Max PowerThemenstarter570 Beiträge · seit 201113. Feb. 2013 · #161
Und das ist nochmal unser Auto
Für alle die später eingestiegen sind: Ich kann das System nur empfehlen. Und wir haben wirklich VIEL Platz in der Canopy. Genial Das ist dann noch unser Türschild für die nächste Nacht: bei dem Oryxkopf
Und nun folgt viel Landschaft… wir haben nämlich eine Stunde vor Sonnenuntergang uns auf den Weg gemacht die Blutkuppe zu besteigen. Sie fühlt sich wie eine riesige aufgeblähte Semmel an. Weil überall blättert kissenförmig das Material ab. Hinzu kommt noch Windschliff und Höhlen.
Und selbst hier oben gibt es Bäume!!!
So schaut das dann von ganz oben aus
Und Richtig… die Sonne neigt sich gen Horizont. Auf dem Bild hab ich auch mal markiert, wie weit die anderen Camper so wegstehen. Insg. Waren von den 20? Plätzen so 3-4 besetzt. Und das in der Mitte sind wir. Der nächste ist zwar von hier oben zu sehen, sonst hatten wir keinen Kontakt. Und die übernächsten… sind ewig weit weg. Man ist hier also wirklich „alleine“ ohne verloren zu sein. So mag ich das.
Max PowerThemenstarter570 Beiträge · seit 201113. Feb. 2013 · #162
Wir haben es wieder runtergeschafft… aber 45 Minuten für Hoch und Runter ist schon knapp… Gott sei Dank sind wir Allgäuer Berggängig. Das mit der Urzeitanzeige bei den Digitalen Bildern ist eine der Genialsten Erfindungen! Danke, wer auch immer das Erfunden hat.. ich wüsste nicht wie ich sonst einen Reisebericht schreiben sollte.
Falsch.. das ist nicht abends, sondern der nächste Morgen. Wir wachen in dieser genialen Kulisse auf
Und entschließen uns sofort weiter zu fahren. Frühstück gibt es später. Und wir fahren zu einem Strandartmotiv (Arch Rock?)
Dieses Foto macht wohl jeder der hier durchfährt… wir auch. Obwohl das Ding doch recht abseits liegt und die Anfahrt mir sehr ruppig vorkam. Auf dem Rückweg dann die Gewissheit, dass die Ochsenkarrenfahrer ihre Spuren nicht mehr wegmachen, sondern im Gegenteilspuren weiterhin hinterlassen
Und da war ich doch ein wenig überrascht. Wie gut gepflegt diese Gräber sind. Wer macht das? Erhält hier Namibia sein koloniales Erbe? Ist das privat? Das würde mich echt interessieren.
Max PowerThemenstarter570 Beiträge · seit 201113. Feb. 2013 · #163
Auf der Fahrt Richtung Henno Martin Shelter fahren wir noch an einigen Wasserlöchern vorbei. Die Ausbeute ist nett… Aber es fällt auf wie scheu die Tiere sind. Wenn ich daran denke wie gewohnt die Tiere den Trubel im Etosha waren…. Hier führt eine zugehauene Autotür soweit, dass Tiere in großer Distanz noch Abstand nehmen. Das macht die Tiersichtungen irgendwie viel echter. Und wenn sie auch nicht so spektakulär sind… irgendwie sind sie wilder.
Das Versteck von Henno Martin….muss man halt halten,w enn man schon mal da ist. Und die Geschichte ist ja auch nett.
Aber die Landschaft… die ist der Wahnsinn
Daneben ist das Versteck von den Zwei… mäßig, aber nett. Und eine schöne Wanderung. Fazit zum Park bis jetzt: Welwitchiadrive und Mondlandschaft: Super Fotos, würde ich sogar nochmal fahren! Blutkuppe: Ein Muss, wenn es irgendwie reinpasst. Hier nicht zu nächtigen, wenn man in der Gegend ist wäre verschwendet. Einmal durch die Steppe fahren und Wasserlöcher gucken. Kann man machen, wenn man viel Geduld hat. Dann lohnt es sich. Es ist hier kein Etosha. Das ist Nationalpark Light. Henno Martin Shelter: Nett… tolle Landschaft, wenn man hier ist halten, aber insg. Mau. Leider neigen sich unsere 5 Wochen dem Ende und wir schauen, dass wir ein bisschen weiterkommen. Deswegen fahren wir heute nochmal 2 Stunden nach Solitaire. Und auch hier ist die Landschaft toll. Grüne Canyons zwischendrinn
Und Oryxe
Und Capricorns
Und noch mehr Strauße in einer Landschaft die zu schwimmen scheint
Diese zwei Tage waren ein Farben und Landschaftsbild… WOW.
Ich habe mir das nicht so toll vorgestellt. Wir kamen hier her mit dem Gedanken… wir haben noch ein paar Tage über, fahren wir doch mal hin. Und zum Schluss war es eins unserer Reisehighlights. Fotomotive ohne Ende. Absoluter Tipp. Und kaum Leute!
Zur Übernachtung: Campingplatz Solitaire: Super. Gerne wieder! Einfach, schlicht, sauber, (POOL^^), und die Tankstelle hat super Brot (und ja wir haben den Kuchen gegessen).
In dem Sinne, ganz liebe Grüße und Danke fürs Lesen und die viele Geduld dabei!!! Amos
franzicke2'085 Beiträge · seit 201213. Feb. 2013 · #165
Mesch Amos, echt schon vorbei? Nicht ein klitzekleiner Nachschlag??? Ich sag's einfach mal so wie es ist: Ich liebe deinen Reisebericht! Ich bin total begeistert über eure Reise, über eure Art zu reisen und über die wirklich hohe Kunst, immer mal wieder auch ganz kleine Momente mit deinen und euren Augen zu sehen. SuperSehrSchön! Franzicke
Guggu2'261 Beiträge · seit 201113. Feb. 2013 · #167
Äh, Amos, das war´s, oder??? Finale, Ende, Schluß 🙄 Kann doch nicht sein, sooooo plötzlich 😈 🙁
Ich bin gerne mit Euch gereist, du schreibst jung, frisch, fröhlich und es hat großen Spaß gemacht Namibia und Botswana durch deine Sichtweise zu erleben.
doschae199 Beiträge · seit 201113. Feb. 2013 · #170
möchte auch weiter lesen....
zu deiner frage mit den gräbern, die werden dort echt gepflegt...auch ohne auftrag, ich war 2009 auf dem friedhof in svakopmund, mein onkel wurde da geboren, sein bruder starb damals als kind, muss so um 1920 gewesen sein, wir haben sein grab gesucht und dank sehr freundlicher friedhofsgärtner auch gefunden, die hatten echt in ihrem büro noch aufzeichnungen, wo er begraben war, sicher, der stein war ziemlich verwittert und frische blumen standen natürlich auch nicht drauf, aber es war gepflegt, ohne unkraut und so...ich fand das beachtlich !
Max PowerThemenstarter570 Beiträge · seit 201114. Feb. 2013 · #171
Danke... das beeindruckt mich schon. Das mit diesem Erbe so pfleglich umgegangen wird. In Namibia muss man also sterben 😉
Heute geht’s es wahnsinnig früh los… wie jeden Tag, wenigstens scheint die Sonne. Genau der 30te Tag heute mit Sonnenschein. In Folge 😉 Warum das Ganze? Heute steht Wandern auf dem Programm: Der Waterkloof Trail!!!
