AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201312. Jan. 2016 · #41
Hallo Inka,
sowas in der Art hatten wir 2010 auch gemacht. Haben uns aber bewusst gegen das Getümmel am Morgen entschieden und die Ballonfahrt gemacht. Beim Essen bin ich eigentlich relativ Anspruchslos. Ich meine zwar, dass irgendwas mit dem Essen war, aber es war nicht so wichtig, dass ich es mir gemerkt habe 😏 LG Andreas
da sind dir ja richtig tolle Bilder gelungen. Was für ein Erlebnis!
Ich hatte mit einem kleinen Ballonfahrtunternehmen in Swakopmund einen Deal. Sie nehmen mich mit bei einer Fahrt über die Wüste und ich liefer ihnen dafür die Bilder für ihre Homepage. Da sie aber kurz vor Start der Reise sich nicht mehr gemeldet haben, war es mir zu doof in Swakopmund der Sache auf den Grund zu gehen. Wenn ich jetzt so deine Bilder sehe, bereue ich es doch ein wenig... 😠
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201313. Jan. 2016 · #43
Hallo Jürgen
Yogie schrieb:Mensch Andreas,
da sind dir ja richtig tolle Bilder gelungen. Was für ein Erlebnis!
Ich hatte ja auch einen guten Lehrer, wie man Bilder aufhübschen kann. Und siehe da, sie sehen so aus, wie ich sie in Erinnerung habe und nicht was meine Kamera draus gemacht hat 😄
Yogie schrieb: .... war es mir zu doof in Swakopmund der Sache auf den Grund zu gehen. Wenn ich jetzt so deine Bilder sehe, bereue ich es doch ein wenig... 😠
Tja, da fällt mir nichts trostreiches ein, ausser nochmal hin und das machen. Wir haben ja auch beim ersten Mal die Ballone gesehen und gedacht, das ist vielleicht was 😛 Dann siehst Du auch mal so aus:
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201313. Jan. 2016 · #44
Swakopmund, Villa Magherita - Teil 1
Für die Fahrt nach Swakopmund wollten wir diesmal eine andere Strecke nehmen. Da diese durch den Namib Naukluft Park geht, haben wir uns vor der Abfahrt einen Permit im gleichen Büro wie vorher für Sossusvlei geholt. Diesmal war es ein netter junger Mann, der freundlich und zuvorkommend uns das Papier ausgestellt und die Gebühr erhoben hat. Danach sah die Route wie folgt aus: Von Sesriem nach Solitaire auf der C19, weiter auf der C14 bis kurz nach dem Kuiseb-Pass und dann die unbenannten Pads an den Wasserlöchern von Ganab und Hotsas vorbei zur C28 nach Swakopmund.
Bei Solitaire haben wir kurz angehalten und etwas Frisches gekauft. Das Grab von Mooses angesehen und ein paar Vögel abgelichtet. Dann ging es weiter. Wieder ohne Apfelkuchen, es ist einfach zu früh am Tag.
Ein Glanzstar auf Solitaire
Mittag haben wir auf der Rostock Ritz Lodge gemacht. Das war auch eine sehr gute Empfehlung aus dem Forum. Rock-Shandy ist auch nicht schlecht.
Die Pads waren insgesamt eher schlecht, es war ein heftiges Gerumpel den ganzen Tag. Highlight waren Geier am Hotsas Wasserloch.
Musste sein 🙂
Am Kuiseb Pass
Gefahren 350km
In Swakopmund angekommen, haben wir unser Quartier in der Villa Magherita bezogent. Ein hübsches Haus, grosses Zimmer (nennt sich Romeo & Juliet) mit einem Balkon, wohl das schönste Zimmer dort.
Der Innenhof der Villa Mageritha, oben unser Zimmer
Ohne Fisheye geht halt nicht viel ...
Da es ohne Reservierung in Swakopmund immer etwas schwierig ist mit Dinner, sind wir in ein Restaurant gefangen, das wir vom letzten Mal kannten, das nie komplett ausgebucht ist.
Am nächsten Morgen wurden wir pünktlich um 8 Uhr abgeholt für die Little 5 Tour.
Wir waren mit Living Desert Tour von und mit Chris Nel unterwegs. Chris ist auf einer Mission, dem Ende des Quadbikings in Namibia. Das hat er sehr deutlich vorgestellt und es ist sehr nachvollziehbar. Dann ging es auch schon los mit Erklärungen zu den Dünen und der Nahrungskette in und auf ihnen. Chris sieht etwas, fängt an, im losen Sand zu graben an und präsentiert die Lebewesen unter dem Sand. Wir haben unter anderem einen bezaubernden Gecko (der Entenfuss-Gecko), mehrere Chamäleons und Schlangen bewundert. Wir hatten auch viel Spass beim Dünen rauf- und Runterfahren. Die Tour kann nur wärmstens empfohlen werden.
