ErikaThemenstarter2'338 Beiträge · seit 200722. März 2015 · #61
Butterblume schrieb:
Upps, das kann daran liegen, dass der Kelch (die Flasche) immer an mir vorbeigeht. Ich verzichte großzügig, damit meine Mitreisenden auch genug davon abbekommen... 🤢
Oh, das ist bestimmt nicht immer einfach für dich…. lechz….lechz…. 😎 😉 🤨
Ich wusste es auch nicht. Das liegt daran, dass ich immer die Flasche in die Hand nehme und das Etikett dabei überdeckt wird. Und geb' sie dann ungern wieder aus der Hand, damit ich genug davon abbekomme 😄 😄 😄 😄
Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
ErikaThemenstarter2'338 Beiträge · seit 200722. März 2015 · #64
Johannes schrieb:
Ich wusste es auch nicht. Das liegt daran, dass ich immer die Flasche in die Hand nehme und das Etikett dabei überdeckt wird. Und geb' sie dann ungern wieder aus der Hand, damit ich genug davon abbekomme 😄 :: 😄 😄
Solange du nicht wie ein echter Alkoholiker deine Schnapsflasche in einer schwarzen Plastiktüte mit dir rumschleppst, geht’s ja noch. 😄
Aber Achtung: Etikett mit der Hand abdecken ist bereits ein alarmierender Vorbote... 😎
ErikaThemenstarter2'338 Beiträge · seit 200722. März 2015 · #66
Hallo Annick
Wir findens auch ziemlich daneben, dass man in Tansania bald bei jeder Zufahrt zu einer Sehenswürdigkeit Gebühren bezahlen muss. Stell dir mal vor, wenn man das bei uns machen würde!
An unserem Haus führt ein Wanderweg vorbei, welcher zu einem Rebberg führt. Hab mir nun schon überlegt, ob ich da ne Schranke mit Kassenhäuschen installieren soll. Natürlich nur für Ausländer, die Einheimischen müssten nichts bezahlen. 😛
ErikaThemenstarter2'338 Beiträge · seit 200722. März 2015 · #67
Lake Chala, Tansania - Voi, Kenia, 18. Dezemeber 2014 Wir haben wunderbar geschlafen in unserem Dachzelt und wie wir‘s uns erhofft hatten, steht heute Morgen der Kilimanjaro da. Er ist zwar etwas wolkenumhüllt, aber man sieht ihn doch recht deutlich.
Links der Kilimanjaro und rechts der etwas näher zu uns stehende 5‘148 m hohe Mawenzi
Mit dem Kili als Kulisse und dem gemütlichen Frühstück fängt der Tag für uns optimal an. Aber so schön der Platz beim Lake Chala auch ist, wir packen zusammen und ziehen weiter.
Die Lodge ist wie ausgestorben. Wir fragen uns, ob der ursprüngliche Besitzer überhaupt noch da ist, oder ob nun alles dem Staat gehört. Es wurde ja in letzter Zeit für neue Zelt-Bungalows und den Restaurant-Neubau echt viel Geld investiert. Aber eigentlich schade finden wir, dass nun der See seine Jungfräulichkeit ein wenig verloren hat, zumal ja leider bereits zwei andere Lodge-Ruinen das Ufer zieren.
Wahrscheinlich hatte man ursprünglich mal grosse Pläne mit diesem See, da ja sogar eine Stromleitung bis hier her gezogen wurde.
Flammenbaum in voller Blüte
Um neun Uhr sind wir abreisefertig. Der Weg zurück zur Hauptstrasse ist schnell zurückgelegt. Einige wenige Kilometer später erreichen wir bei Taveta den kleinen Grenzübergang zwischen Tansania und Kenia.
Wie bei der Einreise, werden wir wieder fotografiert und auch Fingerabdrücke werden genommen. Dann wird der Ausreisestempel in den Pass gedrückt. Da unser Fahrzeug während neun Monaten in Tansania stand, sind für diese Zeit pro Monat 20 U$ Strassengebühr = 180 U$ fällig. Wirklich bescheiden ist das nicht, zumal man ja in Tansania andauernd auf Nebenstrecken zusätzlich zur Kasse gebeten wird. Dann wird zum Schluss unser Carnet ausgestempelt.
Als Erstes müssen wir auf der kenianischen Seite zur Ebola-Kontrolle. Der zuständige Beamte winkt uns freundlich zu sich. Hinter seinem Rücken prangert ein grosses Plakat, auf welchem mehrere „Ebola-Verhinderungs-Regeln“ abgebildet sind. Unter Anderem steht da ganz klar, dass man niemandem die Hände schütteln soll. Und genau das tut der Mann nun 🙄 ! Er kommt auf uns zu und gibt uns die Hand! Dann plaudert er ein wenig und rät uns, das Plakat mit den Verhaltensregeln gut zu studieren. Und jetzt kommts: Nun streift er sich ein Paar Wegwerf-Handschuhe über, reicht uns zwei Fragebogen, welche wir ausfüllen müssen, nimmt die ausgefüllten Zettel entgegen, zieht danach die Handschuhe wieder aus, schmeisst sie in einen Abfallbehälter und schüttelt uns anschliessend zum Abschied wieder die Hand. 🤩 🤩 🤩 Afrikanische Logik?
Auch am kenianischen Zoll werden Fingerabdrücke genommen und Fotos gemacht. An der Wand hängt ein Flimmerkasten, wo gerade eine politische Sendung übertragen wird. Die Gemüter Parlamentarier scheinen sehr erhitzt zu sein, einer nach dem anderen steht auf und hält eine leidenschaftliche Rede, was mit viel Applaus und anerkennenden Zwischenrufen quittiert wird. Dann steht wieder einer auf, aber der kommt gar nicht richtig zu Wort, denn nun fangen die anderen Parlamentarier ganz laut zu singen an, sodass der arme Kerl nach einer Weile ganz frustriert seine Rede abbrechen muss, worauf dann auch der Gesang verstummt. Nun spielen sich einige echt tumultartigen Szenen ab, sodass wir fast damit rechnen dürfen, dass die sich noch verklopfen 😁 . Eigentlich hätten wir diese spannende Sendung gerne noch länger verfolgt, aber in der Zwischenzeit haben wir unser Visum im Pass und wir müssen ja heute noch nach Voi. Vier Kilometer später wird noch das Carnet abgestempelt und dann sind wir nach 1 ¼ Stunden durch.
Piste nach Voi
Nun folgt eine sehr raue Schotterstrasse. Die Chinesen sind aber am Bauen und irgendwann wird diese Strasse ebenfalls geteert sein, was natürlich heisst, dass dann sehr viel mehr Verkehr aufkommen wird.
Die Gegend wird nun immer einsamer und unbewohnter. Bald können wir die ersten Tiere erblicken. Es sind Dromedare, die gemütlich der Strasse entlang ziehen.
Später entdecken wir neben den Bahngeleisen eine ca. vierzigköpfige Elefantenherde. Auch springen hin und wieder verschiedene Huftiere verschreckt durch den Busch.
Ca. 20 Km vor Voi fängt die Teerstrasse an. Plötzlich nimmt auch der Verkehr wieder zu. In Voi tanken wir Benzin und ziehen an einem ATM Kenyan Shillings. Nach einer Stadtrundfahrt begeben wir uns zum Campingplatz der schön ruhig gelegenen Red Elephant Lodge. In der Lodge sind derzeit keine Gäste. Die nächsten werden erst über die Feiertage erwartet. Zum Duschen wird uns ein Häuschen zu Verfügung gestellt und wir dürfen ein Elektrokabel zu unserem Fahrzeug ziehen.
Nachdem wir das Dachzelt aufgebaut und geduscht haben, bereiten wir unser Nachtessen zu. Man hatte uns auch angeboten, für uns zu kochen, aber dann hätten die ja extra für uns die Küche aufmachen müssen, was wir nicht wollten.
Toni ist irgendwie total geschafft und froh, dass er bald ins Bett steigen kann.
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200922. März 2015 · #68
@ Erika,
An unserem Haus führt ein Wanderweg vorbei, welcher zu einem Rebberg führt. Hab mir nun schon überlegt, ob ich da ne Schranke mit Kassenhäuschen installieren soll. Natürlich nur für Ausländer, die Einheimischen müssten nichts bezahlen.
Unterstehe dich!!! 🙁
Unter Anderem steht da ganz klar, dass man niemandem die Hände schütteln soll. Und genau das tut der Mann nun 🙄 ! Er kommt auf uns zu und gibt uns die Hand! Dann plaudert er ein wenig und rät uns, das Plakat mit den Verhaltensregeln gut zu studieren. Und jetzt kommts: Nun streift er sich ein Paar Wegwerf-Handschuhe über, reicht uns zwei Fragebogen, welche wir ausfüllen müssen, nimmt die ausgefüllten Zettel entgegen, zieht danach die Handschuhe wieder aus, schmeisst sie in einen Abfallbehälter und schüttelt uns anschliessend zum Abschied wieder die Hand. 🤩 🤩 🤩 Afrikanische Logik?
Grenzbeamte können jederzeit aus dem Rahmen fallen, obwohl sie nicht im Bilde sind! 😄
Nun spielen sich einige echt tumultartigen Szenen ab, sodass wir fast damit rechnen dürfen, dass die sich noch verklopfen
Ist das wieder euer Schweizer Slang??? 🤩
Ich kenne Klopfer noch aus dem Bambi-Film von Disney! 😉
Es sind Dromedare, die gemütlich der Strasse entlang ziehen.
Hätte nicht gedacht, dass es so weit im Süden auch noch Dromedare gibt. Wieder etwas gelernt!
Herzlichen Dank und liebe Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
KarstenB2'397 Beiträge · seit 201122. März 2015 · #69
Hallo Erika,
die Szene mit der Ebolakontrolle hat mir die Lachtränen in die Augen getrieben, danke dafür!
LG aus dem sonnigen (trau nie einem Wetterbericht) HH,
Die Dromedare könnten eventuell eine Hinterlassenschaft der englischen Kolonialzeit sein, wie es in Australien der Fall ist. Die Engländer haben dort in der Wüste Dromedare aus Afghanstan importiert für den Lastentransport und den Bahnbau. Deshalb heisst der Zug von Port Augusta nach Norden auch Ghan Train. Es gibt hier bei uns im übrigen eine Kamelzuchtstation nördlich des Arusha NP.
Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
picco6'369 Beiträge · seit 201122. März 2015 · #71
Hoi Erika
Erika schrieb:
Links der Kilimanjaro und rechts der etwas näher zu uns stehende 5‘148 m hohe Mawenzi
Sorry, das stimmt so nur halbwegs. Der Kilimanjaro ist das Gebirgsmassiv der drei Vulkane Shira, Kibo und Mawenzi, auf dem Bild ist links der Kibo, also der 5895m hohe Berg, der die Spitze des Kilimanjaro-Massivs bildet, und rechts der Mawenzi zu sehen.
Und die Szene mit den Handschuhen: Afrika live!!! 🤩 BRÜLL & SCHENKELKLOPF!!!
Bamburi541 Beiträge · seit 200722. März 2015 · #72
Hallo Erika,
ich bin natürlich mit dabei 🤩 ... will aber nicht ins Dachzelt... das war das letzte mal olfaktorisch spaßfrei 😛 Ich platzier mich gleich neben die Würste, dann ist meine Verpflegung auch schon gesichert 😄
Die Handschuh-Story ist megageil! Wahrscheinlich steht in den Dienstanweisungen, dass man Formulare nur mit Handschuhen übergeben darf - von vorher und nachher steht nix 😗 Afrikanische Logik: ich wollte in Kenia zum Führstück kein Ei und habe "no Egg" gesagt. Da bekam ich dann trotzdem alle Beilagen des morgendlichen Rühreis, aber eben ohne Ei 🙄
Ich bin gespannt wie es weiter geht! Grüßle Anja
Intelligent people discuss ideas. Fools discuss how people should behave. (Paulo Coelho)
Anita40874 Beiträge · seit 200822. März 2015 · #73
Hey mama afrika und mister toni, sind gerade erst wieder in der Zivilisation und springen jetzt erst auf. ich liebe deinen schreibstil und deine unnachahmliche art, fotos zu nehmen. ich leide schon jetzt, obwohl ich noch nicht weiss, worum es geht. Ich ahne es aber. Grüsse aus windhuk und gute Wünsche an euch anita und anette
Jambo, liebe Leser der Erika-Berichte! Sprachliche Gebilde, die nicht zur höheren Sprache gezählt werden dürfen (Bühnendeutsch), können aus dialektischen Wurzeln stammen. Beispielsweise aus dem Allemannischen (Süddeutschland). Entspringen sie aus dem Sprachgebrauch der Schweizer, nennt man diese Stilblüten "Helvetismen". "Klopfen" ist auch ganz nebenbei in die Afrikaans Sprache eingeflossen; wenn eine Mannschaft die andere besiegt, hat man diese eben "geklopp", man hat sie "geschlagen". Oder wenn ein paar Jungs sich raufen, verklopfen (schlagen) sie sich eben. Soweit muss ich der Erika etwas aus der Schussrichtung helfen, die Sprache (nicht nur die Ihrige) ist eben lebendig, deswegen sind ihre Beiträge ja auch so lesenswert! 😉 Hakuna matata, Battli
Schoen, dass Du (Erika) Dich trotz all den tragischen Tagen aufraffst, uns an Eurer Reise teilhaben zu lassen. Ich huepf aufs Reserverad...
Toni, Dir alles Gute fuer Dein Rueckenproblem und ich hoffe sehr, dass die Schmerzen sich in den Griff bekommen lassen.
Ich weiss nicht, wie die Barclays Bank in Tansania ist, aber hier in Kenia mache ich einen grossen Bogen drum. Koennte Buecher ueber die schreiben, aber nur wenig gutes. Auch bei ATM hatte ich mit Kunden schon boese Erlebnisse - welche nur durch Drohen mit der Polizei geloest wurde. Die ATM anderer Banken funktionieren fast immer problemlos.
Tja, die Gebuehren Erika..... ich bezahl Einheimischen gerne was, wenn ich sehe, dass sie was dafuer tun oder Tiere und Pflanzen schuetzen. Ein Anreiz muss ja da sein... doch der Lake Challa ist echt teuer...
Fahrausweis???? Johannes pruefen die in TZ nicht, ob Du einen hast oder nicht? In Kenia sind sie scharf drauf, aber nur, damit die Taschen des Polizisten nicht leer bleiben. Arusha ist ja noch heilig gegenueber Nairobi oder dem Thika Highway.....
Nun freue ich mich aufs Mitfahren.... 🙂 Ach und seid beruhigt, die Whiskey Flasche fasse ich nicht an....
Liebe Gruesse Elvira
Safaris in Ostafrika
Bush Trucker Tours
www.bushtrucker.ch
Elvira Wolfer
Zubucher- und individuelle Safaris
ErikaThemenstarter2'338 Beiträge · seit 200722. März 2015 · #76
Hallo zusammen
Ganz herzlichen Dank für eure zahlreichen Rückmeldungen!
Butterblume schrieb:
Ist das wieder euer Schweizer Slang??? 🤩 Ich kenne Klopfer noch aus dem Bambi-Film von Disney! 😉
Den Klopfer aus dem Bambi-Film kenn ich leider nicht. Aber bei uns gibt’s z.B. den Teppichklopfer mit dem man Teppiche ausklopft oder den Chlöpfer, der eine Wurst ist. Verklopfen heisst soviel wie vermöbeln, verdreschen oder so…..
KarstenB schrieb:
die Szene mit der Ebolakontrolle hat mir die Lachtränen in die Augen getrieben, danke dafür!
Also wir waren ja eigentlich sprachlos, aber da wir ja wussten, dass es die Ebola noch nicht bis Ostafrika geschafft hatte, stuften wir die Händedrücke als eher nicht lebensgefährlich ein. Bongolander schrieb:
Die Dromedare könnten eventuell eine Hinterlassenschaft der englischen Kolonialzeit sein, wie es in Australien der Fall ist.
Wir haben uns schon ein wenig gewundert, als wir sie erspähten. Wer vermutet in der Gegend schon Dromedare. Vielleicht hat sie jemand aus dem Norden Kenias hier her gebracht, dort sollen sie ja stark verbreitet sein. Auf alten Fotos sieht man zwar auch, dass die von Kolonialherren geritten wurden.
Picco schrieb:
Sorry, das stimmt so nur halbwegs. Der Kilimanjaro ist das Gebirgsmassiv der drei Vulkane Shira, Kibo und Mawenzi, auf dem Bild ist links der Kibo, also der 5895m hohe Berg, der die Spitze des Kilimanjaro-Massivs bildet, und rechts der Mawenzi zu sehen.
Da kann ich nur sagen: Töpflischiisser oder damit‘s alle verstehen Korinthenkacker. 😛
Bamburi schrieb:
ich bin natürlich mit dabei 🤩 ... will aber nicht ins Dachzelt... das war das letzte mal olfaktorisch spaßfrei 😛 Ich platzier mich gleich neben die Würste, dann ist meine Verpflegung auch schon gesichert :laugh
Nein, das Dachzelt ist für dich eh gesperrt. Ich kann mich noch zu gut an letztes Mal erinnern! Es waren nämlich deine olfaktorischen Spuren, die unser Schlafzimmer für lange Zeit fast unbewohnbar gemacht haben. 🤢 Und die Würste rührst du nicht an! 😵
Die Handschuh-Story ist megageil! Wahrscheinlich steht in den Dienstanweisungen, dass man Formulare nur mit Handschuhen übergeben darf - von vorher und nachher steht nix 😗 Afrikanische Logik: ich wollte in Kenia zum Führstück kein Ei und habe "no Egg" gesagt. Da bekam ich dann trotzdem alle Beilagen des morgendlichen Rühreis, aber eben ohne Ei 🙄
Wenn das so in den Dienstanweisungen steht, hat der Beamte natürlich nichts falsch gemacht. 😎 Rührei ohne Ei? Wie schmeckt denn das? Etwa ähnlich wie Käsefondue ohne Käse?
Anita schrieb:
ich leide schon jetzt, obwohl ich noch nicht weiss, worum es geht. Ich ahne es aber.
Oh Anita, musst nicht jetzt schon leiden! Aber etwas später hoffe ich dann schon auf etwas Mitgefühl.
Battli schrieb:
Jambo, liebe Leser der Erika-Berichte! Sprachliche Gebilde, die nicht zur höheren Sprache gezählt werden dürfen (Bühnendeutsch), können aus dialektischen Wurzeln stammen. Beispielsweise aus dem Allemannischen (Süddeutschland). Entspringen sie aus dem Sprachgebrauch der Schweizer, nennt man diese Stilblüten "Helvetismen". "Klopfen" ist auch ganz nebenbei in die Afrikaans Sprache eingeflossen; wenn eine Mannschaft die andere besiegt, hat man diese eben "geklopp", man hat sie "geschlagen". Oder wenn ein paar Jungs sich raufen, verklopfen (schlagen) sie sich eben. Soweit muss ich der Erika etwas aus der Schussrichtung helfen, die Sprache (nicht nur die Ihrige) ist eben lebendig, deswegen sind ihre Beiträge ja auch so lesenswert! 😉
Ich bin tief beeindruckt, danke. Vielleicht trägt deine Darlegung dazu bei, dass nun manche Leser ein wenig mehr Verständnis für meine Ausrutscher in Sachen Wortwahl haben. 🙂
Elvira schrieb:
Schoen, dass Du (Erika) Dich trotz all den tragischen Tagen aufraffst, uns an Eurer Reise teilhaben zu lassen. Ich huepf aufs Reserverad... Toni, Dir alles Gute fuer Dein Rueckenproblem und ich hoffe sehr, dass die Schmerzen sich in den Griff bekommen lassen.
Danke dir Elvira.
Ich weiss nicht, wie die Barclays Bank in Tansania ist, aber hier in Kenia mache ich einen grossen Bogen drum. Koennte Buecher ueber die schreiben, aber nur wenig gutes. Auch bei ATM hatte ich mit Kunden schon boese Erlebnisse - welche nur durch Drohen mit der Polizei geloest wurde. Die ATM anderer Banken funktionieren fast immer problemlos.
Wir haben uns schon lange angewöhnt, nur während der Geschäftszeiten an den ATMs Geld zu ziehen. So kann man im Falle eines Problems persönlich bei der Bank vorsprechen. Eigentlich hatten wir noch nie Probleme, ausser dass wir schon mehrmals so einen ATM ausser Gefecht gesetzt haben. Hauptsache, die Karte wird nicht verschluckt.
Tja, die Gebuehren Erika..... ich bezahl Einheimischen gerne was, wenn ich sehe, dass sie was dafuer tun oder Tiere und Pflanzen schuetzen. Ein Anreiz muss ja da sein... doch der Lake Challa ist echt teuer...
Wir meckern ja auch nicht jedes Mal über die Gebühren, aber beim Lake Chala fanden wir das schon etwas übertrieben. Für 75 U$ kriegt man derzeit an Kenias Küste ein Luxusbungalow mit Frühstück. Die Leute an der Schranke wurden ja sogar mit einem neuen Landcruiser ausgestattet. Überleg mal, wie viele Leute dort Eintritt bezahlen müssen, bis sich das Fahrzeug amortisiert hat.
Ganz liebe Grüsse euch allen Erika
Uff, antworten macht ja fast soviel Arbeit, wie Reisebericht schreiben 😁
Ich bin tief beeindruckt, danke. Vielleicht trägt deine Darlegung dazu bei, dass nun manche Leser ein wenig mehr Verständnis für meine Ausrutscher in Sachen Wortwahl haben.
Liebe Erika
Da brauchst Du Dich doch nicht zu entschuldigen. Jeder weiss doch, dass Du aus der Schweiz kommst. Da wird halt ein wenig anders gesprochen, gewöhnungsbedürftig, aber oft amüsant. Ich kann mich noch gut an 2011 erinnern, als mein Chef mir was von "fötzeln" erzählte. Das er damit meinte, herumliegendes Papier einzusammeln, musste er mir erst mal übersetzen.
Liebe Grüsse Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200923. März 2015 · #78
Hallo Battli,
Sprachliche Gebilde, die nicht zur höheren Sprache gezählt werden dürfen (Bühnendeutsch), können aus dialektischen Wurzeln stammen.
Und schon wieder etwas gelernt! Herzlichen Dank für die Erklärung. 🙂
Erika, du weißt, wie ich ich gemeint habe, oder?
Herzliche Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheitwww.butterblume-in-afrika.de
Hallo Butterblume und All! Well, das kann noch heiter werden... Irgendwann muss ich wohl noch einen Sprachthread eröffnen 😉 und die Eigenheiten der Sprachgebiete aus der Schweiz und Österreich etwas näher bringen? Aber auch Deutschland hat solche Enklaven, man denke nur an Abwandlungen aus dem Sorbischen und vom Platt... Man wird nie fertig! Übrigens: Habt ihr schon dem Jungvolk zugehört, wie die sich untereinander unterhalten? - Was versteht ihr davon? Hm? 😛 Im Sinne der richtigen Wahrnehmung - tot siens! Cheers, Battli
Fahrausweis???? Johannes pruefen die in TZ nicht, ob Du einen hast oder nicht? In Kenia sind sie scharf drauf, aber nur, damit die Taschen des Polizisten nicht leer bleiben.
Natürlich prüfen die die Führerscheine, aber nur dort wo sie vermuten, dass auch genügend Geld vorhanden ist, um die Sodas zu bezahlen. Von einem Bodabodafahrer bekommen sie nichts ausser, dass er mit einem Rudel junger Burschen ankommt, die sie dann verprügeln. Ich bin zum Beispiel heute morgen kontrolliert worden, ob icheinen habe, und gegenüber ein Haufen junger Burschen mit Motorrad. So ist das hier.
Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund