Löwen als Tierart gefährdet !!

90 Antworten · 25,4k Aufrufe · gestartet 07. Feb. 2012 von Eto
Antworten
5'538 Beiträge · seit 200813. Feb. 2012 · #61
Hallo Zusammen,

erst einmal ganz herzlichen Dank an Afrikasonne für Deine sehr informative Darstellung. Es ist beim Jagen wie bei vielen anderen Dingen des Lebens immer eine Frage des Standpunktes, von dem aus der Einzelne diskutiert. Und so lange keiner der Diskutanten bereit ist, sich einmal von seinem Standpunkt wegzubewegen, wird in einer Diskussion auch nie ein halbwegs befriedigendes Ergebnis erreicht. Zumindest gedanklich sollte daher Jeder die Bereitschaft haben, sich einmal in den Standpunkt des Anderen zu versetzen. Nur dann können wir - wie hier dankenswerter Weise bisher fast immer geschehen - sachlich diskutieren. Ich selbst bin KEIN Jäger, gehe aber gerne mal mit auf die Pirsch oder sitze frühmorgens mit auf dem Ansitz. Da geht es mir aber nicht um die Jagd, sondern das grandiose Naturerlebnis des anbrechenden Tages. Und ich kenne viele Jäger, für die genau dieses Naturerlebnis an erster Stelle steht. Als zweites kommt der Urtrieb des Menschen - denn gejagt wird ja nicht erst seit gestern oder zwanzig Jahren, sondern das haben die Menschen schon immer getan.

Leider gibt es auch den anderen Typ jeder. Aber der ist Gott sei Dank in der Minderheit. Genau so wie die Veganer in der Minderheit der Jagdgegner sind. Trotzdem achte ich auch deren Standpunkte, denn es sind alles Menschen. Das sollten wir nie vergessen. Auch Du Prachtschmerle, der Du durch Deinen Beitrag bewiesen hast, dass Du kein bisschen besser bist, als der schlimmste Jäger. Denn wer anderen Menschen den Tod wünscht und sich darüber freut, ist für mich noch viel, viel schlimmer.

Ich freue mich über jeden Tröphäenjäger der von seinem
Opfer in Jenseits beförderte wird. Das sind für mich keine Menschen sondern
Killermaschinen die sich auch im Krieg gut machen würden. Es kann nur ein
Psycho sein oder ein Schwachmat der sich daran erfreut ein Tier zu töten um
sich dann gross zu fühlen. Ehrlich gesagt kann die Welt auf solche Untermenschen
verzichten. Die Leute die damit Geld verdienen sind ebenfalls Abschaum.


Nein, heute keine nachdenklichen Grüße, denn über solch einen Unsinn lohnt es sich für mich nicht nachzudenken.

Daher wie immer liebe Grüße
Gerd
1'287 Beiträge · seit 200813. Feb. 2012 · #62
Hallo,

ich würde gern noch einen Punkt, der wie ich finde in der bisherigen Diskussion fehlte, ergänzen. In meinen Augen, finden die Menschen vor Ort nicht genügend Beachtung in der Frage nach gefährdeten Tierarten.

Natürlich ist es für uns Touristen immer recht einfach, Tierschutz zu fordern und jegliche Dezimierung von Wildbeständen oder Schutzflächen zu verdammen. Nur vergessen wir bei unserer Begeisterung für die wilden Tiere Afrikas immer, dass vor Ort Menschen leben. Und die Zahl der Menschen in Afrika hat sich in den letzten 50 Jahren vervierfacht.
Der zunehmende Platzbedarf der vielen Menschen wird zwangsläufig zu einer Verkleinerung der verfügbaren Schutzgebiete führen. Die einzige Möglichkeit das nachhaltig zu verhindern, ist in der Tat, wenn die Tiere für die Menschen vor Ort einen monetären Nutzen bringen. Das geht eben nur durch Tourismus oder in einigen Fällen auch durch bezahlte Jagd. Wenn das innerhalb nachvollziehbarer Regeln geschieht, ist es, glaube ich, sogar die beste Möglichkeit, Naturraum mit frei lebenden Tieren zu erhalten.

Sind Tiere extrem vom Aussterben bedroht (wie z.B. Gorillas), ist die bezahlte Jagd natürlich nicht mehr möglich. Das hat dann zur Folge, dass Tourismus zu den Tieren sehr exklusiv und extrem teuer wird. Ich denke, dass wünschen wir uns nicht für Etoscha&Co..

Ich selbst war noch nie jagen (wenn Fische fangen nicht als jagen zählt) und kann mir das für mich auch nicht vorstellen. Aber ich klage Leute, die jagen nicht pauschal an, da Jagen zur Geschichte der Menschheit gehört. Wir in der westlichen Welt haben es eben in den letzten paar Jahren geschafft, das Töten von Tieren dermassen zu abstrahieren, dass es uns mittlerweile fast wie Mord vorkommt.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2012
1'680 Beiträge · seit 200713. Feb. 2012 · #63
wenn hier schon mit dem archaischem Argument aufgefahren wird, dass Jagen doch zur Natur des Menschen gehört, dann sollte auch berücksichtig werden, dass es der moderne Mensch ist, der den wildlebenden Tieren ihren Lebensraum nimmt, in dem er Land/Viehwirtschaft betreibt, sich immer weiter ausdehnt ... ohne den Menschen würde es keine "Problemtiere" geben, ohne den Menschen würde es auch keine "Schadtiere" geben ... es ist doch ziemlich schräg wenn gesagt wird, dass die Jagd zur Natur des Menschen gehört und gleichzeitig den wildlebenden Tieren den Lebensraum immer mehr zu verknappen, sodass sie in "Wildreservaten" letztlich vor den Menschen geschützt werden müssen.
lG und bleibt gesund! M@rie M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012 "Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!" ~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
5'538 Beiträge · seit 200813. Feb. 2012 · #64
Hallo Marie,

ich gebe Dir absolut Recht, der moderne Mensch ist es, der mit seinem Urtrieb Sex sich immer weiter ausbreitet und den Tieren ihren Lebensraum nimmt. Hiermit fordere ich, dass alle Menschen ab sofort auf Sex verzichten, um die Überbevölkerung zu stoppen und den Tieren wieder mehr Lebensraum zu geben. Wenn sich die nächsten 20 Generationen daran halten, dürfte das Verhältnis Mensch zu Tier sich wieder auf einem Niveau wie vor 100.000 Jahren bewegen und alles ist gut. 😄

@ all: Ich hatte mich die ganze Zeit aus der Diskussion herausgehalten, weil ich beide Seiten - wohlgemerkt beide Seiten - ganz gut verstehen kann. Ich kann leider aber Unsachlichkeit nicht ab und auf Beitrag von Prachtschmerle entsprechend reagiert. Ich ziehe mich jetzt wieder zurück und lasse Euch bei dieser Diskussion in Ruhe. Aber ich werde sie aufmerksam weiter verfolgen.

Liebe Grüße
Gerd
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2012
354 Beiträge · seit 201013. Feb. 2012 · #65
Hallo Gerd,

absolut richtig. es ist schon sehr, sehr, sehr harter Tobak, den Prachtschmerle da raucht.

Folgendes aber auch zu bedenken: Was empfindet man bei Betrachten der einschlägigen Jagdfotos. Die "Jäger" halten lachend das tote Tier in den Armen, setzen teilweise den Sohnemann auf den Rücken des drapierten toten Tieres etc. (Du kennst bestimmt diese Fotos) Ich persönlich sehe da schon etwas "psychopathisches", sorry.
Und wer macht mit derartigen Fotos Marketing? Richtig, die entsprechenden Farmen.
Notwendige Dezimierung von Tieren auf Farmen , notwendiger Schutz vor Raubtieren,notwendige Fleischbeschaffung, dies wurde hier diskutiert, mag in Ordnung sein. Aber warum muss man sich Werkzeugen bedienen, die "problembehaftet" sind. Als solche bezeichne ich schon diese Menschen, welche, und ich wiederhole mich erneut, zur Erholung von Europa nach Afrika fahren (mit Kind und Kegel) und zwischen 2 Golftuniere und Cocktails am Pool mal schnell für ein paar tausend EUR einen Leo abballern wollen. Die Farmen forcieren dies mit entsprechendem Werbematerial. Ich hab das Ganze jetzt versucht etwas "vornehmer" als Prachtschmerle auszudrücken.
Und wenn man dann auch noch mit bekommt, wie teilweise die Trophäenjagd abläuft, damit der "Jäger" auch sicher seinen Abschuss bekommt (fast zahme abgehalfterte Tiere werden in Richtung Jäger getrieben, Abschuss in Käfigen etc.) ist es schon ein wenig verständlich, wenn auf diese Typen ein klein wenig rumgehackt wird. Das sollten sie dann auch vertragen.

sehr nachdenkliche Grüße
Serengeti
zuletzt bearbeitet 13. Feb. 2012
Gast14. Feb. 2012 · #66
Hallo

@ Sanne
ich differenziere aus folgendem Grund. Wenn Antilopen geschossen werden, wird extrem viel verwertet. So bekommen die Angestelten Fleisch. Teilweise werden auch die Innereien von diesen gerne Verwertet oder etc.. Das sieht bei Großwildtieren anders aus. Da mir nicht bekannt ist, dass z.B. Löwen gegessen werden. Da geht es nur um die Trophäe. Das finde ich in der Tat Kritikwürdig.

@ m@rie
Den Zahn muss ich dir ziehen. Überbevölkerung findet meistens in oder um Städten, oder Stadtkooperationen statt. Dazu gehört das Rhein Main Gebiet, mit Stuttgard und Frankfurt aber auch das Ruhrgebiet. Der ländliche Raum bleibt leer. Dasselbe System lässt sich u.a. auch in GB finden.
Auch zu deinen zweiten Punkt muss ich dir Wiedersprechen. Wir Menschen haben das Recht auf dieser Erde zu leben. So lange das der Fall ist, wird Farming ein Bestandteil sein. Das wiederum bewirkt Konflikte. Ob jetzt der Abschuss jetzt unbedingt von Nöten ist darf kritisiert werden. Wichtig ist es meiner Meinung nach Kompromisse einzugehen. das fehlt manchmal.

Denn gerade die Fleischproduktion ist villeicht die einzige Möglichkeit in Namibia, Geld zu generieren. Das Klima ist zu Arid. Da sind ja die meisten Konflikte zu suchen.

@ Serengeti

Eine kleine Frage hätte ich an dich. Wo hast du Infos her? Denn nach meinen Forschungen, sind diese nicht korrekt. Das abschiessen von zahmen Tieren ist defenetiv unter den Jägern verpönnt. Ob das jetzt Illegal ist muss ich nochmal nachlesen. Ich meine aber schon. Was aber defenetiv Illegal ist, ist das sogenannte Cage hunting. Das ist das was du beschrieben hast.

@ all

Ich finde ihr seht das alle zu einseitig. Gerade bei eine AL von 50% ist es wichtig, AP zu generieren. Trophäenjagd spielt eine wichtige Ökonomische Rolle. Unter Bestimmten Vorrausetzungen ist es in der tat Naturschutz und eine Geld generierung wird garantiert. Häufig wird versucht die Permits ausschliesslich von Problemtieren herrauszu geben. Zwei Fliegen mit einer Klatsche.

Auf der anderen Seite beherbergt es großes Konfliktpotetial. Betrunkene Schützen, teilweise Illegale Jagdmethoden etc.

Ich finde es macht spass darüber zu disskutieren. Nur einige Leute sind mir dabei zu emotional. Sie hauen reihenweise Totschlag Argumente raus. Die meiner Meinung aber nur im Grundgedanken ggf. einen wahren Kern aufweisen. Ich führe das darauf zurück das sich einige mit diesem Thema nur bedingt auseinander gesetzt haben. Letzten Punkt kann ich ja noch teilweise verstehen.das man sich Integriert um neues Wissen zu erlangen. Das fehlt mir hier bei einigen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Pro oder Contra Argumente handelt. So lange einige Leute auf ihrer Meinung bestehen, wird diese Disskussion, über kurz oder lang, eskalieren. Das Prophezei ich jetzt mal.
354 Beiträge · seit 201014. Feb. 2012 · #67
malealea 2.0 schrieb:Hallo

@ Serengeti

Eine kleine Frage hätte ich an dich. Wo hast du Infos her? Denn nach meinen Forschungen, sind diese nicht korrekt. Das abschiessen von zahmen Tieren ist defenetiv unter den Jägern verpönnt. Ob das jetzt Illegal ist muss ich nochmal nachlesen. Ich meine aber schon. Was aber defenetiv Illegal ist, ist das sogenannte Cage hunting. Das ist das was du beschrieben hast.

@.
Rückfrage. Du lebst aber schon in dieser Welt, oder ?
Gast14. Feb. 2012 · #68
@ Serengeti

Das war eine ernst gemeinte Frage^^. Ich will nicht ausschliessen, dass es beim Jagen schwarze Schaafe gibt. Aber das ist nicht die Mehrheit. Viele Jäger die ich kennen lernen durfte, leben nach dem Ethischen Jagd Kodex.

Also willst du mir die Quellen jetzt geben oder weiter provozieren? Denn deinen post habe ich jetzt als unnötig Provokant aufgefasst.

MFG
1'723 Beiträge · seit 200914. Feb. 2012 · #69
[
Zum Ursprung, dass Löwen vom aussterben bedroht sind, kann ich zumindestens für Namibia nicht unterschreiben. Diese sind immer weiter auf dem Vormarsch.

tschuldigung .. jetzt muss ich aber doch mal lachen und vielleicht auch etwas persoenlich werden... du bist also schlauer und besser informiert als zum beispiel diejenigen die die konferenz einlaeuten (um mal wieder zum thema zurueck zu finden), und du weisst mehr ueber die loewenpopulationen als die jouberts (z;B.) oder leute die uproar etc unterstuetzen bzw gruenden ?? da bin ich aber platt ....
und woher holst du dein "wissen" .. nur so gefuehlsmaessig von Namibia urlauben . ????

also das wuerd mich ja schon mal interssieren woher du das so nicht unterschreiben kannst
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Gast14. Feb. 2012 · #70
Miss Ellie

Ich schreibe meine BA thesis zum Thema Jagdtourismus. Das heisst ich habe mehrere Experten gefragt unter anderem das NWR. Welche diese These bestättigt hat. Desweiteren habe ich diverse Jagdfarmen, aber auch Farmer, sowie Naturschutzorgas. befragt.
Desweiteren habe ich das letzte halbe Jahr in Namibia gewohnt.

Und die population im Norden nimmt zu. Der Druck ist so groß geworden, dass sich diese schon bis nach Palmwaag vorgedrungen sind. Es gibt Gerüchte das es bis Oktober eine Löwenpopulation im Kusieb Canyon gab. Dies halte ich aber für nicht Korrekt, denn auch im Umnland war nichts von so einer Population bekannt. Ich habe etwas gelesen, dass die Löwen in Namibia um 2% zunehmen. Wie es in den anderen Ländern ist weiss ich nicht. Der Artikel bezieht sich auf komplett Afrika. Das tue ich nicht. Von daher kann es sein, dass komplett Afrika einen Rückgang zu verzeichnen hat. Nur Ausnahmen bestättigen die Regel.

MFG

P.s. Ich hoffe ich konnte dir helfen.
33,1k Beiträge · seit 200614. Feb. 2012 · #71
Hi Miss Ellie,
tschuldigung .. jetzt muss ich aber doch mal lachen und vielleicht auch etwas persoenlich werden... du bist also schlauer und besser informiert als zum beispiel diejenigen die die konferenz einlaeuten (um mal wieder zum thema zurueck zu finden), und du weisst mehr ueber die loewenpopulationen als die jouberts (z;B.) oder leute die uproar etc unterstuetzen bzw gruenden ?? da bin ich aber platt ....
Weil schlichtweg alle Statistiken, Surveys, Zählungen etc. des MET und internationaler Organisationen wie WWF und IUCN darauf hinweisen.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
33,1k Beiträge · seit 200614. Feb. 2012 · #72
OFF TOPIC
--------------
Hallo Malelaea 2.0,
Ich schreibe meine BA thesis zum Thema Jagdtourismus. Das heisst ich habe mehrere Experten gefragt unter anderem das NWR.
Ich hoffe Du hast das MET und nicht NWR befragt... den NWR ist nur Betreiber von Unterkünften (de zufällig zum Großteil in Schutzgebieten liegen). Da wäre Hilton ein genauso guter Ansprechpartner 😉

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'723 Beiträge · seit 200914. Feb. 2012 · #73
aha;.. na vielen dank fuer die info ..
so und warum machen die dann die konferenz .. ??
zur allgemeinen erheiterung ???
also manchmal bin ich echt erstaunt .. das heisst also, all die leute, die ihre energie und zeit und manchmal auch geld dafuer aufwenden die loewen zu "retten" .. haben alle einen an der klatsche .. oder zuviel geld, energie und zeit .. also jetzt weiss ich bald wirklich nicht mehr weiter ..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Gast14. Feb. 2012 · #74
Liebe Miss Ellie,

Es macht keinen Spass mit dir zu disskutieren. Denn
erstens: Deine Art und Weise. Du provozierst das ist unfassbar. Damit schiesst du dich ins Abseits. Auch wenn du Recht haben magst.

