GUGuido.Gast05. Aug. 2015 · #141travelNAMIBIA schrieb:“This will be the end of conservation in Namibia. These anti-trophy hunting campaigns are very serious as many countries are joining the chorus now.
[...]
Trophy hunting concessions provided the second highest source of income for conservancies, generating more than N.dollars 13.9 million in 2010
Da platzt mir echt der Kragen. Es droht also das "end of conservation in Namibia"? Ja, das droht wohl wirklich. Aber nicht, weil keine Löwen mehr gejagt werden dürfen, sondern weil völlig unfähige Leute wie Minister Shifeta vom MET das Land führen. Wie kann man solche Aussagen tätigen? Merkt der denn irgendwas? Beherrscht der die Grundrechenarten? Weil 13,9 Mio N$ wegfallen, sollen alle Conservancies zusammen brechen? Das ist der lächerliche Betrag von 1 Mio. EUR pro Jahr für alle Conservancies zusammen. Und das umfasst sämtliche Trophäen. Oryx und viele andere Arten sind von dem Bann gar nicht betroffen. Tatsächlich geht es also eher um ca. 500.000 EUR. Dieser niedliche Betrag ist also durch das land Namibia nicht zu kompensieren und die Conservancies müssen ohne Trophäenjagd zusammen brechen, aber für Air Namibia hat man weiterhin jedes Jahr 500.000.000 bis 1.000.000.000 N$ übrig. Alles klar. Fantastisches Tourismus- und Naturschutzkonzept. Super Arbeit! Haben alle Orden und Bonuszahlungen verdient!
MET steht für Ministry of Environment and
Tourism. Wenn der Typ in seinem Ministerium mal seinen Job machen würde und das Tourismuspotential des Landes nur ansatzweise ausschöpfen würde, dann kämen durch mehr Tourismus jedes Jahr locker 500 Millionen EUR mehr ins Land rein und er müsste nicht wegen 1 Mio EUR die Apokalypse beschwören. Aber was macht der Typ? Vor kurzem hat er die typische, jährliche Erfolgsmeldung abgesondert. Sinngemäß "Neuer Rekord. Es sind in 2014 wieder mehr Touristen nach Namibia gekommen und das beweise ja wohl, das man da gut arbeite." (
This is a clear indication that we are moving in the right direction the minister said Shifeta in a statement seen by APA on Thursday). Ja, es sind wohl wie seit Jahren wieder mehr Angolaner, Zambier und Zimbabwer nach Namibia gekommen, was dem Tourismus im Land wenig bis nichts bringt. Ich habe die Statistik im Detail für 2014 noch nicht gesehen, aber bei den echten Touristen z.b. aus Europa lag man bis 2013 noch deutlich unter den Zahlen von 2009. D.h. man ist seit vielen Jahren "im Minus", feiert das und sich selbst aber als großartigen Erfolg.
Und weil es schon in der Analyse hapert, kommt man überhaupt nicht soweit, mal über die richtigen Maßnahmen nachzudenken, geschweige denn diese auch erfolgreich umzusetzen. Namibia hat nach wie vor ein Riesenproblem bei der Fluganbindung an die restliche Welt. Dieses Problem ist überwiegend hausgemacht. Namibia hat nach wie vor durch das NTB in Windhoek ein miserables Tourismusmarketing. Das NTB - im Zuständigkeitsbereich von Shifeta - hat jetzt ein großes, neues, repräsentatives Gebäude bekommen. Der Output bleibt vermutlich bescheiden. Auch ein hausgemachtes Problem. NWR - um deren Angebote viele Namibiareisende ihre Reisen bauen - fällt bislang auch in die Zuständigkeit von Shifeta - ist im Jahre 2015 organisatorisch immer noch in der Steinzeit. Auch ein hausgemachtes Problem. Usw. usf.
Aber warum an den echten Problemstellen arbeiten. Warum an den Punkten arbeiten, wo es um 500 Mio. Euro geht. Lieber vor die Presse stellen und wegen 1 Promille davon aus der Trophäenjagd die Apokalypse beschwören. Mann, Mann...
leser schrieb:*)Und ob das allgemeine Jagdverbot (außerhalb von Jagdfarmen) in BW wirklich so eine gute Idee ist, muss sich m. E. erst erweisen, bis jetzt schaut es m. E. nicht so gut aus.
Warum schaut es nicht gut aus? In Botswana haben die ehemaligen Betreiber der Jagdkonzessionen mit dem Verbot der Trophäenjagd auch die Apokalypse an die Wand gemalt. Wenn die die Jagdkonzessionen nicht mehr bewirtschaften würden, dann würden dort die Pumpen an den ganzen künstlichen Wasserstellen nicht mehr laufen und es wegen Wassermangel zu einem Massensterben kommen. Wenn die die Jagdkonzessionen nicht mehr bewirtschaften würden, dann würde dort niemand mehr patrouillieren und die Wilderei extrem eskalieren. Usw. Umfassende Studien gibt es wohl noch nicht, aber die Apokalypse ist anscheinend ausgeblieben - wir sind immerhin im 2. Jahr und der 2. Trockenzeit nach dem Verbot der Trophäenjagd.
Für das Protokoll: ich bin nicht generell gegen jegliche Trophäenjagd. Aber was Jagdbefürworter regelmäßig an Argumenten pro Trophäenjagd bringen, ist haarsträubend. Letzte Woche nach dem Abschuss von Cecil wurden von der deutschen BILD-Zeitung jeweils ein Jagdbefürworter und eine PETA-Tante zur Trophäenjagd befragt. Der Jagdbefürworter durfte ausbreiten, wie wichtig doch die Jagd ist. Sie würde für 20 Prozent der Staatseinnahmen in Namibia sorgen! Sorry, aber sind denn alle nur noch bekloppt? Die Trophäenjagd macht nicht 20% der namibischen Staatseinnahmen aus sondern eher ca. 0,2%. Solche Zahlen in den Medien wie die 20% werden dann von anderen aufgegriffen, sind kaum noch aus der Welt zu bekommen und man führt dann nur noch die absurdesten Diskussionen fernab jeglicher Realitäten.
Beste Grüße
Guido
dino727 Beiträge · seit 200805. Aug. 2015 · #142Guido. schrieb:...
Genau Deine Gedanken kamen mir auch in den Sinn. Hab nur keine Zahlen parat, um den Unsinn dieser Aussage des Ministers zu belegen.
Aber er widerspricht sich ja schon selber:
More than 80 registered Namibian conservancies depend largely on trophy hunting.
By the end of 2010, a total of 33 concessions extending over 34 conservancies had been allocated to professional hunters.
Was ist denn mit den restlichen 46 conservancies?
Gruß
Dino
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200605. Aug. 2015 · #143Hi Dino,
Was ist denn mit den restlichen 46 conservancies?
in denen wurde vermutlich das professionelle Jagdrecht nicht an Berufsjäger vergeben...
Viele Grüße
Christian
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travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200605. Aug. 2015 · #144Hi Guido,
ja, die 13,9 Millionen sind absolut zu vernachlässigen. Bin mir nicht sicher ob Nampa oder der Minister (oder beide) da was durcheinander bekommen haben. Ich würde eher auf 130,9 Millionen tippen (die gesamte Trophäenjagd in Namibia soll ein Jahresvolumen von 500 Millionen N$ haben) und da die meiste Großwild-Trophäenjagd in Conservancies stattfindet, müsste der Betrag deutlich höher liegen als 13,9 Millionen. Mal sehen, ob von MET noch eine direkte Pressemitteilung kommt (ohne Umweg Nampa).
Viele Grüße aus dem frühlingshaften Windhoek
Christian
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GUGuido.Gast05. Aug. 2015 · #145Hallo,
Wem die Conservancies jetzt ihre Jagdquoten abtreten, ist ja gar nicht so entscheidend. Wenn ein Minister keine Idee hat, wie er auf einer Fläche halb so groß wie Deutschland in einem ganzen Jahr läppische 500.000 EUR an Einnahmen generieren kann und stattdessen lieber "the end of conservation in Namibia" ausruft, dann ist er ... - ich kann's mir knapp verkneifen.
Im aktuellen Staatshaushalt von Namibia wurde dem MET das Budget stark zusammen gestrichen. Warum? Weil das Budget im alten Jahr wohl nicht ausgeschöpft wurde. Gleichzeitig jammert man, das im Kampf gegen Wilderer das Geld fehlt und nun ruft man wegen 500.000 bis 1.000.000 das "end of conservation" aus. Als zuständiger Minister für Umwelt und Tourismus.
Vielleicht fehlen mir da die entscheidenden Hirnwindungen, aber begreifen kann ich das alles nicht. Entweder sind die maximal unfähig oder korrupt bis an die Spitze des Ministeriums. Neben Unfähigkeit kann natürlich auch ein Eigeninteresse an Geldern aus der Trophäenjagd solche Aussagen eines Ministers erklären.
Beste Grüße
Guido
LEleserGast05. Aug. 2015 · #146Hallo Guido, ich lese einfach Zeitungen aus der Region und andere einschlägige Medien, so wie die meisten hier. Falls es im Forum Leute mit praktischem Fachwissen gibt, wäre das eine große Bereicherung derartiger Debatten, mich würde das sehr interessieren und ich lerne gerne dazu. Archive führe ich nicht, ich bin jetzt auch zu faul viele Artikel nochmals aufzufinden und hier zu verlinken….und ich weiß schon auch selber, dass die Ngami Times eine pro Jagd Schlagseite hat, aber alles wird wohl nicht erlogen sein. Demnach sollen die Wilderei und Probleme mit Wildtieren im besiedelten Gebieten tatsächlich zugenommen haben, was mir logisch und glaubhaft erscheint, weil ja die Zäune südlich des Deltas schon abgerissen werden.
Noch ein paar Stichworte und Punkte, bei denen ich mir sicher bin, dass sie auch von Fachleuten vertreten wurden, wobei natürlich auch deren Meinungen divergieren.
*Dass die Schutzgebiete von (kontrollierten!!!!) Jagdgebieten umgeben wurden, wurde vor Jahrzehnten mit Bedacht und in Übereinstimmung mit Naturschützern so eingerichtet (Einkommen, Fernhalten der Wildtiere von den Siedlungsräumen etc....when wildlife pays wildlife stays...) Warum sollen diese Gründe jetzt nicht mehr gelten?
*Bestandskontrolle von Großtieren mit hohen Zuwachsraten, in BW bei Elefanten zutreffend, weil es dort zu viele gibt (Schutz der natürlichen Vegetation und agrarischer Nutzflächen und von Menschen etc.). Eine 5 % ige Zuwachsrate bedeutet eine Verdoppelung des Bestandes alle ca. 15 Jahre!!
Aber vor allem, m. E: Von der Jagd leben direkt (durch selber Jagen) oder indirekt (durch Verkauf der Jagdrechte und Versorgung mit Fleisch durch die PHs) viele Tausende Menschen. Die Jagd ist ihre Ernährungs- und Einkommensbasis. Die Erlöse die für BW genannt werden sind unvergleichbar höher als die oben für Namibia genannten (mittlerweile in Frage gestellt). Den in und um die ehemaligen Jagdkonzessionen lebenden Menschen per Bescheid die Lebensgrundlage zu entziehen, halte ich für unsozial, weil sie keine Alternative haben, und vor allem für den Tierschutz kontraproduktiv. Sie werden sich nämlich nicht in Luft auflösen, sondern einfach wildern. Die BW Regierung ist hier recht intransparent, ob nämlich nur die kommerzielle Jagd verboten wurde oder auch die Subsistenzjagd. Die berichtete Praxis zeigt eher Letzteres an.
Grüße………..und es ließe sich noch viel mehr sagen.
GUGuido.Gast05. Aug. 2015 · #147Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:ja, die 13,9 Millionen sind absolut zu vernachlässigen. Bin mir nicht sicher ob Nampa oder der Minister (oder beide) da was durcheinander bekommen haben. Ich würde eher auf 130,9 Millionen tippen (die gesamte Trophäenjagd in Namibia soll ein Jahresvolumen von 500 Millionen N$ haben) und da die meiste Großwild-Trophäenjagd in Conservancies stattfindet, müsste der Betrag deutlich höher liegen als 13,9 Millionen. Mal sehen, ob von MET noch eine direkte Pressemitteilung kommt (ohne Umweg Nampa).
Nein, die Zahl des Ministers für 2010 ist korrekt. Das er nur so eine alte und keine aktuellere Zahl nennt, ist einmal mehr kennzeichnend für die völlige Inkompetenz. Im Statusbericht von NACSO für 2013 werden 20 Mio. genannt. Den Bericht hat NACSO zusammen mit dem MET erstellt. Scheint der Hochleistungsminister nicht zu kennen. Die Gesamteinnahmen aller Conservancies zusammen inkl. geldwertem Vorteil durch Fleisch für Eigenverbrauch, Gehälter usw. werden für 2013 auf 72 Mio N$ beziffert. Es sind also ganz sicher nicht allein 130 Mio durch die Trophäenjagd.
Das ist eben ein Teil des Problems, dass die angeblich so segensreichen Wirkungen der Trophäenjagd gern maßlos übertrieben werden. Laut NACSO-Statusbericht (Stand 2013) hat die Trophäenjagd in allen Conservancies zusammen - auf einer Fläche halb so groß wie Deutschland - 135 Vollzeit- und 129 Teilzeitstellen geschaffen. Das ist ungefähr das Equivalent zu 5 mittelgroßen Lodges. Aber weißt Du was? Die Peanuts von 135 Jobs und die 1 Mio Euro kann man keinesfalls durch andere Maßnahmen kompensieren. Fallen die weg, dann gibt es in den Conservancies keine Naturschutz (Nicht meine Aussage sondern amtliche Mitteilung von Hochleistungsminister Shifeta).
Was angesichts des ganzen Irrsinns etwas Hoffnung macht: 3 Conservancies im Nordwesten Namibias sollen gerade beschlossen haben, dass sie auf die schwachsinnigen weil offensichtlich viel zu hohen Wildzählungen und viel zu hohen Abschussquoten des MET nicht mehr vertrauen und erst mal freiwillig auf ihnen zustehende Abschüsse gemäß der noch nicht sehr alten Shot&Sell-Policy verzichten. Ich habe noch keine Bestätigung dafür, aber wenn's stimmt, kann ich nur sagen: Bravo, meinen höchsten Respekt! Ganz nebenbei wäre das einmal mehr der Beweis, das auch "Schwarze" in Sachen Naturschutz was auf die Reihe bekommen können. Wird ja manchmal pauschal angezweifelt.
Beste Grüße
Guido
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200605. Aug. 2015 · #148Hi Guido,
Danke für die aktuellen Zahlen. 72 Mio liest sich zumindest schon einmal "wichtiger" als läppische 13 Millionen, ist aber im Endeffekt wirklich marginal. Wäre interessant zu sehen, was die Conservancies durch nicht-jagende Touristen im Jahr einnehmen, denn angeblich ist ja gerade die Trophäenjagd die größte Einnahmequelle. Laut ftp://ftp.fao.org/docrep/fao/010/aj114e/aj114e10.pdf waren es 2007 schon 1,33 Millionen US$ die generiert wurden (bei nur 50 Conservancies), 2013 dann 20 Millionen N$ (
https://www.namibiansun.com/environment/legal-hunting-generates-two-million-meals.74930). Interessant ist auch diese Studie (wenn auch schon Jaaahre alt).
http://www.drfn.info:85/pdf/RDP74.pdfWir (also Hitradio Namibia) haben jetzt mal beim MET um eine offizielle Erklärung gebeten. Mal sehen was da kommt - werde es dann hier posten.
Aber nun zurück erstmal zum eigentlichen Thread-Thema...
Viele Grüße
Christian
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GUGuido.Gast05. Aug. 2015 · #149Hallo leser,
Dazu, wie es in den ehemaligen Jagdkonzessionen in Botswana nun weiter geht, habe ich auch noch nicht viel gelesen. Ich bin mir aber sicher, dass die Jagdlobby es den (z.T. durchaus jagdfreundlichen) Medien schon unter die Nase gerieben hätte, wenn sich ihre Prognosen bezüglichen Auswirkungen des Trophäenjagdverbotes bewahrheitet hätten. Die ehemaligen Betreiber haben ja noch unzählige Verbindungen in diese Gebiete. Da habe ich aber bisher nichts gelesen, keine Fotos von massenweise verdursteten Tieren gesehen. Einige der ehemaligen Jagdkonzessionen werden mittlerweile wohl für Phototourismus genutzt.
leser schrieb:Warum sollen diese Gründe jetzt nicht mehr gelten?
Weil sich Rahmenbedingungen geändert haben. Weil es vor Jahrzehnten noch 50.000 bis 100.000 Löwen gab, während es heute noch rund 10.000 sind. Weil teilweise in Jagdkonzessionen alles weggeschossen ist und deswegen immer mehr Tiere aus den Nationalparks gelockt und abgeschossen werden, wie jetzt Cecil im Hwange. Weil einige Tierarten für Wilderer anders als vor Jahrzehnten heute einen wahnwitzigen Wert haben (z.B. Nashörner). Das heißt nicht, das nicht, dass man nun alles ändern muss, aber man kann auch nicht sagen: Das war vor Jahrzehnten gut, das ist heute immer noch gut.
Das Conservancy-Model in Namibia ist meines Erachtens ein guter Ansatz. Namibia ist dafür in der Vergangenheit zurecht viel gelobt und viel prämiert wurden. Aber auch da ändern sich Rahmenbedingen und ich habe das Gefühl, das man nicht in der Lage ist, das Conservancy-Modell hinreichend schnell weiter zu entwickeln. Es wird stattdessen immer gebetsmühlenartig auf die Erfolge von vor 10 Jahren verwiesen, was dann alles rechtfertigen soll.
leser schrieb:Aber vor allem, m. E: Von der Jagd leben direkt (durch selber Jagen) oder indirekt (durch Verkauf der Jagdrechte und Versorgung mit Fleisch durch die PHs) viele Tausende Menschen.
Nein, das ist eben nicht zutreffend. Siehe die konkreten Zahlen für Namibia. Kann schon sein, dass mit der Trophäenjagd viel Geld umgesetzt wird. Bei den Locals kommt das aber nicht an (nur 3%). In allen Conservancies in Namibia zusammen leben 177.000 Menschen. Wenn die Trophäenjagd da 135 Stellen und 1 Mio. Euro generiert, dann soll das der große entscheidende Beitrag sein, um diese Flächen nachhaltig zu bewirtschaften? Insgesamt ein schlechter Witz.
Na klar, an einigen Orten trotzdem besser als nichts. Es gibt sicher Gebiete, in denen vernünftig betriebene Trophäenjagd sinnvoll sein kann. Zumindest vorübergehend, so lange es an Alternativen mangelt. Solange die ganze Diskussion mit Zahlen aus dem Phantasialand (20% der Staatseinnahmen) und an führender Stelle (hier Minister Shifeta) von mutmaßlich völlig inkompetenten oder korruppten Personen geführt wird, solange wird man schon in der Analyse falsch liegen und dann kann nicht viel dabei heraus kommen.
Beste Grüße
Guido
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200605. Aug. 2015 · #150OFF TOPIC Cecil
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Hi Guido,
was Du etwas vergisst ist die Tatsache, dass Conservancies in Namibia indirekt für die Jagd eingerichtet wurden. Gedanke war, dass man durch die Wildtiernutzung (und das ist in Namibia v.a. direkt die Jagd) den Tieren einen Wert gibt und sie dadurch schützenswert werden. Das klappt seit Ende der 1960er Jahre, seit der Übertragung, des Besitzes an Wildtieren an den jeweiligen Farmern, ohne Frage sehr gut. Sowas hatte man sich auch für kommunales Land erhofft (wobei man nicht vergessen sollte, dass viele Conservancies auch auf kommerziellem Farmland, zur Koordinierung der Wildtiernutzung, eingerichtet wurden). Das Modell "Conservancy" fällt somit aus, sollten die Wildtiere keinen Wert für die Bevölkerung dort generieren (unabhängig mal davon, ob es nun 1 oder 100 Mio Euro im Jahr sind). Die große Frage ist eben, ob man diese Trophäenjagd gänzlich durch "normalen" Tourismus ersetzen kann. Das ist vielleicht möglich (auch wenn man 10 Touristen anstelle eines Jägers braucht), nur ist es schlichtweg für die Menschen vor Ort (und wohl auch Herrn Shifeta) nicht so deutlich und direkt umsetzbar. Für jeden vor Ort im Kaokoveld ist es nachvollziehbar, dass wenn ein Elefant geschossen wird hierfür Geld fließt. Weniger nachvollziehbar ist, dass ein normaler Tourist mit seiner Kamera auch Geld bringt, er aber nur kommt, wenn er eben auch einen Elefanten sieht.
Viele Grüße
Christian
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GUGuido.Gast05. Aug. 2015 · #151travelNAMIBIA schrieb: 72 Mio liest sich zumindest schon einmal "wichtiger" als läppische 13 Millionen
Die 72 Mio. sind die Gesamteinnahmen der Conservancies und nicht nur die Einnahmen aus der Trophäenjagd. Die 72 Mio umfassen u.a. Gebühren von Lodges an Conservancies, Gehälter von Lodges, Verkauf von Lebentieren usw. Die Trophäenjagd mach im durchschnitt ca. 29% der Gesamteinnahmen aus. In touristische entwickelten Conservancies wie Torra natürlich viel weniger. In Conservancies ohne andere Einnahmequellen natürlich mehr.
Hier mal ein paar Zahlen aus dem NACSO Report.
At the end of 2013 there were... • 39 joint-venture tourism enterprises with 640 full time and 46 part time employees
• 44 trophy hunting concessions with 134 full time and 129 part time employees
• 29 small/medium enterprises (mostly tourism/crafts) with 142 full time and 40 part time employees
• 647 full time and 88 part time conservancy employees
• 914 conservancy representatives receiving allowances
• 2,762 indigenous plant product harvesters
• and 930 craft producers
Community conservation... • generated total cash income and in-kind benefits to rural communities of over N$ 72,158,768 in 2013
• of this, trophy hunting generated N$ 20,882,315 in fees for conservancies
• tourism generated N$ 9,568,742 in fees for conservancies
• indigenous plants generated N$ 215,556 in fees for conservancies
• conservancy residents earned a total cash income of N$ 23,982,130 from enterprise wages (mostly tourism) and N$ 11,031,642 from conservancy wages
• conservancy residents earned a total cash income of N$ 2,440,318 from indigenous plants and N$ 1,162,764 from crafts
• 542,280 kg of game meat worth N$ 9,761,040 was distributed to conservancy residents
• N$ 5,648,705 in cash benefits was distributed to conservancy residents
• thatching grass generated N$ 2,745,947 for communities
• craft sales outside conservancies generated N$ 1,211,406
Quelle:
http://www.nacso.org.na/dwnlds/refs/SOC_2013.pdfNachtrag:
Die große Frage ist eben, ob man diese Trophäenjagd gänzlich durch "normalen" Tourismus ersetzen kann. Das ist vielleicht möglich (auch wenn man 10 Touristen anstelle eines Jägers braucht), nur ist es schlichtweg für die Menschen vor Ort (und wohl auch Herrn Shifeta) nicht so deutlich und direkt umsetzbar.
Ich halte das langfristig durch Foto-Tourismus für komplett ersetzbar (muss ja aber nicht Recht haben). Der relevante Punkt ist natürlich: Trophäenjagd braucht keine Investitionen, braucht keinen großen Plan, braucht keine großen Management-Fähigkeiten. Da kommt sofort ein bisschen Geld rein und genau das macht das Modell Trophäenjagd so attraktiv. Foto-Tourismus dagegen bringt langfristig viel größere Summen, braucht aber erst einmal Geld für Investitionen, einen Plan, ganz andere Management-Fähigkeiten und meist einen langen Atem. Das sind natürlich Hürden, die erst einmal übersprungen werden wollen.
Und zu dem Modell "Die Tiere müssen einen Wert haben, sonst funktioniert die Akzeptanz und der Naturschutz nicht" fand ich kürzlich den Artikel von Chris Bakkes ganz erhellend. Nashörner z.B. haben einen Wert, einen sehr hohen Wert. Genau dieser Wert bringt sie um. Das macht das Modell mit dem "Jedes Tier muss einen Wert haben." nicht komplett obselete. Aber ich fürchte, dass dieses Konzept allein anders als früher auch nicht mehr die Lösung ist.
Beste Grüße
Guido
LEleserGast05. Aug. 2015 · #152Hallo Guido, nur zur Klarstellung: Meine zwei Zuschriften bezogen sich auf das Jagdverbot in BOTSWANA und das betrifft nicht bloß die „Trophäenjagd“. Das Verbot in BW ist de facto ein generelles (!) Jagdverbot. Und das trifft doch viele Menschen unmittelbar, zumal die Umschulung zum Kellner in der (noch zu bauenden) Lodge doch etwas dauern wird und wohl nicht jeder dafür geeignet ist. Vom Jagdverbot ausgenommen sind gewisse Vogelarten (vermutlich Wasservögel) und die game ranches. Und wem gehören die wohl?
Und jetzt klinke ich mich aus, aber zu meiner Rechtfertigung: Das eigentliche Thema war schon vorher verlassen worden.
Grüße
Rocky322 Beiträge · seit 200606. Aug. 2015 · #153seit 1959 u.a. : 4xMarocco, 2xTunesien, 2xAlgerien-Mali, Ägypten-Sudan, 4xNamibia-Botswana-Simbabwe, Israel, 2xKanada, 3xUSA, 4xAustralien, 2xNeuseeland, Mexico, Europa total ,Türkei ,Zypern,
KOkonno1'457 Beiträge · seit 200606. Aug. 2015 · #154NASCO ist natürlich auch ein Interessensverband mit bestimmten Absichten und Zielen. An sich macht die ganze Branche ja eine gute Arbeit, aber ich bin davon überzeugt, dass Conservancies und vor Allem Community Forests nicht langfristig die Entwicklung bringen wie erhofft. Aber das ist mehr so ein Gefühl, verbunden mit Erfahrung. Wobei es für Simbabwe zig Studien gibt, die das belegen.
Otji392 Beiträge · seit 200806. Aug. 2015 · #155Rocky schrieb:heute in AZ :
http://www.az.com.na/natur-umwelt/ein-ja-zur-troph-enjagd.426330
dem ist nichts hinzufügen....
Gruß Rocky
Nur, wenn es einem gefällt, ist dem nichts hinzuzufügen. Wenn man sich eingehend mit der Thematik und relevanten (Geschäfts)Zahlen auseinandersetzt, kommt einem das Frühstück/Mittagessen hoch bei solch einem Gelaber.
Zum Glück gibt es in Namibia rechtschaffende Journalisten, die Leuten wie Shifeta auf die Finger gucken und die Öffentlichkeit anständig in Kenntnis setzen.
14 Mio N$ sind NICHTS im Vergleich zum "normalen" Tourismus, zumal sich Shifeta scheinbar auf 2010 berufen muss, um eine seiner Meinung nach präsentable Zahl zu haben. Außerdem weiß jeder (inklusive Shifeta), dass die Einnahmen in einem Großteil der Fälle nur den Outfittern/Hunting operators zugute kommen, die sich dann was schönes davon kaufen. Die Communities und Conservancies sind einem ständigen Kampf ums Überleben ausgesetzt, weil andere Leute das Geld scheffeln, was eigentlich mit den Communities geteilt werden soll - aber nicht wird.
Wer mir nicht glaubt, kann sich gerne mal bei Facebook in entsprechenden Gruppen tummeln oder auch mit den betreffenden Journalisten selbst Kontakt aufnehmen.
🤢
LG
Otji
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
maggus785 Beiträge · seit 200806. Aug. 2015 · #156Hi,
ich bin jetzt vielleicht nicht ganz up to date, weill ich noch nicht alles komplett durchgelesen habe, auf den ersten Blick finde ich aber nicht die Zahl der Einnahmen durch die Trophäenjagt auf privaten Farmland für Namibia und dies dürfte doch wohl eine recht stattlich Zahl sein.
Zumindest sind mir einige Farmen bekannt die sich somit ihren Lebensunterhalt verdienen und die sicherlich unter einem Verbot der Trophäenjagt leiden würden!
Gruß
Markus
PS Danke für die jetzt sehr informative Diskussion!
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200606. Aug. 2015 · #157Hi Markus,
ich bin jetzt vielleicht nicht ganz up to date, weill ich noch nicht alles komplett durchgelesen habe, auf den ersten Blick finde ich aber nicht die Zahl der Einnahmen durch die Trophäenjagt auf privaten Farmland für Namibia und dies dürfte doch wohl eine recht stattlich Zahl sein.
absolut. Die Kontroverse geht auch eher um die Trophäenjagd auf streng geschützte Tiere (Löwe, Elefant etc.). Die findet in Namibia zu 99,9% nicht auf privatem Farmland statt.
Moin zusammen,
hier ein interessanter Artikel eines Simbabwers zum Thema "Cecil" (sorry, falls der hier schonmal gepostet wurde):
http://www.namibian.com.na/indexx.php?id=30114&page_type=story_detail&category_id=1Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200606. Aug. 2015 · #158maggus schrieb:
Zumindest sind mir einige Farmen bekannt die sich somit ihren Lebensunterhalt verdienen und die sicherlich unter einem Verbot der Trophäenjagt leiden würden!
Das sehe ich auch so...
Mit jagen habe ich überhaupt nichts am Hut und ich würde auch nie ein Tier abschiessen können.
Aber es ist halt eine Einkommensquelle für Jagtfarmen. Löwen und andere geschützt Arten zu schiessen ist absolut verwerflich, Elefanten müssen in einigen Gebieten manchmal dezimiert werden...zum Beispiel im Krüger. Der Lebensraum für die "Kreatur" ist leider nun einmal beschränkt...
Doch wenn es um Arten wie Zebra, Gnu, Kudu usw. geht begreife ich die Logik der Jagtgegner nicht ganz.
Da kenne ich einen Bauer in der Schweiz, der liefert Schlachtvieh (Kälber, Rinder) an die Fleischwirtschaft. Die werden nicht von Trophäenjäger erlegt, sondern vom Schlachthofmitarbeiten mit einem Bolzenschuss.
Das Fleisch landet auf irgend einem Grill wie bei Jagtfarmen auch...
Hat ein Kudu demnach eine andere Daseinsberechtigung wie eine Kuh oder ein Kalb.. 😐
*** ich esse übrigens sehr wenig Fleisch...
lg tom
Rajang1'115 Beiträge · seit 201007. Aug. 2015 · #159Hallo Tomcat,
Eine Berichtigung: Im Krüger sind meines Wissens seit 20 Jahren keine Elefanten mehr geschossen worden (Culling).
Seit 2 Jahren werden nun massiv (wahrscheinlich gegen 50%) Wasserstellen geschlossen im Krüger Park, dies umfasst auch das Sprengen von mehreren grossen Staudämmen.
Man erwartet dadurch, dass die Geburtenrate u.a. der Elefanten massiv zurückgeht. Wildtiere sind allgemein in der Lage Nachwuchs nur 'auszutragen' wenn die Futter- und Wasserbedingungen gesichert sind.
Trophäenjagd: Deine Argumentation über die Jagd versus Schlachthof ist nachvollziehbar. Aber es gibt eben einen deutlichen Unterschied: Der Bauer bringt den preisgekrönten und gesunden Stier nicht zum Schlachter, sondern nur den Nachwuchs. Der Trophäenjäger will aber für das enorme Geld eben eine Trophäe und schiesst dann natürlich den preisgekrönten Stier (Löwe, Big Tusker, you name it).
Wenn der Bauer das wie der Trophäenjäger machen würde, dann könnte er in wenigen Jahren einen Tierarzt auf seinem Betrieb beschäftigen, damit die Tiere überhaupt noch überlebensfähig bleiben.
Schau mal im North Luangwe wie manchen Big Tusker Du siehst. Keine! Die Elefantenbullen dort sind vielleicht 20 Jahre alt. Krüger ist einer der wenigen Plätze auf dieser Welt wo Du noch die 50+ Bullen berwundern kannst ..........
Jagdfarmen: Seien wir mal ehrlich, die meisten heutigen Jagdfarmen in Südafrika und Namibia sind ehemaliges Farmland, das total runtergewirtschaftet wurde (Ueberbelegung durch Nutztiere). Nicht mal Schafe würden es in den meisten Fällen schaffen auf so einer Farm. Dass die mit dieser 'Jagd' (so man das so nennen kann), nun Geld verdienen ist klar, denn die Nachfrage ist offensichtlich vorhanden. Aber es sind doch eigentlich wirklich kranke Menschen, die aus der übrigen Weld anreisen mit einer Ausrüstung von x-Tausend Euro für wenige Tage nur um ein 'beinahe' Wildtier zu erlegen. Und wenn der Möchtegerne Jäger dann noch einen Löwen haben will, dann kauft der Jagdfarmer halt bei einem Kollegen einen, setzt ihn unter Drogen, transportiert in auf seine Farm und lässt das Tier kurz bevor der Möchtegern Jäger erscheint aus dem Käfig. Immer noch unter Drogen, so dass es nicht schnell reagieren kann damit der Möchtegern Jäger doch einen ordentlichen Schuss absetzten kann (das ganze wird Canned Hunting genannt und ist offensichtlich weit verbreitet).
Sorry, es geht uns leider offensichtlich zu gut, damit solche Spielchen stattfinden können.
Gruss Rajang
HUhurryupGast07. Aug. 2015 · #160Das Angebot bestimmt die Nachfrage, sagt man.... aber stimmt das auch?
Wenn ich den Artikel von Captain Paul Watson lese, wird mir klar, welche Motivation die "Jäger" haben:
Exposing the Safari Club International
Finally the time has come to drop kick the Big White Hunters out of Africa.
Commentary by Captain Paul Watson
Dr. Walter Palmer has done something worthwhile after all.
His special combination of vanity, smugness, greed, arrogance and stupidity has taken something which happens all the time, usually out of sight and out of mind, and has elevated it to international recognition.
The slaughter of Africa’s wildlife is a crime against nature and humanity.
In 1978, I spent a few months in East Africa investigating and tracking poachers. I was gathering information to support the listing of the African elephant as endangered. I wrote an article in Defenders of Wildlife that got me into an argument with the editor when I predicted that within two decades the elephant population would be diminished by 30%. He accused me of being overly dramatic and cut my prediction from the story. It turned out that I was not being dramatic enough. By 1980, the diminishment was 50% despite the fact that the African elephant was listed as endangered by the United States in 1978.
From a population estimated at some 25 million 500 years ago, the African elephant was reduced to ten million by 1913. By 1979, there were an estimated 1.3 million elephants. Today, there are only a half a million remaining and the population is in serious decline with poaching now at unprecedented levels.
And Dr. Walter Palmer was intending to kill an elephant before leaving Africa after realizing the potential trouble he was in for killing Cecil.
Looking at lions. When I first went to Africa there were 250,000 lions in the late Seventies. Today that number has been reduced to about 25,000.
And yet the killing goes on. Lions, rhinos, giraffe, elephants and so many other species killed by poachers illegally and legally in most cases by White hunters.
Most poachers are Black so they can’t afford to do the paperwork to make their activities legal. The White hunters however have the cash to buy legality.
Dr. Walter Palmer claims his hunt was legal, but it was not. It could have been. He paid for it to be, but he got greedy. He wanted a celebrity lion and lured it out of a national park and illegally shot it with an arrow in such an unprofessional manner that the lion suffered for 40 hours before being killed with a bullet from Palmer’s guide.
He and his guide then stupidly tried to destroy the radio collar, and in an even more stupid move, they left the collar near the body allowing authorities to find the decomposing carcass of what had recently been the noblest and most beautiful lion in Zimbabwe.
But there is a positive outcome from all of this. It seems that Dr. Walter Palmer has the potential to be the catalyst to what can be a movement to end the trophy hunting in Africa for good.
It reminds me of the trial of David Curtiss "Steve" Stephenson, the Grand Dragon of the Klu Klux Klan (KKK) who was convicted of the abduction, rape and murder of a young woman in Illinois named Madge Oberholter in 1925.
The Klan at that time was extremely powerful and influential. Stephensen met with and advised among others, both the Governor of Illinois and the President of the United States. His last rally before his arrest drew over 100,000 supporters.
His arrogance led him to believe he was above the law and thanks to the bull-dog
determination of a young prosecutor, Stephensen was sentenced to life imprisonment in 1925 and the power of the Klan quickly unraveled when the trial revealed the extent of Klan corruption in political circles.
Palmer’s arrogance has caused the story of Cecil the lion to go viral. He picked the wrong lion, took the wrong actions and cowardly tossed his guides under the bus. The Safari Club International has already recognized the danger Palmer has placed them in. They in turn tossed him under the bus and cancelled his membership and since then have been preparing themselves to defend their vile and bloody enterprise from the wrath of the public.
Safari International has some 50,000 members, 150 chapters and collects $3.17 million in membership dues each year. It raises another 7 million from their annual convention.
But what is truly despicable about this organization is that it encourages slaughter through awards.
SCI’s record book system ranks the biggest tusks, horns, antlers, skulls and bodies of hunted animals. Hunters are rewarded with trophies for completing a “Grand Slam.”
There are 15 “Grand Slams.” The ones that cover Africa are:
1. The African Big Five Club (African lion, African leopard, African elephant, African buffalo and an African rhinoceros.
2. “Dangerous Game of Africa” (requires a minimum of five from the African lion, African leopard, African elephant, African rhinoceros, African buffalo, Hippopotamus and Nile Crocodile)
3. “African 29” (African lion, leopard, elephant, rhinoceros, buffalo, and a small cat, eland, bongo,kudu, nyala, sitatunga, bushbuck, sable antelope, roan antelope, oryx/gemsbok, waterbuck,lechwe, kob or puku, reedbuck or rhebok, wildebeest, hartebeest, mamalisc, impala, gazelle, pygmy antelope, springbok, dik-dik, bush duiker, forest duiker, nubian ibex, aoudad, hippopotamus, and wild pig)
4. “Cats of the World” (minimum of four of: lion, leopard, cheetah, jaguar, cougar, lynx, cougar or puma, serval, carcal, African golden cat or bobcat)
There are dozens of other reward categories with members able to purchase special gold and bejewelled pins for the number of kills they rack up.
There is also the Global Hunting Award that requires the killer to have hunted 6 continents to receive a diamond award (a minimum of 17 native in Africa, 13 native or introduced in North America, 4 native or introduced in South America, 6 native or introduced in Europe, 6 native to Asia and 4 introduced in the South Pacific, for a total of 50 animals).
There is the Hunting Achievement Award that requires a minimum of 125 animals, or 60 if hunting with a bow.
And for women they have the Diana award, given to women who “have excelled in international big game hunting.”
And finally there is the obscenely named “World Conservation & Hunting Award,”
given to hunters who have killed on six continents tand have killed more than 300 species. This “esteemed” award goes to the killer who has taken all 14 Grand Slams, the 23 Inner Circles, Pinnacle of Achievement (fourth) and the Crowning Achievement Award.
It is this award system that is driving thousands of wealthy primarily white men and a few women to spend millions of dollars stalking animals around the world for the sole purpose of killing the in the name of vanity and self glorification.
The public for the most part is unaware of the sheer immensity of this global hobby of slaughter. Thanks to Dr. Walter Palmer however they are getting a glimpse of it.
Palmer may be the most hated man in the world for a few days because of his vicious crimes of vanity but he will not be forgotten by the Safari International.
Hopefully Cecil will not have died in vain and that his death will represent the thousands of animals so horrifically slaughtered every year.
Dr. Walter Palmer should have stuck to cleaning teeth. He has now been deservedly immortalized as the most vile and despicable hunter of all time but history may look on him a slight bit more favourably if his actions bring down the Safari International Club like Stephenson brought down the Klu Klux Klan.
Ein Rock Dussie ist sicherlich schwerer zu treffen als ein Löwe, aber ich habe noch nie einen "Jäger" gesehen, der sich mit einem Rock Dassie ablichten lässt und damit rumprotzt. Aber vielleicht knallen sie die zum einschießen eh nebenher noch ab....
Mich ekeln diese Menschen!