Die Eulenmuckels in NAM-BOT-SAM

125 Antworten · 53,0k Aufrufe · gestartet 06. Nov. 2011 von Eulenmuckel
Bilder klein
Antworten
138 Beiträge · seit 201113. Jan. 2012 · #101
Hallo Eulenmuckel,
super Euer Bericht! Nach Mariental wollen wir von Botswana aus auch noch, allerdings über Swakop und Sesriem und dann über Mariental und Rehoboth nach Windhoek.
Danke für den schönen Bericht und die wunderschönen Fotos.
Angelika
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200605. März 2012 · #102
Donnerstag, 25. August 2011

Um fünf Uhr standen wir auf und zündeten die Petroleumlampen an. In den Gästezimmern gibt es kein elektrisches Licht. Wir machten uns fertig, schnappten die Fotoapparate und trafen uns um halb sechs mit Hermi. Nach einem schnellen Kaffee fuhren wir noch vor Sonnenaufgang über die Farm, kreuzten die D707 und kamen auf der anderen Seite in die Dünenlandschaft der Namib.

2011_08_25_07_24_10_6340.jpg


2011_08_25_07_34_31_6363.jpg


2011_08_25_07_35_22_6365.jpg


Auch dieses Gebiet gehört zu Kanaan und erstreckt sich endlos weit. Mit dem Landrover erklommen wir die roten Sandberge und genossen die Aussicht über die mit blassgrünen Grasbüscheln bewachsenen, roten Sanddünen. Wir hielten an verschiedenen Stellen und machten unzählige Fotos. Wir konnten uns an der atemberaubenden Landschaft nicht sattsehen. Als begeisterter Fotograf ist Hermi der perfekte Gastgeber und Führer für uns.

2011_08_25_07_48_19_6399.jpg


2011_08_25_08_00_09_8724.jpg


2011_08_25_08_01_05_6418.jpg


2011_08_25_08_21_11_6467.jpg


2011_08_25_09_13_58_6578.jpg
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200605. März 2012 · #103
Auf dem Rückweg sahen wir einen einzelnen Ohrengeier, der leider abhob und davonflog, als wir uns näherten. Viele Nara-Melonen wuchsen auf dem Boden, wir sahen ein Steinböckchen und Oryxantilopen.

2011_08_25_09_45_22_6664.jpg


2011_08_25_10_04_04_6702.jpg


Als wir Strauße und Springböcke entdeckten, nahm Hermi querfeldein die Verfolgung auf. Wir fuhren neben den rennenden Straußen und sahen die Springböcke ihre enormen Sätze machen. Es war ein tolles Erlebnis.

2011_08_25_10_25_40_6764.jpg


2011_08_25_10_30_33_6862.jpg


Zurück an der Farm gab es ein spätes Frühstück. Wie auch vor dem Abendessen sprach Hermi davor ein Tischgebet auf Africaans. Es gab ein leckeres Müsli und frische, warme Muffins und Spiegeleier.
Über Mittag machten wir Pause, duschten, sicherten Fotos, luden Akkus und schrieben Postkarten. Mit Maiko unterhielten wir uns und erfuhren, dass er mit seinen Eltern mehrere Jahre in Lesotho gelebt hatte. Ruth fotografierte ein paar Vögel und entdeckte einige großen Sattelschrecken.

2011_08_25_16_53_12_8904.jpg


Am späten Nachmittag ging es wieder auf Farmrundfahrt. Hermi zeigte uns eine andere Ecke seines Grundstückes. Wir kamen in felsige Granitberge, in denen Köcherbäume in den strahlend blauen Himmel ragten. Unser Blick glitt über endlose Grasflächen mit einzelnen Kameldornbäumen. Es war wunderschön. Bei jedem Stopp servierte Hermi Biltong und Trockenobst. Den Sonnenuntergang erlebten wir mitten auf einer weiten Grasebene.

2011_08_25_17_56_52_6975.jpg


2011_08_25_18_13_11_7014.jpg


2011_08_25_18_36_40_7051.jpg


2011_08_25_18_51_30_7086.jpg


Zum Abendessen gab es gebratene Oryx-Schnitzel, grüne Bohnen, Reis, Kartoffelsalat und noch weitere Salate. Besonders das Fleisch schmeckte so lecker, dass Uwe Schwierigkeiten hatte, mit dem Essen aufzuhören. Anschließend unterhielten wir uns noch lange. Hermi erzählte uns viel Persönliches von sich, und es wurde ein interessanter Abend.

Tageskilometer: 44
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
487 Beiträge · seit 201105. März 2012 · #105
Hallo ihr Zwei,

lieben Dank für den tollen Bericht und es sind wieder einmal supertolle Bilder, wie immer wunderschön!!!

Lieber Gruß

Kathy
Reiseberichte: Südafrika/Namibia 2011: Das Glück ist mit den Dummen KwaZulu-Natal 2011: Dem Rhino ganz nah Südafrika-Der Norden 2012: Löwen haben auch mal frei!!! Botswana/Caprivi 2012: Mit dem "Feuerroten Spielmobil" durch Bots/Caprivi Südafrika 2013: Endlich Regen über der Kalahari Botswana/Kavango 2013: Ganz relaxt durch Afrika Meine Flugstatistik
6'152 Beiträge · seit 200606. März 2012 · #106
Hallo Eulenmuckels,

danke für den Reisebericht und die tollen Bilder von Kanaan. Wir waren jetzt
im Feburar da - man muss wirklich sagen, die Landschaft dort ist einmalig schön
und für mich gesagt- man kann dort einfach sagenhafte Landschaftsbilder knipsen.
Eure und unsere Fotos fast ziemlich gleich.
Liebe Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
287 Beiträge · seit 200906. März 2012 · #107
Hallo Ruth und Uwe,
Herzlichen Dank, dass ihr so viel Geduld mit uns habt.
Die haben wir doch gerne, denn so dürfen wir euch länger auf eurer Reise begleiten.
Danke für euren fantastischen Bericht und die beeindruckenden Bilder!

Liebe Grüße
Birgitt und Joachim
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
5'479 Beiträge · seit 200906. März 2012 · #109
Zur Zeit scheint "saure Gurken Zeit" zu sein. Die ganzen liegengebliebenen Reiseberichte werden zu Ende gebracht.

Vielen Dank dafür.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
138 Beiträge · seit 201107. März 2012 · #110
Hallo Eulenmuckels,
auch euren neuesten Beitrag habe ich ganz begeistert gelesen. Und es sind wieder so tolle Fotos dabei! Da macht die Reisevorbereitung wieder Spass, auch wenn ich mich zur Zeit mit ein paar Problemen herumschlage.
Herzliche Grüße
Angelika
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. März 2012 · #111
Freitag, 26. August 2011

Wieder standen wir vor Sonnenaufgang auf und fuhren mit Hermi in die Dünen. Diesmal war auch Maiko dabei. Da in der Fahrerkabine des kurzen Landrovers nur für drei Personen Platz war, saß er hinten auf der offenen Ladefläche. Der eisige Wind wehte ihm ganz schön um die Ohren und wir waren froh, hinter der Scheibe sitzen zu dürfen.
Die ersten Sonnenstrahlen tauchten die Landschaft wieder in wunderschönes Licht. Von einer Namibdüne hatten wir einen weiten Blick. Es gab viel zu fotografieren: Das Linien- und Schattenspiel der einzelnen Dünenkämme, die Muster im Sand und die von der Sonne angestrahlten grüngelben Grasbüschel, dazu der orangerote Sand und die dunklen Dünenkämme. Wir hatten wieder einmal das Gefühl, das alles wäre nur für uns alleine da und konnten uns gar nicht satt sehen.

2011_08_26_07_41_35_7152.jpg


2011_08_26_07_55_43_9226.jpg


2011_08_26_08_37_22_7251.jpg


Maiko entdeckte eine kleine Sandviper. Sie war nicht länger als 15 Zentimeter, ging aber in Angriffsstellung, als wir uns näherten. Sie fauchte uns an, bewegte sich seitlich schlängelnd über den Sand und grub sich irgendwann ein. Das war spannend. Jedenfalls für uns. Hermi hatte da klar andere Prioritäten. Schlangen, Käfer und anderer Schnickschnack interessierten ihn weniger. Trotzdem war er sehr geduldig mit uns.

2011_08_26_08_50_12_9284.jpg


2011_08_26_09_25_06_7383.jpg


2011_08_26_09_26_59_7400.jpg


2011_08_26_09_28_02_9361.jpg
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200610. März 2012 · #112
Über mehrere Umwege auf dem riesigen Farmgelände fuhren wir zurück zum Haus. Wir duschten und packten unsere Sachen zusammen, dann gab es ein leckeres Frühstück. Hermi hatte heute Brezeln gebacken. Sie waren noch warm und schmeckten sehr gut. Uwe biss sich aus Versehen so fest auf die Zunge, dass er für den Rest des Tages Schmerzen haben sollte.
Da wir nicht wie von uns angenommen mit Kreditkarte bezahlen konnten und nicht so viel Bargeld dabei hatten, machten wir mit Hermi aus, das Geld in Swakopmund bei seinen Bekannten abzugeben. Wir verabschiedeten uns sehr herzlich, bedankten uns für alles und waren richtig traurig, diesen schönen Ort und den netten Hermi verlassen zu müssen. Auf der Farmpad zurück zur Hauptstraße verdrückte Ruth sogar ein paar Tränchen.
Über die D707, Spes Bona und Betta ging es durch das Namib Rand Nature Reserve nach Sesriem, das wir gegen vier Uhr erreichten. Nach dem Einchecken auf dem Campingplatz fuhren wir zum Sesriem Canyon. Dort waren wir erst ein Mal vor nun sieben Jahren gewesen.

2011_08_26_17_38_20_9468.jpg


Wir stiegen in den Canyon und beobachteten das Lichtspiel der untergehenden Sonne, die die oberen Kanten der Felswände zum glühen brachte. Einige Paviane kletterten an den Felswänden empor, und man konnte ihre Schreie durch den Canyon hallen hören. Mit Sonnenuntergang verließen wir die Schlucht und unterhielten uns noch ein wenig mit einem älteren schweizer Paar.

2011_08_26_18_02_48_9505.jpg


2011_08_26_18_21_38_7542.jpg


2011_08_26_18_26_03_9526.jpg


Auf unserem Campingplatz, direkt unter einem großen Baum, stellten wir das Zelt auf, machten Feuer und ein wenig Ordnung im Auto. Wir beobachteten noch die zunächst erfolglosen Rangierversuche unserer Campnachbarn, die sich im losen Sand festgefahren hatten. Gerade als wir ihnen zur Hilfe kommen wollten, bekamen sie ihr Auto aber wieder eigenständig wieder frei. Ruth machte Salat, und Uwe grillte die Gnu-Steaks. Es schmeckte hervorragend. Leider konnte Uwe es nicht so sehr genießen, da ihm beim Kauen und Schlucken die Zunge weh tat. Beim Abspülen leisteten uns zwei Geckos Gesellschaft. Die beiden putzigen Kerlchen kamen den Baum hinabgeklettert, um in der kleinen Pfütze, die sich unter dem Wasserhahn gebildet hatte, zu trinken.

2011_08_26_19_12_50_7588.jpg


Kurz nach zehn krochen wir ins Zelt. Zum Glück war es nicht kalt. Morgen früh versuchen wir wieder, mit Sonnenaufgang im Dead Vlei zu sein.

Tageskilometer: 243
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
zuletzt bearbeitet 10. März 2012
138 Beiträge · seit 201110. März 2012 · #113
Liebe Eulenmuckels,
danke für die herrlichen Impresssionen aus Namibia. Die Schlangenfotos sind wieder fantastisch! Damit wächst auch meine Vorfreude auf unsere Reise im Sommer nach Botswana und Namibia. Dann wollen wir auch noch mal ins Sossuvlei. Beim letzten Mal hatten wir Sandsturm, vielleicht gelingt es mir dann von der Landschaft ähnlich schöne Fotos zu schießen. Allerdings fürchte ich, dass ich an die hohe Qualität Eurer Fotos nicht herankommen werde. Also nochmals danke für die tollen Fotos und die Berichte.
Herzliche Grüße
Angelika
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200611. März 2012 · #114
Liebe Angelika,

danke für deine vielen Antworten und das Lob. Wir freuen uns, dass dir die Fotos gefallen. Das Sossousvlei ist für uns ein ganz besonderer Ort. Wir waren bisher auf jeder Afrika-Reise dort.
Dann sind wir mal auf deinen Bericht im Herbst gespannt.

LG, Uwe
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200613. März 2012 · #115
Samstag, 27. August 2011

Der Wecker klingelte um vier Uhr. Es war so warm in Sesriem wie noch nie: knapp 12 Grad. Wir packten das Zelt ein und waren kurz nach fünf am Tor zum Tsauchab-Tal. Vor uns waren noch zwei Autos, die auch ziemlich schnell durch die Dunkelheit fuhren. Ein Fahrzeug hielt dann an Düne 45, das andere fuhr weiter. Aber irgendwann machten wir die Rücklichter von zwei weiteren Wagen vor uns aus. Diese müssen durch irgend einen Spezialeingang noch früher losgefahren sein. Als wir am Ende der Sandstrecke das Auto abstellten und den Markierungen ins Dead Vlei folgten, war bereits eine Gruppe vor uns auf dem Fußweg, darunter sogar eine ältere Dame mit Gehstock. Das hat uns doch ein wenig frustriert. Da stehen wir in aller Herrgottsfrühe auf, sind das dritte Auto am Tor, und dann ist die Oma mit Krückstock noch vor uns am Ziel!

2011_08_27_07_44_51_7626.jpg


2011_08_27_07_57_00_9585.jpg


Wir stiegen auf die hohe Düne neben dem Vlei und genossen die tolle Aussicht. Es wehte ein ordentlicher Wind, der uns den Sand um die Ohren blies. Irgendwann sprangen wir die Düne hinab ins Tal und begrüßten die toten Bäume. Inzwischen kennen wir sie fast alle persönlich mit Namen. Auch im Vlei wehte der Wind und wirbelte Sand und Staub auf, welche im Morgenlicht leuchteten. Leider hatten wir die herrliche Atmosphäre im Vlei nur kurze Zeit in Ruhe für uns, denn schon bald wurde es ziemlich voll.

2011_08_27_08_08_48_7677.jpg


2011_08_27_08_19_49_9739.jpg


2011_08_27_08_21_39_7714.jpg


2011_08_27_08_21_39_9749.jpg


2011_08_27_08_40_10_7760.jpg


2011_08_27_08_42_59_9784.jpg


2011_08_27_08_51_30_7787.jpg
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200613. März 2012 · #116
2011_08_27_08_54_24_7790.jpg


Nachdem wir einige Fotos gemacht hatten, liefen wir zurück zum Auto und fuhren ans andere Ende des Sossusvlei. Dort war neben einer hohen Düne noch ein See aus Restwasser, was eher selten vorkommt.

2011_08_27_09_44_54_7822.jpg


Da es mittlerweile jedoch schon etwas später war, tummelten sich auch dort dutzende von Leuten und unterhielten sich zum Teil lautstark. Ein Foto ohne eine Horde von Wanderern zu ergattern, war fast unmöglich, und so blieben wir nicht lange, sondern machten uns auf der Ladeklappe ein ausgiebiges Frühstück. Anschließend füllten wir die letzten beiden Reservekanister ins Auto und fuhren zurück nach Sesriem. Im gesamten Tsauchabtal entdeckten wir viele Springböcke – mehr als früher.
Von Sesriem aus ging es weiter nach Solitaire. Die Strecke war zwar nicht weit, aber sehr anstrengend für uns, weil wir schon müde wurden. Auf dem Weg begegneten wir einigen Straßenarbeitern, die winkten und nach Wasser fragten. Wir gaben ihnen einen unserer Kanister. In Solitaire tankten wir und aßen wie immer den leckeren Apfelkuchen. Diesmal gab es noch einen Kaffee dazu. Spatzen, Webervögel und Glanzstare balgten sich um die letzten Krümel unseres Kuchens und kamen bis auf die Hand gehüpft. Wir kauften Brötchen und das gute Naukluft-Wasser.

P1000343.jpg


Die letzten Kilometer nach Tsondab Valley waren schnell gefahren. Wir wurden von einer jungen Frau begrüßt und belegten einen der drei Campingplätze. Dort plagten uns viele Fliegen, die uns um die Köpfe schwirrten und gezielte Angriffe auf Augen und Mund starteten. Wild fuchtelnd und um uns schlagend erkundeten wir die Umgebung. Von den Toiletten und Duschen hier waren wir ganz besonders begeistert. Sie sind nach einer Seite hin offen, so dass man einen tollen Blick über das Tal und die vor sich liegende Landschaft hat.
Während es in der Sonne über 43 Grad waren, ruhten wir uns ein wenig im Zelt aus. Von den Attacken der Fliegen waren wir so genervt, dass es einfach keine Freude bereitete, ein wenig umherzuspazieren. Später gingen wir an den Pool und streckten ein wenig die Füße hinein. Dann duschten wir und schauten uns den Sonnenuntergang an.

2011_08_27_18_06_00_9839.jpg


2011_08_27_18_24_23_9847.jpg


2011_08_27_19_11_31_7965.jpg


Auch das Abendessen war recht unentspannt, denn die Fliegen wurden von Grillen und Faltern abgelöst, die aus der Dunkelheit in Richtung unserer Stirnlampen sprangen und flogen. Ständig mussten wir sie aus dem Salat fischen, und wir sind uns nicht sicher, aus wie vielen zusätzlichen Beinen und Flügeln die Panade unseres Fleischs bestand. Es wurde ziemlich unerträglich, und bevor Ruth völlig hysterisch wurde, entschied sie sich, im Zelt zu essen. Uwe musste also das Getier alleine grillen, und unser letzter gemütlicher Campingabend am Feuer verlief etwas anders, als wir es geplant hatten. Da es im Zelt recht dunkel war, war für Ruth auch nicht so genau zu erkennen, was sie da aß. Und insofern war ja wieder alles in Ordnung. Trotzdem war sie auch nach dem Essen nicht mehr zu überreden, aus dem Zelt herauszukommen und sich von sechs- oder achtbeinigen Verehrern bekrabbeln zu lassen. Verstehe einer die Frauen! Sonst muss sie immer alles in die Hand nehmen, und nun so ein Theater! So machte Uwe noch ein paar Sternen-Bilder.

2011_08_27_22_55_28_7997.jpg


2011_08_27_23_00_16_8000.jpg


Tageskilometer: 247
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
1'242 Beiträge · seit 200913. März 2012 · #117
Hallo Eulenmuckels,

wie schön dass euer Bericht wieder weitergeht. Wundervolle Stimmungsbilder konntet ihr vom Deadvlei einfangen 😄 .

Besonders beneide ich euch aber um die tollen Sternenbilder 🤩 🤩 🤩 .

Liebe Grüsse
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
138 Beiträge · seit 201114. März 2012 · #118
Hallo Ihr,
da kann ich mich Lil nur anschließen! Super!
Ja so sind wir Frauen: alles in die Hand nehmen, aber Angst vor Kleinvieh haben. Das gilt auch für mich: :))
Ach so ein toller Sternenhimmel! Gesehen hab ich ihn auch so, aber nicht auf die Speicherkarte bekommen...
Herzliche Grüße
Angelika
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200615. Juni 2012 · #119
Sonntag, 28. August 2011

Während der Nacht setzte der warme Ostwind ein. Er wehte stark und rüttelte kräftig am Zelt. Das weckte uns mehrere Male auf. Als wir um sieben Uhr aufstanden, zeigte das Thermometer bereits fast 25 Grad. So einen warmen Morgen haben wir noch nie im südlichen Afrika erlebt. Leider waren sofort wieder die Fliegen präsent. So hielten wir es nur so lange auf dem Campingplatz aus, bis wir das Geschirr gespült und alles eingepackt hatten.
Auf der Schotterstraße Richtung Swakopmund kamen uns drei Männer mit einem Ersatzreifen entgegen. Wir überlegten kurz und kamen zu dem Schluss, dass die drei wohl nach Solitaire unterwegs waren. Deshalb hielten wir an, als wir an dem Pannenfahrzeuge vorbeikamen. Dort saßen noch vier Personen. Wir gaben ihnen etwas Wasser und die restlichen Apfelsinen. Später machten wir eine Rast und frühstückten. Wir aßen die Brötchen aus Solitaire und die letzten Reste Müsli, Joghurt, Nutella, Kaffee und Milch. Die restliche Strecke zog sich lange durch den Namib-Naukluft-Park und dann bis zur Küste. Ruth schlief bei der Schaukelei auf der schlechten Straße ein.

Kuiseb-Pano-800.jpg


Schon von Weitem konnten wir die Wolken und den Nebel am Meer sehen, der uns einhüllte, sobald wir Walvis Bay erreichten. Die letzten 30 Kilometer nach Swakop fuhren wir am Atlantik entlang, wo viele neue Ferienhäuser gebaut werden.
Bei Meike begrüßte uns Klaus und trank mit uns Kaffee. Wir erzählten ein wenig, dann kam Meike dazu. Wie immer fühlten wir uns sehr wohl und unterhielten uns nett. Sie erzählten uns, dass im Norden von Swakopmund ein Chemie-Industriepark gebaut werden soll. Sie vermuten, dass dies der Region mehr schaden als nutzen wird. Die wenigen Arbeitsplätze für Namibier, die geschaffen werden, stehen in keinem Verhältnis zu dem Schaden an der Umwelt, der möglicherweise angerichtet werden wird. Dann durften wir an der Volkszählung teilnehmen, die zurzeit in Namibia durchgeführt wird. Heute wurden alle Gäste in Hotels und Pensionen erfasst. Dazu mussten wir ein DIN A3-Formular ausfüllen. Es war jedoch unklar, ob tatsächlich alle Personen gezählt wurden, da die durchführende Mitarbeiterin weder die Straße des Gästehauses wusste, noch, wo sie die nächste Pension finden konnte.
Zum Abendessen hatte uns Meike den schönsten Tisch im Erker im „The Tug“ reserviert. Auch wenn wir von dort aufgrund des Nebels keinen Sonnenuntergang über dem Meer beobachten konnten, war es sehr gemütlich. Wir aßen eine sehr leckere Spinatsuppe, einen scharf gewürzten Fisch, teilten uns einen griechischen Salat und eine Flasche Roséwein. Für einen Nachtisch hatten wir beide keinen Platz mehr.
Meike hatte uns erzählt, dass das Grapevine schließen musste, weil der Mietvertrag nicht verlängert worden war. An einem anderen Ort neueröffnet musste das Restaurant später wegen Bankrotts schließen. Das tut uns sehr Leid, war das nette, kleine Weinrestaurant doch unser Lieblings- und Stammrestaurant gewesen. Als wir an dem Haus vorbeikamen, mussten wir zudem feststellen, dass es leer steht. Dies können wir nicht verstehen.
In unserem gemütlichen Zimmer steht unser Gepäck kreuz und quer. In den kommenden Tagen werden wir alles sortieren.

Tageskilometer: 273
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity
Themenstarter2'097 Beiträge · seit 200615. Juni 2012 · #120
Montag, 29. August 2011

Wir schliefen herrlich in den weichen, warmen Betten. Erst nach acht gingen wir zum Frühstück, das wir zuerst alleine, dann mit Meike und Klaus ewig in die Länge zogen. Anschließend riefen wir bei Frau Luhe an, der wir das Geld für Hermi vorbeibringen sollen. Sie war sehr freundlich und freute sich, dass mal jemand zu Besuch kam. So dauerte es ein wenig, bis wir nach einem netten Gespräch wieder von ihr fortfuhren. Ruth war begeistert, denn in ihrem Vorgarten wuchsen viele Strelizien.
Anschließend gingen wir zu Bushbird, um nach dem Fotoflug zu fragen, der letztes Jahr leider ausgefallen war. Es klappte, und wir verabredeten uns für 15 Uhr am Flughafen. Bis dahin ruhten wir uns in der Pension aus und luden alle Akkus auf. Pünktlich waren wir am Flughafen und hoben gegen 15.30 Uhr ab.

2011_08_29_16_57_19_8074.jpg


Mit dem hochgeklappten Fenster war es so laut und windig in der Kabine, dass es uns schwerfiel, die Kameras in den Wind zu halten. Leider war es kein guter Termin für einen Rundflug, denn die Wolken über der Küste hingen viel zu niedrig und lockerten auch nicht auf. Obwohl wir extra nachgefragt hatten, hatte man uns versichert, dass das kein Problem wäre, und man das Wetter nie so genau abschätzen könne. Meike hatte sich allerdings schon im Vorfeld kritisch geäußert, als wir ihr unser Vorhaben erklärten. Da es aber für den nächsten Tag keinen freien Termin mehr gegeben hatte, hatten wir doch zugesagt.

2011_08_29_17_00_08_8097.jpg


2011_08_29_17_01_41_8104.jpg


2011_08_29_17_17_27_8184.jpg


2011_08_29_17_22_29_8221.jpg
Unsere Reiseberichte im Namibia-Forum Unsere Bilder in der fotocommunity