11.12.2012Für den heutigen Tag entschließen wir uns zu einem Dschungeltrekking.
Robert, vom Nkuringu Camp bringt uns noch zum Ausgangspunkt, ehe er Richtung Markt an der Grenze zum Kongo weiterfährt.
Unterwegs kommen wir noch an einem weiteren Flüchlingscamp vorbei . Es besteht allerdings nur aus 3 Zelten .Robert erklärt uns, dass die Grenze keine 3 KM weit entfernt ist, und immer noch vereinzelte Flüchtlinge kommen, besonders Nachts.

Am Ausgangspunkt empfängt uns Nester mit einem **Good Morning**.
Nester war gestern schon unser Chef Guide bei den Gorillas. .

Mister President ist auch wieder mit von der Partie

John buchen wir noch als Träger. Er ist happy, dass er sich noch Taschengeld dazu verdient.

Die heutige Wanderung hat es wahrlich in sich. Die ganze Runde streckt sich über 6h. Um 9:00 starten wir.
Vorbei an kleinen Ansiedlungen (so könnte ich mir eine Drogenküche in Kolumbien vorstellen) geht es steil bergab ins Tal.
Nester erzählt mir noch beiläufig, dass er die Runde im Alleingang unter 2h bewältigt. Was für **verweichlichte Flaschen ** wir doch sind, dachte ich bei mir


Im Tal angekommen wartet bereits das erste Hinderniss.
Der Fluss will uns nicht trockenen Fuss ans andere Ufer rüber lassen. Also geben wir nach, und ziehen unsere Schuhe aus.
. Die Strömung ist echt heftig, und das Wasser reicht uns stellenweise bis ans Knie. Baden gehen möchte ich da auf keinen Fall.

Endlich an der anderen Seite des Ufers angekommen, treffen wir auf eine junge Lady.
Sie erklärt uns, dass sie auf dem Weg in den Kongo sei, um auf dem dortigen Markt ihre Einkauf zu erledigen.
Sie sei schon über 2h unterwegs , und bräuchte nochmals 1,5h um in Kongo zu kommen
Und natürlich den selben Weg wieder zurück. 🤩

Die Wanderung durch den Dschungel ist faszinierend. Unterwegs treffen wir noch auf Gorilla Tracks. Nester meinte, dass es sich hierbei um ein nicht habbitierte Gruppe handelt, und wir höllisch aufpassen sollten, denn die JUNXX verstehen keinen Spass..
Wir überqueren noch einige Male den Fluss, und durchstreifen dichtes Buschwerk.Hier könnte man bedenkenlos den einen oder anderen Horrorfilm drehen. 😈
Nester erklärt uns Flora und Fauna, und zeigt uns die Früchte der Urwaldküche.
Unterwegs kommt uns noch ein Local entgegen. Ich glaube meinen Augen nicht zu trauen, **SAUT DR KERLE DOCH TÄTSÄCHLICH BARFUASS DURCH D DSCHUNGL.** Seine Hornhaut an den Füssen , war doppelt so dick, wie die Sohle unserer Wanderschuhe.
Echt der Hammer .Hier herrschen andere Gesetzte, was den Komfort angeht.. Nach 4h verlassen wir den Bwindi NP.




Vor uns liegt noch ein Aufstieg mit einer Höhendifferenz von über 500 hm. Ich schnaube wie ein altes Walross. Die Höhe und die Luftfeuchtigkeit machen mir ordentlich zu schaffen.

Unterwegs kommen wir an arbeitenden Kindern vorbei, die Holz verbrennen um daraus Holzkohle machen .


Kurz vor dem Ausstieg stoßen wir auf einen kleine Gruppe Frauen. Die Frauen/Mädchen bearbeiten den Steilhang mit Harke, damit später Süßkartoffeln gepflanzt werden können. Die Mädchen sind barfuß, keinerlei Schutz gegen Schlangen oder sonstigem Krabbelgetier . Ich bin fassungslos.

Nach 6h Fußmarsch schlagen wir erschöpft im Camp auf. Ich freu mich wie Bolle auf eine heiße Dusche. Danach fühle ich mich wie neu geboren.

Anschließend treffe ich mich noch mit Nester in Nkuringu im Pub auf ne Runde Billard.

Anfangs interessieren sich nur wenige Locals für das geschehen am Billardtisch. Aber schnell werden wir zur Attraktion. Germany gegen Uganda. Der Billardtisch ist unter aller Katastrophe, **GROMM ON BUGGELIG**

Schnell geht Germany mit 2:0 in Führung. Die Zuschauer sind erstaunt , mit welcher Leichtigkeit die Kugeln Ihren Weg bergauf ins Loch finden. Mit jeder gespielten Party gibts eine Runde Zielwasser für die Player. Mit einem Leichtsinnsfehler des German verkürzt Uganda auf 1:2. 😣
Die Leute toben. Die Stimmung ist super. Dann kommt das Unerwartete. Uganda gleicht aus zum 2:2, 🤩
Die Leute sind aus dem Häuschen. Ich beschließe, dass ein 2:2 ein faires Ergebnis sei, mit dem wir Beide gut leben können. Uganda aber will aufs Ganze. Hopp oder Topp, lautet die Devise, und besteht auf die Entscheidung. Nach dem 4-ten Bier ist Germany ordentlich angeschlagen, und verliert die Party mit 2:3. Die Meute tobt, und Germany ist besoffen.... 😐