Quo vadis, SA?

1'048 Antworten · 262k Aufrufe · gestartet 26. Sept. 2006 von Yoshikawa
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2'612 Beiträge · seit 200728. Juni 2009 · #981
Hallo Konno,

ich werfe mal ein paar Punkte in die Runde, die Du gerne mit Michael weiter diskutieren kannst:

- Schaut Euch die Preisentwicklung der verschiedenen Agrarprodukte an, speziell der Haupt-Import- und Exportgüter. Deine angegebene Statistiksammlung gibt genügend Infos über den Einfluss des Preiseffektes...

- Südafrikas Bevölkerung wächst weiterhin (Tabelle 1) und benötigt mehr Lebensmittelimporte

- Das Einkommen der Farmer ist signifikant gestiegen (Tabelle 75). Wer profitiert davon, vermutlich zu allererst der ANC, dann die Farmarbeiter und dann die überwiegend weissen Besitzer...

- Die Lebensmittelexporte nach Zimbabwe sind in den letzten Jahren rückläufig (Tabelle 86)

- Die Schuld des ANC an der weltweiten Preisexplosion für diverse Agrargüter

- Die EU-Agrarpolitik beispielsweise bei Milch und Zucker

- Den Fall Parmalat

- Weizen statt Wein - damit die Leute was zu essen bekommen

- Der vierte Platz Südafrikas beim CONFED Cup

Viel Spaß beim Ausdiskutieren.

Volker
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 28. Juni 2009
3'175 Beiträge · seit 200629. Juni 2009 · #982
konno schrieb:
Das einzige Mal, wo ich zu einer Wahl in Südafrika berechtigt war habe ich NICHT den ANC gewählt, nur um das mal klarzustellen.

😐

Das macht ja na neugierig, wie kann man denn nur einmal zu einer Wahl berechtigt sein???
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
1'457 Beiträge · seit 200629. Juni 2009 · #983
hehe, es war die Wahl des Studentengremiums der UKZN 8)
2'612 Beiträge · seit 200730. Juni 2009 · #985
YoshikawaNeu schrieb:
Warum weniger produziert wird?

1994: 85.000 kommerzielle Farmbetriebe
Heute: weniger als 12.000

http://www.therightperspective.org/2009/02/10/farmers-leaving-south-africa/

Was produziert eigentlich Ongombo-West in Namibia zurzeit?
Hilf uns doch mal - wo wird weniger produziert? Die von Konno angeführte Statistik lässt diesen Schluss nicht zu.

Die Reduzierung der Farmbetriebe folgt dem internationelen Trend zur Betriebsvergrößerung bei gleichzeitigem Arbeitsplatzabbau. Anbei beispielsweise Zahlen für Deutschland:

http://www.bmelv-statistik.de/de/agrarbericht-daten-und-fakten/ausgewaehlte-daten-und-fakten-der-agrarwirtschaft/

Nicht an Allem ist ausschließlich die Landreform und der ANC schuld.

Hast Du vielleicht auch noch Antworten zu den anderen offenen Punkten?

Viele Grüße,

Volker
Bye bye Forum
Gast01. Juli 2009 · #986
Hier einige weitere Links zur Landnutzung etc. u.a. in SA:

http://static.rnw.nl/migratie/www.radionetherlands.nl/thestatewerein/otherstates/tswi-080307-land-south-africa-redirected

http://www.mg.co.za/article/2009-01-23-who-owns-what-land-in-south-africa

http://www.moneyweb.co.za/mw/view/mw/en/page86?oid=144032&sn=Detail

http://www.info.gov.za/speeches/2001/010817345p1008.htm

http://soer.deat.gov.za/indicator.aspx?m=439

http://ipsnews.net/news.asp?idnews=46582

Warten wir die weitere Entwicklung der Landwirtschaft in Südafrika also einfach einmal ab.
2'612 Beiträge · seit 200701. Juli 2009 · #987
YoshikawaNeu schrieb:
Hier einige weitere Links zur Landnutzung etc. u.a. in SA:

http://static.rnw.nl/migratie/www.radionetherlands.nl/thestatewerein/otherstates/tswi-080307-land-south-africa-redirected

http://www.mg.co.za/article/2009-01-23-who-owns-what-land-in-south-africa

http://www.moneyweb.co.za/mw/view/mw/en/page86?oid=144032&sn=Detail

http://www.info.gov.za/speeches/2001/010817345p1008.htm

http://soer.deat.gov.za/indicator.aspx?m=439

http://ipsnews.net/news.asp?idnews=46582

Warten wir die weitere Entwicklung der Landwirtschaft in Südafrika also einfach einmal ab.
Da bin ich mal gespannt, wie lange Du abwarten kannst 🙂

