Humphrey Bogart meets Coco Chanel

Reisebericht 86 Antworten · 19,9k Aufrufe · gestartet 15. Nov. 2014 von eggitom
6'369 Beiträge · seit 201105. März 2015 · #61
Nein, denn die Wohnungen im St.Galler Rheintal sind schon seit Jahrzehnten standartmässig mit Sitzklo's ausgestattet, da brauchts kein Porta Potty... 😉
Wie ist das denn so in Bern's ländlicher Umgebung, gibts auch schon Bestrebungen in die Richtung? 😈 😛 😎
😄
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200927. Feb. 2016 · #62
Liebe Fomis

mehr durch Zufall habe ich gemerkt, dass da seit fast einem Jahr ein Reisebericht unvollendet meiner harrt 😮

Da werde ich in den nächsten Tagen kräftig dran arbeiten müssen, damit er vor der nächsten Afrika-Reise fertig wird!!!

Bis bald!
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
1'667 Beiträge · seit 200928. Feb. 2016 · #63
Hallo, Thomas
da bist du leider nicht der Einzige, der sich nach einem Jahr erinnert,........da war doch was...... 😗
Verstehe ich zwar nicht ganz.....entweder schreibe ich einen Reisebericht bis zum Ende, oder ich lasse es bleiben.
Das Interesse ist bei mir dann erloschen, da ich den Anfang nicht mehr auf dem Schirm habe und keine Lust habe, alles noch einmal zu lesen.

Nix für ungut...
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200928. Feb. 2016 · #64
Hallo Birgitt

Wie erwähnt hatte ich vor einem Jahr beruflich ziemlich viel um die Ohren und den Reisebericht deshalb kurzfristig etwas zurückgestellt. Und ihn dann - das gebe ich zu - total vergessen, nicht zuletzt auch deswegen, weil keine Reaktion der Art "warum schreibst du nicht weiter" erfolgt ist. Die hätte mich nämlich unfehlbar erreicht, weil ich den Post abonniert habe.

Du siehst: Eine Medaille hat immer zwei Seiten 😗

Aber ob du nun weiterliest oder nicht: Ich werde den Bericht auf jeden Fall fertigschreiben.

Gruss
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200904. März 2016 · #65
Liebe Fomis
wie oben erwähnt: wenn ich jetzt ein knappes Jahr lang geschwiegen habe, liegt das nicht daran, dass ich die Lust verloren hätte. Ich habe meinen Beitrag vor lauter anderen Dingen schlicht und einfach aus den Augen verloren 😕 . Da aber die Auflösung des Titels noch offen ist und - so hoffe ich wenigstens - zumindest eine oder zwei von meinen Mitfahrerinnen ungeduldig auf die Fortsetzung wartet, mache ich weiter. Und werde mich bemühen, die Geschichte sol schnell wie möglich zu Ende zu führen.


Samstag, 25. Oktober 2014: Tsendze Rustic Camp - Olifants
Wie üblich stehen wir gegen sechs Uhr auf. Das Frühstück verschieben wir auf einen späteren Zeitpunkt und fahren um halb sieben los. Erste Abzweigung ist der Tsendze Loop, an dessen Eingang zwei Giraffen freundlich winken. Dann kommt lange nichts mehr, mit Ausnahme eines PWs von der Gegenseite, dessen Insassen uns sagen, Tiere habe es hier unten keine!

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Als wir eine Stunde später den Loop beenden, sehen wir noch zwei Strausse, eine Gruppe von Tsessebes, ein paar Zebras und eine kleine Büffelherde von 20-30 Tieren, deren wir uns mangels Alternativen etwas intensiver annehmen. Etwas später, auf der H1 südwärts unterwegs, sehen wir weit im Westen eine weitere Büffelherde entlangziehen; diesmal sind es geschätzt 100-150 Tiere.

Kurz vor Letaba biegen wir links auf eine Seitenstrasse Richtung Engelhart Dam ab. Mitten durch eine Gruppe von Elefanten hindurch, welche sich aber trotz Jungtieren nicht für uns interessieren, fahren wir hoch zum Lookout über dem Dam. Leider ist dort aber wirklich nur ein Lookout und kein Picknickplatz; wir holen daher schnell den Orangensaft und ein paar Brötchen ins Auto und frühstücken fliegend. Dann fahren wir weiter nach Letaba und von dort aus den River Loop (S46), gefolgt von S44 und S93. Immer, wenn wir das Gefühl haben, es passiere nichts mehr, geschieht doch wieder etwas, wie z.B. die Gruppe Impalas, die wir von einer Brücke aus beim Überqueren des Flusses beobachten. Und kurz vor Olifants entdeckt Ruth noch etwas Besonderes: zwei liegende Giraffen!

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Engelhart Dam

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Dann sind wir auch schon wieder auf der geteerten Strasse und treffen kurz vor zwölf in Olifants ein, wo Anja und Christoph schon warten und es eine herzliche Begrüssung gibt. Gemeinsames Mittagessen auf der Terrasse, Gruppenfoto, Vorführung unseres Fahrzeuges; dann gehen sie noch einmal in den Shop und wir beziehen Riverview-Chalet Nr. 7.

Ebenda verbringen wir den Nachmittag bei Tagebuch, Tolino und Hunter’s Gold resp. Lemon. Zwischendurch amüsieren wir uns über eine Kindergruppe, die zusammen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern das Camp besucht: Jede Gruppe trägt ein T-Shirt in eigener Farbe und zusammen gibt das so etwas wie eine kleine Regenbogennation…

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Gegen Abend verschieben wir uns für den Sonnenuntergang auf die Aussichtsplattform unterhalb des Restaurants. Anschliessend zurück: Apéro, duschen, und für’s Nachtessen noch einmal ins Restaurant. Danach planen wir noch etwas den morgigen Tag; ich schreibe mein Tagebuch wieder mal nach und Ruth liest noch ein wenig.

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Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 04. März 2016
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200908. März 2016 · #66
So, jetzt sollte es gehen: Ich war mit der Grösse der Bilder offenbar etwas gar grosszügig 😛

Sonntag, 26. Oktober 2014: Olifants – Forever Blyde Canyon

Um fünf Uhr steht meine Frau auf und setzt das Teewasser auf. Bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als das Bett ebenfalls zu verlassen. Der Himmel ist bedeckt und wird heute den ganzen Tag nicht so richtig auf Sonnenschein umstellen. Ab und zu fallen sogar ein paar Regentropfen.

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Morgenstimmung am Olifants River

Gegen halb sieben gehen wir an der Tankstelle vorbei und fragen, ob Kreditkarten angenommen werden. Meine Visa akzeptiert er glücklicherweise; Bargeld hätten wir nämlich zu wenig gehabt, denn die Rechnung macht am Ende um die ZAR 1200.

Dann fahren wir aus dem Camp südwärts Richtung Satara auf der Aspaltstrasse (H1). Ausser den immer wieder auftretenden Impalas, Zebras, etc. sehen wir nicht viel. Erwähnenswert ist die Brücke über den Olifants River: Je eine gelbe Linie innerhalb der beiden Brückenköpfe definiert einen Bereich, in welchem man aussteigen darf.

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Soviel zur Erinnerung: Beim Durchsehen der Bilder tauchen an dieser Stelle jede Menge Bilder von zwei Hornraben auf. Und ebenso ein langes Video, in welchem sie kurz zu sehen sind; der Rest ist ein ziemlich wilder Schwenk durch die Landschaft und irgendwann ein Off-Kommentar, dass die Kamera nicht scharfstellen will – ich habe aus Versehen wieder mal auf den Videoknopf gedrückt 🙁

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Ein Grosswildjäger der anderen Art: Wie transportiert man so was im Flugzeug?

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Hornrabe

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Nach einem Biobreak in Satara geht’s auf der S 100, auf welche man viele Löwen sehen soll, ostwärts weiter, dann südwärts zum Nwanetsi Picnic Spot und auf der Satara – Nwatetsi Road wieder westwärts nach Satara. Das Ganze dauert etwas mehr als zwei Stunden und gesehen haben wir zwar weder Löwen noch Leoparden, aber dafür praktisch flächendeckend eine Kombination von Impalas, Zebras, Wasserböcken und Gnus. Und auf dem Picnic Spot, ganz an der Ostgrenze des Parkes, ein etwas seltsam anmutendes Warnschild: Gibt es tatsächlich Leute, die die sterblichen Überreste ihrer Liebsten hier deponieren?

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Wasserbock

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Irgendwie scheint an der Sache mit den Streifen etwas dran zu sein: Da wird einem beim Schauen schon fast schlecht!

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Hammerkopf

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Graureiher

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Könnten afrikanische Klaffschnäbel sein, aber weil man den Schnabel nirgends so richtig sieht...

