Reisebericht

If you never never go, you will never never know,

von K.Roo · begonnen 27. Juli 2014 · 40 Teile

Teil 127. Juli 2014
Oder mit Emma on Tour
Vorwort:

Ich habe lange überlegt , ob ich einen Reisebericht schreiben soll, da mir das Schreiben nicht in die Wiege gelegt wurde.
Nach all den tollen Reiseberichte, die ich über Uganda und Kenia im Forum gelesen habe, mit den ganzen Infos und Empfehlungen von , würde sich das Ganze eh NUR wiederholen.
Der Schwerpunkt liegt nicht da drin, in welcher Unterkunft wo es das beste Essen und Trinken gibt, oder welches Klo das Beste ist, sondern es geht mehr da drum, was sich so am Rande der Reise abspielt. Ein Reisebericht eben und kein Urlaubsbericht

Eigentlich hätte der Reisebericht auch lauten können,
Das Kleine Einmal Eins der Landy Reperatur.

1 Woche vor Abflug erreichte mich eine Mail von unserem Autovermieter,

> I am just trying to sort out the finer details of your safari.
> This has ended up rather long. Don't think brevity is my strong point!
> First, I need to say that unfortunately Patrick and I have parted company.
> It was a matter of how a company should be run, and he was brilliant on
> many things but others I couldn't handle. I say this because it does
> affect you a bit!
> The most significant thing is that the vehicles should have been on a PSV
> licence, but were on private insurance and I am trying to sort that out but
> I could end up with big problems..with questions being asked!! For you,
> it means that if we don't sort it out before you arrive, you will still be
> on private insurance. If asked it means you saying you have it from a
> private individual!! I hate doing this but in reality our vehicles have
> been on this system for 4 years, and I didn't know, but I don't think anyone
> has been asked.
> The other thing is that the vehicle that I was going to give you was not
> registered properly. Patrick assured me that it would be and all would be
> fine. In reality, it was not done and I have discovered that the way he
> was going to do it was not straight....the Kenyan way!


Na super noch keinen Meter mit dem Auto unterwegs, und schon den ersten Stress an der Backe. Im ersten Moment dachte ich , dass es besser sei die Klappe zu halten und nicht`s meiner Frau (Sigi) zu erzählen, um unnötige Panikmache zu vermeiden. Aber irgendwie hab ich mich dann doch verplappert.
Danach hing der Haussegen für einige Zeit schief, da Sigi meinte, unter den Umständen fliege sie erst gar nicht nach Nairobi, und sie cancle den Trip. Na super das hatte ich nun davon..Sie hat mich dann so auf die Palme gebracht, dass ich zum Telefonhörer griff und nach Nairobi telefonierte, und nach 2 mal Klingeln hatte ich tatsächlich Martin am Apparat.Eer versicherte mir letztendlich, dass er noch für die dementsprechende Papiere sorgt. Zumindestens war er Engländer, und ich somit guter Dinge.

2 Tage später bekam ich dann ne Mail von Martin

Just to apologies again for the shock I gave you and your wife.
A couple of things. The insurance which is called PSV(public service vehicle) insurance for a vehicle that is being hired by a client is displayed on the windscreen of your vehicle ; the KTB(Kenya Tourism Board) licence is also displayed on the windscreen: You will receive your Comesa card or Yellow card that covers you for Uganda when I come and hand over the vehicle to you. You will also have a copy of the log book of the vehicle.

O.K zu mindestens kriegen wir in Auto , mit den entsprechenden Papieren. Sigi war nach der Mail auch wieder etwas lockerer, aber die Grundskepsis blieb.


P.S, wie funktioniert das mit der Sonne ????
Teil 227. Juli 2014
29.11.2012

Die Koffer sind gepackt.
Neben unseren ganzen Klamotten hatten wir noch eine Reisetasche mit Medikamenten und Hilfsgüter für`s Flüchtlingslager in Kisoro. Von Anja wusste ich, dass dort **HILFE** in jeglicher Form benötigt wird

Des weiteren hatte ich noch Spendengelder vom Klinikverbund Südwest dabei . Der Kontakt kam über Marina (Butterblume) zustande. Wir hatten klare Auflagen, für was das Geld ausgegeben werden darf. Für das Toro Babie Home in Fort Portal, Sachbedarf zu kaufen, und die Weihnachtsfeier für die Babies zu ermöglichen.



Den ersten Stress gab' s beim Einchecken in FFM bei Ethiat. Die Waage zeigt 61,8 KG….

Bodenpersonal : " Es sind erlaubt 46 KG (2x23kg), also müssen Sie 16 KG nachbezahlen, kostet 320 US$"
Ich: "Nein das stimmt nicht, seit einigen Monaten darf man bei Ethiat , 30 KG P/P mitnehmen"
Blablabla hin, Blablabla her………..Nach kurzer Diskussion und der in Hilfe nahme meines Iphones war die Sache geklärt..Dachte ich zumindestens..
Bodenpersonal :"O.K also 60 KG, dann krieg ich noch Geld für 1,8 KG Übergepäck."
Ich: Er soll keinen Stress machen und 1,8 KG wären noch in der Toleranz"
Bodenpersonal: Nein, er habe seine Vorschriften, aber vielleicht könne sein Chefin ein Auge zudrücken. Als die Chefin kam, war in 20 sec alles geklärt. WIR ENTSCHIEDEN UNS FÜRS UMPACKEN, denn die **ALTE** war ordentlich **VERSPANNT**

Nach weiteren 20 Minuten hatten wir endlich unser Traumgewicht: Gepäck lag bei 59,8 KG und Handgepäck bei 14,2 KG. ABER dafür sah ich aus wie ein Michelin Männchen, da ich das restliche Gepäck unter meine Jacke verstaut hatte.

Der Flug von Frankfurt nach Nairobi über Abu Dhabi verging wie **IM FLUG**.Einziges Highlight war der Boardfilm** Die Kirche bleibt im Dorf**
Für Leute, die der schwäbischen Sprache mächtig sind, ein absolutes MUSS, dazu noch gespickt mit englischen Untertiteln,….DER MEGABRÜLLER….
Teil 327. Juli 2014
Ich habs geahnt. Kaum gibt man Euch den kleiner Finger ............. 😣



30.11.2012
Touch Down in Nairobi.

Die Einreise verlief unspektakulär. Die Gepäckausgabe ging zügig von statten. Ich konnte sogar dem Bodenpersonal Backstage zuschauen, wie sie die Koffer, aufs Gepäckband legten. Ich dachte mir noch, was geht denn hier ab, da laufen ja streunende Hunde frei auf dem Gepäckband umher. In der Hoffnung, dass der Hund nicht sein Bein hob, und die Koffer bepieselte ,schaute ich fasziniert zu. So langsam machte ich mir echte Sorgen um den Hund, nicht dass dieser noch von einem Koffer erschlagen wird.
Dann kam noch Sigi hinzu und fragte was da abgeht, und ich erzählte Ihr, dass da streunende Hunde frei umherlaufen. Sie fing an zu lachen , und meinte **DU SÄCKEL** das ist ein Drogenhund . 🤩

Nach 15 Minuten und 50 US$ weniger im Geldbeutel betraten wir kenianischen Boden. Martin, unser Autovermieter, hatte uns schon erwartet.
Draußen auf dem Parkplatz wartet unser Auto, auf uns. Ein Landrover Defender 130, sichtlich in die Jahre gekommen. Martin meinte noch. Well It`s a car, not the best one, but still running.

Ein Weh-Wehchen hier, ein Pflaster da. Wie aus heiterem Himmel fiel mir die Augsburger Puppenkiste mit Jim Knopf und der Lokomotive ein. Das passte wie die Faust aufs Auge …..EMMA war geboren



Die Fahrt zum " Wildebeast "zog sich wie ein Kaugummi.
Seit 2 Tagen streikten nämlich die Publik Transports, was zur Folge hatte, das keine Busse, Matatus, oder Boda Boda fuhren. Ganz Nairobi war mit dem Auto unterwegs, und dementsprechend war auch der Verkehr. Martin glaubte eine Abkürzung zu kennen, aber sichtlich war er nicht der Einzigste, der die glorreiche Idee hatte.

Nach2,5h erreichten wir endlich das Wildebeast






Mit der Fahrzeugübergabe waren wir in 10 Minuten durch, denn ich war total übermüdest und hatte keinen Bock auf lange Unterweisung. Die wichtigsten Dinge , wie man tank ,wo der Ersatzreifen ist und wo man Öl nach füllt, traute ich mir schon zu 😉
Teil 428. Juli 2014

Samstag 1.12.2012


Morgenstund hat Gold im Mund
Scheissele wars. Bei morgendlichen 6 Grad kam noch keine wirkliche Urlaubsstimmung auf.
Nach dem Frühstück machten wir uns zum Nakumat auf.Mit dem GPS absolut kein Problem, zumal der Nakumat keine 1000 m entfert ist. 😗
Die Lebensmittelpreise sind schon heftig, und ich frage mich, was sich der Kenianer mit einem Verdienst von 100- 120 US$ leisten kann .Nach dem shoppen noch schnell Diesel getankt, was eigentlich nichts erwähnenswertes wäre, hätte es da nicht noch ein Nachspiel gegeben.

