Humphrey Bogart meets Coco Chanel

Reisebericht 86 Antworten · 19,9k Aufrufe · gestartet 15. Nov. 2014 von eggitom
4'528 Beiträge · seit 200721. Nov. 2014 · #41
Hi Thomas,
Danke für die Blumen und werde ich nicht, versprochen. Aber du musst leider bis fast zum Schluss auf die Auflösung warten
Cliiiiiiiifhaaaaangeeeer 😎

Diverse Forumskolleginnen werden jetzt schwer nervös. Denn das sieht nach einem longtime-cliffhanger aus 😛

Viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
8'682 Beiträge · seit 201021. Nov. 2014 · #42
eggitom schrieb:
ANNICK schrieb:So müssen wir deinen Bericht bis zum Ende lesen....... 😄
pssst, nicht weitersagen: Habe ich bei Bele abgeguckt 😗
Einspruch Euer Ehren!!! 🤩

Meine Titel sind von Anfang an durchschaubar - und vorallem ohne jegliche Cliffhanger-Spannung.... und der letzte war sogar wieder in Deutsch (und Carsten hat ganz schnell kapiert, worum es geht, ich kann mich genau erinnern....). Also bitte...!!!!

Ich glaube, du meinst eher, dass ich eine der von Carsten zitierten "Kolleginnen" 😛 😄 bin, die einen leichten Hang zur Neugier haben 😗 😎 !

Zum Glück interessiert mich weder Humphrey Bogart noch Coco Chanel..... hmmmm, aber was haben sie mit Thomas zu tun 😐 😕 😊 ...das würd ich jetzt schon gern wissen.....😄

Ich wünsche einen guten Start ins Wochenende!
Liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2014
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200921. Nov. 2014 · #43
casimodo schrieb:Diverse Forumskolleginnen werden jetzt schwer nervös. Denn das sieht nach einem longtime-cliffhanger aus 😛
Irgendwie muss ich euch ja bei der Stange halten, solange ich noch keine Bilder habe. Eine kleine Hilfe für ganz Neugierige: Es hat mit einem Baum zu tun, der schon einmal erwähnt wurde...

😗 😗 😗 😗 😗
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200908. Dez. 2014 · #44
NEIN, ICH HABE EUCH NICHT VERGESSEN!

Aber eben: Meine Festplatte ist eines sanften Todes gestorben - unrettbar zerstört. Nachdem ich selbiges zuerst ebenfalls war, habe ich mich aufgerafft und versucht, mit Hilfe von Recuva die gelöschten Daten auf meinem Netbook wiederherzustellen. Und am Samstagabend hatte ich wieder fast 3'800 Bilder!

GERETTET!


Es kann also weitergehen. Im Thread vom 19. Oktober habe ich noch ein paar Fotos ergänzt und hier geht es nun weiter mit dem

Montag, 20. Oktober 2014: Shiluvari Lodge – Mapungubwe
Geschlafen haben wir mindestens so gut wie letzte Nacht, was bei mir etwas heissen will. Gegen sieben Uhr sind wir wach; draussen ziehen Wolken auf und es ist so kalt, dass wir lange Hosen und Pullover anziehen!

Nach dem Frühstück räumen wir unsere Siebensachen in den Bushcamper und schauen uns dann noch etwas im Shop um. Die Weihnachtsdekorationen, die uns interessiert haben, stammen aber aus KwaZulu, wie ich erst jetzt feststelle, und nicht von lokalen Künstlern. Dafür finden wir zwei Paar neckische Schühchen mit Baby-Hippos drauf: Beim in unserer Verwandt- und Bekanntschaft demnächst zu erwartenden Kindersegen ein ideales Mitbringsel!

Dann rechnen wir ab und werden von der Managerin ganz herzlich verabschiedet. Meine Frau hat gestern eine neue Klassierung für Unterkünfte erfunden: Die Shiluvari-Lodge wird wohl kaum je einmal fünf Sterne kriegen, dafür stimmen zu viele Details nicht, aber fünf Herzen hat sie sich mehr als verdient!

Unser GPS will uns auf unerfindlichen Wegen und teilweise über Schotterstrassen ins Makhado Shopping Center nach Louis Trichardt lotsen, aber nachdem wir zweimal nicht gehorcht haben, besinnt sich Susi eines Besseren und schickt uns dort durch, wo wir gestern Abend hergekommen sind.

Im Einkaufszentrum finden wir alles, was wir nötig haben, unter anderem eben auch den Skross-Adapter für Südafrika, welcher meinem Laptop wieder Leben einhauchen soll. Dann setzt sich Ruth ans Steuer und fährt den umgekehrten Weg von gestern durch die beiden Tunnels und dann weiter nordwärts Richtung Musina. In Musina biegen wir links ab und sind nach weiteren ca. 70km durch zunehmend dürrer und karger werdende Landschaft am Gate zum Mapungubwe – fünf Kilometer früher, als Susi uns glauben machen will!

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N1 durch die Berge

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Überall Strassenstände mit wunderschönen Orangen

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Erste Baobabs

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Fruchtsalat mit Eiern

An der Reception fragen wir um einen Upgrade für die zweite Nacht; wir haben soviel über die Family Cottages im Leokwe Rest Camp gehört, dass wir die ausprobieren möchten. Zudem sind wir dann für den zweiten Tag schon im vorderen Teil.

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Mapungubwe National Park
Der Mapungubwe-Nationalpark erstreckt sich an der Grenze zu Zimbabwe und Botswana den Limpopo entlang. Er gehört seit 2003 zum UNESCO-Welterbe. Der Park hat zwei Besonderheiten.

Zum einen besteht er aus zwei Teilen, die durch private Obstplantagen und eine private Lodge voneinander getrennt sind. Um in den westlichen Teil zu gelangen, muss man den Park verlassen, auf der R521 westwärts um Park und Plantagen herumfahren und kann dann kurz vor dem Grenzübergang Pont Drift auf die Den Staat Gravel Road einbiegen. Zwischen Zitrusplantagen hindurch und über unzählige schlafende Polizisten (Schwellen!) geht es zum westlichen Eingang. An sich wäre die Den Staat durchgehend, beginnen westlich vom Entrance Gate, aber da sie Privatbesitz ist, darf man sie nicht benutzen. Ein zumindest nach meinem Stand einigermassen aktueller Plan ist hier zu finden.

Die zweite Besonderheit ist Mapungubwe Hill, über welche ich morgen etwas mehr erzählen werde.
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Der Manager zeichnet uns auf der Karte den Weg in den hinteren Teil genau ein und auch die Wege, die wir innerhalb des Parks mit unserem 4x4 fahren können. Dann fahren wir wieder los, denn bis zur Mazhou Campsite im westlichen Teil des Parks sind es weitere 35 km. Die Abzweigung von der Hauptstrasse in die Den Staat Gravel Road verpasse ich, lande direkt dahinter beim Grenzübergang Pont Drift und muss umkehren. Dann klappt es aber und nach einer weiteren halben Stunde sind wir auf dem äusserst gemütlichen Campingplatz und können uns provisorisch einrichten, sprich: Tisch und Stühle hinstellen und gleich wieder los.

Für unseren ersten Gamedrive wählen wir die River Road, einen Loop östlich vom Campingplatz. Wie der Name es sagt, führt er die längste Zeit dem Limpopo und damit der Grenze zu Botswana entlang und entsprechend begleiten uns linkerhand ein Sicherheitszaun und teilweise sogar Stacheldrahtrollen! Dass die Tiere daran keine Freude haben, sieht man am Zustand des Zaunes: er ist an den meisten Stellen schräg oder sogar ganz zu Boden gedrückt. Impalas und Kudus springen elegant drüber hinweg, die Affen klettern drüber und die kleineren Tiere können unten durchschlüpfen. Tags darauf werden wir von einem Ranger erfahren, dass dies wegen der illegalen Einwanderer aus Zimbabwe so sei, was für mich nicht ganz aufgeht: Die Grenze zwischen Botswana und Zimbabwe verläuft weiter östlich im anderen Teil des Parks!

Während der rund zweistündigen Fahrt sehen wir einiges an Tieren: in erster Linie natürlich Impalas, dann Wasserböcke, einen Buschbock, ausserordentlich akkurat gestreifte Zebras, Kudus, Warzenschweine, Gnus, diverse Vögel und mehrere Trupps Elefanten. Einer davon versperrt uns eine Zeitlang den Weg; als wir weiterfahren können, kommt gleich eine Abzweigung, welche wir nicht beachten. Als wir aber nach weiteren 10min plötzlich an ein offenstehendes und unbewachtes Tor kommen und auf der anderen Seite in unserer Richtung eine Tafel „Mapungubwe National Park“ sehen, kehren wir doch lieber um. Der Rückweg gibt uns recht; er führt am Tented Camp vorbei wieder zum Campingplatz.

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Begrüssungskomitee

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Verkehrsstau

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Abräumtrupp

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Frage an die Ornithologen: Gabelracke?

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Zebra im Sonntagsanzug

Dann richten wir uns ein, beobachtet von einem Buschbock, welcher direkt hinter unserem Platz ganz gemütlich im Gras liegt und sich von meiner Kamera nicht stören lässt, und starten unser erstes Camping-Nachtessen mit Steaks und Reis. Vorher gibt’s natürlich ein Savannah zum Sundowner und danach einen Espresso aus unserer Bialetti. Die Lampen an jedem Platz leuchten tatsächlich und auch die Steckdosen funktionieren; ich kann also mein zusammengetragenes Equipment erfolgreich einsetzen und alle Akkus sowie das Netbook aufladen.

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Als wir am Zusammenräumen sind, kriegen wir Besuch von einer Art grauem Eichhörnchen mit spitzer Schnauze. Als ich es fotografieren will, ist es aus dem Stand mit zwei 2m-Sätzen via Pfosten wieder im Baum oben!
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 08. Dez. 2014
171 Beiträge · seit 201208. Dez. 2014 · #45
Mensch, hast du ein Schwein mit deinen Bildern!!!! PUH!!! 😮

Die Einführung der Bezeichnung der " 5 Herzen" finde ich klasse... Ist ja auch wichtig 🤨 😠
Südafrika, Swaziland 2010 Südafrika und Botswana 22.06.-14.07.2012 Südafrika, Swaziland 18.12.14-05.01.2015 Südafrika und Botswana 27.12.- 14.01.16 Südafrika, just Kruger 24.06. 16- 10.07.16 http://www.TickerFactory.com/
5'479 Beiträge · seit 200909. Dez. 2014 · #46
Soviele Namensgleichheiten. Nicht nur wir beide, sondern auch unsere Navis teilen sich einen Namen. 🤩
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200909. Dez. 2014 · #47
Topobär schrieb:Soviele Namensgleichheiten. Nicht nur wir beide, sondern auch unsere Navis teilen sich einen Namen. 🤩
Steckt vermutlich auch die gleiche Dame drin 😄
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Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200916. Dez. 2014 · #48
Dienstag, 21. Oktober 2014: Mapungubwe
Nach einer angenehmen , überhaupt nicht kalten Nacht erwachen wir schon früh und packen zusammen. Ein paar Bilder vom Camp, damit ich es später in den einschlägigen Foren vorstellen kann, und wenn ich die Kamera schon schussbereit habe, noch einmal die beiden zahmen Buschböcke des Campings. Ein Haubenbartvogel, der seine Morgentoilette noch nicht gemacht hat, läuft mir auch noch über den Weg, ebenso ein Glanzstar.

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Von den hier erwähnten Towels habe ich nichts gesehen und mein eigenes wollte ich nicht der Versuchung aussetzen 😛

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Um halb sieben fahren wir ohne Frühstück los, Richtung Mopanie Loop Drive. Dieser stellt vor allem im zweiten Teil schon einige Ansprüche an mein fahrerisches Können . Aber das Fahren macht Spass, und dass ich am Abend leichten Muskelkater in den Unterarmen verspüre, bestätigt mich in dieser Wahrnehmung.

Der Drive beginnt mit einer gemischten Zebra-Gnu-Gruppe, wobei die Zebras wieder so schön strukturierte Streifen aufweisen, wie diejenigen gestern. Irgendwie habe ich die viel „verwaschener“ in Erinnerung! Weiter gegen Süden zu mehren sich die Anzeichen auf Elefanten und prompt stossen wir wieder auf eine grössere Herde mit Babies und einer riesigen Mutterkuh am Schluss. Etwas später an diesem Tag werden wir erfahren, dass die Elefantenbabies ca. zwei Wochen alt sein dürften. Die Elefantenherde kreuzt mehrmals unseren Weg, so dass wir nicht allzu schnell vorankommen, aber das stört uns nicht weiter und ist ja der Sinn der Sache!

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Auf dem Rückweg sehen wir nicht mehr allzu viel und nachdem wir durch ein zu öffnendes Tor (aussteigen!) wieder auf der Den Staat gelandet sind, fahren wir raus und zügig nach vorne zum Gate.

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Dort erfahren wir, dass wir das Chalet erst ab 14:00h beziehen können. Also buchen wir mal für 16:00h den Heritage Trail und fahren los. In einem grossen Bogen kommen wir wieder Richtung Limpopo und sehen unterwegs Warzenschweine, Oryx, Giraffen und einen weiteren Trupp Elefanten. Und etwas habe ich ganz vergessen: Impalas hatten wir selbstverständlich immer und überall wieder! Aber so wie die Springböcke in den Wüstenregionen hat man die Impalas in den etwas bewaldeteren und fruchtbareren Gegenden halt irgendwann einmal gesehen – es sei denn, sie tanzen Cha-Cha-Cha!

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Auf der Picnic Site bei den Confluence Viewpoints lassen wir uns gegen 11:00h für ein gemütliches Frühstück nieder, gehen danach hoch zu den diversen Aussichtspunkten und setzen anschliessend unseren Weg fort. Zu unserer Überraschung steht am Ende des Picnicplatzes ein Schild „4*4 only“. Tatsächlich geht es steil bergab und die Strasse wird massiv schlechter: Eine Rundumfahrt im Park mit 2*4 ist also nicht möglich!

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Mitten in dieser Abfahrt muss ich anhalten: Auf einem Felsen posiert eine Klippspringer-Schönheit. Dann geht der Weg weiter ziemlich steil und direkt hinunter zum Limpopo, hier aber ohne Stacheldrahtrollen, nur mit einem einfachen Zaun, der wohl auch illegale Grenzübertritte nicht wirklich verhindern kann. Zudem führt der Limpopo momentan kaum Wasser…

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An der temporären Weiterfahrt hindert uns einmal mehr ein Trupp Elefanten, welche gerade ihr Bad genommen haben und sich jetzt zur Staubdusche verschieben. Ein Video und diverse Minuten später beschliessen wir angesichts der fortgeschrittenen Zeit, die Rundreise abzubrechen, den Weg rückwärts bis zur Abzweigung zum Leokwe Camp wieder abzurollen und dort unser Chalet zu beziehen. Auch hier sind wir erst erfolgreich, nachdem ein einsamer Elefant sein Geschäft mitten auf der Strasse verrichtet hat und uns keine andere Möglichkeit lässt, als unseren Hilux mitten durch die Bescherung zu steuern.

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Auf dem Rückweg machen wir noch schnell beim Treetop Walk Station, dessen Ende, der Hide, aber leider abgestürzt ist. Trotzdem sieht man vom erhöhten Boardwalk aus sehr schön über den Limpopo und kann sich vorstellen, wie das zu Regenzeiten aussehen würde. Zudem stellen wir erstaunt fest, dass es auch auf der gegenüberliegenden Flussseite, in Botswana, Elefanten gibt! Auf dem Rückweg geraten wir noch in die Streiterei zweier Vögel um ein Nest in einem ausgehöhlten Ast. Der Sieger verkriecht sich sofort; als er auch nach zehn Minuten nicht zum Vorschein kommt, erlahmen meine Arme; ich packe die schussbereite Kamera weg und wir fahren weiter.

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Was wir in Leokwe dann antreffen, ist wirklich vom feinsten: Ein gemütliches, aus zwei Rondaveln bestehendes Häuschen mit Terrasse, Küche, Wohn- und Schlafzimmer und Aussendusche. Unter den Fenstern hat es breite Ablageflächen, auf denen man jede Menge ablegen (und vergessen?) kann.

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Aussendusche

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Nach einer gemütlichen, wenn auch kurzen Pause müssen wir wieder los; der Heritage Trail wartet. Mit leicht übersetzter Geschwindigkeit brettere ich hinunter zur Reception, wo der Chef uns in Empfang nimmt und gleich wieder hinausschickt, um auf den Ranger zu warten. Dieser taucht dann auch gleich auf, stellt sich als Johannes vor und lässt uns auf den Wagen steigen – uns allein, weitere Gäste gibt es keine.

Kaum sind wir losgefahren, will ich mein Objektiv tauschen und merke dabei, dass ich die Fototasche mit dem Tele-Zoom nicht dabei habe. Johannes dreht sofort um, denn ich bin der Meinung, sie vor dem Gate stehen gelassen zu haben. Als sie aber weder dort noch in der Reception zu finden ist, schicken mich alle zu unserem Fahrzeug und siehe da: hier ist sie!

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Beim Mapungubwe Hill zeigt uns Johannes dann zuerst die Ausgrabung am Fuss des Hügels, geht mit uns dann die Treppe hoch auf den Hügel und zeigt und erklärt uns die ganzen Ausgrabungsstätten.
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Mapungubwe Hill
Mitten im östlichen Teil des Parks befindet sich der Mapungubwe Hill und darum resp. darauf die Ausgrabungsstätte einer Stadt, in welcher eine hoch entwickelte afrikanische Zivilisation zwischen 1200 und 1270 ihre Blütezeit erlebte. Beginnend um das Jahr 900 wurde die Gegend um den Mapungubwe Hill von einem Volk bewohnt, das bereits Eisen bearbeitete und durch den Handel mit Ägypten, Indien und China zu Wohlstand gelangte. Hier haben Archäologen das berühmte goldene Nashorn und andere Zeugnisse eines reichen afrikanischen Königreichs ausgegraben. Der König mit seinem Hofstaat wohnte auf dem Mapungubwe Hill und wurde auch dort begraben.

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Am und auf dem Hügel ist nicht wirklich viel erhalten, aber beim Restaurant östlich des Entrance Gate wurde ein sehr sehenswertes Interpretive Center errichtet, in welchem man auch das goldene Rhino bewundern kann. Leider ist fotografieren dort verboten.
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Die Aussicht von oben ist prächtig, nur Tiere sehe ich keine. Als ich Johannes danach frage, meint er, sie haben sich wohl an windgeschützten Orten versteckt und tatsächlich zieht es hier oben auf dem Hügel ziemlich heftig. Kurz darauf meint er aber, wenn wir noch etwas Geduld haben, sehen wir die Elefanten kommen. Und tatsächlich: Von Osten her kommt ein Trupp von ca. 30 Elefanten, welche sich über einen ziemlich steilen Abhang den Weg nach Westen suchen. Gut eine halbe Stunde lang schauen wir dem Schauspiel zu; schade nur, dass es a) so weit weg ist und ich b) kein Stativ dabei habe, aber die Fotos geben hoffentlich trotzdem einen Eindruck!

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In die Dämmerung hinein fahren wir zurück zur Reception; Johannes kriegt ein anständiges Trinkgeld und wir wollen los, werden aber vom Manager aufgehalten, der inzwischen ebenfalls gemerkt hat, dass wir den Trip noch gar nicht bezahlt haben. Als wir ihm versprechen, die Sache morgen vor der Wegfahrt zu regeln, ist er einverstanden, und wir fahren – in diesen Regionen etwas Neues für uns – in die Nacht hinein zu unserem Häuschen zurück.

Dort wird noch gekocht und gegrillt, wobei letzteres nicht ganz so gut gelingt, weil der Wind die Holkohle viel zu schnell verglühen lässt. Also müssen die Straussensteaks noch etwas in der Bratpfanne nachbearbeitet werden, und dann schmecken sie trotz unserer nur rudimentär ausgestatteten Gewürzschublade (Piri-Piri statt Pfeffer) recht gut.

Nach dem Essen gibt’s noch einen Espresso und dann gehen wir schon ziemlich schnell in die Heia.
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zuletzt bearbeitet 17. Dez. 2014
2'516 Beiträge · seit 200917. Dez. 2014 · #49
Hallo Thomas,

dein auf dem Felsen thronender "Buschbock" ist ein weiblicher Klippspringer. 😉

Schön,dass deine Bilder gerettet werden konnten.

Grüsse,fotomatte
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200917. Dez. 2014 · #50
fotomatte schrieb:dein auf dem Felsen thronender "Buschbock" ist ein weiblicher Klippspringer. 😉
Das hat man davon, wenn man sich auf die Bilder konzentriert und den Text nicht mehr durchgeht 🙁
Danke für den Hinweis; wird gleich korrigiert.

Thomas
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Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200920. Dez. 2014 · #51
Hallo zusammen

zwischendurch wird's mir mit dem Tagebuch etwas langweilig, dann kümmere ich mich um ein weiteres meiner Hobbies: Panoramas. Passend zum aktuellen Tag ein Schwenk von den Confluence Viewpoints über den Zusammenfluss von Shashwe und Limpopo: Zur Erinnerung für diejenigen, die schon dort waren und als Ansporn für alle anderen. Ist nämlich wirklich eine grossartige Aussicht!

Achtung: Der Link öffnet einen neuen Tab direkt auf meiner eigenen Homepage!

Schönen 4. Advent!
Thomas
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zuletzt bearbeitet 20. Dez. 2014
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200906. Jan. 2015 · #52
Nachdem die Feiertage vorbei sind - bei dieser Gelegenheit wünsche ich euch allen ein gutes neues Jahr! - kann's mal wieder etwas weitergehen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014: Mapungubwe – Tshipise
Nach einer wunderbaren Nacht erwachen wir am Morgen mit Tageslicht, sprich ca. um sechs Uhr. Irgendwann stehen wir dann auf, frühstücken, packen zusammen und nehmen Abschied von unserem Häuschen.

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An Reception und Interpretive Centre vorbei fahren wir zum Kanniedood Loop und diesen ab. An Tieren sehen wir nicht allzuviel, aber der Loop selber hat es in sich; nach den ca. zwei Stunden bin ich ziemlich erledigt und wenn an den steilsten Auf- und teilweise auch Abstiegen nicht Spuren betoniert wären, hätte ich es wohl nicht geschafft. Einmal fahre ich zu zögerlich in einen Aufstieg (einer mit Spur) und der Wagen bleibt im ersten Gang hängen! Also lasse ich ihn zurückrollen, nehme etwas mehr Anlauf und dann schaffe ich es problemlos.

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Kurz nach zehn Uhr sind wir an der Reception, checken aus und bezahlen noch den Trip von gestern. Danach schauen wir uns das Interpretive Centre näher an (fotografieren leider verboten), welches die Geschichte der Ausgrabungen am Mapungubwe Hill dokumentiert – inkl. goldenes Nashorn.

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Dann übernimmt Ruth und fährt die 70km nach Musina; ich selber verschlafe den grössten Teil der Strecke, so hat mich der Loop geschlaucht! Im Einkaufszentrum in Musina decken wir uns mit Lebensmitteln für die nächsten Tage ein und kaufen endlich auch anständige Gewürze. Dann geht’s ca. 100 m weiter bis zum Spar, wo wir die Dinge einkaufen, die wir am ersten Ort vergessen haben.

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Ostwärts geht es jetzt eine weitere nicht allzu lange Strecke bis Tshipise, wo wir auf dem Campingplatz des Forever Resorts eine Zwischennacht einlegen. Auch hier wieder eine riesige Anlage mit über 300 Stellplätzen, welche momentan aber zum grössten Teil leer stehen. Auch von den Ablution-Blocks ist nur gerade Nummer 6 in Betrieb.

Das gleiche Problem, das wir schon in Bela Bela hatten, ereilt uns auch hier: Die Campingsteckdosen haben ein anderes Format, als unsere Südafrikastecker. Der Shop weiss Abhilfe mit blauen Adaptern, welche mir von 2009 und 2011 bekannt vorkommen: SanParks-Adapter – was sich tags darauf in Punda Maria bestätigen wird!

Einrichten, gemütliches relaxen. Ruth geht zwischendurch in den (warmen) Pool, kommt schon bald zurück und will, dass ich etwas später auch mitkomme, was ich dann auch mache und nicht zu bereuen brauche.

Als die Sonne untergeht, machen wir uns an Apéro und Nachtessen; die restlichen Straussenfilets gelingen mir diesmal nicht übel. Noch etwas Tagebuch schreiben – zuerst draussen und als es kühl wird im Wagen – und dann ruft schon wieder das Kopfkissen.

PS: Wen's interessiert, wo genau meine Bilder entstanden sind, kann sie herunterladen und nachschauen; sie sind getaggt. Ich weiss, dass etliche Fomis die Geodaten entfernen um den Wilderern nicht Anhaltspunkte zu geben. Ich halte dies für eine überflüssige Vorsichtsmassnahme weil a) wohl kaum ein Wilderer hier Nachforschungen treiben wird und b) die Tiere schon längst nicht mehr da sind, wo ich sie fotografiert habe. Aber ich lasse mich natürlich gerne eines Besseren belehren
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zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2015
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200906. Jan. 2015 · #53
Und gleich noch einer...

Donnerstag, 23. Oktober 2014: Tshipise – Punda Maria
Um fünf Uhr in der Früh haben die Affen auf dem Campingplatz einen kräftigen Familienstreit. Als sie sich beruhigt haben, schlafen wir noch ein Stündchen, frühstücken dann und ziehen los. Das heisst, wir möchten losziehen, aber gleich beide Batterien haben keinen Saft mehr!

Zwei Herren, welche auf dem übernächsten Platz diskutieren, schaffen auf Ruth’s Nachfrage Abhilfe: der eine mit seinem Pick-Up, der andere mit einem Überbrückungskabel – wobei wir letzteres auch hätten. Dann findet einer noch das Stromkabel zum Kühlschrank und erklärt uns, wie wir es installieren müssen, empfiehlt uns aber gleichzeitig, diesen doch die Nacht über abzustellen. Und das Gerät zur Überwachung der Batterien, welches sich im Handschuhfach befindet, erklären sie uns auch. Offenbar haben wir es gestern Abend so eingestellt, dass die zweite Batterie durch die erste geladen wird. Was während des Fahrens automatisch funktioniert, ist im Standbetrieb tödlich, wenn dahinter als zweite Bezugsquelle noch ein altertümlicher Kühlschrank Saft zieht!

Auf einer guten Asphaltstrasse, welche durchgängig mit 120 kmh angeschrieben ist, sind wir recht schnell in Masisi, wo die Strasse Richtung Pafuri aber gesperrt ist. Also biegen wir rechts ab und fahren südwärts, was uns aber letztendlich via Thohoyandou ans Punda Maria Gate führen würde, und das wollen wir eben nicht. Also zurück und die Lage noch einmal studiert. Und jetzt realisieren wir, dass es nur um die Brücke geht, die eingebrochen ist, und die Strasse auf der anderen Seite weitergeht. Ein Stück ins Dorf zurück, durch ein Gate auf eine parallel verlaufende Schotterstrasse und das Hindernis ist umfahren! Dass ich davon hätte Bilder machen können, kommt mir erst danach in den Sinn!

(Ein paar Tage später wird mir Bamburi erzählen, dass es ihnen zwei Tage vorher genau gleich ergangen ist...)

Eine Viertelstunde später sind wir am Pafuri-Gate, wo die übliche Anmeldung mit viel Papier erfolgt. Dann beginnt unser erster Gamedrive durch den Nordteil des Krügerparks; zuerst ein Stück weit auf der Hauptstrasse, dann je länger je mehr auf Loops und Nebenstrassen. An Tieren sehen wir nicht allzu viele, aber einige spezielle Situationen, wie die beiden kämpfenden Giraffenbullen, die ich die längste Zeit filme. Wenn uns nicht alles täuscht, wartet die Dame, welcher der Kampf gilt, etwas weiter im Hintergrund. Der davonlaufenden Zeit wegen muss ich leider aufhören, bevor es einen Sieger gibt.

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Scheint was dran zu sein, an der Behauptung mit der Tarnung

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Das prägende Erlebnis auf der Weiterfahrt ist ein Baum voller Geier. Das heisst, eigentlich nicht der Baum, sondern der Löwe, den meine Frau viel weiter hinten (ca. 300m) entdeckt und den ich sogar abzulichten schaffe. In der Vergrösserung auf dem Kamera-Display sieht man den Löwen auf jeden Fall sehr gut!

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Gegen drei Uhr sind wir in Punda Maria und checken ein. Die Idee, Tsendze zu streichen, morgen direkt nach Olifants zu fahren und den dritten Tag in Satara zu buchen, scheitert daran, dass Olifants für Morgen ausgebucht ist. Also lassen wir uns auf dem Campingplatz neben einem holländischen Paar mit demselben Fahrzeug nieder, relaxen ein wenig und nehmen später noch den 25km-Loop um die Anlage unter die Räder.

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Kann mir jemand sagen, welche Gattung Antilope ich da fotografiert habe?

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Bienenfresser

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Zwei Stunden später und kurz vor Sonnenuntergang sind wir wieder im Camp, richten uns ein, duschen und gehen dann ins Restaurant essen. Abgesehen davon, dass ich zu meinem Mixed Grill (Chicken, Beef, Boerewors) nicht die Beilage erhalte, die ich bestellt habe (Pap + Sheba), sondern Gemüse und Fritten, und dass das Huhn nur aus Knochen besteht, schmeckt es nicht übel und ist gut gewürzt. Am Tisch neben uns blättert eine Gruppe Deutscher (Österreicher?) in einem Vogelbuch, das es im Shop zu kaufen gibt. Da wir ohnehin auch noch Wasser brauchen, werden wir morgen wohl nicht vor sieben Uhr losfahren (dann öffnet der Shop).

Nach dem Essen schreibe ich endlich wieder mal mein Tagebuch bis auf aktuellen Stand nach (genau hier bin ich im Moment!); Ruth geht kurz zum Wasserloch, wo ein paar Touristen die Elefanten mit Autoscheinwerfern und Taschenlampen aus dem Dunkel holen, liest dann noch ein wenig und verschwindet um viertel vor neun im Bett.

Und dahin verziehe ich mich jetzt dann gleich auch.
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2015
1'127 Beiträge · seit 201109. Jan. 2015 · #54
Hallo Thomas,

wie ich erstaunt festgestellt habe, bin ich ja schon die ganze Zeit mit bei euch an Bord 😄 😄 , da bleibe ich natürlich auch und versuche, euch nicht zu oft auf den falschen Weg zu lotsen 😉 . Von der Umfahrung in Masisi hätte ich euch natürlich vorher erzählen können, die gab es nämlich im September 2013 schon 😉 .
Von daher werden Erinnerungen bei dem ersten Part eurer Tour geweckt. Leider hat bei uns im vergangenen Jahr im Mapungubwe die Sonne gefehlt 🙁 ...aus dem Grunde genieße ich deine Bilder besonders.

Sehr gespannt bin ich aber auf eure Tour ab dem Tembe. Dorthin, nach St. Lucia und Umgebung und in den Hluhluwe verschlägt es uns nämlich in gut 7 Wochen zum ersten Mal 🙂 .

Liebe Grüße

Susi

PS: Deine kleine Antilope dürfte ein Steinbock sein.
Reisebericht SA 2013 Viel Krüger und noch'n bisschen was anderes Reisebericht SA 2014
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200904. März 2015 · #55
Liebe Fomis
zwischendurch hat man ja mal was Anderes zu tun, aber deswegen gleich den Faden zu verlieren... Mal sehen, ob ich ihn wieder aufnehmen und das Angefangene zu einem guten Ende führen kann 😮

Freitag, 24. Oktober 2014: Punda Maria – Tsendze Rustic Camp
Auch hier haben die Affen morgens um fünf etwas zu streiten, beruhigen sich aber sofort wieder.

Um sechs Uhr schlüpfen wir aus den Schlafsäcken, machen Frühstück und sind nach einem kurzen Abstecher zum Wasserloch genau um sieben Uhr beim Shop. Dort kaufen wir die gestern geplanten Dinge plus ein herabgesetztes Polo-Shirt für mich ein und fahren los. Glücklicherweise haben die Bodyguards, welche eine traditionell gebaute Dame zu ihrem Fahrzeug eskortieren, nichts dagegen.

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Braunkopfpapageien(?)

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Muss eine wichtige Dame sein...

Der erste kurze Loop ist die Dzundzwini-Schleife, welche eigentlich nur die Kreuzung der Zufahrt zu Punda Maria mit der H1 abschneidet. Ausser einem Bergsteiger-Kudu gibt es dort nicht allzuviel zu sehen. Doch, etwas: Dumm sind Elefanten nicht (hat eigentlich auch niemand behauptet). Überall stehen Wasserreservoirs in Form von kreisrunden, gemauerten Wannen. Diese sind gegen 3m hoch, also gerade hoch genug, um mit dem Rüssel oben hineinzulangen und einen tüchtigen Schluck zu nehmen – es sei denn, man resp. Elefant ist zu klein dafür!

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Gabelracke

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Clevere Bürschchen, diese Elefantenboys!

Dann geht es ein gutes Stück südostwärts die H1 entlang. Bei Babalala gibt es eine Biopause; dann fahren wir weiter bis Shingwedzi, schauen uns das wirklich schön über dem Fluss angelegte Camp an und möchten dann eine Schleife über die S50 den Shingwedzi entlang fahren. Dagegen hat aber ein Elefant etwas, der mit seinem Mittagessen mitten auf der Abzweigung steht und niemanden durchlässt. Ein Paar, das nach uns kommt, berichtet uns, der habe sie schon vor einer halben Stunde an der Weiterfahrt gehindert. Sie wollten nach einem Kaffee in Shinwedzi probieren, ob der Weg jetzt frei sei!

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Wir fahren zurück zum Camp; laut unserer Karte gibt es einen zweiten Weg zum Fluss. Vorher aber sehen wir noch eine Hippo-Gruppe in demselbigen und endlich gelingt mir mal eines dieser „Gähn-Bilder“! Noch nicht perfekt, aber ich werde ja noch mehr Hippos sehen.

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Im Camp wird unsere Annahme bestätigt: Es hat einen Hinterausgang, der in einem Bogen hinter dem Rücken des Polizeielefanten auf die gleiche Strecke führt. Dor geht’s dann auch weiter, zuerst ein gutes Stück den Shingwedzi entlang und dann direkt südwärts Richtung Mopani.

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Einfach wunderschöne Tiere, diese Nyala-Böcke!

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Hagedasch

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Ein spezielles Ruheplätzchen hat sich diese Schildkröte da ausgesucht...

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Haben Warzenschweine eigentlich WiFi – oder wozu sind die Antennen da?

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Kampfadler (@fotomatte: Danke für die Berichtigung)

Als wir kurz unterhalb von Mopani wieder auf die asphaltierte H1 stossen, machen wir den Fehler, direkt südwärts zum Tsendze Rustic Camp zu fahren. Bei der Abzweigung steht dann aber ein Schild, laut welchem man bei der Reception in Mopani einchecken muss. Also rechtsumkehrt und die gut 8 km nach Mopani hochgefahren. Später werde ich den gleichen Spruch auch auf unseren Reservationsunterlagen entdecken und mich erinnern, ihn schon einmal gelesen zu haben. Aber eben: Wer keinen Kopf hat, der hat Beine oder in unserem Fall ein Gaspedal!

Auch Mopani ist ein schön angelegtes, gemütliches Camp mit einem modernen Restaurant mit Terrasse über den Fluss; hier ist es der Tsendze. Den Kruger als Selbstversorger ohne Zelt zu befahren wäre also durchaus eine Alternative.

Wir erhalten Platz Nr. 8 zugewiesen und als wir erfahren, dass wir für die Gamedrives am Gate des Zeltplatzes abgeholt werden, buchen wir gleich auch noch die Sunset-Tour. Dann fahren wir die 8.4 km wieder hinunter, richten uns auf Platz Nr. 8 häuslich ein und fahren ein erstes Mal unser Sonnendach aus. Dann rufe ich Anja (Bamburi) an, um zu sehen, ob wir für morgen etwas abmachen können. Sie und Christoph sind nämlich heute und morgen in Satara und wir haben im Vorfeld die Handynummern ausgetauscht. An Anja’s Stelle antwortet aber deren Sekretärin, sprich: die Mailbox.

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Auf dem Platz nebenan tauchen kurz nach uns zwei Fahrzeuge auf, eines davon ein alter VW-Bus, ein sogenannter Bulli, mit komplettem Wohnwagenaufbau! Allerdings klingt er ziemlich asthmatisch und beim Manövrieren geht der Motor mehrmals aus. Als ich kurz hinübergehe, um ein Foto zu schiessen, bestätigt der Besitzer denn auch, dass der Motor durch sei. Er fahre jetzt noch, so weit er komme! Dann fragt er mich, ob ich so etwas denn aus Europa nicht kenne und lacht herzlich, als ich zur Antwort gebe: Beides getrennt schon, aber zusammen nicht.

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Freiluftdusche auf dem Campingplatz

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Portapotti à la Südafricaine – wär doch was für unseren Picco!

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Zu dem Burschen brauche ich wohl kaum etwas zu sagen...

Etwas vor vier Uhr gehen wir zum Eingangstor und warten auf unser Safarifahrzeug. Während der Wartezeit kann ich für diverse ankommende Fahrzeuge den Pförtner spielen: Kette vom Balken lösen, Tor öffnen, Fahrzeuge durchlassen, Tor und Kette wieder schliessen. Die Leute sind bass erstaunt, dass hier jetzt ein Torwächter seinen Dienst tut und dieser erst noch weiss ist!

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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Ziemlich genau um vier Uhr kommt ein riesiges Safarifahrzeug angerollt und der Fahrer stellt sich als „Wonderful“ vor. Sogleich entschuldigt er sich, dass wir jetzt ziemlich schnell wieder nach Mopani hochfahren um die restlichen sechs Gäste aufzuladen.

Aus den sechs werden nach einigem Warten dann schliesslich zwei zusätzliche Gäste; die übrigen vier tauchen nicht auf. Also erklärt uns Wonderful in ziemlich gut verständlichem Englisch den Ablauf der bevorstehenden Tour, und wir fahren los. Weil es jetzt schon halb fünf ist und die Tour drei Stunden dauern wird, werden wir in die Nacht kommen und dann auch die Handscheinwerfer benutzen.

Bei jedem Tier, das wir sehen, stoppt Wonderful kurz und erklärt einiges zu Lebensweise, Essgewohnheiten und weiterem. Sind es am Anfang eher bekannte Spezies wie Burchell-Zebras, Impalas und Büffel, so tauchen mit zunehmender Dauer auch Tiere auf, die wir bisher nicht oder nur selten gesehen haben, wie z.B. Tsessebes und Steinböckchen. Auf dem Rückweg, schon in tiefster Nacht, bremst er einmal und ruft „Porcupine!“ und tatsächlich rennen zwei Stachelschweine aus dem Lichtkegel. Dann entdecken seine scharfen Augen auch eine Zibetkatze (welche für mich langsamen Berner aber viel zu schnell weg ist) und auf einem Flussübergang, wo wir die Hippos mit ihren orangen Nachtaugen beobachten, entdeckt er ein ca. 30cm langes Krokodil direkt neben unserem Fahrzeug.

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Leierantilopen

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Was könnte das denn sein?

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Der Fotograf...

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...fotografiert – deshalb heisst er ja auch so!

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Im Westen zucken Blitze durch den nachtschwarzen Himmel und wir machen uns Sorgen, ob wir wohl nachher nasse Schlafsäcke haben, denn Ruth hat wie üblich als erstes die Fenster (sprich: die Planen) in unserem Schlafgemach geöffnet, so dass sich zwischen Regen und Schlafsäcken nur noch die Moskitonetze befinden.

Es ist halb neun vorbei, als wir die beiden Deutschen in Mopani abliefern und dann fährt uns Wonderful ziemlich rasant durch die finstere, aber milde Nacht dem Campingplatz zu. Plötzlich eine Vollbremsung: Ein Hippo zuckelt gemütlich über die Strasse, schlägt sich dann aber ziemlich schnell in die Büsche- wohl auch zur Erleichterung unseres Drivers.

Zum Glück habe ich das Handy dabei; es gibt uns für den Weg vom Tor bis zu unserem Fahrzeug etwas Licht. Beim Fahrzeug hole ich als erstes die Stirnlampen hervor, dann die Gaslampe. Ruth setzt Wasser auf und bereitet Salat und Spaghettisauce vor; ich höre Anjas Rückruf auf der Combox ab, rufe sie dann noch einmal an und erwische sie auch (im Bett, wie die beiden Tags darauf zugeben, als ich mich darüber beklage, dass meine Frau meistens schon um halb neun im Bett ist). Nachdem sie von sich aus offerieren, morgen noch einmal nach Olifants hochzufahren, sind Treffpunkt und Zeit schnell vereinbart: Mittagessen im Restaurant.

Leider hat der Wind etwas dagegen, dass unser Spaghettiwasser innert nützlicher Frist Betriebstemperatur erreicht. Und die zahlreich und in allen Grössen herumschwirrenden Insekten können sich keinen schöneren Freitod als denjenigen im Aceto Balsamico vorstellen. Also stelle ich a) den Salat ins Auto und b) den Wasserkocher windstrategisch etwas günstiger. Als b) nicht die erhoffte Wirkung zeitigt, setze ich mich mit meinem Campingstuhl direkt daneben und diese Massnahme ist erfolgreich (ob ich wohl etwas abnehmen sollte?). Inzwischen haben wir den Apérowein geleert und mit den Spaghetti zusammen leeren wir auch noch die Rotweinflasche. Danach muss meine Frau abwaschen, damit sie wieder etwas klarer wird. Und viel mehr als unser Dachzelt liegt dann auch nicht mehr drin.
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 05. März 2015
2'516 Beiträge · seit 200905. März 2015 · #56
Hallo Thomas,

dein "Habicht" ist ein veritabler Kampfadler.

Und der Bulli tut mir leid--kein Wunder, dass der Motor hinüber ist.

Grüsse, Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
6'369 Beiträge · seit 201105. März 2015 · #57
Hoi Thom
eggitom schrieb:...ob ich so etwas denn aus Europa nicht kenne und lacht herzlich, als ich zur Antwort gebe: Beides getrennt schon, aber zusammen nicht.
Den gabs vom T3 als Karmann Gipsy (klick mich) auch in Europa. Ob's das auch von T2 gab weiss ich aber nicht.
eggitom schrieb:Portapotti à la Südafricaine – wär doch was für unseren Picco!
So was hatten wir ja am Kili! 😉 😄 😎

😛
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200905. März 2015 · #58
picco schrieb:So was hatten wir ja am Kili! 😉 😄 😎
Ich hab's gesehen - war aber nicht dein eigenes 😄
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200905. März 2015 · #60
...das jetzt bei dir zuhause im Garten steht?
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)