konno schrieb:Wobei sich diese Studie nicht gegen ein Jagdverbot ausspricht .Im Gegenteil!
Reden wir über die gleiche Studie? Die sprechen sich nicht generell gegen die Trophäenjagd aus, was auch nicht Thema der Studie war. Aber die Studie kritisiert, dass
- zu viele Löwen geschossen werden
- die Löwen zu früh geschossen werden (d.h. in jungen Jahren, bevor soie sich hinreichend reproduziert haben)
- dass überwiegend Males geschossen werden, was zu unnatürlich Male:Female-Quoten führt.
- dass Trophäenjäger immer die prächtigsten Löwenmännchen schießen - genau die, die für Reproduktion und einen guten Genpool am wichtigsten sind.
Die Studie empfiehlt u.a., das ein Mindestalter festgelegt wird, so dass möglichst nur noch Löwen geschossen werden, die sich nicht mehr reproduzieren. Das das Herauslocken von Löwen aus dem Park mit Baits verboten wird. Das um den Park herum zu den angrenzenden Jagdkonzessionen Pufferzonen geschaffen werden, in denen auch keine Löwen gejagt werden dürfen. Davon ist in 10 Jahren nichts umgesetzt worden.
Muss man Trophäenjagd generell und überall ablehnen? Nö. Aber Trophäenjagd kann nur unter bestimmten Voraussetzungen einen Beitrag zum Naturschutz leisten.
1. Es gibt keine ausreichenden Alternativen, nicht-konsumtiv Einnahmen mit dem Wild zu erzielen.
2. Es muss belastbare, jährliche Wildzählungen und nachhaltige Abschussquoten geben.
3. Es muss strikte Regularien für die Trophäenjagd geben.
4. Die Einhaltung der Regularien muss strikt überwacht werden.
5. Korruption darf in dem Land kein großes Problem sein.
6. Die Erträge der Trophäenjagd müssen überwiegend an Local Communities und in den Naturschutz und nicht an Outfitter fließen.
Davon ist fast nichts in Zimbabwe erfüllt. Ganz im Gegenteil, Zimbabwe gehört zu korruptesten Ländern dieser Welt. Und deswegen kann man Trophäenjagd in Zimbabwe nicht als praktiziertes, tolles Naturschutzkonzept verkaufen.
Gruß Martin