natürlich bin ich noch da! Zum einen bin ich zurzeit beruflich viel unterwegs, so dass mir die Zeit zum intensiven Quellenstudium fehlt. Zum anderen ist die x-te Verlinkung von Überfallberichten, Berichten zur Korruption oder Inkompetenz der nationalen, provinziellen oder örtlichen Regierungen und Verwaltungen etc. auf die Dauer nun wirklich nichts Neues mehr. Wer auf dem Laufenden bleiben will, kann sich hier ja weiter informieren:
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200621. Feb. 2007 · #67
Normalerweise sollte man einem älteren Herrn zu seine 83. Geburtstag alles Gute und ein langes Leben wünschen, aber so richtig mögen tu ich ihn nicht 😉
Quelle BAZ
Geburtstagsparty in einem verrottenden Land ZIMBABWES DESPOT MUGABE SCHEUT SICH NICHT, VON SEINEM BITTERARMEN VOLK GESCHENKE EINZUFORDERN
Wer sich wehrt, wird verhaftet. Robert Mugabe regiert das völlig verarmende Zimbabwe mit brutaler Gewalt. Foto Keystone
Frank Räther, Johannesburg
Heute wird Robert Mugabe 83 Jahre alt. Damit die Geburtstagsfeier pompös genug werden kann, hat der Präsident von Zimbabwe die Bevölkerung aufgerufen, ihm Millionen zu spenden. Wer gegen so viel Wahnwitz aufmuckt, wird mit Gewalt zum Verstummen gebracht.
Während in Zimbabwe die Strom- und Wasserversorgung zusammenbricht, das Abwassersystem verfällt, die Strassen durch immer mehr Schlaglöcher unpassierbar werden, Kliniken kaum noch Medikamente und Schulen keine Lehrmaterialien mehr haben, scheut sich Präsident Robert Mugabe nicht, sich selbst eine kostenintensive Geburtstagsfeier auszurichten. Der seit der Unabhängigkeit 1980 regierende Despot wird heute Mittwoch 83 Jahre alt. Die ihn verherrlichende «Bewegung des 21. Februar» hat an Bürger und Geschäftsleute des immer ärmer werdenden Landes appelliert, 300 Millionen Zimbabwe-Dollar für die Riesenfete zu spenden. Das sind nach dem offiziell festgelegten Wechselkurs 1,2 Millionen US-Dollar. Währenddessen gestand der Staat den 180000 Beschäftigten im Öffentlichen Dienst ungeachtet der Inflationsrate von fast 1600 Prozent lediglich eine minimale Erhöhung der Gehälter um 400 Prozent zu. Damit liegt der Mindestlohn bei umgerechnet 40 US-Dollar im Monat. Mehr als das Doppelte ist jedoch nötig, um eine Familie wenigstens mit einer Mahlzeit täglich versorgen zu können. Ärzte, Krankenschwestern und Lehrer streiken gegenwärtig, um angemessene Gehaltsanpassungen an die galoppierende Inflation zu erzwingen. Doch die Regierung drohte den Einsatz der Armee an, um sie an ihre Arbeitsplätze zurückzuzwingen. Wer nicht zur Arbeit erscheint, soll entlassen werden - in einem Land mit einer Erwerbslosenrate von über 70 Prozent. Die Regierung erklärte, die Aktionen der Staatsangestellten, Ärzte und Lehrer würden von der früheren Kolonialmacht Grossbritannien gesteuert, die Mugabe stürzen wolle.
Niedergeprügelt. Sobald es zu Demonstrationen gegen diese Wahnsinnspolitik Mugabes kommt, wird Polizei eingesetzt. Studenten des Polytechnikums von Harare, die gegen die um 2000 Prozent erhöhten Studiengebühren protestierten, wurden mit Tränengas auseinandergejagt, die Studentenführer inhaftiert. Auch prügelte die Polizei zwei Frauendemonstrationen, die in Harare und Bulawayo gegen die unbezahlbaren Lebenshaltungskosten protestierten, auseinander und verhaftete 284 Frauen, von denen über die Hälfte noch immer im Gefängnis festsitzt.
Selbst Entscheidungen des Obersten Gerichtes werden von Mugabes Polizei missachtet. Die Oppositionspartei MDC hatte vom Gericht die Erlaubnis bekommen, vorletzten Sonntag eine Kundgebung in Harare abzuhalten. Doch mehrere Hundertschaften schwerbewaffneter Bereitschaftspolizei umstellten das Stadion, in dem das Meeting stattfinden sollte, und trieben alle Ankommenden mit Tränengas und Wasserwerfern auseinander. Zwei führende Oppositionspolitiker wurden verhaftet. MDC-Präsident Morgan Tsvangirai musste daraufhin die Kundgebung absagen, damit es nicht zu Toten und Verletzten kam. Präsident Mugabe drohte im Parlament, jeden Widerstand mit aller Gewalt zu unterdrücken. Wie lange sich Mugabe allerdings noch auf seine Sicherheitskräfte verlassen kann, ist ungewiss. In zunehmendem Masse desertieren Soldaten und quittieren Polizisten den Dienst, weil sie mit dem geringen Sold nicht mehr leben können. Der Internationale Währungsfonds schätzt, dass die Inflationsrate, jetzt schon die höchste der Welt, bis Dezember auf 4000 Prozent ansteigt.
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Wir wollen naemlich noch einmal fuer 3 - 4 Wochen durch das Land fahren und wenn er stirbt - nehme ich an - wird das Land wieder in einem Buergerkrieg versinken. Das Machtvakuum das dann entsteht duerfte dazu fuehren.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200621. Feb. 2007 · #69
Andreas Cierpka schrieb:
Hoffentlich lebt er noch bis Mitte Oktober.😐
Wir wollen naemlich noch einmal fuer 3 - 4 Wochen durch das Land fahren und wenn er stirbt - nehme ich an - wird das Land wieder in einem Buergerkrieg versinken. Das Machtvakuum das dann entsteht duerfte dazu fuehren.
Könnte durchaus passieren 🙁 aber keine Angst der wird vermutlich, hoffentlich, leider wie auch immer 100 Jahre alt 🤢
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Laut AZ von heute (habe den Link leider gelöscht) soll Mugabe nächste Woche Mittwoch für zwei Tage nach Nam reisen, hoffentlich fällt sein Denken ( kann und tut er das überhaupt noch?) nicht auf fruchtbaren Boden🤢 🤢 😈
Höflichkeit ist der Schlüssel zu den Herzen der Menschen
Höflichkeit ist auch der Schlüssel zum Wissen.
Niemand wird dann mit seinem Rat geizen.
ZANU-PF und SWAPO sind als Parteien aus demselben Stall eng verzahnt. Namibia und Zimbabwe haben auch gemeinsam im Kongo auf derselben Seite gekämpft. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Im Falle eines Falles wird es interessant, welche weiteren Armeen in einem Bürgerkrieg dort an Mugabes Seite kämpfen würden.
@Andreas Wie versorgt Ihr Euch denn dort mit Benzin?
Zu Angola ist mir nichts bekannt. Dort musste die SWAPO jedoch lange Zeit ihre besten militärischen Einheiten an der Seite der Zentralregierung mit in den Kampf gegen die UNITA schicken. Also ist zu vermuten, dass auch dahin entsprechende Parteiverbindungen weiterhin bestehen.
Interessant ist jedenfalls der Zeitpunkt des Besuchs Mugabes in Namibia. Die herzlichsten Beziehungen bestanden ja während der Präsidentschaft Nujomas. Sie sind dann nach dem Präsidentenwechsel offensichtlich abgekühlt. Vielleicht sucht Mugabe -angesichts der massiven Desertionen im Polizei- und Sicherheitapparat, seiner eigentlichen Machtbasis- Hilfe, denn nur mit Generälen allein wird er sich nicht halten können, und die Demonstrationen werden offensichtlich massiver und umfassen alle Bevölkerungsschichten. Problematisch dürfte für ihn auch werden, dass er seine ländlichen Unterstützer nicht mehr füttern kann. Es scheint interessant zu werden.
Hoffentlich krepiert dieser Despot recht bald! Mugabe ist ein Massenmörder, der für Hunger und dem Untergang eines Landes verantwortlich ist. Zimbabwe war die Kornkammer Afrikas. Auch sollte man nicht die ermordeten und vertriebenen weißen Farmer vergessen!!!<br><br>Post geändert von: Kaisi, am: 21/02/2007 20:06
KLklausul283 Beiträge · seit 200621. Feb. 2007 · #78
Man muss deutlich ansprechen wenn solche Despoten von der Qualität,die Deutschland in jenen 1000 Jahren zwische 1939 und Mai 1945 kennenlernen durfte ihr Unwesen treiben.Mugabe hat die gleiche Qualität! Er wird seine Rechnung bezahlen, da bin ich mir sicher.Ich hoffe diese Erfahrung und diese Opfer, schwarz wie weiß, waren für irgendetwas gut.