Zweitens: Bitte verwechsel nicht Äpfel mit Birnen. Die Population Afrika Weit schein zu sinken. Das heisst aber nicht automatisch, das dieser Status auch in Namibia sein muss. Es kann durchaus sein, dass z.B. Lesotho 0 Löwen haben, weil sie ausgerottet wurden. Sprich eine Degradierung der Population. Auf der anderen Seite nehmen wir mal Namibia, wo sich die population erholt. Nur der Anstieg kann nicht den abstieg kompensieren.

Ich habe dir mal eine Quelle besorgt von der IUCN aus dem Jahre 2008. Also noch verwertbar. da steht vieles drin. u.A. die löwenpopulation im Norden Namibias.

MFG

@ travel Namibia

Jetzt bringst du mich gerade echt ins grübeln. Hoffentlich hab ich jetzt keinen Fehler gemacht. Das wäre Mist. danke für den hinweis
1'723 Beiträge · seit 200915. Feb. 2012 · #75
hallo

wenn dir das keinen spass macht, dann kannst du es ja sein lassen..
und ich weiss nicht wieso ich provoziere.. ich mache den anschluss an den ausgangs thread, die konferenz (wenn ich mich nicht irre) ist sogar in nambia.. Und naja, da bleibt dann wohl die frage, wenn du zum beispiel das alles ganz anders weisst, und ja scheinbar auch fundamental wiederlegen kannst, warum machen die dann eine solchen konferenz .. ??? um steuergelder zu verplempern .. ?? (wird sowas von steuergeldern bezahlt ??? )

Vielleicht haben die auch nur auf dich und deine Untersuchungen und Studien gewartet ..
das mein ich uebrigens voellig ernst ..

Also meine Logik sagt mir, dass wenn in Namibia eine Konferenz bezueglich des Loewenbestandes eingerufen wird, dann wohl doch weil es Namibia betrifft .. Aber die da, die sind wahrscheinlich alle nur irre .. weil in deutschland und in der schweiz, da sind die Leute die sich auskennen..; (das war jetzt provozierend !!)

Abschliessend fuer mich kann ich dann nur mal wieder schliessen, das sich sicherlich nicht euren interlektuellen Stand erreicht habe um nachvollziehen zu koennen warum das so ist, und warum sooo viele Menschen (leider aber viel zu wenige) sich fuer den Erhalt der Loewen einsetzen... Auch institutionen wie afrileo und africat, machen das alles nur aus reinem Zeitvertreib ... ?? Wie gesagt, mir fehlt hier der Horizont um zu verstehen, ich gebe es zu.

Viele gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
33,1k Beiträge · seit 200615. Feb. 2012 · #76
OFF TOPIC
------
Hi Miss Ellie,
Also meine Logik sagt mir, dass wenn in Namibia eine Konferenz bezueglich des Loewenbestandes eingerufen wird, dann wohl doch weil es Namibia betrifft .. Aber die da, die sind wahrscheinlich alle nur irre .. weil in deutschland und in der schweiz, da sind die Leute die sich auskennen..; (das war jetzt provozierend !!)
sorry, Du zweifelst an meiner/unserer Argumentation und Quellen, kommst aber mit dem Hinweis, dass Namibia wohl ein Problem mit der sinkenden Löwenpopulation haben muss, weil der Kongress hier stattfindet? Das Weltwirtschaftsforum zur Klärung von Problemen der Weltwirtschaft findet ja auch nicht in Griechenland, sondern der Schweiz statt. Der Welttourismuskongress sogar schon mal in Vietnam, dabei spielt Vietnam im Tourismus eher eine untergeordnete Rolle. Das ist also nun wirklich gar kein Argument. Kongresse auszurichten ist übrigens ein lukratives Geschäft!

Abgesehen davon, kann es ja gut sein, dass z.B. auf Kommunalland (z.B. Kaokoveld) der Bestand zurück geht (ist sogar der Fall), aber insgesamt in Namibia steigt. Geht als die Frage der Löwenpopulation Nur weil ein Kongress in Namibia stattfindet, muss es nicht Namibia direkt betreffen... es geht ja um ganz Afrika bei dem Kongress und da passt Namibia rein 🙂

Aber wie auch immer, der Kongress ist ja nun schon vorbei und wir können dann ja weiter diskutieren, sobald die "Ergebnisse" zusammengetragen sind.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
361 Beiträge · seit 201115. Feb. 2012 · #77
Hmmmm, lautet nicht der Thread: Löwen als Tierart gefährdet?

Ich glaube, dass ist doch absolut unstrittig. Dies lässt sich eigentlich auch in den unterschiedlichsten Artikeln unterschiedlicher Organisationen nachlesen. Ich denke schon, dass diese Wissen wovon sie schreiben.

Auch wenn, zum Glück, in einigen Ländern der Löwenbestand wieder leicht zunehmen mag, ändert sich da momentan nicht grds. etwas an der Gefährung.

LG Sven
Reisebericht Namibia Glücksreise Oktober/November 2011 http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/213149-die-16-tage-qwas-haben-wir-fuer-ein-glueckq-reise.html
33,1k Beiträge · seit 200615. Feb. 2012 · #78
Hi Sven,

100% meine Meinung. Danke für die Kurzzusammenfassung!

Sonnige Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
1'287 Beiträge · seit 200815. Feb. 2012 · #79
Miss Ellie schrieb:
Also meine Logik sagt mir, dass wenn in Namibia eine Konferenz bezueglich des Loewenbestandes eingerufen wird, dann wohl doch weil es Namibia betrifft ..
Hallo Miss Ellie,

nun es könnte auch sein, dass die Konferenz in Namibia statt findet, weil die Population in Namibia nicht so gefährdet ist, wie in anderen Regionen Afrikas, um so aus den Erfahrungen in Namibia zu lernen.
In dieser Studie über die Wüstenlöwen in der Kunene Region aus 2010 wird jedenfalls eine Steigerung der Population ausgewiesen.
During the early part of the study (2000 & 2001) the population increased at a phenomenal rate 22% and 23% per year respectively. The rate of increase dropped to below 10% p.a. in 2004, but increased again to above 10 % by 2008.
Unabhängig davon, hat, soweit ich das einschätzen kann, niemand in diesem Thread behauptet, dass der Rückgang der Löwenpopulation in ganz Afrika nicht ein großes Problem darstellt und auch tatsächlich existiert.

Für mich stellt sich aber immer die Frage, welche Möglichkeiten gibt es zur Lösung (bzw. Eindämmung) des Problems. Welche davon lassen sich realistisch umsetzen und was kann ich aktiv (so ich das möchte) dafür tun.

Meiner Meinung nach ist die Motivation von uns Touristen, was den Tierschutz angeht ein wenig ambivalent. Wir wollen Tiere in freier Wildbahn beobachten und sind somit daran interessiert, dass diese nicht aussterben.
Wir hoffen, dass durch das Geld, welches wir dafür zahlen der Schutz gewährleistet wird.
Folgte ich hier einigen Argumenten hinsichtlich des unmoralischen Verhaltens der Menschen gegenüber Tieren im allgemeinen, so wäre die beste Lösung sicher, wenn wir alle einen Teil unseres Einkommens zum Erhalt der Schutzgebiete weltweit spenden würden. Die Schutzgebiete könnten dann menschenleer (also auch ohne Touristen) und sich selbst überlassen sein. Sind sie groß genug, erholt sich die Wildtierpopulation. Ich befürchte, diese Möglichkeit ist eine Illusion.

Daher sollten wir wohl pragmatischer an die Problematik herangehen und ggf. auch akzeptieren, dass jede Möglichkeit einen monetären Vorteil für die lokale Bevölkerung zu erzielen, dem Schutz der Tiere dient. Sei es nun z.B. bezahlte Jagd, wenn sie den Bestand nicht gefährdet oder Touristenbusse im Etosha.

Da ich nicht auf die Möglichkeit wilde Tiere selbst zu beobachten verzichten möchte, werde ich klaglos die hohen Eintrittsgebühren (die sicher noch weiter steigen werden) der Nationalparks akzeptieren und versuchen kommunale Projekte während meiner Reise zu unterstützen.

Vielleicht sollten wir hier gemeinsam versuchen weitere realistische Möglichkeiten für uns Touristen zum Erhalt der Artenvielfalt zu suchen und zu finden.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 15. Feb. 2012
Gast15. Feb. 2012 · #80
@ Miss ellie

Bitte liess dir meinen Post nochmal durch. Ich sagte, Nam. hat einen Zuwachs. In Afrika und asien sieht das anders aus. Auf den Rest gehe ich nicht mehr ein.

@ Carl, Hängematte

Vielen dank für den Post. sehr aufschlussreich, sehr gut zusammengefasst.

MFG