Löwen als Tierart gefährdet !!

90 Antworten · 25,4k Aufrufe · gestartet 07. Feb. 2012 von Eto
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354 Beiträge · seit 201011. Feb. 2012 · #41
Hallo Miss Ellie,

auch in diesem Post, in dem Du Deine "Einstellung zur Jagd erklärst" und die üblichen Fragen von Christian beantwortest (diese wurden mir auch schon gestellt) kann ich Dir erneut nur voll zustimmen. Und diese bescheuerten Anmerkungen (sorry für diesen Ausdruck), man esse doch auch Fleisch und trage Lederschuhe, kann ich mittlerweile überhaupt nicht mehr hören. Deinem Post ist insoweit fast nichts mehr hinzuzufügen. Frage ist nur, ob man das hören bzw. sogar verstehen will.

Wenn sich Farmen Menschen bedienen, die aus Lust zum Töten in ihrem Erholungsurlaub nach Namibia fahren,(andere surfen, relaxen am Meer, gehen auf Safaris etc), verurteile ich diese Farmen und die Tötungswerkzeuge in Form von perversen Lusttotschiessern. Und wenn ich dies verurteile, so kann ich dennoch Fleisch essen.

Serengeti
Gast11. Feb. 2012 · #42
Hallo,
Serengeti schrieb:Und diese bescheuerten Anmerkungen (sorry für diesen Ausdruck), man esse doch auch Fleisch [...] Und wenn ich dies verurteile, so kann ich dennoch Fleisch essen.
Das kann man durchaus diskutieren.

Ich finde Trophäenjagd auch übel und kann nicht verstehen, wie es Spaß machen kann, ein Tier zu erschießen. Nicht weil man Fleisch zum Essen braucht, sondern weil man es geil findet, z.B. neben einem toten Löwen zu posieren, später die Fotos herum zu zeigen und sich damit zu brüsten ...

Gegenüber dem, was wir in Europa Tieren in der Massentierhaltung antun, hat alles was in Namibia in Sachen Tierschutz vielleicht kritikwürdig ist, aber vergleichsweise niedliche Dimensionen. Das schließt Trophäenjagd, Robbenschlagen, Wilderei, etc. mit ein.

In Namibia sprechen wir inklusive Robbenschlagen über ein paar zehntausend vielleicht auch hunderttausend Tiere pro Jahr, die bis zu ihrem Tod durch Menschen immerhin ein weitgehend freies und natürliches Leben haben. In Deutschland sprechen wir über hunderte Millionen Tiere pro Jahr, die in der Massentierhaltung von der allerersten bis zur allerletzten Sekunde ihres kurzen Lebens nur ein Scheißleben voller Schmerz und Elend haben.

Es kann und muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er Tiere essen will oder nicht. Wer genüsslich Doppel-Whopper, Schweine-Medaillons oder Chickenburger verdrückt, sollte beim Thema Tierschutz aber vielleicht nicht mit dem Finger auf Namibia zeigen. Er ist selbst für das denkbar üble Leben und den Tod von 10-50 Tieren pro Jahr verantwortlich.

Zum Thema Löwen und Jagd liefert LionAid übrigens häufig ganz interessante Zahlen und Anmerkungen. Findet man auch bei Facebook.
http://www.lionaid.org/


Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2012
1'680 Beiträge · seit 200711. Feb. 2012 · #44
Guido. schrieb:
Es kann und muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er Tiere essen will oder nicht. () Er ist selbst für das denkbar üble Leben und den Tod von 10-50 Tieren pro Jahr verantwortlich.
du verallgemeinerst aber oder kennst du von das Kaufverhalten eines jeden Fleischessers? Ich kann auch Schweinemedaillons essen, ohne dass das Tier aus der Massentierhaltung kam.