In der Zwischenzeit kannst Du Dich ja der Beantwortung unserer Fragen widmen. Zeige uns, dass in Dir mehr als ein Ideologe steckt. Zeige uns das Grau, was Du zwischen Schwarz und Weiß entdeckt haben willst. Ich bin echt gespannt...

Vielleicht kannst Du uns auch noch etwas an Deinen persönlichen Erfahrungen im südlichen Afrika teilhaben lassen.

Erwartungsvolle Grüße,

Volker
Bye bye Forum
Gast04. Juli 2009 · #988
Moin zusammen,

in diesem Thread wird es -aus meiner Sicht- für mehr als ein Jahr relativ langweilig werden. Bis nach der WM wird in SA nichts Wesentliches passieren. Auch der Lackmustest -Wie geht der ANC mit dem Western Cape um?- wird wohl erst ab August 2010 beantwortet. Ob die Kriminalitätsstatistiken des letzten Jahres -keine lokale Polizeiinstitution darf ihre Statistiken ohne Erlaubnis der Nationalregierung veröffentlichen!- ist wohl auch noch offen.

Bezogen auf Namibia und SA wir meiner Ansicht nach immer wieder der falsche Ansatz gewählt: Kriminalität, ihre Ausprägung, ist immer auch der Erfolgswahrscheinlichkeit ihrer Wahrnehmung geschuldet! Länder, die ihre Bevölkerung nicht schützen können oder wollen, haben immer auch mit der Kriminalität gegenüber Touristen zu kämpfen.

Mein Vorschlag: Lassen wir uns bis zum Ende der WM einfach einmal globalgalaktisch streiten! Ich reaktiviere dafür einmal den Gegensatz zwischen KA und HdRR.

An Letztere: Nennt mir doch bitte einmal Beispiele für Folgendes auf dem afrikanischen Kontinent nach der Unabhängigkeit seiner Staaten -dies unter Berücksichtigung der Initiative des libyschen Herrschers vom Wochenende-...

ein Gesundheitswesen, welches den kolonialen Standard aufrecht erhalten hat;
ein Bildungswesen, siehe oben;
eine Verkehrsinfrastruktur, siehe oben;
die Aufrechterhaltung einer vom Ausland finanzierten Investitution jeglicher Art über ihre technische Lebensfähigkeit hinaus;
den Aufbau eines Staates, dem ehemaliger asiatischen Kolonien vergleichbarer.

Gruß, Michael
1'457 Beiträge · seit 200605. Juli 2009 · #989
Legen wir los ! Welche asiatischen Staaten ?
China ?
Mongolei ?
Pakistan ?
Afghanistan ?
Sri Lanka ?
Laos ?
Kambodja ?
Nord Korea ?
Neu Guinea ?
Palau ?
Bangladesh ?
Myanmar ?
2'612 Beiträge · seit 200705. Juli 2009 · #990
Hallo Michael,

ich bin ein wenig enttäuscht von Deinem wirren Posting. Es lässt zumindest die ansonsten von Dir gewohnte klare Argumentationslinie vermissen - selbst Deine Sätze sind unvollständig. Müssen wir uns Sorgen machen?

Wieso sollten wir uns hier globalgalaktisch streiten, wieso suchst Du Fronten zu ziehen, die eine vernünftige Diskussion im Keim ersticken lassen. Provokation wäre eine Erklärung, Engstirnigkeit eine weitere - und da wäre noch eine andere:

Es ist schon sehr interessant, dass Du eine "Diskussion" unter besonderer Berücksichtigung des Endes der Kolonialzeit führen willst - wobei Deine Überzeugung fest in Stein gemeißelt zu sein scheint. Aus der Fragestellung entnehme ich, dass Vieles zu Zeiten des politischen Kolonialismus - der wirtschaftliche existiert m.E. ohnehin weitestgehend weiter - besser gewesen sei und nach seiner Beendigung einer stetigen Verschlechterung unterworfen wäre. Was ist Deine Schlussfolgerung daraus? Haben solche Staaten keine selbständige Existenzberechtigung?

Es gibt nachweislich viele farbige Journalisten, die sehr regierungskritisch berichten - ohne auf den Kolonialismus Bezug zu nehmen. Sie leben dort und sind an der Beseitigung der von ihnen aufgedeckten Missstände interessiert. Diese Freiheit zur Meinungsäußerung gehört unabdingbar zu einer lebendigen, funktionierenden Demokratie. Du machst Dir einen Teil ihrer Berichterstattung zunutze und setzt sie in direkten Kausal-Zusammenhang mit dem Ende der Kolonialzeit. Die Interpretation der von Dir zitierten Links ist auf einmal eine ganz andere, sie deckt sich sicherlich nicht immer mit der Meinung/Intention der Autoren.

Mir scheint es, dass Du Dir die "alten Zeiten" zurückwünscht und nach passenden "Argumenten" suchst. Viele Entwicklungen lassen sich nicht zurückdrehen, man muss mit den jetzigen Gegebenheiten arrangieren - was ausdrücklich nicht heißt, dass man alles dulden muss. Lies vielleicht auch einmal den Thread von jaw mit den dazugehörigen Beiträgen und unterhalte Dich mit ihm...

Deine bisherige "Kommentatorenkarriere" gibt leider keinerlei Indizien, dass Du von Deiner Meinung/Mission abrücken willst. Es gibt mit Konno nur noch einen in Forum, der mit Dir diskutieren will - den Du aber regelmäßig abkanzelst. Du willst offensichtlich tatsächlich immer gewinnen. Das ist aber noch die harmlose Interpretation Deiner Motivation.

Ich hatte einmal den Eindruck, dass ich in diesem Thread lernen kann. Aber es kommt inhaltlich einfach nichts Neues mehr nach, stattdessen bewegt mich seit geraumer Zeit die Frage nach Deiner Motivation, die Du weiterhin unbeantwortet lässt.

Aber vielleicht beantwortest Du zum Aufwärmen erst noch die Frage nach der Existenzberechtigung selbständiger afrikanischer Staaten.

Gruß,

Volker

P.S. Was hat Gadaffis Initiative "Vereinigte Staaten von Afrika" mit den von Dir aufgeführten Punkten zu tun?
Bye bye Forum
Gast09. Juli 2009 · #993
Hallo Konno,

ich dachte eher an...

...Südkorea: zunächst für Jahrzehnte japanische Kolonie, dann, Anfang der 50er in die Steinzeit gebombt;
...Japan: Kriegsverlierer;
...Singapur: ohne Worte;
...Malaysia: ohne Worte;
...Indien: ohne Worte;
...Indonesien: ohne Worte;
...Taiwan: ohne Worte;
...Brunei: besonders im Vergleich zu Nigeria oder Angola.

Aber auch...
…Vietnam: zunächst Jahrzehnte Krieg, dann eine kommunistische Wirtschaftsordnung;
...China: trotz der derzeitigen Schlagzeilen ohne Worte;
...Thailand: ohne Worte.

Bis auf China sollten wir jetzt einmal die Zahl der Länder zusammen zählen und schauen, wie das Verhältnis von Aufsteigern zu -neudeutsch- Underperformern aussieht in Asien, insbesondere, wenn man die Bevölkerungszahlen einrechnet.

Die AU hat 50+ Mitgliedsländer. Diejenigen, die lange Jahre besser dastanden als die meisten asiatischen, befinden sich in einem wohl unaufhaltsamen Abstieg.

Eine statistische Quelle:
http://www.nationmaster.com/index.php

Meine Aussage hinsichtlich der Langeweile bis zum Ende der WM war unter Umständen etwas voreilig, wenn ich mir Herrn Malema so betrachte:
http://www.mg.co.za/article/2009-07-07-take2-nationalising-malema
http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601116&sid=aKRksRMF7vbc
http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71619?oid=135212&sn=Marketingweb+detail

Gruß, Michael
zuletzt bearbeitet 09. Juli 2009
Gast15. Juli 2009 · #994
Moin zusammen.

Wenn man den Offiziellen glaubt, ist das Folgende natürlich alles nur Ausdruck einer maßlosen Übertreibung.
Elderly Pretoria couple robbed, husband murdered, house set alight with victims locked inside
http://jv.news24.com/Beeld/Suid-Afrika/0,,3-975_2538185,00.html

Diese Tat wurde mit dem südafrikanischen Armeesturmgewehr ausgeführt:
Hijackers fire on twin babies
http://www.news24.com/Content/SouthAfrica/News/1059/4bfe787ee7d242dfb1d5be58606bace5/14-07-2009%2009-07/Hijackers_fire_on_twin_babies
Hijack: Durban couple critical
http://www.news24.com/Content/Africa/News/965/9e58a0e0164a4dee8dc6b028128282a9//Hijack_Durban_couple_critical_

Der Chef der Firma sagt, dass Südafrika der gefährlichste Ort der Welt für ihre Arbeit sei, noch vor Irak und Afghanistan. Die Firma hat rund zwei Tote pro Monat zu beklagen.
Security giant G4S says will avoid soccer World Cup
http://www.reuters.com/article/olympicsNews/idUSLK4638820090520

Gruß, Michael
Gast03. Aug. 2009 · #996
Moin zusammen,

die letzten verfügbaren Statistiken zur Kriminalitätsentwicklung sind nunmehr fast 18 Monate alt, und der neue oberste Polizist Südafrikas befürwortet ein Moratorium bezüglich der Veröffentlichung der Daten (http://www.politicsweb.co.za/politicsweb/view/politicsweb/en/page71654?oid=138323&sn=Detail). Es wäre das zweite Mal in der Regierungszeit des ANC. Wenn man es recht betrachtet, ist es nur logisch, denn man muss doch dafür sorgen, dass im Ausland angesichts der bevorstehenden WM nicht so viel über den Zustand Südafrikas nachgedacht wird. Dabei wird doch zumindest in der englischsprachigen Presse –sicherlich aus patriotischer Überlegung- gar nicht so viel nachgebohrt. Vielleicht liegt es daran, dass ein Großteil dieser Presse Ausländern mit sehr guten Beziehungen zum ANC gehört. Wie es wirklich im Lande aussieht erfährt man überwiegend nur noch aus der afrikaanssprachigen Lokalpresse (http://censorbugbear-reports.blogspot.com/).

*****

Aber bezüglich der WM ist nicht nur die Frage der Kriminalität bedeutsam. Ich persönlich würde nur dann Geld für ein WM-Arrangement ausgeben, wenn mir darin vom Reiseveranstalter auch der Transport von der Unterkunft zum Stadion und zurück mit vermittelt würde.

Am Beispiel Polokwanes möchte ich den Grund einmal verdeutlichen. Polokwane hat zurzeit je vier ankommende und abgehende Flugverbindungen mit kleinen Turbopropmaschinen (ca. 40 Plätze). Der Flughafen wurde angesichts der erwarteten minimal 6.000, maximal 11.000 Fans erweitert. Wenn man nun die bekannte Effizienz südafrikanischen Servicepersonals, sei es privat oder öffentlich, in die Überlegungen einbezieht und zusätzlich bedenkt, dass es keinerlei Testläufe gegeben hat noch geben wird, ist das Ergebnis sicherlich voraussehbar.
http://www.flightstats.com/go/Airport/airportDetails.do?airportCode=PTG
http://de.wikipedia.org/wiki/Polokwane

Zumindest 2.000 Fans werden eine Unterkunft finden können: in Zelten.
http://www.weathersa.co.za/Climat/Climstats/PolokwaneStats.jsp

Im Forum haben sich manche schon Gedanken gemacht, im nächsten Jahr von Namibia `mal eben nach Südafrika rüberzurutschen, um sich einige Spiele anzuschauen. Von Windhoek nach Kapstadt zum Beispiel. Nur wie kommt man vom Flughafen nach Greenpoint und später zurück, wenn das zur gleichen Zeit Tausende wollen? Selbst wenn das geplante Bustransportsysten bis dahin tatsächlich auf die Beine gestellt sein sollte, getestet wurde es jedenfalls nicht.

*****

Ein anderes Thema sind in letzter Zeit die zunehmenden ausländische Agrarinvestitionen in Afrika. Ausländische Staaten und Konzerne sichern sich Land, um auf diesem Nahrung zu produzieren: Unreguliert, ohne verpflichtende Umweltstandards, zu Lasten der örtlichen Bevölkerung. Ein weiteres Beispiel neo-kolonialer Ausbeutung des Kontinents.

Auf den ersten Blick mag das so sein, aber wer verkauft denn die Lebensgrundlage seiner Bevölkerung? Es sind, genau wie zu Zeiten des Sklavenhandels, die eigenen Führer, die das tun!

Eine weitere Frage, die man in diesem Zusammenhang stellen muss, ist die Frage, aus welchen Gründen ausländische Konzerne und Staaten in Schwarzafrikas Nahrungsmittelproduktion investieren. Aus Profitgründen selbstverständlich! Afrika ist der Kontinent mit dem höchsten Anteil landwirtschaftlich zu nutzender Fläche. Zu Kolonialzeiten hat sich Afrika nicht nur selbst ernährt, sondern erkleckliche Überschüsse produziert. Die Einzigen, die es bisher geschafft haben, dort in nennenswerten Anzahlen zu verhungern, sind Einheimische unter einheimischer Führung.

Dass man auch in ariden Gegenden nachhaltige Landwirtschaft betreiben kann, haben nicht zuletzt die südafrikanischen kommerziellen Farmer bewiesen. Aber die werden ja zurzeit, genau wie vor ihnen die Zimbabwischen Farmer, vertrieben. Die notwendigerweise eintretenden Folgen sind bekannt.
The Zimbabweification of South Africa?
A change in land policy would wreak havoc on the economy.
http://online.wsj.com/article/SB124768712474747183.html
Equating land redistribution to "food insecurity" amounts to blackmail, and the land question will become a time bomb if not addressed, says ANC secretary-general Gwede Mantashe.
http://www.int.iol.co.za/index.php?art_id=vn20090721115559241C522949
CHIEF land claims commissioner Blessing Mphela's announcement last week that the government had run out of money to pay for land restitution claims came as a bitter blow to Alpheus Matlou.
http://allafrica.com/stories/200907290113.html?viewall=1

Man hat nun also kein Geld mehr, um Land kaufen zu können. So Leid es ihnen tut, werden sie das Land dann halt stehlen müssen. Viva ZANU-PF, Viva ANC!

*****

Kurios: In Südafrika kann man nun Medizinmann an der Universität studieren:
http://www.thetimes.co.za/News/Article.aspx?id=1033796
http://web.wits.ac.za/
http://de.wikipedia.org/wiki/Sangoma

*****

Zum Schluss nun noch nach Namibia.

Ich habe im zurückliegenden Jahr einige Male die rhetorische Frage gestellt, was denn auf Ongombo-West produziert würde. Rhetorisch deshalb, weil allgemein bekannt war, dass dort nach der Enteignung der weißen Besitzer nichts mehr produziert wurde.

Die intakt übergebenen Installationen verrotteten oder wurden als Altmaterial verscherbelt. Nun wurden Teile von einer Stiftung wieder aufgebaut und übergeben.
http://www.az.com.na/politik/regierung-renoviert-anlage.89970.php
http://www.az.com.na/kommentar/beispiel-falscher-politik.89978.php
Ich wage die Voraussage, dass das Gewächshaus in zwei bis vier Jahren erneut eine Ruine sein wird.

Gruß, Michael
667 Beiträge · seit 200603. Aug. 2009 · #997
Hi,

zur Frage der veröffentlichten Kriminalstatistiken, die schon immer als geschönt oder unterdrückt bekannt sind, hier zwei kleine Mosaiksteinchen:

1. Einer Freundin in Durban wurde vor zwei Wochen montags während der Sprechstunde die Praxis von drei bewaffneten Gangstern ausgeraubt: Safe, Bargeld, alle Computer. Ebenso verloren alle Anwesenden Uhren, Handys, Geld, etc. In aller Ruhe wurde es in einem Bakkie abtransportiert.
Am Freitag waren die gleichen Gangster schon wieder da, mit der Begründung, dass jetzt doch die neuen Computer alle da sein müssten! Waren sie aber nicht – große Enttäuschung.

Der ermittelnde Polizist gab unumwunden zu, dass sie angehalten sind, solche Vorfälle OHNE Personenschaden NICHT in die Statistik aufzunehmen. Wenn die freie Presse in SA nicht so offen berichten würde, wäre das Land nach außen ein Hort von Friede, Freude und Sicherheit.

2. Der Mieter einer anderen Freundin in Durban hat am Wochenende fristlos gekündigt: Sein Vater in Johannesburg wurde gerade erschossen, er muss sich jetzt dort um Haus und Familie kümmern.

Helmar
Gast07. Aug. 2009 · #998
Moin zusammen.

„Für 19 Jahre haben wir die Gesetze befolgt, aber jetzt müssen wir uns unser Land von den Weißen zurückholen“, sagte Deon Gawa!nab von der /Khomanin-Stammesführung.
http://www.az.com.na/politik/zurck-nach-ongombo.90427.php

Das kann man schon verstehen, dass 19 Jahre sich an Recht und Gesetz halten nun wirklich lange genug ist.

Dass Eigentumsrechte im Rest der Welt in der Regel respektiert werden und die Grundlage für Investitionen sind ist in Schwarzafrika nur insoweit bekannt, als es den zusammengerafften Besitz der Herrscherschichten angeht.

Was mich nur immer wieder wundert ist die grenzenlose Naivität hiesiger Do Gooders, die den ach so armen leidenden Menschen Schwarzafrikas immer wieder ohne selbst nachzudenken die Mär von „Das ist alles eine Folge von Kolonialismus und Apartheid“ abnehmen.

Gruß, Michael
2'612 Beiträge · seit 200707. Aug. 2009 · #999
YoshikawaNeu schrieb:
...Was mich nur immer wieder wundert ist die grenzenlose Naivität hiesiger Do Gooders, die den ach so armen leidenden Menschen Schwarzafrikas immer wieder ohne selbst nachzudenken die Mär von „Das ist alles eine Folge von Kolonialismus und Apartheid“ abnehmen...
hmmmm, das kann ich Dir auch nicht beantworten, frag´ doch mal den Pirnaer, der ist ein ganz Schlauer und wird Dir sicherlich helfen können. Vielleicht schaffst Du es gar, auf Augenhöhe mit ihm zu kommunizieren...
Bye bye Forum
85 Beiträge · seit 200607. Aug. 2009 · #1000
Hallo Volker,

ich hatte Dich an sich als sachlich orientierten Menschen in Erinnerung, der in der Lage ist auch bei Andersdenkenden nicht polemisch, sonder sachlich zu reagiern.
Deine Antwort auf den Beitrag von Yoshikawa finde ich nun wirklich deiner nicht würdig. Ihn in die gleiche Ecke zu stellen wie den Pirnaer geht für meine Begriffe doch entschieden zu weit.

ich bitte Dich doch wieder zu Deiner gewohnt sachlichen Art zurückzukehren und Dich nicht so einfach provozieren zu lassen.

Ich bin wie Du auch weisst,bestimmt auch nicht immer Deiner Meinung, und kann mit dir kontrovers und auf sachlicher Ebene diskutieren ohne das wir uns dabei persönlich angreifen müssen.

in diesem Sinne
ein sonniges Wochenende

Manfred
Ich schlage mich durchs Leben und das Leben schlägt zurück, doch manchmal schlägt´s daneben, dann hab ich eben Glück
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