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Steinböckchen

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Zurück in Satara kaufen wir noch Wasser und frischen Biltong, dann geht’s Richtung Orpen Gate. Bei einem Rivier fesselt eine Gruppe von Hippos unsere Aufmerksamkeit: Zwei davon widmen sich dem Liebesspiel, resp. dem Vorspiel. Nach ca. 20min Videodreh sind sie immer noch nicht weiter und zudem mischen sich jetzt noch zwei weitere Männchen ein. Da wir noch ein gutes Stück Weges geplant haben und auch noch einkaufen sollten (wir haben bei der Planung irgendwie übersehen, dass heute Sonntag ist), fahren wir widerstrebend weiter und überlassen die Dame ihren drei Kavalieren.

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Etwas nach 14:00h verlassen wir beim Orpen Gate den Kruger. Ruth übernimmt und fährt zügig bis zum Pick’n’Pay Hoedspruit, wo wir um 15:15h eintreffen. Leider hat er aber um 15:00h geschlossen und die letzten Autos verlassen den Parkplatz.

Nun denn: kochen wir heute Abend halt nicht selber. Ich habe während der vorherigen Fahrt ein paar Minuten geschlafen und übernehme jetzt wieder. Kurzer Besuch bei einem Geldautomaten und dann geht’s in zügigem Tempo westwärts dem Blyde River zu. Immer mehr kommen wir in die Berge und gegen halb fünf sind wir am Ziel: Dem Forever Resort Blyde River Canyon.

Als wir aus dem Auto aussteigen, haut uns der kalte Wind fast aus den Socken (wenn wir den solche anhätten!). Die Leute hier laufen in Windjacken und Pullovern herum! Campen bei diesen Temperaturen – nein danke! Wir nehmen ein Chalet, richten uns drinnen ein, duschen und gehen dann ins Restaurant essen. Dieses hat a) ein Chemineefeuer (kein Scherz!), b) eine gute Weinkarte, c) eine sehr aufmerksame Bedienung und d) ein leckeres Buffet.

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Nach dem Essen verziehen wir uns schon bald in die Heia, schreiben Tagebuch und lesen noch ein wenig.

Na ja: Das sind letztendlich ziemlich viele Bilder. Ab jetzt werde ich mich etwas zurückhalten 😎

Ach ja: Im Restaurant hatten sie e) auch Wifi. Die Installation und Verbindung problemlos; Verbindung zu irgendeiner Internetseite oder Mails herunterladen? Denkste!
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 09. März 2016
217 Beiträge · seit 201308. März 2016 · #67
Hallo Thomas,
das letzte Bild, die Rundhütte, ist das im Olifants Restcamp? Weißt Du noch welche Nr. und Hüttenart das war?
Was kannst Du empfehlen?


Gruß
Gisela
Viele Grüße von Gila
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200908. März 2016 · #68
Hallo Gisela

Deine Vermutung ist richtig. Wir hatten Riverview-Chalet Nr. 7, auf der Karte als BD2V bezeichnet (s. Pfeil). Von dort aus hast du einen grandiosen Blick auf den River (ein paar meiner Bilder habe ich von dort geschossen). Vom Lookout Deck aus hast du allerdings ebenfalls einen schönen Ausblick resp. westwärts (wo der Fluss einen Bogen nach Süden macht) vielleicht sogar noch den besseren.

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Auf der Karte sieht man ziemlich gut, wo die Bungalows mit der schönen Aussicht stehen. Sind aber vermutlich auch die teuersten...

Gruss
Thomas
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Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200911. März 2016 · #69
Montag, 27. Oktober 2014: Forever Blyde Canyon – Hazyview

Zuerst haben wir nicht gut geschlafen, aber als ich trotz Affenwarnung ein kleines Fenster öffne, bessert sich die Situation schlagartig. Dass wir trotzdem um fünf Uhr wach sind, hat damit nichts zu tun: das ist im südlichen Afrika einfach so!

Heute bleiben wir allerdings noch ein Weilchen liegen und schauen uns dann die Situation an. Es hat in der Nacht geregnet und ist immer noch bewölkt und kalt; der gestrige Entscheid war also mehr als richtig!

Gegen neun Uhr sind wir allerdings trotzdem verpflegt und bereit zu neuen Taten. Erster Halt ist der ober Lookout des Resorts, von welchem man wunderschön an die drei Rondavels sieht. Dann fahren wir zum unteren Lookout, der nicht ganz soviel hergibt. Ein paar letzte Bilder von der wirklich schönen Anlage (Pool mit Wasserfall, Kinderspielplatz mit Minigolf), und unsere Reise geht weiter.


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The Three Rodavels

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Nach ein paar Minuten biegen wir zum offiziellen Lookout für die drei Rondavels ab. Eintritt ZAR 10, oben in der Schleife warten Busse, Autos, Marktstände und tonnenweise Touristen – viel mehr, als vor 12 Jahren. Die Sicht ist nicht allzu schlecht und ab und zu lassen die Nebelschwaden sogar einen Blick auf resp. ein Foto von den drei Rondavels zu.


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Bei den Marktständen suchen wir Perlhühner für Ruth’s Arbeitskollegin, werden aber nicht fündig.

Nächstes Ziel ist die Lowveld Viewsite, aber die macht ihrem Namen heute keine Ehre: alles im Nebel. Also fahren wir gleich weiter zu Bourke’s Luck Potholes. Und was wir dort sehen, haut uns buchstäblich aus den Socken. Wo vor 12 Jahren ein Parkplatz, ein Trampelpfad zum Bach hinunter und unten ein paar Metallbrücken zu sehen waren, prangt heute ein riesiger Park mit Picknick-Arealen, Häuschen, mehreren Toiletten, einer Reception und einem Infozentrum. Und mehr ist im Bau. Erst unterhalb des Infozentrums sieht die Sache wieder ungefähr so aus, wie wir sie in Erinnerung haben.


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Beim Rückweg von den Potholes wundern wir uns, was die Leute abseits des Pfades suchen, merken aber schnell, dass dort ein paar Exemplare einer wunderschönen, rot leuchtenden Blume wachsen, die ich später mit Hilfe des Internets als Protea identifiziere.


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Das nächste Ziel sind die Berlin Falls. Nun ja: Wer die Niagara- und die Victoria-Fälle gesehen hat, findet wohl höchstens Iguacu noch erstrebenswert. Trotzdem besuchen wir auch noch die London-Falls; die restlichen ca. 15 Wasserfälle, die es in der Gegend haben soll, lassen wir dann bleiben.


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Berlin Falls

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Lisbon Falls

Stattdessen fahren wir noch hoch zu God’s Window – und auf der anderen Seite gleich wieder hinunter, denn hier sieht man im Nebel noch knapp 2m weit. Zwölf Jahre vergangen, zweiter Versuch auch in the Mist... Macht nichts: kommen wir halt ein drittes Mal!

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Schon bald sind wir in Graskop und suchen die Galerie, in welcher wir 2002 den wunderschönen Teppich gekauft haben, der heute noch in unserem Schlafzimmer hängt. Fündig werden wir nicht: in den zwölf Jahren hat sich hier einiges verändert.

Gehen wir halt auf die Suche nach einer Unterkunft. Damit wir morgen nicht allzu weit bis zum Krüger haben, schlägt Ruth statt der Panorama-Chalets ausserhalb von Graskop, die ich im Internet gefunden habe, Hazyview vor: Idle & Wild mit laut Lonely Planet „hervorragende Rondavels in einer traumhaft tropischen Gartenanlage“ oder Summerfield, wo vor allem die Kulinarik hochgelobt wird.

Durch die Ausläufer der hier über die Jahre flächendeckend angelegten (und inzwischen kräftig bewirtschafteten) Pinien- und Eukalyptuswälder geht es hinunter nach Hazyview. Zuerst suchen wir das Idle & Wild auf. Robert, ein junger Südafrikaner (aus Kapstadt, wie ich später erfahre) nimmt uns sehr professionell und kompetent in Empfang und zeigt uns unser Zimmer mit eigenem Gärtchen. Der Entscheid fällt uns leicht. Wir bleiben hier, denn der Lonely Planet hat nicht gelogen (s. Bilder). Essen im Summerfield sollte kein Problem sein, liegt es doch gerade mal 50m weiter oben an der Strasse. Dass es trotzdem nicht klappt, liegt daran, dass das Summerfield heute Wirtesonntag hat! Robert gibt uns mit dem Kuka einen alternativen Tipp in Hazyview; gehen wir halt dorthin.

Gepäck hineintragen, Facebook und Whatsapp konsultieren/beantworten (hier funktioniert das Wifi), Fotos von der Anlage schiessen, Tagebuch schreiben, Swaziland planen, ein Bierchen… Leute, die Welt ist doch schön!


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Gegen fünf Uhr verziehen wir uns ins Häuschen; die Mücken werden immer agressiver.

Eine Stunde später sind wir hungrig und fahren nach Hazyview. Das Lamm-Curry, das ich eigentlich wollte, gibt es nicht mehr; das Lamm ist ausgegangen. Wechsle ich halt zum Kudu-Steak und dieses ist wirklich lecker und schön zart. Ruth kriegt zu ihren Calamari einen grossen griechischen Salat, der auch für mich noch ausreicht. Die gebrannte Creme zum Dessert kommt mit einem Ballon Zuckerwatte resp. von der Konsistenz her eher Zuckerstahlwolle daher. Ich schaffe es dann doch, die Ware ohne grössere Verletzungen zu vertilgen. Und der Espresso ist nicht ganz wie beim Italiener, aber durchaus passabel.

Nach der Rückkehr planen wir den noch offenen Tag in Swaziland; wir müssen irgendwo übernachten, von wo aus wir am nächsten Morgen um 10:00h am Eingang zur Mkhaya Game Reserve stehen können. Ruth möchte zu Swazi Candles und mit BaseCamp und etwas Geduld finden wir doch noch ein paar Möglichkeiten heraus.

Dann nimmt Ruth noch ein Bad mit (vorhandenem) Badezusatz.
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zuletzt bearbeitet 11. März 2016
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200912. März 2016 · #70
Dienstag, 28. Oktober 2014: Hazyview – Lower Sabie
Irgendwann gestern muss ich den Videoton an meiner Kamera abgestellt haben; ab hier haben sie durchwegs keinen Ton mehr. Aber das merke ich natürlich erst viel später bei der Verarbeitung. Wobei „Ton“ ein Euphemismus für vorwiegend Windgeräusche und überflüssige Off-Kommentare ist; der Verlust hält sich also in Grenzen...

Da es erst ab 07:30h Frühstück gibt, können wir auch heute etwas länger liegenbleiben. Das Frühstück wird auf der Terrasse serviert; dazu sind zusätzliche zwei Tische hinausgestellt und liebevoll gedeckt worden. Robert begrüsst uns, fragt, ob wir gestern Abend gut gegessen haben und will dann unsere Frühstückswünsche betreffend Toast (white or plain), Tee, (Five Roses oder Rooibos) und später noch Eier wissen.

So gestärkt fahren wir gegen halb neun nach Hazyview und kaufen im Superspar ein. Dieser ist allerdings etwas komisch sortiert und dazu riecht es in diesem Laden auch merkwürdig. Chips gibt es in Dutzenden von Varianten aber Biltong, Trockenfrüchte oder Cashews finden wir nicht. Kaufen wir halt, was wir finden, und fahren los.

Zuerst landen wir auf der falschen Strasse, drehen dann um und merken, dass die Abzweigung direkt beim Superspar gewesen wäre. Und direkt dahinter kommt auch noch der Pick’n’Pay. Wir überlegen kurz, ob wir den Rest hier kaufen wollen, aber das wirklich Notwendige haben wir; also fahren wir weiter.

Beim Phabeni Gate checken wir ein und fahren die Hauptstrasse entlang bis Skukuza, unterbrochen von den üblichen, wenn auch nicht allzu zahlreichen Fotostopps. In Skukuza machen wir Biobreak und gehen kurz durch den Shop; dann fahren wir weiter die Hauptstrasse und den Sabie entlang Richtung Lower Sabie. Bei Nkuhlu stossen wir auf einen Rastplatz und benützen die Gelegenheit, die Elefanten am anderen Flussufer etwas genauer in Augenschein zu nehmen: Eine Riesenherde, fast wie seinerzeit am Chobe. Allein hier sind es um die 30 Stück, wo wir herkommen hatte es immer wieder grössere Herden und auch auf der Weiterfahrt entdecken wir am anderen Ufer immer wieder Gruppen von bis zu 30 Elefanten.

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Der Rastplatz Nkuhlu ist sehr gross, hat eine lange Aussichtsterrasse und sogar einen kleinen Shop, in dem ich mir ein Eis leiste.

So gestärkt nehmen wir das letzte Stück Weg unter die Räder, werden aber ca. 11 km vor Lower Sabie von einer Ansammlung von Autos aufgehalten. In einer der unteren Astgabeln eines Baumes am Flussufer steckt ein totes Impala; nur der Leopard dazu fehlt. Einige Touristen wollen offenbar warten, bis der Hausherr zurückkommt. Wir rechnen uns wenig Chancen aus und fahren nach kurzem Stopp weiter. So nahe waren wir einem (lebenden) Leoparden noch nie!

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Versuchen wir uns wieder mal etwas in Ornithologie: Schreiseeadler, Blauwangenspinte, Reiher (aber welcher?)

In Lower Sabie checken wir ein und buchen gleich einen Morning-Drive für morgen früh. Heute haben sie nämlich die gesamten Big Five gesehen! Da er schon um 04:30h losgeht, beschliessen wir, uns geruhsam niederzulassen. Ein Platz ist schnell gefunden: Als ich unser Stromkabel einrichte und keinen Strom habe, probiere ich so lange an den Sicherungsschaltern herum, bis der Strom fliesst. Allerdings steht zu diesem Zeitpunkt auch schon der Platznachbar hinter mir und reklamiert, ich habe ihm den Strom abgestellt…

Ruth macht einen Rundgang zum Lookout und geht dann zum Pool; ich selber setze mich in den Schatten unseres Wagens und lese ein wenig. Dann folgt das übliche Programm: Tagebuch schreiben, duschen, Apéro, Grill. Letzterer passt zeitlich wieder mal nicht so ganz mit der Küche zusammen, so dass das Fleisch am Ende gut durch und die Teigwaren kalt sind. Aber essbar ist’s dennoch!

Und dann schnell in die Heia: Morgen müssen wir früh auf!
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zuletzt bearbeitet 12. März 2016
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200912. März 2016 · #71
Mittwoch, 29. Oktober 2014: Lower Sabie – Marloth Park
Nach einer äusserst kurzen Nacht – ich konnte bis Mitternacht nicht einschlafen und habe meinen Jaumann in einem Stück fertiggelesen – dudelt mein Handy um vier Uhr die gestern programmierte Melodie. Trotz wenig Schlaf stehe ich problemlos auf; eine Viertelstunde später stehen wir mit ein paar anderen Leuten bereit: einer deutschen Hummeldumm-Truppe und einem weiteren, ebenfalls deutschsprachigen Paar.

Unser Guide für heute ist eine hübsche junge Dame namens Michelle. Nach der üblichen Einleitung geht’s los, vorerst mal zum Sunset Dam, wo wir die Hippos und Krokodile in der Morgendämmerung betrachten. Dann fahren wir rund 20min die Strasse Richtung Skukuza hoch, sehen das eine oder andere und erklären zwischendurch denjenigen an den Handscheinwerfern, wie sie diese zu bedienen haben. Offenbar haben sie vorher bei Michelle’s Instruktionen nicht zugehört.

Kurz vor Sonnenaufgang gibt Michelle plötzlich Gas und sagt: „There’s something on the road in front of us.“. Das „something“ entpuppt sich als ein Löwenpärchen, das mitten auf der Strasse Siesta macht. Während wir noch unsere Kameras schussbereit machen, erhebt sich der Herr, macht sich vor all den Kameras kurz über seine Partnerin her und legt sich dann wieder hin! Wie geil ist denn das!!!


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Michelle erklärt, das laufe im Normalfall so bis zu 24h.

Als wir um das Paar herumkurven, fühlen sie sich doch gestört und verziehen sich in die Büsche.

Auf der Weiterfahrt sehen wir so allerhand: In der Nähe des gestrigen Leopardenrisses einen Geier, später ziemich weit weg ein Nashorn, Hippos, Kudus, Buschböcke. Mit steigender Sonne steigt auch die Temperatur.


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Kurz vor Acht sind wir wieder im Camp. Frühstücken, zusammenräumen, ein paar Vögel rund um unseren Platz fotografieren und um ca. 10:00h geht’s weiter, vorerst mal die Mondozi Road, wo wir erst ein paar Büffel, dann drei Elefanten ganz nahe an der Strasse und auf der richtigen Seite (!) zu sehen bekommen. Einer davon ist ein Riese, wie ich ihn noch kaum je gesehen habe.


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Gelbsteissbülbül

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Keine Ahnung, was das ist

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Maskenweber

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Auf der Mondozi Road

Kurz darauf grast direkt neben der Strasse ein Breitmaulnashorn; auf dieser Reise das erste, das wir in voller Grösse ablichten können. 2011 in Namibia war das ja ganz anders; da mussten wir denen fast ausweichen!

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Am Ntandanyathi Lookout machen wir kurz Pause, aber weil eine grössere Gruppe von Südafrikanern hier ein umfangreiches Braai veranstaltet, ziehen wir gleich weiter. Die nächste Sichtung ist wieder ein Nashorn, gefolgt von zwei Buschböcken – irgendwie läuft immer etwas.

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Lower Sabie Restcamp

Als wir die Rundfahrt abgeschlossen haben, fahre ich direkt weiter Richtung Crocodile Bridge. Beim Makhohlola Wasserloch gebe ich auf und wir machen Fahrerwechsel: Ich bin so müde, dass ich am Steuer einnicke. Auf der Beifahrerseite döse ich so vor mich hin und blinzle zwischendurch auf der Suche nach einem Leoparden höchstens mal in einen Baum.

Bevor ich definitiv einnicke, tauchen plötzlich 1 + 4 + 3 Nashörner kurz hintereinander auf! Sofort bin ich wieder hellwach und kurz vor Crocodile Bridge quert auch noch eine grosse Herde Büffel die Strasse.

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In Crocodile Bridge schauen wir uns noch kurz im Shop um und finden doch noch das lustige Elefanten T-Shirt für Yann, welches uns in Punda Maria schon aufgefallen ist, aber dazwischen nicht mehr auffindbar war. Glück gehabt!

Dann geht’s raus und westwärts Richtung Marloth Park. Weil wir Susi nicht glauben, landen wir zuerst am Osteingang, der für unsere Zwecke suboptimal ist, und müssen umkehren. Durch den Haupteingang finden wir dann gemäss Silke’s Beschreibung zuerst die Sicherheitsfirma, die uns den Schlüssel aber nur gegen eine Reservationsbestätigung geben will. Und die habe ich zwar auf dem Netbook, aber auszudrucken vergessen. Starte ich halt meinen HP hoch und danach klappts.

Dann kaufen wir in den danebenliegenden Shops ein, was es halt hier so gibt. Sogar eine Metzgerei hat es, die aber kein Game verkauft. Nehmen wir halt ein riesiges Rumpsteak für uns beide. Und im Supermarkt entdecken wir eine Magnum „Black Espresso“: Ein Ersatz für die früheren „Coffee“?

Der Eintritt ins Häuschen mit Deaktivierung des Sicherheitscodes funktioniert dank Silke’s Beschreibung problemlos. Besichtigung, Sachen hereinräumen, einrichten. Ruth wagt einen kurzen Versuch im nagelneuen Pool und setzt damit die ganze Terrasse unter Wasser: müssen wir Silke berichten! Ich parkiere unseren Wagen, spritze die versandeten Gasflaschen und Proviantboxen ab, stelle einen Tisch und zwei Stühle auf und wische dann das Wasser von der Terrasse, so gut es mit den vorhandenen Utensilien geht. Dazwischen schiesse ich ein paar Fotos vom Haus. Und dann gehe ich an’s Tagebuch. Ach ja: Ruth hat ein paar Pellets ausgelegt um Tiere anzulocken (ist erlaubt!), kriegt aber nur Warzenschweinbesuch!

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Am späteren Nachmittag taucht eine Nachbarin auf und legt im Garten Luzerneballen aus: Die Kudus sollen danach verrückt sein. Mal sehen.

Gegen sechs geht die Sonne unter; ich stelle den Sundowner auf den Tisch und drei Mangusten marschieren vorbei. Irgendwann mache ich Feuer, diesmal mit Holz, was mir erst beim dritten Versuch gelingt, nachdem ich eines dieser knochentrockenen und zähen Scheiter zu Anfeuerholz verhackt habe. Wenigstens ist die Axt diesmal scharf!

Ruth macht den Salat bereit und dann warten wir, bis wir eine schöne Glut haben. Danach geht es noch eine gute Viertelstunde, bis das Rumpsteak durch ist.

Das Essen nehmen wir letztlich drinnen; draussen surren dicke Käfer andauernd in die Lampe und stürzen dann unkoordiniert ab. Espresso gibt’s keinen: Der Shop hatte nur gefriergetrockneten Kaffee und eine Mischung aus Kaffee und Zichorie.

Später lösche ich noch das Grillfeuer mit einem Eimer Wasser, denn die Dächer ringsum sind aus Riedgras.
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 12. März 2016
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200913. März 2016 · #72
Donnerstag, 30. Oktober 2014: Marloth Park

Ab sechs Uhr sind wir immer wieder wach, ab sieben Uhr lesen wir und um halb acht stehen wir auf und frühstücken. Dann packen wir unsere Wäsche zusammen und bringen sie in die Laundry.

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Unser Ziel für heute ist Lion Spruit, der vom Marloth Park umgebene Löwenpark, wie er beworben wird. Ein erster Anlauf ist ergebnislos: Die Tickets müssen im Municipality Centre gelöst werden. Fahren wir also hinunter und sehen dabei gleich nebenan noch das Restaurant, das wir uns für heute Abend überlegt haben.

Im Park fahren wir während zwei Stunden fast alle Wege ab, sehen aber nur ein paar wenige Impalas, Gnus, eine Giraffe und sonst lauter gar nichts. Von ebenfalls ausgeschriebenen Elefanten ist nichts zusehen, nicht einmal der kleinste Dunghaufen. Der Park ist zudem in einem schlechten Zustand: Die Wege sind lieblos durch den Busch gehauene Schneisen, schlecht gewartet, die Toilettenhäuschen alt und verfallen, die Unterstände nicht allzu gepflegt. Irgendwann glauben wir nicht mehr an den ultimativen Löwen oder Leoparden.

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Im Bushhut macht Ruth aus den restlichen Teigwaren von gestern und dem übriggebliebenen grünen Salat zwei Salate und später mit ein paar Äpfeln, Bananen und der gestern gekauften kleinen Ananas einen Fruchtsalat. Den Nachmittag verbringen wir am Pool beim Lesen und Tagebuchschreiben. Gegen vier holen wir die Wäsche ab und treffen dabei auf einen euphorisierten Inhaber: Er hat bei einem Wettbewerb heute einen kleinen Alpenkreuzer gewonnen! Als wir wegfahren, posiert er ganz stolz davor und lässt sich von seiner Frau ablichten.

Zurück beim Häuschen haben wir Besuch: Eine Gruppe von vier Kudus! Eines wagt sich an die immer wieder hingestreuten Pellets, die anderen sind zu scheu. Und die gestern vielgerühmte Luzerne interessiert sie überhaupt nicht, obwohl ich einen Haufen davon direkt neben die Pellets lege.

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Bevor wir unter die Dusche gehen, räumen wir um Pool und Grill noch etwas auf.

Beim Restaurant setzen wir uns auf die Terrasse über dem Crocodile River. Als die Bedienung nach unseren Wünschen fragt, unterbricht sie sich und fragt eher rhetorisch:“ Was ist das dort draussen?“ Ich blicke hoch und auf der anderen Seite, weit entfernt, wandert ein Löwenpärchen. Dass ich trotz der Distanz und der Dämmerung richtig gesehen habe, wird durch diverse Feldstecher bestätigt. Und der Restaurantbetrieb kommt vorübergehend zum erliegen, weil Gäste und Personal den Löwen nachschauen.

Dann bestellen wir erst mal Drinks und ein Knoblauchbrot, welches allerdings mit Käse überbacken und deshalb weich ist. Nun gut, essen kann man es trotzdem.

Als wir den Hauptgang bestellen wollen (für beide den grillierten Kingclip, eine Flasche Chardonnay und stilles Wasser), ist die junge Dame, die uns bedient, momentan nicht da; ein Kollege nimmt die Bestellung auf. Den Wein bringt wieder die Dame; sie lässt mich den Wein (mit Schraubverschluss) probieren und schenkt dann die Gläser fast randvoll ein. Das Wasser kommt nicht.

Nach ca. einer halben Stunde kommt der Bescheid, dass wir noch etwas auf das Essen warten müssen: Kein Gas mehr für den Grill! Dafür schenkt der junge Mann Wein nach- diesmal wirklich bis zum Rand. Da das Wasser immer noch nicht da ist, fragen wir bei ihm nach – es kommt nicht. Also reklamieren wir noch einmal (wieder beim jungen Mann: unsere Serviererin hat auch im oberen Stock viel zu tun) und haben dann wir die Alternative zwischen gefrorenem und warmem Wasser. Nehmen wir halt das gefrorene und tauen die Flasche etwas auf – so haben wir wenigstens etwas zu tun.

Zwischendurch habe ich mein Löwenbild von gestern morgen auf Facebook gepostet und geniesse die Likes, die fast minütlich eingehen.

Dann kommt irgendwann die ca. 40-jährige Chefin im Minirock angewackelt (sieht aus, als hätte sie einen in der Krone) und fragt, ob alles gut sei. Als wir sagen, wir warten auf’s Essen, kurvt sie mit der gemurmelten Bemerkung davon „mal sehen, wie weit sie sind“ – und ward vorläufig nicht mehr gesehen.