Es geht in die Naukluftberge (zwischen Rietoog und Sesriem). Hier hat es drei Routen eingezeichnet. Eine Achttagetour. Und Zwei Trails mit 17 und 11 KM. Wir nehmen natürlich den langen. Meine Freundin lässt sich irgendwie überzeugen und verflucht mich danach dafür, dass ich sie überzeugt habe. Das Ganze ist mitten im Nationalpark, was gut und schön ist. Aber auch furchtbar einsam. Es mag Jahreszeiten geben wo hier viel betrieb ist. Wir waren die ersten und einzigen. Und wir hatten keine Ahnung wie schlimm der Weg wird, wie lange man braucht.. etc. Die Dame vom NWR wo wir das Permit holten meinte: 8 Stunden, 3 Liter Wasser pro Person 😉 GENAU Hier im Allgäu mach ich 2000 hm in der halben Zeit mit der Hälfte an Wasser. Im Sommer! Dennoch: Mit Anfahrt und Frühstück sind wir erst um 09:30 losgekommen. Und das war unser Fehler. Wenn man das machen will, sollte man hier im Nationalpark übernachten. Dann ist das alles entspannter. Dumm von uns, aber so bin ich halt. Also, wie ihr auf dem Bild seht folgt man den Gelben Ausrufezeichen. Ic h habe später gelernt, dass es Fußabrücke sind. Davon gibt es VIELE. Am Anfang alle 20 Meter einer. Dann später werden die Abstände größer. Und die Dinger werden offensichtlich alle paar Jahre neu gemalt und erneuert. Und hier ist das Problem. DA werden offensichtlich Künstler mit gelben Farbeimer losgeschickt mit dem Auftrag den Weg neu zu malen. Gute Sache. ABER. Diese Leute nehmen jedes Mal einen leicht anderen Weg. Und so sieht man oft kreuz und quer Gelbe Punkte weil es mittlerweile 3-4 parallele Wege gibt. Wir waren wirklich oft am Suchen. An vielen Stellen war der Weg einfach schwer zu finden. Sehr schwer. So schaut der Weg das erste Viertel aus:
Man folgt überwiegend einem Fluss und ich bin durchweg erstaunt, wie trocken die Landschaft ist und wie viel Wasser hier fließt. Baden ist mehrmals möglich, aber wer möchte schon in der Morgenkälte Baden? Falsche Jahreszeit. In der Karte sind 2 Badestellen eingezeichnet. Wir passieren davon mindestens 10. Hier ist mal eine davon. An sich einladend, aber leider ist es relativ kalt.
Idylischerweise noch von einem Wasserfall gespeist:
Die meiste Wegstrecke ist der Fluss aber trocken und verläuft wohl unterirdisch, wenn man sich die Vegetation so anschaut
JA das ist offiziell der Weg. Wer auf dem Bild schaut sieht auch einen gelben Fußabdruck. Wir haben großes Glück und treffen eine erlegte Oryx, bzw. die wenigen Reste davon. Dann hat der Reiseführer doch Recht und es gibt zahlreiche Leoparden in der Gegend – vielleicht aber auch ein natürlicher Tod. Meine Freundin ist zwar Tierärztin. ABER… hier wollte sie sich auf nichts festlegen. Nur eins war klar. Dem Tier war nicht mehr zu helfen. Zu viele Einzelteile fehlen. Das beruhigt, dass es doch authentisch ist und nicht nur eine Touristenverarsche 😉 sondern noch so was wie echte Wildnis. Bergzebras (echte!) haben wir übrigends auch gesehen. Ansonsten nur Klippspringer und Klippschiefer. Und viele, viele Echsen. Mit der Zeit ging es immer höher hinaus
Und wir haben den Fluss verlassen. Das macht sich deutlich bemerkbar in der Vegetation. Ich bin froh, dass ich mein Garmin Montana 650 dabei habe (Unbedingt empfehlenswert ein Wander-GPS und einen Kompass dabei zu haben!!!). Laut Karte haben wir ¼ geschafft. Am Anfang hatten wir echt ein bisschen Panik. Wir sind einfach nicht vorangekommen. Die ersten 4 KM haben weit über eine Stunde gebraucht. Eher 2 Stunden. Und da lief langsam das Arschwasser. 4 km = 2 Stunden die gesamten 17km = SEHR lang. Mit der Panik vor Augen sind wir sehr hektisch gewandert und haben den ersten Teil nicht genug genossen. Nach 2 Stunden haben wir dann 2 Personen (relativ älter, nicht unbedingt nur sportlich) getroffen. JUHUU, doch nicht die einzigen. Und die haben für die gleiche Strecke 50% mehr gebraucht. Ab da ging es wieder besser. Und der Weg wurde auch einfacher zu finden und wir kamen schneller voran. Und schon war das Wandern angenehmer – wenn man weiß das hinter einem noch andere dumme Deutsche durch die Hitze laufen und langsamer sind und selbst wenn wir ins Dunkle kommen… die hinter uns sind noch ärmer dran. Klingt zwar echt blöd wenn ich das so jetzt schreibe und lese… aber das hat uns hier sehr den Tag gerettet. Der Gipfel kam dann relativ schnell und unerwartet und das beruhigende Schild kurz vorher 50% der Strecke.
Max PowerThemenstarter570 Beiträge · seit 201114. Feb. 2013 · #172
Da oben hat es auch tolle Pflanzen, das hier haben wir mitgenommen:
Hat innen baumwollartige Fäden und ist schön zum Dekorieren. Weiß wer von euch, was wir hier mitgenommen haben? (nochmal danke für all die beantworteten Fragen bis jetzt!)
Was ich damit sagen will, nach dem Gipfel (Rückweg) wird der Weg noch trockener. Und damit die Dornen länger. Ich habe eine lange Hose an und verletze mich nur leicht. Daniela wird aber regelrecht zu einem Sieb zerstochen. Tipp: LANGE Hose, lieber dicker als dünner Stoff! Egal wie warm es ist.
Und dann noch eine Eidechse. Und dann ist ein Bild entstanden, das zwar unscharf, aber irgendwie voller Leben ist:
Und dann endlich (nach 5 Stunden) sind wir wieder auf dem Weg zum Auto.
Fazit des Tages: - Toller Rundweg, wenn wir mal nochmal nach Namibia kommen haben wir uns den Acht-Tage-Hike vorgenommen. Ich glaube das lohnt sich! Aber auch die zwei kleinen sind gut. - 1 Liter Wasser pro Person ist zu wenig. Wir hatten zu wenig. Jetzt haben wir Kopfweh und Wassermangel und Überhitzung. Meine Freundin leidet noch fast 24 Stunden später danach. Mir geht’s auch nicht optimal. Selber schuld, dumme Deutsche. - Keine Panik. Nicht hetzen. Zeit lassen! Wir waren zu schnell. 5 Stunden sind mit Pausen und Foto machbar aber nicht nötig. ABER: Dann muss man hier Übernachten (Nacht davor und danach). Das wäre schlau gewesen. Haben wir nicht gemacht. Wir wollten noch schnell nach Sesriem fahren. Wir Idioten. Hätten wir nicht tun sollen. Haben wir aber, sind ja dumme Touristen. - Das nächste Mal hier 1-2 Mal übernachten! Ernster Tipp.
Wie schon angekündigt sind wir dann noch nach Sesriem gefahren. OHNE Vor zu buchen. Wie ich hier mehrfach gelesen habe ist das problematisch. War es auch. Ein bisschen zumindest. Wir haben keinen Platz bekommen. Und der nächste ist ja 50? KM entfernt. Aber alles voll. Wir haben aber auf dem kleinen Ausweichplatz (Überflutungsgebiet?) nächtigen dürfen. 2 Nächte haben wir genommen. Gleicher Preis, dafür längerer Weg zu den Toiletten und Duschen. Aber das ist ok. Das ist mir die Spontanität wert. Wenn man das gleich an den Anfang legt oder ans Ende kann man es ja vorbuchen. Aber bei unserer Reise waren Vorbuchen nicht möglich. BZW. hätten uns zu sehr eingeschränkt. Und es war das erste Mal (Nacht Nummer 31) das wir was hätten vorbuchen sollen. Und wir wurden dennoch aufgenommen. (Und es war der 05te September, also durchaus noch Hauptsaison?). Auf dem Weg dorthin…:
…haben wir viele Fotos gemacht. Aber leider sind viele Stromleitungen und Zäune im Weg. Ansonsten wäre dieses Bild hier genial:
Auch so gefällt es mir Morgen dann erst mal ausschlafen. Wir gehen nämlich um 8°° mit Kopfweh schlafen. Wir Dummen. Selber schuld. Erst gegen morgen Mittag wird es uns wieder normal gehen und der Kopf sein Theater langsam beenden…. Also bitte nicht jetzt ansprechen. Bis morgen, Amos
Topobär5'479 Beiträge · seit 200914. Feb. 2013 · #175
Wir sind den Trail mal Ende Oktober gelaufen. War unsere erste Afrika-Reise, wir waren ebenfalls mit zu wenig Wasser ausgerüstet und es war tierisch heiss. Bei uns war auch schon alles trocken und verdorrt, da hattet Ihr mit dem vielen Wasser eine viel schönere Umgebung.
Max PowerThemenstarter570 Beiträge · seit 201116. Feb. 2013 · #176
Sodala… heute also wie angesagt mit Kopfweh aufgewacht. So toll die Wanderung gestern war… man muss das besser machen als wir. Heute Morgen habe ich den Nationalpark verlassen um Brot bei der Tankstelle zu kaufen. Das was es im NWR Shop gab war… na ja. Das bei der Tankstelle war offensichtlich frisch geliefert und echt lecker. Weiter zu empfehlen. Und besonders toll war es am Tor ohne Auto vorbeizulaufen. Der nette Herr am Tor hat mich nur dumm angeschaut und mich gefragt was ich hier mache 😉. Letztendlich hatten wir beide so recht viel Spaß bei der Sache. Auf dem Rückweg wurde nochmals gewitzelt. So… nach dem Frühstück und Kopfweh-Ausschlafen sind wir um 14°° zum Canyon gefahren. Und dort angekommen sah das erst mal… na ja aus:
Die ersten Schritte in den Canyon waren genauso … na ja
Wenn ich so eine gemauerte Treppe in ein Flussbett sehe, drehe ich normalerweise um. Aber sonst gibt’s ja hier nicht so viel zu machen mitten in der Hitze des Nachmittags. Aber nach ein paar Schritten kann ich nur sagen: Der Canyon ist sein Geld wert. Wäre ein eigenes Reiseziel. Und wenn man hier ist kann man auch noch zu den Dünen ^^.
In die eine Richtung sehr schmal – in die andere Richtung sehr weit und oftmals auch recht grün
Und je weiter man läuft, destwo weniger Menschen trifft man.
Hier sieht man auch schön, wie irgendwie alle den gleichen Weg finden 😉 Das war dann schon ein bisschen weiter weg. Je näher man der Treppe kommt, desto mehr Fußspuren im Sand findet man. Nach langer Laufzeit (40 Minuten sagt der Foto) sind wir dann mal die Wände hochgestiegen an einer geeigneten Stelle. Und von oben schaut der Canyon einfach nicht so beeindruckend aus
Aber wir sind durch Zufall bei der Lodge hochgestiegen. Irgendwie bin ich gar nicht so neidisch. Ich dachte immer es ist eine Zwei Klassen Gesellschaft in Namibia. Lodge gegen Camper. Irgendwie ist es auch so. Aber irgendwie auch nicht. Beide beäugen sich immer ein wenig kritisch und mit nicht all zu viel Verständnis, habe ich das Gefühl, aber Kontakt hat man hauptsächlich mit seines Gleichen. Geht euch das nicht auch so? Entweder man quatscht mit anderen Campern oder nicht. Ich nehme an bei den Lodgebewohnern ist es auch so. Wie auch immer… ich bin sehr froh, dass wir Campen. Mir fehlt der Luxus bis jetzt nicht. Sogar auf unserer „Overflow Area“ fühle ich mich langsam wie zu Hause. Auch wenn der Weg zu den Toiletten SEHR weit ist. So… nun ist es 16°° und wir fahren zu den Dünen vor 😉 Perfektes Timing. Jetzt sollte es nicht mehr so voll sein und wir ein paar Sonne geht bald unter Bilder machen können. Aber das muss später folgen – hab keine Zeit mehr 😉 Außerdem. Hier gilt es gefühlt 500 Fotos durchzuforsten.
Max PowerThemenstarter570 Beiträge · seit 201117. Feb. 2013 · #177
Heute wird ein Tag sag ich euch…. Ich weiß ja nicht ob ihr es wusstet, aber heute gibt’s viele Fotos. Wir haben 16°°… der Tag ist also nicht mehr allzu lang. Dennoch werden in den nächsten 2 Stunden weit über 300 Fotos gemacht. Nach dem sortieren bleiben noch Stolze 176 übrig. Und hier soll ich nun für euch aussortieren??? Ja leck mi doch a Fiedle (wie der Allgäuer in mir da sagt – Word unterringelt das (dummes Word)). Also nix wie los. Und dann der Schrecken. Das ist kein Individualtourismus mehr. Wir fahren im Konvoy in Richtung Wüste. Es sind immer 5-10 Autos um uns rum. Die meisten fahren weit über 100 km/h. Es ist regelrecht ein Rennen in die Dünen. Ich nehme an, dass liegt an der Urzeit. Aber sicher bin ich mir nicht? NA ja… wir machen das Beste draus und stellen uns drauf ein, dass da hinten mindesten 100 Leute mit uns in den Dünen stehen. Ich bin jetzt schon enttäuscht. Ich verstehe auch nicht ganz, wieso so viele SOOO schnell fahren. Der Weg zu den Dünen zwingt uns schon so oft zum Anhalten
Mein Lieblingsmotiv. Diese Berge (von denen ich leider den Namen nicht weiß) faszinieren mich. Deswegen poste ich sie gleich nochmal, obwohl sie heute Morgen aus einer anderen Perspektive schon mal da waren! Was auffällt, dass der Sand die Farben wechselt und auch die Vegetation sich unterscheidet Am Anfang, noch wunderbar unberührte Dünen mit reichlich Vegetation
Und weiter hinten
Auch schön ist hier, dass es immer noch Tiere gibt die sich nicht von uns Menschen verjagen lassen. Man merkt an diesem magischen Ort, dass Tod und Leben nah bei einander liegen.
Die zwei Bäume stehen nah beieinander. Einer hat aber noch Wasser, der andere nicht.
Dieses Bild konnte ich nicht aussortieren. Die Piste ist übrigends der Wahnsinn. Best Road in Namibia Award goes to ….. Für den Weg braucht man wirklich keines der Hochgerüsteten Autos 😉. Ist irgendwie überraschend. Bis zum Nationalparkeingang führt eine PAD. Und keine gute PAD. Eine recht wellige PAD um ehrlich zu sein. Und im Nationalpark dann ein Highway??? Wenigstens bleiben die Touris so auf der Straße. Jo… und dann die letzten berühmten 4km. Ich genieße sie. Gefahrloses Tiefsandfahren. Nicht zu tiefer Sand, ganz unproblematisch, aber so tief, dass ich meinen Spaß habe. Also für einen Anfänger und Nichtskönner wie mich ein wunderbarer Spielplatz. Ich würde am liebsten die Strecke mehrmals fahren 😉 Aber meine Freundin sieht da leider keinen Sinn drin. Ich spiele sogar kurz mit dem Gedanken vor der Rückfahrt irgendwas hinten zu „vergessen“ um es wieder holen zu müssen… aber trau mich nicht.
Ihr seht schon, die Schatten werden immer länger und deswegen machen wir uns auf den Weg. Wir sind endlich hinten angelangt – auf dem Parkplatz zum Deadvlei. Und wir haben 80 Minuten bis hinten gebraucht. Es ist also schon recht spät. Uns fällt auf, dass sehr viele Touristen uns entgegen laufen und eigentlich nur noch ein Pärchen mit uns zum Vlei läuft. PERFEKT!
So schaut der Weg aus. Relativ menschenleer (untypisch). Wie ihr an den Spuren im Sand seht.
Max PowerThemenstarter570 Beiträge · seit 201117. Feb. 2013 · #178
Unterwegs hält uns die Makrofotographie noch ein bisschen auf. Dank der Tour mit Chris fällt uns das „kleine“ Leben nun viel mehr auf und muss dokumentiert werden:
Diese Ameise beispielsweise mit dem Wespenartigen Hinterteil. Oder diese Käfer, die es überall gibt
Und nicht z vergessen die vielen Blumen
Insgesamt gibt es wahnsinnig viele Spuren im Sand. Die Tourispuren (bahhh) und Insektenspuren (geil)
Und so kommen wir dann nach 30 Minuten Gehzeit am Vlei an. Der Weg ist in 5-10 Minuten locker zu schaffen. Aber Fotografieren.. schauen… staunen…. Auf jedenfall: MENSCHENLEER
Wir sind fast ein bisschen stolz 😉 Nach der Kolonne die nach hinten gefahren ist hatte ich anderes erwartet. Ich dachte ich stehe hier mit 100 anderen Leuten. Im Nachhinein gibt es nur 2 Lösungen Lösung 1: Alle anderen sind um die Urzeit wo, wo es viel toller ist. Nur wir wussten davon nichts und sind deswegen im Deadvlei – alleine. Ist das so? Oder Lösung 2: Alle anderen sind rechtzeitig zurückgefahren weil…. Weil? Keine Ahnung. In beiden Fällen hätten wir stutzig werden sollen. Aber leider hatte ich dafür keine Zeit. Ich musste die Sache zu fest genießen. Und ich muss zugeben – wir waren leicht ausgelassen.
Max PowerThemenstarter570 Beiträge · seit 201117. Feb. 2013 · #179
Dieses Bild ist NICHT falsch rum. Es wurde so geschossen – hier der Fotograf
Noch ein Oppossum. Ich kann euch übrigends getrost versichern, dass kein Baum darunter leiden musste. Die Dinger halten was aus. Der einzige der wirklich unter dem Foto leiden musste war ich. Mein Bein sah danach aus wie vom Leopard zerfetzt. Der Baum hat das genommen wie ein Mann… ich wie ein Weichei. Baum : Amos - 1:0 Aber die Sonne senkt sich unweigerlich –
- und wir sind gezwungen uns auf den Heimweg zu machen. Jetzt sind wir doch noch ein bisschen froh, dass es noch ein weitere Pärchen gibt, dass mit uns im Vlei war. Wir sind also nicht ganz die letzten. Und die Abendsonne zeigt nochmal alles in einem neuen bild
Tjo… wie der Sausewind brausen wir nach Hause
Am Anfang noch schnell
Aber später dann relativ langsam. Wir sind nämlich wirklich in die Dunkelheit gekommen. Die letzten 20 km fahren wir bei Nacht. LANGSAM. Aber ich denke, dass ist ok. Zumindest erwartet uns kein schimpfender Torwächter. Alles gut. Ende gut. Und so viele Eindrücke gesammelt, dass wir nicht wissen wohin damit. Heute Abend wird ausführlich GeBrait. Was auf der Overflowarea und dem Wind nicht leicht war. Und dann…. Früh ins Bett. Wir wollen ja wohl morgen bei Sonnenaufgang vorne sein. Das einzige Problem ist: Ich habe keine Ahnung wohin. Im Forum haben so viele geschrieben „Fahrt am Morgen unbedingt Da und Dort hin“. Aber ich habe keine Ahnung mehr, was der Tipp war. Der Reiseführer hilft uns auch nicht weiter. Und so stellen wir den Wecker früh und machen das morgen spontan. Planung ist was für Weicheier und Kleingeister ;_). Bis morgen in aller Frühe. Mit noch mehr Fotos. Amos
Susi651'127 Beiträge · seit 201117. Feb. 2013 · #180
Zitat von Amos (weiß leider nicht wie man anders zitiert 😕 ) Am Anfang hatten wir echt ein bisschen Panik. Wir sind einfach nicht vorangekommen. Die ersten 4 KM haben weit über eine Stunde gebraucht. Eher 2 Stunden. Und da lief langsam das Arschwasser. 4 km = 2 Stunden die gesamten 17km = SEHR lang. Mit der Panik vor Augen sind wir sehr hektisch gewandert und haben den ersten Teil nicht genug genossen. Nach 2 Stunden haben wir dann 2 Personen (relativ älter, nicht unbedingt nur sportlich) getroffen. JUHUU, doch nicht die einzigen. Und die haben für die gleiche Strecke 50% mehr gebraucht. Ab da ging es wieder besser. Und der Weg wurde auch einfacher zu finden und wir kamen schneller voran. Und schon war das Wandern angenehmer – wenn man weiß das hinter einem noch andere dumme Deutsche durch die Hitze laufen und langsamer sind und selbst wenn wir ins Dunkle kommen… die hinter uns sind noch ärmer dran. Klingt zwar echt blöd wenn ich das so jetzt schreibe und lese… aber das hat uns hier sehr den Tag gerettet.
Hallo Amos,
ich musste sooo schmunzeln, als ich euren Bericht über die Wanderung auf dem Waterkloof-Trail gelesen habe. Wir sind 2010 auf dem Olive-Trail gewandert. Der ist zwar "nur" 11 Kilometer lang, aber uns ging es ähnlich wie Euch. Wir hatten zuerst natürlich auch ein bisschen "rumgetrödelt", viel rumgeguckt, viel fotografiert und haben dann festgestellt, dass wir für die ersten Kilometer schon ziemlich lange gebraucht haben. Wasser hatten wir zwar noch ausreichend dabei, aber ich habe dann doch so ein wenig "Zeitpanik" bekommen und war dann doch sehr "dankbar", als wir nicht viel später auf andere Wanderer getroffen sind, die noch vor uns gestartet waren. Obwohl es wirklich blöd klingt, war auch für mich das Wandern danach deutlich angenehmer.