Es war wunderschön

Reisebericht 122 Antworten · 26,6k Aufrufe · gestartet 11. Dez. 2013 von Gypsy
Themenstarter122 Beiträge · seit 201322. Dez. 2013 · #81
Hallo Biologe

Du scheinst mir ein ziemlicher Nachtmensch zu sein. Ich hoffe es liegt nicht daran das du Schlafprobleme hast.

Ich muss bekennen, ohne deine Hilfe hätte ich nicht gewusst wie der Vogel heisst. Ich kann einen Spatz von einem Papagei unterscheiden aber das wars dann auch schon 😊 😊
Asche auf mein Haupt!

Vom Living Museum waren wir auch total begeistert und ich werde mir sicherlich noch andere ansehen. Dann frage ich auch nach dem "abgespeckten" Programm.
Dir und deiner Familie auch wunderschöne Feiertage und alles Gute für's neue Jahr

Gypsi
Themenstarter122 Beiträge · seit 201322. Dez. 2013 · #82
Hallo Dagmar

Unsere Jungs sind schon 30 und 33 also keine Kinder mehr. Sie wohnen schon lange nicht mehr im Haus kommen aber jeden Sonntag zum Essen und wir versuchen hin und wieder auch zusammen in Ferien zu fahren. Ich war sehr froh das es mit Namibia geklappt hat. Sie waren beide total begeistert.
Unterwegs sagten sie immer wieder "Nächstes mal tun wir dann auch noch das oder das" deshalb glaube ich auch das es definitiv eine Fortsetzung, also Namibia die Zweite, geben wird. 🤪 🤪

Und du hast natürlich recht,m das mit den Kleidern hat sich gelegt 😗
Herzliche Grüsse

Gypsi
Themenstarter122 Beiträge · seit 201322. Dez. 2013 · #83
hallo Susi

Plant ruhig das Living Museum mit ein, ihr werdet begeistert sein


Jetzt geht es weiter mit einem neuen Tag

22/04 Montag

Geröllwüste, Dünenfelder, abweisend, neblig und mystich. Skeleton Coast!
Nicht sehr einladend dafür aber sehr intressant. Ich habe noch nie eine trostlosere Gegend gesehen. So Menschenfeindlich, oder besser gesagt sogar lebensfeindlich denn auch für Tiere dürfte es hier nicht einfach sein zu überleben.


Wikipedia beschreibt das so:

Nebel, heftige Brandung und eine unberechenbare Strömung machen die Küste von jeher gefährlich für die Seefahrt, aber auch für die früher hier in großer Zahl vorbeiziehenden Wale. Etliche Wracks am Strand und zahlreiche Knochen gestrandeter Wale legen davon Zeugnis ab. Schiffbrüchige, die hier anlandeten, hatten in der Wüste keine Überlebenschance – daher der Name.

Das passt. Über dem Meer hängt der Nebel der nur sehr diffuses Licht durchlässt und es ist mindestens 20 (gefühlte) Grad kälter als noch vor einer halben Stunde. Da war auch schon Geröll und Sand das einzige was wir sahen aber wenigstens noch mit blauem Himmel und Sonnenschein.

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Terrace Bay ist der Ort an dem ich meinem grössten Feind drei Wochen Urlaub OHNE Auto bezahlen würde. 😈 😈

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Die Menschen hier sind aber sehr nett. Obwohl die Küche längst geschlossen ist, bekommen wir etwas zu essen. Probleme gibt es aber mit unserer Zimmerresevierung.
Wir haben angeblich keine. 😕
Dabei habe ich doch den Voucher in der Hand. Was denn nun? 😕
Nach längerem hin und her haben sie die Lösung gefunden. Der Name ist falsch geschrieben. Bei ihnen steht Botha, na ja ein Schreibfehler. Kann ja vorkommen. Wir bekommen unsere Bungalows. Sehr einfach und spartanisch aber das wussten wir ja. Also Koffer rein und ertsmal ein wenig ausruhen. Mein Göttergatte hält ein Nickerchen. Da klopft es an die Tür;

„Sorry aber Familie Botha ist eben angekommen und die wollen ihre Zimmer“.
Mist, wir müssen wieder umziehen.

Koffer wieder rein ins Auto und kurze Fahrt zum nächsten Bungalow. Die sind nicht mehr spartanisch, die sind armselig. 🙁 Und schmutzig. 😠 Ungemachte Betten, schmutziges Bad und eine Matraze zu wenig.
Das ist zu viel für meinen Göttergatten. Es war ja auch ein Riesenfehler ihn in seinem Schönheitsschlaf zu stören. 😗 Jetzt stürmt er die Rezeption um sich zu beschweren. Wir bekommen wieder andere Zimmer.

Lange Rede, kurzer Sinn, auch die sind nicht sauber.
Wir sagen dem Manager das wir erst mal einen Spaziergang machen damit sie Zeit haben die Zimmer zu putzen. Ist ja nur für eine Nacht. Und das nächste Hotel ist über dreihundert Kilometer weit weg. Da wird man genügsam. 😗

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Also spazieren wir durch den Nebel und lassen uns vom Wind so richtig durchblasen. Irgendwie hat das Ganze doch einen gewissen Reiz und ist intressant zu sehen. Das aufgewühlte Meer das mit jedem Brecher tausende von Steinen in Bewegung setzt. Es hört sich an wie Donnergrollen. Salziger Geschmack im Munde und Wind der den wenigen Sand wie Windhosen herumwirbelt. Ich fühle mich sehr lebendig. 🙂

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Zurück bei den Zimmern werden wir schon erwartet. Man bietet uns den „Semi Vip“ Bungalow an als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten.
Ob wir das annehmen? Natürlich nehmen wir. 😄 😄

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Jetzt sind wir also „Semi Vip“, das bedeutet wir haben ein ganzes Haus für uns. Grosse Küche mit Kühlschrank und Backofen, grosser Wohnraum mit riesiger Tiefkühltruhe, Fernseher und drei Schlafzimmer.
Die Fensterscheiben sind teilweise zerbrochen, die Vorhänge zerrissen,die Sessel kaputt, die Bar wird nur durch einen Holzscheit vor dem Zusammenbruch bewahrt 😕 ,aber, die Schlafzimmer sind sauber. 🙂
Alles paletti.! 🤪 🤪

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Unsere Jungs holen noch die Koffer aus dem letzten Zimmer. Dabei laufen sie den Zimmermädchen in die Arme. Diese sagen ihnen „The rooms are clean now“ und mit bissigem Unterton und unfreundlichem Blick setzen sie noch hinzu „ALL OF THEM“. Ups 😗 , da haben wir wohl jemand verärgert.

Was tun mit dem angebrochenen Nachmittag? Wir setzen uns auf das was eine Terrasse sein soll und trinken erst mal ein Bier. Junior kommt auf die wunderbare Idee seine Kleider zu waschen. 🙄 Wenn es irgendwo auf dieser Reise einen Ort gibt an dem man bestimmt nichts trocken bekommt, dann hier.
Ich habe jedenfalls noch nicht erlebt das Salzluft und Nebel als Trockner geeignet sind. Was tun?

Frage - Wozu haben wir eine Küche mit Backofen? 😐
Antwort- Damit wir die Kleider im Ofen trocknen können, natürlich. 😮

So sitzt er also vor dem Backofen, sein Bier in der Hand und schaut zu wie seine Hose, Strümpfe und Unterwäsche langsam trocknen. Herrlich. 🤪 🤪

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Das Abendessen ist allerdings sehr gut und die Bude ist rappelvoll. Und urgemütlich. Alles Fischer die wie die Inschriften an der Wand zeigen, immer wieder hierher kommen. Ein Anglerparadies ist es sicher.
Ich bin froh es gesehen zu haben aber aus mir wird kein Wiederholungstäter. 😗

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zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2014
1'162 Beiträge · seit 201223. Dez. 2013 · #84
Hallo Gypsy,

Schlafprobleme habe ich nicht. Aber, wenn Du weniger schöne Fotos machen würdest, dann könnte ich mich früher loseisen und auch früher ins Bett kommen. Aber abgesehen davon genieße ich die Ruhe der Nacht und mache gerne Sachen, zu denen ich tagsüber nicht so richtig komme.

Beste Grüße
B.
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
2'512 Beiträge · seit 200923. Dez. 2013 · #85
Hallo Gipsy,

Du hast einen Satz geschrieben,kurz und prägnant,der trifft es so genau:"Ich fühle mich sehr lebendig." Brilliant.

So geht es mir auch immer.

Liebe Grüße,Matthias
NAM die Fünfte – und immer noch kein Sossusvlei - 2013 , Der (ganz alte) Südwesten - 2014 , Die Märchentour - 2014/15 , Kavango, Kwando, Kalahari - 2016 , Just Birds - 2017 , Unter Eulen und anderen Käuzen - die O-S-T 2017 , NAM die Elfte 2018, Caprivi satt - 2019
1'242 Beiträge · seit 200923. Dez. 2013 · #86
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Sag mal Gypsy, muss die Matratze als Raumtrenner herhalten 😵 😵 😵 ?.

Und auf die Idee, die Kleider im Backofen zu trocken, muss man erst mal kommen hihihi. Ich hätte es wahrscheinlich mit dem Fön probiert ...

Ich wünsche dir und deiner Familie ein wunderschönes Weihnachtsfest 🙂 🙂 🙂 .

LG Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
Themenstarter122 Beiträge · seit 201323. Dez. 2013 · #87
Hey Lil

Ich bin davon ausgegangen das es sich um die Matratze gehandelt hat die im anderen Zimmer fehlte 😛

Fön hatte ich gar keinen dabei und in unserer VIP Villa gab es sowas auch nicht 😕
Ausserdem haben wir so etwas worüber wir noch immer lachen können und den Junior damit aufziehn.

Nach einem sehr anstrengenden Tag mit sehr anstrengenden Kunden die alle noch Last Minute wegwollten habe ich mir jetzt ein Glas Champagner gegönnt (nervige Kunden sind immer eine gute Ausrede um Champagner zu trinken 😗 ) und versuche noch einen Tag einzustellen.

23/04 Dienstag

On the road again, Richtung Khowarib. Die Landschaft ändert sich alle zehn Kilometer. Die Farbe der Berge wechselt von Gelbbraunen Dünen über dunkle Hügel zu rostroten Bergen und Granitfelsen. Hier ist jede Art von Halbwüste vertreten.
Nur Zivilisation gibt es gar nicht. Nirgendwo eine Möglichkeit unsere spärlichen Reserven aufzufüllen. 🙁 Der Laden in Terrace Bay war leergekauft und so besteht unser Proviant nur noch aus Schokolade und Keksen 🙁 . Ob das meinen Raubtieren genügt?

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Wir hoffen auf die Lodge. Die liegt herrlich am Anfang der Schlucht. Luxuriöse Canvaszelte stehen auf Stelzen über dem Fluss der sogar noch Wasser führt. Das Badezimmer ist unter freiem Himmel von Palllisaden umgeben. Ich liebe es wenn das Bad draussen ist. (Ausser wenn es regnet, mit Schirm auf der Toilette, sieht sicher witzig aus, finde ich aber nicht so toll.) 😗 😗

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Aber leider bekommen wir nichts zu essen. Wir werden auf den Abend vertröstet. Als wir nachhaken sagt man uns um 16.00 Uhr gibt es „Coffie and cake“. Wenigstens etwas.

Gibt es aber auch nicht, nur Kaffee und Tee, besser gesagt Teebeutel denn warmes Wasser haben sie auch nicht. 😠 Wir reklamieren und warten, und warten...
(und wenn sie nicht gestorben sind dann warten sie noch heute) 😠 und nehmen schlussendlich die Teebeutel mit in unser Zelt da haben wir wenigstens einen Wasserkocher. Und unsere Terrasse ist herrlich. Allerdings stimmt hier das Preis-Leistungsverhältnis nicht wirklich. Am Pool relaxen wir noch und dann machen wir noch einen kleinen Spaziergang hinein in die Schlucht. Wir spazieren am Wasser und auch ein wenig im Wasser denn das ist hier ja eine Seltenheit.

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Wir sind die einzigen Gäste der Lodge. Verstehe ich absolut nicht. Sowohl bei Der Tour wie auch bei der Tui war die Lodge ausverkauft und nur noch über Internet buchbar. Schon komisch. 🤨

Fantastisch ist allerdings die Dusche unterm Sternenhimmel. Ich könnte noch viel länger hier stehenbleiben und die Aussicht geniessen aber in der Zwischenzeit höre ich das Magengrummeln meines Göttergatten schon bis ins Bad.
Das Essen ist dann auch glücklicherweise sehr gut und reichlich denn das brauchen meine halbverhungerten Männer jetzt wirklich.

Neben dem Restaurant haben die Mitarbeiter der Lodge ein Lagerfeuer angezündet und Kissen bereitgelegt. Dort sitzen wir noch bei Sternenschein und trinken einen Absacker während die Mitarbeiter nur für uns singen und tanzen. 😁 😁
Etwas von dieser Energie am Mittag und sie hätten uns etwas essbares machen können. 😵
Ist halt Afrika.

Die Nacht hat hier ihre ganz eigene Geräuschkulisse. Die Affen machen schon viel Krach, dann ist auch noch Brüllen zu hören. Ob das ein Löwe ist? Möglich wäre es.
Und dann läuft mir etwas übers Gesicht. 🤢 🤢 🤢 Ich sitze kerzengrade im Bett und suche den Lichtschalter. 😣 😣
Auch der Beste Ehemann von allen ist wachgeworden. Ihm ist das Tier über die Brust gelaufen.
Wir entscheiden das es ein Gecko gewesen sein muss. Es war nicht sehr gross, es war sicher nicht giftig und es war sehr schnell.
Also gaaar nicht schlimm 😵 😵 . Ich will allerdings nicht wissen was mein Blutdruck im Moment so macht. 😗
Bestimmt hat sich das Tier irgendwie unter das Moskitonetz verlaufen, konnte sich mit seinen Saugnäpfen nicht am Netz festhalten und ist runtergefallen.
Hat sich sicher mehr erschrocken als ich. Wenn das überhaupt möglich ist. 😊 😊
Obwohl, so ganz ohne war es nicht. Ich habe jedenfalls Schwierigkeiten um wieder einzuschlafen.
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2014
Themenstarter122 Beiträge · seit 201323. Dez. 2013 · #88
24/04 Mittwoch

Bin wieder sehr früh wach und setze mich raus auf unsere tolle Terrasse.
Ich liebe diesen Moment kurz bevor bevor die Sonne aufgeht, diesen Moment in dem es keine Zeit gibt sondern alles, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinanderfliesst . Und ich geniesse es diese Momente für mich alleine zu haben. Kurzer Blick zur Nachbarterrasse.
Da ist noch jemand derselben Meinung. Junior geniesst seine kleine Auszeit auch jeden Morgen. Von wem er das wohl hat? 😘

Dann die ultimative Frage, fahren wir durch die Khowaribschlucht, ja oder nein ?
Was habe ich nicht alles darüber gelesen. Das ging von „ kein Problem mit einem 4x4“ 😕 über "Man muss ein sehr versierter Vierradfahrer sein" 😕 bis zu " nur im Konvoi“ und „auf gar keinen Fall" Was tun? 😕 😕

Wir beraten und die Mehrheit ist dafür das Risiko nicht einzugehen. Das bedeutet im Klartext, ich bin die Einzige die es riskieren will und werde von den Männern überstimmt. 🙄 Ok, gestern hat jemand anscheinend fünf Stunden festgesteckt bevor Hilfe kam. Nicht unbedingt eine Empfehlung es zu versuchen. Obwohl, was habe ich hier im Forum gelesen:
Erfahrungen vererben sich nicht - jeder muss sie allein machen.
Aber meine Mannen wollen auf die Erfahrung verzichten. 😣 Memmen!

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Also fahren wir über den Grootbergpass und der ist Landschaftlich wirklich sehr schön. Am frühen Nachmittag sind wir an Galton Gate dem Eintritt in den Etosha. Wir zeigen unseren Voucher für das Dolomiticamp uns dürfen reinfahren. In einer kleinen unauffälligen Holzbude die als Büro dient halten wir um unser Permit für den Park zu kaufen. Auf dem Weg zum Camp begegnen uns Zebras, Orixe, Kudus, Strausse und eine Elefantenherde. Sehr viele Tiere in sehr kurzer Zeit. Fantastisch.

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Das Camp ist sehr schön, die Bungalows sind in den Berghang hineingebaut mit einer Supersicht auf die Steppe Die Zimmer sind ansprechend mit sehr guten Betten und einer grossen Terrasse mit Aussicht. Die Wege sind schon etwas steil aber Bewegung soll ja bekanntlich gut für den Kreislauf sein.

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Der Pool und die Bar sind auch nicht schlecht, also geniessen wir hier den Sundowner. 😁
Das Abendessen ist sehr gut aber der Service noch sehr verbesserungsfähig.

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Theoretisch dürfen wir nach dem Abendessen nicht mehr zu Fuss zu unserem Bungalow sondern müssen mit dem Ranger in seinem offenen Elektrowagen hochfahren da das Camp nicht eingezäunt ist.
Theoretisch könnten also Löwen rumlaufen. 😛
Praktisch kann ich mir aber nicht vorstellen das ein Elektrowagen die Löwen wirklich einschüchtern würde. 😛 😛
Also gehen wir doch zu Fuss hoch und siehe da, uns geschieht nichts. 😗 😗
Die Löwen wollen uns nicht. Aber bei der Entscheidung eine junge Gazelle oder wir, ich kanns den Löwen nicht verübeln. 😗

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Allerdings ist der Junior nicht so sehr der Safaritip; “Schon wieder Zebras..., noch mehr Fotos von Giraffen..., also Elefanten habt ihr ja jetzt schon genug fotografiert „ so geht es die ganze Zeit. 😠 Er stellt meine Geduld auf eine harte Probe. Wir beschliessen am nächsten Tag früh wegzufahren damit wir schon gegen Mittag in Okakuejo ankommen können, er kann dann im Camp bleiben und wir fahren alleine auf Tierschau.
Mal sehen ob es klappt.
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2014
2'346 Beiträge · seit 200623. Dez. 2013 · #89
@ Gypsy

Du erwähnst den verbesserungsbedürftigen Service im Dolomite Camp. Das erinnert mich an eine witzige Erfahrung, die wir im April mit dem Service gemacht haben.

Vor dem Abendessen in einem der beiden Restaurant-Zelte fragte uns der junge Kellner nach unseren Getränkewünschen. Ich hatte mir vorher die Getränkeliste angesehen und da sprangen mir die Sherrys ins Auge. Aufgeführt waren

Sherry dry
Sherry medium und
Sherry full.

Da ich als Aperitif gerne einen süßen Sherry trinke, bestellte ich einen Sherry full, was sonst. Den bekam ich dann nach einer guten Viertelstunde auch, allerdings hatte der Kellner äußerste Mühe, das Glas, das er wohl vom Bar-Zelt geholt hatte, vor mir auf den Tisch zu platzieren, ohne dass es überschwappte. Merke: Im Dolomite Camp ist der Kunde noch König. Wenn er "full" haben möchte, bekommt er auch "full". Und süß war der Sherry übrigens auch 😄

Zum Wohl
Armin
Themenstarter122 Beiträge · seit 201326. Dez. 2013 · #90
@ Armin

Da hattest du ja richtiges Glück mit deinem Sherry full und das in jeder Hinsicht.
Aber nicht alle Camps sind gleich. In Okakuejo haben sie es mit uns nicht so gut gemeint was die Getränke anbelangt. Aber wir lachen noch heute darüber. Kommt gleich



25/04 Donnerstag

Wir haben unheimliches Glück. An jedem Wasserloch sehen wir viele Tiere was sicher mit der Trockenheit zu tun hat. Springböcke, Zebras, Gnus, Warzenschweine,Orixe, Giraffen und Schakale. Einfach toll. Kurz darauf eine Elefantenherde, es müssen mindestens dreissig Tiere sein. Sogar der Junior ist hin und weg. Als wir ihm zuliebe ein Wasserloch auslassen wollen meint er
„ Nein, nein, wer weiss was wir da alles sehen“.
Grinsend setzt er hinzu
„Bestimmt könnt ihr da ein Zebra fotografieren, von denen haben wir ja höchstens dreihundert Bilder.“ Ich liebe ihn! 😗

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Okakuejo ist als Camp eine positive Überraschung. Es ist natürlich sehr touristisch und sogar auf Massentouristen eingestellt , aber unsere Bungalows sind grosszügig, sauber mit Terrasse und sehr nahe am Wasserloch. Was will man mehr.

Und es führt ja fast kein Weg daran vorbei. Wenn man den Etosha nicht wie im Schnellzug durchfahren will kommt man an einer Übernachtung nicht herum. Und das Wasserloch soll ja sensationell sein. Aber erst mal ab an den Pool, ein wenig erfrischen und entspannen. Dann bleibt unser Junior im Camp und wir unternehmen noch eine Pirschfahrt.

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Anfänglich sehen wir nicht viel, nur die üblichen Verdächtigen. Springböcke, Zebras und Orixe. Auf dem Rückweg ins Camp, denn um sechs werden die Tore geschlossen, sehen wir dann wieder Elis, viele Elis. Wir fahren nahe ans Wasserloch um ihnen zuzuschauen. Dann kommen von der anderen Seite noch mehr hinzu. Die habe ich erst gar nicht gesehen so sehr war ich in den Anblick eines noch recht kleinen Elefanten vertieft. Jo klopft mir auf die Schulter und meint „Schau mal zum anderen Fenster raus.“ Fast erschrocken bemerke ich wie nahe an dieser Seite die Riesenviecher unserem Wagen gekommen sind.

Ich gebe es zu; seit im Pilanes ein Elefantenbulle unseren Wagen umwerfen wollte habe ich schon Respekt vor den Tieren! 😵 😵

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Aber dann wird es höchste Zeit, so schnell wie möglich machen wir uns auf den Rückweg, die untergehende Sonne blendet uns und der Staub der vor uns fahrenden Autos macht es nicht besser.
Wir erreichen Punkt sechs Uhr das Tor. Uff, geschafft. Obwohl, ich glaube nicht das sie uns fünf nach sechs nicht mehr reingelassen hätten. Wäre nur etwas teurer geworden.

Das Abendessen ist kein kulinarischer Höhepunkt aber durchaus geniessbar.

Absacker an der Bar? Natürlich. Wir bestellen einen Amarula mit Eis und zwei Whisky ohne Eis. Eigentlich eine sehr einfache Bestellung. 🙂 Denkste. 🙁
Unsere Bedienung ist eine als Mensch getarnte Schnecke, oder doch eine Schildkröte? Jedenfalls seeeehr langsam.
Aber wir haben ja Urlaub. So steht nach einger Zeit erstmal ein Glas Amarula auf dem Tresen, allerdings ohne Eis. 🙄
Und dann, zwei klitzekleine Whiskys aber mit viel Eis. Das geht nicht, Jo geht sofort hin und sagt dem guten Mann noch einmal mit viel Geduld und Zeichensprache.
„Whisky without ice please. No ice!“ Er klingt schon fast verzweifelt 😁

„Heeeh, hmm, ok“ Dann schlurft er hinter den Tresen um irgendwann mit einem grossen Löffel bewaffnet wieder rauszukommen. Uns schwant übles. 😕
Und wirklich, mit dem Löffel nimmt er das Eis wieder aus dem Glas und den wenig Whisky der drin war gleich mit. Was übrig bleibt ist ein halber zentimeter verwässerter Whisky und den will er uns dann servieren.
Wir sind entsetzt, Jo versteht die Welt nicht mehr und ganz entgeistert sagt er dem „Barkeeper“ das wir das nicht trinken. 😠

„Heeeh, hmm, ok“ und wieder schlurft er zur Bar. Diesmal nimmt er die Whiskyflasche raus.
Na ja, wenn er jetzt einen ordentlichen Schuss Whisky dazuschüttet ist alles in Ordnung.

Denkste; er schüttet doch tatsächlich die Wasser-Whiskyflüssigkeit zurück in die Whiskyflasche die er dann seelenruhig zurück ins Regal räumt. Das ist zuviel, wir machen das wir rauskommen bevor wir uns vor lauter Lachen nicht mehr halten können. 😄 😄 TIA (This is Africa).

Dann kaufen wir am Kiosk eine Flasche Bier, da kann man nichts falsch machen, und wandern zum Wasserloch. Hier haben wir mehr Glück. Zwei Nashörner die im Schein der Lampen genüsslich ihren Durst stillen. Als noch zwei dazukommen entbrennt ein kurzer Kampf zwischen ihnen. Ihre schweren Leiber prallen gegeneinander. Staub wirbelt auf und nach einiger Zeit gibt eins der Tiere auf und entfernt sich von der Gruppe während die anderen weitertrinken . Imposant und intressant.

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zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2014
Themenstarter122 Beiträge · seit 201326. Dez. 2013 · #91
16/04 Freitag


Unser erster Stop heute ist der Etosha Lookout, eine riesige Senke, die eine Salzkruste bedeckt. Der Name bedeutet so viel wie „grosser weisser Platz“
Wenn man bedenkt das dieser weisse Platz grösser als unser Land ist; schon beeindruckend. Die Oberfläche besteht aus grünlichem Lehm mit verstreuten kleinen Sandsteinbrocken.

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Das Glück bleibt uns hold, wir sehen wieder viele Tiere. So viele Elefanten wie hier habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gesehen.

Diesmal ist ein ganz Junges dabei, höchstens ein paar Wochen alt denn es kann sein Gleichgewicht noch nicht halten. Immer wieder fällt es um. Dann kommt von irgendwoher aus der Gruppe ein Rüssel der den Winzling wieder aufrichtet .
Nass und schlammbedeckt versucht das Kleine tapfer weiterzumarschieren bis es wieder hinfällt und das Procedere von Vorne beginnt. Einfach nur süss. 😘 😘 Wir können uns fast nicht loseisen.

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Aber dann, endlich, eine Löwin! Ganz ruhig liegt sie gut getarnt im Busch. Wir hätten sie glatt übersehen wenn nicht ein Ranger uns aufmerksam gemacht hätte. Wer weiss wie oft uns das schon geschehen ist. Die Abwesenheit von Zebras, Springböcken und anderen Antilopen bedeutet ja sehr oft das Raubkatzen in der Nähe sind. Wir haben uns nie die Mühe gemacht stehen zu bleiben und nach Ihnen Ausschau zu halten. Dabei ist unsere Löwin hier ja das beste Beispiel dafür wie gut man hinschauen muss um sie zu sehen.

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Sie hat ein Warzenschwein gerissen und liegt jetzt gesättigt unter einem Baum. Ihr lohfarbenes Fell verschmiltzt fast mit der Farbe des Grases. Perfekte Tarnung. Aber irgendwie wissen die Gazellen und Springböcke das sie im Moment keine Gefahr für sie bedeutet und grasen friedlich weiter.
Dann fahren wir noch den Dik Dik Drive und tatsächlich entdeckt Jo eins dieser so scheuen kleinen Tiere zwischen den Sträuchern. Sie sind nur sehr schwer zu sehen da sie nur 50cm gross sind und auch nur drei Kilo wiegen. Man kann sie fast in die Tasche stecken. Unheimlich niedlich. 😛 😛

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Mittagspause in Namutoni.
Im schattigen Hof unter einem grossen Baum essen wir eine Kleinigkeit.
Ausser einem Restaurant und gleich 3 Souvenirshops gibt es hier nicht viel. Bestaunen kann man noch die vielen Zwerg Mangusten die hier rumlaufen und gar nicht ängstlich sind.
Das wie ein Fort gebaute Reservat ist viel kleiner als Okakuejo und sieht schon ein wenig heruntergekommen aus. Während des ersten Weltkrieges diente es als Gefangenenlager für britische Soldaten. Erst mit Gründung des Nationalparks wurde es 1957 restauriert und als Rastlager für Besucher eröffnet..

Da ist unsere nächste Übernachtungsadresse schon etwas Besonderes. Die Mushara Lodge ist umwerfend. Wir haben ein Familienbungalow mit zwei Schlafzimmern, zwei Bäder, einem Wirlpool und einem Wohnzimmer von solch riesigen Dimensionen das wir nur staunen können. Schon richtig dekadent. 🤪 🤪

Beim Junior heisst das lakonisch „Nette Hütte“!
Das wiederum nenne ich „Tiefstapler“

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Beim einchecken werden wir bereits gefragt wie wir unser Steak zum Abendessen mögen. Und das klappt ausgezeichnet. Sie müssen nicht nachfragen wer denn was bekommt, sie wissen es noch. Und es schmeckt ausgezeichnet.
Nach einem Drink an der Bar gehen wir früh in unsere Luxushütte damit wir noch ein wenig von dem tollen Wohnzimmer profitieren können. Wir spielen Karten, trinken ein Savanna und dann gehts ins Bett. Frühstück gibt es hier, zum Leidwesen der Jungs und zu meiner Freude, nur bis acht Uhr .
zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2014
1'362 Beiträge · seit 201126. Dez. 2013 · #92
Der Elefantenzwerg ist ja niedlich.... 😁 😁
Mushara sieht wirklich sehr nett aus, mit den Naturtönen, genau mein Geschmack...
LG, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
4'528 Beiträge · seit 200726. Dez. 2013 · #93
Hallo Gypsy,

da haben wir in der Khowarib Lodge ähnliche Erfahrungen gemacht. Preis-Leistung fanden wir dort ebenfalls nicht in Ordnung.

Mit etwas Wehmut habe ich den Okaukuejo-Teil gelesen, der uns diesmal nicht vergönnt war.
Gerne hätten wir wieder einmal dort am Wasserloch gesessen. Und mit Freude sehe ich das Grün auf Deinen schönen Fotos. Wir waren erst einmal im April in Süd-Namibia und zweimal in Südafrikas Nordosten. Für uns ist das mit die angenehmste Reisezeit.

Viele Grüße
Casimodo
Profilseite mit 28 Reiseberichten südliches Afrika sowie Kenia, Bangkok Kambodscha, Marokko und Lofoten Vesteralen
5'479 Beiträge · seit 200927. Dez. 2013 · #94
Der kleine Elefant ist ja echt niedlich. Immer wieder herrlich, wie unbeholfen die Kleinen noch sind.

In Namutoni waren es Zebramangusten.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
3'883 Beiträge · seit 201127. Dez. 2013 · #95
Dein Bericht über den Etosha NP weckt in mir Erinnerungen. Genau so war's! Danke!

LG freshy
Reiseberichte und Videos Video:Bootsafari auf dem Kwando 2018 Forum(2016): Südafrika & KTP Forum(2013): Zwei Gruftys in Botswana Forum(2013): Fünf Tage in Johannesburg Web:Namibia & Botswana 2017 Video:Sani Pass 2015 Web:Südafrika & Lesotho 2015 Web:Auf Pad im südl. Afrika 2014 Video:Elefanten im Senyati Safari Camp 2013 Web:Namibia 2011
Themenstarter122 Beiträge · seit 201328. Dez. 2013 · #96
Hallo Casimodo

Wir fanden die Reisezeit auch sehr angenehm besonders da es Abends nicht so kalt wird.
Es war wirklich schade das ihr Okakuejo nicht machen konntet; aber Hut ab vor deiner Kerstin.
Gleich nach einem Krankenhausaufenthalt wieder so viele Kilometer zu fahren und den Urlaub nicht abzubrechen. Das hätten nicht viele getan.
Hast anscheinend ne tolle Frau erwischt 🙂

Liebe Grüsse
Gypsy
Themenstarter122 Beiträge · seit 201328. Dez. 2013 · #97
@topobär

2 x Danke, einmal fürs lesen und dann noch für die Hilfe bei der Zebramanguste. Woran erkennt man die eigentlich? Ich habe es leider nicht so mit Tierbestimmungen.

Grüsse
Gypsy
Themenstarter122 Beiträge · seit 201328. Dez. 2013 · #98
27/04 Samstag

Wir besichtigen das Minenmuseum in Tsumeb. Hier war der Wilde Westen Afrikas .Die reichen Mineralienfunde, Kupfer, Blei, Zink, Silber und in geringen Mengen Gold, brachten Glücksritter und Abenteurer in den Ort, so dass Tsumeb eine sehr unruhige und wilde Zeit erlebte .

Wir betrachten die Atefakte der San der Herero und der Owahimba. Bilder an den Wänden bestätigen was man schon lange weiss. Die Schwarze Bevölkerung ist eine Unterrasse, nur gut als Arbeitstiere zu gebrauchen und um Befehle entgegen zu nehmen. Die weisse Herrenrasse, aber, ist ein Musterbeispiel an Fleiss und Tapferkeit.
Leider scheint die „Dame“ am Museumsempfang das noch immer zu glauben, jedenfalls lässt ihr Umgang mit den Einheimischen diesen Gedankengang zu. 😠 😠

Weiterfahrt zum Hoba Meteoriten. Er ist mit seinen 50 Tonnen Gewicht der schwerste Meteorit der jemals auf der Welt gefunden wurde. Besteht zu 80% aus Eisen und soll vor 80.000 Jahren vom Himmel gefallen sein.
Wir umwandern den Stein und klettern sogar darauf herum. Während wir schauen erfinden unsere Söhne das Szenario seines Absturzes.

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Der Himmel verdunkelt sich, die Vögel hören auf zu singen, die Erde scheint den Atem anzuhalten. Dann bricht das Inferno aus.
Tonnenschwere Brocken fallen auf die Erde. Sie verwüsten das Land. Feuer bricht aus durch die unheimliche Hitze. Die Flammen lodern hoch und setzen alles in Brand. Funkenregen geht über der spärlichen Vegetation nieder. Die Tiere versuchen in Panik zu fliehen, trampeln sich gegenseitig nieder, schreckliche Schreie übertönen die Feuerbrunst; aber es gibt keinen Ausweg, sie werden von den Flammen eingeschlossen und verbrennen.
Alles leben im Umkreis von einigen Kilometern wird zerstört.

Spielberg lässt grüssen! 😗
Bevor noch Ausserirdische eingreifen fahren wir lieber weiter. 😵

In Grotfontain wollen wir etwas essen gehen. Es ist aber nicht einfach ein Restaurant zu finden. Aber dann haben wir Glück, wir entdecken so was ähnliches wie ein Restaurant. Allerdings sieht uns der Betreiber sehr verwundert an und meint die Küche wäre schon geschlossen.
Wir wollen wieder gehen entdecken aber beim Ausgang noch einen Saal und dort sagt uns eine nette Dame das wir noch Essen bekommen. Geht also doch. Der Kerl wollte uns nur loswerden 😠
.
Wir sind die einzigen Gäste und es dauert schrecklich lange. Ich glaube die sind noch sämtliche Zutaten einkaufen! 😗
Aber wir haben ja Urlaub. Während wir warten läuft ein geschniegelter Geck, schwarze Hose, schwarzes bis zur Brust offenes Hemd, Goldkette und viel Gel im Haar immer wieder rein und raus. Seine Armbanduhr ist fast zu schwer und zu gross für sein Handgelenk. Ein richtiger Angebertyp. Sehr unsympatisch. 🤢 🤢 Er schreit die Arbeiter an und sieht immer wieder zu uns herüber..

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Unser Jüngster will sich die Füsse vertreten und geht nach draussen. Als er wieder reinkommt meint er
„Ich verstehe jetzt alles, wir sind in einem Bordell !“ 😊

Während er draussen geraucht hat sind einige junge Mädels vorbeigekommen haben auf ihn gezeigt, gelacht und etwas zu ihm gesagt.
Verstanden hat er es nicht aber ein Wort war deutlich zu verstehen , „Aids“ und auch ihre Mimik war nicht wirklich misszuverstehn. Deshalb wollte der Kerl uns unbedingt loswerden, und der Geck ist sicher ein Zuhälter. Nun passt alles zusammen. Kein Wunder das die uns immer komisch angesehen haben. 😕
Familienbesuch im Freudenhaus ist sogar in Namibia nicht alltäglich. 😗


Aber weiter geht's Richtung Caprivi.

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Stop in Roy's Restcamp. Das Restaurant und die Chalets sind eher rustikal aber sehr urig eingerichtet. Die Inhaber sehr nett und hilfsbereit.
Sehr eigenwillige Deko, eine durchtrennte Milchkanne dient als Lampenschirm und zwei grosse gekreuzte Sägen ersetzen ein Gemälde. Aus rostigen Eisenstücken und gebleichten Knochen sind die Windspiele gebaut die überall an den Bäumen hängen. Das Wasser läuft aus einer Badewanne in den Pool.
Sehr originell. Einziger Minuspunkt sind die Einzelbetten die viel zu weit auseinander stehen. 😮

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Das Essen ist nicht nur super lecker, sondern auch sehr reichlich und vielseitig. Danach sitzen wir noch um das Feuer das in der Lapa brennt, trinken und unterhalten uns. Ein sehr gelungener Abend.

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zuletzt bearbeitet 13. Jan. 2014
1'162 Beiträge · seit 201228. Dez. 2013 · #99
Hallo Gypsy,

der Käfer auf dem "Fuffi" ist ein Heliocopris, ein Vertreter der Blatthornkäfer (Scarabaeidae) - ein weitläufiger Verwandter des Scarabaeus und des europ. Maikäfers.

Sehr schöne Bilder!! Mal abwarten, was sonst noch so alles folgt.

Beste Grüße
B.
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
1'242 Beiträge · seit 200929. Dez. 2013 · #100
Hallo Gypsy,

wunderschöne "grüne" Bilder vom Etosha Park. Die Fotos vom kleinen Elefanten gefallen mir am besten 🤪 🤪 🤪 .

In der "netten Hütte" haben wir auch mal übernachtet und du weckst mit deinem Bericht wunderschöne Erinnerungen in mir "seufz".

LG Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html