ChampagnerThemenstarter8'701 Beiträge · seit 201010. Sept. 2012 · #181
22.08.2012 – Bushwalk gecancelt!
Unsere erste Nacht im Sango Safari Camp war schön, aber nicht ruhig! Die Hippos im Khwai River vor der Haustür gehen abends an Land – wir haben gestern schon die beiden 19Uhr-Hippos bei uns vorbeiziehen sehen, man kann die Uhr nach ihnen stellen.! Offensichtlich ist die ganze Nacht reger Ausflugsverkehr! Mampf, schmatz, schlürf, plätscher, brüll – so ist es eigentlich auch egal, dass der Herr Nachbar in Zelt 1ganz außen schnarcht. 😵 Wirklich unterscheiden kann man das sowieso nicht.
Es macht natürlich riesig Spaß, diesen ganzen Geräuschen draußen zu lauschen und irgendwann schläft man ja trotzdem ein! Wecken ist hier um 6 Uhr, hell wird es gegen 6.30 Uhr, dazwischen versucht man sich bei Dunkelheit zu waschen, denn Strom gibt es um diese Zeit noch nicht. Dann darf man selber rüber ins Hauptzelt gehen, um Frühstück zu fassen.
Dieses ist ausreichend, Kaffee rührt man sich selber mit heißem Wasser an, es gibt Milch, Toast, Marmelade, Honig, Obst, Porridge und Joghurt. Vielleicht noch mehr, aber ich erinnere mich nicht, weil ich eh mit Toast und Obst zufrieden bin um diese Zeit.
Face bespricht mit uns die Pläne für heute. Er erklärt uns, dass wir heute früh noch alleine sind, am frühen Nachmittag landet dann „unsere“ französische Familie, die wir am Chobe kennen gelernt haben und diese gehören dann zu unserer „Face“-Gruppe. Ach ja, stimmt, die kommen ja heute - da freuen wir uns drauf 🙂 !
Nachmittags ist für die ganze Truppe im Camp ein Mokoro-Trip geplant. Dazu muss man sagen, dass natürlich eine hohe Fluktuation in einem solchen Camp herrscht. Zwei bis drei Nächte bleiben die meisten – die einen kommen, die anderen gehen. Das ist organisatorisch nicht ganz einfach, da ja auch der Transfer vom Camp durchgeführt wird. Gestern Nachmittag waren wir alleine, weil der Großteil, der heute abreist, Mokoro fahren war.
Also, was denn nun unsere Wünsche für diesen Vormittag seien – wir können frei entscheiden! Hmmm, einen Bushwalk vielleicht? Oder eine Dorfbesichtigung? Face denkt kurz nach 😐 und schon hat er einen Plan: Bushwalk heute früh ist okay, er muss allerdings BB Bescheid sagen, dass er mitsamt Gewehr mitkommt. Dorfbesichtigung schieben wir vor der Mokorofahrt rein, die Franzosen werde solange von Joel abgeholt - das klappt schon irgendwie..... Na, das klingt ja wieder nach vollem Programm!!
Wir machen uns also walk-bereit und warten, bis alles eingeladen ist.
An dieser Stelle will ich euch kurz die Besetzung im Sango Camp erklären: Es gibt zuerst und zuoberst Vater Joseph aus der Sango Familie. Dieser hat 9 Kinder, davon 3 Söhne, nämlich Judge, Face und Beast. Nun sind das natürlich nicht ihre Taufnamen, aber um es den Touristen leichter zu machen, geben sie sich – wenn ich das richtig verstanden habe - in Anlehnung an ihre richtigen eben englisch auszusprechende Fantasie-Namen....Alle 3 Söhne arbeiten als Guides im Camp, dazu kommt noch Joel sowie einige Pooler. Die Arbeit der Guides und Pooler beschränkt sich aber nicht auf Game Drives. Sie bringen und holen die Gäste zum/vom Airstrip, helfen morgens beim Frühstückrichten mit, davor zünden sie die ganzen Gaslampen an, machen das Feuer draußen vor dem Hauptzelt, wecken auch die Gäste, bringen sie bei Dunkelheit zu ihren Zelten. Abends essen sie mit den Gästen zusammen und bedienen abwechselnd auch beim Essen, reichen Getränke usw..... Keine Ahnung, wann sie schlafen....
In einem festen Turnus hat immer einer der Guides frei – in unserem Fall war das Judge, und Beast fuhr am zweiten Tag ab, allerdings wohl weil er ein neues Fahrzeug abholen musste Von den 6 Mädchen arbeiten einige auch schon im Camp, andere sind auf der Schule oder zur Zeit im Ausland. Es handelt sich also um einen fast reinen Familienbetrieb, die Pooler sind fast alle aus Khwai Village. Mama Sango kommt nicht ins Camp – sie lebt ganz traditionell im Dorf. Das haben wir so nach und nach von Face, Joel und auch von Joseph erfahren.
Hier sieht man Vater Joseph, wie er die Reste des Frühstücksbuffets vom Hauptzelt in das Küchengebäude trägt.
Pascal muss noch schnell eine Sonnenbrille aus seinem Zelt holen und dabei sieht man, dass diese recht eng beieinander stehen.
In manchen Bewertungsforen wird das als negativ betrachtet, weil es der Privatsphäre abträglich sei – aber ehrlich gesagt, die wird hier sowieso ständig durch die Hippos gestört, ob Tag oder Nacht.....oder weil man gar keine Zeit für Privates hat. Für uns war dieser geringe Abstand kein Thema – schließlich müssen ja auch die Mitarbeiter ständig hin und her laufen, zum Teil mit den schweren heißen Wassereimern, die werden auch froh sein, dass es kurze Wege gibt.
So, BB, der auch als Pooler arbeitet, steigt nun zu und Face erklärt uns, dass man erst ca. eine halbe Stunde fahren muss, was gleichzeitig aber ein Gamedrive sei, bis man in die Gegend kommt, wo man sich zu Fuß bewegen kann. Ich habe vorsichtshalber meine Mütze auf.
Es zeigt sich aber bald, dass es nicht wirklich kalt ist – ich habe das Gefühl, dass es jeden Tag wärmer wird – ich hatte es mir viiiieeel kälter vorgestellt. Tagsüber haben wir ca.30°C, nachts lasse ich die Plane vor den Fenstern offen, weil es mir sonst zu warm ist.
Wir tuckern los und freuen uns erst einmal an dem wunderschönen Morgenlicht – die Sonne steht noch ganz tief!
Als erstes gibt es zum Wachwerden eine Wasserdurchfahrt.
Dann endlich mal wieder ein paar Vögel – langsam hat man ja die Nase voll von diesem Raubkatzenzeug, oder?? 🤪
Face weist uns auf ein African Jacana hin (Foto unbrauchbar – diese Viecher sind hyperaktiv....) und ist stolz wie Oskar, dass er den deutschen Namen kennt: Blow-schdirn-bladd-hünschen 😄
Ein Seidenreiher
Und ein Coppery tailed Coucal
Er tut mir den Gefallen, sich ausgiebig im Wasser zu spiegeln!
Und dann endlich mal wieder eine Trappe, eine Rotschopftrappe (?). Erst befürchte ich, dass ich wie üblich nur das Hinterteil erwische
aber dann habe ich doch noch Glück!
So, das war’s von der fliegenden Fraktion!
Erst dachte ich ja später beim Fotosichten, was für eine schlechte Aufnahme, aber inzwischen habe ich mich richtig in diesen weichgezeichneten Elipsen-Wasserbock verliebt, wie er da versunken in dem typischen, rötlichen Gras steht
Im Vorbeifahren zeigt uns Face schnell eine Impala-Riss von 2010
ein paar Warzenschweine
Und dann fragt er uns: was seht ihr?? 😕
Hmmmm, Bäume, Büsche, Gras??? Naja, wir kennen Face inzwischen – da wird schon noch was anderes zu sehen sein, wenn er so fragt – für seine Adleraugen schon jetzt, für uns dann, als wir näher hingefahren werden.
Huch – NEUN Löwen!! 🤩 🤪 Unser Guide bittet uns – wie auch gestern beim Leoparden - ruhig zu sein, die Tiere zu respektieren, nicht aufzustehen und keine schnellen Bewegungen zu machen.
Wenn man ganz ehrlich ist, sieht das ja aus wie ein Massaker, BILD berichtet: „Neun botswanische Löwen von Amokläufer niedergestreckt!“ 🤩
Tatsächlich war das Opfer des Massakers ein anderes: diese Neun sind vollgefressen, am Hals noch blutverschmiert und müde – und was Face ein bisschen ärgert: er kann von der Beute keine Überreste außer Blutflecken und diesen Haufen hier entdecken.
Wir identifizieren ihn zuerst als einen Dunghaufen, was Face zum Lachen bringt - in Wirklichkeit ist es der Mageninhalt der Antilope (oder was es sonst war), die den Löwen heute früh in die Fänge geraten war. 🤢
So wie ich euch die neun gezeigt habe, liegen sie tatsächlich erst später da – aber ich finde das Foto zum ersten Durchzählen einfach am geeignetsten. Am Anfang hatte sich nämlich eine Löwin abgesondert, die verletzt war.
Hier liegt sie und lässt die Sonne auf ihre Beine scheinen – sie wechselt immer wieder die Position.
Dazwischen leckt sie immer wieder die Innenseite ihrer beiden Oberschenkeln.
Zuerst meint Face, sie wäre nur mit dem Blut des Risses verschmiert, aber das sieht dann doch nach einer nässenden Wunde aus.
Später, als sie aufsteht, kann man auch sehen, dass ihr das Gehen sichtlich schwer fällt oder Schmerzen bereitet 🙁 .
Erst liegen die anderen acht fast regungslos da, nur ab und zu hebt mal eine der Löwinnen den Kopf, wenn sie ein Geräusch hört.
Face erklärt uns, dass es eine Gruppe von 3 Löwinnen mit diversen Kindern (keine Babies)ist. Ich habe gestern bei Face per Mail noch mal nachgefragt, wie genau die Familienzusammenhänge sind, weil ich mir seine ganzen Infos einfach nicht merken konnte - und heute kam seine Antwort (ich spar mir die Übersetzung):
Hi Bele! The group of lions we saw in the concession were altogether 9. There were 3 lioness with 6 cubs (1 female and 5 males). The First Female: Three cubs were born in November 2010 by this female, and only two survived, which are the older male cubs we saw. The other boy was swallowed by a Python when they were about a week and a half and the python was killed and eaten by a hyena after four days of swallowing the cub. The Second Female: Had three cubs (2 males and 1 female) born in June 2011. One cub (male) missed in December 2011and i think he died while crossing the river, either killed by a crocodile or drowned. The Third Female: Had three cubs (all males) in July 2011 and one died while crossing the river.
Unglaublich, oder???
Wir können uns einfach nicht satt sehen und nebenher unterhalten wir uns leise über Gott und die Welt. Face erzählt uns mit Stolz und Respekt in der Stimme, dass sein Vater dafür gesorgt hat, dass alle Kinder eine gute Schulbildung durchlaufen – die Kinder aus Khwai Village müssen von Anfang an weit von zuhause weg, um eine Schule zu besuchen. Es gibt wohl Eltern, die nachgeben, wenn ihre Kinder beim Heimkommen weinen und nicht mehr zurück in die Schule möchten. Nicht so Joseph: YOU HAVE TO GO TO SCHOOL!!! Sein Vater sei streng gewesen, erzählt er, aber nun wisse er es zu schätzen. BB war wohl mit ihm zusammen auf der fortführenden Schule, daher kennen sie sich. Das Camp gibt es ja erst seit 2010 – vorher hat Face unter anderem in einem Forschungsprojekt „Wild Dogs“ gearbeitet.
Wir fragen und reden - und irgendwann meint Face, wir müssten nun weiter, wenn wie noch bushwalken möchten. Es sei aber unsere Entscheidung – wir können ebenso auch hier bleiben und weiter in aller Ruhe die Löwen beobachten. Kurze Beratung: wir bleiben!
Dadurch sind zwar BB und das Gewehr umsonst an Bord – aber zumindest BB scheint das nichts auszumachen. Es ist so friedlich, die Löwen dösen, träumen mit zuckenden Beinen – ich fühle mich wie daheim bei meinen 3 Bonsai-Löwen!
Wir rechnen nach: 5+3+3+9 = 20: Nun haben wir also 20 Löwen in diesem Urlaub gesehen – unfassbar!!
Wir genießen es, die Löwen für uns alleine zu haben. Alleine? Hmm, da fällt uns auf: wo ist eigentlich Joel? Er ist doch heute morgen unter anderem mit den Engländern an Bord auch in unsere Richtung losgefahren... Wir fragen Face, ob er ihn denn nicht informiert habe? Er druckst ein bisschen rum, grinst dann und meint: doch doch, er hätte ihn natürlich angefunkt – aber die Engländer hätten es ja gerne ein bisschen ruhiger 😎 .
Spaß beiseite – mit ernster Stimme erzählt er, dass Joel und er sich gestern nacht noch über diese Bemerkung von Dennis unterhalten und auch gewundert und ziemlich geärgert haben. Und dass sie sich unheimlich über den Einwand von Pascal und unser laut ausgesprochenes Lob gefreut hätten! Da sucht man gemeinsam einen Leoparden, findet ihn, bietet den Gästen tolle Fotomotive – und dann so was.... Naja, und jetzt würde Joel die Briten eben ein bisschen zappeln lassen.... 😛
Schlussendlich stehen wir 1,5 Stunden bei den Löwen – Face parkt den Wagen zwischendurch um, damit wir aus verschiedenen Winkeln fotografieren und filmen können. Nach und nach kommt auch Leben in die Bande – die Kleinen räkeln sich, kuscheln miteinander,
drängen sich dann an ihre Mutter um geputzt und beschmust zu werden.
Es ist ein unglaublich goldiger Anblick!!! Ein Löwenbub ist eifersüchtig und quetscht sich zwischen seine Verwandtschaft, um auch geputzt zu werden
irgendwann putzen dann die Kleinen die Mutter.
Ja, und dann sehen wir noch ihn hier 🤪 – könnt Ihr euch an die Löwen von gestern erinnern?
Genau - ganz der Papa! Dieses verknautschte Gesicht und der Irokesenschnitt – es ist zum Piepen!
Face hat mir eben dazu noch Folgendes geschrieben: Yes, we saw one of the father of the cubs in Moremi and he is indeed the guy with a very "poor hair-cut" or "blond". There is actually a coalition of two males and the one we saw is the dominant male (boss) You definitely have to come back to verify haha!
(Den letzten Satz finde ich persönlich übrigens am besten! 😎 )
Nun soll es aber genug mit den Löwen sein – vielleicht werde ich anschließend noch einige Fotos ohne Kommentar für die zeigen, die dann immer noch Löwen sehen können! Bei 90 Minuten Beobachtungszeit und 9 Löwen so ganz aus der Nähe kommt eben einiges zusammen....sorry.... 😊
Coffee-Time! Face findet ein nettes Plätzchen
und wir lassen es uns gut gehen - es gibt leckere frischgebackene Plätzchen – man schmeckt, dass die nicht aus der Tüte kommen! Und damit wir doch noch ein bisschen Bushwalk-Feeling bekommen, haben die Guides extra einen Elefanten bestellt!!
Dieser kommt langsam immer näher und scheint uns interessant zu finden.
Face gibt Entwarnung – wir sollen nur immer ein Auge auf ihn haben und wir würden dann schon merken, wann wir uns zurückziehen müssen.
Als mein Sohn später dieses Foto sieht, muss er lachen: " Euer Guide rettet sich und ihr bleibt ahnungslos stehen! " 😄
So war’s natürlich nicht, Face musste was aus dem Auto holen. Als der Dickhäuter dann aber ein Staubbad in unserer Nähe nimmt,
schaue ich mir das doch lieber aus dem Auto an – sicher ist sicher!
Okay, wir müssen uns auf den Rückweg machen! Damit es uns nicht langweilig wird, gibt es noch ein Krokodil
und einen wunderschönen Elipsenwasserbock – dieses mal sogar gut sichtbar!
Ich mag diese Schnauze so sehr - verführt zum Streicheln, oder? 😘
Gut, jetzt haben wir aber wieder eine Menge erlebt heute – danke Face! Hmm......, sagt Face, .......eigentlich müssten die Löwen langsam Durst bekommen nach ihrem ausgiebigen Frühstück. Schaun wir mal, hier geht’s Richtung Wasser.....
Ach neee – ich fass es nicht! 🤪
Aber keine Sorge, es sind keine neuen Löwen – es bleibt bei den 20 Stück. Wir sind wohl nicht weit von der vorherigen Löwensichtung entfernt, das war rechts oben am Hang.
Eine der alten Löwinnen hat sich inzwischen von der Gruppe entfernt, legt sich aber nun doch erst mal noch in den Schatten links des Weges.
Sie lässt sich gut fotografieren und es scheint mir nicht die verletzte Löwin zu sein, denn die hatte ziemlich viele Narben auf der Nase.
Bei der hier sehe ich eher viele Fliegen!
Und die Zähne sehen auch ganz okay aus 😉
Jeweils zwei Dreiergruppen liegen auf der anderen Seite des Weges oben am Hang passgenau im Schatten und scheinen abzuwarten, was die Chefin entscheidet.
Unser Chef entscheidet, dass es nun wirklich Zeit für eine Dusche und ein Mittagessen ist!
Vorher gibt’s noch eine lustige Wasserdurchfahrt, inzwischen ist Joel hinter uns (der später auch zu den Löwen kam, das hatte ich vergessen zu schreiben, dann aber wieder seiner eigenen Wege fuhr)
und dann den obligatorischen Funkspruch nach der Frage „Wer braucht warmes Wasser?“ Nadège meint, das würde sie bestimmt sehr vermissen, dieses „Who needs a shower“ und dann in Setswana ins Mikro:„Sango Sango, .....“ (Ich fürchte, wie werden noch viel mehr vermissen 🙁 ) Das Wasser ist da, als wir ankommen, wir duschen schnell - und dann geht’s weiter.....
Aber am Besten gefällt mir wirklich der kleine Irokesen-Boy !!! Den würde man ja am Liebsten fast knuddeln - wenn's nicht eben doch ein Löwe wär .... 😗
GENIAL !!! Und Ihr hattet ja scheinbar wirklich soooo viel Glück mit den Guides und Euren Sichtungen ....
Ich glaube ja, dass Du jetzt gar nicht mehr ins südliche Afrika reisenm usst, Bele ! Da wirst Du immer nur enttäuscht werden !!! Und stell Dir vor, der Dämon kommt dann zurück - dann verblassen womöglich auch diese tollen Erlebnisse .... 🙂 *duck&weg"
Ich freu' mich auf die Fortsetzung !!! Hoffentlich kommst Du jetzt überhaupt noch zum Schreiben, wo doch heute die Schule hier wieder angefangen hat ! *Daumen drück!*
Bis bald hier wieder - freu' mich schon !
LG Antje 😉
franzicke2'085 Beiträge · seit 201211. Sept. 2012 · #183
... es ist einfach unglaublich! Was ein Morgen!!! An deinen Bildern kann ich mich auch nicht satt sehen - und tolle Hintergrund-Infos dazu. Ja, das Sango scheint wirklich was ganz Besonderes zu sein. Überredet 😄 Freu mich auf mehr, Franzicke
vielen Dank für Deinen tollen Bericht und die extra Kubu-Photos! Ich muss wohl auf den Carsten aufpassen, damit auch noch andere Spass an den Hollywoodschaukeln 😗 haben. Er ist ja so ein Unglückswurm... Ab heute ist es nur noch ein Jahr bei uns 🤢 🙁 😣 Da steigt die Vorfreude ins Unermessliche.
Du hast mir den Vormittag versüsst und dabei die Schmerzen in meiner Hand vergessen lassen - bin nach einer Stunteinlage (Kopfsprung auf Bürgersteig statt ins Schwimmbecken) krank geschrieben 🙄
Da hattet Ihr ja superviel Glück mit den Katzensichtungen - ich freue mich total für Euch! In den letzten Jahren hat uns übrigens auch die Vogel-Sammelleidenschaft gepacktt. Die Vielfalt ist echt unglaublich und ohne sein Vogelbestimmungsbuch geht der Casimodo in Afrika nicht mehr aus dem Haus.
Die Guides im Pom-Pom-Camp fanden wir übrigens auch sehr gut. Da dürfen wir bestimmt noch einiges erwarten, oder?
Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung Viele liebe Grüße von Kerstin (mit dem blauen Auge 😵 )
ChampagnerThemenstarter8'701 Beiträge · seit 201011. Sept. 2012 · #187
namibiafieber schrieb:NEID !!!!!!!!!!! 🙂
Ich freu' mich auf die Fortsetzung !!! Hoffentlich kommst Du jetzt überhaupt noch zum Schreiben, wo doch heute die Schule hier wieder angefangen hat ! *Daumen drück!*
LG Antje 😉
Huhu Antje, das passt schon mit der Schule, außerdem habe ich heute erfahren, dass zwei Abendpflichttermine verschoben wurde, so hab ich unerwartet Luft - heute steht mir eher mein Haushalt im Weg... 😈
franzicke schrieb:... Ja, das Sango scheint wirklich was ganz Besonderes zu sein. Überredet 😄 Freu mich auf mehr, Franzicke
Ich kenn mich zu wenig in anderen Camps aus - wir waren ja dann nur noch in Pom Pom, um beurteilen zu können, ob Sango etwas Besonderes ist - aber es hat mir unheimlich gut gefallen! Du wirst es wohl kaum bereuen!! 😉
soni schrieb: Außer Du buchst wieder *Face* - da würd ich dann aber gerne mit 😗
Grüßle Soni
Wann häddesch Zeid??? 😄
Fleur de Cap schrieb:Hallo Bele,
Und wollen wir nicht alle einen Face....er scheint ja echt cool drauf zu sein.
LG Fleur
Ja schon - aber ich muss hier auch mal die anderen Guides dort "in Schutz" nehmen - ich glaube, die sind ähnlich gut drauf - sehr sympathisch sind sie af jeden Fall alle!! Face bezeichnet in einem Facebookeintrag seinen Kollegen übrigens als "Professor Joel"! 🙂 Dieser Joel spricht übrigens zum Beispiel ein besser verständliches Englisch als Face - warum auch immer. Und ich denke, auch die Brüder von Face kennen sich dort aus wie in ihrer Westentasche.... sind ja alle dort groß geworden.
Esmeralda68 schrieb:Hallo Bele,
vielen Dank für Deinen tollen Bericht und die extra Kubu-Photos! Ich muss wohl auf den Carsten aufpassen, damit auch noch andere Spass an den Hollywoodschaukeln 😗 haben. Er ist ja so ein Unglückswurm... Ab heute ist es nur noch ein Jahr bei uns 🤢 🙁 😣 Da steigt die Vorfreude ins Unermessliche.
Du hast mir den Vormittag versüsst und dabei die Schmerzen in meiner Hand vergessen lassen - bin nach einer Stunteinlage (Kopfsprung auf Bürgersteig statt ins Schwimmbecken) krank geschrieben 🙄
Da hattet Ihr ja superviel Glück mit den Katzensichtungen - ich freue mich total für Euch! In den letzten Jahren hat uns übrigens auch die Vogel-Sammelleidenschaft gepacktt. Die Vielfalt ist echt unglaublich und ohne sein Vogelbestimmungsbuch geht der Casimodo in Afrika nicht mehr aus dem Haus.
Die Guides im Pom-Pom-Camp fanden wir übrigens auch sehr gut. Da dürfen wir bestimmt noch einiges erwarten, oder?
Bin sehr gespannt auf die Fortsetzung Viele liebe Grüße von Kerstin (mit dem blauen Auge 😵 )
Achherrjehhh - Kerstin - was machsch denn????😃 Müssen Carsten und du eure Krankenkasse im Alleingang sanieren?? Ich wünsch dir gute Besserung und wenig Schmerzen - und ja, die Guides in Pom Pom sind natürlich auch sehr gut - wir hatten die ganzen Zeit den selben + einen Pooler. Aber bis dahin dauerts noch ein bissle!!
So, und weil es der Esmeralda im Krankenstand sicher langweilig ist 😎 und mir diese Fotos, die ich in die Vorauswahl für den obigen Abschnitt meines Berichts genommen hatte, zu schade zum Wegwerfen sind, poste ich sie noch schnell (hab eh keine Lust auf Kücheaufräumen.....😈 ) - wer keine Löwen mehr sehen kann, muss eben schnell wegklicken 😄
So, und mit dem letzten Foto - meinem absoluten Favoriten *schmelz* 😘 😘 😘 beende ich das Thema "Löwen 2012" - versprochen! (Und ja, ich weiß, das Foto habe ich schon einmal - so ähnlich - gepostet, aber ich finde es soooooo niedlich.....ich konnte einfach nicht anders 😊 !)
Besonders das letzte Bild ist ein echter Knaller - so lieb!!! Für mich können es gar nicht genug Bilder sein.
Das Camp finde ich übrigens klasse. Ich glaub da müssen wir auch mal hin. Dein Leo beim Fressen ist ebenfalls ein Highlight.
Gib mir mehr davon - Du weißt positive Stimmung beschleunigt die Heilung 😛
LG Kerstin
Nenette1'309 Beiträge · seit 200911. Sept. 2012 · #189
Hallo Bele,
das sind ja richtig tolle Bilder von "meinen" Löwen 😉 . Stell dir mal vor, wir haben einige Tage zuvor in der Khwai Concession 9 Löwen gesehen ;)😂 , darunter die alte Lady mit dem Narbengesicht und den Sunnyboy mit der blonden Halbmähne. War die narbengesichtige Löwin die mit der Verletzung? Ich konnte das auf deinen Bildern nicht wirklich erkennen, aber die sichelförmige Narbe unter dem linken Auge sah nach der alten Dame aus. Mensch, habt Ihr ein Glück mit den Löwen gehabt 😄 🤪 😄 ! Toll, wie du die Guides beschreibst. Ich kann dir nur zustimmen. Es macht einfach Spaß, mit einem guten Guide die Gegend zu erkunden. Viele Grüße, Nenette
ChampagnerThemenstarter8'701 Beiträge · seit 201011. Sept. 2012 · #191
Nenette schrieb:Hallo Bele,
das sind ja richtig tolle Bilder von "meinen" Löwen 😉 . Stell dir mal vor, wir haben einige Tage zuvor in der Khwai Concession 9 Löwen gesehen ;)😂 , darunter die alte Lady mit dem Narbengesicht und den Sunnyboy mit der blonden Halbmähne. War die narbengesichtige Löwin die mit der Verletzung? Ich konnte das auf deinen Bildern nicht wirklich erkennen, aber die sichelförmige Narbe unter dem linken Auge sah nach der alten Dame aus.
Toll, wie du die Guides beschreibst. Ich kann dir nur zustimmen. Es macht einfach Spaß, mit einem guten Guide die Gegend zu erkunden. Viele Grüße, Nenette
Huhu Nenette,
eigentlich bin ich ja gerade dabei, die Küche aufzuräumen....😊
Also waren unsere (per PM ausgetauschten) Vermutungen über UNSERE 😈 *räusper* Löwen richtig - das find ich ja nett, dass Ihr sie auch gesehen habt! 🙂 🙂 Und ja, Narbengesicht war verletzt 🙁 ! (Und natürlich hast du die älteren Rechte an den Löwen 😄 )
Hast du die Hintergrundstory über die 9 Löwen, die mir unser Guide freundlicherweise gemailt hat, gelesen? Ich find das total spannend....😃 !
Ja, die Guides haben das auch verdient, dass man sie so beschreibt!
@ Topobär: ich denke, das sind auch ganz andere Voraussetzungen (lokale/Rundreiseguides) - kann man eigentlich fast nicht vergleichen.....
franzicke2'085 Beiträge · seit 201211. Sept. 2012 · #192
Ach Bele, da bin ich aber froh, dass du heute Küche Küche sein lässt - und falls dein Mann dich heute noch bittet, mal was Schmutziges zu sagen, hast du ja dann auch schon eine Antwort 😄
Die Löwenbilder sind der absolute Hit! Bin schon seeehr gespannt wie's weiter löwt ... Erstmal wieder DANKE Franzicke
Nenette1'309 Beiträge · seit 200911. Sept. 2012 · #193
Hallo Bele, ja, das hab ich natürlich auch gelesen. Ich verschlinge jede Zeile in deinem Bericht! In 2010 hatte die alte Dame 3 Junge, zwei Weibchen und ein Männchen, die damals meines Wissens 1-2 Jahre alt waren. Kannst du deinen Guide mal fragen, ob die beiden anderen Mütter diese Kinder sind? Das würde mich jetzt wirklich interessieren. Ahnenforschung ist schließlich ein spannendes Thema 🤪 . Außerdem untersuche ich grad die Fotos des Blondys mit der Lupe, und vergleiche sie mit Blondy 2010. Blondy 2010 hat anscheinend inzwischen seine Mama verlassen, denn Blondy 2012 hat auf deinen und meinen Bildern ein anderes Punktemuster auf der Nase. Aber die Frisur sitzt bei beiden gleich und sie sind sich sehr ähnlich. 😵 Ich freu mich schon auf die Beschreibung vom PomPom Camp. Da war ich nicht 😛 . Jedenfalls hast du bisher alle Löwen, die wir beide gesehen haben, besser zu Gesicht bekommen als wir. So nah waren wir nicht dran. Viele Grüße, Nenette
ChampagnerThemenstarter8'701 Beiträge · seit 201012. Sept. 2012 · #194
Nenette schrieb: Kannst du deinen Guide mal fragen, ob die beiden anderen Mütter diese Kinder sind? Das würde mich jetzt wirklich interessieren. Ahnenforschung ist schließlich ein spannendes Thema 🤪 .
Ich freu mich schon auf die Beschreibung vom PomPom Camp. Da war ich nicht 😛 .
Nenette
Mach ich - ich frag nach wegen der Löwen - und wegen Pom Pom musst du dich noch bissssschen gedulden - erst muss ich Sango zu Ende bringen.... das kann dauern 😉 !
ChampagnerThemenstarter8'701 Beiträge · seit 201012. Sept. 2012 · #195
So, nun wird es etwas ruhiger - versprochen! 🙂
22.08.2012 Nachmittag – Khwai Village und Mokoro-Tour
Viertel nach elf kommen wir zurück von unseren neun Löwen und nehmen die Abkürzung zu unseren Zelten – eigentlich ist das ja der Hippo- und Elefantenpfad....
Hier geht’s offiziell lang
Um 12 Uhr gibt’s Mittagessen. So bleibt Zeit für eine schnelle Dusche (mit kaltem Wasser, das sowieso eher lauwarm ist, weil wir inzwischen bestimmt 30°C haben), und um ein bisschen mit Joseph zu plaudern, der sich um die Bar kümmert (wobei sich jeder auch selber bedienen darf).
In seiner stillen, aber fundierten Art erzählt er uns so einiges über das Camp. Ein Jahr lang haben sie gebaut, Leitungen verlegt, das Material für die Zelte kommt wohl aus Südafrika, vieles wurde mit Autos transportiert, einiges auch mit dem Flugzeug. Er denkt auch schon über die Zukunft nach, ob er sich zurückziehen wird, wenn ja, wann – und was er dann machen wird...
An dieser Stelle möchte ich mich bei unserem Freund Pascal bedanken, der mit seinem sehr guten Englisch und seiner interessierten, ja wissbegierigen , aber nicht aufdringlichen, sondern feinfühligen Art uns immer wieder höchst interessante Gespräche mit unseren botswanischen Gegenübern beschert. Bewundernswerterweise übersetzt er die Antworten dann immer gleich für seine Frau ins Französische– während ich oft noch dabei bin, über den Inhalt des englischen Textes zu grübeln.... 😕 😊
Das Mittagessen wird als Buffet angeboten – klein aber fein. Wir haben wieder nette Gespräche mit den Gästen – zur Freude von Nadège ist auch ein Ehepaar aus der Bretagne hier. Insgesamt ist das Publikum sehr locker und sympathisch, es gibt immer interessanten Gesprächsstoff – auch abseits von Leopard und Löwe!
Nun wäre Mittagspause bis 15 Uhr, danach gäbe es Kaffee und dann ist Start zur Mokoro-Tour. Nicht so für uns – Face erwartet uns bereits um 14.45 Uhr im Hauptzelt (hier mal von der Fluss-Seite aus gesehen), um in sein Dorf zu fahren.
Er hatte uns schon beim ersten Game-Drive gestern gezeigt, in welchem Areal er aufgewachsen ist – das Dorf zieht sich ziemlich weitläufig an der Straße entlang, es gibt immer wieder Gruppierungen von Hütten, die zusammen gehören.
Für uns ist es sehr schwer nachzuvollziehen, dass dieser Face, der in bestem Englisch von seiner Arbeit in einem Forschungsprojekt erzählt, einmal im Staub vor einer Rundhütte gespielt haben soll – ebenso wie sein Bruder Judge, der nun der Manager des Sango Camps ist.
Die Bewohner von Khwai Village winken uns und vorallem unserm Guide freundlich zu, wenn wir vorbeifahren, Face erklärt uns gegebenenfalls auch immer die verwandtschaftliche Verhältnisse...:)
Es gibt für uns natürlich viel zu fragen – aber das alles und die Antworten hier aufzuschreiben wäre zu ausführlich. Fahrt hin und fragt selber nach! 😎
Wir waren eine Stunde lang mit Face in Khwai Village - hier nur ein paar Auszüge:
Nadège, die Krankenschwester ist, erfährt, dass zweimal im Monat (? Ich hoffe ich habs mir richtig gemerkt) ein Arzt aus Maun in dem kleinen Behandlungshaus Sprechstunden abhält. Kranke und Verletze werden nach Maun gebracht, meisten mit dem Flugzeug.
Drei Polizisten gibt es in diesem kleine Dorf, davon eine Frau - dem Oberkommissar winkt Face beim Vorbeifahren lachend zu. Hmmm, was haben drei Polizisten hier wohl zu tun??
Face erzählt viel von der Organisation von Khwai Village, vom Khwai Development Trust
( hier ein paar Infos, die ich dazu im Netz gefunden habe
und von den Schwierigkeiten, Projekte, die von diesem angestoßen wurden, am Leben zu erhalten. Es wurde z.B. ein Gebäude in Massivbausweise erstellt, in dem ein Lebensmittelgeschäft hätte betrieben werden sollen – aber keiner findet sich nachhaltig dazu bereit. Nach längerem Überlegen und Suchen nach dem richtigen Wort meint Face, dass es schon auch etwas mit der „laziness“ der Bevölkerung zu tun hat. Und es scheint auch kein Leidensdruck da zu sein, es gibt ja ein Shopping Center
Auf der anderen Seite werden „von oben“ grundlegende Erkenntnisse einfach missachtet – so wurden zwar sehr lobenswerte Seniorenwohnungen gebaut, diese aber nicht mit Stroh, sondern mit Metall gedeckt, was für die Wärmeregulierung einfach katastrophal ist. Dort musste dann nachgebessert werden.
Face ist selber in solche Dinge involviert, weil er wohl einer Art „Ortschaftsrat“ angehört. Nun bin ich ehrlich gesagt mit der Kommunalpolitik von Khwai Village überfordert und kann nicht viel darüber berichten – aber es scheinen regelmäßige Sitzungen in diesem Versammlungshaus stattzufinden.
Das aktuellste Problem ist hier zu sehen – die Elefanten nehmen immer mehr Überhand im Dorf.
Dieser Baum zwischen Versammlungshaus und Büro der Verwaltung wurde heute Nacht niedergemacht – und wir sehen noch viel mehr Beispiele solcher Zerstörung.
Face fasst kurz die verschiedenen Aspekte des Problems zusammen: Die botswanischen Regierung verbietet den Abschuss von Elefanten, dies wäre auch aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll, da dem Tourismus abträglich, alle anderen Maßnahmen greifen aber auch nicht, der Abtransport in andere Regionen scheitert meist an der Standorttreue der Elefanten und an den Kosten, Geburtenkontrolle ist schwierig – auf der anderen Seite fressen sich die Elefanten nach und nach um ihre Grundlage und stellen auch für die Anwohner ein Problem oder sogar eine Gefahr dar. Es gibt momentan zu diesem Thema wohl diverse Gespräche von Vertretern der ansässigen Bevölkerung mit der Regierung – Ausgang ungewiss.
Nach dieser politischen Schnellbleiche zeigt uns Face den Versammlungsraum von innen, setzt sich dann grinsend an den Tisch des Vorsitzenden
knallt seine Flasche auf den Tisch
und meint: „Well, today let’s talk about the problem of elephants invasion in khwai village - Mister Pascal and Mister Peter - what do you think about....???“
Ich mag diesen Humor 😁
Wir könnten noch lange hier herumwanden und Face Löcher in den Bauch fragen und er antwortet auch immer gerne und ausführlich – aber wir sind eigentlich jetzt schon zu spät dran, um unsere Mitfahrer, das frische eingeflogenen französische Ehepaar mit Tochter, für die Mokoro-Tour abzuholen.
No problem – Joel hat sie bereits unter seine Fittiche genommen – wir können direkt zum Startpunkt kommen. Es handelt sich wohl nicht um den Khwai River mit den vielen Hippos drin, der direkt vor dem Camp vorbeifließt, sondern um ein hippofreies Gewässer in der Khwai Concession. Naja, hoffen wir mal, dass die Hippos das auch wissen.😃 🙄 😎
Hier geht’s los – insgesamt sind 6 Boote am Start:
Wer mich kennt, weiß dass ich Unternehmungen mit Gefahrenpotenzial so gestalte, dass unsere Söhne im Falle eines Unglücks keine Voll- sondern nur Halbwaisen werden. 😊 Also machen Nadège und ich ein Mädels-Mokoro auf – BB [bibie] ist unser Pooler.
Face bleibt am Ufer zurück und hat endlich mal eine Paar Stunden Ruhe von uns Touristen – insgeheim machen wir uns Gedanken, ob wir ihm durch unsere Bitte nach einer Dorfbesichtigung nicht (s)einen kompletten freien Nachmittag zerstört haben....
Eigentlich ist eine Mokoro-Tour ja etwas Ruhiges, Beschauliches, aber BB erzählt uns ohne Ende irgendwelche Abenteuergeschichten, u.a. wie er einem angreifenden Hippo seinen Holzstock (zum Anschieben des Mokoros) ins Maul gerammt hat und seine Gäste ihn im Anschluss als ihren Held und Lebensretter gefeiert haben. Unser Gekicher könnt Ihr euch sicher vorstellen....😜
Trotzdem genießen wir natürlich das sanfte Gleiten des Mokoros, die Stille und die schönen Farben
Natur pur!
Zwischendurch sieht man am Ufer auch Elefanten
Den Sundowner gibt es dann hier
Wir parken direkt neben den Elefantenköteln
Unsere Franzosen unterhalten sich mit den "alten französischen Bekannten" vom Chobe über ihren Aufenthalt auf der "Pride of Zambesi" - der kleinen Tochter hat wohl am besten gefallen, dass es dort noch ein anderes Mädchen an Bord gab, mit dem sie dann sogar in der zweiten Nacht in einer Kabine schlafen durfte!:)
Die Sonne steht dann schon tief, als und Pat und BB uns einiges Wissenswertes über Termitenhügel
und Hippo-Schädel erzählen
In der untergehende Sonne fahren wir zurück – und genießen die tolle Abendstimmung auf dem Wasser.
Einige Elefanten versuchen die fotogene Verwandtschaft am Chobe zu kopieren – es gelingt Ihnen nur bedingt! 😎
Weiter geht es der Nacht entgegen
Das Mädel-Mokoro mit ihrem heldenhaften Pooler BB 🙂 - er ist wirklich ein ganz Netter und hat uns sicher ans Ziel gebracht!
Und dann - kurz vor dem Anlegen - müssen wir eine unfreiwillige Pause einlegen – eine Gruppe Elefanten quert das Wasser und bekanntlich hat rechts ja Vorfahrt...!!! Was für ein Anblick!
Ein etwas kribbeliges Gefühl ist das ja schon 🤨 - und die Pooler warten auch lange, bis alle am anderen Ufer angelangt sind.
Eine schöne Tour war das - mit dem Elefanten-Sahnehäubchen am Schluss!
Es ist schon fast dunkel, als wir im Camp ankommen. Duschen, Abendessen, Reden.... das deutsche und das englische Paar erzählen, dass sie noch einen Nightdrive vor sich haben. Joel fragt uns, ob wir auch mitwollen. Nein danke, für heute haben wir wirklich genug erlebt und sind auch ziemlich müde!
Von Face erfahren wir, dass unser Weiterflug nach Pom Pom morgen erst um 14 Uhr stattfinden wird und wir somit sowohl den Morning Drive als auch das Mittagessen noch mitmachen können. Na das freut uns aber sehr!!:)
Face möchte sich noch Fotos von meinem Notebook kopieren (für seine Leoparden-Datenbank) und das können wir nun auch auf morgen verschieben – wir haben beide keine Lust mehr auf diese Aktion heute abend.
Wir vier lassen uns zu unseren Zelten eskortieren – was angesichts der Hippo- Patrouille vor unserem Zelt, die man zwar kaum sehen
aber dafür umso lauter hören kann, auch angebracht ist! Gute Nacht!
TOP: das sanfte Gleiten durch das Wasser – ich habe mir das viel wackeliger vorgestellt. Und die tollen Spiegelbilder!
FLOP: Gibt’s schon wieder keinen an diesem Nachmittag – wir sind einmal mehr rundherum zufrieden!
namibiafieber schrieb: Ich glaube ja, dass Du jetzt gar nicht mehr ins südliche Afrika reisenm usst, Bele ! Da wirst Du immer nur enttäuscht werden !!! Und stell Dir vor, der Dämon kommt dann zurück - dann verblassen womöglich auch diese tollen Erlebnisse .... 🙂 *duck&weg"
Hallo Antje,
da muss ich Dir "leider" widersprechen. Afrika überrascht immer wieder mit neuen Erlebnissen, nur die Gewichtung ändert sich vielleicht ein bisschen. Sind es bei dem ersten Besuch und vielleicht auch noch beim zweiten meist die berühmten Big5, schaut man bei weiteren Besuchen nach besonderem Verhalten der Tiere, auch der "nicht Big5" und stellt z.B. fest, wie schön so ein Impala einfach ist oder auch ein Wasserbock. So entdeckt man immer wieder neue Dinge, die faszinierend sind. Naja, und dann kommen halt noch die Vögel irgendwann dazu und die bieten immer wieder neue Sachen, die es zu entdecken gibt.
Wir waren schon sehr oft in Afrika und ich entdecke immer wieder neue Dinge, die mich faszinieren. Und es macht immer wieder Lust auf den nächsten Besuch. Und es gibt auch für mich immer noch Dinge, die ich noch nicht gesehen habe und die noch auf meiner imaginären "Liste" stehen.
Also Bele, keine Sorge. Du kannst noch unzählige Male nach Afrika reisen und Du wirst immer wieder neue Dinge entdecken können, so lange Du mit offenen Augen durch Afrika reist.
So, jetzt muss ich aber weiterlesen, denn ich habe kurz unterbrochen, um Dir Mut für die nächsten Reisen zu machen. 😉
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200913. Sept. 2012 · #197
Hi Bele,
wie schön das euch Khwai so gut gefallen hat, ich hab auch schon im Shopping Center eingekauft und um die Ecke mal eben internationale Pannenhilfe geleistet. Willem hatte wohl gerade frei, den kennen wir weil er uns bei einer Wasserdurchfahrt den richtigen Weg gezeigt hat.
Wie wichtig es ist einen guten Guide zu haben und keinen Gulu zeigt sich immer wieder, wir haben jetzt auch schon einen Guide angefragt für unseren nächsten Aufenthalt im Krüger Park, da hatten wir den in meinen Augen besten Guide seit 1992, so eine Kenntnis von Flora und Fauna und eine Erklärung des afrikanischen Sternenhimmels hab ich noch nicht wieder erlebt, danach bin ich Stammgast im Planetarium in Kapstadt geworden....
Freue mich auf die Fortsetzung!
lg sasowewi
ChampagnerThemenstarter8'701 Beiträge · seit 201013. Sept. 2012 · #198
Hallo Nicole,
ich glaube, Antje, die ich ja persönlich kenne, hat das mit einem Augenzwinkern geschrieben! Aber du hast recht - uns ging es bereits im Pom Pom Camp so, dass wir auf Grund unserer vorherigen Sichtungen "befriedigt" waren, was Katzen betraf und wir konnten uns ganz entspannt und voller Genuss vielen anderen Bewohnern Botswanas widmen!
Sasowewi, das finde ich immer schön, wenn jemand die Ecken schon kennt, die man beschreibt und sie auch zu schätzen weiß! Ja, und zu den Guides: wir hatten letztes Jahr mit unserem Dauer-Guide in Namibia auch ein riesiges Glück (wer seine Adresse braucht, ich habe sie!) und wussten das dort schon zu schätzen.
Wenn die Guides dann natürlich noch vor Ort aufgewachsen sind, dann ist das wohl kaum mehr zu toppen - wir waren wirklich sehr dankbar über die ganzen Erlebnisse, die uns dort geboten wurden!