endlich ist es soweit.....Okavango Air Rescue Maun

74 Antworten · 17,9k Aufrufe · gestartet 18. Okt. 2012 von Dombo Farm
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890 Beiträge · seit 201609. Jan. 2017 · #61
Hi,
ja so wichtig ist es für mich nicht unbedingt. - Mein Motto lautet ja - "Wer ein Risiko eingeht, muss auch ggf. mit den Konsequenzen umgehen können.....
Also wird die ganze Frage doch dahin hinauslaufen, wie es Speed66 (Frank) schrieb, für jedes Land seine "Membership" abzuschließen und ca. 100,-€ mtl. + die KK zu hause hinzublättern.
VG
728 Beiträge · seit 200609. Jan. 2017 · #62
Das verstehe ich jetzt nicht mehr.
Wenn du mal im Okavangodelta warst oder noch deutlicher in der Zentral-Kalahari, dann wird dir deutlich geworden sein, dass ein Anruf beim ADAC (mit dem Sat-Phone) dir außer immensen Telefonkosten nichts bringen wird.Selbst wenn sie verstehen, wo du bist, werden sie niemanden kennen, der dich irgendwo zwischen Piper Pan und Letiahau abholen kann.
Und wenn du dich jetzt fragst: wo ist das denn? ... Genau so ergeht es dem ADAC auch.
Das ist ziemlich dünn besiedelt dort. Wenn du aber weißt, dass es in Maun eine Helikopter-Notfallrettung gibt, geleitet von einer deutschen Notfall-Ärztin (die mir persönlich schon geholfen hat) und ihrem Partner, dann sind einmalig 15 € gut angelegt.
In Namibia sehe ich diese Notwendigkeit, außer vielleicht im Nordwesten Namibias, nicht so. Da kommt schon jemand am Tag vorbei, der helfen kann, wenn du nicht ohnehin auf einer Lodge bist.
Das sieht im CKGR anders aus, kann aber auch mal im Moremi GR sowie im Chobe NP hilfreich sein.
Es geht dort um 15 € für ein Jahr.
Gruß
Reinhard
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890 Beiträge · seit 201609. Jan. 2017 · #63
@Reinhard,
ich fahre durch 9 Länder im südlichen Afrika - bei mir ging es generell um die Frage und nicht um eine Fragestellung für Touristen, die 3 Wochen in Botswana sind.
Und für Namibia sehe ich das nicht anders als die von dir angesprochene Piper Pan....das ist auch nichts anderes als das Kungveld in Namibia oder das Marienflusstal im Norden. Und ich glaube nicht, dass dort jeden Tag jemand vorbei kommt, der helfen könnte.
Und glaube nicht, dass bei den deutschen Medi Notfallnummer nur Vollpfosten sitzen, die nichts wissen, oder hast du anderweitige , eigene, selbsterlebte Erfahrungen gemacht?....
VG
zuletzt bearbeitet 09. Jan. 2017
2'338 Beiträge · seit 200709. Jan. 2017 · #64
Gromi schrieb:
Für den Rücktransport sind wir jedenfalls über unsere Versicherungen in der Schweiz weltweit abgesichert.
Wenn du einen Schutzbrief vom TCS besitzt, ist auch eine Bergung aus dem tiefsten Busch mit inbegriffen. Es ist keine weitere Versicherung nötig, denn der TCS hat überall Vertragspartner, die er beauftragen kann. Allerdings muss es sich wirklich um einen lebensbedrohlichen Notfall handeln.

Ich rede aus Erfahrung. Du darfst mir das wirklich glauben.

Reinhard schrieb:
Wenn du mal im Okavangodelta warst oder noch deutlicher in der Zentral-Kalahari, dann wird dir deutlich geworden sein, dass ein Anruf beim ADAC (mit dem Sat-Phone) dir außer immensen Telefonkosten nichts bringen wird.Selbst wenn sie verstehen, wo du bist, werden sie niemanden kennen, der dich irgendwo zwischen Piper Pan und Letiahau abholen kann.
Und wenn du dich jetzt fragst: wo ist das denn? ... Genau so ergeht es dem ADAC auch.
Die Leute vom ADAC oder TCS müssen gar nicht wissen, wo genau die Zentral-Kalahari oder das Okavangodelta ist. Du musst denen nur das Land angeben und die GPS-Koordinaten, und schon fängt die Maschinerie an zu laufen, aber natürlich nur, wenn es sich wirklich um einen sehr ernsten Notfall handelt. Es ist ja klar, dass die ADAC-Leute nicht selbst kommen, dafür haben sie wie schon erwähnt ihre Vertragspartner vor Ort. Und wenn die Reichweite des Helikopters bis zum Unfallort nicht reicht, muss eh ein anderer Plan gemacht werden.

Mein Mann war in einem Nationalpark in Kenia zu einem medizinischen Notfall geworden. Drei Stunden nach unserem Notruf beim TCS ist der Flieger mit den Flying Doctors in der Nähe gelandet und hat ihn ins Spital nach Nairobi gebracht.

In meinem Reisebericht habe ich den genauen Ablauf geschildert. Er wurde fast 80'000 Mal angeklickt, aber vermutlich von den wenigsten wirklich gelesen bzw. verstanden.

Viele Grüsse
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
213 Beiträge · seit 201530. Sept. 2017 · #65
Hallo,

jetzt muss ich diesen Thread nochmal ausgraben, da ich gerade auf der Suche für sowas bin für den KTP (SA-und Botswana-Seite) und Khutse.

Die Okavango Air Rescue fällt für diese Gebiete leider mangels Abdeckung aus. Beim Kauf unseres Satphones lag ein Schreiben des Verkäufers bei, die empfehlen Geos Alliance. Eine Mitgliedschaft für medizinische Notfälle kostet dort allerdings 340$ pro Jahr - das wäre für die 3 Wochen, in denen ich das (wenn überhaupt) effektiv benötige dann aber doch etwas zu viel.

Habt Ihr für diese Gegenden vielleicht noch andere Tipps für uns?

Vielen Dank schon mal und viele Grüße
Sandra
728 Beiträge · seit 200630. Sept. 2017 · #66
Hallo Sandra,
nach Erikas Schilderungen müsste das der ADAC abdecken, bzw. der Touring Club de Suisse (das ist doch wohl der TCS?), falls Du in der Schweiz wohnst.
Das erstaunt mich etwas, aber ich will Erika da nicht widersprechen. Sie hat da viel mehr Erfahrungen als ich.
Gruß
Reinhard
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15 Beiträge · seit 201630. Sept. 2017 · #67
Hallo,
verstehe ich nicht so ganz. Über mit meinem DeLorme Notfall Communicator (gehört jetzt zu Garmin) kann man auch den weltweit verfügbaren Rettungsdienst erreichen (www.geosalliance.com).
Für eine Person (Familientarif) habe ich FAMILY SAR 1 x membership(s) @ US$ 15.95 für ein Jahr bezahlt. Rettungskosten bis 50.000 US$ sind dann eingeschlossen.

Grüße kucki
zuletzt bearbeitet 30. Sept. 2017
33,1k Beiträge · seit 200630. Sept. 2017 · #68
Hi Sandra,
Eine Mitgliedschaft für medizinische Notfälle kostet dort allerdings 340$ pro Jahr - das wäre für die 3 Wochen, in denen ich das (wenn überhaupt) effektiv benötige dann aber doch etwas zu viel.
nö, ab US$ 15,95 pro Jahr. Siehe http://www.geostravelsafety.com/

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
213 Beiträge · seit 201530. Sept. 2017 · #69
Danke für Eure schnellen Antworten.

@Reinhard: Der ADAC deckt das auf meine Nachfrage dort leider nicht ab.

@Kucki und Christian:
Auf der Website gibt es:
1. SAR50 - Kostet $15,95 (was nach meinem Verständnis aber keine medizinische Nothilfe beinhaltet)
2. MEDEVAC - Kostet $340 (medizinische Nothilfe)

Oder habe ich das jetzt inhaltlich ganz falsch verstanden!?

Viele Grüße
Sandra
33,1k Beiträge · seit 200630. Sept. 2017 · #71
Hi Sandra,
Oder habe ich das jetzt inhaltlich ganz falsch verstanden!?
nein. Das günstige ist ein Notfalldienst, d.h. die organisieren Dir eine Flugrettung (oder was auch immer). Das teure ist die Flugrettung selber.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
213 Beiträge · seit 201530. Sept. 2017 · #72
Hi,

Super, vielen Dank. Das hatte ich dann echt falsch verstanden.

Viele Grüße
Sandra
487 Beiträge · seit 201230. Sept. 2017 · #73
Hallo,

wir haben in diesem Jahr die Luftrettung von Okavango Rescue bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung in Anspruch genommen, die Rettungskette war extrem kurz und unkompliziert.
Wir hatten uns, für die nun wirklich nicht teure Patronage, im Vorfeld entschlossen weil das Rettungssystem auch der einheimischen Bevölkerung zu Gute kommt. In einem Notfall bevorzuge ich auch eine einfache Kommunikation, bei Okavango Rescue sogar in deutsch, als komplizierte Anrufe ins Ausland und eine zeitlich verzögerte Rettungskette.
Das Patronagesystem ist ein Gemeinschaft System, je mehr Personen bereit sind einen kleinen Beitrag zu leisten, desto besser werden die Leistungen. Wir schätzen den Mut und dem damit verbundenen finanziellen Risiko von den Gründern Misha und Christian, die wir als ganz tolle und hilfsbereite Menschen kennengelernt zu haben, ganz hoch!!!!
Botswana ist nun mal nicht Europa mit Vollkaskoversicherung, um so besser das es solche Organisationen gibt! Denn ohne das Engagement würde es in Botswanas schönem Okavango nämlich gar keine Luftrettung geben.

Wir können nur empfehlen Euch vorher mit Notfällen zu beschäftigen, Telefonnummern leicht auffindbar bereit halten. Besonders wichtig ist es für eventuelle Behandlungen in guten privaten Kliniken mehrere Kreditkarten zu haben und das Limit hoch zu setzen, bevor nämlich das o.k. einer Reiseversicherung kommt glühen die Karten nämlich. Nach europäischen Gesichtspunkten sind die normalen Krankenhäuser im südlichen Afrika eine Katastrophe. Die privaten Krankenhäuser in Windhoek (z.B. Mediklinik) stehen unseren Krankenhäusern nicht nach, sie verfügen sogar über mehr Personal für die Nachsorge. Die Notfallapotheke sollte schon gut durchdacht sein, wir haben im Vorfeld sogar unsere Infusionsnadeln benötigt.

Wir möchten niemanden bange machen, der Camper für das nächste Jahr ist bereits gebucht aber wir schauen bei dem Notfallpaket schon lange nicht mehr auf den letzten Cent und das hat sich ausgezahlt, selbst die erstmalig abgeschlossenen Reiserücktrittsversicherung mit Reiseabbruch hat die anderen Nebenkosten für den Zwangsaufenthalt in Windhoek und die Stornokosten für den Rest der Reise übernommen.

Liebe Grüße
Bernd
www.save-wildlife.org www.sptr.de
213 Beiträge · seit 201530. Sept. 2017 · #74
Hallo Bernd,

Oh je 🙁 Deine Geschichte zeigt mal wieder, wie wichtig es ist einen Notfallplan zu haben. In so eine Situation will ja wirklich keiner kommen, aber leider hat man das ja nun nicht selbst im Griff. Und wenn dann tatsächlich so ein Fall eintritt sollte man zumindest vorbereitet sein.

Viele Grüße
Sandra
1'004 Beiträge · seit 200830. Sept. 2017 · #75
Hallo Bernd,

Ich bin ganz Deiner Meinung, was für ein Glück, dass es Okavango Rescue gibt, obwohl ich es zum Glück bisher nicht gebraucht habe.
Bei allem Unglück hattet Ihr wahrscheinlich großes Glück und ich hoffe es ist alles wieder gut bei Euch.
Hast Du vielleicht Lust uns etwas mehr über den Vorfall zu erzählen? Man überlegt sich natürlich im Vorfeld immer, wie so etwas u.U. mitten im Busch funktioniert. Wo genau wurdet Ihr abgeholt, wie lange hat es gedauert? Wo wurdet Ihr hingebracht? Wurdet Ihr bis nach Windhoek in die Klinik geflogen?
Wenn Du nicht darüber reden möchtest, auch voll ok.
Vielen Dank auf jeden Fall schon mal von
Doro