AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201308. Jan. 2016 · #21
Klein Aus Vista – Eagles Nest – The Wall
Am Morgen haben wir noch einmal das tolle Frühstück in der Alten Kalköfen Lodge genossen, das Gewächshaus mit den Lebenden Steinen ausgiebig besichtigt und der Vogelmama beim Füttern ihres Jungen in der Kanne zugeschaut. Danach hatten wir Afrika live, die Verbindung des Kreditkartenlesegerätes zur Bank ging nicht, wohl in der ganzen Region nicht. Also bar bezahlen. Kein Problem, hat doch erst gestern der Geldautomat (ATM hier in Namibia) gestreikt.
Gewächshaus
Arrangement mit Teekanne fürs Vögelchen im inneren des Restaurants der alten Kalköfen Lodge
So fahren wir also mit ca 200 Namibianischen Dollar (ca. 15€) Restbargeld los. Würden wir wie geplant weitermachen, käme der nächste ATM erst in ein paar Tagen wieder, also Planänderung, wir werden am Montag nach Lüderitz fahren, statt einen Ausflug mit den Lodge Betreibern zu machen, um Geld zu holen und die Stadt anzusehen.
Gefahren sind wir über die D462 zur D463 und von da auf die C13. Die D-Pads waren sehr ordentlich, die C13 sogar asphaltiert. Die D463 ist eine wunderbare Pad, sie hat alles: Wasserdurchfahrt, loser grober Splitt, tiefer Sand und natürlich Steigungen und Gefälle, die man auf öffentlichen Straßen nicht erwartet. Insgesamt recht gut zu fahren, wir haben ja ein kräftiges SUV mit Allrad.
Zwei Gabar Goshawks
Nachdem wie in Aus angekommen sind, war der Weg leicht zu finden. Nach dem Check-In begüßte und Piet, der Manager und teilte uns mit, dass der Guide von Klein Aus Vista gerade frei hat, es gibt also kein geführtes Programm. Von daher ist der ATM-Ausflug nach Lüderitz gar nicht so schlecht. Piet hat uns dann noch den Tipp gegeben, heute im Restaurant zu essen und morgen zu grillen, da morgen zwei Busse zum Abendessen da wären. Und das wäre für uns dann doch zu viel. Wie recht er hat.
Das Abendessen war nichts herausragendes, nur deutlich teurer als zuletzt und wesentlich unpersönlicher. Man merkt deutlich, daß Klein Aus Vista gar nicht so klein ist.
Gefahren 330km
Die Umgebung ist zwar karg, aber es gab einige Vögel, laute Grillen, und wenig Nachbarn.
Rotstirnbartvogel
Cape Bunting
Einen schleichenden Plattfuss hinten rechts hatten wir dann doch. Ab hier alle zwei Tage aufpumpen....
Die erste Nacht im „The Wall“, wie unser Bungalow heisst, war etwas anstrengend. Der Wind, den es die ganze Zeit über gab, ist zum Sturm ausgewachsen. Es gab Gewitter und ein klein wenig Regen. Hauptsächlich aber Sandsturm und Windgeheule. Man wohnt schon sehr nah an der Natur. Wenn weder Wind noch Sand zu hören war, kamen die Mäuse. Es war immer was los.
Unser Ausflug nach Lüderitz startet nach dem Frühstück. Erster Halt Wasserloch Garub mit den berühmten Wildpferden. Beim Aussteigen war der typische Geruch sofort wahrnehmbar. Leider war es auch ziemlich windig, so dass ein längerer Aufenthalt von allein unwahrscheinlich wurde. Die Pferde waren im Gegenlicht nicht besonders gut zu fotografieren, hier trotzdem ein Beweisfoto
Pied Crow
Lüderitz selbst zeigte sich hochnebelig grau und mollige 15 Grad Celsius warm . Die Hauptaufgabe, einen ATM zu finden, war leicht. Nur dass der erste von der Bank Windhoek auch nicht funktionierte. Diese Bank hat gerade große Probleme mit der Technik. Dafür bin ich wenige Meter weiter zur Standard Bank, und hier ging die Technik, und es wurden 5000 NAD, statt der sonst üblichen 2000 NAD ausgegeben.
Wir sind noch kurz in den Spar und in den Waterfront-Komplex. Hat uns alles nicht wirklich gut gefallen, spannender war die Bahnhofbaustelle. Oder das was da mal fertig werden soll.
Der Ausflug zur Second Lagoon um Flamingos zu sehen, war von mäßigem Erfolg gekrönt, es gab Flamingos, aber wenige und weit weg. Alles bei supergrauem Himmel. Nichtmal ein Foto haben wir Lüderitz gemacht.
Auf der Rückfahrt durften wir wieder TAB (Thats Africa Babe) sagen. Baustelle, 3 km einspurig, mit wechselnden Freigaben. Bei uns gibt es da eine Ampel, fertig. In Namibia sitzt ein tief vermummtes Wesen (es ist schließlich sehr kalt), mit Handschuhen, wie im Kühlhaus, und redet per Funk mit der anderen Seite, wann das Stop-Schild auf GO gedreht werden darf. So weit so gut. An dieser Baustelle nun, wurden wir trotz Stop-Schild vorgewunken und uns dann erklärt, dass die Kommunikation unterbrochen wäre und wir einfach nach dem nächsten Auto losfahren sollen. Falls doch jemand entgegenkommt, einfach ausweichen.
Näher sind wir nicht hin
Zurück in Aus, hatten wir einen längeren Tankstopp, nicht nur, weil der Tank ziemlich leer war, sondern weil ein Laster (irgendetwas offizielles) sehr langsam getankt wurde (viele Ersatzkanister). Hierbei wurden wir zum ersten Mal auf den Rhino Poacher Aufkleber angesprochen. Es war ein einheimischer Fahrer eines Safari Busses. Er meinte, wo ich den Aufkleber herhabe und dass beim nächsten doch alles Weiß und die Buchstaben größer sein müßten. Am meisten hat der weitere Gesprächsverlauf imponiert: „Das müsste dann noch auf Chinesisch drauf stehen“, es scheint auch in Namibia einige sehr aufzuregen. Am Abend haben wir gegrillt. Mit dem Braai-Paket der Lodge waren wir sehr gut bedient und leider blieb was übrig, so reichhaltig war das Ganze. Die Nacht war Windfrei und sowas von ruhig. Traumhaft, hier muss man auch wieder herkommen. Kein Handy, kein WiFi, einfach Natur.
Champagner8'678 Beiträge · seit 201008. Jan. 2016 · #22
Aaaaandreas, sodele, jetzt bin ich auch wieder auf dem neuesten Stand! 🙂 Ich lese zwar schon die ganze Zeit mit, musste aber zwischendrin mal abreißen lassen.... 😕 .
Vielen Dank für die schönen Fotos und den unterhaltsamen Bericht - ein bisschen tröstet es mich ja, dass man auf deinen Bildern auch nicht immer blauen Himmel sieht...Auf der anderen Seite hoffe ich sehr, dass das Wetter sich jetzt ein bisschen zusammenreißt, denn ich bin schon sehr gespannt auf deine Fotos von Wolwedans (da werde ich wohl nie landen, bin aber immer neugierig darauf)!!
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201308. Jan. 2016 · #23
Beeele, schön dass Du auch noch reinhüpfst.
Nachdem wir das garstige Lüderitz verlassen haben, ist das Wetter wirklich besser geworden. Man sieht auch auf einigen Fotos, dass Eagles Nest nicht nur bewölkt war. Lüderitz war Wettertechnisch der Tiefpunkt, Wales erinnerte sehr stark an das 🤪 Wolwedans ist dann der nächste Abschnitt, aber da ich da so endlos viele Bilder (von Oryxen) gemacht habe, werde ich wohl mehrere Teile draus machen müssen. Sonst blicke ich es gar nicht mehr 😵 auch ganz liebe Grüße Andreas
Champagner8'678 Beiträge · seit 201008. Jan. 2016 · #24
AndreasG2523 schrieb: Wolwedans ist dann der nächste Abschnitt, aber da ich da so endlos viele Bilder (von Oryxen) gemacht habe, werde ich wohl mehrere Teile draus machen müssen.
So, jetzt oute ich mich auch mal als Schwarzfahrer, verfolge schon die ganze Zeit den Bericht. Wir kennen ja einige Orte und Unterkünfte und ich finde es immer wieder interessant wie andere es dort erlebt haben. Lottas Anhang, Günter
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201309. Jan. 2016 · #27
Wolwedans – Teil 1
Abschied von Klein Aus Vista
Vom Eagles Nest sind wir erst nach ausgiebigem Frühstück gegen 10 Uhr gestartet. Die Pads Richtung Wolwedans waren fürs Durchschütteln bestens präpariert. Wir haben die wirklich schöne Strecke über die D707 genommen, für die wir etwas mehr als 2h gebraucht haben. Die Landschaft, die Farben einfach schön.
Gabar Goshhawk
Wir steuern auf der C27 nach Norden, irgendwo links von uns muss die Namibrand Nature Reserve sein. Aber nur Hügel und Reste von Weidezäunen. Dann, nach links die Einfahrt. Was für eine Pad!
Wir sind da!
Klare Anweisungen
Wir hatten im Vorfeld so viel von Wolwedans gehört und alle haben geschwärmt ohne Ende. Wichtig sei, im Dune Camp zu wohnen. Das Dune Camp besteht aus 6 Wohnzelten für Gäste, einem Hauptzelt mit Küche und den Personalunterkünften. Was uns hier wohl erwartet?
Schon auf dem Weg zur Rezeption, die Tiere hier haben einen viel geringeren Fluchtreflex
Gegen 15 Uhr kamen wir dann Richtung Wolwedans Rezeption. Und mussten erst mal die Augen reiben, kommt uns da nicht ein Porsche Cayenne entgegen? Ja, doch und mit Stuttgarter Kennzeichen! Und er war nicht allein, der Porsche Travel Club war mit ca. 20 Fahrzeugen auf dem Parkplatz das klar dominierende Bild. Am nächsten Tag waren die aber alle wieder weg. Sie wohnten auch in der Dune Lodge, das ist die "Massenunterkunft" mit 9 Chalets und einer Suite.
Die Heimat lässt Grüßen, oder wenn man nicht mehr weiss, wohin mit dem Geld, hier sind sie richtig.
Für Wolwedans bucht man immer ein All-Inclusive Paket, das auch einen Guide beinhaltet. Unserer hies Teresius und hat seinen Lieblingslandy Sophie meist dabei gehabt.
Teresius
Teresius hat uns in Empfang genommen, nach dem Willkommensdrink ging es dann direkt zum Dune Camp. Auf dem Weg versuchte Teresius, uns alle Optionen für die kommenden 2 Tage zu erklären. Das hat uns erstmal komplett überfordert.
Aussicht vom Bett - Warum hier wieder weggehen?
Aussicht von der Terrasse
Die Terrasse von Zelt Nr. 1
Abends ging es zur ersten Sundowner Tour.
Oryx sind überall auf Wolwedans, wirklich überall (selbst UNTER den Zelten)
Aus dem Auto heraus, haben sie praktisch keine Scheu, nur wenn man aussteigt, werden sie nervös.
Aussicht vom "Marriage Point" einer schönen Düne
Tok-Tokkie Käfer, oft zu sehen, schlecht zu fotografieren
Endlich Sundowner
Einhorn (männlich, Horn im Kampf verloren) im letzten Tageslicht
Anschliessend Abendessen mit allen anderen, die im Dune Camp übernachten (max. 12 Personen) an einem großen Tisch. Heute waren wir 14, weil ein amerikanisches Paar, das eigentlich Dune Lodge gebucht hatte, wegen dem Porsche Travel Club nach in ein Reservezelt im Dune Camp wohnen durfte. Sie haben das sehr genossen. Die Tischnachbarn waren alles freundliche nette Zeitgenossen, wobei irgendwann raus kam, dass man auch mit dem Flugzeug aus Windhoek anreisen kann, oder als Schweizer Bänker einfach die Frau fahren lassen kann und selbst ein Buch lesen. Nach reichlich Amarula ging es in das Traumzelt.
P.S. musste zwei Bildunterschriften korrigieren. Marriage Place kommt erst noch und der Tok-Tokkie auch....
ich fahre auch schon ein paar Tage als blinder Passagier mit und gebe mich jetzt mal zu erkennen. Sehr schöner Reisebericht, spannend, tolle Aufnahmen, informativ und genau richtig um's Reisefieber noch mehr zu schüren 😄
Freu mich auf weitere Zeilen und Bilder von Dir! LG, Mel
ich freue mich über deinen Bericht! Viele der Lodges haben wir auch schon besucht, das weckt wieder ganz doll die Sehnsucht! Und die Bilder sind phantastisch!
