A coldfront is coming... Namibia im Winter 2011

Reisebericht 160 Antworten · 70,5k Aufrufe · gestartet 16. Juli 2011 von Beate2
2'261 Beiträge · seit 201109. Nov. 2011 · #121
Hallo liebe Beate,
vielen lieben Dank für deinen wunderbaren Reisebericht und die schönen Bilder. 🙂 🙂
Hoffentlich müssen wir nächstes Jahr im August nicht so arg frieren.
Ich bin nämlich auch eine Frostbeule. 🙁

Als ich mich in den damals noch dunkelhaarigen, südländisch aussehenden
Mann verliebt und schlappe 2000 km in südlicher Richtung verpflanzt
habe, war ich der Meinung ich hätte es geographisch geschafft! Der Rest vom Leben mit meinem Traummann in „Den Süden“ verbringen. 😘 🙂
Das ist das große Land wo die Norweger vorzugsweise Urlaub machen. 😎 Damals habe ich noch nicht geschnallt, dass ich
den Rest vom Leben im „Hochgebirge“ (730m) verbringen werde.
Und ja, es ist manchmal verdammt kalt hier. 🤩 🤩 😠

Da der Urlaub für nächstes Jahr schon alles gebongt ist, beschäftige ich mich schon gedanklich mit 2013. 😗
Der Iwanowski „Kapstadt und Gardenroute“ ist schon gekauft und wird fleißig studiert.
Ich habe deine Infos an Moose etc. schon durchgelesen und ich hoffe auf ein paar schöne Tipps wenn sich die Sache etwas mehr konkretisiert und ich die Route ins Forum stelle.😁

Liebe Grüße
Guggu
Reiseberich Namibia August 2012: Tagebuchaufzeichnungen einer Wikingerin in Namibia Reisebericht Namibia/Botsuana August 2013: Frau HIRN on the floodplains Reisebericht Namibia 2015:A trip down Memory Lane NAM/BOT 2017 :So weit! So gut! Kenia/Masai Mara 2019 :Der Kreis schliesst sich
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201009. Nov. 2011 · #122
Liebe Guggu,

danke für deine Rückmeldung. Ich freue mich, dass euch mein Bericht gefällt.

Ich würde mich im August in Afrika auf jeden Fall noch mit warmen Klamotten eindecken. Tagsüber kann es schön warm sein, aber die Abende und Nächte können immer noch recht kalt werden. Und da hier ja oft "luftig" gebaut wird, muss man mit allem rechnen. Das gilt auch für das Kap 😎
Viele sagen ja, dass sie noch nie so gefroren haben wie in Afrika... 😗

In diesem Jahr ist es hier immer noch ungewöhnlich frisch. Heute 16°, Wolken und Regen… 🙁 Der Wollpullover ist abends noch mein liebstes Teil und auch von meiner Winterbettdecke mag ich mich noch nicht trennen… Im Juli / August hatten wir aber auch schon sehr sommerliche Tage. Auf das Wetter ist halt kein Verlass mehr… 😠

Und mit Fragen zu SA melde dich gerne - mal sehen, was es noch im Schatzkästchen gibt 😉

Liebe Grüße
Beate
2'844 Beiträge · seit 201109. Nov. 2011 · #123
Hallo Beate,

lese immer gern mit bei Dir... 🙂 Herzlichen Dank!
Ich friere dann auch immer mit - und freue mich sehr, dass wir im Oktober in NAM waren! Wir hatten zwischen 15°C (Swakopmund) und 39°C im Etosha.
Und ich fand Lüderitz toll! Wohnen möchte ich allerdings nicht, aber in der Kolmanskoppe hatten wir auch ca. 30°C, an der Lüderitzbucht dann gespenstischen Nebel. Und wir hatten bei Garub unglaublich viele Pferde - und glücklicherweise keine Menschen!!!
Mir ist bei Deinen Fotos von Kolmanskop das "Wohnzimmer" aufgefallen - ich bin fast 3h durch die Häuser gegangen ... und habe es nicht gesehen!
Weißt Du zufällig noch, in welchem Haus es so eingerichtet war?

Hoffentlich ist es nächstes Jahr im Oktober wieder wärmer bei Euch, frieren möchte ich im Urlaub nicht!
Sonne kann ich auch nicht mitschicken, hier ist alles Grau-in-Grau bei 5°C. 🙁

Herzliche Grüße
Strelitzie
105 Beiträge · seit 201109. Nov. 2011 · #124
Hallo Beate2,
schön wieder etwas weiter lesen zu können. Mit dem Wetter werden wir es nun besser haben. Ab dem 10.12. werden wir Namibia unsicher machen und freuen uns endlich etwas Sommer zu bekommen, hier in Deutschland war er ja nicht unbedingt da. Schade das euch Lüderitz nicht gefallen hat und das ihr den Südwester hattet, der kann ganz schön heftig in Lüderitz sein 😕
Ich freue mich das wir bald wieder eine Woche dort verbringen, ist ja immer ein highlight für uns 🤪
Freu mich auf mehr von dir!
Gruß Kati
im Fieber südliches Afrika
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201009. Nov. 2011 · #125
Hallo Strelitzie,

gern geschehen 🙂
So gegensätzlich wie das Land ist, so gegensätzlich erleben wir es scheinbar auch 😉

Die Einrichtung ist aus dem Haus des Ladenbesitzers. Da gibt es auch noch
Schlafgemächer

Schlafzimmer.jpg


Schlafzimmer1.jpg


Und alte Bekannte aus Omas Küche

Herd.jpg


Eiskasten.jpg


Und diese Dinger waren damals bestimmt schon genau so staubtrocken wie sie heute noch sind 😗

Weet-Bix.jpg


Hoffen wir, dass die Wetterkapriolen von diesem Jahr nicht zur Gewohnheit werden...

Liebe Grüße
Beate
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2013
2'844 Beiträge · seit 201109. Nov. 2011 · #126
Hallo Beate,

ich fasse es nicht! 🙁
Das Haus habe ich völlig verpasst - wie ärgerlich!
Ganz lieben Dank für die zusätzlichen Fotos. Kolmanskop fand ich schon sehr faszinierend.
Nun muss wohl noch einmal hin.....:)

Viele Grüße nach Südafrika,
Strelitzie
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201010. Nov. 2011 · #127
Hallo Kati,
danke für deine Rückmeldung. Ich wünsch euch eine tolle Zeit in Namibia! Kalt dürfte euch dann ja wohl nicht mehr werden 😁


Hallo Strelitzie,
dann hast du ja schon ein Ziel mehr für den nächsten Urlaub… 😉 Und eigentlich ist das Haus nicht zu verfehlen, ist auf jedem Plan eingezeichnet 😗
Wir fanden Kolmanskop auch sehr interessant und unglaublich, was sie in der kurzen Zeit dort in den Sand gebaut haben.

Euch beiden viel Spass beim nächsten Mal und liebe Grüße
Beate
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201014. Nov. 2011 · #128
03. Juli 2011

Die letzte Nacht war wieder heftig. Beim Umdrehen war das Kopfkissen so kalt, dass ich es an der neuen Position immer erst einmal anwärmen musste oder wieder auf die alte Position zurück rutschen musste. Bis dahin war ich wach... Und dann lief die Nase...
Um 6.45 stehen wir auf, wie meist im Schnelldurchgang. Noch im Halbschlaf und im Halbdunkel fange ich an, den kleinen Trolley zu packen. Irgendetwas, das ich nicht eingepackt habe, rutscht mir über die Hand. Ein Gecko? Ich ziehe den Vorhang auf, blinzele und versuche am Fenster das Etwas zu identifizieren. Hm? Nein, kein Gecko - ein Skorpion! 🤩 Liegt er da, klein zusammen gerollt, im Kälteschlaf. 🤩
Nun kommt Leben in ihn und er zeigt seine Größe: Gut Damen lang ist er und rötlich braun. Kurz entschlossen wird das Tier entsorgt, raus aus dem Fenster. Nun bin ich wach, mir klopft das Herz, denn fast hätte ich eben in ihn hinein gefasst... Äh, vielleicht hätte ich ein Foto machen sollen? Zu spät, schon weg! 😗
Ich überlege, wo er wohl in den Trolley geschlüpft ist. Mir fallen nur 2 Nächte ein, in denen ich den Reißverschluss nicht geschlossen habe: Auf der Sossus Dune Lodge und hier in der letzten Nacht. Die letzte Nacht ist der wahrscheinlichere Einzugstermin. Waschzeug, Apotheke, Schlafanzüge, Wärmflaschen habe ich immer wieder ausgepackt - da wäre er mir sicher vorher schon mal aufgefallen. Zum Glück ist er mir nicht in den Pullover gekrabbelt, der im Trolley war und den ich gerade trage. Na, das wäre ja das I-Tüpfelchen gewesen! 😐 Vorsichtshalber wird heute Alles sehr gründlich ausgeschüttelt. Aber das war wohl unser einziger Gast auf der Suche nach einem warmen Plätzchen. Ich kann es ihm nicht wirklich übel nehmen...

Um 7.40 packen wir bei eisigem Wind und 1° das Auto und fahren nach vorne zum Restaurant. Im Restaurant ist heute der Bär los! Die Camper und die Gäste aus dem Eagle‘s Nest bitten um Asyl in der Wärme. Sie sehen alle ziemlich durchgefroren aus. Ich höre, dass man im Eagle‘s Nest das Feuerholz gestern bereits am frühen Abend verbraucht hatte und die Nacht wohl not amusing war. 🙁 Für die Angestellten sind die zahlreichen weiteren Gäste kein Problem, einige müssen halt ein wenig warten. Aber dann werden alle versorgt. Das Buffet ist wieder sehr reichhaltig und gut. Es wird laufend nachgelegt, so dass auch bei den vielen hungrigen Mäulern keiner zu kurz kommt. Der Service klappt mit viel Humor wieder 1A! 😁

Zugegeben, gestern Abend und heute Morgen ist es sehr voll hier. Aber unter dem Strich haben wir uns in Klein Aus Vista sehr wohl gefühlt. Das Essen war gut und reichhaltig und der Service sehr angenehm und aufmerksam. Wir würden wieder kommen! 🙂

Um 8.45 fahren wir bei immer noch 1° in den Ort. An der Tankstelle ist schon wieder Stau. Um kurz nach 9.00 kommen wir endlich los.
Die C13 wurde oft als langweilige Strecke beschrieben. Aber wir sind überrascht und empfinden die 90 Minuten Fahrt nach Rosh Pinah als ganz schön. Vielleicht liegt es auch hier an dem Gras und den Blumen, die der Landschaft Leben geben. Das Verkehrsaufkommen ist gleich Null, wir begegnen 2 Autos an diesem Sonntagmorgen. Dafür sitzen auf den Masten am Straßenrand ganz viele Turmfalken und wärmen sich. Und dann sehen wir diesen Riesen von Martial Eagle auf halbem Weg

MartialEagle1.jpg


Wir rollen ganz langsam an ihn heran um ihn nicht zu verscheuchen und können ihn für einige Minuten beobachten. Ist der schön! Leider zeigt er sich nicht von vorne und wir trauen uns auch nicht weiter. Aber das war ein Erlebnis! 🙂

Kurz hinter Rosh Pinah geht es steil hinunter zum Orange River. Vor uns liegen wunderschöne Berge.

OrangeRiver1.jpg


An der Einfahrt zum Ai-Ais Richtersveld NP müssen wir uns in eine Liste eintragen. Dann liegt eine traumhaft schöne Strecke entlang des Orange River vor uns. Eingerahmt von hohen Bergen (auf unserer Seite Namibia, auf der anderen Seite Südafrika) fließt der Orange River schnell dahin.

OrangeRiver2.jpg


Am Ufer stehen viele Bäume und Büsche, und dazwischen blüht es in weiß, gelb und lila.

Blume1.jpg


Blume2.jpg


Blume3.jpg


Die pad ist frisch gehobelt und repariert. Dort, wo sie fast auf Höhe des Wasserspiegels verläuft, ahnen wir, wie viele Schäden es hier durch den Regen gegeben hat. Es wurde in den letzten Monaten viel Erdreich bewegt und die pad wurde mit großen Felsbrocken gesichert. Manche Stellen sind dort nur 1-spurig zu befahren, dies aber völlig problemlos.
Wir sind froh, dass wir hier entlang fahren können - wir hätten wirklich etwas verpasst! 😁

OrangeRiver3.jpg


An der Einmündung des Fish River verstehe ich nun, warum diese Brücke bei starken Regenfällen regelmäßig beschädigt wird.

FishRiver.jpg


FishRiverBrcke.jpg
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2013
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201014. Nov. 2011 · #129
3. Juli 2011 Fortsetzung 1.Teil

Wir sind total begeistert von der Landschaft hier. Es ist für uns eine der schönsten Strecken auf unserer Tour. Irgendwo machen wir Pause und genießen die Umgebung und die Wärme. 🙂

OrangeRiver4.jpg


OrangeRiver5.jpg


Blume4.jpg


Blume5.jpg


Der Ort Aussenkehr ist eine Ansammlung mehr oder weniger windschiefer Strohhütten

Aussenkehr2.jpg


Aussenkehr3.jpg


Daneben liegen am Flussufer die Orange River Vineyards. Die Weinfelder leuchten in herbstlichem gelb und orange, dahinter der Fluss und dahinter die hohen Berge. Wunderschön!

OrangeRiverVineyards.jpg


Durch die Vineyards fahren wir zu unserer Unterkunft für die nächste Nacht, dem „Norotshama River Resort“. Die Begrüßung durch den Manager fällt recht knapp aus und er holt einen Angestellten um uns unser Zimmer zu zeigen. Der weist aus der Ferne auf eine Reihe mit Chalets. „Drive there, turn right, number 26. See you later“. Kurz und knackig!

Chalet1.jpg
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2013
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201014. Nov. 2011 · #130
03. Juli 2011 Fortsetzung 2.Teil

Die 10 kleinen Reihenhäuschen sind ganz neu. Das Zimmer ist groß genug und nett eingerichtet, mit super moderner air con zum Kühlen und Heizen sowie Internet Zugang.

ChaletZimmer.jpg


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Allerdings gibt es zwischen Zimmer und Bad keine Tür. Und das Moskitonetz, das im Bad als Fenster dient, ist leider nur bedingt tauglich, da es zwischen Netzrahmen und Wänden ziemlich große Löcher gibt. 🙁 Die Wirkung der air con wird dadurch im Sommer wohl auch eingeschränkt.

ChaletDusche.jpg


Durch eine breite Schiebetür kommt man auf die Terrasse mit Blick auf ein großes Wasserbecken. Auch das Becken ist ganz neu und leider noch leer.

Chalet2.jpg


Die website fand ich vor unserem Urlaub wenig ergiebig und so sehen wir uns erst einmal auf dem Gelände um. Von unserem Chalet aus gehen wir um das riesige Wasserbecken. Auf der anderen Seite liegt der Campingplatz, dahinter die Bungalows in verschiedenen Größen. Die Bungalows werden auch gerade renoviert.

Bungalow.jpg


Am Flussufer stehen einige Riverside Cabins. Auch diese sind ganz neu, die alten sind der Flut zum Opfer gefallen.

Cabins.jpg


Auch vom Flussufer wurde viel weg gespült, eine Treppe endet im Nichts und ein Bootsanleger hängt schief im Fluss.
Wir gucken kurz in die Bar, hier läuft auf voller Lautstärke ein Sportprogramm im TV. Nee, dann gehen wir lieber spazieren. Der Gang durch die bunten Weinstöcke wird leider nur ein kurzer, da uns der Wind auch hier eisig kalt um die Ohren pfeift. Also geht es zurück. In der Bar hatte ich eine tolle Cappucino Maschine gesehen - das wäre jetzt genau das Richtige! 😎

Aus dem Cappucino wird leider nichts, die Angestellten können die Maschine nicht bedienen. 🙁 Dafür steht im Restaurant eine Kanne Kaffee auf der Warmhalteplatte, da dürfen wir uns kostenlos nehmen. Ich bitte um Milch und nach einer kleinen Ewigkeit wird ein Tetra-Pack gebracht. Der wird dann, so wie er ist, neben die Kaffeemaschine gestellt. 😵 Na ja, nicht die Hohe Schule, aber immerhin Kaffee mit Milch. Und er schmeckt besser als erwartet.

Wir trinken unseren Kaffee am Pool mit Blick auf den Fluss. Der ist im Sommer sicher toll.

pool_2011-11-14.jpg


Danach setzen wir uns am Ufer auf die Stufen und lassen uns die Sonne auf die Nase scheinen. Einige Eisvögel sind auf Fischfang und es fährt ein Floß nach irgendwo...

Flo.jpg


Die Lage der Lodge am Fluss ist genial und sie wird insgesamt renoviert, wie wir erfahren. Die Rezeption zieht demnächst noch um, neben das Wasserbecken. Bar und Restaurant werden auch neu gestaltet. Ich bin ja neugierig und frage, was denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Unterkünften sind: Ich hatte einen Bungalow gebucht, eine Suite wurde bestätigt und ein Chalet haben wir bekommen. Darauf bekomme ich keine ergiebige Antwort. Nur soviel, dass der Preis für alle gleich sei... Aha. 😵

Zurück in unserem Zimmer lockt mich die Dusche. Vorher mache ich eine Entdeckung der besonderen Art auf der Toilette. Deckel und Brille sind total nass. Na, da wurde aber feucht geputzt. Als ich sitze wird mir jedoch etwas anders: Feuchte Dampfbadwärme umschmeichelt meinen Allerwertesten... 🤨 Ups, das kenne ich bisher nur aus Dubai?! Das Wasser in der Kloschüssel hat Badetemperatur. Seltsam, aber wenn sie meinen... Unter der Dusche kommt dann die Ernüchterung: Hier ist das Wasser eiskalt!!! 🤩 Ich schliesse daraus, dass das heiße Duschwasser ins Klo geleitet wird und für die Dusche nur kaltes Wasser übrig bleibt. Also anziehen und zur Rezeption traben. „Oh, that‘s strange!“ Zwei Handwerker kommen sofort um sich der Sache an zu nehmen, lachen erst einmal lauthals und haben auch bald eine Idee. Am Morgen gab es irgendwo einen Rohrbruch und man habe wohl ein Ventil falsch gestellt, so dass das Wasser nicht richtig geleitet wird. ? 😕 ? Nachdem sie irgendetwas umgestellt haben wird es auf dem Klo wieder kalt und 30 Minuten später können wir duschen. 🙂
Die Dusche ist nicht ganz so nett, wie sie aussieht, denn im Grunde ist es auch eine Außendusche. Durch das Fliegengitter kommt die Kälte herein. Und da es keine Vorhänge gibt, überlege ich, was ich denn an Guckegebühr für meine Peepshow aufrufe. 😗 Denn mittlerweile ist es dunkel und die Camper sitzen in der ersten Reihe! 😊

Ab 18.00 gibt es Dinner, wir sind um 18.50 die ersten Gäste. Das Buffet ist noch abgedeckt und wir sehen uns im Restaurant um. Zwei lange Tafeln für insgesamt 50 Personen sind gedeckt und ein Tisch für 6 Gäste. Am Rand gibt es noch einige Bänke, dort ist aber nicht gedeckt. Also setzen wir uns an den 6er Tisch und warten was passiert... Nichts. 😐 Alle rennen geschäftig um uns herum, aber niemand spricht uns an. Schließlich halte ich einen jungen Mann an und frage, wo wir denn etwas zu trinken bestellen können. „With me“. Gesagt, getan. Und Essen, wir haben bisher nur B&B gebucht? „You can help yourselves with the buffet“. OK.
Also gucken wir in die Töpfe: Nudelsalat mit Thunfisch, Eisbergsalat mit Tomaten und Gurke, Toast und Butter. Dann gibt es Reis, Bohnen, Butternut und Lamb Knuckles mit Möhren. Lamb Knuckles - einer meiner liebsten Wintereintöpfe, herrlich! 🙂 Das Gemüse ist leider knapp lauwarm. Die Lammbeinchen sind fast nur Knochen und Sehnen. Schade... 🙁 Es schmeckt aber gut. Ob es wohl auch Dessert gibt, es liegen keine Löffel auf dem Tisch? „Yes, of course, Malva Pudding“. Wir müssen ihnen alles aus der Nase ziehen und das ist lästig.
Als wir mit dem Essen fertig sind sehe ich, dass es neben dem Buffet noch Essen a la Carte gibt. Oh, da hätte ich ja gerne mal reingeguckt... 😵
Der Kaffee vom Nachmittag ist mittlerweile verdampft und die Milch steht immer noch im Tetra-Pack dort. 😗

In der Zwischenzeit ist eine Busladung älterer Damen aus Kapstadt eingetroffen, die einen Ausflug machen und allerbester Stimmung sind. 😄 Wir nehmen uns ein Getränk mit und verabschieden uns für heute.
Auf unserem Zimmer machen wir die air con an. Es sind 14° im Zimmer und wir haben keine Lust mehr zu frieren. Sie ist zwar effektiv, zum Schlafen aber leider zu laut.
Beim Einschlafen stellen wir dann noch fest, dass wir mitten zwischen den schnatternden Ladys untergebracht sind. Die Chalets sind ziemlich hellhörig.


04. Juli 2011

Um 6.40 wachen wir auf und unser Thermometer zeigt 10° im Zimmer. Umphf! Eigentlich mag ich nur Zähne putzen, entdecke dann aber, dass das Wasser richtig heiss ist. Und ich sehe fürchterlich aus heute Morgen! Also springen wir doch schnell unter die Dusche und sind danach wach. 🙂
Kurz vor 8.00 ist das Auto beladen und wir fahren nach vorne zum Restaurant. 4° sind es heute.
Zuerst bezahlen wir unsere Rechnung. 80 NAM$ sind für das Dinner OK.

