VW-Polo

20 Antworten · 5'113 Aufrufe · gestartet 16. Nov. 2015 von Igor
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201416. Nov. 2015 · #1
Hallo liebes Forum,

wir sind dabei für Oktober 2016 eine klassiche Namibia-Rundreise (Kalahari - Fisch-River - Lüderitz - Namib - Swakopmund - Etosha-Park) zu planen. Der Autovermieter meint, dass dafür ein VW-Polo oder ein ähnliches Fahrzeug ausreichen würde.

Wie sind Eure Erfahrungen?

Gruß Igor.
2'534 Beiträge · seit 200716. Nov. 2015 · #2
Hi Igor,

"ausreichen" tut ein VW Polo für diese Strecke sicher.
Die Frage ist, wer mit einem Polo dort fahren möchte 😉.

Für die Tierbeobachtungen in Etoscha ist es auf jeden Fall von Vorteil, wenn man ein wenig höher sitzt. Es muss kein 4x4 sein, aber ein bisserl was höheres als einen Polo würde ich dir schon empfehlen.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
4'129 Beiträge · seit 200816. Nov. 2015 · #3
Klar kannst du das mit dem Polo machen.
Haben wir auch schon gemacht, quasi die "gleiche" Strecke - mit 2 Personenzelt und Mini-Kocher.
War ganz toll - und selbst Crayfish haben wir uns damit gekocht... - es muss nicht immer die Luxus-Ausstattung sein.
So reist man kostengünstig.

Und für's Fotografieren von Tieren ist es absolut Super!!
Du sitzt schön niedrig, - das ist sehr imposant. Unser schönstes Leo-Bild haben wir damals aus dem Polo heraus gemacht, wir saßen direkt vor seinem Näschen - eben auf Augenhöhe.

Einzig für die "Übersicht" ist die niedrige Sitzhöhe von Nachtei, was im Etosha eher nicht so von Bedeutung ist.

Viel Spaß
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2015
12 Beiträge · seit 201516. Nov. 2015 · #4
Hallo Igor,
wir sind seit 2 Wochen zurück und uns haben auch einige Fomis gesagt, dass wir für diese Tour keinen 4x4 brauchen.
Letztlich habe ich es nicht bereut, einen Allrad gebucht zu haben.
Bei einigen Wasserlöchern im Etosha war die Anfahrt doch sehr steinig und dort möchte ich keinen Polo haben.
Hatten einen Ford Ranger und wir waren sehr zufrieden mit dem Wagen.

Gruß
Jürgen
1'287 Beiträge · seit 200816. Nov. 2015 · #5
Hallo Igor,

Du kannst die Strecke problemlos mit einem Polo fahren. Es wird auf den Gravel-Pads etwas lauter sein als in einem höheren Auto. Die Frage der Tierbeobachtung ist ja bereits auf zweierlei Weise beantwortet.

In einem früheren Beitrag habe ich mal das Augenmerk auf eine nicht rationale Entscheidungsmotovation gelegt: "Die Coolness" 🙂

Am Ende des Tages musst Du entscheiden, ob es Dir die Mehrkosten wert ist.

Viel Spaß bei der Reise (egal in welchem Wagen)
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2015
Themenstarter6 Beiträge · seit 201416. Nov. 2015 · #6
Hallo zuammen,

vielen Dank für die schnellen Antworten. Aus Gründen der Verkehrssicherheit sollte man auf Schotterpisten nicht schneller als 80 km/h fahren. Ist dies auch mit dem Polo möglich oder muss man hier extrem langsamer fahren.

Gruß
Igor
71 Beiträge · seit 201216. Nov. 2015 · #7
Hallo Igor.

Wir waren jetzt zwei mal in Namibia und ich war froh, dass wir jedes Mal einen Toyota Hilux mit entprechent geländefähigen Reifen gemietet hatten. Ich wollte kein Cravelroad mit einem VW Polo fahren. Ganz abesehen davon, dass es dich vermutlich durchschüttelt ist auch die Gefahr einen Plattfuß zu bekommen mit normalen Straßenreifen wesentlich höher. Und spätestens wenn du einem Elefanten gegenüberstehst ist ein größeres Auto auch beruhigend.
Wenn du dich natürlich an die roten, asphaltierten Straßen hälst, reicht ein Polo aus.

Gruß
Oliver
1'287 Beiträge · seit 200816. Nov. 2015 · #8
Igor schrieb: Aus Gründen der Verkehrssicherheit sollte man auf Schotterpisten nicht schneller als 80 km/h fahren. Ist dies auch mit dem Polo möglich oder muss man hier extrem langsamer fahren.
Hallo Igor,

auch mit einem Polo kannst Du auf Gravelroads 80 km/h fahren, aber auch mit einem Polo gilt, wie für jedes andere Auto, nur dann wenn Du das Auto dann auch beherrschst.
Also auf guter gerader Strecke sind 80 km/h durchaus kein Problem in Kurven, bei Senken, bei Kuppen oder tieferen Spuren solltest Du die Geschwindigkeit entsprechend anpassen. Aber das gilt eben nicht nur für einen Polo sondern für jedes andere Fahrzeug.

Das wichtigste beim Fahren ist Deine eigene Vernunft und nicht die Art oder Ausrüstung Deines Wagens.

Sichere Pad wünscht
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
33,1k Beiträge · seit 200616. Nov. 2015 · #9
Hi Igor,

ein Polo reicht zur Trockenzeit auf den "normalen Touristenrouten aus. Bis vor 10 Jahren ist noch jeder so durchs Land gefahren... (mit weniger Unfällen von Touristen als heute).

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'796 Beiträge · seit 201416. Nov. 2015 · #10
Hallo zusammen,

Mit einem 2x4 ist - zumindest bei Savanna - die Höchstgeschwindigkeit auf Gravel und sonstigen unbefestigten Straßen 60 KMH! Wir hatten einen Innova 2x4 im August und durften definitiv nicht schneller als 60 fahren.

Ich meine im Forum hätte ich in letzter Zeit häufiger gelesen, dass auch andere Vermieter zu dieser Reglementierung bei 2x4 Fahrzeugen übergehen.

Liebe Grüße
Sabine
Kaoko BA Light //"Nix als Wüste" // Botswana Bush Adventure Light // Von Wilderness zum Addo NP // Karibuni Tansania // ... und das Beste kommt zum Schluss! // Ein 80ster Geburtstag // Neulinge auf Tour
663 Beiträge · seit 201516. Nov. 2015 · #11
travelNAMIBIA schrieb:(mit weniger Unfällen von Touristen als heute).
Kein Wunder. Deutlich niedrigerer Schwerpunkt -> Weniger kippanfällig.

Persönlich würde ich sagen: Man braucht keinen 4x4, aber vom subjektiven Gefühl her fand ich den Nissan Pickup bei zugeschaltetem 4x4 auf Gravel etwas einfacher unter Kontrolle zu halten als wenn wir ihn auf 2x4 geschaltet hatten. Wobei das mit einem Polo der Frontantrieb hat noch mal anders sein könnte als mit den Pickups die im 2x4 Modeus m. W. alle mit Heckantrieb fahren.
3'383 Beiträge · seit 200916. Nov. 2015 · #12
Grüss Dich,

wir sind schon mit "fast" jedem Gefährt gefahren und aus meiner Sicht würde ich zu einem SUV raten.

D.h. Kia Sportage oder Hyundai ix35 oder ähnliches. Einen 4x4 brauchst Du definitiv nicht.

Aber wer weiß das schon - ich kann mich an unsere Tour mit einem "Toyota Avanza", das ist ein etwas höherer Wagen aber immer noch in die Light-Klasse einzuordnen durch den KTP gefahren. War wunderbar und passte bestens. Zwei Wochen später wären wir mit dem Toyota Avanza buchstäblich abgesoffen, wir wären nicht weit gekommen. So isses - also einen SUV würde ich in jedem Fall nehmen, einen 4x4 nur dann, wenn ich weiß, dass ich entsprechende Strecken fahre.

Bis dann,
der bayern schorsch
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7'296 Beiträge · seit 200616. Nov. 2015 · #13
Hallo Igor,

ich bin 2.700 km mit 'nem Golf 1 durch Namibia gefahren und das zu Zeiten, als die Piste zum Sossusvlei noch aus teilweise kopfgroßen Steinen bestand. Auch ansonsten war es kein Problem auf Schotter und im Etosha NP schon gar nicht.
Ist halt wegen des geringeren Bodenabstands und die dagegen prasselnden Steine gewöhnungsbedürftig laut und der Spritverbrauch erfreulich niedrig gegenüber einem 4x4.
o_rose schrieb:Und spätestens wenn du einem Elefanten gegenüberstehst ist ein größeres Auto auch beruhigend.
... Für einen Elefanten ist das Umkippen eines Pkw ungefähr so, als wenn Du 'nen Kinderwagen umkippst. Bei 'nem 4x4 wäre es dann halt vergleichsweise ein Zwillingskinderwagen.
Wenn ein Elefant das Auto verschrotten möchte, dann macht er das auch mit einem 4x4.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
33,1k Beiträge · seit 200616. Nov. 2015 · #14
Hi Igor,

bedenke auch, dass Dir ein 4x4 nur wirklich etwas bringt, wenn Du damit umzugehen weist. Einfach 4x4 "anstellen" und denken man kann überall mit 120 fahren gehört nicht dazu. Vor einem laufenden Rivier wirst Du in aller Regel auch mit einem 4x4-Mietwagen stehen bleiben (ist ja auch nicht Deiner) - warum dann nicht auch mit einem normalen PKW. Das gesparte Geld steckst Du in ne gute Flasche Wein, die dich über Wartezeiten vor dem Rivier hinweg tröstet 🙂

Viele Grüße
Christian
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1'942 Beiträge · seit 201117. Nov. 2015 · #15
Hi Igor,
ich bin auch schon tausende Kilometer mit Golf gefahren. Weil einfach die Kosten um vieles geringer sind. Die Geschwindigkeit den Gegebenheiten anpassen ist eh klar. Ich hatte auch während des Fahrens die wunderschöne Landschaft immer im Auge, man sieht auch auf den Fahrtstrecken sehr viel, vor allem an Vögeln. Und somit ist "der Weg" das Ziel und schnelles Fahren ohnehin nicht interessant. Aber ein wichtiger Hinweis aus eigener Erfahrung: Plant nicht zu lange Strecken auf einmal, es ist schon anstrengend.

In Etosha hatte ich in der Trockenzeit nie Probleme, später waren einige Male "Wasserlöcher" auf den Nebenstraßen, da muss man dann halt wirklich umkehren im Zweifelsfall. Aber ich finde das nicht schlimm, wenn man mal flexibel ist. Mir hat so ein Umstand eine tolle Geparden-Sichtung gebracht, die ich bei der geplanten Route nicht gehabt hätte.

Und ein Hinweis für ornithologisch Interessierte: Viele kleine Lerchen, Weber oder kleine Trappen, die am Straßenrand gut getarnt versteckt waren, hätte ich aus einem großen 4x4 nicht entdeckt. Es muss nicht immer der Weitblick sein, die genaue Betrachtung der Umgebung ist auch reizvoll.

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
2'240 Beiträge · seit 201117. Nov. 2015 · #16
Hallo,
wir sind die Route mit einem Hyundai – i20 gefahren. Absolut kein Problem und würde ich wieder genau so machen. Wichtig scheint mir einfach generell, die Geschwindigkeit den Strassenverhältnissen und dem Gelände anzupassen. Dann kann in der Trockenzeit meiner Meinung nach nix schief gehen. Geschüttelt und gerüttelt zurück vom Urlaub kommst Du auch mit einem 4x4.

Ich denke, die 4x4- Namibia Diskussion ist auf Luxus-Niveau...brauchen tut man das Auto auf der normalen Touri-Route sicher nicht...- der Shuttle-Service ins Sossusvlei ist billig...aufgrund dieser Strecke würde ich sicherlich keinen 4x4 in Betracht ziehen...

Gruss M.
Nächste Reiseziele: ab Mai 2025:Zentralasien https://www.polarsteps.com/marimariontour https://www.instagram.com/marimari_on_tour/
1'942 Beiträge · seit 201117. Nov. 2015 · #17
Hallo allerseits,
bezgl. der vorhin angesprochenen Strecke bzw. des Shuttles ins Soussusvlei muss ich noch was anmerken: Es reicht nicht aus, dass man einen 4x4 hat, man muss ihn auch beherrschen. Ich bin zu Hause oft mit einem Land Rover Defender auf Wiesen und Weiden gefahren, aber bei angesprochener Fahrt ins Sousussvlei wurde mir klar, dass ich auf dieser Strecke sicher nicht hätte fahren können. Den 4x4 braucht man meiner Meinung nach wirklich nur auf schwierigen Strecken, und da hat schon so mancher seine Fahrkünste überschätzt.

Liebe Grüße
Solitaire
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2'534 Beiträge · seit 200717. Nov. 2015 · #18
Hallo Solitare,
solitaire schrieb:Hallo allerseits,
bezgl. der vorhin angesprochenen Strecke bzw. des Shuttles ins Soussusvlei muss ich noch was anmerken: Es reicht nicht aus, dass man einen 4x4 hat, man muss ihn auch beherrschen. Ich bin zu Hause oft mit einem Land Rover Defender auf Wiesen und Weiden gefahren, aber bei angesprochener Fahrt ins Sousussvlei wurde mir klar, dass ich auf dieser Strecke sicher nicht hätte fahren können.
hm, wieso meinst du das?
Ich empfand die Strecke jetzt nicht wirklich als "sehr schwierig".
Luft aus den Reifen ablassen (bis ~ 1,5 Bar), Allrad zuschalten (falls kein permanenter Allradantrieb vorhanden) und dann einfach fahren. Lenkrad locker halten und den Wagen selbst die Spur suchen lassen. Und immer ein gewisses Momentum beibehalten.
solitaire schrieb:
Den 4x4 braucht man meiner Meinung nach wirklich nur auf schwierigen Strecken, und da hat schon so mancher seine Fahrkünste überschätzt.
Natürlich ist es gut, wenn man vorher schon mal Off-Road unterwegs war oder/und sich mit den Gegebenheiten beschäftigt hat.
Ich persönlich kann auch beispielsweise den Off-Road Kurs auf der Gästefarm Ababis (http://www.offroad-experience.com/) sehr empfehlen. Da bekommt man einen halben Tag (reicht!) wirklich Tipps, wie mit dem Mietwagen umzugehen ist. Es werden viele Dinge "geübt" und dann auf der weitläufigen Farm auch in der Praxis umgesetzt. Nach so einem halben Tag stellt dich die Fahrt nach Sossusvlei vor keinerlei Probleme mehr. 😉

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
1'942 Beiträge · seit 201117. Nov. 2015 · #19
Hallo Wolfgang,
ja genau das meine ich damit. Es muss nur klar sein, dass wir in Ö oder D normalerweise mit 4x4 auf anderen Strecken unterwegs sind und in Namibia andere Verhältnisse sind und man echt Offroad fahren können sollte.

Liebe Grüße
Solitaire
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201417. Nov. 2015 · #20
Hallo zusammen,

vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten. Wir werden einen VW-Polo o.ä. anmieten.

Vielen Dank an Alle Igor