Löwe Cecil von Wilderern getötet

217 Antworten · 25,8k Aufrufe · gestartet 28. Juli 2015 von Namibia-Neuling
Bilder klein
Antworten
412 Beiträge · seit 201104. Aug. 2015 · #121
Otji schrieb:sind die Stoßzähne für (noch) lebende Elefanten vorgesehen, oder dreht es sich da um die Stoßzähne aus dem Vorrat des Landes?
Hi Otji

CITES regelt den Handel mit bedrohten Tieren und Produkten aus diesen (versucht dies zumindest), legt also Handelsquoten und nicht Abschussquoten fest. Von daher hat es für CITES keine Relevanz, ob die Zähne von frisch getöteten Tieren oder aus Lagerbeständen kommt. Dies entspricht zumindest meinem Wissensstand.

Ich betrachte übrigens auch die CITES-Quoten mit einiger Skepsis, oft sitzt der CITES-Verantwortliche eines Landes zu nahe bei den für Jagd und Tierfang zuständigen Behörden. Anders sind zum Beispiel die z.T. sehr hohen Exportquoten Madagaskars kaum zu erklären, vor allem da viele der exportierten Arten problemlos zu züchten sind.

Gruss Dieter
1'155 Beiträge · seit 200604. Aug. 2015 · #122
Fritzmann schrieb:Das ist ekelhaft, wie selbst hier die Lobbyisten der Trophäenjagd mit scheinbar sachlichen Diskussionsbeiträgen um Verständnis für diese perversen Feiglinge werben.
Selbst wenn ich - wenn auch nur sehr eingeschränkt - noch nachvollziehen kann, wenn Menschen töten, um sich zu ernähren, ist der Jäger als solches in meinen Augen ein mordlustiger Perverser.
Mit Verlaub, Bitte etwas mehr Sachverstand und Nüchternheit!

In deiner Argumentation vergisst du die lokale Bevölkerung. Die kommen nicht jedes Jahr 2-3 Wochen nach Afrika und kurven „sinnlos“ durch die Gegend und sind egoistisch nur an ihrem Bilderbuchafrika interessiert. Die Locals müssen dort leben und für die sind Tiere eine latente Bedrohung. Eine Bedrohung für Leib und Leben und für Ihre Felder die sie ernähren!

Elefanten und Büffel sind sicher nicht vom Aussterben bedroht, in gewissen Gegenden sind sie eine richtiggehende Plage. Sie zerstören den Busch und eben auch die Felder der Bewohner.

Macht es von dir aus mehr Sinn, dass die Parkverwaltung zum Beispiel Elefanten aus dem Hubschrauber abschiesst, oder soll man einen Grosswildjäger 100‘000 dafür Dollar bezahlen lassen? Geld dass wieder in den Naturschutz und zum Teil auch den Locals zufliesst ..???

Genau darum wurden auch diese Hunting Areas um die Parks angelegt…um Geld mit der kontrollierten Jagt zu machen….
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2015
439 Beiträge · seit 200904. Aug. 2015 · #123
Tomcat schrieb:
Fritzmann schrieb:Das ist ekelhaft, wie selbst hier die Lobbyisten der Trophäenjagd mit scheinbar sachlichen Diskussionsbeiträgen um Verständnis für diese perversen Feiglinge werben.
Selbst wenn ich - wenn auch nur sehr eingeschränkt - noch nachvollziehen kann, wenn Menschen töten, um sich zu ernähren, ist der Jäger als solches in meinen Augen ein mordlustiger Perverser.
Mit Verlaub, Bitte etwas mehr Sachverstand und Nüchternheit!

In deiner Argumentation vergisst du die lokale Bevölkerung. Die kommen nicht jedes Jahr 2-3 Wochen nach Afrika und kurven „sinnlos“ durch die Gegend und sind egoistisch nur an ihrem Bilderbuchafrika interessiert. Die Locals müssen dort leben und für die sind Tiere eine latente Bedrohung. Eine Bedrohung für Leib und Leben und für Ihre Felder die sie ernähren!

Elefanten und Büffel sind sicher nicht vom Aussterben bedroht, in gewissen Gegenden sind sie eine richtiggehende Plage. Sie zerstören den Busch und eben auch die Felder der Bewohner.

Macht es von dir aus mehr Sinn, dass die Parkverwaltung zum Beispiel Elefanten aus dem Hubschrauber abschiesst, oder soll man einen Grosswildjäger 100‘000 dafür Dollar bezahlen lassen? Geld dass wieder in den Naturschutz und zum Teil auch den Locals zufliesst ..???

Genau darum wurden auch diese Hunting Areas um die Parks angelegt…um Geld mit der kontrollierten Jagt zu machen….
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es mehrere Millionen afrikanische Elefanten, 1981 waren es 1,2 Millionen, heute wird von einem Bestand von 470.000 bis zu maximal 690.000 Tieren in Afrika ausgegangen.

Im Jahr 2015 wird die Welt voraussichtlich rund 7,3 Milliarden Einwohner haben. Damit hat sich die Erdbevölkerung seit 1950 fast verdreifacht. Es wird von einem Anstieg auf zehn Milliarden bis 2050 ausgegangen.

Elefanten eine Plage? Die Zahlen machen deutlich, wer tatsächliche die Plage ist.
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2015
785 Beiträge · seit 200804. Aug. 2015 · #124
Fritzmann schrieb:Das ist ekelhaft, wie selbst hier die Lobbyisten der Trophäenjagd mit scheinbar sachlichen Diskussionsbeiträgen um Verständnis für diese perversen Feiglinge werben.
Selbst wenn ich - wenn auch nur sehr eingeschränkt - noch nachvollziehen kann, wenn Menschen töten, um sich zu ernähren, ist der Jäger als solches in meinen Augen ein mordlustiger Perverser.
Hallo Fitzmann,

erst mal kurz zu meiner Person: Ich selbst bin kein Jäger, Jagdveranstalter oder habe sonst irgendwie einen Vorteil aus der Trophäenjagd, bin also kein Lobbyist!!

Ich versuche hier nur Lösungen zu finden, die umsetzbar sind und letztendlich der Arterhaltung des Löwen dienen, wenn du dies ekelhaft findest dann bedauer ich es sehr!

Gerne würde ich sachlich über deine Vorschläge reden, nur kann ich in dieser Aussage leider keine sachlichen Aussagen finden!

Zu der Aufstellung des Bevölkerungswachstum kann ich nur sagen, ja, du hast hier recht, aber was machen wir jetzt, Menschen abschießen?



Viele Grüße


Markus
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2015
1'457 Beiträge · seit 200604. Aug. 2015 · #125
Endlich hat die Simbabwische Regierung zu dem Vorfall Stellung bezogen und meine Vermutung bestätigt: Es handelt sich um nichts anderes als einen feigen Plot der US-Amerikaner um dem Ansehen des Klassenfeindes weiter zu schaden. As always : The cowards with their evil sanctions 😄

Quote Muchuringi: "One can conclude with confidence that Dr Palmer being an American citizen had a well-orchestrated agenda which would tarnish the image of Zimbabwe and further strain the relationship between Zimbabwe and the US.”

http://www.zimbabweelection.com/2015/08/03/lion-killing-ploy-to-tarnish-zim-minister/
54 Beiträge · seit 201504. Aug. 2015 · #126
Guten Tag,
maggus schrieb:ja,ich stimme dir da schon zu, sehe es in vielen Punkten ähnlich, aber jetzt hatten die Jungs in ZIM die Idee gehabt, einen Teil ihrer Wildtiere an Zahlungskräftige Kunden möglichst teuer zu verkaufen um damit auch ihren Naturschutz zu finanzieren und schon redet, oder sogar brüllt eine große, teilweise recht schlecht informierte Masse, die sich oftmals nicht groß mit der Komplexität der Themen auseinander setzt, rein und fordert die Umsetzung von Sachen die wahrscheinlich für Land und Leute dauerhaft von Nachteil sind.
Das ist so wahnsinnig unterhaltsam an dem Forum hier: Anderen uninformiertes Rumbrüllen vorhalten und selbst nicht die geringste Ahnung haben. Herrlich. Die Beträge, die durch der Trophäenjagd an den Staat in Zimbabwe fließen, sind sehr gering und nichts davon fließt in den Naturschutz zurück. Zimbabwe ist völlig übrschuldet, hat bei Loans vom IMF und anderen defaulted und bekommt nirgends mehr Kredit. Höchstens die Chinesen geben Kredit für Infrastrukturprojekte, aber nur wenn Chinesen auch den Auftrag bekommen und zusätzlich besichert durch die Abtretung von Rohstoffen. Zimbabwe ist seit Jahren in einem Zustand, wo sie immer ganz knapp an der Zahlungsunfähigkeit vorbeischrammen. Rund 80% der gesamten Staatsausgaben in Zimbabwe gehen für die Gehälter in Onkel Bobs Fanclub drauf. Für den Naturschutz wird bei der Konstellation auf absehbare Zeit nichts investiert. Die Ranger in den Parks können froh sein, wenn sie mal unregelmäßig Gehalt bekommen. Wann immer zuletzt im Hwange etwas investiert wurde, eine Pumpe repariert, eine private Campsite etwas renoviert, ein neues Auto angeschafft, dann kam das Geld von NGOs wie Friends of Hwange.
maggus schrieb:Es scheint also die ganze Zeit wohl ganz gut geklappt zu haben, warum jetzt auf einmal alles umstellen?
Joo, klappt super. In den angrenzenden Gebieten ist alles weggeschossen und deswegen werden immer die Löwen aus dem Park mit Baits rausgelockt. Das war kein Einzelfall bei Cecil. Das läuft immer so. Es gibt genau zum Hwange und genau zu den Auswirkungen der Trophäenjagd auf Löwen in den angrenzenden Jagdkonzessionen eine Studie der renommierten Oxford Universität.

Between 1999 and 2004 we undertook an ecological study of African lions (Panthera leo) in Hwange National Park, western Zimbabwe to measure the impact of sport-hunting beyond the park on the lion population within the park, using radio-telemetry and direct observation. 34 of 62 tagged lions died during the study (of which 24 were shot by sport hunters: 13 adult males, 5 adult females, 6 sub-adult males). Sport hunters in the safari areas surrounding the park killed 72% of tagged adult males from the study area.

Ist 10 Jahre her, aber es gibt keinen Grund zur Annahme, das es seitdem besser geworden ist. Aber he, die Jungs in ZIM hatten echt eine tolle Idee, da Löwen durch Trophäenjagd zu schützen. Das sollten wir echt unterstützen. Und jeder der das kritisiert ist ein uninformierter Herumbrüller. Na klar...

Und nun weiter viel Spaß beim uninformierten Herumbrüllen.

Gruß

Martin
1'457 Beiträge · seit 200604. Aug. 2015 · #127
Wobei sich diese Studie nicht gegen ein Jagdverbot ausspricht .Im Gegenteil!
54 Beiträge · seit 201504. Aug. 2015 · #128
konno schrieb:Wobei sich diese Studie nicht gegen ein Jagdverbot ausspricht .Im Gegenteil!
Reden wir über die gleiche Studie? Die sprechen sich nicht generell gegen die Trophäenjagd aus, was auch nicht Thema der Studie war. Aber die Studie kritisiert, dass
- zu viele Löwen geschossen werden
- die Löwen zu früh geschossen werden (d.h. in jungen Jahren, bevor soie sich hinreichend reproduziert haben)
- dass überwiegend Males geschossen werden, was zu unnatürlich Male:Female-Quoten führt.
- dass Trophäenjäger immer die prächtigsten Löwenmännchen schießen - genau die, die für Reproduktion und einen guten Genpool am wichtigsten sind.

Die Studie empfiehlt u.a., das ein Mindestalter festgelegt wird, so dass möglichst nur noch Löwen geschossen werden, die sich nicht mehr reproduzieren. Das das Herauslocken von Löwen aus dem Park mit Baits verboten wird. Das um den Park herum zu den angrenzenden Jagdkonzessionen Pufferzonen geschaffen werden, in denen auch keine Löwen gejagt werden dürfen. Davon ist in 10 Jahren nichts umgesetzt worden.

Muss man Trophäenjagd generell und überall ablehnen? Nö. Aber Trophäenjagd kann nur unter bestimmten Voraussetzungen einen Beitrag zum Naturschutz leisten.
1. Es gibt keine ausreichenden Alternativen, nicht-konsumtiv Einnahmen mit dem Wild zu erzielen.
2. Es muss belastbare, jährliche Wildzählungen und nachhaltige Abschussquoten geben.
3. Es muss strikte Regularien für die Trophäenjagd geben.
4. Die Einhaltung der Regularien muss strikt überwacht werden.
5. Korruption darf in dem Land kein großes Problem sein.
6. Die Erträge der Trophäenjagd müssen überwiegend an Local Communities und in den Naturschutz und nicht an Outfitter fließen.

Davon ist fast nichts in Zimbabwe erfüllt. Ganz im Gegenteil, Zimbabwe gehört zu korruptesten Ländern dieser Welt. Und deswegen kann man Trophäenjagd in Zimbabwe nicht als praktiziertes, tolles Naturschutzkonzept verkaufen.

Gruß Martin
392 Beiträge · seit 200804. Aug. 2015 · #129
Hi Martin61,

Deine Beiträge sind wohltuend zu lesen. Du kommst mit Infos und Belegen um die Ecke, statt einfach mal was rauszuhauen. 🙂

Wenn man schon Trophäen "jagen" muss, dann sollte man sich doch bitte eben auf die Tiere beschränken, die nicht vom Aussterben bedroht sind. Denn wie Du schon sagst: Das Geld, was dadurch eingenommen wird, wandert in neue Autos, Häuser etc., und wird nicht in Naturschutz reinvestiert.

Deswegen wäre ich dafür, die Jagd auf vom Aussterben bedrohte Tiere erst mal auszusetzen, bis sich die Zahlen erholt haben. Und dann muss zwingend ein ethischer Kodex entworfen und eingehalten werden, der solche Praktiken wie das Herauslocken mit Kadavern eben verbietet und bei Missachtung drakonische Strafen nach sich zieht.

Außerdem sollten die Leute, denen es dann erlaubt ist, ein Tier zu schießen, auch so gute Schützen sein, dass das Tier nicht leiden muss (wie bei Corey Knowlton und diesem Zahnarzt - die Beiden haben die jeweiligen Tiere leiden lassen und das geht noch weniger als die Trophäenjagd an sich!).

LG

Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
785 Beiträge · seit 200804. Aug. 2015 · #130
Hallo Martin,

ich gebe dir für deinen letzten Betrag zu 100 % recht und mir ist auch bekannt, dass die Korruption in ZIM wie in vielen anderen Ländern ein großes Problem ist, ganz klar!

Die Studie die du angeführt hast.ist sehr aufschlussreich und hierzu habe ich keine gegensätzlichen Anmerkungen, auch klar!

Ich sehe es nur nach wie vor so: Trophäenjagd, kann, wenn sie ordentlich durchgeführt wird einen Betrag zum Naturschutz leisten, dass hier eine externe und unabhängige Überwachung notwendig ist, ist völlig klar, denn sonst werden mal wieder Gelder zweckentfremdet wie es generell in Afrika auch bei der Entwicklungshilfe zu häufig der Fall ist!

Bezüglich Trophäenjagd ist dies übrigens auch die Meinung des WWF und wenn du mir schon keine Kenntnis der Dinge zutraust, so solltest du zumindest wenigstens dieser wohl recht gut informierten Organisation etwas Fachwissen zutrauen!

Also, wer ist jetzt hier der Schuldige, der Trophäenjäger, der seine Abgaben zu 100 % entrichtet, der Jagdpächter, der seine Pacht bezahlt ( zumindest sollte dieser allerdings auf die Nachhaltigkeit achten ) oder die Regierung, die die eingenommen Gelder unterschlägt und zweckentfremdet und zu hohe Quoten erlaubt?

Verurteilt wird allerdings nur der Trophäenjäger, denn dies ist halt nun mal viel einfacher wie die komplexen Machenschaften eines Korrupten Staates zu ändern!


Gruß


Markus
1'457 Beiträge · seit 200604. Aug. 2015 · #131
martin61 schrieb:

Reden wir über die gleiche Studie?

Ja!
martin61 schrieb:

Die Studie empfiehlt u.a., das ein Mindestalter festgelegt wird, so dass möglichst nur noch Löwen geschossen werden, die sich nicht mehr reproduzieren. Das das Herauslocken von Löwen aus dem Park mit Baits verboten wird. Das um den Park herum zu den angrenzenden Jagdkonzessionen Pufferzonen geschaffen werden, in denen auch keine Löwen gejagt werden dürfen. Davon ist in 10 Jahren nichts umgesetzt worden.
Genau 🙂
78 Beiträge · seit 201004. Aug. 2015 · #132
hf115ffb.jpg


Macht irgendwie nachdenklich... 😕
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2015
392 Beiträge · seit 200804. Aug. 2015 · #133
Warum?

Der Aufschrei bzgl. Cecil (und die damit verbundenen Auswirkungen, wie z. B. dass das sog. "Canned Hunting" unter die Lupe genommen wird) ist richtig und wichtig.

Die Menschen, die getötet werden, werden doch auch betrauert und gerade die Schwarzen, die von (weißen) Cops in den USA -scheinbar grundlos und einfach aus Jux- erschossen werden, erfahren auch sehr viel mediale Aufmerksamkeit. Darüber hinaus ist es eben so, dass Menschen NICHT vom Aussterben bedroht sind, aber scheinbar ein (im Verhältnis) paar Leute alles dransetzen, mit ihrem Geld dieses Aussterben zu beschleunigen.

Eine Welt ohne Verbrechen wäre schön, ist aber leider Utopie. Und solange Menschen sich einen feuchten Furz um Tiere kümmern, solange sie ihren persönlichen Kick bekommen (der dann perverser Weise daraus besteht, zu töten), sollte sich auch an der Aufmerksamkeit für die Tiere nichts ändern. Nur so kommt vielleicht ein Sinneswandel zustande, der den Tieren hilft, zu überleben.

LG

Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2015
785 Beiträge · seit 200804. Aug. 2015 · #135
Hi,

wenn die Airlines mal keine Passagiere mehr transportieren würden und ihr Flüge einstellen, dann hätten sie mal wirklich was für den Umweltschutz getan!!

Aber wer will das schon, obwohl es natürlich sehr sinnvoll währe!


Gruß


Markus
Gast05. Aug. 2015 · #136
Hallo,

wir haben Cecil letztes Jahr im Juni in seinem Stamm-Territorium um die Ngweshla-Pan ausgiebig bewundern dürfen. Man konnte ihn an einer charakteristischen schrägen Narbe an der Nasenspitze erkennen. Er dürfte insbesondere für die teuren Lodges dort (Wilderness und Co.) ein großer Verlust sein. Denn er war total relaxt und eine der Hauptattraktionen der Gegend.

hef1ba99.jpg


h3b10589.jpg


Das Rauslocken der Tiere aus dem Nationalpark mit einem Köder ist ein Unding. Ähnliches wird übrigens auch in Namibia praktiziert (Rauslocken aus Conservancies) und von NAPHA meines Wissens nicht sanktioniert. Ich lass mich da aber gern korrigieren.

Vor allen Dingen frage ich mich, wie oft wir noch diesen Scheißdreck von Jägern aufgetischt bekommen, dass sie das Halsband angeblich nicht gesehen haben. Wenn man den Löwen etwas beobachtet und nicht blind rumballert, dann sieht man das Halsband. Man sieht es selbst dann, wenn ein Löwe wie Cecil eine mächtige, dunkle Mähne hat.

h5bbca7b.jpg


Zur Trophäenjagd in Zimbabwe hat ansonsten Martin61 alle relevanten Punkte genannt. Das einzige Land im südlichen Afrika, dem ich zutrauen würde, die Trophäenjagd auf Löwen auf wirklich nachhaltige Weise zu organisieren, ist Botswana. Bezeichnenderweise lehnt genau dieses Land die Trophäenjagd als nicht nachhaltig ab. Nur die ganzen Länder drum herum (Zimbabwe, Zambia, Namibia, ...), die alle viel korrupter sind und in vielen Bereichen schlechter funktionieren, die sehen im Abschuss von Löwen ein ganz tolles Konzept. Da kann jeder 1+1 zusammen zählen...

Beste Grüße

Guido
211 Beiträge · seit 201105. Aug. 2015 · #137
martin61 schrieb:
konno schrieb:Wobei sich diese Studie nicht gegen ein Jagdverbot ausspricht .Im Gegenteil!
Gruß Martin
Hi Martin,
hast du mal eine Quellenangabe zu der Studie?

Danke
33,1k Beiträge · seit 200605. Aug. 2015 · #139
Moin zusammen,

hier eine Erklärung des namibischen Umweltministers im aktuellen Fall (direkte Meldung der namibischen Nachrichtenagentur).

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Ban on trophy hunting could end conservancies: Shifeta
WINDHOEK, 05 AUG (NAMPA) – The ban on trophy hunting and the shipping thereof will have dire consequences, not only for the Namibian economy, but also for her renowned conservation efforts.
The Minister of Environment and Tourism, Pohamba Shifeta at the inauguration of the Game Products Trust Fund (GPTF) raised this concern after airlines enforced a ban on transporting such products following the killing of the protected and now famous lion, Cecil in Zimbabwe last month. Pressure is mounting for a ban on the import of hunting trophies to the European Union (EU) and the United States of America (USA).
“This will be the end of conservation in Namibia. These anti-trophy hunting campaigns are very serious as many countries are joining the chorus now. It will also be uphill for the hunter if trophies are not to be shipped,” he said while speaking at the event here on Tuesday.
Namibia received the 2012 CIC Markhor Award for her outstanding conservation performance. More than 80 registered Namibian conservancies depend largely on trophy hunting. Trophy hunting concessions provided the second highest source of income for conservancies, generating more than N.dollars 13.9 million in 2010, of which 80 per cent was from concession fees and salaries, and 20 per cent from meat distribution.
By the end of 2010, a total of 33 concessions extending over 34 conservancies had been allocated to professional hunters. Trophy hunting can be an important source of funding for conservation efforts.
“Conservancy members are managing natural resources wisely and are reaping the benefits. If conservancy members have no income, they will abandon their role in protecting the country’s natural resources,” Shifeta noted.
Meanwhile, three United States (US) airlines said that they will no longer ship items of lion, leopard, elephant, rhino or buffalo origin killed by trophy hunters, in the latest fallout from the killing of Cecil.
During May this year, the world's largest airline, Emirates issued an outright ban on hunting trophy cargo, sending the hunting industry into a tailspin, as Namibian neighbour’s national carrier, South African Airways (SAA), also issued a temporary embargo. SAA has since overturned its decision. British Airways then also issued a statement affirming its standpoint against the transportation of hunting trophies of endangered species.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast05. Aug. 2015 · #140
Die Berechtigung für das vor ca. 10(?) Jahren verhängte Jagdverbot für Löwen in BW wurde damals auch von Naturschützern hinterfragt und (gemessen am Bestand in BW!) als ungerechtfertigt empfunden. Ein Argument dagegen war auch, dass geschädigte Farmer dann eher zu Gift greifen werden und den Schaden dann unvergleichlich größer machen. Mit meinem Bauchgefühl kann ich persönlich Joubert aber gut folgen, also gut, dass er sich in diesem Punkt als Chefeinflüsterer der Khamas durchgesetzt hat*). Seine Ansichten über den Ertrag aus „Ecco-Tourismus“ vs. kontrollierter Jagd haben aber etwas von voodoo-economics. Sein Konzept ist auf Milliardäre ausgerichtet, das Ende des „normalen“ Tourismus schlechthin, der zwar auch elitär ist, aber eben nicht ganz so.

Ich persönlich bin skeptisch, dass BW das auch wirklich kontrollieren kann, die Kalahari ist einfach zu groß dafür und der Staat zu schwach. In SA Medien war immer wieder zu lesen, dass sich die Löwenfarmen in SA auch mit wilden Löwen aus BW versorgen. Entweder werden die Alttiere abgeschossen (und profitabel verwertet) um an die Jungen zu kommen, oder sie werden sediert, wobei beim tagelangen Transport unter Sedierung auch Tiere sterben. Ein Verbot des „canned hunting“ in SA würde das abstellen und schützt damit auch und vor allem die wilden Löwen, dafür gibt es erste Hoffnung:
http://mg.co.za/article/2015-07-27-lion-hunting-no-longer-tenable-phasa
Grüße
*)Und ob das allgemeine Jagdverbot (außerhalb von Jagdfarmen) in BW wirklich so eine gute Idee ist, muss sich m. E. erst erweisen, bis jetzt schaut es m. E. nicht so gut aus.
Grüße
zuletzt bearbeitet 05. Aug. 2015