Ich persönlich finde Trophäen/Grosswildjagd pervers, verteufel aber die Hegejagd nicht ... und ganz pervers finde ich, wie in der gestrigen Harnas-Folge, wenn eine Gepardenmutter als Trophäe abgeknallt wird und deren Nachwuchs dann nach Harnas kommt. Dennoch "erlaube" ich mir gemäss der menschlichen Natur den Fleischgenuss, allerdings von regionalen Höfen und nicht vom Discounter.

interessanterweise kommt ja immer bei diesen "Tierschutzdiskussionen", dass dann auch kein Fleisch gegegessen werden dürfte ... man könnte meinen, dass die Argumente ausgehen, wenn derartige Totschlagargumente bemüht werden müssen.
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
105 Beiträge · seit 201111. Feb. 2012 · #45
M@rie schrieb:Ich persönlich finde Trophäen/Grosswildjagd pervers, verteufel aber die Hegejagd nicht ...
Hallo M@rie,

die Unterscheidung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Was verstehst Du unter Hegejagd?

viele Grüße
Afrika Sonne
Draai jou gesig na die son en die skaduwees agter jou val.
4'451 Beiträge · seit 200811. Feb. 2012 · #46
OHNE WORTE!!!!!!!


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"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
1'680 Beiträge · seit 200711. Feb. 2012 · #47
Afrika Sonne schrieb:
M@rie schrieb:Ich persönlich finde Trophäen/Grosswildjagd pervers, verteufel aber die Hegejagd nicht ...
Hallo M@rie,

die Unterscheidung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Was verstehst Du unter Hegejagd?

viele Grüße
Afrika Sonne
Hege=Pflege und warum ist diese Unterscheidung nicht nachvollziehbar? es ist def. was anderes, ob kranke Tiere und/oder Überpopulationen erlegt werden oder man zur "Erholung" (bedrohtes) (Gross)Wild aus reiner Lust am Töten abknallt, um sich dann in Pose zu präsentieren.
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
33,1k Beiträge · seit 200612. Feb. 2012 · #48
Hallo Miss Ellie,

Danke für Deine Ausführungen... ich kann definitiv nun besser Deinen Standpunkt verstehen 🙂


Hi Serengeti,

Deinen Beitrag verstehe ich hingegen gar nicht. Woher meinst Du denn kommt das Fleisch und Leder. Du würfelst meiner Meinung nach alles durcheinander. Jagd als Hege/Pflege/Notwendigkeit, Trophäenjagd als Übel...

Ich kann nachvollziehen, dass man bei der Trophäenjagd die Jäger vielleicht nicht versteht. Hingegen verstehe ich die Jagdfarmen sehr gut. Würdest Du nicht auch, wenn Du einen Kudu für Fleisch schießen musst (z.B. für die Familie, für die Angestelltenrationen) lieber einen "dummen" Trophäenjäger dieses für viel Geld machen lassen? Dabei klammere ich natürlich nicht-essbare Tiere wie z.B. Löwen absolut aus. Das ist eine andere Geschichte, wobei man sich auch fragen sollte, warum ein Beamter des MET einen Löwenreduktionsabschuss (das machen diese nämlich) machen sollte und nicht ein ausländischer Trophäenjäger der dafür 20TUS$ zahlt?

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'451 Beiträge · seit 200812. Feb. 2012 · #49
"Dabei klammere ich natürlich nicht-essbare Tiere wie z.B. Löwen absolut aus. Das ist eine andere Geschichte, wobei man sich auch fragen sollte, warum ein Beamter des MET einen Löwenreduktionsabschuss (das machen diese nämlich) machen sollte und nicht ein ausländischer Trophäenjäger der dafür 20TUS$ zahlt?
......"

und woher wissen wir da, das es eine absolute Kontrollierte Entscheidung ist. 😉 Wo Geld ins Spiel kommt, ist das immer so eine Sache.;)

Solange es auf Jagdfarmen in der Liste steht, was ein !Abschuß" von einem Löwen, Leopard oder Gepard kostet , woher ist dann sicher gestellt, das das ein "Problemtier" ist.

