Tag 6 nachmittags, erste Pirschfahrt im Tembe Elefant ParkObwohl wir erst gegen 10.00 in St. Lucia losfuhren, kamen wir schnell am Gate im Tembe Elephant Park an.
Die Strecke führe erst über die "2" und ab Hluhluwe über die R22. Die R22 ist auffallend stark befahren, da links und rechts viele Häuser, Ortschaften und Schulen sind. Deshalb wird man auch oft, meist auch berechtigt, etwas eingebremst. Trotzdem gut zu fahren.
Am Gate muss man einen geringen Parkeintritt bezahlen. Dann sollte man abgeholt werden. Sollte.
Wir sollten, trotz 2WD, eigentlich im Park nicht erlaubt, selbst hinfahren. Die Routenbeschreibung war einfach nur grottig.
Dann kamen uns auch noch zwei Toyota in einem Affenzahn entgegen und fuhren uns fast zusammen. Schrecksekunde! Im 2WD hatte ich im tiefen Sand kaum eine Chance auszuweichen.
An der Lodge selbst war man von unserer Ankunft total überrascht. Ein Liedchen verweigerte man uns. Wir haben sie kalt erwischt. 🙂 Auf das Liedchen konnte ich gut verzichten. Die Frage ist nur, ob es zwei Klassen bei den Gästen gibt.
Unser Zelt war das abgelegendste direkt an der Einfahrt. Schlecht beleuchteter und sandiger Weg. Und im Camp sind viele Tiere, allerdings nichts bedrohliches.
Insgesamt ein Start mit Schwierigkeiten. Aber höchst symptomatisch für diese Lodge.
Meine zerissene Bewertung dann am Schluss.
Das Mittagessen war okay. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Dafür waren unsere Tischnachbarn (auch aus D) ausgesprochen nett. Die deutsche Fahne am Tisch war einfach nur peinlich.
Generell muss ich sagen, dass ich noch nie in Afrika so viele behämmerte Menschen (sorry, aber mir fällt kein passender Ausdruck ein) an einem Platz erlebt habe. Unfreundlich, arrogant, naiv, unkommunikativ, nur auf ihren Vorteil bedacht. Davon auch später mehr.
Wir bekamen den einzigen Landrover der Lodge, der mit 9 Personen auch komplett besetzt war. Und er hatte ein Dach. Ich hasse Dächer auf einem Geländewagen.
Patrick erzählte uns erstmal was wir nicht sehen würden (!) und, dass er uns nur 2 Tage fahren würde, da er danach Urlaub hatte. Aha!
Auffallend und gleich negativ war:
- kein Tracker = keine nächtliche Pirschfahrt.
- kein Fahren abseits der Piste
- kein Funkgerät für Austausch an Bord
- auf Beobachtungen der Gäste wird keinen Wert gelegt.
Ansonsten muss man pünktlich sein. Auf die Minute bitte.
Wer zwei Minuten zu spät kommt, fährt nicht mehr mit (kein Witz).
Der Park ist landschaftlich ein Hammer. Es gibt Grassteppe, Sumpflandschaft, Dornbusch und dichten Busch. Alles ist geboten.
Und es gibt viele Elefanten. Aber noch viel, viel mehr Nyalas.
Auf gehts mit Nyalas:


Elefanten im Busch:


Büffel in der Schilf-Steppe:

Elefanten im Schilf (leider im letzten Büchsenlicht):



Die Fahrt in der Dunkelheit wurde immer zum Highspeed-Event.
Das Abendessen war immer nicht so besonders. Eben essbar.
Der Service verhalten und distanziert.
Dafür haben wir gut geschlafen im Zelt.
Nach dem vielen negativen verspreche ich Euch für die Morgenfahrt ein Highlight.
Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela
10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania