Moin zusammen,
die letzten verfügbaren Statistiken zur Kriminalitätsentwicklung sind nunmehr fast 18 Monate alt, und der neue oberste Polizist Südafrikas befürwortet ein Moratorium bezüglich der Veröffentlichung der Daten (
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71654?oid=138323&sn=Detail). Es wäre das zweite Mal in der Regierungszeit des ANC. Wenn man es recht betrachtet, ist es nur logisch, denn man muss doch dafür sorgen, dass im Ausland angesichts der bevorstehenden WM nicht so viel über den Zustand Südafrikas nachgedacht wird. Dabei wird doch zumindest in der englischsprachigen Presse –sicherlich aus patriotischer Überlegung- gar nicht so viel nachgebohrt. Vielleicht liegt es daran, dass ein Großteil dieser Presse Ausländern mit sehr guten Beziehungen zum ANC gehört. Wie es wirklich im Lande aussieht erfährt man überwiegend nur noch aus der afrikaanssprachigen Lokalpresse (
http://censorbugbear-reports.blogspot.com/).
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Aber bezüglich der WM ist nicht nur die Frage der Kriminalität bedeutsam. Ich persönlich würde nur dann Geld für ein WM-Arrangement ausgeben, wenn mir darin vom Reiseveranstalter auch der Transport von der Unterkunft zum Stadion und zurück mit vermittelt würde.
Am Beispiel Polokwanes möchte ich den Grund einmal verdeutlichen. Polokwane hat zurzeit je vier ankommende und abgehende Flugverbindungen mit kleinen Turbopropmaschinen (ca. 40 Plätze). Der Flughafen wurde angesichts der erwarteten minimal 6.000, maximal 11.000 Fans erweitert. Wenn man nun die bekannte Effizienz südafrikanischen Servicepersonals, sei es privat oder öffentlich, in die Überlegungen einbezieht und zusätzlich bedenkt, dass es keinerlei Testläufe gegeben hat noch geben wird, ist das Ergebnis sicherlich voraussehbar.
http://www.flightstats.com/go/Airport/airportDetails.do?airportCode=PTGhttp://de.wikipedia.org/wiki/PolokwaneZumindest 2.000 Fans werden eine Unterkunft finden können: in Zelten.
http://www.weathersa.co.za/Climat/Climstats/PolokwaneStats.jspIm Forum haben sich manche schon Gedanken gemacht, im nächsten Jahr von Namibia `mal eben nach Südafrika rüberzurutschen, um sich einige Spiele anzuschauen. Von Windhoek nach Kapstadt zum Beispiel. Nur wie kommt man vom Flughafen nach Greenpoint und später zurück, wenn das zur gleichen Zeit Tausende wollen? Selbst wenn das geplante Bustransportsysten bis dahin tatsächlich auf die Beine gestellt sein sollte, getestet wurde es jedenfalls nicht.
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Ein anderes Thema sind in letzter Zeit die zunehmenden ausländische Agrarinvestitionen in Afrika. Ausländische Staaten und Konzerne sichern sich Land, um auf diesem Nahrung zu produzieren: Unreguliert, ohne verpflichtende Umweltstandards, zu Lasten der örtlichen Bevölkerung. Ein weiteres Beispiel neo-kolonialer Ausbeutung des Kontinents.
Auf den ersten Blick mag das so sein, aber wer verkauft denn die Lebensgrundlage seiner Bevölkerung? Es sind, genau wie zu Zeiten des Sklavenhandels, die eigenen Führer, die das tun!
Eine weitere Frage, die man in diesem Zusammenhang stellen muss, ist die Frage, aus welchen Gründen ausländische Konzerne und Staaten in Schwarzafrikas Nahrungsmittelproduktion investieren. Aus Profitgründen selbstverständlich! Afrika ist der Kontinent mit dem höchsten Anteil landwirtschaftlich zu nutzender Fläche. Zu Kolonialzeiten hat sich Afrika nicht nur selbst ernährt, sondern erkleckliche Überschüsse produziert. Die Einzigen, die es bisher geschafft haben, dort in nennenswerten Anzahlen zu verhungern, sind Einheimische unter einheimischer Führung.
Dass man auch in ariden Gegenden nachhaltige Landwirtschaft betreiben kann, haben nicht zuletzt die südafrikanischen kommerziellen Farmer bewiesen. Aber die werden ja zurzeit, genau wie vor ihnen die Zimbabwischen Farmer, vertrieben. Die notwendigerweise eintretenden Folgen sind bekannt.
The Zimbabweification of South Africa?
A change in land policy would wreak havoc on the economy.
http://online.wsj.com/article/SB124768712474747183.htmlEquating land redistribution to "food insecurity" amounts to blackmail, and the land question will become a time bomb if not addressed, says ANC secretary-general Gwede Mantashe.
http://www.int.iol.co.za/index.php?art_id=vn20090721115559241C522949CHIEF land claims commissioner Blessing Mphela's announcement last week that the government had run out of money to pay for land restitution claims came as a bitter blow to Alpheus Matlou.
http://allafrica.com/stories/200907290113.html?viewall=1Man hat nun also kein Geld mehr, um Land kaufen zu können. So Leid es ihnen tut, werden sie das Land dann halt stehlen müssen. Viva ZANU-PF, Viva ANC!
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Kurios: In Südafrika kann man nun Medizinmann an der Universität studieren:
http://www.thetimes.co.za/News/Article.aspx?id=1033796http://web.wits.ac.za/http://de.wikipedia.org/wiki/Sangoma*****
Zum Schluss nun noch nach Namibia.
Ich habe im zurückliegenden Jahr einige Male die rhetorische Frage gestellt, was denn auf Ongombo-West produziert würde. Rhetorisch deshalb, weil allgemein bekannt war, dass dort nach der Enteignung der weißen Besitzer nichts mehr produziert wurde.
Die intakt übergebenen Installationen verrotteten oder wurden als Altmaterial verscherbelt. Nun wurden Teile von einer Stiftung wieder aufgebaut und übergeben.
http://www.az.com.na/politik/regierung-renoviert-anlage.89970.phphttp://www.az.com.na/kommentar/beispiel-falscher-politik.89978.phpIch wage die Voraussage, dass das Gewächshaus in zwei bis vier Jahren erneut eine Ruine sein wird.
Gruß, Michael