Am Nachmittags sind wir dann raus zum Giraffencenter gefahren.
Eintritt für Non Recidence 1000 Khs, dafür darfste mal ne Giraffe am Ohr kraulen, und ihr Futter geben. (Futter gibts für umme).
Für Familien mit Kinder bestimmt ein Erlebnis, zumal man den Tieren auf Augenhöhe begegnet.
Aber mir zaubert es kein Lächeln ins Gesicht. Nach nur 20 Minuten und 2000 Khs ärmer gehts zurück ins Wildebeast.




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Ich wollte mich grade bei einem Bierchen vom Shopping Stress erholen 😄 , als ein Angestellter zu mir rüber kam, mit der Bitte**Can you come, i wonna show you something**

Auf diese Art von Spielchen hatte ich nun wirklich keinen Bock. Aber er sagte *It´s important Mister*, also folgte ich ihm zu unserer Emma .
Was ich dann zu sehen bekam, war alles andere als lustig. Emma weinte, oder besser gesagt, sie litt an Blasenschwäche, denn konstant tropfte Tropfen für Tropfen Diesel aus Ihrer Blase. Na super, noch keinen Meter gefahren und schon **STRESS AN DER BACKE**

Also was tun . Guter Rat teuer. Um größeren Schaden zu verhindern, stelle ich erst einmal einen Behälter unter das *AUSLAUFMODELL*.

Dann griff ich zum Telefon und hab Martin angerufen. Zum Glück war Martin noch in der Stadt, und meinte:
" No Problem, wenn wir morgen in Nakuro sind tauschen wir den Tank."" Ach ja, kannst du mich nebenbei noch nach Nakuro mitnehmen , denn die Öffentlichen streiken morgen auch noch ", und ich weiß nicht wie ich nach Nakuro kommen soll.
No Problem meinte ich , und wir verabredeten uns auf 13 Uhr an der Brixen Shoppingmall, 10 Km nördlich von Nairobi.

Teil 529. Juli 2014
2.12.2012

Nach dem Aufstehen checkte ich erst mal den Behälter unter Emma.
Über Nacht hatten wir ca.5 Liter Sprit verloren. Als echter Schwabe lässt man nichts verkommen.Also Sprit wieder zurückgefüllt. Nach dem Frühstück nahmen wir Fahrt Richtung Sheldrick Elefantenwaisenhaus auf.








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Es regnete in Strömen, so dass ich für die Fütterung die zwischen 11 - 12 Uhr stattfindet nichts Gutes befürchtet. Leider bewahrheitete sich meine Befürchtungen. Die Fütterung war grad in Gange, als Petrus erneut seine Schleusen öffnete. Nach weiteren 10 Minuten waren wir nass bis auf die Knochen. Den Elefanten tat das aber keinen Abbruch, denn sie hatten nur Dummheiten im Kopf. Die Wärter mussten des Öfteren eingreifen um die Elefantenbande wieder auf Spur zu bringen.

Eine Elefant konnte sogar ZAUBERN. Er machte , dass die LUFT STINKTE , und das in unmittelbarer Nähe von mir. Echt lecker !!!. Ein anderer durchlief das Absperrseil und rutsche in die Menschenmenge. Ein drunter und drüber. Nach weiteren 20 Minuten hatte ich die Schnauze voll. Klatschnass und durchfroren suchte ich Unterschlupf . Sigi hielt tapfer durch bis zum Schluss. Auf dem Gelände des Waisenhaus gastiert noch Matthew, ein ausgewachsenes Nashornmännchen.



Um 12 Uhr war die Fütterung vorbei. Kostenpunkt lag bei 20 US$ (bin mir aber nimmer ganz sicher ).Danach fuhren wir nach Nakuro. Unterwegs gabelten wir Martin an der Shopping Mall noch auf, der schon auf uns gewartet hat. Nach 3,5h erreichten wir Nakuro. Das Verkehrsaufkommen war enorm. Lauter IRRE auf der Straße. Überholt wurde links und rechts. Immer wenn sich eine Lücke bot hat irgendjemand irgendeinen überholt.




Auf der Abfahrt der Escarpmentroad sahen wir noch einen schweren Verkehrsunfalls. Ein LKW mit Aufleger hatte einen auf Marienkäfer gemacht und lag Rücklings im Straßengraben. Sah wirklich übel aus.
Aufgrund des Regens entschlossen wir uns nicht zu Campen. Wir übernachteten im Kembuk Camp im Challet, für 3900 KHS.



Martin, den wir zuvor in Nakuro abgesetzt hatten holte uns zum Abendessen ab. Er hatte eine geile Idee. Wir sollten im " Farmer Inn", einer lokalen Kneippe in Nakuro spießen. Der wahre Grund war, dass es dort TV gab, und sein Lieblingsverein Norwich heute Abend spielt.
Zum essen gab es hingegen nichts,das mussten wir im Nebengebäude ordern. Aber dafür jede Menge zu trinken. Anfangs war es noch ruhig in der Kneipp, was sich aber bald änderte. Männlein und Weiblein kamen und gingen, die einen kamen alleine und gingen zu zweit. Anfangs viel mir das nicht so ins Auge , aber je länger wir drin saßen um so mehr kam mir das spanisch-afrikanisch vor. Als sich dann noch eine offenherzige Dame zu uns an Tisch setzte und fragte, ob alles in Ordnung ist, und sie noch was Gutes für uns tun kann, da war mir klar, dass hier nicht nur Fußball lief, sondern dass es sich hier sichtlich um einen Schuppen mit Körperkontakt und Manndeckung handelt.

Nach 1:30h und 3 Tusker laiter kam endlich unser Chicken mit Reis. Norwich gewann übrigens 4:1. Martin war happy, und wir reif für`s Bett.
Teil 629. Juli 2014
3.12.2012

Heute wollten wir eigentlich zum Lake Nakuru.
Aber es regnete schon wieder, oder immer noch, so genau wusste das keiner von uns. Also entschieden wir uns , Emmas Tank zu tauschen. Die Aktion war eigentlich für Morgen vorgesehen. Martin holt uns ab ,und wir fuhren zu James. Emmas Pappa.
Auf dem Werksgelände standen Emmas Brüder und Schwester, und warteten auf Ihren Einsatz. Nach uns sollten noch 2 Geschwister von Emma auf Pad gehen. Eines davon mit den Bamburies an Bord und das andere mit den Muzungus.





Mit nur mit einem High Jack bewaffnet, wurde Emma kurzerhand operiert. Nach 2,5h hatten wir einen **NEUEN TANK** der eigentlich nicht neu, sondern nur ein Tauschtank war.







Nach der Tank OP lud uns James noch auf einen Kaffe zu sich nach Hause ein. Er stellte uns seiner Familie vor. Sein kleiner Sohn, gefiel es anscheinend mit den Hellhäutigen zu spielen, und machte allerlei Blödsinn.
Die Krönung hingegen war, als er seinen kleinen Pullermann freien Lauf lies, und ungeniert auf den Lehmboden im Wohnzimmer pinkelte. Ich musste lachen, James war es sichtlich peinlich .







Da es immer noch regnete machten wir ein Reiseupdate und cancelten Lake Nakuru und machten uns dafür auf den Weg nach Kisumo .
Die Straße war übersät mit Potholes, und in einem derartig miserablen Zustand, dass Vorsicht angesagt war. Die durch geknallten Autofahrer waren wieder aktiv. Aber dieses Mal wurde sogar in 3er und 4 er reihe überholt, und das obwohl Gegenverkehr kam. Manche fuhren, als würde es kein Morgen geben, und dabei waren es noch fast 3 Wochen bis Weltuntergang.



Um 17:30 erreichten wir lebend Kisumo. Geplant war auf der Campsite des Kiboko Riverside Hotel zu campen. Leider verpassten wir den Abzweig und mussten fragen. Charlton ein hilfsbereiter Kenianer gab uns Auskunft, und bat uns sogar an uns dort hin zu begleiten. Charlton stieg zu Emma ,und lotste uns zum K.R.S-Hotel. Leider verwehrte man uns das campen, bot uns aber an für 10000 KHS zu nächtigen. Dankend lehnten wir ab. Die nächste Campmöglichkeit war am Flughafen . Zu spät, und keinen Bock auf eine weitere Fahrstunde. Also fragte ich Charlton ob wir irgendwo wild campen können. Nach kurzem überlegen meinte er, wir können bei Ihm im Garten unser Dachzelt aufschlagen.



Ich fragte , ob es auch Toilette und Shower gebe. Kein Problem meinte er. Also machten wir uns auf zu Charltons Place.



Charlton wohnt mit seinem Studienkollegen Mina in einem kleinen Apartment , oder wie man das auch immer bezeichnen mag, am Rande des Dorfes.

Nachdem wir geduscht hatten, was Ansicht schon ein Erlebnis war teilten wir anschliessend unser Abendessen mit den Beiden. Das Duschwasser wurde in einem Wasserkocher heiss gemacht, und dann in einem Plastikkübel mit Kaltwasser solange gemischt, bis es die richtige Temperatur hatte. Zu meinem entsetzen lagen die Drähte der Stromzufuhr blank, so dass uns der Wasserkocher jede Sekunde um die Ohren fliegen konnte.



Teil 730. Juli 2014
4.12.2012


Eigentlich wären wir heute Richtung Uganda weitergefahren, aber wir entscheiden uns noch einen Tag länger zu bleiben und um die Dörfer zu ziehen. Nach dem Frühstück zeigen uns Charlton und Mina ihr Dunga. Dunga ist ein kleines Fischerdorf am Lake Victoria. Die Leute waren sehr freundlich , und geben uns einen Einblick in ihre Leben. Charlton zeigte uns mit Stolz das Kino von Dunga.









Eigentlich ist es kein Kino in dem Sinn, sondern eher ein Gemeinschaftsraum mit TV .Demnächst in diesem Theater DARTMOND gegen Manchester City.








Von überall hören wir Mzungu Mzungu.



Nach der Ortsbegehung gehen wir runter zum Lake Victoria. Dort herrscht ein reges Treiben und Handeln. Die Fischer kommen mit Ihren Fängen vom Lake zurück, und verkaufen es an die Händler. Jackals , so wie die Holzkohle hier genannt wird auch am Lake gehandelt.
Die Holzkohle Säcke kommen per Schiff über den Lake Victoria aus Uganda. 1 Sack mit ca.50 KG kostet 2000 KHS.Die Holzkohle ist ein wichtiges Gut, denn damit wird gekocht.
Fangfrischen Fisch aus dem Lake Victoria wollte ich schon immer haben. Also machen wir uns auf zu den Fischern, um ein geeignetes Prachtexemplar fürs Abendessen zu bekommen.Eine nette Frau bietet uns einen fangfrischen Talapia an. Wir kaufen einen großen Talapia, und noch 2 kleinere , für 800 Khs. Nun haben wir ca.3 KG an fangfrischen frischen Fischen, I Love it.












Danach gehts noch kurz nach Kisumo um Mehl und Öl zu kaufen, denn heute steht auf der Speisekarte: " Fangfrischer frischer Talapia aus dem Lake Victoria, mit handmade Chapati from Mina".
Auf dem Rückweg besuchen wir noch das Babiehome , so wie die Waisenhäuser hier genannt werden. Mina und Charlton sind hier aufgewachsen. Mina ist Vollwaise und Charlton halbweise. Sie erklären und zeigen uns dann de Ablauf im Waisenhaus. Schnell sind wir von den Kindern umzingelt.





Jeder der kleinen Stöpsel will uns an die Hand nehmen. Der Zusammenhalt im Waisenhaus ist enorm. Einer ist für den anderen da, und die Großen passen auf die kleinen auf. Mina und Charlton genießen bei den Kindern großes Ansehen denn sie sind EINER von Ihnen, die es geschafft haben auf eigenen Füssen zu stehen. Bevor wir das Babiehome verlassen, spendiere ich den größeren Kindern noch einen Fußball, da dem Vorgänger in LUFT ausgegangen ist. Es scheint mir, dass die Jungs auch in Sachen Fußball noch in der Entwicklung stehen, denn ich kann nur Fussballtrikots englischer Mannschaften entdecken, deren Zeit schon lange abgelaufen ist.











Am Spätnachmittag sind wir wieder zurück . Im Nachbarapartment ist heute Waschtag. Sophie, die Nachbarin macht Ihre 2 Jungs im Waschkübel grad sauber, was ein großes Geschrei auslöst.





Wir machen uns kurz frisch, danach kochen wir alle zusammen. Mina macht für uns Chapati (Pfannenkuchen) und Ugali (Mehlbrei).
http://youtu.be/5KufMtlxRBw

Charlton bereitet den Fisch auf afrikanische Weise zu. Eigentlich wird der Fisch in heißem Öl ausgebraten. Sigi macht noch eine Art Tomatensalat mit Zwiebel, und ich schau zu, dass indessen die Haltbarkeit der Bieres nicht abläuft.Wir essen traditionell. Dass heißt, ohne Besteck, alles mit den Händen. Charlton und Mina sind sehr wissensbegierig.









Mina ist sehr gebildet und weiss sehr viel über Politik bei uns im Lande, und kennt Angie, und was sonst noch so geht in der großen weiten Welt. Charlton ist mehr an Fußball und Musik interessiert. Ganz besonders hat er sich über mein Gastgeschenk gefreut. Ich habe IHM mein Bayern Unglückstrikot vermacht. Jedes Mal wenn ich das Trikot bei wichtigen Spielen anhatte, haben die Bayern eins auf den Sack bekommen.

Teil 830. Juli 2014
5.12.2012

Heute geht’s über die Grenze nach Uganda 😎
.Kurz nach 8 Uhr machen wir uns auf Richtung Jinja.
Am Straßenrand kauf ich noch 4 Chapati. Die Bäckerin verlangt 120 Khs, was der 3-fache Preis als üblich ist . So funktioniert das nicht, habe ich zu Ihr gesagt,,nur weil wir Muzungus sind zahlen wir nicht das 3-fache.
Ich sagte Ihr, dass ich 8 Chapati kaufe, aber dafür den üblichen Preis bezahle.
Sie willigte ein. Die 4 zusätzlichen Chapati verteile ich an die umstehenden Kinder.





Die Straßenverhältnisse wurden zunehmend schlechter, an ein zügiges Vorankommen war nicht zu denken. 🙄





Kurz vor Busia, dem Grenzübergang nach Uganda mussten wir durch einen Police Checkpoint. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, zumal wir das schon mehrfach mitgemacht haben.
Dieser Checkpoint wird mir aber ewig in Erinnerung bleiben

Über die Straße war ein Nagelbretter gezogen, so dass wir förmlich zum Anhalten gezwungen wurden.

Dann fragte ein netter Officer nach der Driver Lizenz und den Papieren. Wir wurden gefragt wo wir her kommen wo wir hingehen, how is Germany , and how do you like Kenia.
Auf alle Fragen gaben wir brav Antwort. 😎

Nachdem wir unsere Hausaufgaben zur aller Zufriedenheit des Police Officer erledigt haben, verabschiedete ich mich **leichtsinnig** mit den Worten **Seeh U laiter**, nichts ahnend, welche Bedeutung diese Worte noch für mich haben werden.
Emma war voller Freude endlich in das Land der Gorillas einreisen zu dürfen, und zuckelte von Dannen.
Keine 3 sec später gab es einen Rumpler , und EMMA samt Passagieren hat's ordentlich durchgeschüttelt.

"Ja leck mich am Arsch." an das verfluchte Nagelbrett hatte ich nicht mehr gedacht !!
''Des hasch guad gmacht, jetzd senn dr Raifa hee,`` hörte ich Sigi noch sagen. Fluchtartig und fluchend sprang ich aus dem Auto um die Lage zu checken.
Ich lauschte auf ein ZISCHEN, oder PFEIFFEN, oder sonstigem unangenehmen Geräusch. 😈 Aber nixx passierte. Dann stauchte ich mit meinem Haxen gegen Emmas Reifen , um zu checken, ob sie schon platt waren.
Aber Emma beeindruckte das wenig.Die Reifen waren hart wie Beton. Ich spürte eine Art Erleichterung, welche aber nur kurz anhielt.
Glück gehabt dachte ich noch bei mir 🤪 , nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen , und wiegte mich schon in Sicherheit . Da hörte ich von Hinten ein lautes schnauben und schreien 🤩 ,

"Get out of your car "Get out of your car" .( aber ich war doch schon draußen )
" you distroid my barrier, " you distroid my barrier, i gonna arrest you" Get out of your car
" …und dann sah ich das Übel auf mich zu rennen. Einen überdimensionaler Policeman mit Rittersport Figur (quadratisch praktisch ) war im Anmarsch. 😗
In was für eine Scheisse bin ich da blos rein geraten. Mein Pulsschlag verdoppelte sich *PULS*artig.

Der Officer sichtlich angepissed, wiederholte immer wieder …..…I gonna arrest you… I gonna arrest you
.Da standen wir uns nun gegenüber. Auge in Auge g.( O.K , zugegeben er war einen Kopf grösser als ich)
An seiner Uniform und Befehlston konnte ich erkennen, dass es sich um den Big Boss handeln musste.

Ich sagte ihm, dass es mir furchtbar leid tue ,und ich das verflixte Ding nicht gesehen habe, aber für den Schaden aufkommen würde. Was Besseres viel mir in dem Augenblick nicht ein.
Hauptsache nicht in Knast. Was Ihn aber sichtlich unbeeindruckt lies. I Arrest U , I ARREST U kam es immer wieder wie aus der Pistole geschossen !!

Nachdem er eine Schnaufpause eingelegt hatte , gingen wir endlich zu seiner **DISTROITEN BARRIERE**.
Zum Glück taugte die Barriere *Made in Afrika* nicht viel, denn die Spikes lagen da , wie umgeknickte Streichhölzer. Fein sauber in Reihe und Glied.
Emma hatte sichtlich ganze Arbeit geleistet, und die Spikes sauber niedergebügelt.

Ich frage den Boss, was wir nun machen, und bot Ihm 40 US $ an.
Er immer wieder …..I arrest you, I arrest you, komplett unbeeindruckt meines Vorschlages...
Er war wie auf Droge !! 🤢

Ich sah mich schon in Handschellen hinter kenianischen Gardinen, die Gorillas ganz weit weg. Bilder liefen ab in meinem Kopf, da kam mir noch die Letze zündende Idee.Ein kleiner Strohhalm, an den ich mich klammerte.
Ich sagte so ruhig es eben ging , dass es im Übrigen nicht meine Schuld wäre, sondern die des Polizisten,(meinem Freund den seeh u laiter Men),denn dieser lies uns fahren, ohne die Nagelbretter zu entfernen .
Voller Inbrunst zeigte ich mit dem Finger auf den vermutlich Schuldigen 😣

Der Boss, immer noch wütend, nahm den *seeh u laiter men* zur Brust und sprach in Landessprache, was ich aber nicht verstand.
Die Unterhaltung zog sich in unendlich wollenden gefühlte 100 Minuten. Vermutlich hat er Ihn zusammengebügelt.
Dann kam ein andere Police Officer auf mich zu, und bat mich mit Ihm zu Emma zu gehen.
Have you got Kenia Shilling fragte er mich
:" Sorry, only US $"
No Kenia Shilling fragte er erneut mit Nachdruck !!!
Sorry, no, only US Dollar, we dont need Kenia Shilling anymore, versuchte ich Ihm klar zu machen.

Sichtlich unglücklich meinte er................................"O.K, you can go"............................
Ich entgegnete Ihm ein :"Thank you",(auf ein seeh U laiter war mir nicht mehr zu mute )
Ohne mich nochmals umzudrehen stieg ich zu EMMA und fuhr von dannen.

Sigi fragte, was los sei, ich sagte blos weg hier, bevor die sich`s nochmal anders überlegen
Im Nachhinein kann ich wieder lachen , denn so umgeknickt wie die Spikes lagen, war da mit Sicherheit kein Fachmann am Werke.
Schlimmer geht Immer
Leider gibts zu dem Vorfall keine Bilder, denn mir wäre vor lauter Schreck die Kamera aus der Hand gefallen .

Endlich an der Grenze angekommen, kamen zig Schleußer auf uns zu. Für 10 US (für den Schleußer) und 1,5 h später waren wir endlich in Uganda. Wir wären schon früher drüben gewesen, aber das Internet brach zusammen, so dass es letztendlich länger dauerte.
Bei dem Drunter und Drüber was an der Grenze herrscht, waren die 10 US gut investiert.





Während ich auf unsere Papiere wartete ,gesellte sich noch ein Soldat und ein Polizist zu mir, was mich sichtlich irritierte. Was hab ich jetzt schon wieder ausgefressen ging es mir durch den Kopf.
Der Polizist fragte mich, ob ich was zu trinken für Ihn habe. Alkohol wollte er keinen.
Also gab ich Ihm einen Beutel Apfelsaft, über den er sich riesig gefreut hatte. Im Gegenzug verlangte ich dafür ein Foto. Der Soldat wollte auch noch unbedingt mit aufs Bild









Noch ordentlich den Schreck in den Knochen gings weiter zum Nile River Explorer, 8 Km nördlich von Jinja .
Das Camp liegt direkt am Victoria Nile, mit Blick herrlichem Blick über den Nile. Camping kostet 10 US $. Sanitäre Einrichtungen sind top.









Teil 931. Juli 2014
6.12.2012


Nach dem Frühstück, wollen wir die Bujagali Falls besuchen.
Laut Aussage vom Barkeeper, ca.7-10 KM. Das Spiel kenne ich , deshalb machte ich mich schon mal auf das doppelte gefasst.
Auf gehts Richtung Norden, vorbei an diversen Obst und Marktständen. An einem dieser Marktstände kaufen wir eine uns nicht bekannte riesen Frucht, für sehr sehr kleines Geld.
Wir nannten sie nur **DIE PATEXFRUCHT** denn das Zeug war so zäh und klebrig, damit hätteste Reifen flicken können. 😄











Nach 15 Km fragte ich einen Lokal, wie weit es noch bis zum Abzweig wäre.
Weiter 5 KM waren seine Aussage.10 Km weiter endlich der ersehnte Abzweig. Ab dem Abzweig wurde die Pad immer schlechter, aufgeweichter Lehmboden, und Emma war schwer am schnauffen. Je weiter wir fuhren um so schlechter wurde der Strassenzustand. Die Lehmpad ging langsam in ein Rutschbahn über. Der Tacho zeigte zurückgelegte 30 KM an, und lt Navi immer noch keine Falls in Sicht. Langsam hatte ich die Schnauze voll und keinen Bock mehr . Wir entschieden uns umzudrehen
Fazit aus der Geschichte: "Traue Niemals einem Local nicht''










Auf der Fahrt Nach Kampala machen wir noch einen Zwischenstopp, am Bungee Point.
Leider i keine Lebensmüder weit und breit , für ein cooles Foddole.. 😗 .
Da Afrika bekanntlich einen sehr hohen *Standart an Sicherheit* hat, verzichte ich liebend gerne auf diese Art von *Freiheit*,
zumal mir die Australierin noch gut in Erinnerung ist, die von der Sambesi Brücke sprang, und die A****** Karte gezogen hat ,als da Seil riss. 😊



Wir fahren aber weiter nach Kampala zu UWA , um unser Gorilla Permit abzuholen.
Die Straßen sind in einem top Zustand, je näher wir Kampala kommen umso hektischer und dichter wird der Verkehr.
Schnell noch im Shoprite eine Regengarnitur gekauft, ne Kiste Nile Special organisiert, und dann im Regen bei UWA aufgeschlagen.





Doreen , kannte ich aus unserem Mail Verkehr bezüglich Gorilla Permits.
Das ganze ging Ratz Fatz, und in 15 Minuten waren wir durch.
Auf meine Abschlussfrage, **Wie weit es bis Bwindi** sei, schaute mich Doreen ganz verdutzt an , was wollt ihr denn da, *IHR TREKKT DOCH IN NKURINGO* 🙄
Jetzt war ich vollends verwirrt, zumal in unserer Bestätigungsmail Gorillatrekking im Bwindi stand.
Doreen, ganz obercool: ""sorry, but i probably mixed it up, but you are trekking in Nkuiongo""

Aus Anja`s und Chris Erzählungen wusste ich, dass das Trekking in Nkuringo eines von der anstrengenderen Sorte ist.
Aber scheiss drauf, die Vorfreude über die Permits überwiegte.

Da uns das morgendliche "Verfahrerle" ordentlich Zeit gekostet hat , ging mein Tagesplan nicht auf, und wir sind voll in die Rush Hour gekommen.
Die Tangente war brechend voll. Verkehrsregeln existierten quasi nicht. Es ging zu wie im Krieg. 😈
Schnell wurde mir klar, wir das hier funktioniert. 😉
Vorfahrt muss man sich erkämpfen, oder der, der das grösste Auto hat, hat Vorfahrt.
Da Emma ordentlich Oberweite hatte (Bullbar), war ich zuversichtlich und guter Dinge. Sie hatte sichtlich Spass im Getümmel, und zeigte ihre Krallen.













Aber irgendwann kommt auch Emma an Ihre Grenzen.
Grad als ich in ein große Kreuzung einfuhr, kam ein übermächtiger Truck, der seine Vorfahrt forderte.
Schnell begriff ich, dass Emma eins verbraten bekommt , also bin in die Eisen gestiegen . 😣
Emma gefiel das nicht wirklich, denn sie quake und quietschte .
Keine halbe Sekunde später gabs einen RUMS : Emma samt Innsassen wurde durchgeschüttelt.
Im Rückspiegel sah ich, wie ein Kleinbus EMMA ins Hinterteil geküsst hatte.

Sigi... ,sodele jetzd hemma dr scheiss,...... was machama....., haa nixx , isch doch nedd onser schuld habe ich gesagt.
Insgeheim wusste ich dass es uns nicht schlimm erwischt hatte, frei nach dem MOTTO nie **ohne Gummi,**
fuhr der Kerl nämlich hinten auf Emmas gut gepolstertes Hinterteil.



Dank Emmas Gedächtnis (GPS) war die restliche Fahrt komplett easy. 40 KM südlich von Kampala schlugen wir unser Nachtquartier im Mpanga Forest Camp auf. Der Campingplatz ist sehr schön gelegen , das Camp und die Sanitären Einrichtungen waren ordentlich runtergekommen. Campsite 30.000 UGS





Teil 1001. Aug. 2014
7.12.2012

Die ganze Nacht hatte es wie aus Kübeln gegossen, dementsprechend war auch der Morgen .
Das Frühstück musste deswegen buchstäblich ins Wasser fallen.
Am Straßenrand spielte sich das Leben ab. Unzählige fliegende Händler versuchten Ihre Ware an den Mann zu bringen. An einem Kentucky Fried Chicken Stand holten wir unser versäumtes Frühstück nach. Es gibt gergrillet Chicken.








Da ich die landesüblichen Preise nicht kannte, hab ich beim ersten **Vertreter** angehalten, und gefragt **How mutch** 4500 UGS, dann zum 2-ten Vertreter , und wieder gefragt **How Mutch*.4500 UGS. Als dieser den selben Preis nannte, wieder zurück zu Nummer eins und dort gekauft. 3 Chickenteilchen für 4500 UGS. Ein kulinarischer Hochgenuss, da sie direkt vom Grill kommen .
Wichtig nur, dass die Teilchen gut durch waren, denn auf Salmonellen hatte ich keinen Bock.
Unterwegs deckten wir uns noch mit Ananas 1500 UGS/STück und Mangos ein. Fertig war das Reiseproviant .











Leider sollte sich das als Fehleinschätzung heraus stellen, schnell war es rum mit lustig, und unser Reiseproviant musste warten.
Zwischenzeitlich hatte nämlich Monte Sumas Rache zugeschlagen. Sigi hatte es schon am Vortag erwischt. An Essen war nicht zu denken. So wie`s oben reinging gings straight zur Hintertür wieder raus. Noch nie hatte ich einen Reiseabschnitte anhand der Toiletten geplant.
Was für ein **BESCHISSENER TAG**

Monte Sumas Rache sollte uns uns noch die nächsten Tage begleiten, und uns den Einen oder Anderen unplanmäßigen Stopp bescheren.
Unterwegs halten wir noch am Kabira Craft Marked. Die Farbenpracht der Kunstgegenstände sind eine Augenweide. Natürlich will man uns Stühle und Tische verkaufen, und uns mit *special Prices * locken. Aber Monte Sumas Rache treibt uns weiter.











Nach weiteren 45 KM überquerten wir den Äquator, wo wir um einen Boxenstopp am Äquator Restaurant nicht herumkommen.
Monte Suma wartet bereits auf uns.









Der Straßenzustand wurde almälig immer schlechter. Potholes waren jetzt wieder an der Tagesordnung, hinzu kamen auch noch unzählige Baustellen , die Emma am Vorwärtskommen ordentlich behinderten.








Die Landschaft veränderte sich zunehmend. Anfangs kamen wir noch an unzähligen Bananan Plantagen vorbei, doch langsam würde es hügelig und bergiger , das treiben auf den Straßen wurde weniger.












rien ne va plus. Nichts geht mehr. Stau im Niemandsland, oder besser gesagt Vollsperrung.








500M vor uns hatte sich ein LKW mit Hänger quer über die Straße gelegt. Alle wartetet auf das entsprechenden Bergeauto, um den Trailer wieder aufzurichten. So wie es den Anschein hatte gab es nur Blechschaden, der Fahrer blieb zum Glück unverletzt. Inzwischen hatten sich unzählige Schaulustige Versammelt um dem Treiben zuzuschauen. Nach 2h konnte Emma wieder die Fahrt aufnehmen.









.Unser heutiges Tagesziel war Lake Bunjoni. 7KM vor Kabale. Die Anfahrt dorthin erweis sich als richtig sportlich und steil. Unser Navi machte fast einen Knoten , so kurvenreich war die Anfahrt. Emma schnaubte wie ein Esel unter Volllast. Einmal verweigerte Emma sogar die Weiterfahrt und bockte. Nur mit gut zureden und low gear gings dann letztendlich ins Ziel.
Unterwegs kamen wir noch an einem Steinbruch vorbei. Sowas habe ich noch nie gesehen. Die kleinen Kinder zerschlugen mit übergroßen Hämmern kleinere Felsbrocken zu Steine.. Die größeren Kinder brachen mit Brechstangen ganze Steinbrocken aus dem Felsen.
Nach 10h und 400 Km erreicht wir Lake Bunjoni Overland Resort. Ausblick auf den Lake grandios, Tentet Campsite 35 US$, essen unteririsch.























Teil 1102. Aug. 2014
8.12.2012

Nach dem Aufstehen ist Emma mit Pflege und Kosmetik dran.

Ölstand und Wasser kontrollieren, und noch sonstige kleinere Streicheleinheiten.
Emma beklagt sich, dass die hintere Türe nicht mehr ins Schloss geht. Eigentlich habe ich keinen Bock so früh am Morgen zum schrauben, 🙄 aber alles Jammer hilft nicht. Denn nur wer Gut schmiert, der Gut fährt.

Also Seitenverkleidung demontiert, Diagnose gestellt, an den richtigen Stellen geschraubt, und Emma war wieder happy.







Heute gings den selben Weg wieder runter nach Kisumo.
Berg runter ist Emmas stärke, da galoppiert sie wie ein junges Pferdle. 😄
Auf halber Strecke winkte uns ein altes Mütterchen hektisch zu. Vermutlich hat sie die S-Bahn verpasst . 🤪
Für mich zu mindestens sieht das so aus, als wolle sie mitfahren. Also Gepäck kurz zur Seite und die gute alte Dame auf den Rücksitz verfrachtet.
Nach Ihrem Gesichtsausdruck war sie überglücklich über den Lift. Sie redete mit uns. Wir verstanden sie nicht. 🙄 Wir redeten mit Ihr, sie verstand uns nicht, 🙄 aber irgendwie verstanden wir uns doch. 🤪
Als die nette Dame von Board ging , drückte Sie meine Hand ,küsste Ihr Kreuz, das sie um den Hals trug, zeigte mit ausgestreckten Händen nach oben, und murmelte etwas. Das Einzige was ich verstand war **JESUS**.
Ich interpretierte, dass sie für uns betete, und Jesus soll uns auf unserer Reise beschützen.














In Kisumo fiel mir noch ein Transparent mit der Aufschrift auf **we book your Gorillatrekking** .
Ich dachte immer, dass es nur möglich ist übers Internet zu buchen, oder direkt bei UWA. Auf nachfragen, erklärte mir die nette Dame, dass sie Zugriff auf alle Gruppen in Nukirungo habe, und sie diese kurzfristig buchen könne.








Die nächsten 75 Km nach Kisoro sind absolut top.
Kurz vor Orteingang Kisoro sehn wir das Flüchlingscamp, welches Anja in ihrem Reisebericht erwähnt hatte. Zelte von Unicor und Ärzte ohne Grenzen sind zu sehen. Auf der Rückfahrt werden wir hier halten, um Medikamente und Sachbedarf abgeben, die ich aus D mitgebracht habe.








In Kisoro weißt ein unscheinbares Schild den Weg nach Nkuringo.






Wir passieren einen Steinbruch, in dem gearbeitet wird. Die Leute sind sehr unfreundlich, und wir werden beschimpft.








Der Straßenzustand wird zunehmend schlechter. Die letzten 35 Km haben`s in sich. Emma meistert die Bergstraße mit Bravour, und fühlt sich sichtlich wohl .
Die Landschaft ist atemberaubend. Der Blick reicht rüber in den Kongo, das Gebirgsmassiv der Virunga Berge erstrahlt in majestätischer Pracht. Die Steilhänge sind terrassenartig bepflanzt, jeder noch so brauchbare Lebensraum wird zur Pflanzung benutz. Es muss eine Schinderei sein, die Steilhänge so zu bearbeiten. An Maschinenarbeit ist nicht im geringsten zu denken. Zu steil, zu abwegig .

















Am Straßenrand treffen wir auf kleine Holzverarbeitungsbetriebe. Die einen spalten Holzstämme, andere wiederum sägen aus den Holstämme Bretter, und wiederum andere verarbeiten die Bretter zu Türen.

















Die Weiterfahrt wird immer spektakulärer. Über kleine Bergstraßen schraubt sich Emma immer weiter Richtung Nukirungo. Das Virunga Gebirge immer Blickfeld .Um 16 Uhr erreichen wir Nkuringo Gorilla Camp.





Man hat uns schon erwartet, obwohl wir nichts vorgebucht hatten. 🤩
Der Bushfunk funktioniert hier zuverlässig . Elise, die Managerin ,ist uns kurz nach Kisoro entgegengekommen. Da Autos mit kenianischem Kennzeichen auf diesem Streckenabschnitt nicht alltäglich sind , dann noch bestückt mit 2 Muzungos , war ihr schnell klar, dass wir nach Nukirungo wollen. Kurzerhand informierte sie Robert den Eigentümer der Lodge, mit der Neuigkeit, dass 2 Muzungos auf dem Weg zum Camp sind.

Wir buchen für die nächsten Tage die Tented Campsite. Auf knapp 2200 HM hatten wir keinen Bock im Dachzelt zu schlafen, zumal es Nachts ordentlich Frost hatte ,vom Regen mal ganz abgesehen. Beim Ausladen unsres Gepäck, bemerkte ich, dass EMMA verwundet war. Die Staubschutzkappe am Hinterrad war gerissen. Ich wusste nur, dass ich das Ding irgendwie fixen musste, denn sonst war schnell rum mit LUSTIG. Mit einem Lagerschaden in "The middle of nowhere" ist es absolut Spaß befreit. Mit einer Kanüle , Nylonfaden und Isoliertape konnte ich die Gummikappe provisorisch fixen.











Inzwischen hatte es wieder angefangen zu Regnen, daraus wurde schnell ein Regenschauer, und zum Schluss ein leckerer Monsunregen. Die Temperaturen fielen im Minutentakt. Nach einer Stunde war der Spuk vorbei. Abends gab es noch ein Mega leckeres Abendessen, mit Beeffilet, Kartoffeln und Chapati. Zum Nachttisch noch frisches Obst. Dann noch 2 Beer on Top, und ich viel vollgefressen ins Bett.
What a Day. Für die Nacht gab es noch eine Wärmflasche, die wir dankend annahmen.
Teil 1202. Aug. 2014
Wer denkt, die Holzverarbeitung sei ein Kinderspiel ist, hat sich ordentlich ins Fleisch geschnitten 😈


Bei YouTube ansehen ↗




Mit den Worten

Hey Muzungo come and try, überliess man mir den unteren Teil der Säge. Nach nicht einmal 60 sec, war ich masslos platt, und musste die Segel streichen


P.S zum Glück gibt's keine Bilder meines versagens
Teil 1303. Aug. 2014
9.12.2012

Am nächsten Morgen weckte mich Sigi mit den Worten **KOMM AMOLE RAUS DES MUASCH GSE HAN** .
Mürrisch bewegte ich mein Hinterteil aus den Federn. Der Anblick, den ich dann zu sehen bekam war überwältigend.
Die Sonne schien in die anliegenden Täler des Regenwalde, aus dem bizarr der Nebel aufstieg.
Im Hintergrund dann die Vulkanberge des Virunga Gebirges.
Ich war mir Sicher ...
An diesem Ort wurde**GORILLA IM NEBEL**gedreht,
einen besseren Ort konnte man sich nicht vorstellen.






Am heutigen Sonntag wollten wirs ein wenig ruhiger angehen. Leider maule Emma rum, und beklagte sich über Fussprobleme, oder besser gesagt , der Hinterreifen war platt.
Man(n) man(n), **scho wiedr schaffa, ned amole em sonndich had mr sai rua,.**
Grad als ich das Werkzeug zum Reifenwechsel bereit hatte kam Sam um die Ecke.
Sam.......................Sam Prince stellte er sich mir vor. Lustig dachte ich, denn ich hatte noch nie einen Prinzen persönlich kennengelernt. Sam war ein witziges Kerlchen, und wir waren schnell auf der selben Wellenlänge.
Sam half mir noch den Reifen zu wechseln. Grad als wir Emma wieder auf den Beinen hatten , fing es wieder an wie aus Kübel zu gießen.
Als kleines Dankeschön für seine Hilfe frage ich den **Prinzen aus Uganda**ob er Lust auf ein Bierchen hätte. Um 11 Uhr morgens flogen uns die Kronkorken um die Ohren....**Hakuna Matada **








Nach unserem morgendlichen Frühshoppen und ordentlich *angekront** sind wir dann noch ins Nukirungo Dorf, um dem Treiben der Einheimischen zuzuschauen.
Im Dorf sah ich u.A eine Truppe ganz in gelb gekleidet. Wie geil dachte ich, das Fussballteam von Nkuringu.
Von Robert hab ich nämlich erfahren, dass es hier in Nkuringo auch ein Fussballfeld gibt. Da trifft sich Sonntags nach der Kirche das ganze Dorf um zu bolzen.
Gespielt wird** hemmedich** gegen **näckedich**..Schnell wurde mir aber klar, dass es sich nicht das örtliche Fussball Team handelte, sondern um eine Gruppe **KNACKIES** beim Freigang. 🤩










Das ist das **Fussteam von Kisoro, vom Nkirungo gibts leider kein Pic
Teil 1403. Aug. 2014
10.12.2012

Heute endlich unser grosser Tag, auf den wir schon uns seit Monaten freuen..... 🤪

Unser Gorilla Trecking steht auf dem Programm. Zum Glück war der Himmel offen und bislang kein Regen in Sicht.
Um 7:45 gings zum Treffpunkt, grade mal 10 Autominuten vom Camp entfernt. Nach einer kurzen Unterweisung (Briefing zu neudeutsch ) ging's nochmal 30 Autominuten weiter.
Wir waren 6 Personen in unserer Gruppe, hinzu kam noch 1 Guide,2 bewaffnete Gards , und 2 Träger.
Der eine Gard war George, den ich vom gestrigen *Dorf Tag* her kannte.
Leider kam ich bei den vielen Namen immer wieder durcheinander , denn aus George wurde schnell ein James. 🙄
George war ein absolut korrektes Kerlchen, denn er korrigierte mich immer wieder. 😣
Nach einer Weile wurde es mir sichtlich peinlich, denn meine Altersdemenz spielte immer wieder Streiche mit mir. 😊
Also kurzer Hand ** dem Esel eine Brücke gebaut** gebaut und aus George /James oder was weiss der Geier wie der Kerl hieß, 😵 wurde MR. Bush (von George W Bush) Denn das konnte ich mir gut merken. 😗
. Mister Präsident gefiel sein neuer Name auf Anhieb.





Einer von den Trägern war ein 14 jähriges Mädchen, das grade Schulferien hatte .Um Ihr Taschengeld ein wenig aufzustocken ,durfte sie einmal im Monat als Trägerin *Jobben* (10 US$)
Es war Ihr erster Tripp zu den Gorillas, auch sie war sichtlich nervös und aufgeregt.
Anfangs dachte ich noch, die Kleine würde zusammenbrechen unter der Last des vollgepackten Rucksack der Schweizer. Doch ich wurde schnell eines Besseren belehrt. Die Kleine war der Burner. 🤪
Begleitet nur mit Rock, Shirt und Flip Flops steckte sie uns locker in die Tasche. Der Rucksacke auf Ihren Schultern wirkte wie Flügel, so leichtfüßig bewegte sie sich durch das Dickicht des Urwaldes.

Wir waren auf die Nkirungu Gorilla Family gebucht, insgesamt 14 Mitgliedern, davon 3 Silberrücker, ein Männchen und ein Weibchen. Nach ca 1,5 erreichten wir das Zielgebiet.

Der Anmarsch war heftig. Wir mussten steil ins Tal absteigen. Beim Abstieg hats mich 2 mal auf den Hosenboden gesetzt. So steil, so rutschig. Zu allem Überfluss mussten wir noch einen Gebirgsbach überqueren . Auf der anderen Seite wurden wir von den Scouts schon sehnsüchtig erwarte












Mit Machete schlugen sie einen Pfad ins Dickicht , damit wir überhaupt vorwärts kamen.
Dann urplötzlich wie aus dem Nichts , keine 2 Meter entfernt huschte ein SIlberrücken an uns vorbei. Mir stockte der Atem, so gewaltig war die erste Begegnung. King Kong sichtlich genau so erschrocken wie wir, suchte sein Heil in der Flucht.





Nach weiterem Freischlagen der Träger trafen wir endlich auf die Hauptgruppe.
Absolut atemberaubend war Ihr Anblick.
Der Eine saß auf dem Baum und frass in aller Seelenruhe. Ein andere wiederum knickte Armdicke Äste ab, als wären sie Streichhölzer.
Das Weibchen wiederum hatte ein Junges auf dem Rücken und überquerte den Gebirgsbach.
Die Family war sehr aktive. An allen Enden war Bewegung, und wir waren in Bewegung.
Ein Gorilla war ne richtig coole Socke, denn dieser frass keine 3 Meter über uns in einer Astgabel mit einer Seelenruhe, und lies sich das saftige Grün des Baumes schmecken.
Leider verging die Zeit viel zu schnell, und nach einer Stunde stiegen wir wieder aus dem Tal.































Vom trekken sichtlich gezeichnet, machten wir auf halber Strecke ein *Verschnaufferle*
Ein besseren Timing hätten wir nicht erwischen können, denn wie aus dem NICHTS tauchen plötzlich 2 Gorillas hinter uns auf, und verschwanden genauso schnell wieder im Dickicht.
.




Pünktlich zur Nachmittagszeit setzte der Regen wieder ein. Im Camp angekommen, liessen wir 5 gerade sein und legten die Füsse hoch. Beim Füsse hochlegen sind uns noch 2 Chamäleon über den Weg gelaufen. Das Eine voll der Minizwerg , aber der Andere dafür ein großes Prachtexemplar.











Teil 1504. Aug. 2014

11.12.2012


Für den heutigen Tag entschließen wir uns zu einem Dschungeltrekking.
Robert, vom Nkuringu Camp bringt uns noch zum Ausgangspunkt, ehe er Richtung Markt an der Grenze zum Kongo weiterfährt.
Unterwegs kommen wir noch an einem weiteren Flüchlingscamp vorbei . Es besteht allerdings nur aus 3 Zelten .Robert erklärt uns, dass die Grenze keine 3 KM weit entfernt ist, und immer noch vereinzelte Flüchtlinge kommen, besonders Nachts.



Am Ausgangspunkt empfängt uns Nester mit einem **Good Morning**.
Nester war gestern schon unser Chef Guide bei den Gorillas. .




Mister President ist auch wieder mit von der Partie




John buchen wir noch als Träger. Er ist happy, dass er sich noch Taschengeld dazu verdient.




Die heutige Wanderung hat es wahrlich in sich. Die ganze Runde streckt sich über 6h. Um 9:00 starten wir.
Vorbei an kleinen Ansiedlungen (so könnte ich mir eine Drogenküche in Kolumbien vorstellen) geht es steil bergab ins Tal.
Nester erzählt mir noch beiläufig, dass er die Runde im Alleingang unter 2h bewältigt. Was für **verweichlichte Flaschen ** wir doch sind, dachte ich bei mir








Im Tal angekommen wartet bereits das erste Hinderniss.
Der Fluss will uns nicht trockenen Fuss ans andere Ufer rüber lassen. Also geben wir nach, und ziehen unsere Schuhe aus.
. Die Strömung ist echt heftig, und das Wasser reicht uns stellenweise bis ans Knie. Baden gehen möchte ich da auf keinen Fall.






Endlich an der anderen Seite des Ufers angekommen, treffen wir auf eine junge Lady.
Sie erklärt uns, dass sie auf dem Weg in den Kongo sei, um auf dem dortigen Markt ihre Einkauf zu erledigen.
Sie sei schon über 2h unterwegs , und bräuchte nochmals 1,5h um in Kongo zu kommen
Und natürlich den selben Weg wieder zurück. 🤩



Die Wanderung durch den Dschungel ist faszinierend. Unterwegs treffen wir noch auf Gorilla Tracks. Nester meinte, dass es sich hierbei um ein nicht habbitierte Gruppe handelt, und wir höllisch aufpassen sollten, denn die JUNXX verstehen keinen Spass..

Wir überqueren noch einige Male den Fluss, und durchstreifen dichtes Buschwerk.Hier könnte man bedenkenlos den einen oder anderen Horrorfilm drehen. 😈

Nester erklärt uns Flora und Fauna, und zeigt uns die Früchte der Urwaldküche.
Unterwegs kommt uns noch ein Local entgegen. Ich glaube meinen Augen nicht zu trauen, **SAUT DR KERLE DOCH TÄTSÄCHLICH BARFUASS DURCH D DSCHUNGL.** Seine Hornhaut an den Füssen , war doppelt so dick, wie die Sohle unserer Wanderschuhe.
Echt der Hammer .Hier herrschen andere Gesetzte, was den Komfort angeht.. Nach 4h verlassen wir den Bwindi NP.





























Vor uns liegt noch ein Aufstieg mit einer Höhendifferenz von über 500 hm. Ich schnaube wie ein altes Walross. Die Höhe und die Luftfeuchtigkeit machen mir ordentlich zu schaffen.



Unterwegs kommen wir an arbeitenden Kindern vorbei, die Holz verbrennen um daraus Holzkohle machen .






Kurz vor dem Ausstieg stoßen wir auf einen kleine Gruppe Frauen. Die Frauen/Mädchen bearbeiten den Steilhang mit Harke, damit später Süßkartoffeln gepflanzt werden können. Die Mädchen sind barfuß, keinerlei Schutz gegen Schlangen oder sonstigem Krabbelgetier . Ich bin fassungslos.













Nach 6h Fußmarsch schlagen wir erschöpft im Camp auf. Ich freu mich wie Bolle auf eine heiße Dusche. Danach fühle ich mich wie neu geboren.






Anschließend treffe ich mich noch mit Nester in Nkuringu im Pub auf ne Runde Billard.



Anfangs interessieren sich nur wenige Locals für das geschehen am Billardtisch. Aber schnell werden wir zur Attraktion. Germany gegen Uganda. Der Billardtisch ist unter aller Katastrophe, **GROMM ON BUGGELIG**






Schnell geht Germany mit 2:0 in Führung. Die Zuschauer sind erstaunt , mit welcher Leichtigkeit die Kugeln Ihren Weg bergauf ins Loch finden. Mit jeder gespielten Party gibts eine Runde Zielwasser für die Player. Mit einem Leichtsinnsfehler des German verkürzt Uganda auf 1:2. 😣
Die Leute toben. Die Stimmung ist super. Dann kommt das Unerwartete. Uganda gleicht aus zum 2:2, 🤩
Die Leute sind aus dem Häuschen. Ich beschließe, dass ein 2:2 ein faires Ergebnis sei, mit dem wir Beide gut leben können. Uganda aber will aufs Ganze. Hopp oder Topp, lautet die Devise, und besteht auf die Entscheidung. Nach dem 4-ten Bier ist Germany ordentlich angeschlagen, und verliert die Party mit 2:3. Die Meute tobt, und Germany ist besoffen.... 😐
Teil 1605. Aug. 2014
12.12.2012

Nach 4 interessanten und abwechslungsreichen Tagen nehmen wir Abschied von Nkuringu.
Emma freut sich, denn endlich darf sie wieder **äbbes schaffa* .Sie meistert sicher die holprige Bergstrecke zurück nach Kisoro , was bei Regen sichtlich ein Problem wäre.

In Kisoro gehen wir noch schnell zum Orthopäden, und lassen Emmas Schuhe richten, bevor es weiter zum Flüchlingscamp geht






Nachdem wir die Eingangsschranke zu Camp passiert hatten, bittet man uns rechts ranzufahren.


Kaum hatte Emma sich in den Ruhemodus begeben, werden wir auch gleich von einigen **Refugies** umzingelt. Einer spricht mich auf Französisch an.
Da mein Französisch so ausgeprägt ist wie mein polnisch verstehe ich nicht einmal Bahnhof.
Das Einzigste was ich höflich entgegne kann ist**Je ne parle pas français**
Ein Bier und ein wenig Käse könnte ich zur Not noch auf Französisch bestellen, aber das ist hier nicht der richtige Ort dafür .

Aus etischen Gründen bleibt die Kamera still. Dann kommt ein Soldat zu uns rüber und fragt was unser Begehren sei. Darauf hin meint dieser. Dass wir den Sachbedarf und die Medikamente im Hospital , das 5 Autominuten entfernt ist abgeben sollen
Zur Zeit befinden sich noch knapp 600 Kongolesen im Camp.
2 Wochen vor unserer Ankunft wurden über 8000 Flüchtlinge nach Fort Portal umgesiedelt. 82 mal musste der Bus dafür fahren .

.Wir wurden über Walkie Talkie angekündigt, man erwarte uns bereits .






Ausser Medikamente, hatten wir noch Pflaster, Spritzen, Skalpell, Kanülen, Verbandszeug und sonstige Kleinigkeiten dabei. Die Ärzte freuen sich riesig über die Spende. Vor allem über die sterilen Kanülen und Skalpelle.
Es stellt sich schnell heraus, dass es an allen Ecken und Enden fehlt. DR Owen , die Einzige Ärztin im Team zeigt uns noch das Krankenhaus. Ich frage sie höflich, ob es erlaubt ist Bilder zu machen . No Problem , entgegnete sie uns



















Im Wartebereich treffen wir auf Jason . Sein Englisch ist tadellos. Er erzählt uns seine Geschichte.
Jason musste bei einem nächtlichen Rebellenangriff in seinem Dorf Frau und Kinder zurücklassen.
*Gott wird sie beschützen* war seine Antwort auf unsere Frage, ob er denn wisse wie es seiner Familie geht. Sobald wieder Ruhe eingekehrt ist, will Jason sich auf die Suche nach seiner Familie machen...







Für mich ist das Ganze nur schwer , bis unmöglich vorzustellen, was die Flüchtlinge durchmachen mussten, bevor sie hier im Camp gelandet sind.
Noch schwerer vorzustellen ist , dass Menschen einfach in ein Dorf einfallen und wahllos töten.


MIt gemischten Gefühlen verlassen wir das Hospital, um in 20 KM Entfernung im Mgahingo Community Camp unsere Zelte aufzuschlagen.







Die Straße, oder was noch davon übrig ist, ist in einem erbärmlichen Zustand. Zur Abwechslung regnet es wieder, was die Anfahrt zur Community Campsite zu einer wahren Rutschpartie ausarten lässt.

Aber Emma ist in ihrem Elemente . Mit viel Geduld und Geschick bringt sie uns sicher ans Ziel. Im Camp angekommen bemerke ich, dass Emma gegen die gefixte Staubschutzkappe allergisch reagierte und diese abstieß. Da der Schwabe ja an sich ** A CLEVERLE ISCH ** wurde nach kurzer Überlegung , eine Lösung für das Problemchen gefunden. Frei nach dem Motto. sitz, pass, wackelt und hat Luft wurde der Kunststoffdeckel meines Rasierschaums umprogrammiert. *



Wegen des immer noch anhaltenden Regens ist es uns nicht zum Dachzelten zumute.
Für 20 US $ buchen wir ein Banda. Zum Abendessen gehen wir in das angrenzende Restaurant.
Für 17.000 UGS ungefähr 5 € bereitet uns Gideon ein einfaches, aber sehr gutes Mahl zu.
Es gibt Reis mit Gemüse.
Danach freue ich mich auf die wohlverdiente Dusche.
Wegen Wasserknappheit bekommen wir 5 Liter heißes Wasser zum duschen .
Sigi meinte noch . **Mia measad fai schbarsam mit em Wassr omgea**
Als sie fertig geduscht hatte, waren grad noch 0,5 Liter Duschwasser übrig . Ich war sichtlich angepissed, und hätte sie am liebsten einen Kopf kürzer gemacht. 😈
Teil 1706. Aug. 2014
Mittwoch 13.12.2012


Heute wollen wir zu den Golden Monkey. Kostenpunkt 50 US$ inklusive Parkeintritt.
Ein richtiges Schnäppchen im Vergleich zum Gorillatrekking. Der Mgahinga NP liegt im 3 ländereck Uganda, Ruanda und Demokratische Republik Kongo.



Wir sind insgesamt 10 Leute. Ewald und Vreni kennen wir vom Gorilla Trecking. Wir trekkten die selbe Family. Natürlich waren wieder 2 bewaffnete Gards ,sowie eine** Lady- Guide** on Board. Wir trekkten unterhalb des Mgahinga Vulkans.



Der Aufstieg ist Kinderfasching im Vergleich zum Gorillatrekking. Immer stehs bergauf erreichten wir nach 1,5h die Golden Monkeys. Die Monkeys saßen weit oben im dichten Bambuswald. Die Viecher müssen alle psychisch krank sein und an ADHS leiden, denn keines der Tiere konnte still sitzen, alle waren hyperaktive. Ein Graus für jeden Fotografen.















Nach 5h waren wir wieder zurück im Community Camp, und der Rest zog von Dannen in Richtung Lodge.
Ausnahmsweise scheint mal die Sonne ,also beschließen wir, es uns in unseren Hängematten bequem zu machen. Ich hatte grad meine Ruheposition eingenommen, als ich Gesang, oder ähnliches vernahm. Mein Jagdinstinkt war geweckt. Also raus aus der Hängematte und Richtung **LÄRM** gestiefelt.






Keine 200 m entfernt, hatten sich eine Gruppen Frauen auf der grünen Wiese versammelt. Mit Gesang und Tanz wurden wir empfangen. Die Farbenpracht Ihrer Gewänder entzückte mein Auge. Ein richtig bunter Haufen.
Die Frauen waren in ihrem Element und beachtete uns erst gar nicht. In sicherer Entfernung setzte ich mich auf den Hosenboden, um die Performance nicht zu stören. Nach einer gewissen Zeit fing ich an mit meinem Iphone zu filmen.
In einer Tanzpause kam eine der Ladys auf mich zu und fragte ob sie sehen könne was ich aufgenommen habe. Keine Minute später umringten mich gefühlte tausend Köpf, und alle starrten auf das **HEIMKINO**. Sie kicherten und lachten, als sie sich im Video erkannten. Das ging letztendlich soweit, dass einige Frauen mich baten Einzelauftritte zu filmen .Wir hatten eine riesen Spass zusammen.
Die Frauen waren der Knaller und ich der Hahn im Korb. 😗
Das was wir soeben erlebt haben, war das gelebte Leben, und keine Touri Belustigung, wie sie an vielen Orten statt findet.



























Frei nach dem Motto**DUMM IST NUR,WER 2 MAL DEN SELBEN FEHLER MACHT** war ich dieses Mal als erster unter der Dusche, denn heute stand Haarpflege auf dem Programm, oder das was noch übrig ist .
Grad als ich frisch gestriegelt aus der Dusche kam, kam auch schon Gideon um die Ecke gestiefelt
Voller Bewunderung über meinen frisch gestylten Schädel, fragte er zögerlich, ob er so was auch hinbekomme . Bei IHM würden immer nur Stoppeln auf seinem Schädel zurück bleiben.
Gideon war sichtlich erfreut, als ich Ihm Anbot bei mir Modell zu sitzen. Ich bat ihn allerdings, er müsse für heißes Wasser sorgen, da Sigi den Rest platt gemacht hat.
Nach kurze Zeit kam Gideon bewaffnet mit einem Eimer heißem Wasser zurück.
Sodele.................... nun stand mir meine Generalprobe als Barbier bevor. Also Gideon erst mal schön mit heißem Wasser **PREPARIERT** dann**FACHMÄNNISCH** Rasierschaum zwischen den Ohren verteilt, und ab ging die Luzie.
Die Rasierklinge in meiner Hand bewegte sich mit einer Geschmeidigkeit über Gideos Schädel, als hätte ich mein Leben lang nichts anderes gemacht. Ohne Gideon auch nur ein **Haar zu krümmen ** geschweige denn ein Ohr abzurasieren vollendete ich nach 20 Minuten mein erstes Kunstwerk.
Gideon hatte ein breites Grinsen im Gesicht ,und war überglücklich über seinen neuen Look. Seine Freude konnte er natürlich nicht für sich alleine behalten, darum ist er sofort zu seiner Frau ins Dorf gefahren ,um sich Ihr stolz zu präsentieren.













Teil 1907. Aug. 2014
14.12.2012


Am heutigen Tage stand Queen Elisabeth NP auf dem Radar.
Leider mussten wir eine Streckenänderung vornehmen, da die Straße via Ruhia nach Buhemo wegen der starken Regenfälle abgegangen war .

Gideon bitte uns noch, ob wir eine Angestellte bis nach Kabale mitnehmen könnte. Das Mädchen und Emma waren schnell Freunde, denn kurz nach dem Take off, ist die Kleine in den **AUGENPFLEGE MODUS ** übergewechselt


Wir entschieden uns Isasha zu canceln und gleich zum Kazinka Kanal zu fahren. In Kabale machten wir noch einen Tankstopp ,und die Kleine ging von Bord. . Unterwegs dann noch einen Boxenstopp, um uns kurz die Füsse zu vertreten, und dem kleinen Mann noch die grosse Welt zu zeigen. 😗

Grad als ich weiterfahren wollte, bemerkte ich, dass Emma wieder **VERWUNDET ** war. 😠
Aus Ihrem Bauch tropfte nur so der Diesel. Die Tropfen wurden schnell zur Lache und die Lache zur Pfütze. Da bekommt der Begriff **Auslaufmodel**doch gleich ne ganz ganz andere Bedeutung. 😵

Nun hatten wir echt die A**** Karte gezogen. Wir entschieden weiter zu fahren denn hier konnten wir unmöglich eine Notoperation durchführen. Nach unendlich wollenden 40 KM erreichen wir Ntungamo. Am Dorfeingang entdeckten wir eine Tankstelle mit Montagegrube.
Halleluja, was für ein Glück. Ohne zu zögern steuerte Emma zielsicher in die Halle.



Grad als Emma sich zur Ruhe begeben hat, waren auch schon die Ersthelfer da und fragte mich was los sei. Ich schilderte Ihm das Problemchen, und wir entschieden uns am offenen Tank zu operieren.







Leider hatte der Mechaniker kein passendes Werkzeug. Aber in Afrika ist es ja nichts außergewöhnlich. Also bedienten wir uns an Emmas Beauty Case, in dem wir auch das passende Werkzeug fanden.
Wir evakuierten Emmas Blase. Die Diagnose war Niederschmetternd. Der Tank war an mehreren Stellen total**VERKREBST**










Alles Jammern half nix, und im Umkreis von 500 KM gab es kein Spender Organ. Also wir mussten ins Krankenhaus um den Tank schweißen zu lassen.
Der Monteur orderte kurzer Hand einen Krankentransport. Mit dem Boda Boda fuhren wir zu 3 ins dörfliche Krankenhaus, die Schweiß Fachkraft war natürlich auch mit an Bord.



Mir stellte es die Nackenhaare, und versetze mich in Angst und Schrecken was ich zu Gesicht bekam.
Die Sauerstoffflasche konnte ich als solche grad noch erkennen.
Aber die Gasflasche war Marke Eigenbau, und glich eher einem U-Boot Torpedo. Auf der Metallflasche waren 2 Gewindebolzen aufgeschweißt. Eine Gummifetzen dichtet den Flaschenkopf mit dem Pseudodruckminderer ab.



Plötzlich ein **PENG** ich war noch voller Entsetzen, just im selben Augenblick schlug auch schon die Lötflamme aus dem Brenner.
Ich fragte noch, ob wir den Tank nicht ein wenig mit Wasser füllen sollten , damit uns die Kiste nicht um die Ohren fliegt.
Der Chefarzt lachte .No Problem ,it`s only Diesel . Ich traute dem Braten nicht, und ging in sicherem Abstand in Deckung. Als hätte ichs geahnt. Keine Minute später gab es eine ordentliche Verpuffung. Aus dem Einfüllstutzen des Dieseltank kam eine heisse Druckwelle, gefolgt von einer Wolke. Dieselgeruch lag in der Luft.
Das Gelächter der inzwischen auf ca.30Leuten angestiegenen Gruppe war groß. 😄 😄 😄
Ich wusste nicht, ob sie über mich lachten, oder über die Druckwelle die aus dem Tank **FURZTE**
Nach weiteren 15 Minuten war das Schweiss Szenario vorbei, und ich überglücklich, dass Niemanden zu Schaden kam. Die Löcher waren natürlich **FACHMÄNNISCH** geflickt. Was das auch immer bedeuten mag



Dann wieder mit dem selbigen Krankentransport zurück .Emma wartete schon ungeduldig .
Nach weiteren 20 Minuten war der Tank eingebaut. Die Arbeiten an der Hauptschlagader (Dieselleitung) nahm ich selber vor. Sicher ist Sicher. Möchte ja schließlich selber schuld sein, wenn uns Emma um die Ohren fliegt. 😕
Dann Diesel wieder eingefüllt, und den Motor gestartet. Emma schnurrte wie ein kleines Kätzchen, und wir waren happy.
Da wir privatversichert waren , mussten wir die Tank OP selber berappen. Der Krankentransport kostet 3000 UGS.
Der Chefarzt (Schweißer) nahm auch seinen Anteil mit 5000 UGS (ca.1,40 €) .
Für die Diagnose inklusive Tank ein und Ausbau waren auch nochmal 70.000 UGS fällig
Nach der Not OP gehts über Ishaka weiter zum Queen Elisabeth Bush camp, wo wir für heute nächtigen.






Teil 2008. Aug. 2014
15.12.2012


Heute ist ein sehr sehr ruhiger Reisetag, denn nichts geht kaputt, geschweige gilt es eine Mission zu erfüllen...

Zur Abwechslung regnet es heut mal nicht, sondern es **SCHÜTTET WIE AUS KÜBELN** 🤩
Wir verschieben die geplante Bootstour auf den Nachmittag, bis dahin machen wir einen auf Lazy.
Die Bootstour haben wir **PRIVAT** organisiert.
Abfahrt 15 Uhr. Aber wir wäre ja nicht in Afrika, wenn das reibungslos klappen würde.
Mit einer leichten**AFRIKANISCHEN** Verspätung von 45 Minuten schippert der Kahn endlich ein.

Wir shippern den Kazinka Kanal rauf und runter. Die Tierwelt ist sehr lausig vertreten, wobei wir schon hohe Ansprüche haben, seit wir im Chobe und Moremi waren

Ein paar Elis , Wasserbüffel und noch Wasserböcke sind am Start, dafür ist die Vogelwelt stärker vertreten.
Unzählige Fischerboote tummeln , Fischer holen Ihre Netze ein.

Von der Tierwelt hatten wir mehr erwartet, zumal hier im Forum immer so davon geschwärmt wurde.














































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Zum ersten Mal in meinem Leben, sehe ich, wie Bullshit entsteht

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