Sicherheit in Namibia

228 Antworten · 52,8k Aufrufe · gestartet 03. Jan. 2013 von philmar
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Gast26. Juni 2013 · #61
Hallo,
Axel schrieb: vielleicht so als "Leckerli", das Land mit der höchsten Kriminalitätsrate bezogen auf die Einwohnerzahl ist der Vatikanstaat.
In einem "Land", in dem auf jeden einzelnen Einwohner mehr als 5.000 Touristen pro Jahr kommen, ist es natürlich ein Wahnsinns-Gag, Kriminalitätsraten pro Einwohner zu errechnen. 😎

Vorfälle pro n Touristen mit entsprechender Unterteilung nach Art wäre die Zahl, die man eigentlich gern hätte, die es in den offiziellen Statistiken aber leider nicht gibt.

Beste Grüße

Guido
17 Beiträge · seit 201326. Juni 2013 · #62
Moin,

wir wollen doch bitte nicht vergessen, dass es bei dem Vorfall in der Lodge "Tigerquelle" offensichtlich kein einfacher Diebstahl, sondern ein bewaffneter Raubüberfall war.
Das wirft grundsätzliche Fragen über die "Qualität" dieser Lodge auf, die der Besitzer nur mit Sicherheitspersonal regeln kann.
Ich habe meinem Reiseunternehmen, dass die Lodge "Tigerquelle" auch im Programm hat, jedenfalls mitgeteilt, dass wir dort auf keinen Fall übernachten werden.

Die Betreiber der diversen Unterkünfte haben ja wohl eine Verpflichtung für die Sicherheit ihrer Gäste zu sorgen, allein Geld kassieren reicht eben nicht.

Und für die Statistiker, Biertrinker und Weltenbummler: ja, auch ich habe schon die halbe Welt bereist und in allen möglichen und unmöglichen Quartieren gewohnt. Minimalstandards wie Sicherheit für die Gäste sollte man aber schon verlangen können.

Gruß
http://www.TickerFactory.com/
2'664 Beiträge · seit 201226. Juni 2013 · #63
Es gibt immer ein erstes Mal. Solange es keine wiederholt vorkommenden Überfälle gibt, braucht man auch nicht gleich in Angstpanik zu verfallen.

Welche Unterkunft stellt sich Hilfs-Sheriffs vor die Tür, wenn noch nie etwas vorgekommen ist oder keine Bedrohung festzustellen ist?
Das gibt es weder in Europa noch Afrika noch Namibia.

Wer 100%ige Sicherheit haben will daß er nie überfallen wird, der sollte sich nicht nach Afrika auf den Weg machen, sondern sich zuhause in einen Bunker einbetonieren lassen.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie der frühere zambische Präsident Kaunda den Südafrikanern gedroht hat, er würde SAA Flugzeuge über dem Caprivi abschießen lassen, wenn sie über zambisches Territorium kreuzten.
Obwohl die Übersee-Maschinen nie über den Caprivi oder Zambia hereinkamen, stornierten reihenweise deutsche Passagiere ihr Flüge nach Windhoek und Johannesburg.
Hier liegt der Fall wohl ähnlich?
1'115 Beiträge · seit 201026. Juni 2013 · #64
Hallo BMW,
Geld, Dokumente, Karten immer im Dachzelt. Technische Geräte (Foto, Laptop, etc.) ist ein Frage des Volumens - bei mir sinds nur Compact-Superzoom - die sind auch im Dachzelt.
Wenn jemand den Wagen ausräumt (Scheibe einschlagen und plündern), dann erscheinst Du aus dem Dachzelt wenn die schon alle weg sind. Etliche Wagen haben einen eingebauten Safe (z.B. beim Anbieter ASCO). Bis die den gefunden und aufgebrochen haben dürftest Du aus dem Dachzelt auf der Bildfläche erscheinen.......

Das ist meine persönliche Ansicht und auch Verhalten.
Gruss Rajang
7'296 Beiträge · seit 200626. Juni 2013 · #65
vAsberg schrieb:Und für die Statistiker, Biertrinker und Weltenbummler: ja, auch ich habe schon die halbe Welt bereist und in allen möglichen und unmöglichen Quartieren gewohnt. Minimalstandards wie Sicherheit für die Gäste sollte man aber schon verlangen können.
Darauf trinke ich einen. 😉

Wer mit Waffengewalt eine Unterkunft überfallen will, lässt sich doch nicht von so 'nem Wachmann abschrecken.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
261 Beiträge · seit 200630. Juni 2013 · #66
vAsberg schrieb:

Das wirft grundsätzliche Fragen über die "Qualität" dieser Lodge auf, die der Besitzer nur mit Sicherheitspersonal regeln kann.
Ich habe meinem Reiseunternehmen, dass die Lodge "Tigerquelle" auch im Programm hat, jedenfalls mitgeteilt, dass wir dort auf keinen Fall übernachten werden.

Die Betreiber der diversen Unterkünfte haben ja wohl eine Verpflichtung für die Sicherheit ihrer Gäste zu sorgen, allein Geld kassieren reicht eben nicht.
Hallo vAsberg,

wir waren letztes Jahr auf der Farm Tigerquelle und uns hat es hervorragend gefallen. Der Besitzer ist definitiv niemand der "nur Geld kassiert", sondern sich auf sehr sympathische Art und Weise um seine Gäste kümmert. Ich wette mit dir, wenn er so etwas auch nur geahnt hätte, hätte er andere Maßnahmen ergriffen, denn so eine "Werbung" kann niemand gebrauchen. Aufgrund dieses Vorfalls gleich alles zu canceln bleibt natürlich dir überlassen, aber wenn es danach geht, dürften einige Lodges nicht mehr gebucht werden. Ich erinnere mich noch zu gut an den Fall auf der Ameib Ranch, der zumindest uns trotzdem nicht abgehalten hat, diese schöne Gegend zu besuchen. Uns wird dieser Vorfall auch nicht davon abhalten, wieder die Tigerquelle zu besuchen (mit dem unglaublich leckeren Essen) - vielleicht hilft es ja, wenn man den Besitzer einfach fragt, was er für Maßnahmen treffen wird, bevor man direkt cancelt.

Viele Grüße
Engelchen 🤪
49 Beiträge · seit 201204. Juli 2013 · #68
Hallöchen,

während ich hier in Namibia bin, es sind immerhin schon etliche Monate, wurde in meinem Heimatort in Deutschland, mit knapp 100 Einwohnern, in 6 Häuser eingebrochen und etliche Garagen ausgeraubt.
Fahrt bloß nicht nach Deutschland, da ist reines Wild- Westland!
Wer dies anders sieht- wie ich-, der erkennt zwar in Namibia ein Problem, allerdings ein Problem, welches durchaus in den Griff zu bekommen ist, wenn die Polizei mal das macht, was eine Polizei tun sollte.
Wesentlich fataler und ärgerlicher ist die anscheinend stark steigende Zahl des Trickbetruges.

Allen Touristen empfehle ich daher immer wieder:
- keine Kameras lose um den Hals hängen haben.
- Handtaschen sichern und verschließen.
- Geld und Dokumente am Körper tragen
- niemandem auf der Strasse die Hand reichen, der diese aus unerfindlichem Grund hinhält
- In Geschäften kein Geld wechseln außerhalb des Kassenbereiches
- In Autos nie irgendetwas rumliegen lassen. Keine Jacke, keine Tasche und erst recht kein Handy oder Fotoapparat.

Ganz ausschließen kann man Trickbetrug nie, aber es den Dieben erschweren, das ist möglich!
In den letzten geschätzten 14 Tagen habe ich 4 Fälle von Diebstrahl auf offener Strasse miterleben müssen.
Meistens war Unachtsamkeit, Sorglosigkeit oder allzugroßes Vertrauen seitens der Bestohlenen für die Diebe hilfreich.
Zum Anderen kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Professionelle Polizeiarbeit sieht oft anders aus, als Jenes, was ich hier erlebe. Daher gründete sich ja auch in Swakopmund die Nachbarschaftswache, die mitunter sogar die Polizei unterstützen muss, weil diese weder Know How, noch ausreichend zugerüstetes Personal hat.
Dafür laufen Unmengen an Polizisten und Polizistinnen in Uniform während der Arbeitszeit durch die Geschäfte. Ganz gewiss nicht, um Verbrecher zu jagen.
So hat auch die Kriminalität in Namibia ihre Ursachen und nicht Alles lässt sich durch schlecht bezahlte Wachleute regeln.

Mit besten Grüssen und Wünschen für einen sicheren Urlaub in Namibia Lambadaman
23 Beiträge · seit 201305. Juli 2013 · #69
Die traurige Realität hat Windhoek erreicht: Windhoek: Überfälle

P.S. Was tut eigentlich die Regierung gegen eine Arbeitslosigkeit von über 50% ... und gegen AIDS: "17 % der Bevölkerung sind mit HIV/AIDS infiziert. Dadurch ist die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich gefallen. Sie lag 1990 bei etwa 62 Jahren und im Jahr 2005 nur noch bei 52 Jahren. Im Jahr 2012 fiel sie auf 46 Jahre bei den Frauen und 47 Jahre bei Männern (Quelle: Wikipedia)".

Sorry ... gehört nicht zum Ausgangsthread ... aber die schlimmer werdenden Wirkungen ... haben Ursachen.

Leon
33,1k Beiträge · seit 200605. Juli 2013 · #70
OFF TOPIC
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Hi Leon,
der Trend bei HIV/AIDS geht zum Glück in den letzten Jahren in die richtige Richtung. Mittlerweile bekommen 90 % der Bevölkerung Antiretrovirals, was natürlich nicht das Problem ansich bekämpft, aber zumindest die Lebenserwartung der infizierten erhöht. Die Arbeitslosgkeit ist offiziell nun bei 35 % und es werden in fünf Jahren ca. 19 Milliarden (!) N$ in das TIPEEG-Program zur Schaffung von 140.000 Arbeitsplätzen investiert. Die Regierung tut also schon einiges... nur wir alle wissen, dass es schlichtweg schwierig ist z.B. Analphabeten zu vermitteln.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
23 Beiträge · seit 201307. Juli 2013 · #71
Namibia verroht

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Dreistes Auftreten bei Omaruru
Mi, 2013-07-03 09:24 — Allgemeine Zeitung
Es ist schon dreist was sich die Kriminellen einfallen lassen und wie sie auftreten. Diese Dreistigkeit wird aber allem Anschein nach von dem fast ebenso dreisten Auftreten der Polizei in dem besagten Ort gefördert. Wenn es die Polizisten nicht einmal interessiert wie es den überfallenen Touristen geht und ob diese verletzt wurden, dann ist dies schon dreist. Es geht hier nicht nur um einen Überfall bei dem zum Glück niemand verletzt wurden, sondern um die Tatsache, dass Besucher unseres Landes, die hier teilweise sehr viel Geld lassen und durch ihr Kommen Arbeitsplätze schaffen, nicht einmal auf einer Lodge sicher und ungestört schlafen können. Wenn diese Tatsache den Polizisten egal ist, sie sich nicht anstrengen ihre Arbeit gewissenhaft durchzuführen, dann ist dies dreist und unakzeptabel. Das vor knapp über einem Monat bei Omaruru gewilderte Schwarze Nashorn, welches sich als Staatseigentum auf Privatbesitz befand, hat vielleicht einige Behörden wachgerüttelt und auf die Missstände hingedeutet. Wenn man die Kriminalität nicht in den Griff bekommt, brauchen wir keine Nashörner mehr, da die Touristen ausbleiben.
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[Verbrecher treten Türen ein
Di, 2013-07-02 09:27 — Allgemeine Zeitung
Touristen gefesselt und ausgeraubt - Omarurus Polizei eine Schande
Bewaffnete Verbrecher drangen in den frühen Morgenstunden am vergangenen Samstag gewaltsam in die Bungalows einer Lodge, bedrohten die ausländischen Besucher und verschwanden mit Wertsachen und Bargeld. Niemand wurde verletzt und die Lodge bezahlte sofort den Schaden.
„Gegen 1.15 Uhr am Samstagmorgen traten drei Männer die mit Pistolen bewaffnet waren die Türen von drei Bungalows ein, bedrohten die Touristen und fesselten ihre Hände. Sie nahmen einen Rucksack und stopften Handys, iPods, Laptops, Kameras und was sie sonst noch an elektronischen Geräten fanden, hinein. Zudem nahmen sie Bargeld aus den Portemonnaies, ließen aber Kreditkarten zurück“, sagte die Geschäftsführerin der Omaruru Game Lodge, Carien Rowland gestern auf Nachfrage. Allem Anschein nach hatten die drei dreisten Verbrecher mit einem Brecheisen versucht die Tür eines vierten Bungalows aufzubrechen, in dem einige Mädchen einer sechsköpfigen Familie untergebracht waren, aber dies war den Kriminellen nicht gelungen. Rowland zufolge waren drei Familien, aus England und Südafrika, betroffen.
„Wir baten die Familien uns eine Liste mit den Wertsachen die ihnen gestohlen wurden sowie deren Wert, als auch die Menge Bargeld die entwendet wurde, und zahlten die Gäste sofort aus. Insgesamt wurden etwa 50000 Namibia-Dollar gestohlen“, sagte die Geschäftsführerin der Lodge. Glücklicherweise sei niemand verletzt worden. „Die haben nicht einmal die Füße der Besucher festgebunden und sind in die Nacht verschwunden. Die Polizei wurde sofort benachrichtigt, aber die Polizei aus Omaruru interessierte nur wann was gestohlen wurde, nicht um das Wohlergehen der Gäste. Zum Glück wurde eine Sondereinheit aus Walvis Bay entsandt und diese Beamten waren professionell in ihrer Arbeit“, sagte Rowland. Die Omaruru Game Lodge liegt 15 Kilometer außerhalb des Ortes.
Seit Jahren habe man in der Gegend um Omaruru und auch auf der Lodge mit Einbrüchen und Diebstählen zu kämpfen, aber die Polizei unternehme kaum etwas. Vor einigen Wochen beschwerten sich die Farmer aus der Umgebung ebenfalls über die Polizisten in dem Ort, die die Wilderei nicht in den Griff bekommen würden. Es wurde immer wieder gewarnt, dass die Wilderer ein leichtes Spiel haben und die Spitzmaulnashörner in dem an den Ort grenzenden Hegegebiet in Gefahr seien. Erst als ein Nashorn - Staatseigentum - Ende Mai dieses Jahres mit Hilfe einer Drahtschlinge gewildert und zwei oder drei Wochen später entdeckt wurde, kam eine Sondereinheit aus Walvis Bay zum Einsatz. Bisher wurde weder im Zusammenhang mit der Nashornwilderei noch mit dem Überfall auf die Touristen auf der Omaruru Game Lodge jemand festgenommen. Die Polizei in Omaruru wollte nicht mit der AZ sprechen und verwies auf die Pressesprecher in Windhoek. Dort konnte jedoch niemand erreicht werden.
Von Dirk Heinrich
Windhoek/Omaruru
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Tod und Raub bei Alkohol
Mo, 2013-06-10 12:27 — Allgemeine Zeitung
Windhoek (hf) • Die Polizei appelliert an alle Shebeen-Betreiber, eigene Kontrollen einzuführen. Zwei Morde, einmal in Mariental sowie in Wanaheda Windhoek sowie ein bewaffneter Raubüberfall, ebenfalls in Wanaheda, seien jeweils direkt bei Shebeens verübt worden, erklärte Polizeisprecherin Kauna Shikwambi gestern Nachmittag. Sie macht auf die deutliche Tendenz der Kriminalität aufmerksam und rät den Gästen dieser Stätten „beizeiten“ nach Hause zu gehen, bevor bei steigendem Getränkekonsum auch die Wahrscheinlichkeit gewaltsamer Zwischenfälle steige.

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Taxis im Visier von Kriminellen
Do, 2013-06-20 09:24 — Allgemeine Zeitung
Windhoek (cev) - Kriminelle scheinen derzeit gezielt Taxis ins Visier genommen zu haben: Allein am vergangenen Wochenende wurden laut Polizeisprecher Stephan Nuuyi mindestens drei Taxifahrer im Stadtgebiet Windhoek beraubt - zwei davon mit vorgehaltener Waffe. „Die Situation ist beunruhigend, aber unter Kontrolle“, erklärte die Pressesprecherin der Stadtpolizei, Helena Mootseng, jetzt auf AZ-Nachfrage. Ihr zufolge sind insbesondere Taxifahrer einem großen Risiko ausgesetzt, vor allem wegen der Natur ihres Berufes und weil generell angenommen wird, dass sie viel Bargeld mit sich führen.

In der Nacht zum vergangenen Donnerstag habe ein Taxifahrer im Stadtteil Pionierspark zwei Personen mitgenommen, berichtete Inspektor Nuuyi kürzlich. Nach immer wieder neuen Instruktionen der vermeintlichen Fahrgäste habe einer der beiden plötzlich eine Waffe gezogen. Angaben zufolge drängten die bewaffneten Räuber den Taxifahrer aus seinem Wagen und flüchteten mit dem Fahrzeug sowie Mobiltelefonen und Bargeld im Gesamtwert von mehr als 60000 Namibia-Dollar.

Am Freitag soll ein weiterer Taxifahrer in Windhoek von zwei Personen ausgeraubt worden sein. In diesem Falle haben laut Nuuyi die unbewaffneten Täter den Fahrer überwältigt, den Wagen angehalten und das Opfer aus dem Fahrzeug gestoßen. Der Gesamtwert des Diebesgutes - Auto, Bargeld und Mobiltelefon - habe 32000 Namibia-Dollar betragen.

Der dritte Fall habe sich dann am Samstagabend zugetragen: Gegen neun Uhr sei das Opfer erneut mit vorgehaltener Waffe seines Taxis beraubt worden. Nuuyi zufolge dauern die Ermittlungen an und die Täter sind in allen drei Verbrechen unbekannt.

Die Vermutung, dass hier eine organisierte Verbrecherbande am Werk ist oder ein Syndikat, das es auf Taxis abgesehen hat, dementiert Mootseng von der Stadtpolizei. „Wir haben schon Täter in solchen Fällen verhaftet und sind den anderen auf der Spur. Wir kenne diese Verbrecher und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie verhaftet werden“, so die Pressesprecherin. Doch bis es soweit ist, möchte Mootseng insbesondere Taxifahrer daran erinnern, auf der Hut zu sein.

Die Sprecherin der Stadtpolizei rät Taxifahrern und -eigentümern, gewisse Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, wie beispielsweise Peilsender in die Fahrzeuge zu installieren und telefonische Kontrollanrufe beim Fahrer durch den Arbeitgeber oder Bekannte zu machen. Wie Mootseng erklärte, gelte dies vor allem für die Arbeit in der Nacht, speziell nach 24 Uhr.
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Touristinnen im Schlaf bei Grootfontein überfallen
.Mo, 2013-06-24 09:21 — Allgemeine Zeitung
Windhoek/Grootfontein (dh) - Zwei deutsche Touristinnen wurden der Pressesprecherin der Polizei, Hauptinspektor Kauna Shikwambi zufolge gestern Morgen in der Nähe von Grootfontein überfallen und ausgeraubt. Gegen 3 Uhr in der Frühe seien auf der Gästefarm Tigerquelle zwei Verdächtige in den Bungalow der beiden Deutschen eingestiegen, derweil diese schliefen. Die Kriminellen hätten die beiden Frauen mit Waffen bedroht und Geld verlangt. Die Frauen hätten den Verbrechern 15500 Namibia-Dollar in bar ausgehändigt, einen Laptop, einen iPod und zwei Handys.
Der Polizei zufolge konnten die Täter entkommen und bisher sei noch niemand im Zusammenhang mit diesem bewaffneten Raubüberfall verhaftet worden. Die Polizei bittet die Öffentlichkeit sich sofort zu melden, wenn irgendjemand Informationen besitzt, die zur Festnahme der beiden Verbrecher führen könnte.
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Überfall auf Campingplatz
Do, 2008-12-18 02:00 — Allgemeine Zeitung
[b]Tourist zusammengeschlagen - Zu Hilfe eilender Besucher wird bestohlen
Schläge mit einer Metallstange und Holzknüppel führten zu Platzwunden am Arm und am Kopf. Ein Knochen am Unterarm wurde durch die Wucht der Schläge angebrochen.

Windhoek - Hilferufe einer Frau an der Tür zum Gebäude des Trans-Kalahari-Inn-Campingplatzes weckten Dr. Helmar Subke um 1.15 Uhr am frühen Mittwochmorgen. Er rief der Frau aus seinem Dachzelt auf dem Campingplatz 1 zu, dass er ihr zu Hilfe kommen würde. "Sie haben meinen Mann erschlagen" seien die ersten Worte der verzweifelten älteren Touristin gewesen, sagte Subke. Er habe seine Lampe geholt und sei zum Campingplatz 5 gegangen. Dort habe er einen verletzten 70-Jährigen getroffen, der ihm zurief, dass "sie noch da wären und sich im Busch versteckten". Der verletzte Tourist habe Steine in die Richtung geworfen, in der er die Verbrecher vermutete. Allem Anschein nach hatten zwei dunkelhäutige Männer den Mann mit einer Metallstange und einem Holzknüppel zusammengeschlagen, als er aus dem Zelt kriechen wollte. Dr. Subke, von Beruf Chirurg, sagte dass der Tourist Platzwunden am Kopf und Arm und vermutlich eine Fraktur am Unterarm hatte. "Der Mann war verdammt cool und zäh", sagte der Arzt, der seit 1974 schon sehr oft in Namibia war. Er habe den Citi Golf des Ehepaares zum Gebäude des Campingplatzes gebracht und sei dann zu seinem Fahrzeug gegangen, um Verbandszeug zu holen."Als ich an meinem Fahrzeug ankam sprang ein Mann sehr behände aus meinem Dachzelt und verschwand in der Dunkelheit. Meine Befürchtung bewahrheiteten sich kurz darauf, denn meine Tasche mit Laptop, GPS, externer Festplatte, Kabeln, Akkus und allem was dazu gehört, die ich zur Sicherheit zu mir ins Zelt genommen hatte, war verschwunden", sagte Dr. Subke.
Inzwischen sei der Eigentümer des Campingplatzes, Hartwig Grimm, wach geworden, habe die Hunde raus gelassen und den Alarm für die Sicherheitsfirma ausgelöst. Anschließend habe der Besitzer vergeblich versucht die Polizei beim Hosea-Kutako-Flughafen zu erreichen und nach unzähligen Versuchen habe er die Polizei in Windhoek telefonisch benachrichtigen können. Nach einer Stunde seien Angestellte des Sicherheitsdiensts auf der Kleinsiedlung östlich von Kappsfarm aufgetaucht und nach zwei Stunden endlich die Polizei. Dem Ehepaar sei Grimm zufolge nichts gestohlen worden. Im Krankenhaus habe sich gestern herausgestellt, dass ein Knochen im Unterarm angebrochen sei. Zudem zeugten zwei Blutergüsse, dass zwei harte Schläge den Mann an der rechten Seite des Körpers getroffen hatten.
Der Pressesprecher der Polizei, Vize-Kommissar Hophni Hamufungu konnte keine weiteren Informationen über den Überfall geben, sagte aber, dass er versuchen werde herauszufinden, warum die Polizei nicht schneller vor Ort oder zu erreichen war.
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Namibia galt bislang immer als relativ sicher. In den örtlichen Medien (AZ-Windhuk Polizeibericht) kann man die Sicherheitslage besser einschätzen. Damit manche Namibia-Reisende besser vorbereitet sind, hab ich mal einige Berichte der letzten Monate kopiert.
Was die Leute so erlebt haben ist äusserst interessant und hilfreich in Bezug Prevention.

z.B. sind Campingplätze keineswegs sicher, da das Personal evt. auch mit den Tätern unter einer Decke steckt.
Ebenso wird vermutet, dass das Personal der Leihwagenfirmen am Airport nicht unbeteiligt ist. Wenn Touristen nach Ankunft mit dem Leihwagen nach Windhuk fahren, wurden diese von Unbekannten verfolgt und ausgeraubt.
Auch bekannte Touristen-Lodges werden überfallen und natürlich Überfalle auf den Überlandstrassen. Spazierengehen in Windhuk ist längst nicht mehr so unproblematisch wie es früher mal war.


Allgemeine Zeitung von Windhuk.
http://www.az.com.na/polizei-und-gericht/index-59.php

In der Rubrik Polizeibericht, nur ein paar Auszüge von 2009

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AZ-Bericht
Namibia Verbrechen häufen sich
Polizei veröffentlicht Statistiken ? Zusammenarbeit gefordert ? Erfolge genannt
Mindestens jeden zweiten Tag wurde zwischen Februar und August 2009 ein Tourist in Namibia entweder überfallen, bestohlen oder entführt. Diese Angaben teilte Polizeidetektiv Melvin Gaseb von der Sondereinheit zum Schutz von Touristen (TPU) gestern in Windhoek mit.
Windhoek ? Laut Gaseb stellen der Großteil der Opfer im genannten Zeitraum deutsche Touristen dar. Insgesamt 39 Fälle gegen Deutsche wurden gemeldet: 15 Überfälle, 14 Diebstähle, neun Fahrzeugdiebstähle und eine Entführung.
?Wir können solche Fälle natürlich vermindern, wenn wir zusammenarbeiten?, sagte Gaseb beim jüngsten Treffen des Arbeitskreises zur Prävention von Kriminalität gegen Touristen. Der im Jahr 2006 gegründete Arbeitskreis setzt sich aus Vertretern verschiedener Interessengruppen (Polizei, Stadtpolizei, Stadtverwaltung und Tourismusverbänden) zusammen.
Gasebs Statistiken zufolge wurden zwischen Februar und August bei der Polizei insgesamt 121 Anzeigen erstattet, bei denen Ausländer betroffen seien.
Wie der Polizist Gaseb weiter sagte, ermittele die Sondereinheit sämtliche Verbrechen, auch Betrug. ?Wir haben zwar zu wenig Personal und nur zwei Wagen, doch wir versuchen unser Bestes?, versicherte er.

TPU-Chef Tobias Elago sagte bei dem Treffen, dass noch Vieles getan werden müsse. ?Wir sind derzeit damit beschäftigt, eine Außenstelle der Sondereinheit in Swakopmund aufzubauen?, sagte er. Er fügte hinzu, dass die Einheit demnächst Pamphlete drucken und in Gästehäusern auslegen wolle. Darin würden Tipps und Hinweise zur Sicherheit von Ausländern stehen.
Zudem seien zwei Täter Mitte dieses Monats vor dem Staatshaus in einen Touristenbus eingebrochen. Sie sollen Kameras, Taschen und eine Pistole gestohlen haben. ?Wir haben beide verhaftet und einige Wertsachen wieder gefunden?, betonte Elago

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AZ-Bericht
Deutscher Staatssekretär und Familie mit Eigentümer der Heja Lodge überfallen
Kurz nachdem sie vom Essen in Windhoek zurückgekehrt und ihr Fahrzeug abgestellt hatten, wurden der deutsche Staatssekretär Gert Lindemann und seine Familie sowie Eigentümer Heinz Dresselhaus auf der Farm Hoffnung von bewaffneten Gangstern bedroht, gefesselt und beraubt.
Windhoek ? Familie Lindemann und die Familie Heinz Dresselhaus kennen sich schon seit über zehn Jahren. Den 60. Geburtstag von Gert Lindemann feierte man Anfang dieses Monats gemeinsam in Kapstadt. Am vergangenen Donnerstag wurden Dresselhaus und seine Gäste auf der Farm Hoffnung überfallen und beraubt (die AZ berichtete). An dem besagten Abend waren Heinz Dresselhaus, der deutsche Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums Gert Lindemann, dessen Gattin Katie und Sohn Torre in Windhoek zum Essen. Anschließend fuhren sie gegen 22 Uhr zurück auf die Farm Hoffnung, einige Kilometer östlich von Windhoek. Dresselhaus habe die ferngesteuerte Garagentür geöffnet und den Wagen hinein gefahren. Im nächsten Augenblick sei das Fahrzeug von bewaffneten Männern umringt gewesen. ?Ich hatte den Lauf einer Pistole oder eines Revolvers am Kopf. Der Mann flüsterte nur, dass ich kooperieren solle?, sagte Dresselhaus. Bevor die vier Personen an Händen und Füßen gefesselt wurden, hätten die Täter ihnen Pfefferspray in die Augen gesprüht. ?Ich musste ihnen den Schlüssel zum Tresor geben. Meine Frau befand sich im Haupthaus und hatte uns zurückkommen gehört?, sagte der Eigentümer der Farm, auf der sich auch die Heja Lodge befindet. Gert Lindemann hätten die Kriminellen im Fahrzeug sitzen lassen, da dieser immer wieder gesagt habe, dass er nichts sehen könne. Dresselhaus, Katie Lindemann und der Sohn wurden in die angrenzende Werkzeugkammer gezogen und dort eingesperrt. Als Janet Dresselhaus in einem Bademantel bekleidet nach ihrem Mann rief, hätten zwei der fünf Verbrecher auch sie mit Pistolen bedroht, gefesselt und anschließend in die Werkzeugkammer getragen. ?Die Kriminellen haben meine Frau zumindest anständig behandelt und den Bademantel zugehalten?, so Dresselhaus. Nach knapp einer Stunde seien die Verbrecher in dem Geländewagen des Typs Landcruiser von Dresselhaus geflüchtet. Sie hatten eine hohe Summe Bargeld, darunter auch das Geld von Staatssekretär Lindemann, in verschiedenen Währungen erbeutet sowie sechs Mobiltelefone, zwei Digitalkameras, drei Uhren, einen Entfernungsmesser, zwei Taschen und zwei Jagdmesser. ?Mein Portemonnaie mit sämtlichen Karten wurde mitgenommen. Aber heute Morgen rief mich das Innenministerium an, da jemand meinen Führerschein und meine ID-Karte in Katutura gefunden und diese im Ministerium abgegeben hatte?, berichtete Dresselhaus gestern Mittag. Dagegen hätten die 24-Stunden-Notnummern der Standardbank und von MTC nicht funktioniert. ?Ich habe dort angerufen, um meine Karten sperren zu lassen, aber da geht nicht einmal jemand ans Telefon?, sagte Dresselhaus.

Er habe sich mit Hilfe seines Taschenmessers am vergangenen Donnerstagabend befreien können. Auch Gert Lindemann konnte sich seiner Fesseln entledigen und sei ?barfuss zum 200 Meter entfernten Haus meines Sohnes gelaufen, um dort Hilfe zu holen?, sagte der Farmer. Die Polizei sei informiert worden. Lindemann habe den Beamten gedroht, dass es Folgen haben würde, wenn diese ihre Arbeit nicht ordentlich und zuverlässig durchführen würden, so Dresselhaus. Gegen Mitternacht habe die Stadtpolizei den Landcruiser in Katutura entdeckt, mit dem die Verbrecher durch die Polizeikontrolle bei der Farm Hoffnung gefahren waren und anschließend den Geländewagen an einem Taxistand abgestellt hatten.

Staatssekretär Lindemann sei am Samstag wie geplant nach Deutschland zurückgeflogen. Auch sein Sohn habe planmäßig am Wochenende Namibia verlassen. ?Katie Lindemann wollte ursprünglich noch zwei Wochen bei uns bleiben, aber wir haben sie heute in ein Flugzeug zurück nach Deutschland gesetzt?, sagte Heinz Dresselhaus gestern. Sie stehe immer noch unter Schock und wollte nicht länger in Namibia bleiben, so der Farmer. Staatssekretär Lindemann war gestern in Berlin nicht zu erreichen.
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AZ-Bericht
Auf der Namib Desert Lodge von Gondwana Collection nahe Sesriem war gestern nach Mitternacht ein britisches Touristenpaar von vier Männern überfallen, mit Eisenstangen bedroht und mehrerer Wertsachen beraubt worden.


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AZ-Bericht
Touristen dreist überfallen
Blitzaktion vor Pension: Bande raubt Besucher im Auto aus ? 6000 Euro Schaden
Vier deutsche Touristen sind kürzlich in Windhoek am helllichten Tag Opfer eines dreisten Überfalles geworden. Den Vorfall vom 15. November teilte Peter Stahl, eines der Opfer, der AZ mit.

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AZ-Bericht
Blitzangriff vermiest Urlaub
Weitere Touristen bei Überraschungsüberfall beraubt ? Masche oder Einzelfälle?
Waren es nur bedauernswerte Einzelfälle oder macht eine neue und erschreckende Masche Schule? Fest steht: Der dreist-brutale Blitz-Überfall auf eine gerade in Windhoek eingetroffene Reisegruppe noch im Auto vor wenigen Wochen war nicht der einzige seiner Art.
Windhoek? Jetzt wurde der AZ ein ähnlicher Vorfall gemeldet, der sich bereits im September 2008 ereignet hatte: Ein Ehepaar aus Deutschland wurde dabei beraubt, der Namibia-Urlaub gleich am ersten Tag vermiest.
Wie Olaf Henrion, Chef der Karivo-Lodge und eigentlich später Gastgeber der vorgesehen, jetzt der AZ mitteilte, hatte das Ehepaar am Hosea-Kutako-Flughafen einen Wagen angemietet und sich auf den Weg nach Windhoek gemacht. Unterwegs war das Fahrzeug der Besucher mehrmals von einem dunkelroten Jetta überholt worden, der sich dann aber immer wieder zurückfallen ließ. Als das Ehepaar auf dem Windhoeker Luxushügel vor dem Haus von Freunden anhielt, erfolgte der Überraschungsangriff: Fünf Männer ? die Insassen des Jetta ? zerstörten die vorderen Seitenscheiben und rissen die Handtasche der Frau mit 300 N$ in bar an sich. Auch den Kofferraum wollten sie laut Henrion plündern, allerdings sei das Schloss verriegelt gewesen. Als die Täter geflohen waren, hatte sich für das deutsche Ehepaar der Urlaub erledigt: Eine eigentlich geplante Rundreise sagten sie ab und blieben stattdessen in Windhoek. Die Anzeige bei der Polizei hat bislang nichts erbracht.
Allerdings ist die gestohlene Handtasche in der Zwischenzeit wieder aufgetaucht: Zwar fehlte das Geld, das Telefon war aber beispielsweise noch da. Die Tasche war wieder bei Europcar am Flughafen abgegeben worden. Als Henrion allerdings dort nach dem Stück fragte, wollte man nichts davon wissen ? erst die Drohung mit der Polizei ließ das Diebesgut plötzlich auftauchen. Damit verstärkt sich bei ihm und den bestohlenen Touristen der Verdacht, dass Mitarbeiter bei Europcar ihre Finger ihm Spiel gehabt oder zumindest Mitwisser gewesen sein könnten. ?Den Gästen war bereits aufgefallen, dass am Schalter von Europcar am Flughafen ein Typ herumgelungert ist und immer versucht hat, bei der Buchung auf den PC-Bildschirm zu schauen, wo die Zieladresse angegeben werden muss?, so Henrion.
Im November war eine vierköpfige deutsche Reisegruppe in Klein Windhoek auf ähnliche Weise ausgeraubt worden, der Schaden belief sich damals auf 6000 Euro. Hier hatten insgesamt fünf oder sechs Täter in einem weißen Pkw das Auto direkt vor der Tür einer Pension angegriffen.


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Wüstenschiff.de forum mitglied schreibt:
Sorry - bin ein bisschen spät, weil erst seit heute in euerem Forum.
Ich kenne Namibia seit 1971 gut bis sehr gut und habe es Monate lang mit eigenen Fahrzeugen bereist. Eines ist klar: die Kriminalität hat in den letzten vier, fünf Jahren enorm zugenommen. Es vergeht kaum noch eine Woche, ja ein Tag, in dem die Zeitungen nicht von Überfällen auf Touristen berichten. Und zwar nicht nur in Windhoek oder Swakop. Ich selbst wurde im Januar 08 in Tsumeb nachts auf dem Campingplatz überfallen. Kurz nach 03.15 h hämmerte ein vermummter Mann an meinen Pajero (unter dessen Hochstelldach meine Frau und ich schliefen) und rief "bring Money". Neben ihm stand ein zweiter, ebenfalls vermummter Mann. Beide hielten schwere Messer mit Metallgriffen in der Hand. Meine Frau schrie so laut, dass man sie wohl noch in Windhoek hören konnte. Der Nachtwächter tauchte trotzdem nicht auf...
Die beiden Kriminellen begannen, mit ihren Messern das Dachzelt aufzuschlitzen, worauf ich mich entschloss, das Fahrzeug zu verlassen. Ich zog eine kenianische Panga, ein grosses Buschmesser, aus ihrer Scheide und ging damit auf die beiden Männer los. Sie versuchten, mir Steine und Dreck in die Augen zu werfen, was ihnen nicht gelang, weil sie nicht nah genug an mich herankamen. Während ich mich mit dem einen herumschlug, zertrümmerte der andere die beiden Vorderscheiben und riss zwei Gepäckstücke, die auf den Vordersitzen lagen, heraus. Dann rannten die beiden in die Gebüsche hinter dem Campingplatz. Die über Handy heran gerufene Polizei kam relativ rasch (30 Minuten) und sagte als erstes zum Campmanager "jetzt müsst ihr aber langsam etwas gegen die Überfälle unternehmen". Dann meinte einer der beiden Polizisten "jetzt fahren wir in die Stadt (Tsumeb, etwa 2 km entfernt) zurück und vielleicht finden wir die beiden Diebe auf der Strasse"!!!!!!!!!
Ich veröffntlichte in der "Allgemeinen Zeitung" einen langen Leserbrief und erhielt darauf ein halbes Dutzend Zuschriften von Leuten, die ebenfalls überfallen und ausgeraubt worden waren.
Zum Kalahari Inn Hotel/Campsite: Dort gibt es geradezu regelmässig Überfälle auf Camper bzw. werden Reisemobile aufgebrochen und ausgeräumt. Besitzer Grimm lehnt in diesen Fällen immer jede Verantwortung ab. Er hat zwar vier oder fünf Dänische Doggen, aber die sind natürlich nachts eingesperrt. Ich hatte vor zwei oder drei Jahren mein Fahrzeug, einen Mitsu Pajero, bei Grimm in einer Halle untergestellt. Der 120 ltr-Dieseltank war voll (um die Korrosionsgefahr des Tanks/der Leitungen zu vermindern). Als ich den Wagen abholte, war der Tank bis auf den letzten Tropfen leer. Als ich Grimm zur Rede stellte meinte er "das kann nicht sein - wir brauchen keinen Diesel"!
Schon vor vier Jahren wurden ich und mein Sohn auf dem Campingplatz in Otjiwarongo nachts überfallen - obwohl der Platz nicht nur mit einem Drahtzaun, sondern auch mit elektrischen Drähten "gesichert" war (die Diebe hatten den Zaun durchtrennt und die Drähte mit Plastikschnüren hochgebunden...).

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Wüstenschiff.de forum mitglied schreibt:
Es gibt in Namibia kaum noch einen Campingplatz - auch nicht jene auf den Farmen -, der wirklich sicher ist. Schon gar nicht, wenn man allein auf den Plätzen campiert. In unserem Fall (siehe oben) kam der Nachtwächter aus dem 30 m entfernten Waschraum, als die Polizei eintraf. Er behauptete, nichts gehört zu haben. Das Geschrei meiner (kenianischen) Gattin war aber so laut, dass es hätte Tote erwecken können. Gesprächspartner in Namibia und ich selbst sind der Überzeugung, dass der Nachtwächter den beiden Kriminellen den Tipp gegeben hat, dass sich in der folgenden Nacht ein Überfall ohne grosses Risiko durchführen liesse.

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Wüstenschiff.de forum mitglied schreibt:
Auch in diesem Jahr (2009) ist es zu vielen Zwischenfällen in den Städten und "auf dem Land" gekommen. Wenn jemand glaubt oder behauptet, Namibia sei ein sicheres Reiseland, dann kann ich nur sagen: träum weiter.


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Wüstenschiff.de forum mitglied schreibt:
Während unserer 6-monatigen Afrika-Tour 2007/2008 wurden wir einmal Opfer eines Diebstahls (Campingmöbel und Tisch in Katima Mulilo), das andere Mal erlebten wir sehr hautnah einen bewaffneten Raubüberfall mit Schußwaffeneinsatz nächtens am städtischen Caravanpark in Tsumeb mit.
Hier ein Ausschnitt des Berichtes auf unserer Webseite:
"Der zweite Vorfall, allerdings wesentlich gravierender, ereignete sich nur zwei Tage später auf dem idyllischen CARAVANPARK, den die Gemeinde Tsumeb am Ortseingang eingerichtet hat. Er ist mit einem hohen Stacheldrahtzaun gesichert und wird bewacht durch einen mit Schlagstock(!) bewaffneten 'Security'-Mann. Um halb vier Uhr am Morgen wurde in unmittelbarer Nähe unseres Fahrzeugs ein Schuss abgegeben. Zu sehen war zunächst nichts. Dann wurden wir Zeuge eines regen Treibens in etwa 20 m Entfernung. Drei unter Tiefstrahlern und Laternen aufgebaute Zelte mit etwa 6 Personen (weissen Namibiern) wurden von 2 schwarzen Gangstern beraubt, während die Opfer mit über den Kopf gekreuzten Armen am Boden lagen. Einer von ihnen bekam mit einer Machete noch einen heftigen Schlag auf den Rücken und blutete stark. Gestohlen wurden u.a. sämtliche Kleidungsstücke, ein teures Handy und 1500 N$. Bei der Flucht näherten sich die beiden Räuber wieder unserem in der Dunkelheit geparktem Wagen und wollten durch die offene Hecktüre ins Innere greifen. Wir konnten sie erstaunlicherweise abwehren, vermutlich weil sie ohnehin schon alle Hände voll mit Raubgut hatten. Die mit Mühe alarmierte Polizei kam 20 Minuten nach dem Raub, nahm die Verfolgung nur halbherzig auf und konnte folglich niemanden stellen.

Im Laufe der Untersuchungen stellte sich heraus, dass unser spanischer Campingnachbar ebenfalls beraubt wurde. Es wurde dabei eine Seitenscheibe eingeschlagen und aus dem dunklen Auto (nur) der Waschbeutel gestohlen, während der Spanier oben in seinem Dachzelt schlief. Wir kamen mit ihm ins Gespräch und er erzählte uns, dass er bereits seit 8 Monaten in Namibia im Lande herumreise, um Fakten für den Reiseführer zusammenzutragen, an dem er gerade arbeite. In dieser Zeit sei er bereits fünf Mal beraubt und bestohlen worden, so z.B. auf dem schwer gesicherten Camping-Platz der Arebbusch Travel Lodge in Windhoek. Schlimmer war, dass ihm sein vollausgerüstetes Reisefahrzeug, ein exotischer Toyota Fourrunner, bei einer kurzen Rast an der Hauptstrasse in Oshakati von drei Räubern wortlos abgenommen wurde. Glücklicherweise fand er das Auto unbeschädigt wieder! Vermutlich wurde es von den Gangstern am Strassenrand stehen gelassen, weil es Linkslenker war, mit spanischer Autonummer, und daher ungeeignet zum Verkauf in Namibia oder Südafrika. Sein Problem war nun die Entscheidung, ob er trotz der vielfach selbst erlittenen Kriminalität Namibia als Reiseland empfehlen konnte.

Im Laufe unserer Reise kamen wir immer wieder ins Gespräch mit anderen Touristen, mit solchen, die seit Jahren immer wieder in Namibia Urlaub machen und solchen, die mit einem Mietwagen unterwegs waren. Und alle gaben an, schon Opfer von Diebstählen (Campingmöbel sind offensichtlich heiss begehrt!) geworden zu sein. Vorsicht ist auch auf den grossen Parkplätzen der Einkaufszentren geboten. Gibt man den 'Aufpassern' kein Trinkgeld, passiert es immer wieder, dass das Fahrzeug währen des Einkaufs ausgeraubt wird oder eine zertrümmerte Flasche vor ein Rad gelegt wird, was jedesmal einen zerfetzten Reifen zur Folge hat."


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AZ-Bericht?
Geld her oder Du bist tot?
Motorradfahrer aus Österreich auf Straße nach Döbra umgestoßen und ausgeraubt
Nahe Windhoek ist erneut ein Tourist Opfer eines dreisten Überfalls geworden: Der 51-jährige wurde auf der Schotterstraße von seinem Motorrad geworfen und ausgeraubt.
Windhoek ? Der Vorfall ereignete sich bereits am Mittwochmittag: Der Motorradfahrer aus der Nähe von Wien, seit zehn Jahren regelmäßiger Namibia-Tourist, wohnt bei Bekannten in Döbra und war auf dem Rückweg, als er auf der Schotterstraße vor sich einen einzelnen Mann gehen sah. ?Als ich auf gleicher Höhe war hat er mich plötzlich angesprungen, mich samt Motorrad umgeworfen, das dabei auf mich gefallen ist. Dabei habe ich mir Schürfwunden und ? durch den heißen Zylinder - Verbrennungen am linken Bein zugezogen?, berichtete Berger am Wochenende im AZ-Gespräch. ?Ich dachte zunächst, der Typ sei besoffen. In diesem Moment hatte ich aber schon ein Messer am Hals, er meinte ?Geld her oder Du bist tot?.? Zunächst sei es ihm gelungen, sich aufzurappeln und Richtung Straßenrand zu flüchten, wo er ein Stück Schrott gesehen hatte und sich damit gegen den Angreifer, den er als ?schwarz und etwa 30 Jahre alt? beschreibt, wehren wollte. Der habe die provisorische Waffe allerdings weggeschlagen und dann Uhr, Handy und Brieftasche gegriffen, bevor er sich in die Büsche geschlagen habe. Auf 1300 Namibia-Dollar beziffert Berger den Schaden.
Der Verletzte brachte mühsam das leicht ramponierte Motorrad wieder in Gang und fuhr zur Polizei in Windhoek, um den Vorfall zu melden. Obwohl er sichtbare Verletzungen hatte, musste er in einer langen Schlange warten; als er endlich an der Reihe war und Anzeige erstattet hatte, seien zum Ärgernis des 51-Jährigen weder Auto noch Einsatzkräfte für eine Fahrt gen Döbra verfügbar gewesen. ?Ein Mann mit einem Hund hätte gereicht, um den Typen zu finden?, meint B., der auch einen Verdacht hat: ?Wahrscheinlich ist der Kerl einer der Zuhälter von den leichten Mädchen, die dort auf der Brücke stehen.? Von der Polizei hat er bis heute nichts mehr gehört.
zuletzt bearbeitet 12. Juli 2013
649 Beiträge · seit 200708. Juli 2013 · #72
Habe mir gerade diesen Thread noch mal am Stück angeschaut - und irgendwie bekomme ich ein zunehmend mieses Gefühl bei den Beiträgen mit dem Tenor "kann und ist mir in XXX auch passiert" und "wenn Du nicht xxx gemacht hättest, dann wäre das nicht passiert".

Auch wenn es in Italien/Spanien/Sulawesi/Deutschland/../ auch zu Raubüberfällen kommen kann - irgendwie hat das wenig mit dem beschriebenen Überfall zu tun.... Was soll damit erreicht werden? Passierte Überfälle zu ignorieren?

Nach den sich häufenden Berichten von Überfällen - auch von erfahrenen Namibia-Fahrern - halte ich soche Beiträge für mehr als kontraproduktiv. Die, die schon da waren, wissen in etwa, was sie erwarten können. Und Neulingen sollten wissen, daß die Welt auch im Namibia-Urlaub nicht heil und gewaltfrei ist. Ich habe den eindruck, daß die Kriminalität mittlerweile eine Schwelle erreicht hat, bei der das Schön-Reden die Sache nur noch unterstützt.

Das selbe gilt für Beiträge "Wenn Du nicht xxx..." Im nachhinein ist jeder schlau. Eine Aufzähling von Dingen, auf die man achten sollte, ist sicher sinnvoll - dem Opfer seine Mitschuld vor Augen zu führen sicher nicht! Damit macht man das Opfer zum Mittäter. Ein Überfall ist die Handlung, die falsch, falsch, falsch ist! Eine Kamera um den Hals zu tragen ist vom Prinzip erst einmal nicht strafbar! Wenn selbst wir das anders herum sehen - dann sollten wir uns nicht wundern, wenn die Kriminellen der Ansicht sind, daß die beklauten, beraubten, verletzten Touris selber schuld sind......
2'048 Beiträge · seit 200708. Juli 2013 · #73
Christian schrieb: OFF TOPIC
der Trend bei HIV/AIDS geht zum Glück in den letzten Jahren in die richtige Richtung. Mittlerweile bekommen 90 % der Bevölkerung Antiretrovirals, was natürlich nicht das Problem ansich bekämpft, aber zumindest die Lebenserwartung der infizierten erhöht. Die Arbeitslosgkeit ist offiziell nun bei 35 % und es werden in fünf Jahren ca. 19 Milliarden (!) N$ in das TIPEEG-Program zur Schaffung von 140.000 Arbeitsplätzen investiert. Die Regierung tut also schon einiges... nur wir alle wissen, dass es schlichtweg schwierig ist z.B. Analphabeten zu vermitteln.
Hallo Christian,
auch wenn es off topic ist möchte ich nachfragen / korrigieren:
Wenn die Behandlung funktionieren würde, dann würde bei unveränderter Neuansteckung die Zahl der Anteil der HIV-Infizierten in der Bevölkerung steigen, da die infizierten nicht mehr so schnell absterben aber gleichbleibend viel Neuansteckungen zusätzlich dazu kommen. Das ist in Namibia aber nicht der Fall, im Gegenteil.
Behandelt wird alternativ zu Retroviralen Medikamenten auch mit meiner Ansicht nach unwirksamen Vitamintherapien. Das Recht auf Behandlung besteht erst bei einem Absinken bestimmter Zellen unter einen sehr niedrigen Grenzwert. Von denen, die unter dem Grenzwert liegen werden nach den mir vorliegenden Zahlen nur ca. 60% behandelt.Für 95% wäre eine Behandlung inzwischen erreichbar, aber die Bereitschaft selbst der schwer kranken, meist gleichzeitig an Tuberkulose und / oder Malaria erkrankten ist wegen der Angst vor Ausgrenzung und den Nebenwirkungen so gering. Die WHO empfielt einen viel höheren Schwellenwert zum Beginn der Behandlung. In Deutschland z.B. wird eine Behandlung bereits bei positiver Viruslast empfohlen, wobei die Beseitigung der Viren im Blut der infizierten auch eine der effektivsten Mittel gegen die Ausbreitung der Krankheit ist. Besonders dramatisch sehe ich das bei den infizierten Schwangeren, die in Namibia mangels Behandlungsmöglichkeit und fehlender Behandlungsbereitschaft mit einer Wahrscheinlichkeit von ca. 30% während der Schwangerschaft, der Geburt oder nachfolgend durch das Stillen die Kinder anstecken.
Oben habe ich vorausgesetzt, dass die Zahl der Neuansteckungen gleich bleibt. Darüber gibt es aber in Namibia keine exakten Zahlen. Es wird nur aus den Testungen erstgebährender Frauen hochgerechnet. Und dort liegt die Spannweite bei niedrigen Werten im Süden bis hin zu 60% HIV-positiver Schwangerer in einigen Gebieten im Norden. Diese Zahlen werden dann für das ganze Land hochgerechnet und sehr politisch diskutiert. Aber genaue Zahlen hat keiner für Namibia.
Meine Einschätzung: Das Sterben an HIV hat zugenommen und es wird in den nächsten Jahren deutlich steigen, wenn die Behandlungsbereitschaft nicht deutlich besser wird. Da von HIV nicht nur arme und ländliche Bevölkerung betroffen ist, sondern auch die sogenannte Mittelschicht und die gebildeten Leistungsträger wird dies erhebliche negative Auswirkungen haben, vermutlich aber nicht so gravierend wie in Botswana.
Aber da der Staat es nicht schafft, die Bildung der AIDS-Waisen bzw. der Kinder, deren Eltern nicht mehr arbeiten können zu sichern, werden in 20 Jahren eine rießige Gruppe abgehängter Menschen fragen, warum die Politik so versagt hat. Offiziell sind weit über 200.000 Kinder als "orphans and vulnerable children" anerkannt, das sind weit über. 5% der Gesamtbevölkerung! Aber in ländlichen Gebieten und in manchen Regionen funktioniert das System gar nicht und fast alle diese Kinder bekommen keinerlei Bildungschancen, obwohl nach dem Gesetz der Schulbesuch kostenlos sein sollte. Aber fast an allen abgelegenen Schulen habe ich gehört, dass die Lehrer die Kinder dann nicht aufnehmen, weil sie ohne Schulgebühren keine Materialien anschaffen können. Es gibt keinen Ausgleich dafür.Und in zentraleren Regionen gibt es mehr Anmeldungen an den Schulen als Schulplätze. Nur sehr wenige der OVC erreichen einen Schulabschluss. Da wird ein großer Teil der indirekt von HIV betroffenen Kinder um ihre Entwicklungschancen gebracht, es ist in allen offiziellen Darstellungen nachlesbar, wenn auch gut versteckt. Und keinen in der Namibianischen Regierung scheint das zu interessieren.
Sorry dass ich so abschweife - aber das ist halt das Thema, mit dem ich mich u.a. in den letzten Jahren beruflich in Namibia beschäftige.
Und wenn ich dann deine Zahlen zu TIPEEG lese, die ja bedeuten, dass jeder dieser 140.000 Arbeitsplätze in den 5 Jahren jeden Monat mit über 2000 NAD unterstützt wird - dann verstehe ich die Politik in Namibie gar nicht mehr.. 2000 NAD dürfte mehr als der volle Lohn für einen einfachen Arbeitsplatz sein.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
203 Beiträge · seit 201209. Juli 2013 · #74
Hallo alle

Ehrlich gesagt, lese ich diesen Bericht und schaue etwa wie mein Avatar...

Wir reisen am Sonntag zum ersten Mal nach Namibia und jetzt bin ich doch etwas verunsichert... ich dachte bisher eigentlich nicht, dass ich bersorgt sein müsste und war es auch nicht, aber jetzt - nach dieser Häufung solcher Threads - bin ich es doch ein bisschen...

Ich komme mir nun etwas blöd vor, aber ich muss jetzt einfach mal nach ein paar einfachen Verhaltensregeln fragen:
1. Kann man in den Städten (Windhoek, Swapkop, andere) in der Nacht zu Fuss unterwegs sein oder ist das ein no-go?
2. Einkauf Windhoek zu Beginn; besser vorher mit Mietauto ins Hotel und alles Gepäck dort abladen und dann mit Auto zum Einkauf? Wo am besten einkaufen?
3. Wenn unterwegs irgendwo einkaufen (d.h. alles Gepäck im Auto); sollte jemand im Auto bleiben? Oder gibt es an vielen Orten bewachte Parkplätze?
4. Anderes?

Grüsse vom Gnu
Reisebericht 2013: 3 Wochen, 2 Dachzelte – unsere 1. Namibia-Reise Reisebericht 2014: Gnu bei den Gnus; Tansania-Kurzreise 2014 http://www.flickr.com/photos/philipp_bosshard "Blitze zucken, Funken sprühen. Mit einem Blinzeln deiner Augen hast du das Sehen verpaßt" (Mu-mon, um 1200)
2'048 Beiträge · seit 200709. Juli 2013 · #75
Hallo Gnu,
Ich komme mir nun etwas blöd vor, aber ich muss jetzt einfach mal nach ein paar einfachen Verhaltensregeln fragen:
1. Kann man in den Städten (Windhoek, Swapkop, andere) in der Nacht zu Fuss unterwegs sein oder ist das ein no-go?
2. Einkauf Windhoek zu Beginn; besser vorher mit Mietauto ins Hotel und alles Gepäck dort abladen und dann mit Auto zum Einkauf? Wo am besten einkaufen?
3. Wenn unterwegs irgendwo einkaufen (d.h. alles Gepäck im Auto); sollte jemand im Auto bleiben? Oder gibt es an vielen Orten bewachte Parkplätze?
4. Anderes?
es ist nich so, dass diese Threads Namibiaanfänger verschrecken sollen. Aber man sollte sein Risiko kennen.
1. Nachts zu Fuß würde ich in vielen Städten Namibias vermeiden. Die Einheimischen fahren Auto. Im forum kursieren auch Telefonnummern von vertrauensvollen Taxifahrern.
2. Das leere Auto ist besser, aber ein equiped camping car ist nie leer. Also nur bewachte Parkplätze. Einkaufen würde ich bei Tourbeginn im Super Spar.
3. Es gibt oft bewachte Parkplätze. und es gibt Problemparkplätze, die ich trotzdem anfahre, weil es eben die einzig vernünftige Einkaufsmöglichkeit ist z.B. Spar in Omaruru, Grootfontein, Keetmanshop. oder Netbank in Grootfontein auch mit Belästigung am Geldautomaten.
4. Gerade am ATM lohnt es sich, wenn jemand "Rückendeckung" gibt. Da kommen extrem aufdringliche Helfer, die versuchen dein Geld oder deine Karte zu bekommen. Sowas war das einzige Mal, das ich Pfefferspray benutzt habe in Namibia um mir die Leute vom Hals zu schaffen.
Ansonsten hilft der gesunde Menschenverstand und gesunde Vorsicht. Pannenfahrzeuge die nicht ersichtlich Touristen sind fahre ich nur mit Seitenabstand und etwas geöffnetem Fenster an, bin Startbereit, falls es ein fake ist. Aussteigen und Helfen würde ich als technische Niete eh nicht, nur selbst zur nächsten Farm fahren und dort Hilfe organisieren. Wichtig falls du zu einen Verkehrsunfall kommst: Die Aufmerksamkeit gehört dem Unfallwagen, dahinter wird geklaut was geht.Viel zu oft werden auch die Opfer hemmungslos bestohlen.
Und wenn es zum Diebstahl / Überfall kommt: Riskier blos nicht wegen ein paar Kröten dein Leben. Verteilt euer Geld / eure Karten auf alle Personen und dann an verschiedene Stellen (Geldgürtel oder Hüftgurt unter der Kleidung etc.) damit im Falle eines Falles nicht alles weg ist. Ich habe nur eine alte, nicht mehr gültige Karte und ganz wenig NAD im Geldbeutel, den kann ein Dieb dann gerne haben. Alles andere ist eben gesicherter an verschiedenen Plätzen verteilt am Mann aber auch im Auto.versteckt. Aber nie in Handtasche oder Rucksack, weil das kann man sehr leicht wegnehmen. In Namibia nutze ich ein uralt-billig Handy. Wer dort mit seinem neusten iphone oder ipad protzen muss erhöht völlig unnötig sein Risiko.Gleiches gilt für Schmuck, Luxusuhren und eben das sündhaft teure Fotozeugs. Entweder einfach oder möglichst nicht sichtbar. für andere ist da sinnvoll. Wichtig ist: mach dir vor Abreise Kopien von Pass und Ticket und steck das in die Cloud, das kannst du dann von überall abrufen und Nutzen.
Und ansonsten nicht verrückt machen, nur vernünftig sein. Angst hilft dir gar nichts, nur Umsicht.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
56 Beiträge · seit 200709. Juli 2013 · #76
Hallo Gnu,

deine Fragen sind überhaupt nicht blöd, sondern absolut berechtigt und ich kann nur kurz sagen, wie wir es bisher immer gehandhabt haben:
1. In der Nacht zu Fuß in den Städten - ein absolutes No-Go für uns (wurde uns auch oft von Einheimischen bestätigt)
2. Für den Einkauf in Windhoek das Gepäck besser beim Autovermieter oder im Hotel lassen und mit leerem Auto zum Einkauf -
ihr werdet euch viel besser fühlen. Alternativ kann auch jemand beim Auto bleiben, ist aber nicht so toll. Wir kaufen immer
in der Maerua-Mall ein, dort bekommt man alles.
3. Wenn euer Gepäck im Auto ist, sollte immer jemand im Auto bleiben. Es gibt zwar meistens Parkwächter, aber auf die würden
wir uns bei einem vollbepackten Auto keinesfalls verlassen wollen.
4. Auch beim Tanken gut aufpassen und die Autotüren geschlossen lassen. Wichtiges und wertvolles Gepäck sowie Papiere
usw. sollte keinesfalls leicht greifbar von außen sein !

Ansonsten genießt die Zeit und die wunderschöne Natur und Tierwelt - bei uns dauert es noch einige Wochen...
Viele Grüße !
5'538 Beiträge · seit 200809. Juli 2013 · #77
Guten Abend, Gnu,

1. Kann man in den Städten (Windhoek, Swapkop, andere) in der Nacht zu Fuss unterwegs sein oder ist das ein no-go?

Generell sollte man in der Dunkelheit nie alleine oder zu zweit unterwegs sein.

2. Einkauf Windhoek zu Beginn; besser vorher mit Mietauto ins Hotel und alles Gepäck dort abladen und dann mit Auto zum Einkauf? Wo am besten einkaufen?

Wenn Ihr ohnehin in Windhoek übernachtet, würde ich auf jeden Fall erst ins Hotel fahren. Wenn Ihr aber mit vollem Auto parken wollt, dann fahrt ins Wecke Voigts Center. In dem Parkhaus etwa bis in die 3. oder 4. Etage fahren, wo der Übergang zum Kalahari Sands Hotel ist. Dort stehen immer Guards. Denen zeige ich mein Auto und verspreche Ihnen N$ 20 oder auch N$ 50, wenn sie auf das Auto aufpassen, bis ich wiederkomme. Das ist so viel Geld, dass der Guard die ganze Zeit bei Deinem Auto bleibt und nicht weggeht, bis Du wieder kommst.

3. Wenn unterwegs irgendwo einkaufen (d.h. alles Gepäck im Auto); sollte jemand im Auto bleiben? Oder gibt es an vielen Orten bewachte Parkplätze?

Das ist eine Glaubensfrage. Glaubensfrage deshalb, weil es zwar in den Städten fast überall junge Menschen gibt, die auf das Auto aufpassen, aber ob die im Ernstfall nicht weggucken, weiß ich nicht. Wenn Du aber beim Spar in Swakopmund oder Otjiwarongo einkaufst, dann sollte da nichts passieren. In anderen Städten wäre ich vorsichtiger.

4. Anderes?

Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen, die es überall zu beachten gilt, wo Armut und Reichtum (Du bist in den Augen von 95 % der Namibianer reich) zusammenkommen. Das heißt zum Beispiel, dass man die Fenster immer verschlossen hat und an den Ampeln eigentlich auch die Türen von innen verschließen sollte. Vor allen Dingen die hinteren offenen Türen laden dazu ein, mal schnell die Kamera oder was sonst auf dem Rücksitz liegt zu grapschen.

Ansonsten einfach vernünftig - nicht zu auffällig - verhalten und nicht in abgelegenen Ecken rumlaufen.

Liebe Grüße
Gerd
23 Beiträge · seit 201309. Juli 2013 · #78
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zuletzt bearbeitet 09. Juli 2013
126 Beiträge · seit 201309. Juli 2013 · #79
Gnu schrieb:Hallo alle

Ehrlich gesagt, lese ich diesen Bericht und schaue etwa wie mein Avatar...

Wir reisen am Sonntag zum ersten Mal nach Namibia und jetzt bin ich doch etwas verunsichert... ich dachte bisher eigentlich nicht, dass ich bersorgt sein müsste und war es auch nicht, aber jetzt - nach dieser Häufung solcher Threads - bin ich es doch ein bisschen...

Ich komme mir nun etwas blöd vor, aber ich muss jetzt einfach mal nach ein paar einfachen Verhaltensregeln fragen:
1. Kann man in den Städten (Windhoek, Swapkop, andere) in der Nacht zu Fuss unterwegs sein oder ist das ein no-go?
2. Einkauf Windhoek zu Beginn; besser vorher mit Mietauto ins Hotel und alles Gepäck dort abladen und dann mit Auto zum Einkauf? Wo am besten einkaufen?
3. Wenn unterwegs irgendwo einkaufen (d.h. alles Gepäck im Auto); sollte jemand im Auto bleiben? Oder gibt es an vielen Orten bewachte Parkplätze?
4. Anderes?

Grüsse vom Gnu
Hallo zusammen,

Mir ergeht es gerade wie Gnu...

Ich war vor rund 20 Jahren letztmals in Namibia, habe vorher fast 8 Jahre im nahen Osten und in Westafrika gelebt. Somit sind meine Afrikaerfahrungen schon lange her, aber unerfahren bin ich doch nicht. Ich freue mich auf unseren Familienurlaub im Herbst (ein grosser Traum geht in Erfüllung) und sah unserer Reise mit Zuversicht entgegen. Ich kenne die gängigen Vorsichtsmassnahmen, sie sind mir noch im Blut. Trotzdem stimmen mich die Berichte der letzten Tage nachdenklich und ich bin auch etwas verunsichert...

Wie ist es eigentlich bei Sehenswürdigkeiten oder bei Aussichtspunkten/Fahrpausen unterwegs?
Wir sind zu 6. mit einem Auto, Bodenzelten und minimaler Campingausrüstung unterwegs. Wir werden (aus Platzgründen) Zelte und Gepäck auf dem Dach transportieren müssen.
Sollten wir da das Gepäck vom Dach immer ins Autoinnere umlagern, wenn niemand von uns beim Auto bleibt, zbsp. bevor wir in Sossusvlei auf eine Düne wandern?... Und - können wir das Gepäck in den Zelten zurück lassen, derweil wir tagsüber unterwegs sind (Tsondab, Spitzkoppe, Aadabi, Etosha, Waterberg)? Wertgegenstände natürlich nicht, aber Taschen mit Kleidern und Schlafsäcke zBsp..

vielen lieben Dank, marilou
Lebensträume
5'538 Beiträge · seit 200809. Juli 2013 · #80
Guten Morgen, Marilou,

Verunsicherung ist das schlimmste, was Dir jetzt passieren kann. Denn wenn man verunsichert ist, macht man Fehler und die solltest Du auf jeden Fall vermeiden. Verunsicherte Touristen ziehen die Diebe/Räuber an, wie Angstschweiß die Hunde.

Deshalb ist die erste Sicherheitsmaßnahme normales Verhalten.

Wie ist es eigentlich bei Sehenswürdigkeiten oder bei Aussichtspunkten/Fahrpausen unterwegs?

Leider sehr unterschiedlich. Fahrpausen unterwegs solltet Ihr nur in übersichtlichem Gelände machen, wo Ihr sehen könnt, ob und wer auf Euch zukommt. Bei Aussichtspunkten rund um die Städte sollte man die Gegend rundherum erst einmal mustern, bevor man aussteigt. Je weiter diese Punkte von den Städten entfernt sind, umso geringer ist die Gefahr. Denn die mit den bösen Absichten, müssen ja erst mal zum Ort Ihres geplanten Handelns kommen.

Wir sind zu 6. mit einem Auto, Bodenzelten und minimaler Campingausrüstung unterwegs.

Wenn Ihr nicht vier Kleinkinder dabei habt, ist das gut. Denn je mehr Menschen da sind, umso größer ist das Risiko für einen Räuber.

Sollten wir da das Gepäck vom Dach immer ins Autoinnere umlagern, wenn niemand von uns beim Auto bleibt, zbsp. bevor wir in Sossusvlei auf eine Düne wandern?... Und - können wir das Gepäck in den Zelten zurück lassen, derweil wir tagsüber unterwegs sind (Tsondab, Spitzkoppe, Aadabi, Etosha, Waterberg)? Wertgegenstände natürlich nicht, aber Taschen mit Kleidern und Schlafsäcke zBsp.

Im Sossusvlei, um Tsondab und Aadabi hätte ich weniger Sorgen. Zu einsam. Bei der Spitzkoppe wäre ich sehr vorsichtig, weil da viele "Steinsucher" rumlaufen, denen ich aber nicht trauen würde. Zum Waterberg kann ich nicht viel sagen.

Liebe Grüße
Gerd