Viele Grüße Tanja
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201310. Jan. 2016 · #33
Wolwedans Teil 2
6:12 Uhr, die Sonne geht auf
Morgens ist das Licht einfach schön
Am nächsten Morgen, es ist bereits der 8. Oktober, und damit schon eine Woche vorbei 🤨 Gegen 6 Uhr wurde ein Tablett mit Kaffee, Tee und Biscuits von einer guten Seele ganz leise ans Zelt gebracht (damit man schon etwas gestärkt zum Frühstück geht). Natürlich ist das feine Klingeln des Porzellans wie ein Wecker in dieser Ruhe.
Die "Weg zum Frühstück" Stärkung
Morgendlicher Besucher, eine Krähe
Um 8 Uhr ging es mit Teresius und einem Schweizer Paar zur einer 1/2 Tages Tour. Wir haben uns für die Nordrunde entschieden. Das ist vom Camp aus gesehen Richtung Einfahrt und Sossusvlei. Ein besonderes Highlight war sicherlich die Sichtung junger Oryx Antilopen, die kaum 4 Wochen alt schneller als unser Land Rover Sophie waren.
Erstmal warten auf Teresius
Spuren im Sand, Horn Adder
Wo man hinkommt, Oryxe.
Plain Sand Lizard
Spotted Desert Lizard, sauschnell
Die Dunkle Farbe im Sand, ist Eisen
Desert Melon. Wasserspeicher in der Wüste
Eingang zur Höhle der Dancing White Lady
Dancing White Lady, Männchen
Das Rennbaby
Eigentlich habe ich die Korhaans fotografiert....
Nachmittags haben wir uns eine Massage vor unserem Zelt gegönnt. Ganz schön dekadent. Aber soll man sich im Urlaub nicht auch etwas erholen?
Abends wieder Sundowner Fahrt, diesmal zum sogenannten Hochzeitsplatz. Wer auf Wolwedans heiraten möchte, wird es an dieser Stelle am frühen Morgen tun.
Scalyfeatherd Finch (Schnurrbärtchen)
Jetzt aber wirklich, der Hochzeitsplatz!
Anschließend Abendessen zusammen mit den Anderen. Der Eigentümer von Wolwedans, Stefan Brückner, war auch dabei. Er gab uns in einem interessanten Gespräch Infos zu Wolwedans und zu seiner Einstellung. Meiner Meinung nach, macht Stefan Brückner alles richtig und ein Besuch auf Wolwedans füllt nicht nur seine Taschen, sondern unterstützt vor allem Anderen die Natur und die lokale Bevölkerung. Von daher immer wieder gerne werden wir zurückkehren, wenn wir in der Gegend sind.
Am nächsten Morgen wieder Frühstück um 7 Uhr (es war recht frisch), da um 8 Uhr Abfahrt zur Ganztagestour mit Teresius (diesmal nur wir zwei Beide) angesagt war. Es ging in den Süden. Vorbei an den anderen Unterkünften (Private Camp, Boulder Camp und später noch Dune Lodge, Werbung musste wohl sein) durch unglaublich schöne Dünenlandschaften. Hier wurde uns Offroad Fahren vom Feinsten auf weichem Sand gezeigt. Es ging in die Berge, bzw. um diese herum.
Der Wind hat den Sand zwischen den Wurzeln verweht, jetzt schwebt der Baum
Es hat steiler gewirkt....
Teresius nannte ihn "Soldier Lizard", weil er immer den Kopf schüttelt...
Keine Kobra drin
Ein Social Weaver
Klip Springer
Lunch haben wir im sog. Hard Rock Cafe (einer Ansammlung von grossen runden Felsblöcken inmitten der Savanne) Tiere waren leider etwas schüchtern heute, die Sichtungsfee hatte frei. Immerhin ist kurz vor uns ein Leopard auf der Fahrspur spaziert. Das hat zumindest Teresius aus den Spuren gelesen.
Es wird angerichtet, im Hard Rock Cafe
Ein paar Schritte weit weg
Neugierige Besucher, Mountain Chat
Yellow Mongoose, warum nur Yellow?
Ground Squirrel
Die Mamis passen ganz schön auf, wenn man aus dem Auto steigt.....
Die 120 km haben wir in gut 8 Stunden hinter uns gebracht, dann stand Auspannen an.
Über das Essen habe ich bisher nichts geschrieben. Ganz einfach, weil ich nciht mehr weiss, was es gab. Ich weiss nur noch, es war phantastisch. Eine Küchenhilfe hat die Menüfolge in ihrer Heimatsprache vorgetragen, die Küchenchefin hat es dann auf Englisch übersetzt. Als Stefan Brückner da war, waren die Damen so dermaßen nervös, dass sie einem schon leid tun konnten. Wollten sie doch alles für den Big Boss richtig und gut machen. Zu essen gab es reichlich, zum Abnehmen braucht man nicht nach Wolwedans fahren 🤪
Ein letzter Blick auf "unser" Zelt, gleich kommt Teresius und bringt uns zum Auto zurück......
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201410. Jan. 2016 · #34
Hallo Andreas,
Wolwedans, für uns eine der schönsten Gegenden im Namib Rand Gebiet. Nur noch Kanaan bietet solch geniale Landschaft. Schöne Fotos die Du uns zeigst.
LG Hartwig
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
jetzt spring ich hier auch noch auf.... sooo schön...... ...für alle Afrikevirus Infizierten ist das Forum hier echt....man kommt gar nicht mehr weg......machts aber auch nur noch! schlimmer als es eh schon ist. Sehnsucht!!! vielen Dank an Alle für die vileen tollen Berichte.
Ich hatte das Virus schon lang bevor ich das erste Mal da war
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201311. Jan. 2016 · #37
Sossus Dune Lodge
Da die Fahrstrecke von Wolwedans zur Sossus Dune Lodge nur knapp 100km lang ist, haben wir den Tag nochmals in der Ruhe des Dune Camp begonnen. Wir sind nach dem Frühstück und dem Auschecken erst kurz nach 10 Uhr aufgebrochen. Die 20 km bis zur Hauptstraße kamen uns noch rumpeliger als bei der Anfahrt vor. Auf die C27 eingebogen und locker bis zum Eingang des Sossusvlei Parks gefahren.
Beim ersten Mal hier, 2010 im August war das, hatten wir morgens Nebel und keinen Sonnenaufgang, wir wohnten 60km vom Parkeingang weg, so dass die An- und Abreise anstrengend war. Daher haben wir uns für die Sossus Dune Lodge im Park entschieden.
Wir haben, ja auch dank des Forums, uns viele Gedanken gemacht, ob es gut ist nach dem Paradies Wolwedans in die Obhut des NWR (Namibian Wildlife Resorts) und einer seiner Lodges zu gehen Wir werden schon sehen, ob uns das gefällt.
Am Tor haben wir kurz angehalten, um die Buchungsbestätigung aus dem Rucksack zu ziehen und dann an die Pforte. Der Torwächter des MET (Ministy of Environment and Tourism) oder was auch immer, war kaum zu verstehen. Warum wir neben dem Tor gehalten hätten? Die Buchungsbestätigung interessiert ihn doch nicht. Die Liste ausfüllen, das macht er. Rezeption und Parkgebühren bitte dort hinten bezahlen. Alles klar, ein leicht mürrischer Torwächter. Wenn die alle hier so sind?
Also los ins Office. Das ist aber die Rezeption für den Campingplatz, hat der Kerl am Tor das so missverstanden? Aber dann doch gleich daneben die Parkgebührzahlstelle. Ob wir Heißluftballon fahren wollten? Ja klar, aber das haben wir doch schon gebucht! Ja dann wird die Parkgebühr für einen Tag erlassen. Gut, die Gebühr bezahlt, und mit der Kirche ums Dorf geschickt worden. Die Lady sagte uns, wir sollten vom Tor zum Cayon fahren und dann zur Lodge. Das ist gefühlt doppelt so weit, wie gerade in den Park und dann die Privatstraße zur Lodge. Das kann ja heiter werden mit dem NWR, wenn das so weiter geht.
Am Parkplatz der Sossus Dune Lodge stand ein einsames NWR Auto, ein Schild verbietet, weiter zu fahren und ein anderes weist auf einen Fußweg hin. Da wird es wohl zur Lodge-Rezeption gehen. Also losmarschiert. Nach 20 m kommt uns ein Golfcart entgegen, der Fahrer entschuldigt ernsthaft und aufrichtig sich fürs zu spät kommen. Bringt uns zum Auto zurück, packt das Gepäck auf und bringt es bis ins Zimmer. Nett, freundlich, hilfsbereit. Bei der Schlüsselübergabe auch. Alle hier. Wunderbar. Das Zimmer bzw. das Chalet sind zwei ineinander gebaute typisch afrikanische Rundbauten mit Strohdach und Zeltwänden, drinnen Platz zum Tanzen, große Fensterfront, große Terrasse, super Ausblick.
Eigentlich wollte ich keine Bilder von Zimmern posten, aber das hat es verdient
Am Nachmittag fahren wir über die private road zur Hauptstrasse ins Sossusvlei und fahren zur Dune 45. Wir versuchen los zu Laufen und dann kraxeln ein Stück hoch. Der Wind bläst abartig, und wir beschliessen jetzt und hier noch Bilder zu machen und wieder nach unten zu gehen. Weniger als 50% haben wir geschafft. So what? Auch wegen der latenten Angst von Andreas, wenn es stark windet und der Untergrund kein Fels ist. Mein Schutzengel hat definitiv in solchen Situationen schon seinen Dienst getan…..
Wind, dass einem der Sand sonstwohin geblasen wird....
Wobei die Leute nach uns, auch nur 5m weiter sind, wohl um ein Foto zu machen mit nur ihren Fussspuren 😉
Wir fahren zurück bis zum Main Gate, sehen unterwegs noch den ersten Schakal und einen Sekretär. Versorgen uns mit Savannah und machen unseren privaten Sundowner im Room No. 21. Beim Dinner erfahren wir, dass wir für die Ballonfahrt am nächsten Morgen um 5 Uhr 50 am Main Gate stehen sollen. Also gehen wir zeitig schlafen. und schlummern selig. Für eine staatliche Lodge ist hier alles sehr gut, freundlich und organisiert. Woher der schlechte Ruf der NWR Lodges kommt, von hier definitiv nicht!
Gefahren 190km
Heißluft Ballon Fahrt
Wir haben uns schon vor der Reise gesagt, das mit dem Heißluftballon müssen wir mal ausprobieren. Und damit haben wir uns dann in das nächste Highlight gestürzt.
Aufstehen um 4:30 Uhr. Stockfinster, trotz abnehmenden Mondes. Kurz nach 5 Uhr am Speisesaal kein Frühstückspaket hinterlegt (war uns wegen nicht eingenommenen Frühstücks wegen Ballonfahrens so gesagt worden). Nur Lunchpakete. Ratlos, vielleicht doch ein wenig unorganisiert hier? Der Nachtwächter meint, einfach ein Lunchpaket nehmen. Gut, dann eben kein Frühstück, aber dafür Lunch. Zum Auto gelaufen, um die Zeit ist noch kein Fahrdienst da, und wieder mal die Toyota-Techik verflucht, dass das Auto hupt, wenn es aufgeschlossen wird.
Wir sind zu früh und warten am geschlossenen Tor. Pünktlich kommt der Abholer. Wir sind die ersten im Bus. Es folgt noch eine Abholstation, die Sossusvlei Lodge, wenige 100m weiter. Dann fahren wir in die beginnende Dämmerung Richtung Startgelände.
Das ist heute bei der Kulala Lodge. Dort sind zwei Ballone, unser Bus wird zum zweiten geschickt. Wir schauen uns das Aufheizen von weitem an, es heisst plötzlich einsteigen. Dank eines wenig einsichtigen Dränglers sind wir die Letzen, die in den Korb klettern. Da war was mit den Ersten und Letzen und so.
Um 6:45 Uhr ging es los. Ein leichter Ruck und ein Zischen der Brenner sind alles, was den Unterschied zwischen am Boden und Airborne ausmachen. Die Helfer winken noch und es geht zügig hoch. Dadurch, dass wir als Zweite gestartet sind, haben wir immer einen Ballon vor uns. Sehr fotogen.
Bis ca. 1200m über dem Boden steigen wir auf, um die richtige Windrichtung zu finden. Die Sicht ist leider nicht ganz klar, das gibt aber dafür sehr schöne Bilder mit dem zweiten Ballon. In dem sass die Bosch Automotive Namibia Tour 2014. Es war zwar der amerikanische Ableger, aber sowas könnten sich deutsche Firmen auch mal abgucken….
Landung des ersten Ballons
Und raus mit der Heissluft
Um 8:05 Uhr waren wir sicher gelandet. Nach einem opulenten Sektfrühstück in der Wüste ging es zurück in die Lodge.
Sektkorken werden mit der Machete entfernt
Eine junge Grasschlange, Cross-marked Grass Snake, wurde beim Ballonabbauen gefunden
Was für ein Erlebnis. Ganz sicher nicht das letzte Mal!
Nach ein wenig Erholung, sind wir gegen 14:00 Uhr los Richtung Deadvlei. Unterwegs haben wir die Lunchpakete verspeist und sind dann recht alleine am 4×2 Parkplatz angekommen. Nach kurzer Diskussion haben wir beschlossen, unseren 4×4 stehen zu lassen und den Shuttle zu nehmen. Von wegen, das mit dem Tiefsand testen wir nicht hier, wenn kaum noch Hilfe da ist. Der Fahrer des Shuttle meinte trocken: „Warum fährst Du nicht selbst bei so einem tollen Auto? Einfach den Reifenluftdruck auf 1,8 Bar (in jeder Quelle habe ich bisher eher 1,6 bis 1,5 gehört) und los.“
Nach der Versicherung, dass uns geholfen wird, wenn es doch nicht klappt, haben wir den Luftdruck auf 1,8 gesenkt.
Und das Abenteuer Tiefsand begann. Es war wirklich fast so einfach, wie der Shuttlefahrer meinte, und wir kamen am Deadvlei Parkplatz an.
DeadVlei 4x4 Parkplatz
Die 1,1 km ins Vlei gelaufen und schon waren wir da.
Nach wenigen Minuten waren wir ganz Mutterseelen allein im Vlei. Und kurz darauf fingen die Schatten an länger zu werden. Wenn man sich überlegt, was morgens los ist, ist es absolut verwunderlich, dass man abends alles allein hat. Gut, durch das Wohnen im Park waren wir privilegiert, was die Rückkehrzeit angeht. Wir mussten erst eine Stunde nach Sonnenuntergang in der Lodge zurück sein. Alle, die draußen wohnen, müssen zum Sonnenuntergang am Tor sein (65km bei einem Tempolimit von 60km/h). Also können wir bis Sonnenuntergang im Dead Vlei bleiben bei etwas zügigerer Rückfahrt und großzügiger Auslegung der 60 Minuten 😈
Durch das späte Fahren, sieht man sehr viel mehr Tiere als am Tag und kommt eher langsamer voran…
Mitten im Sandkasten, und ganz allein
Rennender Schakal im letzten Licht des Tages
Das anschließende Abendessen in der Lodge wurde durch einen weiteren Schakal unterbrochen. Das verdutzte Tier wurde 4m vom Restauranteingang durch Fotoblitze in die langsame Flucht geschlagen. Der kommt wohl öfter vorbei.
Im Forum hat mal jemand nach dem perfekten Tag im Sossusvlei gefragt. Dieser Tag war für uns mehr als perfekt.
AndreasG2523Themenstarter938 Beiträge · seit 201312. Jan. 2016 · #39
Danke an CuF, Daxiang und alle anderern Vogelkenner. Ich versuche mein Bestes, aber es gibt so viele ähnliche Piepmätze. Mein Bestimmungsbuch hat leider nur englische Namen (Latein lasse ich mal ganz weg) aber dafür Bilder, mit denen ich schon ein paar mal richtig lag 🤩
@Lotta/Günter: Schön, dass unser Erlebnis für Euch eine Bestätigung ist. Wir waren wirklich überrascht wie gut die Lodge ist, vermutlich weil wir das Schlimmste erwartet haben, und NWR auch schlimmer kann. Kommt noch in unserem Bericht die Szene....
Die nächste Etappe ist Swakopmund. Da wir dort auch 3 Nächte waren, werde ich das auch wieder in zwei Teile zerlegen, da es wieder viel zu erzählen und einige Bilder gibt, die ich noch ein wenig aufhübschen muss. Dauer also noch ein wenig, bis es weitergeht. GLG Andreas
tolle Fotos, sehr schöner Bericht, das Reisen mit Dir erweckt Erinnerungen, an die Sossus Dune Lodge. 🙂 Die Lodge fand ich 2009 auch sehr schön, allerdings war das Essen damals nicht so gut. Wir hatten damals eine Tour ins Vlei direkt in der Lodge gebucht. Um 04:30 Uhr Abfahrt, dafür waren wir die ersten und ganz alleine zum Sonnenaufgang 🤩 Nach der Besteigung Big Daddy gab es einen wunderbaren gedeckten Picknik-Tisch mit heißen Kaffee, was unser Guide bereits vorbereitet hatte, der einfach nur toll. Freue mich auf die nächsten Stationen 🙂
Liebe Grüße Inka
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt.
Paulo Coelho
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