Dann taucht wieder die junge Kellnerin auf und entschuldigt sich und schon bald kommt auch das Essen, tatsächlich genau so, wie bestellt und es schmeckt auch. Als wir gegessen haben, kommt wieder die Chefin und fragt, ob wir immer noch auf’s Essen warten! Nein, tun wir nicht, aber einen Espresso hätte ich gerne. Den bringt die Kellnerin auch, aber einen doppelten und in einer Kaffeetasse; sie entschuldigt sich aber sofort, sie hätte leider keine Espressotasse.

Als wir zahlen wollen, ist sie wieder nicht da und eine Kollegin plus Chefin kommen mit der Kreditkartenmaschine. Sorry, aber wem das Trinkgeld gehört, ist für mich klar! Zum Glück hat unser Engel einen sechsten Sinn und kommt dazu, so dass ich ihr ihren Obolus direkt in die Hand drücken kann und mit einem dankbaren Lächeln belohnt werde. TIA kann man da nur sagen: This is Africa!

Dann geht’s zurück ins Häuschen und ziemlich schnell ins Bett, denn mit all den Verzögerungen ist es letztendlich schon halb neun.
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 13. März 2016
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200913. März 2016 · #73
Freitag, 31. Oktober 2014: Marloth Park – Malkerns

Dass die Kombination von Bier und Weisswein meinen Restless Legs abträglich ist, wüsste ich eigentlich; trotzdem falle ich immer mal wieder rein. Und dass ich deswegen bis morgens um zwei nicht schlafen konnte, ist mein eigener Fehler.

Trotzdem bin ich um sieben Uhr einigermassen fit. Wir machen Frühstück, räumen unsere Sachen zusammen und ins Auto. Resp. wir wollen, werden daran aber von einer Herde Zebras gestört, welche ungleich den Kudus gestern abend erstens überhaupt nicht scheu sind, sondern die Pellets direkt aus der Hand fressen und zweitens Luzerne mögen. Diese ist denn letztendlich auch unsere Rettung: Die Zebras widmen sich dem Frühstück, wir unserem Gepäck.

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Schlüssel beim Sicherheitsdienst abgeben, Wasser kaufen. Und im Hardware-Shop schauen wir noch nach einer Stirnlampe für Ruth, weil ihr Billigmodell, das ich vor Jahren in einem Ramschkorb für CHF 5.- entdeckt habe, ausgestiegen ist.

Dann verlassen wir den Marloth Park, tanken an der H4 noch voll und fahren südwärts Richtung Grenzübergang Jeppes Reeves. Die übliche Prozedur mit Stempeln und Formularen auf beiden Seiten dauert doch nur noch 20 Minuten; auch hier haben sie inzwischen Computer, teilweise sogar mit Flachbildschirm. Für die Strassenbenutzung in Swaziland bezahlen wir ZAR 50.-

Das Wetter ist die ganze Zeit trüb und immer wieder nieselt es mehr oder weniger kräftig aus dem Nebel.

Kurz nach der Grenze übergebe ich Ruth das Steuer und stöbere noch einmal im Reiseführer. Dann übertrage ich die gefundenen Informationen ins BaseCamp und komme zum Schluss, dass wir wohl doch bis zu Malandela‘s B&B fahren können. Nachteil: Morgen etwas weiter fahren; Vorteil: Swazi Candles sind in der Nähe.

Durch Manzini quälen wir uns im Mittagsverkehr, landen dann aber doch kurz nach Mittag im Malandela’s und kriegen das China-Zimmer. Gepäck reinstellen und los Richtung Swazi Candles. Die Kerzen, die sie dort produzieren, sind wirklich sagenhaft. Nur schade, dass wir irgendwo ein Gewichtslimit haben! Andererseits wäre es auch zu schade, diese Kerzen dann abzubrennen.

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In Manzini blühen die Jacarandas

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Schulbus in Swasiland

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Manzini

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Die Frauen managen den Laden, die Männer basteln Kerzen - in Afrika geht das!

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Ein paar Kerzen und weitere Dinge kaufen wir dann doch noch; unter anderem die CD einer lokalen Gospeltruppe, die im Laden gerade läuft.

Neben Swasi Candles hat es noch diverse Shops und einen Freiluftmarkt mit Schnitzereien, Batik, etc., wo Ruth noch einen Schal und eine Halskette kriegt.

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Dann fahren wir noch etwas weiter zurück zum botanischen Garten, welcher sich als Fünfsternhotel Summerfield mit wunderschönem Garten und erstklassigem Restaurant entpuppt. Das Studium der Karte beim High Tea fällt derart positiv aus, dass wir spontan für’s Nachtessen reservieren. Dann spazieren wir noch etwas durch den Garten, der auch bei diesem trüben Wetter und angesichts der schon ziemlich verblühten Jacaranda-Bäume wirklich schön ist.

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Zurück im Malandela’s machen wir auch dort einen Rundgang und amüsieren uns ab den überall herumstehenden Skurrilitäten: Hundertwasser lässt grüssen. Auf der Bühne des House of Fire ist eine Band am Soundcheck für heute Abend. Das Konzert würde um 20:00h beginnen; mal sehen, ob wir dann noch Lust haben.

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Malandelas B&B

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House of Fire

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Unsere Unterkunft

Etwas Airtime kaufen, FB und Mails checken, Wetterprognose: nicht allzu gut für die nächsten Tage. Tagebuch schreiben, lesen, duschen und um viertel nach sechs fahren wir wieder zum Summerfield für’s Nachtessen.

Essen und Service sind First Class, aber wieder mal viel zu viel. Pappsatt fahren wir um halb neun zurück in unser Zimmer und packen das Wichtigste für morgen in den Rucksack. Dann wird noch ein wenig Tagebuch geschrieben und gelesen. Von draussen hört man das Konzert; mal sehen, ob wir die Fenster etwas optimaler öffnen können.
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zuletzt bearbeitet 13. März 2016
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200913. März 2016 · #74
Samstag, 1. November 2014: Malkerns – Mkhaya Game Reserve

Die Nacht durch hat es immer wieder geregnet und bis ca. um 02:00h hört man die Musik vom House of Fire her. Trotzdem schlafen wir nicht schlecht; Ruth ist ab 05:30h wieder hellwach und muss lesen.

Kurz vor sieben stehen wir auf und gehen zum Frühstück. Die Alternative ist „English“ oder „Healthy“ Breakfast. Wir entscheiden uns beide für letzteres und kriegen eine randvolle Schüssel mit Müesli, Joghurt und Honig: Umrühren erst möglich, wenn man zwei oder drei Löffel voll gegessen hat. Dann folgt noch ein ofenfrisches Muffin.

Bis auf weiteres gesättigt fahren wir genau um acht Uhr los. Der Himmel ist bewölkt, aber es regnet nicht mehr. Mit Susi’s Hilfe finden wir durch Manzini hindurch und ostwärts weiter Richtung Siphophaneni. Unterwegs werden wir von einem Formel 1-Bus zuerst bedrängt und dann überholt, welcher in der 80km-Begrenzung an die 120 fährt. Von hinten können wir zusehen, wie er ein Auto ums Andere in mehr als gefährlicher Weise überholt und den Gegenverkehr einfach Richtung Strassengraben abdrängt. Dann kommt eine Haltestelle und alle fahren wieder an ihm vorbei…

In Phuzamoya, schon fast am Ziel, will uns Susi links auf eine Schotterstrasse schicken. Da wir keine Strasse sehen, fahren wir vorbei mit dem Resultat, dass wir nach einer Neuberechnung plötzlich wieder 40 Minuten Fahrzeit vor uns haben. Da drehen wir doch lieber um und siehe da: Von dieser Seite ist die Abzweigung angeschrieben. Durch ein Bachbett und unter der Eisenbahnbrücke hindurch geht es Richtung Park und fünf Minuten später stehen wir vor einem geschlossenen Tor. Tolino hervornehmen und abwarten. Faszinierend sind die Büsche die hier wachsen mit Stacheln so lang wie ein kleiner Finger. Kleinere Vögel schaffen es irgendwie trotzdem, sich auf die Äste zu setzen.

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Einfahrt zum Mkhaya

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Ziemlich genau um 10:00h kommt von innen ein offener Safari-Defender, gefolgt von einem halben Dutzend Privatfahrzeuge. Der Fahrer bittet uns, zu warten, weil er ins Dorf hoch muss. Offenbar wäre der Treffpunkt oben im Dorf, aber in unseren Mails war das nicht so genau beschrieben.

Als er zurückkommt, hat er einen PW im Schlepptau. Gemeinsam fahren wir ein Stück weit bis zur Rangerstation, wo die Privatfahrzeuge abgestellt werden, wir einen Willkommensdrink kriegen und dann in den Defender umsteigen. Danach folgt ein erster, fast dreistündiger Gamedrive mit allem was das Herz begehrt resp. was der Park hergibt, darunter weisse Gnus (keine Albinos!), von denen die Bilder leider allesamt unscharf sind und insgesamt sieben Rhinos, darunter ein Spitzmaul und eine Mama mit einem einmonatigen Baby von ganz nah! Ihretwegen müssen wir sogar ausweichen: Sie will partout nicht Platz machen.

Unser Guide ist eine spezielle Person: Er will nicht einfach erzählen, sondern stellt auch teilweise provokative Fragen mit dem Hintergedanken, dass wir das Erfahrene dann auch behalten.

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Willkommensdrink bei der Rangerstation

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Kälbchen bei der Rangerstation

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Leierantilope

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Gegen 13:00h sind wir im Stone Camp. Begrüssung mit einem warmen Waschlappen um sich zu reinigen, dann kriegen wir unsere Chalet zugewiesen. Aus unerfindlichen Gründen kriegen wir das Family Unit, Nkonjane (Swallow Bird), welches zum einen am nahesten an den zentralen Einrichtungen liegt und zum anderen insgesamt 6 Betten, ein Freiluftbad und eine Dusche hat. Im Schlafzimmer hat es eine Trillerpfeife, mit welcher man um Hilfe rufen kann. Und im Bad steht eine Dose Airfresh. Hierzu ist zu bemerken, dass die Chalets offen sind, also keine Fenster und mit Ausnahme der Toilettentüren auch keine Türen haben...

Dann gibt’s Lunch: Salat, Fisch mit Reis und Kudu-Lasagne und zum Dessert eine flambierte Banane mit Schokosauce. Auch getränkemässig sind sie gut eingerichtet und sogar einen Curio-Shop hat es.

Nach dem Lunch mache ich ein paar Fotos von unserem Chalet und dann bleibt bis 16:00h Zeit um zu relaxen und zu lesen, das Wasserloch zu besuchen, im Curio-Shop zu stöbern…


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Den Gamedrive um vier machen wir mit einem anderen Guide namens Africa. Am Anfang gibt es nicht allzu viel zu sehen, aber so nach und nach können wir kaum mehr um eine Ecke biegen, ohne ein weiteres Nashorn oder auch gleich mehrere zu sehen. Nach kurzweiligen guten zwei Stunden kommen wir beim Einnachten ins durch zahlreiche Petrollampen erleuchtete Camp zurück. Auch unser Chalet ist mit Hilfe von gut einem halben Dutzend dieser Lampen in eine romantische Stimmung versetzt worden.

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Gamedrive mit Hindernissen

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Ellipsen-Wasserbock

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Karl Dalls Bruder?

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Unser Heimweg

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Vor dem Nachtessen versuchen wir uns an der Dusche; auf ein Freiluftbad verzichten wir schweren Herzens, aber der Wasserverbrauch wäre wohl doch übertrieben. Die Dusche gibt problemlos warmes Wasser; dies aber nur, wenn man am Lavabo im Bad kurz den Heisswasserhahn aufdreht und damit den Durchlauferhitzer aktiviert. Dann gibt es geschätzte 30 Sekunden später in der Dusche warmes Wasser!

Für das Nachtessen sind die Tische liebevoll gedeckt und mit Ngwenya-Kerzenständern beleuchtet. Auch die Weingläser stammen aus der Swazi-Glasfabrik, welche wir im Jahr 2002 besucht hatten.

Das Nachtessen ist ausgezeichnet (Kudu-Stew und vieles drumherum). Danach werden wir noch in die Lapa gebeten und das Personal singt und tanzt für uns.
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zuletzt bearbeitet 13. März 2016
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200914. März 2016 · #75
Sonntag, 2. November 2014: Mkhaya Game Reserve – Tembe Elephant Park

Um halb sechs werden wir mit einem Tablett mit Kaffee, Tee und Biskuits geweckt. Eine halbe Stunde später sind wir für den Morning-Drive mit Africa bereit.

Er verläuft ungefähr ähnlich wieder Abenddrive gestern: Zuerst nicht viel, dann tauchen sie auf – vor allem die Rhinos. Das gestrige Baby wird sogar noch getoppt: Ein einwöchiges Baby lässt die Frauen schwärmen und die Herren fotografieren, was das Zeug hält! Und kurz vor der Rückkehr ins Camp sehen wir noch gleichzeitig zwei Breit- und ein Spitzmaulnashorn!


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Dann gibt es ein ausgiebiges Frühstück und um neun Uhr fahren alle Gäste des Camps zur Rangerstation – also auch diejenigen, die erst gestern Nachmittag gekommen sind! Um vier Uhr Ankunft -> Gamedrive kombiniert wie wir am Morgen –> Nachtessen –> schlafen –> Morningdrive –> Good bye – für uns wäre das zu wenig gewesen. Das französische Paar, das mit uns angekommen ist und jetzt auch abreist, ist auch unserer Meinung: 24 Stunden für Mkhaya ist eine gute Lösung.

Von der Rangerstation bis zum Gate gibt es eine ziemliche Kolonne. Am Gate verabschieden wir uns von den beiden Guides, fahren noch mehr oder weniger im Konvoi zur Strasse hoch und dann verteilt sich die ganze Geschichte entsprechend den nächsten Reisezielen.

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Furt bei der Ausfahrt aus dem Park

Für uns heisst die nächste Etappe Lavumisa = Grenzübergang zu Südafrika. Was wir dort antreffen sind zum einen ein paar der Leute aus Mkhaya (Schweizer, Holländer und Franzosen) und zum anderen einen auf beiden Seiten topmodernen Grenzübergang, der mit demjenigen von 2002 nicht mehr viel gemeinsam hat. Dass wir nach der Abfertigung auf Swazi-Seite noch einmal zurück müssen, weil der Customs-Stempel fehlt (drinnen hat davon niemand gesprochen) gehört zu Afrika. Auf der anderen Seite sind wir schlauer und holen ihn ohne vorher zu fragen.

Auf Südafrika-Seite übernimmt Ruth. Bevor wir rausdürfen, will der letzte Kontrolleur (derjenige, der den Zettel einsammelt) wissen, wo wir herkommen und wie das Geld in unserem Land aussieht. Als wir ihm helfen können, dürfen wir weiter; hätte Ruth ihm nicht den ominösen Zettel in die Hand gedrückt, hätte er auch den vergessen.

Südwärts bis ans untere Ende des Lake Jozini (Pongolapoort Nature Reserve) dann auf der anderen Seite den See entlang wieder hoch, über den Damm und dann mehr und mehr ostwärts steuert meine Frau gute zwei Stunden durch wunderschöne Landschaften, Städte und Dörfer mit Märkten und sonntäglich gekleidete Menschen unserem Ziel entgegen.

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Kurz vor halb zwei biegen wir beim Gate zum Tembe Elephant Park ein. Der Pförtner nimmt unsere Angaben auf (Autonummer, Passnummer, Adresse, etc.) und bittet uns dann, auf den Fahrer aus dem Camp zu warten; kurz vor uns ist nämlich ein weiteres Paar eingetroffen, welche einen gewöhnlichen PW haben, der nicht selber nach hinten ins Camp fahren darf.

Der Guide ist dann auch nach rund fünf Minuten da. Zuerst werden die anderen Gäste versorgt: Auto parkieren, Gepäck umladen, aufsitzen. Dann fährt das Safari-Fahrzeug uns voraus die ca. 10 Minuten ins Camp, wo wir von mehreren in bunte Tücher gekleideten Frauen herzlich in Empfang genommen werden. Einige der Damen kümmern sich sofort um unser Gepäck: Ruth’s andenkenbeschwerte Tasche (gegen 30kg) wandert auf einem Kopf Richtung unser ca. 300m entferntes Luxuszelt.

An der Reception kriegen wir einen Drink, erledigen die Anmeldeformalitäten und buchen auf Anraten eines anwesenden Touristenpaares für morgen gleich eine 1½-stündige Hot Stone-Massage für ZAR 400 pro Person. Das besondere daran: Die Massage soll in unserem Zelt stattfinden!

Dann führt uns die Receptionistin zu unserer Unterkunft für die nächsten zwei Nächte, welches wir gebührend bewundern. Fotografieren muss ich aufschieben: Der Lunch wartet!

Die Mahlzeiten werden in einem grossen, offenen Pavillon im Zentrum der Anlage eingenommen. Wir kriegen einen Tisch zusammen mit einem jungen Paar aus Südengland, Luke und Allie, zugewiesen, welche kurz nach uns beim Eingangstor eingetroffen sind – sie auch jetzt noch in High Heels, welche im Laufe des Tages dann aber schnell verschwinden.

Der Lunch ist überschaubar aber lecker: Samosas mit Sweet&Sour-Sauce, Pastete, griechischer Salat und in Scheiben geschnittene Ananas. Dazu wird unaufgefordert ein Krug Wasser auf den Tisch gestellt resp. eingeschenkt. Und da das Ganze in Buffet-Form ist, kann man auch einen Nachschlag holen.

Nach dem Lunch fotografiere ich unser Zelt und dann ist schon bald Zeit für den Nachmittags-Gamedrive um drei. Die beiden Engländer und ein weiteres englisches Paar, schätzungsweise etwas älter als wir, sind die Passagiere; der Guide heisst Carlos und sagt, dass morgen früh dann noch ein weiteres Paar hinzustossen werde.

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Carlos ist sehr engagiert, kann gut erklären und gibt auf alle Fragen ausführliche Antworten – also gar nicht so, wie die Guides im Namibia-Forum beschrieben werden. Auch sonst haben wir bisher über nichts zu klagen, im Gegenteil!

Zuerst sehen wir nur wenige Tiere; insbesondere die hier doch so zahlreichen Elefanten verstecken sich sehr gut. Als wir nach gut einer Stunde ziemlich weit im Osten aus dem Wald herauskommen und in einer savannenartigen Ebene landen, tauchen sie auf. Und nicht nur sie: Im Anblick von Elefanten, Rhinos und Büffeln nehmen wir den Sundowner. Nur die Sonne selbst lässt sich bitten: War es den ganzen bisherigen Tag schön bis sehr schon, versteckt sie sich seit Beginn des Gamedrives mehr und mehr hinter aufziehenden Wolken.

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Tiefland-Nyala (Dame)

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Waran

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Braunkopfliest

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Der Herr zur Dame oben

Es dämmert schon kräftig, als wir den Sundowner zusammenräumen und den Rückweg antreten; Die vorgesehene Zeit (15:00h – 18:00h) werden wir wohl kräftig überschreiten. Als der Stundenzeiger merklich gegen die sieben rutscht und es dunkel wird, schaltet Carlos das Abblendlicht ein. Bei einem Haufen Elefantendung warnt er uns: Nicht reden = Mund geschlossen halten und aufpassen und er löscht auch das Licht, denn die herumschwirrenden Dungkäfer sind ziemlich gross…

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Kurz vor 19:00h sind wir zurück; Duschen müssen wir verschieben, was aber nichts macht, denn unsere Tischnachbarn sind ja in der gleichen Lage. Wir holen uns zum Apero ein Glas Weisswein und setzen uns in zwei leere Sessel an der Lapa. Schon bald werden wir gebeten, am Tisch Platz zu nehmen, auf welchem schon so etwas wie Brot, geschnittene Ananasscheiben und der Wasserkrug stehen.

Dann taucht der Manager auf, stellt sich als Tom vor und erzählt – leider etwas weitschweifig – über den Aufbau und die Ziele dieser Anlage. Nach etlichen Wiederholungen kommt er aber doch zum Schluss und übergibt an die Köchin, welche das Menü bekannt gibt: Kudu-Steak, Chicken, Blumenkohl und Zucchetti, Safranreis und zum Dessert ein Bisquit mit Vanilleeis und Schokosauce. Dazu bestellen wir noch ein Glas Rotwein; sie haben hier einen eigenen Roten namens Tembe.

Das Essen ist sehr gut und vor allem das Gemüse schmeckt mir mehr als hervorragend. Nachtisch muss ich zweimal essen: Obwohl sie keinen Nachschlag geholt hat, mag Ruth nicht mehr.

Nach dem Essen verziehen wir uns in unser Zelt, schreiben noch etwas Tagebuch und schlafen schon bald ein.
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zuletzt bearbeitet 14. März 2016
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200914. März 2016 · #76
Montag, 3. November 2014: Tembe Elephant Park

Gegen Morgen hat meine Frau plötzlich Durchfall und beginnt kurz darauf auch noch zu erbrechen. Als gegen fünf Uhr auch noch Regen einsetzt, beschliessen wir, auf den Morningdrive zu verzichten, und teilen das dem um 05:25h klopfenden Weckdienst auch mit. Ob die Dame uns gehört hat, ist unklar, denn Antwort gibt sie keine. Zumindest fahren um sechs Uhr alle Safarifahrzeuge weg und es wird ruhig.

Gegen sieben Uhr beruhigt sich Ruth’s Magen etwas, so dass sie noch ein wenig schlafen kann. Gegen neun gehen wir zum Frühstück, sind aber weit und breit die einzigen Gäste. Das erste Safarifahrzeug taucht erst kurz vor zehn Uhr auf.

Das Frühstück ist nicht sehr umfangreich und eher englische Art: Eier, Pilze, Tomaten, Speck, Würste, Toast. Ruth nimmt nur einen Tee. Zurück im Zelt sind unsere Betten gemacht – ein Punkt mehr für die Organisation!

Weil der Tee so gut getan hat, will Ruth gleich noch einen; also nehme ich den Wasserkocher in Betrieb. Dann duschen wir und warten auf das Massageteam, welches mit ca. 5 Minuten Verspätung in Form einer einzelnen jungen Dame auftaucht. Diese bittet uns, doch trotzdem ins Massagezentrum zu kommen. Würde sie bei uns arbeiten, müsste sie eins nach dem anderen drannehmen und sie hat nach unseren eineinhalb Stunden schon wieder Kundschaft. Da wir diese Reservation gestern Abend mitbekommen haben (Luke + Allie), sind wir nicht weiter erstaunt und folgen ihr.

Es folgt eine angenehme, eineinhalbstündige Ganzkörpermassage, sehr gekonnt, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau, das wir in Thailand hatten. Zwischendurch will Ruth’s Tee wieder hochkommen, aber sie kriegt ihn in den Griff und als sie nach der Massage eine halbe Banane isst, bleibt auch die dort, wo sie hingehört. Dann setzen wir uns vor unser Zelt in die mehr und mehr aufkommende Sonne, schreiben Tagebuch und lesen ein wenig bis zum Mittagessen.

Zum Mittagessen versucht Ruth ein paar Melonenschnitze; ich halte mich an den Rest (Fish & Chips). Danach isst sie noch einmal fast eine ganze Banane und behält alles bei sich; wir können also einigermassen zuversichtlich auf den Gamedrive.

Mit sechs Passagieren – das ältere englische Paar von gestern wurde durch ein jüngeres deutsches Paar mit Namen Katja und Martin abgelöst – fährt Carlos erst mal Richtung Hide, biegt aber vorher auf eine verbotene Strasse ab. Auf die entsprechende Nachfrage von Allie erklärt er später, dass den Guides die Benutzung dieser Wege nicht offiziell verboten sei.

Wir landen beim Wasserloch, auf welches man auch vom Hide aus sieht. Und dort stehen sechs Elefanten, darunter Siqalo, der nach dem Tod von Isilo 2010 mittlerweile grösste des Parks. Die jüngeren balgen sich ein wenig, bevor der ganze Trupp abzieht. Als sich einer der jüngeren an Siqalo heranwagt, wird die Rangordnung aber ziemlich schnell wiederhergestellt, bevor der ganze Trupp unter Hinterlassung diverser geknickter Bäumchen von dannen zieht.

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Siqalo

Auf der Weiterfahrt betrachtet Carlos plötzlich eine Spur, die die Strasse kreuzt und erklärt dann, hier sei ein Löwe Richtung Wasserloch unterwegs. Er habe vermutlich gewartet, bis die Elefanten weg seien. Dann fahren wir so schnell wie möglich zum Hide und tatsächlich: Am Wasserloch wälzt sich eine Löwin genüsslich im Staub. Da sie ihren Durst schon gestillt hat, zieht sie recht schnell wieder von dannen, ohne der Impala-Truppe, welche etwas weiter oben weidet, überhaupt einen Blick geschenkt zu haben.

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Carlos meint, es seien noch weitere Löwen zu erwarten, verliert aber nach rund einer halben Stunde doch die Geduld und drängt zum Aufbruch. Verschiedenartiges Gelände (Savanne, Steppe, Busch, Wald) löst sich ab, aber irgendwann verliert auch Carlos die Geduld und sagt so vor sich hin: „Wo sind denn die Giraffen und die Spitzmaulnashörner?“. Kaum gesagt, sehen wir einen Trupp von sieben Giraffen, welche im Einzelabrieb schön gemütlich an uns vorbeiziehen und mir wieder mal etwas Videomaterial bescheren. Dumm nur, dass Martin meint, auf’s Dach klettern zu müssen, was ein ziemliches Geschaukel verursacht. Und das Heruntersteigen danach natürlich auch.

Dann fahren wir bis zu einem Damm, wo aber auch nichts los ist. Hier findet ein etwas verkürzter Sundowner statt, zu welchem ich Carlos mein Taschenmesser leihe damit er die Flaschen nicht mit den Zähnen öffnen muss. Als er von einer Nagelfeile zu sprechen beginnt, zeige ich ihm mein kleines Messerchen mit Minischere, Pinzette, Zahnstocher und Nagelfeile, welches er sehr raffiniert findet. Martin fragt mich irgendwann, weshalb ich an den Einstellungen meiner Kamera so viel herumdrehe; das gehe doch alles automatisch. Als ich ihm den Zusammenhang zwischen Blende und Zeit und die Funktion der ISO-Einstellungen erkläre, merke ich schnell, dass er davon keine Ahnung hat und da ist mir auch klar, dass er wohl gar nichts von meiner Filmerei mitbekommen hat.

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Carlos

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Eine halbe Stunde früher als gestern sind wir zurück im Camp. Als ich Carlos das zweite unserer mitgebrachten Geschenk-Messerchen in die Hand drücke, beginnt er über alle vier Backen zu strahlen. Verdient hat er es auf jeden Fall.

Vor dem Nachtessen bleibt nicht viel Zeit übrig; also lesen wir noch ein wenig und gehen dann wieder nach vorne. Am Tisch sitzen wir längere Zeit allein, bis der Manager plötzlich daherkommt und fragt, ob er sich zu uns setzen darf. Als auch noch Carlos auftaucht und sich dazusetzt, merken wir erst, dass a) die zweite Fahne auf unserem Tisch eine südafrikanische ist und b) Luke und Allie weiter drüben an einem Zweiertisch sitzen. Also nehmen wir die Einladung an und unterhalten uns etwas mit den beiden Einheimischen an unserem Tisch.

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1985 in Kenia hiessen die Malindi-Express...

Nach dem Essen gehen wir ziemlich bald zurück in unser Zelt. Und noch bevor ich meine Füsse abgespült und die Zähne geputzt habe, schläft meine Frau den Schlaf der Gerechten.
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 14. März 2016
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200914. März 2016 · #77
Dienstag, 4. November 2014: Tembe Elephant Park – St. Lucia

Der Weckruf kommt wie gestern um 05:35h. Da es Ruth wieder gut geht, folgen wir ihm. Kleines Frühstück (Müesli, Fruchtsalat, Toast) und dann geht’s auf Frühpirsch. Wie schon gestern Nachmittag sehen wir am Anfang nicht allzuviel, stossen dann aber auf vier Rhinos. Ansonsten amüsieren wir uns über einen Mistkäfer, der sich mit seiner Kugel beinahe übernimmt.

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Zwischendurch muss Carlos zum Buschmesser greifen und ein Hindernis aus dem Weg räumen. Ein paar Meter weiter fährt er dann ein paar Meter von der Piste weg, stellt einen Tisch auf – inkl. Tischtuch! – und serviert Kaffee oder Tee. Gibt mir die Gelegenheit, das Hindernis von vorhin noch etwas genauer zu fotografieren. Dann geht’s wieder zurück mit ein paar – hoffentlich - schönen Bildern von Impalas und Nyalas und zwei Warzenschweinen. Und von einer Affenhorde werden wir ebenfalls noch unterhalten.

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In der Nähe des Hides biegen wir um eine Kurve und stehen vor einem riesigen Elefantenbullen, der des Weges kommt. Rückwärtsgang rein und dann fahren wir rund 10 Minuten rückwärts vor dem Elefanten denselben Weg zurück, den wir gekommen sind. Irgendwann hat Zimambeni (so heisst der Elefant) dann aber doch genug und schlägt sich seitwärts ins Gebüsch. Und wir haben hoffentlich Fotos und Videoaufnahmen für die Ewigkeit!

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Später erfahren wir von Carlos, dass er nicht zwingend hätte ausweichen müssen. Aber nach Martins gestriger Kletterei auf’s Dach war er lieber etwas vorsichtig...

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Grosses Frühstück, dann zusammenpacken und auschecken. Weil Carlos gerade beim Auto steht und ich vorher kein Geld dabei hatte, kriegt er jetzt noch seinen Lohn und freut sich darüber. Dann fährt er mit Luke und Allie los – wohin, wissen wir nicht. Als wir aus dem Camp fahren, kommt er uns entgegen, weicht aus und winkt noch einmal zum Abschied.

Zuerst ostwärts und dann südwestwärts via Isimangaliso Wetland Park und Hluhluwe fahren wir in gut zwei Stunden nach St. Lucia. Was uns bremst sind einzig die vielen Bumps bei jeder Schule und jedem Hospital: Unter fünf Stück verschiedener Grösse geht es nicht ab! Und wenn zwei Schulen direkt aufeinander folgen, hat man schon einmal ein Dutzend Bumps zu überfahren!

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Nutzwald in der Nähe von Mtubatuba

Ca. um 14:00h sind wir in St. Lucia. Das im Reiseführer angegebene internationale Backpackers finden wir unter diesem Namen nicht. Später werden wir feststellen, dass es vermutlich um BiB’s Backpackers geht. Aber zu diesem Zeitpunkt haben wir schon für die nächsten zwei Nächte ein Häuschen im Stokkiesdraai, ebenfalls ein Backpackers mit Self Contained Units gefunden. Und auf Anraten der Damen bei der Reception buchen wir gleich noch eine Hippo + Croco-Tour auf dem See. Waltouren werden zwar noch durchgeführt, diejenige für heute und morgen ist aber des Windes wegen abgesagt.

Bei einem späteren Besuch des Office werden wir auch die Übersetzung von Stockiesdraai noch mitbekommen: Schule schwänzen!

Auspacken, Frühstück für morgen einkaufen und dann zum Bootsanlegesteg, denn die Bootsfahrt beginnt um 16:00h. Angesichts des Bootes voller Rentner zweifle ich zuerst, ob das was wird, aber dann fährt der Kapitän diverse Hippo-Gruppen an, eine grösser als die andere, und ich fülle meine Speicherkarte mit einer Unmenge von Bildern. Und zum Schluss kommen noch ein paar Sonnenuntergangsbilder hinzu.

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Auch Rentner müssen mal

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Ein rechtes Kaliber, so ein Hippozahn!

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Nach der Dusche gehen wir über die Strasse ins Ocean Basket, weil es im Namibia-Forum so gerühmt wird. Nun: Es ist eine Restaurantkette und das merkt man durchaus. Nicht schlecht, aber auch nicht so, dass ich morgen gleich wiederkommen müsste. Das mag allerdings auch daran liegen, dass ich zwar Fisch, nicht aber Seafood mag. Und die Fischauswahl ist nicht allzu gross.

Noch während wir essen zieht von Westen ein kräftiges Gewitter heran. Wir schaffen es gerade noch in unser Häuschen, bevor es richtig loslegt. Aber so schnell es da war, so schnell ist es weitergezogen. Trotzdem sind wir beide froh, dass wir jetzt nicht campieren!
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
zuletzt bearbeitet 20. März 2016
6'152 Beiträge · seit 200615. März 2016 · #78
hallo Thomas,
ja da kommen Erinnerungen in mir hoch , genausoo haben wir den Tembe auch erlebt , alle waren sehr freundlich und herzlich , tierreiche Gamedrives, auch wir haben uns massieren lassen, hatten im Gegenteil zu Euch, ein Zusatz-Massage Zelt mit zwei Liegen 🙂 Bin Dir nochmals dankbar, dass Du vor uns im Tembe
warst und mir geraten hast, fahre hin, denn ich war auch sehr verunsichert über einige Berichte zum 'Tembe , und zwar was die Guides anbelangt, die würden
rasen, man könnte keine Fotos machen usw. das kann ich nicht bestätigen.
Wir sind ja fast die gleiche Route gefahren, waren auch im Marloth Park- Swaziland usw.
Freue mich auf die Fortsetzung einen schönen Tag wünscht Dir
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Themenstarter1'247 Beiträge · seit 200915. März 2016 · #79
Hallo Hanne

herzlichen Dank für die Blumen 🙂 Nachdem ich euch ein Jahr lang habe sitzen lassen, ist es nur selbstverständlich, dass ich fertig schreibe, so schnell es meine Zeit zulässt.
Hanne schrieb:...hatten im Gegenteil zu Euch, ein Zusatz-Massage Zelt mit zwei Liegen...Hanne
Hatten wir auch, aber während unserer Massagezeit stand nur eine Masseurin für die Arbeit ausserhalb zur Verfügung. Dann hätte sie uns nacheinander massieren müssen, und dafür hatte sie zuwenig Zeit. Zudem: Wenn wir uns schon zusammen zur Massage anmelden, wollen wir das auch gemeinsam erleben. Deshalb der Umzug ins Zentrum. War ja auch nicht weit zu gehen.

Gruss
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)
2'462 Beiträge · seit 200615. März 2016 · #80
Lieber Thomas,

ganz lieben Dank fürs Weiterschreiben, ich bin dann mal wieder schnell aufgehüpft, der Bericht gerade zu Tembe kam genau zur richtigen Zeit 😉

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo