Und natürlich schreibe ich - zumeist - mit einem Augenzwinkern ! 😎 Danke für die Klarstellung !
Interessant finde ich übrigens, dass die Schwimmfesten ihre Funktion "als Sitzpolster" voll erfüllt haben ! 😗
Freue mich auf die Fortsetzung !!!
LG & bis bald, Antje
ChampagnerThemenstarter8'687 Beiträge · seit 201013. Sept. 2012 · #202
Nenette schrieb: Eine Mokoro-Fahrt endet nicht immer im Maul des Hippos oder Krokodil
Auweia, ja, das war die große Sorge der Männer - sie hatten hier im Winter mal nach einer Flasche Rotwein ein bisschen gegoogelt und sich Mokoro-Videos angeschaut und Warnungen darüber gelesen, dass Hippos so gefährlich sind - und dann diese Kombination "Mokoro / Hippo" 🤩 - das war too much 😄
Nenette schrieb: Man kann während der Mokoro-Fahrt fotografieren (war deine Kamera in einer Plastiktüte?
Neee - das hatte ich neulich schon in einem anderen Thread geschrieben: vor lauter "lass-me-au-mid" hatte ich an alles gedacht, aber nicht an meine extra dafür nach Afrika transportierte Tüte. Ich wäre mir im Nachhinein bei diesem völlig ruhigen Dahingleiten aber auch saublöd vorgekommen, wenn ich für jedes Foto "*raschel-raschel* meine Tüte auf- und wieder zugemacht hätte.....
Nenette schrieb: Ganz wichtig 🤪 : Franzosen können englisch!!
Ja, Mensch und stell dir vor - die anderen Franzosen, die da am Start waren, auch!!! 🙂
paule-0815 schrieb:Hallo Bele,
wunderschöne Bilder und tolle Erlebnisse.
2003 sah der Supermarkt in Kwai-Village noch so aus.
LG Dirk
Hallo Dirk, danke für's Lob - und schau mal hier: das Gebäude gibts immer noch (der große Parkplatz davor war aber doch recht leer 😎 ):
namibiafieber schrieb:Hallo Bele,
Interessant finde ich übrigens, dass die Schwimmfesten ihre Funktion "als Sitzpolster" voll erfüllt haben ! 😗 !!!
LG & bis bald, Antje
Antje, die festen Schwimmwesten 😗 😛 waren echt bequem - die Pooler haben uns gezeigt, wie tief das Wasser ist und uns dann die Entscheidung überlassen, was wir mit diesen Dingern machen. Aber da fällt mir ein: da wollte ich doch noch einen Verbesserungsvorschlag machen: die Dinger sind auf den Fotos so grell - in Olivgrün fänd ich sie wesentlich adretter und fototauglicher 😎
Nenette1'309 Beiträge · seit 200913. Sept. 2012 · #203
Champagner schrieb:
Nenette schrieb: Ganz wichtig 🤪 : Franzosen können englisch!!
Ja, Mensch und stell dir vor - die anderen Franzosen, die da am Start waren, auch!!! 🙂
LG Bele
Hallo Bele, echt jetzt? Mehr als ein Franzose, der gepflegtes Englisch kann? 😎 😉 Das muss ja dann so sein wie mit den Löwen! Das sind bestimmt dieselben, die ich auch kenne ..... 😗 😗 😗 😗 Wir sollten unbedingt die Bilder austauschen und das prüfen. 😄 🤪 😄 Viele Grüße, Nenette
ChampagnerThemenstarter8'687 Beiträge · seit 201013. Sept. 2012 · #205
Topobär schrieb:Vorbildlich, dass ich Sango Kunstoff-Mokoros verwendet werden.:)
Stimmt, Topobär, das hatte ich ganz vergessen zu erwähnen mit den Fiberglas-Mokoros...(ich hatte es schon als ganz selbstverständlich betrachtet, da es in Pom Pom genau so ist).
Die Guides, bzw. Pooler weisen natürlich darauf hin und erklären auch, wie die Boote traditionell hergestellt werden. Und dass eben bei der steigenden Zahl der Lodges aus Umweltgründen bevorzugt Kunstoffmokoros verwendet werden. Die Dinger halten ja auch viel länger als die aus Holz. Und man bekommt keinen nassen Hintern 😗 Außerdem finde ich, dass sie farblich sehr gut an die Landschaft angepasst sind (im Gegensatz zu den Schwimmwesten - die Farbe ist wirklich völlig unnötig, denn wenn hier einer über Bord geht, dann herrscht sicher kein meterhoher Wellengang oder Sturm mit Gischt, in dem man nur noch einen orangenen Fleck erkennt....;) ).
Ich vermute mal (ohne es auch nur ansatzweise zu wissen), dass diese Norm-Mokoros auch viel stabiler im Wasser liegen als die Holzboote - man wird bei der Herstellung sicher darauf achten. Kein Wunder hatte ich kein Angst um meine Kamera 😉
bisher nur als stille Mitleserin tätig, "muss" ich mich nun doch zu Wort melden: Vielen Dank für Deinen tollen Bericht! Ich weiß gar nicht, ob ich eher von Deinen interessanten und (für meine "Ohren") gut formulierten Texten oder den phantastischen Fotos schwärmen soll. Nochmal vielen, vielen Dank, dass Du uns (die anonyme Internet-Gemeinde) so an Eurer Reise und dem interessanten Land teilhaben lässt. Wir werden in den ersten beiden Oktoberwochen in Namibia/ Botswana sein. Da wir (Mama, Papa, Tochter (15), Sohn(13) ) mit einem Geländewagen mit Dachzelten unterwegs sind, werden wir leider nicht in so schönen Lodges wohnen:( Ich hoffe aber, dass wir dann später einen Bericht machen können, auf welchen Campgrounds es uns am besten gefallen hat. Noch haben wir nicht festgelegt, wo wir geführte Touren mitmachen und ich fürchte, einen solchen Guide wie Euren Face gibt es sicherlich nicht noch einmal. Aber nachdem wir schon 2009 in Waterberg und Etosha Fahrten mit bestens informierten und originellen Guides ("Das Tor ist Plan A - Plan B ist die Leiter") hatten, vertrauen wir einfach darauf, dass es überall Menschen gibt, die der Natur und den Tieren mit so viel Verstand und Begeisterung begegnen. Und die Englischkenntnisse unserer Kinder haben sich seitdem stark verbessert, so dass wir nicht mehr so viel übersetzen müssen 😛 Nochmal, auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: Danke für Deinen Bericht. 🙂 Ich freue mich schon auf´s Weiterlesen und nehme mir ganz fest vor, trotz der allgemeinen Alltagshektik später hier auch von unserer Reise zu berichten. Liebe Grüße Christiane
Vielen Dank für deinen tollen Reisebericht! Der dritte wunderschöne Bericht zur gleichen Zeit, macht einem fast schon Lesestress... 🤪 Alle Destinationen vom Feinsten und super Sichtungen. Ich freue mich für euch, dass ihr es so gut getroffen habt. Man könnte glatt in Versuchung geraten, mal eine geführte Tour in Lodges zu machen. Aber als eingefleischter Eigenbrödler... bleiben wir wohl erstmal noch beim Selbstfahren.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
gestern kam ich endlich dazu, die mir bisher fehlenden Teile deines tollen Berichts „nachzulesen“ und die wahnsinnig tollen Löwenbilder zu schauen. WOW, hattet ihr ein Glück, die Bilder sind wirklich ganz, ganz toll!!! Die anderen Bilder aber auch 🤪 🙂 🤪 Dein Rb macht wirklich richtig Spaß 🙂 Ganz lieben DANK dafür!!!
Lieber Gruß und auch dir weiterhin viel Spaß beim Schreiben!
ChampagnerThemenstarter8'687 Beiträge · seit 201014. Sept. 2012 · #209
@ Christiane
Huch, dein Lob macht mich ja ganz verlegen 😊 - danke! Zum Camping: ehrlich gesagt würde ich das ja auch gerne mal machen, wenn ich die passenden Leute dazu hätte (aber das ist eine andere Geschichte 😎 ) Für eure Kinder wird das sicher ein fantastisches Erlebnis sein - es gibt ja gerade einige tolle Berichte mit Kindern auf Afrika-Reise und ich beneide alle Familien darum.... Zu den Guides: das sehe ich auch so - es gibt sicher überall gute - wir hatten letztes Jahr bei der ganz anderen Reise ja auch viel Glück.
@ Lilytrotter, an dich musste ich öfters denken vor Ort: Face hat mich irgendwann mal gefragt, warum ich denn immer "Lilytrotter" sage und nicht "Blowschdirnbladdhünschen" oder "African Jacana" - das hat ihn ganz kirre gemacht. Tja, ich hatte mir dein Avatar einfach zu gut eingeprägt 😄
Es war übrigens keine so ganz geführte Tour - also es hat uns kein Guide wie letztes Jahr von Anfang bis Ende an der Hand genommen und begleitet, sondern wir sind alleine (wenn auch mit vorgebuchten Transfers) von Lodge zu Lodge gereist. Du siehst, ich mache Fortschritte - irgendwann fahr ich alleine mit dem Fahrrad durch Afrika, wenn ich so weitermache 😛 Nee, ernsthaft: ich denke, es könnte auch für Selbstfahrer schon mal eine schöne Abwechslung sein, solche Game-Drives mit einheimischen Guides zu machen - an die Hintergrundinfos kommt man als Selbstfahrer vermutlich nicht (so leicht).
@ Kathy, danke fürs Lob und ja, ich hab tatsächlich viel Spaß am Schreiben, ich reise dabei kostenlos ein zweites Mal 😉 - was mich immer total verblüfft beim Fotosichten: viele Kleinigkeiten hatte ich schon wieder vergessen (jaja, ich weiß, das ist das Schöne am Alter.....)!
Heute und morgen ist aber Spaß-Pause, heute fallen meine Söhne + Freundinnen hier ein 🤩 und bekommen ein leckeres Abendessen 🙂 - morgen ist Einschulungsfeier.....🤢
hab grad Deine Mokoro-Tour nachgelesen. Am Anfang der Tour dachte ich, na ja, eigentlich die gleiche Prozedur wie bei unserem Trip letztes Jahr bei Maun. Schöne Wasserpflanzen, wacklige Boote, die Poler, klasse Landschaft ....
Aber als ich dann die pics mit den Elefanten gesehen hab, ja, da bin ich doch direkt neidisch geworden. Wir hatten im Okavango-Delta auch Eli´s, aber viel weiter weg. Eure Kreuzungen waren schon aller-allererste Sahne, das kann ich Dir sagen.
Ihr habt Glück gehabt und wir haben das Glück, dass wir bei Deiner Reise (so im Nachhinein) dabei sein dürfen.
Ha, das ist ja witzig, -sogar auf Reisen „verfolge“ ich dich...:P
Uns ist es auch immer aufgefallen, dass der Name im südlichen Afrika nicht bekannt oder zumindest nicht gebräuchlich ist. In Ostafrika ist er „very common“ und unter Birdern sagt dort kaum einer was anderes. "Jacanas or Lily-Trotters" steht auch im Williams, Fieldguide Birds of East Africa. Hier ein kleiner Auszug, der die Namengebung erklärt: „Their enomous feet enable them to walk and feed on waterlily leaves and floating aquatic vegetation.“ Sie trotten eben auf den Wasserlilien...:)
Fall du es schon wusstest, weiß es nun vielleicht ein anderer, der darüber noch nicht informiert war.
Aber "Blowschdirnbladdhünschen" ist auch wunderbar – besonders wenn ich mir die Ausprache von Face dazudenke! 😁
Grüße lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
ChampagnerThemenstarter8'687 Beiträge · seit 201016. Sept. 2012 · #212
23.08.2012 - Unser letzter Vormittag im Sango Safari Camp
Unser letzter (halber) Tag im Sango Safari Camp bricht an 🙁 .
Zum Glück können wir diesen noch richtig genießen, weil unser Zeitplan optimal ist (Weiterflug erst am frühen Nachmittag).
Wir frühstücken etwas verschlafen
wärmen die Hände an einer heißen Tasse Kaffee und trödeln ein bisschen am Feuer herum.
Heute werden wir noch einmal in den Moremi fahren – Face hatte uns am Vorabend die Entscheidung überlassen – und sie dann für gut befunden 😉
Die Sonne ist gerade aufgegangen,
wir machen noch schnell ein Foto vom Essens- und von unserem Zelt
und dann geht’s schon los: wir starten ziemlich pünktlich kurz nach 7 Uhr, bis zum Eingang sind es ca. 10 Minuten zu fahren. Heute sind wir zu siebt im Wagen, denn die französische Familie ist mit an Bord.
Am North Gate haben wir unsere ersten Sichtungen – sehr zur Freude von Juliette, dem kleinen französischen Mädchen, turnen überall diese Hörnchen herum.
auch auf, neben und unter diesen Schädeln, während Face uns anmeldet.
Kurze Zeit später finden wir diesen Burschen hier, der sich sein Hinterteil genüsslich an einem Baum schubbert.
Zuerst bietet er uns schöne Motive
Dann kommt er näher und macht sich ein bisschen wichtig mit Ohrenwedeln und Rüsselschwingen!
Ist das nicht ein schöner Kerl?
Face nutzt diese Begegnung, um uns das Verhalten zu erklären.
Während ihrer ersten Lebensjahre, die sie in der Herde mit den Müttern und Kälbern verbringen, lernen die jungen Bullen, dass man durch Wedeln mit den Ohren, Rüsselschwingen und Trompeten versucht, einem Feind Angst einzuflößen. Wenn sie nun in eine Gruppe von älteren, männlichen Elefanten überwechseln, da sie ab einem gewissen Alter von den Müttern nicht mehr geduldet werden, verhalten sie sich bei vermeintlicher Bedrohung wie ihre weiblichen Vorbilder – und machen entsprechend dicke Backen. Sie lernen erst nach und nach von den älteren Bullen , die dieses mädchenhafte Getue völlig unnötig und ein unmännliches Verhalten ist. Dieser hier hat es noch nicht kapiert, dass er sich bei den anderen damit ziemlich lächerlich macht.... So zumindest hat es Face erklärt – sehr zu unserer Belustigung. 😄
Irgendwann wird das Gezicke dem Bullen dann wohl zu anstrengend und er widmet sich wieder dem viel wichtigerem Fressen!
Wir fahren weiter und beobachten eine zeitlang diese Impala-Herde im Morgenlicht – es ist mittlerweile 8 Uhr. Ach, wie ich diese Farben vermissen werde!!
Danach sehen wir die lebendige Version des Leoparden-Futters von vorgestern: eine Red-Lechwe-Antilope !
Das Hippo von vorgestern liegt auch noch da, es lebt noch, macht aber keinen guten Eindruck.
Es ist halb neun Uhr. Wir sind nun wieder in der Gegend, in der wir uns vor zwei Tagen von dem fressenden Leoparden verabschiedet haben. Face kurvt durch die Gegend, schaut sich Spuren im Sand an, fahrt hierhin, schaut dorthin.....dann kommt uns ein anderes Fahrzeug entgegen – es ist eine Familie aus Südafrika. Sie suchen nach einem Leoparden. Na so was! Da können wir natürlich punkten 😎 : Tja, den haben wir vor zwei Tagen gesehen! 😛 Wir berichten ziemlich begeistert von unserer damaligen Leoparden-Sichtung, der Fahrer lässt sich ein bisschen vom Camp berichten und outet sich dann als Reiseunternehmer (oder zumindest in dieser Branche Tätiger). Er würde sich gerne mal das Sango Safari Camp anschauen. Kein Problem, er solle doch später mal vorbeikommen, meint Face.
Ein zweites Fahrzeug kommt dazu, auch Südafrikaner, sie gehören zusammen. Die Beifahrerin berichtet, dass ihr Mann irgendwo da hinten deutlichen Aasgeruch wahrgenommen habe und sie dort in der Nähe den Leoparden vermuten 😐 . Face fragt nach der genauen Stelle. Soso..... er sagt nicht viel dazu 😗 und die Südafrikaner verabschieden sich in diese Richtung, um der Sache mit dem Aasgeruch nachzugehen. Wir fahren in die entgegengesetzte Richtung, einmal mehr zum Riedgrasareal.
Wer nun meine Lobeshymnen auf unseren Guide nicht mehr hören kann 🤢 , der hat mehrere Alternativen 😉 : a) er klickt sich schnell in einen anderen Thread , b) er liest solange die Bewertungen über Sango Camp auf tripadvisor, wobei er feststellen wird, dass sämtliche Guides, also Judge, Face, Beast und Joel dort sehr gelobt werden – wir haben einfach nur einen davon erwischt. C) Oder er liest solange über das Forschungsprojekt nach, in dem Face gearbeitet hat: http://www.bpctrust.org/index.asp
Wer hier bleibt, erlebt gleich wieder ein Beispiel dafür, dass Face wohl in den Kopf der Tiere schauen kann:
Nun sind wir also an altbekannter Stelle – allerdings können wir den Riss nicht sehen. Wir fahren wieder aus dem Grasgebiet heraus und halten in der Nähe an.
Nun interpretiert uns Face die Lage vor Ort, wie er sie erkennen kann: es sind Krokodilspuren zu sehen und er nimmt an, dass das Krokodil den Rest des Risses gefressen hat. Weggeschleppt hat es ihn wohl nicht, denn er sieht keine Schleifspuren. Tja, schade 🙁 , nun ist der Riss weg und der Leopard wohl auch, denken wir.
Hmm, das sieht Face anders. Er vermutet, dass der Leopard sich noch in dem Riedgrasareal befindet – wohl auch auf der Suche nach seiner Antilope. ABER: es wird immer wärmer und lange wird er da wohl nicht drinbleiben, er wird sicher einen Schattenplatz suchen. Es ist 9 Uhr - und Face hat kaum den Mund zugemacht, da sehen wir aus den Augenwinkeln eine Bewegung (zwischen Termitenhügel und Busch!)
Unglaublich 🤩 – da geht unser Leopard langsam durchs Gras
Wow, wir schütteln ungläubig die Köpfe – wie kann das sein? 🤨
Er findet recht schnell ein schattiges Plätzchen
Face verfolgt den Leoparden mit ausreichender Distanz und positioniert dann den Wagen so, dass wir gut fotografieren können (spätestens bei diesem Foto habe ich beschlossen, mir für den nächsten Urlaub einen anderen Sonnenschutz zuzulegen...)😊 .
Das Tier scheint tatsächlich ziemlich erhitzt, es hechelt wieder
Und wird außerdem von irgendwelchen Fliegen genervt. Wer selber eine Katze zuhause hat, kennt diesen (leicht debilen) Gesichtsausdruck, wenn der Stubentiger ein Krabbeltier direkt vor der Nase beobachtet und versucht es zu fangen. Immer wieder schlägt er mit der Pfote nach den Quälgeistern...
Wir amüsieren uns über seine schlechte Laune wegen der Fliegen und seine Jagdversuche und können „unseren“ Leoparden eine Viertelstunde lang alleine genießen und fotografieren.
Dann rollte das geballte Südafrika an – es sind drei Autos. Die Geschichte mit dem Aasgeruch war wohl doch nicht so der Knaller 😛 😄 !
Face schlägt uns vor, den Rückzug anzutreten und wir beobachten kurz aus der Ferne, wie sich die südafrikanischen Zuschauer verhalten. Face regt sich tierisch darüber auf, dass auf der einen Seite des Autos die Beifahrerin aus dem Fenster hängt zum Fotografieren, sehr dicht beim Leoparden, und noch viel schlimmer: eines der Kinder stellt auf den Fensterholm – wie schnell kann es da rausfallen! 🤩
Das Verhalten des Leoparden sei in einem solchen Fall überhaupt nicht absehbar: er kann den Jungen als Beute sehen oder er fühlt sich davon so irritiert, dass er das Weite sucht und in Zukunft Autos nicht mehr als harmlos betrachtet.
Man sieht, dass es in Face arbeitet 😠 – und dann fährt er doch noch einmal zu dieser Gruppe zurück und bittet sie in recht strengem Ton, nur aus dem Auto heraus zu fotografieren. Wir finden sein Verhalten sehr interessant, denn er könnte sich ja dadurch das Interesse eines eventuellen Kunden vermasseln.
Es ist aber auch wieder ein Beispiel dafür, wie die Guides hier (und auch anderswo) das Wohl der Tiere in den Vordergrund stellen. Mir ist noch ein Szene bewusst geworden, nachdem ich neulich meine kleinen Videofilme angeschaut habe: Als wir den Leoparden beim Fressen beobachtet haben, hatte er immer wieder einen Blick auf uns. Irgendwann hat er uns kurz angefaucht – und da meinte Face dann, es wäre besser ihn in Ruhe zu lassen.
Aber zurück zu heute: Face fährt uns zu einem Platz, den er als sicher betrachtet (unseren Kloplatz hinter einem Termitenhügel untersucht er aber trotzdem zuerst auf eventuelle tierische Nachbarn).
Wir trinken in Ruhe Kaffee und Tee, essen leckere Plätzchen, wieder frisch gebacken, und unterhalten uns mit den anderen Franzosen.
Ihre Tochter Juliette hatte bei der Leopardensichtung zuerst ihren Fotoapparat herausgeholt und nach kurzer Zeit ihren Gameboy.... Die Eltern erzählen, dass sie schon mehrere Reisen dieser Art mit ihr gemacht haben, u.a. nach Tansania – und auf unsere Frage hin, ob sie denn den Eindruck haben, dass es ihr gefällt, meinen sie mit einem Augenzwinkern, sie hätte ja keine Wahl. Außerdem würde sie eben die Dinge von einer solchen Reise mitnehmen, die ihr wichtig wären – in diesem Fall zum Beispiel die Übernachtung mit einer neuen Freundin in der Kabine der Pride of Zambesi. Meine (kurz zusammengefasste) Meinung: solange weder das Wohl des Kindes noch das der Allgemeinheit ernsthaft gefährdet ist, sollte jeder nach seiner eigenen Fasson glücklich werden!
Nach unserer Pause , es ist ca. 10 Uhr, fahren wir noch einmal an der Stelle vorbei, wo wir den Leoparden zuletzt gesehen haben. Er hat nun seinen Platz gewechselt und liegt neben einem Baum – unter Beobachtung eines grünen Safari-Fahrzeuges.
Face sucht einen guten Stellplatz und dann schauen wir zu, wie das Tier zuerst am Baum liegt
eigentlich wirklich keine Lust auf Zuschauer hat ("Ich kann die bald nicht mehr sehen...")
dann recht unruhig immer wieder ein neues Plätzchen sucht,
Zwischendurch spielt er mit dem Gedanken, auf den Baum zu klettern
Er entscheidet sich dann aber doch für eine ausgiebige Körperpflege
Zwischendurch versucht er zu schlafen
dann tigert (bzw. leopardet 😉 ) er wieder herum, ihm scheint irgendetwas nicht zu passen
aber dann putzt er sich doch weiter
Es ist schön, ihm in Ruhe dabei zuschauen zu können.
Aber wie gesagt, richtig ruhig ist er nicht,
und Face glaub auch, dass er über kurz oder lang einen geschützteren und schattigeren Platz suchen wird. Er schlägt vor, dass wir langsam in Richtung Camp zurückfahren, es ist auch schon halb elf Uhr. Vorher macht er aber wie vorgestern noch schnell ein paar Fotos mit meiner Kamera für seine Datenbank
und er wird mir nach meiner Rückkehr eine Mail schreiben, dass es sich bei dem Leoparden um „Face“ gehandelt hat! (Joel hatte die beiden Leoparden-Brüder ja Judge und Face getauft...)
Ein letzter Blick in seine Augen
Dies wird die letzte Katze in meinem Reisebericht sein , so viel kann ich schon verraten - also noch einmal genießen!
Unterwegs sehen wir noch Hippos, die fit sind
Nilgänse
und Africa Jacanas 😎
Und dann haben wir noch eine Sichtung der ganz besonderen Art – unser Camp vom Moremi aus gesehen! Tzzzz, so nah dran ist das....
Aber auch auf diesen Fotos wird einem nicht so richtig klar, dass es dicht am Khwai River liegt – im nächsten Kapitel (Flug zum Pom Pom Camp) sieht man es dann besser.
Tja, dieser Flug rückt schnell näher, wir fotografieren vom Hauptzelt aus noch einen Elefanten in der Ferne (Achtung Suchbild!)
einen Riesenglanzstar
und essen noch zu Mittag. Face kopiert noch schnell meine Fotos von Notebook auf USB-Stick
nachdem er sich mit dem südafrikanischen Reisefuzzi, der tatsächlich noch vorbei geschaut hat, unterhalten hat - und dann bringt er uns zum Airstrip.
Unser Flugzeug landet superpünktlich (die Deutsche Bahn könnte sich da wirklich eine Scheibe von abschneiden)
unser Guide kümmert sich zusammen mit dem Piloten darum, dass unser Gepäck (nein, das gehört nicht alles uns, sondern auch den Neuankömmlingen) im Flugzeug landet
und dann heißt es: Auf Wiedersehen Face, auf Wiedersehen Sango Safari Camp – wir hatten eine grandiose Zeit hier!:)
Zum Glück freuen wir uns auch auf das nächste Camp und zudem ist unser Pilot ein ganz goldiger Franzose (mit einer Botswanerin verheiratet)
so dass der Abschiedsschmerz etwas gemildert wird! Ein letzter Blick nach unten
und TSCHÜSS! 🙁
TOP: wir haben "unseren" Leoparden Face noch einmal gesehen 😘
FLOP: unser Aufenthalt im Sango Safari Camp ist zu Ende 🙁
franzicke2'085 Beiträge · seit 201217. Sept. 2012 · #214
Hallo Bele, jetzt bin ich für ein paar Tage abgetaucht, zum Glück bist du mir noch nicht ganz davon gefahren/geflogen ... so konnte ich jetzt mit etwas Verspätung sehr ausführlich deinen Bericht und die großartigen Fotos von Sango genießen. Echt ein Traum!!!
Auf Seite 33 schreibst du ja: Fahrt hin und fragt selbst - dazu kann ich nur sagen: OK! 😉 Also, das Sango Camp ist gebucht, als echtes Highlihgt unserer Selbstfahrer-Tour, allerdings findet die erst Oktober/November 2013 statt. So lange schwelge und schmelze ich wohl noch in deinen Bildern. Danke-Grüße Franzicke
Lil1'242 Beiträge · seit 200917. Sept. 2012 · #215
Hallo Bele,
ich sitze seit 2 Abenden über deinem tollen Bericht und bin hin und weg.
Wieviele Tiersichtigungen ihr gehabt hat ? Von deinen Fotos ist eins schöner als das andere. Ob Elefanten-, Hippo-, Vögel-, Raubkatzen oder Natur- und Sonnenuntergangsfotos. WOW.
Ich habe dieses Jahr auf Düsternbrook wunderschönen Fotos von der Leopardenfütterung gemacht, muss aber gestehen dass deine noch einen Tick besser sind (vor allem auch weil sie in freier Natur aufgenommen worden sind).
ChampagnerThemenstarter8'687 Beiträge · seit 201017. Sept. 2012 · #216
@ Nenette und Lil: vielen Dank für eure Lob - das freut mich (immer wieder)!:) 🤪
@ Franzicke: auch dir ein Dankeschön - und vorallem eine Herzlichen Glückwunsch zum Sango-Buchen (und wenn es dir nicht gefällt, kannst du dich ja bei mir beklagen 😛 )
ChampagnerThemenstarter8'687 Beiträge · seit 201017. Sept. 2012 · #217
Sodele, heute mal ein etwas kürzeres Kapitel:
23.08.2012 – Wir fliegen zum Pom Pom Camp
Wie schon im letzten Kapitel angedeutet wird mir jetzt aus der Luft erst so richtig die Lage des Sango Safari Camps bewusst.
Hier ein Kartenausschnitt, auf dem ich das Camp mit einem roten Pfeil eingezeichnet habe – da es relativ neu ist, fehlt es noch auf vielen Karten.
Was mir vor Ort nie richtig bewusst wurde ist die Tatsache, dass der Khwai River tatsächlich so etwas ähnliches wie ein Fluss (Flüsschen) ist! Wenn man im Camp sitzt, sieht man ja nur viiiieeeel Gras, ein bisschen Wasser hier und da – aber nichts was auch nur annähernde Ähnlichkeit mit einem Fließgewässer hat...
Zur Erinnerung (haha, ja ich weiß, ich kann mich schwer trennen....):
Wo bitteschön ist hier ein Fluss??😐
Umso mehr faszinieren mich diese Fotos! Wir fliegen nach dem Start eine Kurve und dann über den Teil des Rivers, wo er sich sehr breit macht (auf der Landkarte rechts).
Dann immer am Wasser entlang – nun ist es richtig deutlich zu erkennen (auch wenn das Foto unscharf ist): das sieht ja tatsächlich aus wie ein über die Ufer getretenes Flüsschen!! Am linken Bildrand sieht man schon die beiden Zelte (Nr.5+6) rechts neben dem Hauptzelt.
Stop, umdrehen 🤩 – ich muss mir das vor Ort noch mal ganz genau anschauen.... so ein/zwei Tage lang 😎 😗
Und hier das ganze Camp von oben! Ach menno, wie soll ich mich denn gedanklich lösen können bei diesem Anblick??? 🙁
Weiter geht’s Richtung North Gate – ich bin hin und weg bei diesem Anblick! Ich hoffe, die alten Hasen verdrehen jetzt nicht die Augen – aber ich war eben noch nie im Delta – und ich hätte nie gehofft, anhand der Fotos noch einmal alles so genau nachvollziehen zu können. Ich finde das total aufregend – sorry!
Nun sind wir direkt über dem Gate – da sind wir erst vor ein paar Stunden durchgefahren.
So, und nun heißt es wirklich Abschied nehme von der Khwai Region – nun kommen ein paar Fotos, zu denen ich überhaupt nichts schreiben kann, weil ich nicht den geringsten Schimmer habe, wo das alles ist.... Aber schön – und abwechslungsreich ist es allemal!
Vielleicht erkennt ja jemand etwas....
Dann kommt die Landebahn in Sicht
Wir werden von unserem Guide, der sich die nächsten drei Tage um uns kümmern wird, abgeholt: Timba! Er hat einen sehr schönen Namen auf Setswana, den wir eigentlich auch gut aussprechen können, auch wenn er lang ist – aber der Einfachheit halber will er Timba genannt werden.
Unser Pilot (le petit francais) fährt mit uns ins Camp, da er erst viel später wieder einen Flug hat.
Wir sehen gleich einen Saddle-billed Stork
der sich dann in die Lüfte begibt.
Dort kreisen schon einige Marabus, es ist ein beeindruckendes Bild (weniger auf dem Foto als in echt):
einer landet ganz in der Nähe
Noch eine Wasserdurchfahrt
und schon sind wir da:
Der Willkommens-Song ist kurz und endet in einem eher gesprochenen als gesungenen Welcom to Pom Pom ....😳 Naja, das kennen wir ein bisschen fröhlicher – aber egal, insgesamt ist uns das sowieso nicht so wichtig sondern eher ein bisschen unangenehm.
Es geht auch holprig weiter – wir werden von einem Manager-Paar im Rentenalter erwartet, das auf den ersten Blick nicht die ganz große Herzlichkeit ausstrahlt. Später erfahren wir, dass die beiden nur die Urlaubsvertretung des richtigen Managements sind – und im Laufe der Tage finden wir auch einen ganz guten Zugang zu ihnen.
Allerdings gibt es erst ein bisschen Stress – wir hatten ja extra drei Tage in einem Camp am Schluss unserer Reise gebucht, um so mal nicht ständig Taschenpacken zu müssen und uns richtig auszuruhen. Pech – unsere Franzosen müssen nach einem Tag ihr Zelt tauschen – das wird uns gleich mitgeteilt. Ich meckere ein bisschen rum – das macht die Stimmung nicht besser.😈 (In dem Moment möchte ich nur eins: zurück nach Sango! 😵 ).
Dann werden wir zu unseren Behausungen gebracht und schon sind wir etwas versöhnt: erstens können unsere Franzosen erst gar nicht zu ihrem Zelt (Nr.9, ganz außen), weil sich dort ein Elefant rumtreibt, was wir natürlich spannend finden, zweitens handelt es ich bei Nr.9 um das Honeymoon-Tent mit Badewanne im Freien und drittens sind die Zelte insgesamt sehr groß, schön und haben eine tolle Lage, die man von der großen Terrasse aus genießen kann.
Die Einrichtung ist sehr hochwertig (wenn auch sicher nicht jedermanns Geschmack – ich steh nicht so auf dunkel) .
Weitere Fotos kommen in den nächsten Tagen – ich füge sie chronologisch ein. Dort geht es dann auch weiter mit unserem ersten Game-Drive beim Pom Pom Camp..... Und keine Sorge – meine Laune bessert sich dann auch wieder ein bisschen!;)
TOP: die tollen Ausblicke aus der Luft
FLOP: unser nicht ganz so herzlicher Empfang im Pom Pom Camp
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200917. Sept. 2012 · #218
Ich quatsche ja ungern dazwischen, aber deine Luftbilder sind der Hammer, danke dafür, ich hab unsere Campsite entdeckt am North Gate, supi.
Die Jungs von Sango haben uns bei einer Wasserdurchfahrt vom Versenken des Mietwagens gerettet, bin mal gespannt ob ich mit dem eigenen Auto da auch so ungezwungen reinfahre....
lg sasowewi
Bernd1'182 Beiträge · seit 200618. Sept. 2012 · #219
Hallo Bele,
ich habe gerade zufällig Deinen Bericht ´entdeckt` und mit Begeisterung in einem Rutsch von Seite 1 bis Seite 37 gelesen - einfach grandios!!! Sehr lockerer, witziger Schreibstil und großartige Fotos.
Vielen Dank dafür!
Gruß, Bernd (HH)
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Sabine261'394 Beiträge · seit 200918. Sept. 2012 · #220
Hallo Bele,
du bist schuld!!! 😗 ... schuld mit deinen wunderbaren Bildern und Beschreibungen zum Sango Safari Camp, dass ich überlege, meine mit viel Schweiß ausgearbeitete Route für nächstes Jahr evtl. noch einmal umzuwerfen. 🤩 Deine Begeisterung für dieses Camp ist auf mich - nur vom reinen Lesen und Bilder schauen - auf mich übergesprungen.
Wie lange seid ihr eigentlich im Sango Safari Camp gewesen, waren es tatsächlich nur 2 Nächte oder irre ich? Mir kommt es viel länger vor, bei all euren tollen Erlebnissen.