LG
Cécile
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
105 Beiträge · seit 201112. Feb. 2012 · #50
@ M@rie:

Danke, der Begriff "Hegejagd" war mir nicht bekannt.

viele Grüße
Afrika Sonne
Draai jou gesig na die son en die skaduwees agter jou val.
1'680 Beiträge · seit 200712. Feb. 2012 · #51
travelNAMIBIA schrieb:
Ich kann nachvollziehen, dass man bei der Trophäenjagd die Jäger vielleicht nicht versteht. Hingegen verstehe ich die Jagdfarmen sehr gut. Würdest Du nicht auch, wenn Du einen Kudu für Fleisch schießen musst (z.B. für die Familie, für die Angestelltenrationen) lieber einen "dummen" Trophäenjäger dieses für viel Geld machen lassen? Dabei klammere ich natürlich nicht-essbare Tiere wie z.B. Löwen absolut aus. Das ist eine andere Geschichte, wobei man sich auch fragen sollte, warum ein Beamter des MET einen Löwenreduktionsabschuss (das machen diese nämlich) machen sollte und nicht ein ausländischer Trophäenjäger der dafür 20TUS$ zahlt?
und wie und warum kommt dann bspw eine Gepardenmutter, wie in der Harnas-Folge vom Freitag vor das Gewehr eines Trophäenjägers? damit der Nachwuchs nach Harnas kommt? Wo Geld im Spiel ist wird es immer Mittel und Wege geben, das Tier der Begierde vor Kimme und Korn zu bekommen - egal ob Kudu, Warthog oder Löwe, Gepard, Rhino, Leopard .... denn wird sich wirklich ein Jagdfarm-Betreiber den Gewinn des Abschusses durch die Lappen gehen lassen, wenn mal gerade kein "Problemtier" zur Verfügung steht und ein Trophäenjäger mit den Dollars winkt?

@ Afrika Sonne - okay, gebongt
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2012
33,1k Beiträge · seit 200612. Feb. 2012 · #52
Hallo Cécile,
und woher wissen wir da, das es eine absolute Kontrollierte Entscheidung ist. Wo Geld ins Spiel kommt, ist das immer so eine Sache
Da stimme ich Dir absolut zu! Schwarze Schafe gibt es auch hier, sind aber auch hier - zum Glück - die Ausnahme, zumindest in Namibia.
Solange es auf Jagdfarmen in der Liste steht, was ein !Abschuß" von einem Löwen, Leopard oder Gepard kostet , woher ist dann sicher gestellt, das das ein "Problemtier" ist.
Es werden jedes Jahr vom MET Quoten für solche Tiere festgelegt und diese dürfen dann legal auf kommunalem bzw. staatlichen und tlws. privatem Farmland gejagt werden. Hinzu kommt der legale Abschuss von Problemtieren, die vom MET im Einzelfall zum Abschuss freigegeben werden. Wir sprechen hier insgesamt von +-50 solcher besonders geschützten Arten (Elefant, Löwe, Rhino, Gepard, Leopard etc.) pro Jahr in Namibia... dem gegenüber etwa 15000 Abschüsse "normaler" Tiere durch Trophäenjäger stehen und etwa 30.000 durch Farmer (nur zum Vergleich, in D werden z.B. alleine 1 Million Rehe jedes Jahr erlegt).

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
4'451 Beiträge · seit 200812. Feb. 2012 · #53
travelNAMIBIA schrieb:Hallo Cécile,
und woher wissen wir da, das es eine absolute Kontrollierte Entscheidung ist. Wo Geld ins Spiel kommt, ist das immer so eine Sache
Da stimme ich Dir absolut zu! Schwarze Schafe gibt es auch hier, sind aber auch hier - zum Glück - die Ausnahme, zumindest in Namibia.
Solange es auf Jagdfarmen in der Liste steht, was ein !Abschuß" von einem Löwen, Leopard oder Gepard kostet , woher ist dann sicher gestellt, das das ein "Problemtier" ist.
Es werden jedes Jahr vom MET Quoten für solche Tiere festgelegt und diese dürfen dann legal auf kommunalem bzw. staatlichen und tlws. privatem Farmland gejagt werden. Hinzu kommt der legale Abschuss von Problemtieren, die vom MET im Einzelfall zum Abschuss freigegeben werden. Wir sprechen hier insgesamt von +-50 solcher besonders geschützten Arten (Elefant, Löwe, Rhino, Gepard, Leopard etc.) pro Jahr in Namibia... dem gegenüber etwa 15000 Abschüsse "normaler" Tiere durch Trophäenjäger stehen und etwa 30.000 durch Farmer (nur zum Vergleich, in D werden z.B. alleine 1 Million Rehe jedes Jahr erlegt).

Sonnige Grüße
Christian
Hallo Christian,
Danke für Deine Erklärung. Müssen wir ja wohl dann mit Leben.:(

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
962 Beiträge · seit 200712. Feb. 2012 · #54
Ich darf noch einen Beitrag zu diesem traurigen Thema aus der Sicht einiger Farmer aus Südnamibia hinzufügen, hier ging es allerdings um Leoparden, mit einer Abschussdikussion aus einer völlig anderen Perspektive!
Ich hatte bei Windhoek auf dem Hof einer namhaften Firma einen angelieferten, toten Leopard entdeckt, die diese Tiere zur ewigen "Schönheit" dann für die Schützen weiterverarbeitet.
Ich war etwas erschüttert, als ich dieses Tier so lieblos in einer Ecke liegen sah.
Ich sprach dieses Thema in abendlicher Runde auf einer Farm in Südnamibia am Lagerfeuer an.
Dabei wurde von den Farmern klar dargestellt, dass es auf jeder Farm zwischen dem momentan herrschenden Alphamännchen und dem nachwachsenden jüngeren Leoparden immer zu einem Revierkampf kommt, in dem dann einer diesen Kampf nicht überlebt.
Deshalb sei es in diesem Fall besser, dass man das ältere Tier zum Abschuss freigibt, damit der jüngere nachwachsende Leopard das Revier übernehmen kann, die Erhaltung der Art wäre somit im Sinne eines gesunden Nachwuches besser gesichert.
Ich bemerke, dass nicht ich diese Meinung diese Meinung vertrete, ich gebe sie nur zur Diskussion weiter.
HG myrio
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193547-afrika-2011-so-qbeautiful-greenq-1teil.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/193761-afrika-2011-so-beautiful-green-teil-2.html http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/195398-a-f-r-i-k-a-2011-so-beautiful-green-teil-3.html
zuletzt bearbeitet 12. Feb. 2012
41 Beiträge · seit 201012. Feb. 2012 · #55
Da gibt's eigentlich nichts zu diskutieren. Die sollten das mal einfach der Natur überlassen und sich nicht als solche aufführen - meine Meinung
1'723 Beiträge · seit 200913. Feb. 2012 · #56
und fuer alle die, die wissen wollen, was ich so richtig verabscheuungswuerdig halte, schaut doch mal hier :

http://www.facebook.com/media/set/?set=a.244564402290529.58269.225598740853762&type=3#!/media/set/?set=a.244564402290529.58269.225598740853762&type=3


wobei ich gar nicht weiss auf wen ich wuetender bin, den der schiesst oder den der sich mit sowas noch die bankkonten vollmacht.. Wenn ich das sehe koennte ich nur noch kotzen !!!!!!!!!
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
105 Beiträge · seit 201113. Feb. 2012 · #57
Hallo,

nachdem ich nun schon ganz interessiert mitgelesen habe, von mir auch ein paar Gedanken zum Thema (sorry, wenn das etwas länger wird).

Mein Eindruck ist, dass ein großer Streit dadurch entsteht, dass viele verschiedene Dinge unter dem Begriff „Trophäenjagd“ zusammengefasst werden bzw. dass man vieles nicht klar voneinander abgrenzen kann. Vieles, was hier berechtigt als verabscheuungswürdig dargestellt wurde, muss m. E. nicht nur auf Trophäenjagd zutreffen. Für mich wäre daher ein zusätzlicher Begriff sinnvoll, z. B. „Hetzjagd“ auf Tiere (der jetzt frei konstruiert ist, um erklären zu können, worum es mir geht...).

Von Trophäenjagd wird immer dann gesprochen, wenn jmd. dafür zahlt, ein Tier erlegen zu dürfen. Egal ob Elefant, Löwe, Kudu oder Antilope. Dafür gibt es Namibia – wie hier schon erwähnt wurde, strenge gesetzliche Regelungen. Angaben, die ich gefunden habe:
--> zur Seite des MET

Auch finde ich folgenden Passus interessant:
  • "Der Jäger sollte seine Beute nur auf faire Weise verfolgen. Eine faire Jagd wird als eine Jagd auf ein frei-bewegliches Wild bzw. Wild, das in der Lage ist, seinem verhaltensbedingten Drang zur Flucht vor dem Jäger zu folgen. Besagtes Wild soll gejagt werden ohne künstliche Lichtquellen oder von motorisierten Transportmitteln. Kein ethisch gesinnter Jäger sollte weibliche Tiere mit abhängigen Jungen erlegen. Ein jagdbares Wild sollte ein Teil eines natürlichen, interaktiven, bleibenden Wildbestandes sein, auf einem Gelände wo es sich frei vermehren und frei äsen, bzw. jagen kann. Das gejagte Wild sollte in einem natürlichem Gleichgewicht zwischen Äse, Raubzeug und Beute erhalten sein".
  • Quelle
+ ergänzend zu verbotenen Praktiken bei der Jagd
--> Quelle

in dem Zusammenhang auch nochmal, was Christian schrieb:
„Es werden jedes Jahr vom MET Quoten für solche Tiere festgelegt und diese dürfen dann legal ... gejagt werden. Hinzu kommt der legale Abschuss von Problemtieren, die vom MET im Einzelfall zum Abschuss freigegeben werden (...)“.

Außerdem gibt es vom BMN ein Skript zum Thema „Trophäenjagd im Ausland auf gefährdete Arten". Hier werden u. a. Mindestanforderungen an solche Jagden benannt.
--> zum Artikel

Zusammenfassend aus den Artikeln:
Pro:
- Jagd käme der Population zugute
- lokale Bevölkerung schütze bewusst Tierbestände und trage somit zu deren Erhalt und Verbreitung bei
- Gebiete profitieren idealerweise von den Einkünften
- Jagdtourismus sei im Vergleich zum Massentourismus wesentlich "naturfreundlicher"
- Tierschutzgebiete (National Parks, Game Reserves) seien durch Projekte zur (Trophäen)Nutzung von Wildtieren ausgeweitet und vernetzt worden

Kontra:
bei illegaler (!) Trophäenjagd Überjagung / Förderung von Schmuggel

Meine persönliche Meinung:
Wenn alle o. g. Vorgaben korrekt eingehalten würden, hätte ich mit Trophäenjagd auf Antilopen etc. kein Problem.
Bei Raubtieren, Elefanten usw. käme es für mich darauf an, nach welchen Vorgaben diese Abschusszahlen ermittelt würden (sprich welche Tiere dürfen überhaupt und in welcher Zahl erlegt werden, mit welchem Sinn etc.). Ich kann leider nicht beurteilen, inwieweit es z. B. sinnvoll sein soll, den älteren Leoparden (was Myrio schilderte) zu töten. Andererseits verstehe ich auch Farmer, die ihr Vieh schützen wollen und müssen - Da muss eben über sinnvolle Lösungen nachgedacht werden.

Fakt ist:
  • Jäger nach den obigen Vorgaben müssen verantwortungsvoll mit Tierbeständen umgehen und mit Sicherheit auch Respekt gegenüber den Tieren haben.
  • Der einzig streitbare Punkt liegt für mich hier darin, ob man es dem (Trophäen)Jäger zuerkennt, dass er Spaß an der Jagd hat. Wobei ich denke, wenn jmd. auf Pirsch geht, stundenlang unterwegs ist, genau überlegt, welches Tier erlegt wird (nämlich nicht das zwangsläufig mit der größten Trophäe, sondern das, was verantwortbar ist) und damit ggf. auch Wild zum Essen erlegt... wäre es nicht merkwürdig zu sagen, Jagen ist o. k., aber über den Jagderfolg freuen darf sich ein Jäger nicht?
Und damit meine ich ausdrücklich nicht – um den Bogen wieder zum Anfang zu spannen – „Jäger“, die wirklich nur um des reinen Töten willens und das um jeden Preis (Nachtjagd mit Scheinwerfern etc.) unterwegs sind und eben nicht die gewisse ethische Grundeinstellung und Naturverbundenheit haben. Das würde ich eben gern unter einem anderen Begriff fassen – wie z. B. Hetzjagd. Und da passen für mich auch viele der gezeigten Fotos mit hinein.

Viele Grüße
Afrika Sonne
Draai jou gesig na die son en die skaduwees agter jou val.
4 Beiträge · seit 201213. Feb. 2012 · #58
Hallo Miss Ellie,

nun ich finde das auch wirklich zum kotzen und verachte beide Zweibeiner
aus tiefster Seele. Ich freue mich über jeden Tröphäenjäger der von seinem
Opfer in Jenseits beförderte wird. Das sind für mich keine Menschen sondern
Killermaschinen die sich auch im Krieg gut machen würden. Es kann nur ein
Psycho sein oder ein Schwachmat der sich daran erfreut ein Tier zu töten um
sich dann gross zu fühlen. Ehrlich gesagt kann die Welt auf solche Untermenschen
verzichten. Die Leute die damit Geld verdienen sind ebenfalls Abschaum.
Gast13. Feb. 2012 · #59
Gerade Jagen ist ein sehr heikles Thema. es gibt sicherlich Pro- aber auch Contra Argumente für den Abschuss.

Viele Pro und Contra Argumente wurden hier schon besprochen. Pauschalisierungen halte ich allerdings für gefährlich. Denn bei diesem Thema gibt es kein schwarz oder weiss, sondern nur die Farbe grau.

Als Beispiel möchte ich die Ökonomie anführen. Dadurch das die Tiere kontrolliert abgeschossen werden, bekommen diese einen Wert. Das heißt Der Farmer hat auf einmal ein Interesse seine Tiere zu schützen. Der Schutz wird dadurch erhöht, weil er die Illegale Jagd versucht zu unterbinden. Denn das ist das Problem, meiner Meinung. Und nicht das trophy Hunting.

Auf der anderen Seite behergt es große gefahren. Immer wieder hört man Geschichten, wo betrunkene Jäger auf die Jagd gehen, die dadurch unethisch agieren. Das ist in der Tat verwerflich. Sie sind nicht Zielsicher und schweissen das Tier unnötig an. Dort muss man den Hebel ansetzen. Bei allem was hier gesagt wurde, es geht hier um Lebewesen. Wobei wir Europäer in diesem Sinne viel größere Schurken sind als die Jäger. Sprichwort Massentierhaltung.

Über die Beweggründe zum Jagen darf disskutiert werden. Allerdings möchte ich erwähnen dürfen, dass jagen eine lange Tradition hat. Man muss es nicht gut finden (ich finde insbesondere die Jagd auf Großwild fraglich!, auf Antilopen allerdings nicht!), aber es sollte auch nicht verteufeln. Insbesondere wennes um Antilopen geht. Es kann immer Gründe geben, wo ein Abschuss Sinn macht.

Zum Ursprung, dass Löwen vom aussterben bedroht sind, kann ich zumindestens für Namibia nicht unterschreiben. Diese sind immer weiter auf dem Vormarsch. Der Grund warum die Löwen aus der Etoscha Pfanne verschwinden, hat einerseits mit dem natürlichen Druck (einerseits von Artgenossen, andererseits von Konkurrenten z.B. Hyänen zutun), aber auch mit der Mangelhaften Einzäunung. Die Zäune sind desolat. Deshalb wandern insbesondere die jungen löwen ab.
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2012
2'462 Beiträge · seit 200613. Feb. 2012 · #60
malealea 2.0 schrieb:

Man muss es nicht gut finden (ich finde insbesondere die Jagd auf Großwild fraglich!, auf Antilopen allerdings nicht!), aber es sollte auch nicht verteufeln. Insbesondere wennes um Antilopen geht.
Das tröstet aber auch nur, wenn man selbst keine Antilope ist 😗 Oder müssen Beutetiere damit eben automatisch klarkommen?
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo