttert – was mich wahnsinnig ärgerte! 😈
Innerhalb – für Giraffen – rekordverdächtiger Zeit 😄 , trank der Giraffen Bulle, flankiert von Oryx und Sprinbock.
Sobald er sich abwendete, um die Lage zu checken, eroberten die Tauben das Wasserloch.
Trank er weiter, waren wieder alle Vögel verschwunden!
Ein Schabrackenschakal gesellte sich auch noch zu der Truppe.
Wo kamen die Tiere nur alle her? 🙄 Im 5-Minutentakt tauchte hier ein neues „Exemplar“ auf. 🙂
Meine neue Herausforderung – alle drei gleichzeitig beim Trinken zu fotographieren – klappte nicht so ganz… 😉
Ein paar Wasserspiele konnten wir jedoch zumindest festhalten…
… dann verabschiedeten sich beide, im letzten Sonnenlicht, durch das staubige Auob Tal…
In dem Geäst am Wasserloch, hatten sich derweil Cape Turtle Doves und Weaver (?) niedergelassen.
Es war viertel nach sieben und mit Sicherheit verpassten wir zu diesem Zeitpunkt die Gelegenheit, das Abendessen vorzubereiten… 😕 Es sollte Nudeln (kann ich! 😉 )mit Tomaten-Thunfisch Sauce (Markus‘ Urlaubsspezialität) geben, aber irgendwie stimmte unsere Abstimmung nicht so gut, zu fasziniert waren wir von dem Gesehen und genossen den Moment. 😗
Auf einmal hörten wir Eric rufen: „Hyäna!!!!“
Schnell liefen wir auf die Vorderseite und entdeckten diesen Brummer, der das Campgelände überquerte. 😮
Sie lief unter dem Stelzenaufbau her, schnurstracks Richtung Wasserloch.
Ohne lange zu zögern, trank sie nicht am, sondern direkt im Wasserloch! 😄
Während sie also noch ein kleines Bad nahm, näherten sich von rechts bereits wieder ein Springbock und zwei Giraffen… 🙂
In der Abenddämmerung konnten wir außerdem sehen, dass ein weiteres Tier am Boden saß. Es war eine Verreaux's eagle-owl/Milchuhu. Leider ist die Bildqualität so schlecht, dass man es hier nicht zeigen muss… 😣
Obwohl die Hyäne noch neben dem Wasserloch stand, näherten sich die Giraffen. Und es wurden sogar noch mehr.
Gleichzeitig erregte ein Kapfuchs unsere Aufmerksamkeit. Bisher hatten wir im KTP nur einmal einen im Bau verschwinden sehen, das ging jedoch so schnell, dass er nur einen Bruchteil von Sekunden zu sehen war.
Sehr hübsch, aber Wahnsinn, wie sehr diese hübschen kleinen Kerle stinken! 🤢 😄
Während wir ihn beobachteten, hatte sich eine ganze Gruppe Giraffen am Wasserloch eingefunden und die Hyäne sich nochmal demonstrativ ins Wasser gesetzt.
Mittlerweile war es nach acht Uhr und dies ist leider auch der Zeitpunkt, an dem sich unsere Kameras verabschieden mussten, da sie es von der Belichtung leider nicht mehr schafften…. 😵
Eric kam rüber, um zu fragen, ob alles in Ordnung wäre und ob wir die Hyäne gesehen hatten?! Dann drückte er uns die Daumen, dass auch der Leo, wie in den vergangenen Nächten, wieder auftauchte. Wir sollten auf das Jaulen der Schakale achten, dass sei ein sicheres Zeichen dafür, dass er in der Nähe wäre… ok! 😉
Nach einem kurzen Disput, wer wann und warum den Zeitpunkt der Vorbereitung des Abendessens verpasst hatte, schwang Markus sich an den Herd und ich hielt Stellung auf der Terrasse. Sobald etwas spannendes, also z. B. ein Leo auftaucht, sollte ich Bescheid geben 😎 – Hahaha!!!
Zu den Giraffen hatten sich weitere fünf Giraffen gesellt… 🙂 Zehn Giraffen neben einer Hyäne am Wasserloch, lockten Markus jedoch nicht vom Herd weg und ich ging eine Etage höher, um zu sehen, ob man von dort vielleicht noch bessere Bilder hinbekommt?!
Kaum war ich oben, hörte ich ein Heulen… Schakale?! 🤨 Tatsächlich, am Wasserloch zeigte sich ein Prachtexemplar von einem Leoparden, flankiert von ca. fünf Schackalen!!! 🤩 Ich flitzte runter, um Markus Bescheid zu geben und wieder hoch… noch nie habe ich mich so sehr über meine Kamera geärgert, aber außer dem Scheinwerferlicht unserer Nachbarn ist leider nicht viel zu erkennen. 😠
Beim ranzoomen wurde alles noch schlimmer 😣 und so landetet das Teil auf dem Bett und ich genoss den Anblick lieber nur durchs Fernglas, während Markus unten auf der Terasse stand. Er war so schön, ein Prachtexemplar - unser erster Leo im KTP!!! 😊
Das Jaulen der Schakale verstummte, als sich der Leopard wieder entfernte… Wahnsinn, diese von Eric vorhergesagte Interaktion der Tiere wirklich beobachten zu können. 😁
Nachdem der Leo verschwunden war, tauchte die Hyäne wieder auf, dann war plötzlich Ruhe.
Das war für mich der Zeitpunkt, alle Sichtungen der letzten 2 Stunden zu notieren, ansonsten hätten wir später alles durcheinandergebracht… 😛
Erneut tauchte eine einzelne Giraffe auf und auch die Hyäne war wieder am Start.
Versöhnt, mit uns und der Welt, genossen wir unser Essen auf der Terrasse und beobachteten das Geschehen, bis Ruhe war dort unten.
Nachdem wir alles gespült und verstaut hatten, entdeckten wir zwei Oryx am Wasserloch. Ein merkwürdiges Klappern war zu hören, doch wir konnten nicht entdecken, woher es stammte.
Als nächstes war ein Kudu-Bulle an der Reihe und Markus war der Meinung, dass er das Klappern mit seinem „Holzbein“ verursachte. 😐 „Quatsch, hast du mal gesehen, wie wunderhübsch und elegant Kudus sind?!?!“ 😈 Ich war entrüstet, konnte jedoch nur schwer beweisen, dass er nicht für dieses Klappern zuständig war… 😗
Es war stockdunkel und die Beleuchtung des Wasserloches reichte nur bis zum vorderen Rand, dies erschwerte auch die Sicht durch das Fernglas enorm.
Trotzdem erkannten wir im Mondlicht die vier Löwen, die nun ankamen. Klar, nach Cheetah und Leo dürfen die im Park quasi allgegenwärtigen Löwen hier natürlich nicht fehlen… 😉 😄
Wir waren uns nicht sicher, ob dies hier alles insziniert war oder Urikaruus die moderne Form der Arche Noah darstellte… ?! 😎 Insgesamt haben wir an diesem Abend wahrscheinlich viele Minuten mit offenem Mund dagesessen! 😄
Nachdem die vier ihren Durst gestillt hatten, positionierten sie sich in einiger Entfernung, links vom Wasserloch, jeweils mit etlichen Metern Abstand. So weit, so gut – wäre nicht von rechts (schon wieder) eine einzelne Giraffe aufgetaucht. 😮
Sie stand am Wasserloch, ca. 200 m von den vier Löwen entfernt, es war dunkel und uns stockte der Atem!
Anscheinend witterte sie die Gefahr, denn nach langem hin und her, trank sie doch nicht und verabschiedete sich wieder in die Richtung, aus der sie gekommen war. Die Löwen reagierten nicht und lagen weiter still an Ort und Stelle. Uns stockte der Atem, wir kamen uns mittlerweile vor, wie in einem Krimi...
Noch bis halb zwölf – übrigens unser KTP Rekord – beobachteten wir die vier und den grandiosen Sternenhimmel und entschlossen uns dann doch, ins Bett zu gehen.
Gute Nacht Urikaruus – wir hatten einiges erwartet – aber diese Show sicher nicht!!! 😊
Tageskilometer: ca. 120 km Wegstrecke Nossob-Urikaruus Katzen: 1 Cheetah, 1 Leopard, 7 Löwen
casimodo4'528 Beiträge · seit 200703. Apr. 2016 · #113
Hallo Fortuna77,
bei Deinem Namen "Fortuna" kann ja eigentlich nix schief gehen, oder ? Allerdings tut mir Dein Bericht an diesem Wochenende etwas weh, weil unsere 4 Nächte-Buchungsanfrage für März 17 wegen eines Computerfehlers bei Sanparks in der Schwebe hängt. Genauso wie die anderen Camps, insgesamt sollen es 12 Nächte sein. 🙁 Hoffentlich erfahren wir morgen, ob es geklappt hat.
Aber man soll ja nicht immer so egoistische sein und anderen auch etwas gönnen und das tue ich ja auch. Wir hatten es in Urikaruus auch schon, dass wir rausgefahren sind, zurückkamen und Eric uns sagte : Der Leo war da, Cheetahs waren da undundund....
Also war Euer Rezept scheinbar ein gutes, oder ? 😎
jaffles1'312 Beiträge · seit 200604. Apr. 2016 · #114
Hallo Foruna,
jetzt hast du es endgültig geschafft, dass ich solches Heimweh nach dem KTP habe. Bei uns war es ja schon deutlich grüner, aber deine Erlebnisse holen wieder alles hoch. Ich bin noch nicht einmal fertig, alle Bilder hochgeladen zu haben und bei dir geht es Schlag auf Schlag!
Frue mich auf das nächste Kapitel und einen schönen Restsonntag wünscht, Claudia
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201404. Apr. 2016 · #115
casimodo schrieb: Allerdings tut mir Dein Bericht an diesem Wochenende etwas weh, weil unsere 4 Nächte-Buchungsanfrage für März 17 wegen eines Computerfehlers bei Sanparks in der Schwebe hängt. Genauso wie die anderen Camps, insgesamt sollen es 12 Nächte sein. 🙁 Hoffentlich erfahren wir morgen, ob es geklappt hat.
Aber man soll ja nicht immer so egoistische sein und anderen auch etwas gönnen und das tue ich ja auch. Wir hatten es in Urikaruus auch schon, dass wir rausgefahren sind, zurückkamen und Eric uns sagte : Der Leo war da, Cheetahs waren da undundund....
Also war Euer Rezept scheinbar ein gutes, oder ? 😎
Hallo Carsten,
ja, an diesem Tag war alles goldrichtig - aber woher weiß man das vorher?! 😕 Manchmal fährt und fährt man und sieht nix... Bleibt man "daheim", dann hat man Angst etwas zu verpassen... Aber das kennt wohl jeder von uns! 😄
Ich habe gelesen, dass ihr bei eurer Buchung Systemprobleme hattet und drücke euch feste die Daumen, dass sich morgen alles zum Guten klärt!!! 🙂
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201404. Apr. 2016 · #116
jaffles schrieb:Hallo Foruna,
jetzt hast du es endgültig geschafft, dass ich solches Heimweh nach dem KTP habe. Bei uns war es ja schon deutlich grüner, aber deine Erlebnisse holen wieder alles hoch. Ich bin noch nicht einmal fertig, alle Bilder hochgeladen zu haben und bei dir geht es Schlag auf Schlag!
Frue mich auf das nächste Kapitel und einen schönen Restsonntag wünscht, Claudia
Hallo Claudia,
...Schlag auf Schlag ist gut... 😄 wir sind ja schon seit dem 10.Januar wieder zurück und teilweise hatte ich echt einen Hänger beim Schreiben... 😗 Mich freut es so sehr zu hören, dass es kurze Zeit später grün wurde - bei so vielen Tieren konnte man die Rippen sehen, dass war oft echt nicht schön... 🙁 Von daher freue ich mich schon darauf, bald Deine Bilder mit viel, viel Gras zu sehen! 😉
Viele Grüße und auch Dir noch einen schönen Abend, Nadja
Super Reisebericht und sehr schöne Fotos. Vielen Dank.
Was hast den für eine Kamera?
Liebe Grüße Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls
2017, Uganda und Ruanda
2017, Kapstadt und Namibia
2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
tribal71150 Beiträge · seit 201505. Apr. 2016 · #118
Tidou schrieb:Super Reisebericht und sehr schöne Fotos. Vielen Dank.
Was hast den für eine Kamera?
Liebe Grüße Carmen
Hallo Carmen,
erst mal vielen Danke für Dein Lob, Nadja investiert auch viel Zeit und Hingabe damit den Bericht einzustellen. 🙂
Da Sie heute den ganzen Tag beruflich unterwegs ist beantworte ich mal kurz die Frage auch wenn wir gehofft haben das die Frage nie kommt 😉 weil wir "noch" nicht so High-End ausgerüstet sind wie manch anderer hier im Forum...aber jeder hat ja mal "klein" angefangen 😄 😄
Wir waren mit 2 Kameras unterwegs, einmal einer Canon Eos 1100D mit einem 55-250mm Objektiv und zum ersten Mal mit einer Bridge Kamera ( Sony DSC-HX 400V )
Ich schätze mal das mindestens 80% der hier eingestellten Bilder die von der Bridge Kamera sind. Im großen und ganzen sind wir für unsere Ansprüche auch zufrieden mit den Bildern.
Zur Zeit überlegen wir hin und wieder ob wir uns die Canon 7D Mark II holen sollen aber bisher konnte ich die "Chefin des Hauses" noch nicht überzeugen 😉 Bis zu unserem Krüger Park Urlaub schaffe ich es wohl nicht mehr, aber zum Urlaub in den Drakensbergen und Kwazulu-Natal Region im Dezember habe ich ja noch etwas Zeit 😄 😄 😄
Gruß, Markus
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201406. Apr. 2016 · #119
Tidou schrieb:Super Reisebericht und sehr schöne Fotos. Vielen Dank.
Was hast den für eine Kamera?
Liebe Grüße Carmen
Hallo Carmen,
vielen Dank für Dein Feedback! 🙂
Wie Markus schon schrieb, sind wir mit recht einfachem Equipment unterwegs und es ist noch viel Luft nach oben, da die Schärfe und Farbe oft nicht richtig gut ist... 😗 Umso mehr freuen wir uns natürlich, wenn die Bilder trotzdem gefallen!
Fortuna77Themenstarter839 Beiträge · seit 201406. Apr. 2016 · #120
04.01.2016 – Urikaruus Wilderness Camp - Teil 1 – Der Vormittag im Camp oder „Löwen frei Haus!“
@all: Sorry, dieses Kapitel enthält mal wieder viel, viel zu viele Bilder…. 😉 😗
Waren wir erst um halb zwölf mit einem letzten Blick auf die Löwen ins Bett gegangen, wurde ich von lauten Warnrufen gegen 4:20h geweckt… 😮 Ich schlich mich auf die Schlafzimmerterrasse und konnte im schwachen Licht erkennen, dass die Löwen immer noch vor Ort waren. 🙂 Die Warnrufe stieß ein Oryx aus!
Markus wurde ebenfalls wach und so gingen wir eine Etage tiefer, um uns mit einem heißen Tee nach draußen zu setzen und die Lage zu beobachten…
Gegen viertel vor sechs war es so hell, dass es für das erste Foto des Tages reichte. Die Löwen waren alle vier noch da und einer stillte seinen Durst am Wasserloch.
Von links kommend, warteten schon die ersten Wildtiere…
Das Schauspiel von gestern Abend sollte sich heute morgen also fortsetzen… 😄
Als der Löwe sich vom Wasser zu seinen Artgenossen am Hang gegenüber zurückgezogen hatte, näherte sich direkt eine mutige Giraffe…
All dies geschah‘ noch vor sechs, doch schon bald tauchte die Sonne das Tal wieder in ein zartes Licht.
Mehrere Oryx hatten sich vorgewagt, andere Tiere näherten sich bereits.
Während zwei Löwen im Schatten des Baumes lagen, hatten sich zwei weiter oben platziert. Alle so ungefähr im Bereich des eingezeichneten Kreises. 😎
Dieser Oryx, mit einem abgebrochenen Horn, traute sich weit vor und kam den Löwen dabei gefährlich nah. 🤨
Gegen halb sieben kamen die ersten Gnus ans Wasserloch und dabei sah man, dass einige Tiere sich geschickter anstellten, um an das kostbare Nass zu kommen und sich in die Tränke stellten, während andere einen etwas umständlicheren Weg wählten… 😉
Dieses Oryx hatte sich zumindest etwas abgeschaut, auch wenn es etwas unbequem aussieht. Aua! 😕
Alles schön unter Beobachtung! Das Fell passte sich im Licht dem Untergrund an – perfekte Tarnung. 😎
Als sich weitere Gnus einfanden, musste das Oryx etwas weichen – die Hierarchie der Antilopenarten konnten wir im Laufe des Vormittages noch genau studieren… 😄
Es lag eine nervöse Stimmung in der Luft und ein anderes Oryx flüchtete den Hang hoch… Aaahhh… 😵 😗
Schön vorbeigeschrammt am Todfeind – wir hielten die Luft an – doch die Löwen bewegten sich nicht und konzentrierten sich weiter auf das Wasserloch.
Wir konzentrierten uns derweil erstmal auf die hübschen Yellow Canary/Gelbbauchgirlitz, die sich im Morgenlicht so schön von der Umgebung abhoben. 🙂
Gegen sieben näherten sich von rechts kommend einige Red Hartebeest…
… und von links Kudus!
Eine große Herde Gnus kam dazu – da fehlte doch nur noch die Hyäne und wir waren wieder komplett! Und klar, sie war auch am Start… 🤪 😁
7:00h im Urikaruus Camp – Starbesetzung auf der Theaterbühne – was will man mehr?! Spätestens jetzt war uns war klar, dass der Morning Drive gestrichen war und wir gemütlich „zuhause“ blieben!
Die eleganten Kudus (übrigens auch heute ohne „Klappergeräusche“ 😗 ) warteten in respektvollem Abstand.
Die Gnus näherten sich und schienen von der Hyäne gänzlich unbeeindruckt zu sein.
Ja, da darf man schon mal skeptisch schauen, wenn im Schatten die Löwen liegen…
Die Gnus machten im Vergleich zu allen anderen den entspanntesten Eindruck… ob das an der Gruppenstärke lag?! 🤨
Das Wasserloch wurde regelrecht gestürmt! 🤩
Die Löwen lagen weiter unbeweglich da – während die Hyäne auf der anderen Seite umherschlich.
Während die einen noch ihren Durst stillten, tauchte eine weitere große Gnu-Herde auf…
Wo kamen die nur alle her?! Der Hyäne lief sprichwörtlich das Wasser im Maul zusammen… 😛
Immer wieder näherte sie sich der Herde. 😐
Irgendwann wurde es einem Bullen jedoch zu viel und er ging in den Angriff über!
Die Hyäne gab sich erstmal geschlagen und verzog für kurze Zeit.
Auch einige Muttertiere mit Nachwuchs waren wieder dabei… 😊
Diese bunte Mischung bekommt man wohl nicht allzu oft auf ein Bild… 😄
Erstmal gucken und dann rein ins Wasser! Wir stellten fest, dass die jüngeren Blue Wildebeest sich dabei geschickter anstellten, als einige Große…
Mit der stattlichen Fotoausrüstung unserer Nachbarn konnten wir nicht mithalten – das sah‘ schon professionell aus.. 😉
Um kurz vor acht waren auch die Rotkopfamadinen bereit, doch noch hatten sie keine Chance, ans Wasser zu kommen!
Die Hyäne gab nicht auf und näherte sich nochmal.
Uns war Angst und Bange um die kleinen Gnu-Kälbchen, die teilweise alleine standen, während die Mutter trank… 😮
…aber alles gut, die Muttis kamen immer wieder an.
Einige Nachzügler mussten sich schon ganz schön recken, um ans Wasser zu gelangen und wieder konnten wir verschiedene Möglichkeiten des Saufens beobachten.
Die Gnus zogen schließlich wieder ab – Wahnsinn, zwischenzeitlich hatten wir um die 80 Tiere gezählt, es hatte totales Chaos am Wasserloch gegeben, da alle ran wollten und die vier lagen wie Salzsäulen erstarrt da und rührten sich nicht.
Später erzählte uns Eric, dass er fest damit gerechnet hatte, dass die Löwen zuschlagen würden, da einfach so viele Tiere versammelt und die Gelegenheit genial war – anscheinend hatten sie jedoch keinen großen Appetit gehabt?! 😕
Gegen halb neun verabschiedete sich das letzt Gnu und als nächstes waren die Red Hartebeest an der Reihe – die Oryx Antilopen hatten erstaunlicher Weise das Nachsehen…
Kaum waren hatten die Red Hartebeest ihren Durst gestillt, eroberten die Oryx das Feld. Den Wasserspiegel konnten wir zu dem Zeitpunkt übrigens längst nicht mehr sehen… War da überhaupt noch genug drin?! 😐
Springböcke und Kudus mussten nun warten…
Dieser Oryx mit den abgewetzten Hörnern fiel besonders auf – anscheindend war er der Anführer der Herde, zumindest spielte er sich so auf… 😎
In seiner Rolle, die Kudufamilie auf Abstand zu halten, mischte er die eigene Herde so auf, dass ein Oryx ins Wasser und dann panisch wieder hinaussprang! 😄
Zeit und Muße für ein paar Rangeleien und Machtkämpfe gab es auch noch… obwohl es mittlerweile halb zehn und bereits wieder brütend heiß war! Die Löwen hatten sie wohl mittlerweile komplett ausgeblendet.
Die armen durstigen Kudus nutzten die Gelegenheit und trauten sich mal wieder vor… Schließlich hatten sie nun mittlerweile 2,5 h in der Sonne darauf gewartet, endlich ans Wasser zu kommen... 🙄
Doch keine Chance, prompt wurden sie rabiat wieder verjagt!
Sie gaben sich endgültig geschlagen und verließen den Schauplatz… lieber etliche km weiterziehen, als auf diese sturen Oryx zu warten… 🙁
Dann regte sich etwas auf der anderen „Uferseite“… Ein Löwenmännchen stand auf und lief gemächlich Richtung Wasser – allerdings lief er vorbei… 🤨
… und kam schnurstracks auf’s Camp zu! Ja, was seid ihr denn für Raubtiere?! 😄
Ein zweiter machte sich auf den Weg – er nutzte allerdings die Gelegenheit für einen kleinen Zwischenstopp!
Beide Burschen machten es sich im Schatten von Nachbars‘ Unterkunft bequem…
Bis die richtige Position gefunden war, dauerte es etwas… Passt so gerade! 😄
Wir standen völlig fasziniert auf dem Holzsteg, Eric rief uns allen von seiner Unterkunft aus zu, wir sollten vorsichtig sein und nicht zu tief runter gehen. Klar, nur ein einfaches Tor trennte uns von den beiden stattlichen Katzen! Immerhin stand unser Auto als Block noch davor… 😗
Wenn einen diese Augen anschauen, wird einem jedoch schon anders und man verzieht sich lieber etwas nach oben.
Aber eigentlich war er doch noch ganz müde und außerdem war es sooo warm…
Im Hintergrund trauten sich die ersten bereits wieder vor… Viel zu befürchten gab es aktuell wohl nicht... 😗
Denn während Löwe Nr. 2 sich ausgiebig seiner Körperpflege widmete… 😊
… übte sich Löwe Nr. 1 im Löwen-Yoga!!! Erst mal auf den Rücken rollen und Vorderpfötchen hoch… 🤪 🙂
… dann nach nochmal nachfassen und die Beinchen strecken!! 🤩
Wir konnten nicht mehr… hätten wir nicht gewusst, dass wir in einem Nationalpark sind, hätten wir wohl gedacht, es handelt sich zahme Hauslöwen!!! Die Verlockung, ihm den Bauch zu kraulen, war allzu groß… 😉
Die Nachbarn zu unserer rechten Seite hatten mittlerweile ihr Auto beladen und fuhren zu Eric rüber, um auszuchecken. Im Gegenzug brachten sie ihn wieder zum Unit Nr. 4, damit er es für die neu ankommenden Gäste herrichten konnte.
Das Interesse der beiden wurde nochmal für kurze Zeit geweckt und wir beobachteten sie von der Terrasse aus noch ein wenig.
Gegen elf Uhr fielen sie in den Mittagsschlaf…. Was sollten wir machen?! Unser Auto stand direkt neben den beiden – wir hatten somit tatsächlich einen Löwen-Block! 😁
Also sagten wir Eric nebenan Bescheid, dass er sich um unsere Unterkunft heute nicht kümmern müsste, den Müll würden wir später selber in die Tonnen unter dem Stelzenaufbau entsorgen und legten uns ebenfalls auf’s Ohr! Der Tag hatte schließlich früh begonnen und soooo lange konnten die beiden ja schließlich nicht das Camp besetzten… 🙂 😎 😗