Chris Nel
Palmato Gecko (Entenfußgecko)
Ab ins Loch zurück
Suchbild, hier ist eine Sidewinder versteckt
Hier die Vergrößerung, in der Bildmitte sieht man zwei Augen!
Die zwei Augen auf der Flucht, bei dem trüben Licht kein einziges scharfes Foto....
Chris nimmt gerne Lumix Kameras von Gästen zum zeigen was geht
Aber geht auch ohne Lumix ganz gut 🙂
Chris sein Personal auf der Suche
Namaqua Chamäleon -endemic!-
Achtung, es kommt noch öfter:
Hornviper
Don't try this at home!
Wilde Hatz über die Dünen, war ein echter Spaß!
Am Aussichtspunkt
Der Vogelflüsterer, oder die Zwei kennen sich
Warum dieses Bild aussieht wie es aussieht weiss ich nicht....
Ab nach Hause
Da das Wetter recht trüb war, haben wir uns gegen die Fahrt auf dem Welwitschia Trail entschieden und waren stattdessen etwas bummeln. Das Wetter war sogar so trüb, dass es kein einziges Foto aus der Stadt gibt.
Abends haben wir unseren seit langem online reservierten Tisch im Tug (The Tug, Swakopmund) aufgesucht. Unglaublich aber wahr, es war der Erkertisch! Also einer der besten Tische. Was folgte war das beste Seafootdinner ever. Das Restaurant war brechend voll und das Preis-Leistungsverhältnis ist sensationell. Wer in Swakopmund wohnt und nicht im Tug essen war, hat was verpasst.
Ein weiterer Tag mit sehr schönen Erlebnissen ging zu Ende.
Hallo Andreas, schöner Bericht bisher!!! Ist immer schön zu lesen, wie andere dieses oder jenes empfanden oder was sie hier und da gemacht haben, wo man selbst schon mal gewesen ist. Daher interessiert mich auch ganz besonders, wie ihr die unbenannten Pads um Ganab und Hotsas fandet? Wir sind diese Strecke im letzten Jahr auch gefahren und bis auf 3 Strauße am hinteren Wasserloch (weiß nicht mehr, welches es von beiden war) haben wir dort keine Tiere gesehen. Dafür waren wir einfach nur baff, wie einsam man da zwischendurch ist... und diese endlose Weite... Hammer!! LG, Sarah
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201314. Jan. 2016 · #46
Hallo Sarah,
ein Teil der unbenannten Pad war irgendwo als 4x4 only beschrieben. Da hatte ich schon etwas Respekt, da ich in den USA mal auf so einer 4x4 only ziemlich am kämpfen war. War aber absolut harmlos. Die Weite war wirklich klasse, einsam war es auch. Es war leider etwas trüb und von daher nur begrenzt genial. Aber im Vergleich zur C14 nach Walvis Bay und dann die Küste entlang, würde ich diese Pads wieder vorziehen. Natürlich sind die Wasserlöcher nicht mit Etosha oder Wolwedans vergleichbar. Aber es ist immer nett, wenn mal aussteigen kann und nicht nur Straßengraben hat 😉
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201314. Jan. 2016 · #47
Swakopmund, Villa Magherita - Teil 2: Marine Dune Day
Nachdem 2012 Katja wegen eines Zahnproblems nicht an der Dolphin Cruise teilnehmen konnte, wollten wir dieses Mal eine ganztägige Kombitour machen. Gebucht haben wir bei Sandwich Harbour 4×4 und alles war bestätigt und klar. Als wir kurz vor der vereinbarten Zeit im Büro von Sandwich Harbour waren, wurden wir freundlich begrüßt und mit einem kleinen Zettelchen zu Mola Mola Cruises geschickt. Mit dem wagen Hinweis, nach der Schifffahrt wieder im Büro von Sandwich Harbour vorbeizukommen.
Die Schifffahrt war interessant, der zahme Seehund kam an Bord und hat seinen Fisch bekommen. Auch Pelikane und Möwen sind fotogen am Boot entlang geflogen. Auch drei Bottlenose Delphine haben sich gezeigt. Das Wasser hatte sensationelle 11 Grad, die Luft war unbedeutend wärmer und der Himmel grau. Die Seehunde hatten keinen Spaß und so sind wir nach schnell vergangenen 3h wieder Richtung Hafen. Zwischendurch war der Wind und die Wellen stärker geworden, und die Kamera mit dem großen Zoom wurde nass. (scheint aber keinen Schaden davon getragen zu haben)
Die Möven wissen, wo der Fisch herkommt...
Ganz schön groß das Maul....
Anflug zum Fisch
Auch die Jungen lernen das
Pelikane verdrängen viel Wasser beim Landen
Sehen aber dann recht gut aus
Flamigos am Himmel, am Boden wirken sie eleganter 😈
Endlich Delphine, wenn die sich nur auch mal fotografieren lassen wurden 😠
Man sieht, dass man eigentlich nichts sieht.
Ein paar gelangweilte Seehunde, es war einfach zu kalt.
Nach einer chaotischen Pause ging es mit 5 oder 6 meist klapprigen Land Rovern los. Da wir noch auf die Toilette mussten, waren wir die letzten, die zu den Autos kamen. Francis unser Fahrer war etwas genervt, weil seine Schrottkarre zum berrsten voll war. Andreas durfte auf den Beifahrersitz, den Fotorucksack auf den Schoß legen. Na klasse.
Wir haben auf dem Weg zum namensgebenden Sandwich Harbour öfter gehalten, meist war nicht klar, was der Grund sein sollte. Da die Gezeiten günstig waren, konnten wir am Strand fahren. Am Ziel angekommen wurden alle zu Fuß die Düne hochgejagt, wegen der Aussicht. Die ist wirklich nicht schlecht, aber es war mal wieder sehr windig und der Sand wurde mal wieder überall hin geblasen. Darum gibt es nur Bilder aus der halben Höche. Da war doch schon mal sowas?
Flamingos in Walvis Bay
Schakal, was der wohl bei den Flamigos will?
Ich habs versucht 🤪
Es war sehr Windig, die Möven haben fast die Düne berührt.
Irgendwie wars im Sossusvlei besser....
Achtung, ich hebe gleich ab!
Dann ging es zurück. Nach wenigen Metern bog das Führungsfahrzeug in die Dünen ab. Vorneweg führen die zwei neuesten und auch leichtesten Fahrzeuge. Als drittes unser Seelenverkäufer. Es ging flott voran, bis es knirschte und das Fahrzeug sich nach rechts neigte und zum Stillstand kam. Wir stecken schräg am Hang fest. Da Andreas auf dem Beifahrersitz (links) saß, durfte er sich als erster aus dem Auto quälen und dann den Anderen beim Aussteigen helfen.
Rückwandtür. Der Tacho zeigte 460.000, stand aber seit langem....
Alle Aussteigen, der Wagen könnte kippen, aber bitte einer nach dem anderen den Berg hoch! 🤢
Tolle Vorstellung....
Bei der nun folgenden Bergung, es waren ja vier Fahrzeuge da. Funk um die anderen zwei zurück zurufen war nicht vorhanden. Nun wurde demonstriert, dass die Fahrer zwar Spaß, aber nur begrenzt Ahnung von Fahrphysik hatten. Am Schluss steckten drei von vier Autos im Sand fest. 😕
Und es bewegt sich doch, die ganze Aktion hat nur 10 Minuten gedauert, fühlte sich aber deutlich länger an 😣
Als alle wieder frei waren sind diese vier Fahrzeuge am Strand zurück gefahren. Zum Glück waren die Gezeiten günstig, so daß wir gerade noch durch kamen. Wir kamen doch noch zu einer kleinen Sandrutscherei, es war beeindruckend rückwärts die Dünenleeseite (34°) runter, wie diese alte Karre das noch geschafft hat.
Netti59847 Beiträge · seit 201515. Jan. 2016 · #49
Hallo Andreas,
bin seit einigen Tagen mit on Tour, da ich Parallelen zu der von uns geplanten Tour finde 🙂 .
Wir haben auch die Sandwich Harbour 4×4 geplant. Sag mal, kannst du nicht jetzt schon darüber lachen? Klar ist es vor Ort frustrierend, vor allem in so einer alten Karre durch die Gegend zu fahren, aber letztendlich war es doch schon ein Erlebnis.
Schließe mich Lotta an, schön das man mal einen Einblick in das Maul einer Möwe bekommt 😮 🙂
Bin gespannt, was noch so passiert - hab mir schon einiges abgespeichert. Das Wolwedans Dune Camp war bislang der Oberhammer. Sind die Aktionen in dem Preis, den ich auf der HP sehe, schon drin?
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201315. Jan. 2016 · #50
Hallo Netti, schön dass Du dabei bist.
Sandwich Harbour ist für mich nur ein Beispiel, was ich sags mal so, sich nicht ernsthaft gelohnt hat. Lachen kann ich über viel, aber ich war von der Losfahraktion, bis zu den Platzverhältnissen und dem kalten Wind einfach ziemlich genervt. Und dann das Steckenbleiben, eigentlich lustig. Nicht aber, wenn die Hälfte der Insassen, denen ich beim Aussteigen helfen durfte, sich irgendwie gefürchtet haben. Wie Du an den Bildern siehst, stehe ich auf der anderen Seite des Autos und hab alles mit gehörig Abstand angeschaut. Nichts desto trotz die Stimmung war mies am Ende. Und wirklich schön hab ich die Landschaft auch nicht empfunden. Und eigentlich gefällt mir fast alles in Namibia, was einigermassen unberührt ist. Sandwich Harbour hat seine Autos "revamped" was auch immer das bedeutet ausser neue Kleber drauf.
Zu Wolwedans, ja in der Dune Camp Rate ist alles inklusive. Soweit ich es nachvollziehen kann, haben wir nur Tips und irgend ein Mitbringsel extra bezahlt. Ab der dritten Nacht kostet es nur noch 50%.
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201315. Jan. 2016 · #51
Immenhof, Omaruru oder "Ab in die Wärme"
Abschied von der Villa Magaretha
Mit frisch gewaschenem Auto (war vom Parkplatzwächter während der Vortagestour gemacht worden, also doch was Gutes), sind wir nach Norden aus Swakopmund auf die Salzstraße C34. Es hatte geregnet oder die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch, auf jeden Fall war das keine weiße trocken harte Straße, sondern brauner Matsch. Kein Spaß zu fahren, es war so eine Mischung aus Schneematsch und Glatteis und das Auto sah schlimmer als je zuvor aus.
In Henties Bay sind wir auf die C35 Richtung Uis eingebogen. Irgendwann kam die Sonne raus, und aus anfänglich 13 Grad und trübe wurden bis zur Ankunft auf dem Immenhof 33 Grad und Sonne. Endlich.
C35, da hinten, das ist doch blauer Himmel?
Dreckspatz
Blauer Himmel! Endlich
Eines der Highlights nach der Sonne auf der Fahrt war ein Kampfadler, der schön auf einem Strommast posiert hat. Solange wir ihn beobachtet haben kam ein Auto an, und der Fahrer meinte, das wäre nur einer von Sechsen, die anderen wären aber schon Richtung Brandberg aufgebrochen.
Rechts
Links
Gerade aus, noch eine Pose?
Wolkenlos!
Straßenschild, fast geschafft
Auf dem Immenhof wurden wir wie alte Bekannte empfangen. Dabei waren wir erst zum zweiten Mal da. Der Immenhof ist eine Jagd und Gästefarm. Man sagt ja, Namibia ohne Gästefarm ist nur das halbe Erlebnis, und dem kann ich zustimmen. Der Immenhof ist unsere einzige Gästefarm bisher, aber wir haben ihn liebgewonnen. Und zu unserer großen Freude gab es gleich die Farmrundfahrt mit Antilopen Futterstellen füllen und anschließendem Sundowner. Der Sundowner auf dem Granithügel auf dem Immenhof ist sowas wie mein Lieblingsplatz geworden. Perfekt.
Rappenantilope, im Leopardensicheren Gehege
Adler, aber kaum noch Licht
Die Giraffen gibt es wirklich, beim letzten Mal haben wir sie nicht gesehen
Solange wir weg waren, wurde unser Auto vom Farmprakti gewaschen. Noch perfekter.
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201316. Jan. 2016 · #52
Etosha – Westteil – Dolomite Camp
Abschied vom Immenhof
Da es doch recht weit bis zum Dolomite Camp ist, beschlossen wir, nicht die schönen längeren Strecken, sondern die schnellste über Outjo und Kamanjab zum Galton Gate zu nehmen. Die Strecke war erstaunlich ereignisarm.
uns Touristen sagt man, wir sollen 60 fahren?!?
In Outjo gibt es ein Farmhouse Cafe, das ist auf jeden Fall einen Stop wert. Die „Himmlische Baisertorte“ hat Kalorien für den ganzen Tag.
Farmhouse Cafe Outjo
Am Galton Gate angekommen, fiel auf, dass alles neu war. Es roch nach Farbe und kein einziges Hinweisschild war da, also dumm gefragt, bis alles erledigt war, einschließlich Permit für den ganzen Aufenthalt. Aber es gab nicht ein Stück Papier, das behilflich gewesen wäre, um den Weg zu finden. Nur den Hinweis, nicht auf gesperrten Wegen zu fahren. Würden wir ja sowie so nie bewusst tun 😗
Galton Gate
Der Westteil ist recht schön, aber noch schlecht erschlossen. Es ist nicht so staubig wie im Osten, es hat sehr viele Bäume und Büsche. Allerdings hatte es auch keinerlei Picknick Fläche und kaum Wegweiser. Trotz allem haben wir bald ein Wasserloch gefunden und dort Elefanten und kleinere Vegetarier gesehen.
Wer bist Du denn?
Weg da, wir kommen!
Warzis sind auch da
Als wir im Dolomite Camp ankamen, erinnerte alles an die Sossus Dune Lodge. Nur war der Fahrer nicht so auf Zack. Das ging beim Einchecken so weiter, es gab keinen Willkommensdrink. Dafür gab es kurze Irritation, weil Madam hinter der Rezeption sagte, wir würden nur eine Nacht dableiben? Natürlich nicht, wir haben ja zwei gebucht und hier ist auch die Bestätigung des Reisebüros. Madam nickte und wir bekamen den Schlüssel zu Zelt Nr. 6.
Es war ein schönes Zelt-Chalet, mit Blick auf die Ebene, aber leider nicht zum Wasserloch. Abends haben wir noch einen Game Drive für den folgenden Nachmittag gebucht und sind früh ins Bett und haben gut geschlafen.
Gefahren 400km
Elefanten auf dem Weg zum Dolomite Wasserloch
Nacht im Zelt Nr. 6
Etosha Westteil – Morgens Selbstfahren – Mittags geführter Game Drive
Der Tag fing gut an, Katja hat auf dem Weg zum Frühstück einen Stachelschweinstachel gefunden. Nach einem leckeren Frühstück sind wir dann auf eine Selbstfahrrunde los. Wir haben einen Kampfadler, einige Hundertfüssler, viele Sekretärvögel, Kuhantilopen in großen Gruppen, Zebras, Giraffen, Kudus und andere gesehen. Wir standen ganz allein weit über eine Stunde an einem Wasserloch, das war sehr schön.
Sekretär
Kampfadler, vielleicht hat schon jemand bemerkt, dass ich diese Gesellen ganz besonders mag 🤩
Die Tarnung reicht nicht 🤪
Centipede, braucht ganz schön lange bis der unterm Auto durch gelaufen ist 🙂
Schau mir in die Augen kleines
Wenn nichts anderes zu sehen ist, Vögel gibts immer viele
Red Hardebiest, auch eines meiner Lieblingstiere
African Pipit
Webervögel Kolonie, Einfamilienhäuser.
Die Kleinen liegen überall im Schatten, oft nur wenige cm von der Straße weg
Springböcke hat es natürlich auch, nicht nur einen
Blacksmith Lapwing
Warum Zebras immer so rumspritzen müssen?
Oryx in voller Fahrt
Ein etwas genervter Herr, der allein am Dolomite Wasserloch sein wollte
Wirklich allein...
Sobald er geht, kommen die anderen wieder 🙂
Doppelsekretär
Gegen Mittag sind wir dann zur Lodge, um den Lunch einzunehmen und vor dem Gamedrive noch etwas auszuruhen und die Aussicht zu geniessen.
Am Parkplatz war erstmal kein Abholer da, mentales Minus im Bewertungbogen.
Als wir an der Rezeption vorbeikommen, werden wir gefragt, ob wir Zimmer 6 wären. Ja klar, das sind wir. Ob wir denn jetzt endlich auschecken wollten? Wieso das denn, wir haben doch zwei Nächte gebucht. Im System würde aber stehen, dass wir heute in Okaukuejo einchecken müssten. Was, wie, wo? Wir haben einen Voucher für zwei Nächte Dolomite Camp (den sich die Dame beim Einchecken am Tag zuvor wohl doch nicht angesehen hat).
Aber gebucht ist nur eine! Ein Anruf beim Reisebüro und diverse Verwünschungen später ist klar, es gibt keine Möglichkeit im Dolomite zu bleiben, unser Zimmer und der Rest der Lodge ist belegt.
Bis 17:00 Uhr müssen wir 180km Rüttelstrecke bei 60 km/h bis Okaukuejo geschafft haben. Es ist aber schon 12:30 Uhr. Also schnell das Zimmer geräumt, alle verwunschen, die das zu verantworten haben, vor allem die Rezeption, die es nicht geschafft hat, uns beim Frühstück, beim Bestätigen des Gamedrives oder wann auch immer darauf hinzuweisen, dass zwischen Voucher und Buchungsbestätigung eine Differenz ist.
Wir haben noch zwei Lunchpakete kostenlos bekommen, der Manager hat sich entschuldigt, die Enttäuschung über diese Aktion ist aber unendlich.
Und leider bis heute nicht wirklich verdaut. Dass bei einer Buchung etwas schiefgehen kann, kommt einfach vor. Dass man aber nicht in der Lage ist, einem Gast zu sagen, dass es ein Problem gibt, das ist unfassbar. Eigentlich ist die Wut auf die Art und Weise, wie das abgelaufen ist, größer, als die, dass die Buchung prinzipiell schief ging. Denn es wurde uns gesagt, dass wir 3 Nächte in Okaukuejo wären. Es war also „nur“ eine Nacht verschoben.
Man muss sich das bildlich vorstellen, wir werden am Mittag aus dem Zimmer geschmissen.
Namibian Rock Agama, hat versucht meine Wut auf dem Weg ins Zimmer zu bremsen.
Wir haben also hektisch gepackt, dabei vergessen, die Dusche auszurämen 😠 , und sind ziemlich pünktlich um 13:00 Uhr losgekommen. Müsste also reichen, noch vor Arbeitsende der Rezeption in Okaukuejo anzukommen und die Lunchpakete zu verspeisen. Schließlich ist das Mittagessen bisher nur durch Adrenalin ersetzt gewesen.
Der Westteil des Etosha ist so viel lieblicher als der Ostteil, das wurde uns auf der Fahrt nochmal so deutlich. Und wir durften nur eine kurze Runde darin drehen.
Die Fahrt war im Westteil sehr rumpelig, 60 war nicht immer fahrbar. Da das Auto auf dem Wellblech nicht gut die Spur gehalten hat, habe ich den 4×4 zugeschaltet.
An einem Wasserloch hatten sich Geier zum Putzen eingefunden.
Am Sonderkop Wasserloch standen Menschen? Ahh, der Parkservice hatte zu tun. 20m weiter sehen wir einen Kadaver. Auf den ersten Blick ein kleiner Elefant, aber es war ein Rhinobaby.
Man findet manchmal in der Nähe noch den Jäger. So auch hier, keine 10m weiter, im Schatten eines Busches direkt an der Straße, liegt ein Löwe mit Halsband. Unsere erste Katze, und selbst entdeckt!
Da liegt er.
Noch ein bischen näher
Auch ein schöner Rücken und so, aber bitte dreh dich nochmal um!
Es kam ein Auto von hinten, Ranger, und hielt neben meinem Fenster. „Good Afternoon, you have a flat tyre“.
Gibt es die sich selbst erfüllenden Prophezeiungen doch? Haben wir nicht immer gescherzt, wenn wir einen Platten haben, dann im Etosha neben einem Löwen? Es hat 3390 km gedauert, nun ist passiert.
Der Ranger bot uns an, uns zu helfen, wir sollten nur etwa 400m weiterfahren, wegen dem Löwen. Das hat dieser gehört, und ist losgelaufen. Wir also nach hinten.
Hier wird der Kadaver von der Straße weg gezogen, damit es nicht zu Unfällen kommt
Gemeinsam gehts am Besten
20 min. später (es hatte mollige 34 Grad) waren wir etwas staubiger, aber wieder unterwegs. Den freundlichen Helfern haben wir natürlich ein kleines Trinkgeld gegeben.
Trotz des Zeitdrucks, auch für ein Gnu wird gehalten.
Wir haben es nach dieser Unterbrechung ohne weitere Pause gerade so vor 17:00 Uhr geschafft. In Okaukuejo konnte der Tankwart kleinere Reifenschäden mit einem Lederstopfen und etwas blauer Paste in 10 min. reparieren. Kostet 60 namibianische Dollar, also 4 Euro und ein paar Cent im Oktober 2014.
Das Wasserloch ist einfach Klasse in Okaukuejo, nur nicht heute Abend.
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201317. Jan. 2016 · #53
Etosha – Planänderung
Auf dem Weg nach Okaukuejo ist uns klargeworden, neben dem Glück, dass der Löwe schon satt war, als wir den Platten hatten, dass wir auf keinen Fall drei Nächte in Okaukuejo bleiben wollten. Da wir keinen Handyempfang auf der Fahrt hatten, konnten wir erst gegen halb sechs beim Reisebüro anrufen. Wie wir uns es gedacht haben, war freitags um diese Zeit nur der Anrufbeantworter dran. Dieser hat uns aber als Notfallnummer die des Chefs verraten.
Aber genau das ist der Vorteil unseres kleinen Reisebüros, wenn alle Feierabend haben, der Chef kümmert sich trotzdem. Wir haben vereinbart, dass wir versuchen, in der Mushara Lodge bzw. dem Outpost eine Nacht früher anreisen zu können. Und dann dem Reisebüro Bescheid geben. Da das dann doch einfacher hier vor Ort per Telefon zu organisieren war. Das Gute ist, der Sohn des Reisebüro-Chefs hatte erst vor kurzem ein Praktikum in der Mushara Lodge absolviert, man kennt sich also.
Es hat auch geklappt, wir könnten eine Nacht Mushara Lodge und dann die geplanten zwei Nächte im Mushara Outpost für uns nehmen. Die Mehrkosten würde das Reisebüro tragen. Da haben wir dann sofort zugesagt, auch wenn es nicht ideal ist, nach einer Nacht umzuziehen, aber im Outpost war eben nichts frei, „nur“ ein Standardzimmer in der Lodge.
Geplant waren 2-2-2 Nächte, also 2x Dolomite, 2x Okaukuejo und 2x Mushara Outpost. Jetzt sind halt 1-2-1-2 draus geworden. Da die Mushara Lodge uns in sehr guter Erinnerung geblieben ist, haben wir uns sehr gefreut, dass es so weitergeht.
Eigentlich haben wir mehr Glück als Verstand. 😊 Wenn das die restliche Reise nur so bleibt.
Jetzt konnte einem entspannten Okaukuejo Abenteuer nichts entgegenstehen. Bis auf diese Krabbeltiere, die am Abend plötzlich überall an der Wand waren, zum Glück gibt’s Moskitonetze. Im August haben wir die nicht gesehen, scheinen es etwas wärmer zu mögen 🤪
Wall Crab Spider, Körperlänge bis 20mm und die Beine …..
Na das war ja ein Hin und Her bei euch in der Etosha... Ich wäre wahrscheinlich schon verzweifelt 😗 . Aber umso toller, dass doch noch alles ein gutes Ende genommen hat - vor allem eure Reifenpanne 🤩 ...
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201318. Jan. 2016 · #55
Hallo Sarah,
wir waren verzweifelt, die Stimmung als wir Dolomite verlassen mussten war deprimierend und hat sich erst nach einigen schönen Tiersichtungen wieder gebessert. Mushara hat allerdings auch alles getan um es uns gut gehen zu lassen. Darüber bald mehr.
Netti59847 Beiträge · seit 201519. Jan. 2016 · #56
Meine Güte, man könnte glauben es war Freitag der 13. bzw. eine schwarze Katze ist euch übern Weg gelaufen.
Moin Andreas,
so ein Tag braucht kein Mensch, erst die Falschbuchung und dann noch die Reifenpanne. Spätestens da hätte ich einen Herzkasper bekommen. Puuhh, zum Glück ist alles gut gegangen.
Freu mich über die Fortsetzung, die hoffentlich nach eurem Geschmack sein wird.
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201319. Jan. 2016 · #57
Danke für die Kommentare und das Danke-Button drücken. Das fördert die Motivation 🤩
Leider fühle ich mich heute etwas ermattet und erkältet 🤢 , und muss morgen früh Dienstlich weg bis Freitag Abend 🙁 , so dass ich frühestens am Wochende weitermachen kann.Ich verspreche auch, nicht jeden Elefanten und jedes Zebra anzuhängen 😗
Hanne6'152 Beiträge · seit 200620. Jan. 2016 · #58
hallo Andreas,
erstmals gute Besserung. Hut ab wie einigermassen gelassen ihr den Rausschmiss beim Dolomit camp gemeistert habt,. Man steht da einfach machtlos den Aussagen - man hätte nur 1 Ü gebucht - gegenüber. Ich weiss nicht, wie wir reagiert hätten, zumal man ja nicht darauf vorbereitet ist. Auch wenn Mushara im Nachhinein die bessere Lösung war - wir lieben alle Unterkünfte - Outpost sehr- kommen schon etliche Jahre dahin - bleibt doch ein bitterer Beigeschmack. Freue mich auf die Weiterreise ohne unangenehme Zwischenfälle. Liebe Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201323. Jan. 2016 · #59
Hallo Hanne,
Danke für die Genesungswünsche. Geht schon besser 😉
Gelassen ist der völlig falsche Eindruck. Leider. Katja wars zum heulen, und ich war irgendwo zwischen "gebt mir jetzt blos kein Gewehr" und "alles egal, wir haben noch einen langen Weg, nichts wie weg"
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201323. Jan. 2016 · #60
Etosha – Okaukuejo Man kann ja im Forum lesen, dass man keinen Game Drive vom NWR buchen braucht, da man selbst überall hinfahren kann. Das ist soweit auch richtig. Nur nachts kann man das nicht. Also haben wir uns auf einen Night Drive angemeldet. Mal sehen, was es in der Nacht so gibt.
Nach einem Frühstück, das vor allem satt macht und jetzt im Oktober auch im Freien genossen werden kann (im August 2012 ging das nicht) sind wir erst noch ans Wasserloch. Gnus kamen zum Trinken.
Gnus am Wasserloch
Dann sind wir den Vormittag selbst im Park unterwegs gewesen.
Zebras, wie immer am spritzen
Die Landschaft war unwirklich
Kudufamilie
Glanzstar
Springbock im Profil
African Pipit
Black Korhan
Gegen Mittag wurde es heiß. Die Springböcke suchen Schatten
Bis jetzt viele Tiere, aber nichts wirklich Außergewöhnliches. Am Newbroni Wasserloch sahen wir schon von weitem etwa 50 Elefanten.
Ein tolles Schauspiel. Wenn wir da nicht genau zwischen diese Autos geraten wären. Auf der einen Seite ein Videofilmer, der gleich laut mitkommentiert hat, was da zu sehen sein soll. Auf der anderen Seite eine vierköpfige Gruppe, drei Männer und eine Frau, alle so etwa Mitte 20, die sich offensichtlich alle gegenseitig im lautstark pubertäre Kommentare geben übertreffen mussten. Nach 10 Minuten war dieses Naturschauspiel durch diese Menschen so unerträglich geworden, dass wir geflüchtet sind.
Auf dem Rückweg dann ein White Rhino, ein Breitmalnashorn
Noch ein Gabar Goshhawk
Nachmittags stand Ausruhen auf dem Programm. Nichts tun, ans Wasserloch gehen und immer noch nichts tun. Viel trinken, es war fast 40 Grad heiß.
Maskenweber
Night drive
Es gab zwei Fahrzeuge und ein paar Wartende. Irgendwann dann die Erklärung, ein Fahrzeug für eine Reisegruppe, das andere für alle anderen. Irgendwie habe ich es in Reihe eins direkt hinter den Fahrer geschafft. Das ist nicht schlecht, da versteht man wenigstens was er sagt, ganz hinten hab ich auch schon öfter nichts mitbekommen….
Der Fahrer hielt während der Fahrt einen Scheinwerfer in der Hand (Rücklicht war an, ansonsten keine Beleuchtung am Fahrzeug), um Tiere zu finden und nicht von der Straße abzukommen. Anfangs war der Scheinwerfer weiss, später kam dann eine rote Scheibe drüber.
Gesehen haben wir zuerst gar nichts, dann nicht viel mehr. Es war ziemlich enttäuschend. Da es relativ kühl war, war es zwar interessant und angenehm, aber es schien doch zu teuer zu sein. Das merkte dann auch irgendwann der Fahrer. Also haben sich die beiden Fahrzeuge vereinbart, zum Ombika Wasserloch zu fahren, da waren am Nachmittag noch Löwen. Aber auch hier gab es nichts, bis der Fahrer eine Bewegung im Gebüsch sah.
Eine braune Hyäne! Wir konnten sie eine Zeitlang beobachten (sie sind selten zu sehen in diesem Teil des Parks).
Der Fahrer hat dann doch sehr intensiv nach der Löwengruppe gesucht – und schliesslich auf einem offiziell gesperrten Weg gefunden: eine Löwin, 3 Jungtiere und 2 Männchen. Völlig relaxed und nicht im mindesten durch uns und die irgenwann dann doch erlaubten Blitze gestört.
Zwei Löwen...
Nachtaktive Tiere haben wir leider gar nicht gesehen.
Um 23 Uhr kamen wir zurück. Der Torwächter hat wohl schon geschlafen, unser Fahrer musste selbst öffnen und war nicht sehr amused…
Noch einmal ans Wasserloch und siehe da, Breitmaulnashorn mit Kalb war da.