Reisebericht

Es war wunderschön

von Gypsy · begonnen 11. Dez. 2013 · 31 Teile

Teil 111. Dez. 2013
Hallo liebe Fomis

Nach langem Überlegen und viel Zuspruch seitens einem anderen Forumsmitglied will ich euch nun auch mit unserem Reisebericht beglücken oder aber belästigen. 😗
Das entscheidet ihr.

Etwas Angst habe ich schon, es gibt im Moment so viele tolle Reiseberichte das ich mir die Frage stelle „Braucht die Welt, sprich das Forum, wirklich noch einen (meinen) Reisebericht ?
Allerdings versuche ich ja auch jeden Bericht zu lesen und das nährt wieder meine Hoffnung.
Aber es ist ja niemand gezwungen zu lesen.
Ich habe sowas noch nie gemacht, bin also ein kompletter Neuling und hoffe auf euer Verständnis! 😊

Aber es gibt in meinen Augen keine bessere Möglichkeit die ganze Reise noch einmal zu erleben, also purer Egoismus.
Ich hoffe trotzdem das ich einige Mitfahrer haben werde.

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Hier ist viel Platz
Teil 211. Dez. 2013
06/04

Es hat geklappt. Wir sitzen tatsächlich im Flugzeug nach Windhoek.
Wir, das sind erst mal ein Holländer mit seiner Luxemburgerin die zuerst 10 Tage alleine unterwegs sind. Später kommen dann noch zwei halb und halb hinzu, unsere Söhne. Da wir Warmduscher sind gibt es keine Campingabenteuer, nur Lodges und Hotels.
Ausser als Kind (das ist lange her) einmal Campingurlaub in Italien habe ich das noch nie gemacht und traue mich nicht wirklich. Ausserdem behauptet mein Göttergatte das er mit seiner Grösse von 1m94 in diesen „Minidingern“
(damit meint er ein Dachzelt) 😉 gar nicht bequem liegen könnte. Aber wer weiss, was nicht ist kann ja noch werden. Vieleicht beim nächsten Urlaub.

Nach dem vielen hin und her von Air Namibia, die Flüge streichen oder einfach umändern, habe ich fast nicht mehr an unsere Reise geglaubt.
Aber so eine Finanzspritze von der Regierung um die fälligen Spritrechnungen zu begleichen wirkt Wunder und die Insolvenz ist damit erstmal vom Tisch. Genauso wie der Zwischenstop in Luanda! 😛

Sicher gibt es bessere Airlines, mit moderneren Flugzeugen, mehr Sitzabstand und eigenem Bordprogramm in jedem Sitz, aber so ein Direktflug ab Frankfurt hat schon was für sich.

Die Anreise ab Luxemburg verlief ganz entspannt und da unser Parking schon im Vorraus über fraport.de gebucht war ging alles problemlos.
Wir ergattern einen Platz am Notausgang und können nicht klagen. Das Essen, na ja, man fliegt ja nicht um gut zu essen sondern um irgendwohin zu kommen. Wir wollen nicht irgendwohin, wir wollen nach Namibia und dahin sind wir jetzt unterwegs.

Keine Angst, es kommen schon noch Fotos.
Teil 311. Dez. 2013
Zuerst Danke Danke für eure ermunternde Worte.
Habt Ihr es plumpsen gehört?
Das war der Stein der mir vom Herzen gefallen ist. 😊 😊

Und dann sind wir unterwegs. Wir wollen gleich, mit einigen Pausen natürlich, bis Swakopmund durchfahren.
Das ist relativ viel für den ersten Tag und ich weiss natürlich das eine Übernachtung in Windhoek besser wäre. Aber Air Namibia war dagegen. Unsere Flüge vom Freitag wurden kurzerhand auf den Samstag verlegt und so standen wir vor der Entscheidung entweder in Windhoek zu übernachten und dann nur eine Nacht in Swakop zu haben oder aber gleich bis Swakop durchfahren. Da haben wir uns für die zweite Variante entschieden.
Allerdings nicht wie eigentlich vorgesehen über die C28 die ja eine Gravelroad ist, und auf die ich mich schon sehr gefreut hatte. Da habe ich dann doch, schweren Herzens in den „Vernunftmodus“ geschaltet und wir haben uns für die asphaltierte B2 entschieden.

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Unsere Route erstmal zu zwei

Swakobmund
Büllsport
Sossus Dune
Klein Aus
Fishriver
Kalahari Anib Lodge
Kalahari Sands Windhoek

Eigentlich war ein Stop in Karibib geplant aber heute ist Sonntag und da sind anscheinend nicht nur die Läden sondern die ganze Stadt geschlossen. 😣
Also geht es weiter bis Usakas. Dort laufen wir erst mal durch den kleinen Ort und bestaunen die 1912 in Kassel gebaute Lokomotive die vor dem Bahnhof steht. Aber auch hier ist Sonntag und so sind die Gehwege hochgeklappt und die Läden zu. Ein wenig Hunger hätten wir ja schon und im Forum habe ich von einem netten Restaurant in Usakas gelesen wo man gut essen kann. Wir finden das Restaurant auch aber es wird gerade renoviert und ist also auch geschlossen.

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Kurz nach Usakas werden wir aber fündig. Eine Guestfarm mit grosser Terasse und einigen Gästen lockt uns magisch an. Wir essen gut und günstig und sind bald wieder unterwegs nach Swakop. In der Zwischenzeit ist es schon richtig heiss geworden und wir entledigen uns einem Teil unserer Kleidung.
Je näher wir aber Swakopmund kommen um so kühler wird es wieder. Sieht schon komisch aus, man fährt durch den hellsten Sonnenschein und sieht in der Ferne so eine komische graue Wand. Sind das Wolken? Sind es, und Nebel dazu. Kaum in der Stadt angekommen wird die lange Hose wieder angezogen und die Jacke muss auch wieder her.
Teil 411. Dez. 2013
Danke Irene, Susi, Antje und Sabine

Sabine über deine Antwort freue ich mich besonders, zeigt es doch das es dir wieder besser geht.
Ich habe deinen Appendixbericht zitternd gelesen und mit dir gelitten. War schon ein richtiger Krimi!

Aber jetzt geht's weiter

Zuerst noch eine Frage; wenn ich mehr als 3 Bilder pro Beitrag einfüge geht gar nix mehr 😈
Muss ich die Fotos verkleinern, komprimieren, oder was mache ich falsch?
Sorry habe 2 linke Hände!!

Sams Giardino sieht gut aus, der Garten ist wirklich schön und mit viel Liebe zum Detail angelegt.

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Die Zimmer sind relativ einfach eingerichtet aber sehr sauber und gemütlich. Eine sehr gute Matratze, da freut sich der Rücken. Leider etwas dunkel da sie alle ebenerdig liegen und viel Grün die Sonne draussen hält. Obwohl, die Sonne scheint ja gar nicht, also kann es auch daran liegen. 🙄

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Wir parken unseren Wagen auf dem gesicherten Parkplatz, der, so Sams Aussage eigentlich nur die Touristen beruhigen soll und gar nicht notwendig ist und laufen zu Fuss ins Dorf, oder ist es doch schon eine Stadt? Nach dem langen Sitzen, erst im Flugzeug und dann im Auto tut ein wenig Bewegung gut. Ausserdem wollen wir einen ersten Eindruck gewinnen.Wir finden es sehr hübsch und sehr Deutsch. Hier sehen wir auch unsere ersten Himbas. Einige der Frauen sind betrunken und sehr aufdringlich.

Abendessen im Thule dem berühmten Fischrestaurant am Strand. Das Essen, natürlich Fisch schmeckt sehr gut. Zurück in unsere Unterkunft nehmen wir dann gemeinsam mit Sam noch einen Absacker an der netten Bar, unterhalten uns noch ein wenig und dann gehts in die Horizontale. War doch ein anstregender Tag mit sehr vielen Eindrücken, viel Hitze und 340km Fahrt.
Teil 512. Dez. 2013
Danke Old Women, Do und Topobär
Hallo Arlette
Ich glaube hier im Forum ist jeder willkommen, ich freue mich jedenfalls.

Mal schauen ob ich noch was auf die Reihe kriege 😎

Montag 08/04

Das Frühstück ist sehr gut und reichhaltig. Wir fahren ins Zentrum von Swakop um uns die notwendigen Permits zu besorgen für die nächsten Tage. Das funktioniert, entgegen meinen Erwartungen, einwandfrei. Und das in Afrika. Obwohl, Swakop ist nicht wirklich Afrika.

Eigentlich wollten wir ja die so sehr gelobte „Little Five“ bei Chris buchen aber da hat uns die Queen Marie einen Strich durch die Rechnung gemacht. 😈 😈 Da der Ozeanriese hier vor Anker liegt sind sämtliche Touren der nächsten beiden Tage ausgebucht. Und nachdem der Riese sämtliche Passagiere aus seinem Bauch rausgespuckt hat ist das ansonsten so idyllische Städtchen ziemlich überbevölkert. Nix wie weg!

Dann machen wir halt den Welwitschiadrive und somit unsere erste Gravelroad. Das macht Spass und es geht schon sehr gut. Zuerst noch vorbei an Flamingos und dann nur noch menschenfeindliche Landschaft. Steine, Sand und Sonne. Mehr ist nicht da.

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Bis wir vor der Mondlandschaft stehen. Hier fühlen wir uns wie in einer anderen Welt, oder, ja eben wie auf dem Mond. Beige Hügelketten, durchzogen von dunklen Gesteinsstreifen. Die Sonne malt harte Kontraste in die unterschiedlichen Strukturen, und lässt das Ganze noch surrealer wirken.

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Danach sehen wir dann endlich die ersten Welwitschias. Wirklich schön finde ich die Gewächse ja nicht. Sie sind eine Besonderheit und das sie bei der Hitze überhaupt überleben, nötigt mir Respekt ab, aber mehr auch nicht. Als der Botaniker Friedrich Welwitsch einem Kollegen ein Exemplar nach England schickte, soll dieser gesagt haben. „Ohne Frage ist dies die wundervollste Pflanze, die je hierher gebracht wurde – aber auch eine der häßlichsten!“ Und wo er recht hat, hat er recht.

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Dann erreichen wir Big Mama – DIE Welwitschia – eine Pflanze, deren Alter auf etwa 1500 Jahre geschätzt wird. Sie hat die Größe eines Kleinwagens und ist ein wirklich monumentales Gewächs. Leider musste sie zum Schutz ihrer Wurzeln und auch, um nicht von Souvenir-Jägern zerpflückt zu werden, hinter Gitter.

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Dann suchen wir die uralte Ochsenkarrenspur, die man angeblich hier im Wüstenboden noch sehen kann. Hhm, Ochsenkarren? Sieht für mich eher aus wie die Reifenspuren von unserem Hilly oder so ähnlich. Ausserdem sind es mehrere breite Spuren die kreuz und quer laufen. Ok, Ochsen stimmt 😠 😠 ; nur nicht vor dem Wagen sondern hinterm Steuer. Na ja, manche lernens nie!

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Der Tip von Sam, bei der Farm Goanikontes Pause zu machen war aber sehr gut.
Diese Oase mit üppigem Grün inmitten der Wüste hat uns gut gefallen.
Zwischen Palmen und Eukaliptusbäumen steht das Farmhaus mit einer tollen schattenspendenden Veranda. Hier trinken wir unser erstes Savanna ( es bleibt nicht unser letztes 😗 ) und essen eine Kleinigkeit. Komisch finde ich es nur hier in Afrika auf Deutsch angesprochen zu werden.

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Zurück nach Swakop wieder das gleiche Phänomen wie gestern, schon von weitem sieht man die Wolkenwand und dann kommt man aus der warmen afrikanischen Sonne plötzlich an der belgischen Küste an? Wo haben wir uns da wohl verfahren? So jedenfalls sieht es für mich aus und so fühlt es sich auch an.

Also erstmal raus aus den Shorts und rein in die Jeans.

Das Abendessen bei Sam war sehr gut. Es gab Beef Stroganoff, lecker aber für Fleischesser eine relativ kleine Portion. Unser Sohn wäre hungrig vom Tisch gegangen, oder aber wir hätten um Nachschlag bitten müssen. Für uns war es mehr als genug. Ein wenig muss man ja auf die Linie achten. 🙂
Preis Leistung war aber gut und ich würde wieder hierher zurückkommen.
Teil 613. Dez. 2013
Hallo Georg
Hallo Bele

Wie ich diese Diskussionen kenne. 🙂 Meine Schwiegertochter in Spe versucht auch der Jugend etwas beizubringen. Engelbasteln mit Erstklässlern braucht sie nicht, sie hat es mehr mit den aufmüpfigen Teenagern.
Aber über ihre " unterichtsfreie" Zeit wird auch immer gelästert. Du siehst Bele du hast mein vollstes Verständnis.

Aber jetzt weiter mit dem Bericht

Nach einem üppigen Frühstück bei dem Sam uns noch Gesellschaft leistet machen wir uns auf den Weg.
Ich kann es gar nicht erwarten in die Namibwüste zu kommen. Deshalb machen wir auch keine Pause in der Walvis Bay sondern fahren gleich auf das Gebirge zu. Der Kuisebpass fährt sich sehr gut und die Ausblicke sind immer wieder fantastisch so das wir viele Stops einlegen.

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Eine Wanderung machen wir dann bei der Brücke am Gaubpass durch das Flussbett. Nasse Füsse bekommen wir dabei nicht und das letzte Wasser ist auch sicher schon länger her denn im Bett wachsen Bäume und Büsche.
Die Steine die hier rumliegen glänzen als wären sie aus purem Silber. Einen kleinen nehme ich mir mit.

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Natürlich machen wir auch den obligatorischen Stop in Solitair, obwohl wir fast an dem kleinen Ort mit ganzen vier Häusern vorbeigefahren wären

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Ich muss mich noch an die Grössenverhältnisse in diesem Land gewöhnen. Viel, viel Natur und nur kleine Siedlungen dazwischen. Das ist toll.
Der Apfelstrudel ist gut aber es gibt bessere. Ist alles leider sehr auf Massentourismus ausgerichtet. Ich mag nicht von Styroportellern 😵 essen und Plastikgabeln sind auch nicht mein Ding 😵 .

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Aber der erste Rock Shanty schmeckt sehr gut. Das Rezept kann man sich merken. 🤪


Weiter zu unserer nächsten Übernachtungsadresse, der Büllsport Guestfarm. Kurz nach 3 kommen wir schon an. Von der Strasse aus gesehen ist mein erster Eindruck nicht so super, aber auf den zweiten überzeugen die Zimmer, die Pferde und die netten Besitzer vollkommen. Einchecken und dann Pause am Pool. Das muss sein, endlich in der Sonne sitzen und nur geniessen. Das Wasser ist allerdings saukalt, brrrrrrrrrrrrr.

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Als wir wieder zurück zu unserem Bungalow gehen kommt plötzlich Nervosität auf, schreiend läuft ein Arbeiter auf das Farmhaus zu, dann rennt alles durcheinander und der Farmer kommt mit dem Gewehr in der Hand angelaufen. 🙄

Wir hören Schüsse. Was ist los? Werden wir angegriffen? So etwas sind wir wirklich nicht gewohnt.
Wir kommen ja aus Luxemburg und nicht aus dem Wilden Westen. 😮

Später erfahren wir das der Hund einen Baboon angegriffen hat, aber der war doppelt so gross wie der Hund und hat zugebissen. Er wollte dann mit dem Hund, den er nicht mehr losgelassen hat, im Gebüsch verschwinden. Deshalb mussten sie den Affen erschiessen um den Hund zu retten. Der musste genäht werden denn die Zähne von diesen Baboons sind nicht gerade klein.

Nach der erlebnisreichen Pause machen wir uns auf und wandern noch den Kudu Trail der nicht allzu lang ist uns aber erste Eindrücke über die Gegend und die Farm gibt. Ausserdem ist so ein Spaziergang gut um den Adrenalinspiegel wieder zu senken. 🙂

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Viele Antilopen sehen wir unterwegs und sehr schöne Vögel. Glücklicherweise keine grossen Baboons. 😄 Die Pferde auf der Weide und in den Ställen sehen sehr gepflegt aus. Die Rinder sind allerdings sehr dünn.
Kurz vor Dunkelheit sind wir wieder in unserem Bungalow, duschen und gehen zum Abendessen. Sehr gut und reichlich. Ausser uns sind noch Südafrikaner und Schweizergäste dort. So wird die Unterhaltung auf Deutsch, Afrikaans und Französich geführt. Da ist für jeden etwas dabei.
Es ist toll das die Farmbetreiber mit den Gästen zusammen am Tisch sitzen, so erfährt man viel über die Farm. Leider hat es schon lange nicht mehr geregnet und Futter für das Vieh ist nur noch sehr spärlich vorhanden. Deshalb sind die Tiere auch so dünn. Wahrscheinlich muss der Farmer notschlachten sonst verhungern seine Tiere. Beifüttern geht auch nicht, weil, erstens nicht Futter genug da ist, nicht einmal kaufen kann man noch welches und zweitens die Weiden so weit auseinander liegen das man gar nicht überall hinkommt. Da es allerdings vielen Farmern genauso geht ist der Preis für Schlachtvieh drastisch gesunken und er bekommt nur einen Teil des Geldes das er ansonsten für sein Fleisch bekommt. Sehr ungerecht aber so ist halt das Leben.
Hier würden sie sich über Regen mehr als nur freuen. Ich habe fast ein schlechtes Gewissen weil ich die Sonne so geniesse, aber nur fast. 😊 😊
Teil 714. Dez. 2013
@Biologe

Den gleichen Eindruck hatten wir auch von Büllsport. Von der Strasse gesehen waren wir erst mal alles andere als erfreut. Das Wort Schrottplatz ist damals auch gefallen, nur wollte ich es nicnt so in den Bericht schreiben da ja im Nachhinein die Zimmer wirklich ganz in Ordnung waren. Allerdings wäre es kein riesiger Aufwand die Einfahrt etwas, sagen wir mal "Gästefreundlicher" zu gestalten. Aufräumen und das Schild erneuern würde schon was ausmachen.
Aber die haben sicher andere Sorgen.

@Sabine
Etwas erschrocken waren wir schon, obwohl wir beide Menschen sind die man nicht so leicht aus der Ruhe bringt. Immerhin haben wir zwei Söhne grossgezogen und hatten viel Zeit uns im Ruhe bewahren zu üben 😗 😗


10/04 Mittwoch

Wir frühstücken schon um sieben denn wir haben die Köcherbaumschlucht Wanderung gebucht. Die beginnt mit einer fast 2 stündigen Fahrt im offenen Wagen über das Farmgelände das sehr gross ist. Wir sind froh das wir unsere Fleecejacken dabei haben denn es ist doch empfindlich kalt um diese Tageszeit. Hätte nicht gedacht das es in Afrika so S....kalt sein kann.

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Unser Fahrer David hat Adleraugen, er sieht Tiere wo wir nur Steine und Felsen sehen. Er reicht uns das Fernglas und dann sehen auch wir die Kudus und Orixe in der Ferne. Wer weiss, vieleicht fährt er ja auch nur über Sensoren und dann werden die Atrappen hochgeklappt. 😛

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Aber ich sehe dann unser erstes Erdmännchen, es sitzt am Weg und schaut ganz vorwitzig in die Gegend. Sieht süss aus. War aber weg bevor ich den Fotoapparat in Stellung bringen konnte.
Eine Hand brauchte ich um die Decke festzuhalten und dann noch eine um mich selbst festzuhalten.
Jeder ist sich selbst der Nächste. Da hat dann die Hand für den Fotoapparat leider gefehlt. 😵

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Am Einstieg in die Schlucht steigen wir aus und David erklärt uns noch den Weg. Wir machen aus das er uns nach vier Stunden am Ende der Schlucht wieder abholt. Dann marschieren wir los. Die Landschaft ändert sich mit jeder Kurve durch die wir gehen. Es ist wunderschön hier und der Weg runter in die Schlucht läuft sich sehr angenehm. Danach ist kraxeln angesagt, das ist zwar anstrengend macht aber Spass.

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Wasserbecken mit sehr klarem Wasser laden zum Ausruhen und Abkühlen ein denn in der Zwischenzeit ist es sehr warm geworden. Wir haben schon etwas mehr als nur die Fleecejacken ausgezogen. (Nein davon gibt es kein Foto 😊 )

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Aber es gibt viele Bäume und Sträucher die genügend Schatten spenden. Und wir haben Zeit. Ein grosser flacher Stein verlockt zu einer wirklich tollen Mittagspause mit Picknick ganz nah am Wasser, sogar im Wasser, wir sind schliesslich allein auf weiter Flur. Wir fühlen uns wie die ersten Menschen.

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Nach dieser Abkühlung und Stärkung machen wir uns weiter auf dem Weg raus aus der Schlucht. Der Weg ist wirklich sehr gut gekennzeichnet. Ich bedauere allerdings den armen Kerl der mit dem Farbeimer bewaffnet hier durchlaufen musste um den Weg zu markieren. 😣

Anfänglich fand ich die Tour ziemlich teuer aber wenn man überlegt wieviel Arbeit in der Instandhaltung dieses Weges liegt dann relativiert sich das Ganze. Teilweise sind sogar betonierte Stufen in den Felsen gebaut bei besonders schwierigen oder gefährlichen Passagen, auch muss der Fahrweg durch das Gelände immer wieder ausgebessert werden.

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Der Weg ist gesäumt mit Köcherbäumen und ich muss gestehen ich liebe diese Bäume. Irgendwie stellen sie für mich die Exotik Afrikas dar. Die Kraft und den Willen allen Wiedrigkeiten zum Trotz zu überleben.

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Am Ende der Schlucht wartet David bereits auf uns und auf einem relativ kurzem Weg geht es zurück zur Farm. Dort geniessen wir noch die Sonne, den Pool und den blauen Himmel.

Das Abendessen ist wieder gut. Der Sohn des Hauses ist heute Abend nicht dabei. Er musste mit dem Hund zum Vieharzt, vorsichtshalber, wie uns die Farmerin erklärt. Da Affen nicht unbedingt die saubersten Tiere sind und aus Angst vor einer Vergiftung wollen sie lieber auf Nummer sicher gehen und das Tier von einem Doktor untersuchen lassen.

Dafür muss man allerdings nach Windhoek und das ist nicht gleich um die Ecke. Noch einige Einkäufe erledigen und dann wieder zurückfahren ist etwas viel an einem Tag und deshalb bleibt der Junior über Nacht in der Stadt. Kann mir gut vorstellen das er die Gelegenheit nutzt um ein wenig mit seinen Freunden abzuhängen denn so oft hat er ja keine Gelegenheit dazu. 😛 (Ich würd's tun) 😛

Anscheinend gibt er den Hund mit einem Zettel um den Hals, auf dem der Hergang und die Behandlung vermerkt sind, beim Veterinär ab und nimmt ihn am nächsten Tag wieder mit nach Hause. Dann sind wir allerdings schon weg und hoffen das der tapfere (dumme) Kerl wieder ganz gesund wird.
Teil 814. Dez. 2013
Danke Lil

Es war wirklich eine sehr schöne Gegend. Anfangs sah man nur Steine und Geröll aber je tiefer wir in die Schlucht runter sind umso grüner wurde es. Eine tolle Abwechslung zu der ansonsten eher ariden Gegend.

Und noch ein Tag

11/04 Donnertag

Nach zwei Stunden Fahrt sind wir bereits am Sesriemcanyon. Unsere Permits hatten wir ja schon in Swakopmund besorgt. Nach einer strengen Kontrolle derselben dürfen wir in den Nationalpark reinfahren. Es ist nur eine kurze Strecke bis zum Parkplatz an dem man in den Sesriemcanyon einsteigen kann.
Der Name der Schlucht gründet auf der Tatsache , dass früher sechs Riemen eines Ochsenwagengespannes aneinander geknotet notwendig waren, um einen Kübel Wasser aus der Schlucht hoch zu holen.
Eine verdammt anstregende Arbeit. 🤨

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Zur Zeit ist er staubtrocken so das wir dadurch wandern können. Am Anfang sind die Wände sehr eng, nur bis zu 2 Meter breit ist der Weg aber je weiter man läuft umso breiter wird der Canyon und zum Schluss wird er zu einem breiten Tal das ins Sandmeer hineinführt.

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Fast zwei Stunden wandern wir durch diese Geröllwüste, vereinzelt sind sogar Pflanzen zu sehen und so was ähnliches wie Büsche und kleine Bäume. Natürlich muss mein Göttergatte in den Felsen rumklettern und ein wenig Unfug treiben. 😄 Er spielt Herkules und versucht die riesigen Felsblöcke zu bewegen. Danach versteckt er sich hinter den Felsen. Das Kind im Manne halt, nur das es bei ihm ein ganzer Kindergarten ist. Hat er ein Glück das ich Kinder liebe! 😘

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Dann checken wir in der Sossus Dune Lodge ein, der einzigen Lodge im Park so das wir noch nach Sonnenuntergang unterwegs sein dürfen. Wir werden am Parkplatz abgeholt und mit dem Jeep bis zur Lodge hochgefahren, obwohl man es zu Fuss in 5 Minuten schafft. Aber mit den Koffern ?? Bei der Hitze ??? 🙄

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Die Lodge besteht aus vielen runden Bungalows die man nur über Holzstege erreichen kann. Unser Bungalow ist einer der Letzten in der Reihe so das wir ein ganzes Stück laufen müssen. Hat aber den Vorteil das nicht mehr allzuviele Menschen mit ihren Koffern an unserem Haus vorbei müssen, denn die Rollen machen schon ziemlichen Krach auf den Holzstegen. Das rattert ganz schön und ist vor allem morgens um fünf mehr als lästig. 😠 😠

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Der Bungalow selbst sieht sehr gut aus, grosse Panoramafenster und Terrasse mit herrlichem Blick in die Naukluft. Links schroffe Berge und rechts rote Dünen. Dazwischen eine weite Ebene mit nur sehr wenig Vegetation.Einige Springböcke tummeln sich am Wasserloch. Sieht gut aus und trotzdem fehlt mir etwas. Ich vermisse die Farbe grün. Die gibt es hier gar nicht. Blumen? Fehlanzeige. Aber bei ganzen 10mm Regen im Jahr ist das wohl zu viel verlangt.

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Nach einer kurzen Rast fahren wir dann sofort ins Sossusvlei. Bei Dune 45 machen wir halt und geniessen es die einzigen zu sein die hier hochwandern. Allerdings nicht bis auf den Dünenkamm denn wir wollen ja noch zu Big Daddy und da dürfen wir uns nicht jetzt schon verausgaben.
Da sich bei meinem Göttergatten langsam aber sicher Magenknurren bemerkbar macht packen wir Obst und Kuchen aus und picknicken unter einem der seltenen Bäume. Die Kuchenkrümel holen sich zwei süsse Wüstenmäuse so schnell das wir es fast nicht mitbekommen. 🙂

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Weiterfahrt bis zum Parkplatz. Ab hier geht es nur noch im 4x4 weiter. Da müssen wir ja jetzt Luft rauslassen. Da wir keinen Luftdruckmesser im Wagen haben helfen uns drei nette Mädels aus der Schweiz und leihen uns ihr Gerät. Dabei stellen wir fest das unsere Reifen nicht die vorgeschriebenen 2 Bar sondern ganze 3 Bar Druck haben. Also lassen wir erst mal Luft ab und entscheiden uns mit 2Bar Druck die Sandpiste anzugehen.

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Der Adrenalinspiegel steigt, 😕 die Nervosität meldet sich 😕 aber es geht sehr gut, manchmal kommt man sich vor als schwimme man im Sand aber glücklicherweise immer nur kurz. Stellenweise sind die Rillen sehr tief. Sehr spannend.
Trotzdem hoffen wir das wir uns nicht festfahren denn entgegen der Tatsache das hier eigentlich immer viele Menschen unterwegs sind, sind wir die einzigen die hier fahren.

Dann der Aufstieg auf die Düne und hier habe ich mein erstes Wow Erlebnis, 😮 😮 rote Sanddünen wohin man auch schaut. Alle Rotschattierungen sind dabei, Rostrot, Braunrot oder Orangerot. Winzige Sandkörner fliegen durch die Luft, Springböcke und Orixe wandern zwischen den Dünen umher. Diese Ruhe und Einsamkeit ist grossartig. Atemberaubend schön!

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Dann wandern wir noch ins Deathvlei eine Art grosse Salzpfanne mit abgestorbenen Bäumen, gerahmt von den roten Dünen. Sehr impressionant. Der Weg, wenn man es denn so nennen kann, geht durch sehr viel losen Sand in den man immer wieder einsinkt. Ganz schön anstrengend und Schweisstreibend. Aber es hat sich gelohnt. 🙂

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Nach all der Anstrengung schmeckt das Abendessen in der Lodge gleich doppelt gut. Das Frühstück am nächsten Morgen ist nicht so toll. 🙁 Kaffee sehr schlecht und das Angebot für eine teure Lodge nur mittelmässig oder aber wie mein Göttergatte meint „ sehr verbesserungsfähig“
Teil 914. Dez. 2013
12/04 Freitag

Erstmal Stop an der Tankstelle, man weiss ja nicht wann die nächste kommt und ob die auch Benzin haben. Das ist hier anscheinend keine Selbstverständlichkeit. In dem kleinen Shop füllen wir unsere Vorräte noch auf. Bei der Hitze trinkt man viel uns so müssen wir wieder etwas für unseren Flüssigkeitshaushalt tun. Wir brauchen Savanna und Windhoek Lager und ..... ach ja, Wasser auch noch. 😄
Etwas zum knabbern kann auch noch mit. 😁

Dann geht es weiter auf die D707 die anscheinend schönste Nebenstrasse Namibias. Und schön ist es wirklich hier zu fahren, auf einer Seite hat man rote Dünen so weit das Auge reicht und auf der anderen Seite normalerweise grüne Wiesen. Grün sind die Wiesen leider nicht mehr, viel zu wenig Regen, aber auch so ist es ein schöner Kontrast. Im Sonnenlicht schimmern die trocknen Gräser wie Silber.
Das ganze gekrönt von einem strahlend blauen Himmel. Wirklich schön.

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Das allerschönsten aber ist das Gefühl ganz alleine hier unterwegs zu sein. Kein einziges Auto begegnen wir. Irgendwie gibt das mir ein Gefühl der Freiheit. Diese Weite und Einsamkeit. Kein Stress, man fährt so langsam oder aber so schnell wie die Strasse es zulässt. Niemand drängelt. Man bleibt stehen wo, wann und wie lange man will. Niemand stört es das man die gleichen kurzen Hosen schon drei Tage trägt. Ob die Haare frisch gefönt oder nur gewaschen sind. 😗
All die Zwänge die uns die sogenannte Zivilisation aufdrängt, -die wir uns aufdrängen lassen-, gibt es hier nicht. Das ist einfach wunderbar.


Springböcke und Orixe tummeln sich auf und neben der Strasse am Zaun entlang. Obwohl wir langsam fahren bekommen sie es mit der Angst zu tun.
Ein Rudel Springböcke flüchtet in voller Panik direkt vor uns auf der Straße. Wir bremsen ab, aber sie rennen weiter bis einer plötzlich einen Rechtsschwenk macht und die anderen ihm folgen. Und das ist fatal, denn dort ist der Zaun und der ist hoch.

In ihrer Aufregung versuchen sie über den Zaun zu springen. Einigen gelingt es mühelos, andere springen nur dagegen und werden von der eigenen Wucht zurückgeworfen wie Bälle die man gegen eine Wand wirft. Sie überschlagen sich. Andere fallen über den Zaun, rappeln sich hoch und rennen gehetzt weiter. Schrecklich. Ein grosses Tier kommt fast rüber bleibt aber mit einem Bein im Zaun hängen. Bewegungslos hängt es fest. Es rührt sich überhaupt nicht. Wir springen aus dem Wagen und laufen barfuss über die Strasse um dem armen Tier, das wie tot in dem Zaun hängt zu helfen. Wir wissen gar nicht wie wir helfen können aber wir müssen etwas tun.

Als der Springbock uns sieht bekommt er es nur noch mehr mit der Angst zu tun, er mobilisiert seine letzten Kräfte. Die Angst setzt Adrenalin frei und das hilft ihm sich zu befreien und wegzulaufen. Es scheint nicht einmal verletzt.

Zitternd und geschockt schauen wir der fliehenden Herde hinterher. Mein Mann erkennt meinen Gemütszustand und nimmt mich wortlos in die Arme. Mir ist zum Heulen.
Sind wir schuld? Haben wir mit unserer Fahrt über diese Strasse die Tiere so gestresst? Das Bild der Springböcke die in Panik versuchen über den Zaun zu kommen verfolgt mich noch lange.

Es gibt natürlich keine Fotos von dieser Situation.Ich weiss nicht mehr genau was mir alles durch den Kopf ging, aber der Gedanke ans fotografieren war sicher nicht dabei.


In Klein Aus angekommen verfahren wir uns erstmal da wir ins Dorf hineinfahren. Aber hier ist alles ziemlich klein und übersichtlich so das wir unseren Irrtum schnell bemerken und zurückfahren. An der Rezeption nehmen wir unser Grillpaket das im Vorraus über Internet bestellt war, in Empfang. Wir wollen selber grillen. Dann fahren wir die 7km über Wellblechpiste bis zu unserem Häuschen. Ich bin hin und weg als wir die Anlage erreichen.

Die Chalets sind von den Nachbarchalets ausreichend weit entfernt, so dass man wirklich seine Privatsphäre genießen kann. Der Blick in die untergehende Sonne und in die Weite der „Prärie“ ist unbeschreiblich schön.

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Der Fels wurde als Teil des Hauses miteingeplant und das Bett steht mit der Kopfseite dagegen. Die Küche ist winzig, wie eine Puppenstube. Der Tisch mit Liebe und Geschmack gedeckt
Ein gelöcherter Baumstamm dient als Weinregal.

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Ich sehe mich um. Wo sind die Revolverhelden? Wo die Pferde und die Postkutschen? Ich suche den Mann mit der Mundharmonika. Im Geiste höre ich „Spiel mir das Lied vom Tod“. Unsere Hütte sieht jedenfalls genauso aus wie im Film!
Ok, ich sehe nicht aus wie die Claudia Cardinale, aber die ist ja auch älter geworden.. 😎
Dann fällt mir ein, ich habe die CD von Sergio Leone runtergeladen und die spiele ich jetzt. Passt super!

Während mein Göttergatte ein wenig ausruht laufe ich herum und fotografiere die verschiedenen kleinen Häuser. Wild West Romatik pur!

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Dann geniessen wir ein Glas gut gekühlten Weisswein zu unserem Tzazikisalat. Der ist so gut, wenn nicht sogar besser als bei jedem Griechen. Weil das Wetter noch immer herrlich ist habe ich den liebevoll gedeckten Tisch kurzerhand auf unserer Terrasse neu aufgebaut.

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Danach ist Feuermachen angesagt. Und Grillen, das ist natürlich Männerarbeit. 😉
Frauen.. tja die bereiten ja nur alles vor, machen diverse Salate, decken den Tisch, versorgen die Gäste, erledigen das Aufräumen und den Abwasch usw usw, aber das Grillen, die Hauptarbeit, das ist etwas für richtige Männer.
Mit stolzgeschwellter Brust wird das Orixsteak gegrillt. Man könnte meinen er hätte das Tier selbst geschossen, gehäutet und zerlegt. 😗 😗

Ich muss aber zugeben, das Steak zu dem wir dann eine Flasche Rotwein öffnen schmeckt dank meinem Grillmeister wirklich hervorragend.

Anschliessend sitzen wir noch eine Weile draussen und bewundern den Nachthimmel. Wie eine riesige Domkuppel überspannt uns ein großartiger Sternenteppich, wie tausende Diamanten funkeln die Gestirne, wie eine Edelsteinkollektion funkelt die Milchstraße inmitten dieser himmlischen Glitzersteine und wir stellen mal wieder fest, dass das Leben einfach herrlich ist.

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Teil 1015. Dez. 2013
13/04 Samstag

Beim Frühstück fragen wir Pieter den Manager ob die Strecke über Rosh Pinah, die bei einem Unwetter anscheinend schwer beschädigt wurde, wieder befahrbar ist.
“ Mit eurem 4x4 müsste es klappen“ ist seine lakonische Antwort. Also auf nach Rosh Pinah.
Mein Bester Ehemann von Allen will gleich in die C13 einbiegen.
„Nein, nein Schatz wir müssen noch weiter, es ist erst die nächste Abfahrt.“
„Bist du sicher, ich dachte wir müssten hier abbiegen?“
„Nein, glaub mir wir müssen erst noch einige Kilometer weiter.“ 😗
„Hm.., Ok wenn du das sagst.“ 😕

Uff, geschafft. Er fand die Strecke heute schon sehr lang, von Aus über Rosh Pinah zum FRC. Und jetzt lotse ich ihn noch über die D 446 und später rechts rüber auf die D 727 weil ich den Tip im Forum so toll fand.

Und die Strecke ist absolut fantastisch. 🙂 Ich finde sie noch schöner als die D707. Das kann allerdings auch daran liegen das mir die armen Springböcke noch immer im Kopf rumspuken.

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Wir sind wieder mal ganz alleine unterwegs, fahren an einigen kleinen Farmen vorbei und an Köcherbäumen die sehr dekorativ hier in dieser Superlandschaft stehen. Das hätte kein Gärtner so hingekriegt.

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Als wir dann wieder auf der C13 landen schaut mein Holländer mich von der Seite an und meint ganz trocken:
“Du bist ein Luder 😠 , aber es war schön! 😉 “ Yyyeeessss! Ich wusste es.

Wir fahren durch Rosh Pinah und gleich hinter der Stadt kommt dann aber die erste Strassensperre „Road Closed“.

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Mit einigen Überedungskünsten lotse ich meinen Göttergatten um das Schild herum. Leider stehen wir 2km später vor einem Schlagbaum und dem zweiten Schild „Road Closed“. Da will mein bester Ehemann von allen dann partout nicht mehr weiterfahren. So ganz vertraut er mir jetzt nicht mehr. 😗 😗 Wer kanns ihm verübeln?

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Glücklicherweise stehen hier im Nirgendwo einige Häuser und so erklärt er sich bereit dort nachzufragen was es mit der Strassensperre auf sich hat. Hier wohnen zu müssen wäre für mich eine Strafe, es ist gar nicht schön, sieht aus als hätten sie auf einer Geröllhalde Häuser gebaut. Grau in Grau.
Aber die Bewohner sind nett und der freundliche Mann sieht unseren Wagen und meint „Mit dem kommen sie durch, ist auch nur auf den ersten Kilometern schwierig“

Also nichts wie weiter bevor mein Mann es sich anders überlegt. Und es geht wirklich. Bis, .. ja bis nach einigen Kilometern keine Strasse mehr da ist. Wir stehen vor einem riesigen Loch. Wir sehen die Strasse auf der anderen Seite, aber wie hinkommen? Flügel haben wir ja keine und hier runter geht auch nicht. Der Graben ist sicher 3m tief. 😵 😵

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Auf Superman, Batman und Co ist auch kein Verlass. Wenn man die mal wirklich braucht sind sie nicht da. 😠
Aber es sind Reifenspuren an der Seite zu sehen und was die konnten können wir doch auch.
Also, Adrenalin hochfahren, 4x4 einschalten und dann kämpfen wir uns tapfer durch das Dickicht, holpern und rutschen schräg runter in ein Flussbett, durch das wir erst mal einen Kilometer fahren und dann wieder sehr schräg aus dem Flussbett raus auf die Strasse. 😣 😣
Geschafft, wenn auch mit Herzklopfen und Schweissperlen auf der Stirn. Ohne 4x4 hätten wir umkehren müssen.
War auch so ganz schön anstrengend. Einige Zeit später dürfen wir das ganze noch einmal machen. Aber wir sind ja jetzt routiniert und schaffen es mit Links.

DAS nenne ich Abenteuer. 🤪 🤪

Am Orange River wird die Landschaft erstmal so richtig grün, dazu das blaue Wasser des Orange, die Anstregung hat sich gelohnt. Hier machen wir Pause und vertilgen die Reste unseres Braipakets.

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Wir winken rüber nach Südafrika und fahren durch eine Mondlandschaft weiter, rumpeln über die sandigen Straßen zum Cañon Village, eine meterlange Staubwolke hinter uns herziehend.

Alle paar Stunden begegnen wir ein anderes Fahrzeug, schon von Weitem sichtbar durch diese weiße Wolke, die jedes Auto aufwirbelt. Doch dies sind die einzigen Lebenszeichen, ein bisschen Buschwerk, verstaubte Bäume, keine Menschenseele.
Eingebettet zwischen roten Felsen liegt die Lodge. Vom Poolrand hat man einen unendlichen Blick in die "Prärie" eingerahmt von den Tafelbergen. Einfach nur dekadent. Mit dem Sundowner in der Hand geniessen wir!

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Teil 1115. Dez. 2013
Und noch ein Tag.
Geht heute sehr gut, selbst das Bildereinfügen klappt.

14/04 Sonntag

Fahrt zum Fish River Canyon.
Am Eingang des Nationalparks in Hobas besorgen wir das Permit. Die haben hier aber ein riesiges Wartezimmer. Es ist glücklicherweise leer und so gehen wir gleich durch bis ins Büro. Hier wird mit Akribie und Hingabe unser Permit von Hand ausgefüllt. 🙄 Fast 10 Minuten dauert die Prozedur, dann halten wir stolz unser Permit in Händen und kehren zum Auto zurück. Ich will gar nicht wissen wie lange man hier warten muss wenn das Wartezimmer mal voll ist. 😵

Wir holpern weiter über staubige Wellblechpiste bis zum Hauptaussichtspunkt.
Auf der gesamten Strecke hat man nicht den Eindruck, auf einen Canyon zuzufahren. Erst direkt vom Rand aus öffnet sich der Blick auf die Schlucht, sehr beeindruckend.

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Der Canyon ist 27km breit und bis zu 550m tief. Der Blick auf Hells Bend, die Höllenkurve ist schon spektakulär. Aber sein grosser Bruder in Amerika ist viel spektakulärer.
Es fehlen die Farben die den Grand Canyon so einzigartig machen. Hier ist alles in Grau und Beigetönen und deshalb bleibt der Woweffekt auch weg. Ich weiss, wir sind verwöhnt 😊 😊

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Wir fahren erst mal die verschiedenen Aussichtspunkte an und wandern an denselben ein wenig rum. Zurück zum Hauptausichtspunkt will mein Göttergatte dann in die Schlucht einsteigen.

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Hier stören ihn die Verbotstafeln gar nicht mehr und er macht sich, natürlich in Sandalen 😮 , an den rutschigen Abstieg. Als gute Ehefrau folge ich ihm selbstverständlich 😗 . Ist aber sehr anstrengend, eine richtige Kletterpartie. Und alles was wir jetzt runterklettern, müsen wir ja irgendwie wieder hoch. Das bremst meinen Enthusiasmus doch sehr und ich lasse ihn alleine weiterkraxeln. Da setze ich mich doch lieber an den Canyonrand lasse die Beine runterbaumeln und geniesse die Natur.

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Da höre ich wie ein Mann zu seiner Frau sagt
„ Eh bien, encore une folle comme toi“.
Lachend drehe ich mich um und frage wieso er mich für verrückt hält. Natürlich wird er rot im Gesicht 😊 , hat sicher nicht gedacht das hier jemand französich versteht. Dann aber erklärt er mir das es sehr gefährlich wäre so nahe am Abgrund zu sitzen. Ich bedanke mich für seine Fürsorge bleibe aber sitzen und unterhalte mich noch ein wenig mit seiner Frau.

Kopfschüttelnd enfernt sich der Franzose. Das gleiche Kopfschütteln hat dann mein Ehemann als er mich hier sitzen sieht. Ob das eine ansteckende Krankheit ist? 🙄 Na ja, vieleicht war es keine so gloreiche Idee so nahe am Abgrund zu sitzen. Aber schön war es doch. 😛

Auf unserem Weg zum Canyon Roadhouse begegnen uns zwei junge Australierinnen die einen Platten haben. Schwitzend und schmutzig bemühen sie sich den riesigen schweren Reifen von ihrem Hillux abzumontieren. Ich leihe den beiden meinen Kavalier aus, und mehr als erfreut nehmen sie die Hilfe an und in null komma nix ist der Reifen dann gewechselt.

„Mann“ freut sich natürlich immer wenn er Jungen Mädels zeigen kann wie stark er noch ist. 😄

Das Roadhouse ist einen Besuch wert, eine riesige Scheune, Restaurant, Souvenirladen und Museum in Einem. Hier essen wir eine Kleinigkeit bevor es zurück an unseren tollen Pool geht.

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Das Bild hängt in der Damentoilette. Ich habe die Tür NICHT geöffnet 😗


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Abendessen auf der sehr schön gedeckten Terrasse unter dem Sternenhimmel und Tanz und Gesangseinlage des Personals beider Hautfarben. Leider ist das Fleisch, da in Buffetform, viel zu durch um noch wirklich gut zu schmecken.

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Teil 1216. Dez. 2013
Na Biologe;

ist bei dir der Alarm losgegangen ? 😊

15/04 Montag

Wir frühstücken draussen auf der Terrasse mit Blick in diese wunderbare Landschaft und dann geht es weiter nach Keetmanhoop.

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Wir wollen den Köcherbaumwald besichtigen. Habe ich es schon erwähnt?
Ich liebe Köcherbäume! 😘 😘

Sie sehen einfach fantastisch aus. Diese Bäume werden bis zu 300 Jahre alt. Sie trotzen der Sonne und speichern Wasser im Inneren des Stammes um so lange Dürreperioden zu überstehen. Früher haben die San, die Ureinwohner Afrikas die Äste ausgehöhlt und sie als Köcher für ihre Pfeile benutzt. Für mich das Wahrzeichen Afrikas.

Hier auf Garas stehen so viele Bäume das man sie mit ein wenig Phantasie durchaus als Wald bezeichnen kann. 😗
Am schönsten und fotogensten sind sie bei Sonnenuntergang. Dann bricht das Licht der untergehenden Sonne sich in den Stämmen und sie leuchten wie Gold. Wir sind leider etwas zu früh unterwegs aber sie sehen trotzdem toll aus und ich mache mehr als nur ein Foto.

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Kurzer Stop in Mariental zum einkaufen. Wir decken uns ein mit Wasser und anderen wichtigen Dingen wie Savanna und weiter geht's zur Anib Lodge. Die Lodge liegt wie eine Oase inmitten der roten Dünen der Kalahari.

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Die Bungalows gruppieren sich um einen schönen Innenhof mit Garten und Pool. Die Zimmer sind für meinen Geschmack etwas dunkel aber dafür haben wir eine sehr schöne Terrasse. Wir verbringen den Rest des Nachmittags am Pool und beim Sundowner auf unserer Terrasse. Die Tische für das Abendessen sind draussen gedeckt und bei noch immer herrlichen Temperaturen geniessen wir ein sehr gutes Steak und guten Wein.
Teil 1316. Dez. 2013
16/04 Dienstag

Hier auf Anib kann man einige sehr gut ausgeschilderte Wanderungen machen und wir entscheiden uns für den 7km langen Zebratrail. Um acht Uhr sind wir schon unterwegs und es ist trotzdem schon sehr heiss. 🤨
Zuerst mussten wir uns noch einschreiben, falls wir verloren gehen. 😵

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Unterwegs sehen wir viele Springböcke und Kudus. Sie grasen friedlich am Strassenrand bis wir nahe rankommen und dann laufen sie weg. Besonders die Springböcke haben es mir angetan. Während der Grossteil der Herde grast übernehmen immer einige die Rolle der Aufpasser. Sobald wir uns nähern warnen sie den Rest der Herde mit ihren Sprüngen. Sie springen nicht eifach weg, nein sie springen auf der Stelle und sogar sehr hoch. Sieht aus als würde ein Gummiball auf und ab springen, stoing... stoing... stoing. 😄 😄 Witzig aber wirksam, denn dann kommt Bewegung in das Ganze und sie laufen weg.

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Wir machen Rast bei einem der wenigen Bäume, unter einem riesengrossen Webervogelnest. So ein Nest kann eine Höhe von etwa drei Meter und eine Breite von etwa 4,5 Meter erreichen. Es ist in viele kleine Nester unterteilt und wird von mehreren hundert Vögeln bewohnt. Es kann schon mal vorkommen dass Bäume unter dem Gewicht zusammenbrechen.

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Nach diesem Spaziergang ist Trinken, Pool und faulenzen angesagt bis wir uns um halb vier zum abendlichen Game Drive einfinden müssen. Anfänglich sah es so aus als wären wir alleine in der Lodge. In der Zwischenzeit ist aber eine Hummeldummgruppe angereist und so stehen jetzt acht Autos vollbepackt mit Menschen zur Abfahrt bereit 😠 . Schade aber nicht zu ändern. 😣

Es wird dann auch gar nicht so schlimm wie befürchtet. Glücklicherweise ist der Park sehr gross so das wir nur auf den ersten Kilometer zusammenfahren und den Staub von den vielen Autos schlucken müssen. Dann trennen sich unsere Wege 😛 und wir sind als Achtergruppe unterwegs.
Wir zwei beiden und dann noch sechs Italiener. Südländisch temperamentvoll und demensprechend laut aber sehr nett und lustig. 🙂 😄

Unser Guide kann uns auf sehr unterhaltsame Art Flora und Fauna der Kalahari näherbringen. Er erklärt uns das der weisse Fleck auf dem Popo des Springbockweibchens so individuell wie ein Fingerabdruck ist. So erkennt das Kitz in Krisensituationen seine Mutter und weiss hinter welchem Tier es herlaufen muss.

Mich wundert das all diese Tiere die heute morgen vor uns geflüchtet sind vor dem Auto absolut keine Angst haben sondern stehen bleiben und friedlich weitergrasen. Sie scheinen zu wissen das Menschen in Autos nur „Touris“ sind die man nicht weiter beachten muss. Sie schiessen ja nur mit ihren Fotoaparaten 😗 😗 . Sicher überdeckt auch der Motorengeruch den der Menschen und deshalb haben sie keine Angst.

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Nachträglich etwas mulmig wird mir als unser Guide uns erzählt das es gefährlich ist unter den Webervögelnestern zu spazieren weil sie ein beliebter Platz für die gelbe, sehr giftige Speikobra sind. Die lässt sich aus dem Nest heraus auf die Beute fallen und beisst zu. Nächstes mal werde ich wohl einen anderen Rastplatz aussuchen.

Auf einer roten Düne halten wir und hier steht wie von Zauberhand ein Tisch mit Köstlichkeiten und gut gekühltes Getränk für uns bereit. Leider sind auch wie von Zauberhand alle Safariwagen plötzlich wieder da. 🙁 🙁 So ensteht auf dem Platz für den Sonnenuntergang doch etwas Gedrängel.
Ich muss schon etwas weiter laufen um die Szenerie zu geniessen. Mit meinem Gin Tonic in der Hand setze ich mich in den roten Sand und beobachte wie die Sonne glutrot wie ein Feuerball in der Kalahari versinkt.

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Teil 1416. Dez. 2013
Guten Abend

Was soll ich sagen, es freut mich das euch mein Bericht gefällt. So viel trauen wir uns gar nicht.
Eigentlich haben wir bei der zweiten Strassensperre den "Point of no return "erreicht und mussten weiter, anderfalls wären wir die Nacht durchgefahren und das war eigentlich gar keine Option. 😕

Und wozu hat man einen 4x4 ? Doch genau für solche Situationen 😛

So jetzt werde ich versuchen den letzten Teil unserer Reise zu Zweit noch fertig zu bekommen .


17/04 Mittwoch

Nach einem sehr guten Frühstück machen wir uns auf nach Windhoek. Unterwegs versuche ich immer wieder einen unserer Söhne telefonisch zu erreichen denn die müssten in der Zwischenzeit gelandet sein.

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Ab Heute beginnt unsere Reise zu viert. Darauf freue ich mich sehr. 🤪 🤪 Nur ist der Netzempfang nicht wirklich gut und erst gegen 12 erreiche ich unseren Ältesten und wir verabreden uns für 13.00 in der Lobby des Hotels. Die beiden hatten Glück, obwohl sie um halb sieben in der Früh angekommen sind konnten sie sofort ihre Zimmer beziehen. So konnten sie noch einige Stunden schlafen bevor wir uns treffen. Ein Glück das ich keinen Empfang hatte sonst hätte ich die beiden geweckt. 🙁


Wir machen noch einen kurzen Stop in Rehoboth der Haupstadt der sogenannten Rehoboth Baster. Es handelt sich dabei um Nachkommen aus Mischehen zwischen Namafrauen und Burischen Einwanderern. Bei uns ein Schimpfwort, wird die Bezeichnung „Baster“ hier durchaus als Ehrentitel verstanden.

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In Windhoek angekommen checken wir erst mal im Kalahari Sands Hotel ein. Das Hotel ist nicht zu verfehlen, schon von weitem ragt es über die Häuser der Stadt.
Die Zimmer sind gross und ok. Hier haben wir das erste mal seit wir unterwegs sind einen Fernseher im Zimmer, den wir nicht brauchen, aber immerhin.
Wir machen uns ein wenig frisch, ziehen uns um, schliesslich sind wir jetzt in einer Grosstadt 😗 😗 und machen uns auf in die Lobby. Ich freue mich riesig darauf unsere Söhne zu sehen.
Teil 1517. Dez. 2013
@Gerd

Danke für das Kompliment 😊 😊
Der Weg nach Rosh Pinah soll ja wieder sehr gut (was immer das bedeutet) befahrbar sein.

Und natürlich kommt der nächste Teil.


Nun beginnt der zweite Teil unserer Reise.
Der führt über die Skeleton Coast, den Etosha, den Caprivi bis nach Sambia zu den Vicfalls.

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Aber der Reihe nach:

Erstmal treffen wir unsere Jungs in der Lobby des Kalahari Sands. Sie sind pünktlich und nach grossem Willkommen und Umarmungen kaufen wir erst mal einen Sonnenhut für die beiden Bleichgesichter.

Na ja, nach einem Nachtflug und bei dem kalten Regenwetter zu Hause ist es kein Wunder das die beiden etwas bleich und zerknittert aussehen. 😕

Dann machen wir uns auf und entdecken Windhoek. Sehr viel zu entdecken gibt es aber nicht. Die „must do“ sind schnell abgehakt. Christuskirche, Reiterdenkmal,Tintenpalast.

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Ein bisschen Europa, ein bisschen Afrika, sehr übersichtlich, jedenfalls die Innenstadt. Wir machen Pause auf der Terrasse des Craft Center, einem grossen verwinkelten Gebäude das auf drei Etagen alles verkauft was man als Kunst und Souvenir haben will. Hier wird jeder fündig. Und hier begegnen wir die beiden Damen aus unserem Sundownerdrive von Gestern wieder. Irgendwo habe ich doch mal gelesen „Namibia ist ein Dorf, man begegnet sich immer zwei bis dreimal“. 😗

Dann gehts zurück ins Hotel damit die Jungs sich noch ein wenig ausruhen können, wir wollen heute Abend noch in Joe's Bierbar. Die ist ja ein absolutes Muss hier in der Stadt. Auf der Fahrt dorthin verfahren wir uns das erste mal. Vieleicht ist Windhoek doch nicht so klein wie ich angenommen habe. 😗 Aber schlussendlich kommen wir an.

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Sehr urig, sehr touristisch und sehr laut. Nach der Ruhe die letze Woche finde ich die vielen Menschen und den Krach hier nicht sehr angenehm. 😵 Man muss fast schreien um sich zu verständigen. Das Essen aber ist gut und reichlich. Mein Gamespiess ist so riesig das ich froh bin noch Abnehmer zu haben.

Für uns ist Joe's Bierhaus aber kein absolutes Muss. Wir haben es gesehen und das genügt. Sollten wir noch mal nach Windhoek kommen werden wir sicher woanders essen. Ich kann mir auch nicht vorstellen das viele Einheimische sich hierher verlaufen. Noch einen Absacker an der Hotelbar und dann gehts ins Bett. Morgen haben wir eine ganz schöne Strecke vor uns.
Teil 1617. Dez. 2013
Hallo Nane
Hallo Lil

Also die Karte wurde im Gimp gemacht.(Hat mein Sohn für mich gemacht)
http://www.gimp.org/
kann man gratis downloaden. Ist aber wirklich nicht schwierig.

Hallo Biologe

Da sind wir ja einer Meinung. War intressant aber einmal im Leben genügt.

Und jetzt kommt noch ein Tag


Da früh aufstehen nicht gerade die Stärke unserer Söhne ist werden wir wohl oder übel ab heute einen etwas anderen Tagesverlauf haben. Waren wir beide morgens um acht immer schon unterwegs, so treffen wir uns jetzt um acht erstmal zum Frühstück. Und selbst das ging nicht ganz ohne Murren. 😠 Aber sie haben eingesehen das wir nicht zu spät abfahren wollen.
Ich sage erst mal nichts und vertraue darauf das sie noch selber herausfinden das Namibia ein Land für Frühaufsteher ist wenn man etwas sehen will. 😎

Das Angebot am Frühstücksbuffet ist das beste das wir bisher hatten, man hat eine Riesenauswahl und alles sehr frisch. Hier wohnen ja auch viel mehr Menschen da lohnt sich der Aufwand. Der Frühstücksraum gefällt mir aber nicht besonders. Er erscheint mir dunkel und muffig.
Kann aber auch daran liegen das wir die letzten Tage immer auf Sonnendurchfluteten Terrassen gefrühstückt haben.

Dann geht es noch zum Einkaufen wir müssen die Vorräte auffüllen. Ich erkläre den Jungs das wir unterwegs eher selten auf Restaurants treffen und uns deshalb selbst versorgen müssen. Das es hier glücklicherweise keine Mc.Donalds und Co gibt finden sie aber genauso toll wie ich. 😄

Wir fahren über Karibib und Usakas zur Ameib Ranch in den Erongo Mountains. Wir wollen die Wanderung zur Philips Cave machen.

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Trittsicher muss man schon sein auf diesem gut eine Stunde langem Spaziergang. Berg rauf und runter geht es, ein riesiger uralter Vulkankegel bildet das eindrucksvolle Bergmassiv. Ganz schön anstrengend bei der Hitze. Aber die Aussicht ist jede Mühe wert. Und die Felszeichnungen in der Höhle, besonders der weisse Elefant in dessen Bauch eine rote Antilope gezeichnet ist sind sehr intressant. Hier im Schatten der Höhle zu sitzen und die grossartige Natur einwirken zu lassen ist schon etwas ganz Besonderes.

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Weiter geht's zur Bulls Party. Riesige runde Granitkugeln liegen hier. Was das Ergebnis der Erosion ist sieht für mich aus wie die Murmeln eines Riesen.

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Aber bevor wir uns das näher ansehen wird erstmal Picknick gemacht denn die Kraxelei zur Höhle hat doch Kalorien verbraucht und die müssen nachgefüllt werden. Unsere Jungs trinken ihr erstes Savanna. Es wird nicht ihr letztes sein.
Nach der Stärkung klettern wir dann doch noch auf den Felsen herum, ich muss die Murmeln von nahe sehen und anfassen. Der Panoramablick ist wieder überwältigend und ich geniesse den Blick in die weite Landschaft.

Auf unserem Weg zur Ai Aiba Lodge begegnen wir Einheimischen mit einer Reifenpanne. Einer sitzt im Wagen, der andere steht davor. Wir fragen ob wir helfen können aber sie haben keinen Ersatzreifen.
Wer fährt in Namibia auf einer Gravelroad ohne Ersatzreifen? 😵 😵

Was tun? Wir fragen wo sie hin wollen aber sie wollen genau dahin wo wir herkommen. Beide haben ein Handy aber ihren eigenen Worten nach kein Guthaben mehr und so funktioniert das Handy nicht.
Wir bieten an für sie anzurufen ohne allerdings unser Telefon aus der Hand zu geben. Die gewählte Nummer nimmt nicht ab. So schreiben wir in ihren Namen eine Sms an ihre Freunde. Mehr können wir nicht tun. Komisch ist nur, das wir beim weiterfahren sehen das der Kerl im Wagen mit seinem Handy am Ohr dasitzt und redet.
Selbstgespräch mit seinem Handy am Ohr oder schon Entzugserscheinungen? 😗 Wir werdens wohl nie erfahren und fahren weiter.

Die Lodge liegt wunderschön. Die rietgedeckten Häuschen ziehen sich entlang eines Hügels, die gesamte Lodge ist quasi erst unmittelbar nach der letzten Kurve zum Parkplatz überhaupt zu sehen.
Der Weg zum Parkpatz hinter dem Haus ist sehr schmal und führt eng an Felsen oder Hausgiebeln vorbei. Dann beziehen wir unsere Zimmer. Zimmer bedeutet hier: Eine Doppelhaushälfte für uns und eine Doppelhaushälfte für die Jungs. Uns gefällt die Anlage, jeder hat eine eigene Veranda, teilweise sogar mit Blick auf ein Wasserloch.

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Hier wird es am Abend das erste mal kalt und wir sind froh das wir unsere Fleecejacken dabei haben. Das Abendessen ist das Beste das wir bisher hatten, jedenfalls das Fleisch ist hervorragend .

Die Jagdgesellschaft die auch hier ist, ist definitiv in Feierlaune. Sie sind sehr laut und nach einger Zeit auch betrunken. Dann machen sie Musik, sie haben ihre Instrumente aus Deutschland mitgebracht. Anfänglich noch sehr gut und lustig. Aber, als sie mit der Polonäse beginnen ist für uns der Zeitpunkt gekommen um Feierabend zu machen.
Teil 1718. Dez. 2013
19/04 Freitag

Heute machen wir einen kleinen Umweg. Unser Jüngster intressiert sich für die Dinosaurierspuren auf der Farm Otjihaenamaparero, ein Zungenbrecher.
Wer kann das dreimal hintereinander aufsagen ohne Probleme?? 😗 😗 Ich nicht!

Sie ist berühmt für die Spuren, die hier ganz deutlich in 190 Millionen Jahre alten Sandsteinplatten zu sehen sind.
Nachdem wir unseren Obulus entrichtet haben dürfen wir los. Der Farmer erklärt das vor mehr als 200 Millionen Jahren in dieser Region eine Vielzahl an Reptilien lebten. Als das Klima immer trockener wurde, gab es nur noch wenige Wasserstellen, an denen sie sich sammeln konnten und dabei ihre Fußspuren im feuchten Boden hinterließen. Von Sand bedeckt blieben die Spuren erhalten, als der Sand zu Sandstein wurde. Nach diesen Erklärungen erkennt man sie auch wirklich sehr gut.

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Es ist sehr intressant hier zu stehen und sich vorzustellen das diese grossen Tiere über genau die gleiche Stelle gelaufen sind wie wir jetzt. Wir spendieren dem Farmer noch ein Bier, das er gerne annimmt und das seine Zunge löst. Er erzählt und erzählt, von den Schwierigkeiten eines Farmers besonders in Jahren wie diesem wo die Regenzeit ausgeblieben ist. Sicher hat er nicht oft Gelegenheit um mit anderen Menschen zu sprechen und deshalb will er jetzt so viel wie möglich erzählen.

In Omaruru kaufen wir wieder ein, ein sehr nettes Dorf mir einem gutsortierten Supermarkt.
Da die Jungs jetzt wissen das die Restaurants eher spärlich gesät sind ist der Einkaufswagen schnell voll. Aber sie kaufen ja wirklich wichtige Sachen. 😁
Und neben all den Windfhoek Lager und Savannaflaschen lassen sie noch ein wenig Platz für die eine oder andere Flasche Süafrikanischen Rotwein. 😄 😄
Wasser und Lebensmittel lege ich dann auch noch hinzu. 😗
Heute ist unser Sohn der Fahrer, er und sein Vater werden sich jetzt immer abwechseln. Seine erste Gravelroad meistert er mit Bravour. Man merkt das es ihm Spass macht.

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Die Fahrt zur Fingerkliplodge ist aber auch sehr schön, die Landschaft wechselt immer wieder und wir haben, wie schon oft, die Strasse für uns alleine. Das ist besonders auf einer Gravelroad sehr gut denn wenn hier ein anderer Wagen dir entgegen kommt wird man erstmal so richtig eingestaubt. Es dauert einige Sekunden bevor man wieder etwas sieht. 😐

Dementsprechend sehen unsere Koffer jeden Abend aus. Obwohl der Wagen einen Aufbau hat kommt der Staub durch alle Ritzen und alles hinten im Wagen ist von einer grauen Staubschicht bedeckt. Unsere Fleecejacken haben wir in Plastik Müllbeutel verpackt damit wir sie bei Bedarf auch wirklich anziehen können ohne an einer Staubwolke zu ersticken. 😠 Beim nächsten Namibiaurlaub werde ich grosse Müllbeutel mitbringen um die Koffer zu schützen.
Habt ihr es bemerkt? Ich bin schon vom Namibiavirus infiziert 🙄 Ich überlege schon was wir beim nächsten mal anders machen . 😛 😛

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Und dann erreichen wir die Fingerklippe. Und ich frage mich, wie ist das möglich, wir sind doch in Namibia und nicht im Momument Valley in Arizona ?
Unser Junior meint wir sind irgendwo falsch abgebogen 😗 denn die Ugabterrassen, mit ihren Tafelbergen und Plateaus erinnern schon verblüffend an das Monument Valley.
Und mittendrin die 35m hohe Fingerklippe. Mit einem Umfang von bis zu 44 m ist sie eine der bemerkenswertesten und auch bekanntesten Felsformationen des Landes. Morgen werden wir einen Spaziergang zur Klippe machen.

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Jetzt aber sehen wir uns erstmal die Lodge an die so wunderbar in diese Natur eingebettet ist. Die Zimmer sind schön wenn auch etwas überladen und pompös. Die Terrasse mit der Aussicht ist grandios. Die ganze Anlage ist an den Berghang gebaut. Viele Pflanzen und Blumen, so viel Farbe wie ich bisher hier nicht gesehen habe.

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Auf dem Hausberg ist ein Restaurant in dem wir heute abend essen wollen. Deshalb müssen wir rechtzeitig los damit wir den Sonnenuntergang von oben sehen können. Der Weg ist steil und die Treppe ist eigentlich ein vierstöckiges Eisengerüst das am Felsen festgemacht ist.
Menschen mit Höhenangst nicht zu empfehlen. Und Menschen die gerne zu viel trinken auch nicht, obwohl, runter kommt man immer, fragt sich nur wie. 😗

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Die Aussicht oben ist aber die Kraxelei wert, der Rundumblick den man hier hat ist schon einzigartig. Das Essen könnte besser sein, sie braten die Steaks vor und legen sie dann auf eine Warmhalteplatte wenn das Buffet eröffnet wird. Gut geht anders. 😠

Beim nächsten mal werden wir zum Sundowner hochkommen und dann unten in der Lodge zu Abend essen. Wenn es erst dunkel ist hat man sowieso nichts mehr von der tollen Aussicht. Ideal wäre Frühstück hier oben mit Panoramablick. Warum kommt bloss niemand auf die Idee? 😵
Teil 1819. Dez. 2013
20/04 Samstag

Schon sehr früh treibt es mich auf die Terrasse um den herrlichen Blick in aller Ruhe zu geniessen. Es ist noch und recht kühl aber herrlich. Kurzer Blick zum Nachbarhäuschen. Mein Sohn sitzt auch schon draussen und nimmt sich seine halbe Stunde Auszeit die er jeden Morgen braucht um ansprechbar zu sein. Das er dafür extra früher aufsteht finde ich schon toll. 😘 😘
Aber wenn ich ihn mir so ansehe dann geniesst er es genauso wie ich hier zu sitzen und die ersten Vogelstimmen zu hören. Kurze Zeit später sehe ich drei Giraffen die ganz majestätisch über die Steppe wandern. Da kann ich nicht an mich halten und rufe meine drei Männer damit sie sich das auch ansehen können.

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Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg. Wir wollen ja zur Fingerklippe wandern. Da unsere beiden noch nicht so an die Sonne gewöhnt sind nehmen wir die Sonnencreme mit und Jo beschliesst sich gleich einzucremen. Gute Idee. Zu diesem Zweck setzt er sich auf die kleine Mauer und greift nach der Sonnenmilch.
Doch keine so gute Idee, denn er greift mit der Hand in einen monströsen Kaktus oder sowas ähnliches.
Dem bricht ein Stück ab und das hängt mit langen Stacheln an seinem Zeigefinger fest. 😈

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Beim Versuch ihn abzuschütteln dringt er auch noch in seinen Daumen ein und so steht er da, die Finger gefangen in den Stacheln. Er kann sich nicht davon befreien, jeder Versuch treibt die Stacheln tiefer in die Haut. Wäre er nicht so bleich im Gesicht müsste ich lachen. 😕

Glücklicheweise habe ich eine kleine Schere dabei. Damit schneide ich erstmal das Kaktusstück zwischen den Stacheln ab damit er seine Finger wieder bewegen kann. Dann zieht er mit einer Pinzette jeden Stachel einzeln heraus. Die Dinger haben einen Widerhaken und mit jedem Stachel geht auch ein Stück Fleisch ab 😣 😣 . Sieht schmerzhaft aus 🤢 . Und es sind viele, sehr viele. Zum Schluss desinfiziere ich ihm die Hand, besser ist besser.

Etwas bleich um die Nase will er dann aber die Wanderung machen und so marschieren wir los. Unterwegs regen wir uns erstmal darüber auf das man so eine gefährliche Pflanze dort eingepflanzt hat. Was wenn ein Kleinkind sie berührt? Aber es ist ja noch gut gegangen und dann geniessen wir die Landschaft. Den blauen Himmel und den Blick auf die Fingerklippe

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.
Sieht wirklich so aus wie ein Riesenfinger , anfänglich noch relativ klein scheint er mit jedem Meter den wir uns nähern zu wachsen. Angekommen muss man schon den Kopf in den Nacken legen um hochzuschauen.


Erosion, Wind und Wetter haben deutliche Spuren am Felsen hinterlassen. Sieht aus wie ein Kriegsveteran mit vielen Wunden und Narben. Anscheinend besteht sogar die Gefahr das er irgendwann umfällt 🙁 . Noch aber ist es nicht so weit und während wir ihn umrunden bewundern wir die Aussicht auf die umliegenden Ugabberge und das grüne Tal.

Was mich hier allerdings stört ist das Schild mit der Aufschrift,
😈 "People found not following the rules will have their car's tyres deflated" 😈

Ok, das man hier nichts beschädigen oder beschmutzen soll ist eine Sache, aber gleich damit zu drohen das sie einem die Luft aus den Reifen lassen finde ich doch etwas unverschämt 😠 . Wobei sie ja nicht einmal wissen welcher Wagen wem gehört.

Weiter über Khorixas zum versteinerten Wald. Tolle grosse, ganz neue Rezeption und Parplätze mit Sonnendach. Sehr gut.

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Wir zahlen den Eintritt und mit einem Führer wandern wir los um die über fünfzig Stämme die auf dem 60ha grossen Gelände verteilt sind zu bewundern. Man kann die versteinerten Jahresringe sehr gut erkennen. Es ist allerdings schon wieder sehr heiss so das wir froh sind als der Rundweg zu Ende ist. Unter dem Sonnendach stehen auch Bänke und Tische und so machen wir hier eine kleine Mittagsrast und essen was von unseren letzten Einkäufen noch übrig ist.
Trinken wollen wir auch etwas, aber da müssen wir warten bis der Guide der anscheinend auch der Barmann ist, oder umgedreht, von seiner Tour zurückkommt da nur ER den Schlüssel für die Bar besitzt. 😗 Organisation ist hier schon noch ein Fremdwort. 😵

Die Twyfelfontainlodge ist auf den ersten Blick wirklich zweifelhaft und eher eine Enttäuschung. In der Beschreibung der Lodge hiess es
„In der Planung der Lodge wurde äußerste Sorgfalt darauf gelegt, das Erscheinungsbild der Natur so wenig wie möglich zu stören. Es wurden Reetdächer, Naturstein und Farben verwendet, so dass sich die Lodge harmonisch in die bergige Umgebung einfügt.“

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Stimmt irgendwie schon, aber es ist eigentlich nur eine freundliche Umschreibung der Tatsache das es hier ausser Felsen und Steinen nichts gibt 🙁 . Die Bungalows sind eher spartanisch verglichen mit unseren bisherigen Unterkünften. 🙁 Ok, nach der Fingerklippe mit den oppulenten Zimmern und der überwältigenden Blumenpracht ist der Kontrast sehr gross. Vieleicht sollte ich der Lodge noch eine Chance geben.

Der Pooll allerdings bekommt keine zweite Chance, er ist lieblos und ungepflegt. Voller Algen und deshalb so glitschig das man nicht stehen kann 🤢 . Mein Götergatte traut sich hinein aber er ist auch der einzige. Wir ruhen uns im Schatten aus und schmunzeln über die vielen Dassies die das Gras kurzhalten und sich sonnen.
Beim Abendessen können sie aber wirklich punkten. 🙂 Riesenauswahl und sehr lecker zubereitet. Dazu singen und tanzen sie noch und sind mit Spass dabei. Auch die Bar ist nett und gemütlich. Ausserdem haben sie billigen aber guten Whisky. 🤪 🤪 Da ist unser Junior nicht zu halten. Als verantwortungsbewusste Mutter muss ich natürlich wissen was unsere Jungs so trinken. Deshalb, und nur deshalb mache ich mit. 😗 😗
Teil 1921. Dez. 2013
@Hanne

Vielen Dank für den Tip, werde ich mir merken

@Lil

Dir würde ich doch nie bewusst etwas vorenthalten. 😊 😊
Werde mein Bestes geben um es wieder gutzumachen .
Sicher ist es aber verständlich das nach den Grünen Tagen an der Fingerklippe mir die vielen Steine bei Twyfelfontain sehr trist vorkamen.

Nach einem anstrengenden Tag 😗 auf dem Weihnachtsmarkt in Trier versuche ich jetzt noch einen Tag einzustellen .

21/04 Sonntag

Ganz gemütlich beginnen wir den Tag, denn heute müssen wir nicht viel fahren wenn wir nicht wollen. Wir sind ja zwei Nächte hier.

So besichtigen wir die berühmten Felsgravuren, die bedeutensten Fundstellen von Felsbildern in ganz Namibia. Einige dieser Kunstwerke sollen über 5000 Jahre alt sein. Es ist schon beachtenswert was die Menschen damals schon fertigbrachten.
Einige dieser Zeichnungen dienen als Mitteilungsblätter oder Landkarten für die Nachfolgenden Nomadenfamilien. Andere stellen Jagdszenen oder Bilder von Tieren dar.
Teilweise wurden die Bilder sogar übermalt von nachfolgenden Künstlern.
Das wäre für uns undenkbar. Sich vorzustellen das Van Gogh seine Sonnenblumen über Leonardo's Mona Lisa malen würde. 😵 Schrecklich! Hier aber stört das niemand. Die Tour ist sehr lehrreich und abwechselnd.

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Dann besichtigen wir noch die Organ Pipes, bis zu fünf meter hohe Basaltsäulen in einer cirka 100m langen Schlucht. Davon habe ich mir laut verschiedenen Berichten aus dem Forum nicht allzuviel erwartet. Bin aber positiv überrascht. Wenn man in die Schlucht hinuntersteigt hat man sehr schöne Ausblicke auf die Säulen.

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Der verbrannte Berg dagegen ist kaum einen zweiten Blick wert, ausser vieleicht für Geologen. Sind wir aber nicht und so fahren wir weiter zu dem Damara Living Museum.

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Zusammen mit den Buschleuten gelten die Damara als die „Ureinwohner“ Namibias.
Im Lebenden Museum der Damara wird nun der Versuch gestartet, die „verlorene Kultur“ der Damara zu rekonstruieren.

Wir haben lange überlegt ob wir hinfahren sollen oder lieber nicht. Ich mag keinen Menschenzoo und unsere Söhne mögen es noch weniger. Wenn man die Menschen regelrecht vorführt und ihnen ihre Würde nimmt.
Aber ein Museum ist doch etwas anderes. Freilichtmuseen gibt es auch bei uns.
Gleich am Anfang werden unsere Bedenken zerstreut. Ein sehr nettes und sehr hübsches (das freut meine 3 Mannen 😗 ) Damaramädcher erklärt und das sie hier nicht wohnen sondern arbeiten. Abends wenn das Museum geschlossen ist gehen sie alle nach Hause und leben ihr eigenes Leben ohne das Fremde ihnen in die Kochtöpfe schauen.

Sie führt uns herum erklärt und übersetzt die einzelnen Darbietungen. Ihre Sprache ist Khoisan mit den typischen Klicklauten. Hört sich lustig an und ist sehr schwer nachzumachen. Sie will das wir es versuchen aber es klappt nicht . Sie übersetzt für uns, in sehr gutem Englisch was gesagt wird.

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Bei der Sangoma, der Medizinfrau, kann ich mir aber nicht vorstellen das sie wahrheitsgetreu übersetzt denn die beiden stecken die Köpfe zusammen kichern in einem fort und reden sehr viel. 😊 In der Übersetzung heisst es dann. „Diese Pflanze ist sehr gesund“!
Hmmm! Um das zu sagen braucht es so viele Sätze und einen Lachanfall? 😛

Ich glaube eher das die Beiden Bemerkungen über unsere Söhne machen und deshalb so lachen. Aber was solls, intressant ist es allemal. Und der Versuch von den Beiden aus Knochen Schmuck herzustellen ist schon witzig. 😄 Zum Schluss tanzen sie noch alle für uns. Wir sind froh das wir hier waren, es hat sich gelohnt.

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Zurück in der Lodge überlegen wir was wir noch anfangen können. Wieder an den nicht so sauberen Pool? Da lassen wir uns doch lieber überreden den Game Drive mitzumachen.
Sogar mit Ermässigung. 😗 Wir suchen nach den wilden Wüstenelefanten im Huabriver. Da der Fluss ausgetrocknet ist fahren wir durch das Flussbett.

Unser Fahrer hat gestern abend bewiesen das er tanzen und singen kann, Autofahren gehört aber nicht wirklich zu seinen Talenten. 🙁 Der Motor schreit jedesmal auf wenn er versucht einen anderen Gang einzulegen und durchgeschüttelt werden wir auch. Besonders dann wenn er versucht ein Schlagloch zu umfahren um dann in einem viel grösseren zu landen. 😵

Aber wir finden die Elefanten. Es sind über ein Dutzend vom Babyelefant bis zur Grossmutter, von S bis XL die hier versuchen noch Fressen zu finden. Da nicht mehr allzuviel grün übrig ist reissen sie kurzerhand die kleinen Bäume aus um an die Blätter zu kommen.
Die Zeit vergeht wie im Fluge (woher kommt eigentlich der blöde Spruch denn im Flug vergeht die Zeit gar nicht so schnell. Neun Stunden Flug sind Neun Stunden. Punkt. Schluss.) Wir sehen den Tieren zu wie sie fressen, sich mit Staub bewerfen und spielen. Sehr nahe sind wir an den grauen Riesen. Eine tolle Erfahrung.

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Zurück von der Tour heisst es erstmal, duschen, umziehen und zum Abendessen. Der Junior beklagt sich weil seine Kleider nicht mehr sauber genug sind. 😵 Aber wir sind nicht in Italien oder an der Cote d'Azur, wir sind in Afrika. Er wird es schon noch merken.
Teil 2022. Dez. 2013
hallo Susi

Plant ruhig das Living Museum mit ein, ihr werdet begeistert sein


Jetzt geht es weiter mit einem neuen Tag

22/04 Montag

Geröllwüste, Dünenfelder, abweisend, neblig und mystich. Skeleton Coast!
Nicht sehr einladend dafür aber sehr intressant. Ich habe noch nie eine trostlosere Gegend gesehen. So Menschenfeindlich, oder besser gesagt sogar lebensfeindlich denn auch für Tiere dürfte es hier nicht einfach sein zu überleben.


Wikipedia beschreibt das so:

Nebel, heftige Brandung und eine unberechenbare Strömung machen die Küste von jeher gefährlich für die Seefahrt, aber auch für die früher hier in großer Zahl vorbeiziehenden Wale. Etliche Wracks am Strand und zahlreiche Knochen gestrandeter Wale legen davon Zeugnis ab. Schiffbrüchige, die hier anlandeten, hatten in der Wüste keine Überlebenschance – daher der Name.

Das passt. Über dem Meer hängt der Nebel der nur sehr diffuses Licht durchlässt und es ist mindestens 20 (gefühlte) Grad kälter als noch vor einer halben Stunde. Da war auch schon Geröll und Sand das einzige was wir sahen aber wenigstens noch mit blauem Himmel und Sonnenschein.

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Terrace Bay ist der Ort an dem ich meinem grössten Feind drei Wochen Urlaub OHNE Auto bezahlen würde. 😈 😈

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Die Menschen hier sind aber sehr nett. Obwohl die Küche längst geschlossen ist, bekommen wir etwas zu essen. Probleme gibt es aber mit unserer Zimmerresevierung.
Wir haben angeblich keine. 😕
Dabei habe ich doch den Voucher in der Hand. Was denn nun? 😕
Nach längerem hin und her haben sie die Lösung gefunden. Der Name ist falsch geschrieben. Bei ihnen steht Botha, na ja ein Schreibfehler. Kann ja vorkommen. Wir bekommen unsere Bungalows. Sehr einfach und spartanisch aber das wussten wir ja. Also Koffer rein und ertsmal ein wenig ausruhen. Mein Göttergatte hält ein Nickerchen. Da klopft es an die Tür;

„Sorry aber Familie Botha ist eben angekommen und die wollen ihre Zimmer“.
Mist, wir müssen wieder umziehen.

Koffer wieder rein ins Auto und kurze Fahrt zum nächsten Bungalow. Die sind nicht mehr spartanisch, die sind armselig. 🙁 Und schmutzig. 😠 Ungemachte Betten, schmutziges Bad und eine Matraze zu wenig.
Das ist zu viel für meinen Göttergatten. Es war ja auch ein Riesenfehler ihn in seinem Schönheitsschlaf zu stören. 😗 Jetzt stürmt er die Rezeption um sich zu beschweren. Wir bekommen wieder andere Zimmer.

Lange Rede, kurzer Sinn, auch die sind nicht sauber.
Wir sagen dem Manager das wir erst mal einen Spaziergang machen damit sie Zeit haben die Zimmer zu putzen. Ist ja nur für eine Nacht. Und das nächste Hotel ist über dreihundert Kilometer weit weg. Da wird man genügsam. 😗

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Also spazieren wir durch den Nebel und lassen uns vom Wind so richtig durchblasen. Irgendwie hat das Ganze doch einen gewissen Reiz und ist intressant zu sehen. Das aufgewühlte Meer das mit jedem Brecher tausende von Steinen in Bewegung setzt. Es hört sich an wie Donnergrollen. Salziger Geschmack im Munde und Wind der den wenigen Sand wie Windhosen herumwirbelt. Ich fühle mich sehr lebendig. 🙂

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Zurück bei den Zimmern werden wir schon erwartet. Man bietet uns den „Semi Vip“ Bungalow an als Entschädigung für die Unannehmlichkeiten.
Ob wir das annehmen? Natürlich nehmen wir. 😄 😄

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Jetzt sind wir also „Semi Vip“, das bedeutet wir haben ein ganzes Haus für uns. Grosse Küche mit Kühlschrank und Backofen, grosser Wohnraum mit riesiger Tiefkühltruhe, Fernseher und drei Schlafzimmer.
Die Fensterscheiben sind teilweise zerbrochen, die Vorhänge zerrissen,die Sessel kaputt, die Bar wird nur durch einen Holzscheit vor dem Zusammenbruch bewahrt 😕 ,aber, die Schlafzimmer sind sauber. 🙂
Alles paletti.! 🤪 🤪

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Unsere Jungs holen noch die Koffer aus dem letzten Zimmer. Dabei laufen sie den Zimmermädchen in die Arme. Diese sagen ihnen „The rooms are clean now“ und mit bissigem Unterton und unfreundlichem Blick setzen sie noch hinzu „ALL OF THEM“. Ups 😗 , da haben wir wohl jemand verärgert.

Was tun mit dem angebrochenen Nachmittag? Wir setzen uns auf das was eine Terrasse sein soll und trinken erst mal ein Bier. Junior kommt auf die wunderbare Idee seine Kleider zu waschen. 🙄 Wenn es irgendwo auf dieser Reise einen Ort gibt an dem man bestimmt nichts trocken bekommt, dann hier.
Ich habe jedenfalls noch nicht erlebt das Salzluft und Nebel als Trockner geeignet sind. Was tun?

Frage - Wozu haben wir eine Küche mit Backofen? 😐
Antwort- Damit wir die Kleider im Ofen trocknen können, natürlich. 😮

So sitzt er also vor dem Backofen, sein Bier in der Hand und schaut zu wie seine Hose, Strümpfe und Unterwäsche langsam trocknen. Herrlich. 🤪 🤪

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Das Abendessen ist allerdings sehr gut und die Bude ist rappelvoll. Und urgemütlich. Alles Fischer die wie die Inschriften an der Wand zeigen, immer wieder hierher kommen. Ein Anglerparadies ist es sicher.
Ich bin froh es gesehen zu haben aber aus mir wird kein Wiederholungstäter. 😗

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