Löwe Cecil von Wilderern getötet

217 Antworten · 25,8k Aufrufe · gestartet 28. Juli 2015 von Namibia-Neuling
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383 Beiträge · seit 201302. Aug. 2015 · #101
Matthias, ich hätte gern mal die Quelle wo steht, das nach Deutschland 325 Trophäen eingeführt worden sind? Ich habe mal im Fernsehn gesehen wie der Zoll von einem deutschenTouristen einen Hut beschlagnahmt hat, an dem ein Stück Fell von einem geschützten Bergzebra befand. Ich kann nicht glauben das das legal sein soll mit dem einführen von Trophäen, zumindest von geschützten Tieren.

Meine Gedanken zum GPS Halsband: es gibt doch nichts einfacheres als dieses zu zerstören oder verschwinden zu lassen.
Warum macht man es nicht? Weil man Angst hat, das man einem auf der Spur ist! Jegliches aufhalten in der Nähe des Halsbandes erhöht doch die Gefahr das man aufgespürt wird. Das zeigt doch das die Sache nicht sauber war.

Ein Arzt der anderes Leben aus Spaß an der Freude auslöscht.........ich finde keine Worte.

Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
566 Beiträge · seit 201302. Aug. 2015 · #102
Holger_W schrieb:Matthias, ich hätte gern mal die Quelle wo steht, das nach Deutschland 325 Trophäen eingeführt worden sind?
Siehe hier, Beitrag aus der heutigen "Welt".


LG 🙂
zuletzt bearbeitet 02. Aug. 2015
1'155 Beiträge · seit 200602. Aug. 2015 · #103
_Matthias_ schrieb:

Deswegen ist Trohäenjagd auch immer noch legal und der Typ ist eher moralisch zu verurteilen, als juristisch belangbar.
...es geht auch darum den Wildbestand unter Kontrolle zu halten. In gewissen Gegenden gibt es zu viele Tiere...gerade Elefanten. Die zertrampeln dann die Maisfelder der Menschen die auf diese angewiesen sind. Die sind nicht daran interessiert mit einem gemieteten 4*4 den ganzen Tag durch die Gegend zu kurven und möglichst viele Sichtungen zu machen und am Ende ein schönes "Reiseberichtchen" zu schreiben...die wollen schlicht überleben...

Wenn ein Trophäenjäger dann noch dafür bezahlt, den Bestand unter Kontrolle zu halten ist es eigentlich eine Win-Win Situation... wenn das Ganze korrekt und legal abläuft. lg tom
566 Beiträge · seit 201302. Aug. 2015 · #104
Tomcat schrieb:

Wenn ein Trophäenjäger dann noch dafür bezahlt, den Bestand unter Kontrolle zu halten ist es eigentlich eine Win-Win Situation... wenn das Ganze korrekt und legal abläuft. lg tom
Vermutlich das Hauptargument der Befürworter der Trophäenjagd. Nüchtern betrachtet macht die wirtschaftliche Nutzung von Wildbeständen abseits des reinen Tourismus vielleicht tatsächlich auch Sinn.

Das Hauptproblem dabei ist aber, das praktisch jegliche Transparenz fehlt. Wie werden Quoten ermittelt, was sind die Berechnungs- und Bewertungsgrundlagen? Absolute Quoten am Gesamtbestand? Relative Quoten bezogen auf einzelne Regionen?

Zudem: wohin fließen die Gelder? Wie viel der beispielsweise aktuelle gezahlten 50.000,- $ landen bei der Safari-Agentur, wie viel bei der Nationalpark-Behörde? Wie viel der Gelder fließen sodann zurück in welche ganz konkreten Projekte zurück?

Das der Jagdtourismus auf absehbare Zeit nicht komplett verschieden wird, dürfte wohl klar sein. Die Frage ist aus meiner Sicht nur, wie gehe ich damit als jeweiliger Staat, als Naturschutzbehörde oder Jagd-Agentur um. Ohne mangelnde Transparenz wird keine effektive Kontrolle möglich sein und die vielleicht wirklich redlichen Ansätze eines "nachhaltig regulierenden Bestandsschutzes" sind völlig für die Katz und der Rest versandet in irgendwelchen Kanälen.....

LG 🙂
2'779 Beiträge · seit 200702. Aug. 2015 · #105
Zahlende Jäger sind anscheinend gar keine win win Situation für die acht afrikanischen Länder welche Grosswildjad immer noch erlauben, sprich: Trophäenjagd.

Ein gutes Beispiel ist Boswana wo Löwenjad seit 10 Jahren verboten ist und seit 2014 jegliche Form von Jagd. Dafür ist heute der Ökotourismus der grösste Arbeitgeber im Land und beschäftigt 40% der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter.

Ich empfehle den Eintrag von Dereck Joubert zu lesen:
http://voices.nationalgeographic.com/2015/07/31/hunting-lions-for-fun/
Gruss Leona
566 Beiträge · seit 201302. Aug. 2015 · #106
La Leona schrieb:

Ein gutes Beispiel ist Boswana wo Löwenjad seit 10 Jahren verboten ist und seit 2014 jegliche Form von Jagd. Dafür ist heute der Ökotourismus der grösste Arbeitgeber im Land und beschäftigt 40% der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter.
Aber auch das ist nicht unumstritten, da an örtliche Gemeinden regelmäßige Quoten vergeben worden sind, welche nun ein nicht unerhebliches Minus bedeuten. Hier mal einige aktuelle Diskussionspunkte, nach denen selbst die CITES die Jagd in Botswana zumindest als Alternative sieht, über die man nachdenken sollte.

Das Thema voller Emotionen ethischer Grundfragen, allerdings steckt objektiv betrachtet hinter allem mehr als nur schwarz und weiß...
1'155 Beiträge · seit 200602. Aug. 2015 · #107
La Leona schrieb:

Ein gutes Beispiel ist Boswana wo Löwenjad seit 10 Jahren verboten ist und seit 2014 jegliche Form von Jagd. Dafür ist heute der Ökotourismus der grösste Arbeitgeber im Land und beschäftigt 40% der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter.

...Elefanten sind in vielen afrikanischen Ländern ein Problem. Irgendwann ist auch Botswana gezwungen zu handeln.. Ökotourismus hin oder her..

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/umwelt/suedafrika-der-elefant-als-plage-1411870.html

lg tom
383 Beiträge · seit 201302. Aug. 2015 · #108
Ich finde das allergrößte Problem ist die rasant weltweit wachsende Bevölkerungszahl. Hat sich in den letzten 40 Jahren ja fast verdoppelt. Logisch das dann andere weichen müssen 🙁 .

Holger
2019 Südafrika Klaserie - Timbavati - Sabi Sands 2018 Brasilien Rio de Janeiro - Foz do Iguacu - Pantanal - südliches Amazonasgebiet 2017 Kanada BC 2016 Sambia & Malawi 2015 Süden Tansanias Reisebericht: Mit der Cessna durch den wilden Süden Tansanias 2014 Kenia & Norden Tansanias 2013 Uganda/Ruanda 2012 Botswana
785 Beiträge · seit 200802. Aug. 2015 · #109
Hallo Holger,

mit deiner Aussage triffst du den Nagel auf den Kopf!

Das unkontrollierte Wachstum der Weltbevölkerung ist unser Hauptproblem, denn hierdurch werden die Lebensräume der Tiere immer geringer und wo Menschen siedeln haben Löwen, Elefanten und Kollegen einfach keinen Platz mehr!!

Das ganze Thema ist sehr, sehr komplex und lässt sich durch die jetzt häufig geforderte Exekution eines Zahnarztes aus USA leider nicht lösen!!!

Gefragt sind sinnvolle Lösungsvorschläge, die den Tieren, deren Lebensräume und auch den dort ansässigen Menschen gerecht werden!


Viele Grüße


Markus
412 Beiträge · seit 201103. Aug. 2015 · #110
Zurück zum eigentlichen Thema:

Interessant ist, dass Simbabwe für 2015 gar keine CITES-Export-Quoten für Afrikanische Löwen hat. Export-Quoten für Panthera leo haben dieses Jahr nur Äthiopien (10) und Mozambique (60). Simbabwe hat 2015 Quoten für 50 Geparde, 1000 Elefanten-Stosszähne und 200 Nilkrokodile.

Quelle: CITES national export quotas for 2015

Gruss Dieter
1'580 Beiträge · seit 201403. Aug. 2015 · #111
Guten Morgen allerseits

Es kommt auf den Winkel an: Hat es zu viele Elefanten oder haben sie zu wenig Land, das fuer sie uebriggeblieben ist?

Viele Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
383 Beiträge · seit 201303. Aug. 2015 · #112
Gerade aus den Nachrichten: ab sofort Ist das jagen auf Löwen, Leoparden und Elefanten auch außerhalb der Parks in Simbabwe verboten. Ich hoffe es ist auch keine "Ente".
Ich wäre bereit auch angemessene höhere Pakgebühren zu zahlen. Wenn sich das bewahrheitet, geht unsere Reise 2016 ganz bestimmt nach Simbabwe 🙂 .

Holger
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785 Beiträge · seit 200803. Aug. 2015 · #113
Hi Elvira,

klar hast du recht mit deiner Aussage, aber was schlägst du vor?

Sollen wir lieber die Menschen abschießen?


Hi Holger,

wenn mit den erhöhten Parkgebühren die Ausfälle der Jagdeinnahmen ausgeglichen werden sollen, dann schätze ich mal, währen es bei der momentanen Anzahl der Besucher einige 100 US $ pro Tag, die du dann für deinen Besuch für einen Park pro Tag bezahlen müsstest!

Schön wenn du dazu bereit bist, ich währe es nicht und auch viele andere könnten sich dann den Aufenthalt nicht mehr leisten!

Es ist vieles schnell gesagt, es sollte halt ausgiebig überlegt und auch langfristig gut gehandelt werden, alles andere bringt nichts!


Viele Grüße


Markus

PS Auch wenn es vielleicht nicht so rüber kommt, aber auch ich persönlich habe starkes Interesse, das die Tierwelt in Afrika noch möglich lange erhalten bleibt!
1'580 Beiträge · seit 201403. Aug. 2015 · #114
Hallo Markus

es gibt ja noch sowas wie Bevoelkerungswachstumskontrolle, sprich Familienplanung. Auch Landnutzung muesste in vielen Afrikansichen Laendern ueberarbeitet werden.

Das mit dem Abschiessen besorgen sie teilweise selber, denn in Gebieten, wo Wasser und Land knapp geworden sind, wird ums nackte Ueberleben gekaempft.

Das Thema ist komplex! und involviert viele Bereiche. DIE Loesung... muss irgendwie von denen selber kommen, denn am Ende richten sie ihre Lebensgrundlage, zu der ein ausbalanciertes Wildtiervorkommen gehoert, hin.

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
392 Beiträge · seit 200803. Aug. 2015 · #115
deemha schrieb:Zurück zum eigentlichen Thema:

Interessant ist, dass Simbabwe für 2015 gar keine CITES-Export-Quoten für Afrikanische Löwen hat. Export-Quoten für Panthera leo haben dieses Jahr nur Äthiopien (10) und Mozambique (60). Simbabwe hat 2015 Quoten für 50 Geparde, 1000 Elefanten-Stosszähne und 200 Nilkrokodile.

Quelle: CITES national export quotas for 2015

Gruss Dieter
Hallo Dieter,

sind die Stoßzähne für (noch) lebende Elefanten vorgesehen, oder dreht es sich da um die Stoßzähne aus dem Vorrat des Landes?

LG

Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen, Die da träumen fort und fort, Und die Welt hebt an zu singen, Triffst Du nur das Zauberwort. - Joseph von Eichendorff
2'845 Beiträge · seit 201103. Aug. 2015 · #116
... die Tierwelt "schießt" zurück! 😉
Klick

Gruß Strelitzie
785 Beiträge · seit 200803. Aug. 2015 · #117
Hi Elvira,

ja,ich stimme dir da schon zu, sehe es in vielen Punkten ähnlich, aber jetzt hatten die Jungs in ZIM die Idee gehabt, einen Teil ihrer Wildtiere an Zahlungskräftige Kunden möglichst teuer zu verkaufen um damit auch ihren Naturschutz zu finanzieren und schon redet, oder sogar brüllt eine große, teilweise recht schlecht informierte Masse, die sich oftmals nicht groß mit der Komplexität der Themen auseinander setzt, rein und fordert die Umsetzung von Sachen die wahrscheinlich für Land und Leute dauerhaft von Nachteil sind.

Von wegen, lasst die mal selber machen!!!!

Ist halt alles nicht so einfach!

Achja, noch was, dieses Jagdgebiet im Anschluss an Hwange gibt es schon seit einigen Jahrzehnten, wenn dort warlos alles abgeknallt werden würde, was sich verkaufen lässt, dann gäbe es seit vielen Jahren dort kein Wild mehr!

Es scheint also die ganze Zeit wohl ganz gut geklappt zu haben, warum jetzt auf einmal alles umstellen?


Viele Grüße


Markus
392 Beiträge · seit 200803. Aug. 2015 · #118
Es scheint also die ganze Zeit wohl ganz gut geklappt zu haben, warum jetzt auf einmal alles umstellen?
Die Frage ist hoffentlich nicht dein Ernst...?

Die Tiere, die gern geschossen werden, sind am Rande der Ausrottung, und du fragst, warum man etwas ändern soll? Müssen erst alle Tiere weg sein, bevor man sich denkt, dass man etwas hätte tun sollen?

Verständnislose Grüße,

Otji
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785 Beiträge · seit 200804. Aug. 2015 · #119
Hi,

ja, Löwen sind am Rande der Ausrottung stimmt.

Dies liegt allerdings daran, dass es für diese Tiere keine Lebensräume mehr gibt, denn Löwen und Viehzüchter / Menschen vertragen sich meist nicht so gut!

Der Schutz sollte also den Lebensräumen dieser Tiere gelten und um diese Schutzgebiete dann zu finanzieren kann man die Zuwachsrate auch entsprechend vermarkten!

Was glaubst du,passiert mit einem Löwen, der das Naturschutzgebiet verlässt und in ein Siedlungsgebiet kommt?

Sobald dieser die 2 Kuh getötet hat, ist im Rest des Kadavers eine entsprechende Menge Gift, von irgendeinem Bauern eingespritzt und der nächste Besuch des Löwen an seinem Kill wird der letzte sein!!! Oder irgend ein alter Vorderlader wird aufgetrieben und der Löwe damit beschossen und er vereckt dann irgendwann elendig!

Glaubst du nicht? Passiert zu Hunderten in jedem Jahr in Afrika und dies ist der Hauptgrund warum der Löwe von aussterben bedroht ist!

Nach meiner Meinung können stabile Bestände in einem Gebiet auch entsprechend genutzt werden und wenn dies ordentlich geschieht, dann hat der Löwe auch eine langfristige Chance zum Überleben.


Viele Grüße


Markus
439 Beiträge · seit 200904. Aug. 2015 · #120
Das ist ekelhaft, wie selbst hier die Lobbyisten der Trophäenjagd mit scheinbar sachlichen Diskussionsbeiträgen um Verständnis für diese perversen Feiglinge werben.
Selbst wenn ich - wenn auch nur sehr eingeschränkt - noch nachvollziehen kann, wenn Menschen töten, um sich zu ernähren, ist der Jäger als solches in meinen Augen ein mordlustiger Perverser.