Beim Frühstück sind die Ladys in noch besserer Stimmung als gestern Abend. Es gibt etwas zu feiern, denn auf den Tischen stehen schon etliche leere Flaschen JC le Roux, hicks! 🤪 😄

Für uns ist kein Platz eingedeckt, das müssen wir in mehreren Schritten organisieren. Es gibt Cornflakes, Obstsalat aus der Dose, Saft, Toast, 1Sorte Wurst, geriebenen Käse, Honig und Eier. Es ist alles nicht wirklich lecker. Kaffeetassen kommen es erst nach einer Weile und beim Aufbauen derselbigen blockieren 3 Angestellte für einige Minuten die Kaffeemaschine.

Jetzt höre ich von einigen Damen, dass sie heute kein heisses Wasser gehabt hätten. Sie haben dann im Wasserkocher etwas erhitzt und ins Waschbecken gekippt. Dort halte der Stöpsel aber überhaupt nicht. Oh, da haben wir ja richtig Glück gehabt! 😎

Was soll ich sagen?! Die Lodge ist toll gelegen und hat ein ziemliches Potential. Aber das Management nutzt es nicht wirklich. Irgendwie geben sie sich ja Mühe hier, aber es wirkt doch ziemlich unorganisiert. Und die Angestellten brauchen dringend Anleitung. Mit gutem Service und gutem Essen wäre es ein toller Ort. So ist es für 1 Nacht OK. Die Lage macht halt manches wett.
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2013
1'242 Beiträge · seit 200914. Nov. 2011 · #131
Hallo Beate,

ich liebe deine Landschaftsfotos 🙂 . Danke.

Skorpion im Zimmer 😮 😮 😮 . Also wenn ich mich vor irgendwas in Namibia fürchte sind es Schlangen oder Skorpione im Zimmer. Ich würde mich noch nicht mal trauen den Skorpion anzufassen, sondern wahrscheinlich voller Panik zur Rezeption flitzen ...

Mir läuft es kalt den Rücken herunter 🙁 .

Freue mich trotzdem auf die Fortsetzung 😁

Liebe Grüsse aus Luxembourg
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
105 Beiträge · seit 201114. Nov. 2011 · #132
Hallo Beate,
Die Strecke von Rosh Pinah nach Aussenkehr hatten wir auch gemacht und sie war herrlich, allerdings mussten wir uns in keine Liste oder derartiges eintragen.

SouthAfricaNamibia1455.jpg


Aussenkehr ist eigentlich nur ein Trauben Farm und die Hütten sind für die Arbeiter (die zumeist aus dem hohen Norden kommen). Im „Norotshama River Resort“ hatten wir auch Übernachtet und es war herrlich. Wir waren 2005/6 dort gewesen und die Inhaberin hatte uns begrüßt und uns alles erklärt. Eigentlich wollten wir damal zelten, aber da es 42 °C hatte hatten wir ein Bungalow genommen (Die etwas rund sind und nach deiner Beschreibung nun wohl renoviert werden). Es war super schön dort drinnen und das Duschbad hat uns sehr gut gefallen. Hatten auch einen direkten Blick auf den Orange River von unserm Bett aus 🙂
Das Essen war bei uns auch sehr gut, hatten Ala Card 😉
Den Pool hatten wir in vollen Zügen genossen, was bei unsern Temperaturen dort ja auch nicht verwunderlich ist. Schlafen konnten wir auch super, durch die Zeltwände im Schlafbereich konnte die Luft gut zirkulieren. Schade das ihr es nicht so toll empfunden habt, aber vielleicht hat auch der Besitzer gewechselt oder ähnliches.... 😵

SouthAfricaNamibia1466.jpg


SouthAfricaNamibia1475.jpg


SouthAfricaNamibia1472.jpg


Wir waren damals leider nur eine Nacht dort und wären gerne länger dort geblieben. 🙁
Die Bilder von dir waren toll, so konnte ich sehen das sich dort doch einiges verändert hat.
im Fieber südliches Afrika
139 Beiträge · seit 200914. Nov. 2011 · #133
Hallo Beate,

danke für den Tipp zu Deinem Bericht.
Ich habe ihn mit Wonne gelesen. Ganz toll!!;)

Wir werden dann auch eine Nacht im „Norotshama River Resort“ bleiben.
Ich freue mich schon drauf, vielleicht hat sich ja bis dahin im Service etwas getan.

LG
Micha
LG Micha
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201015. Nov. 2011 · #134
Hallo Lil,
mein Bedarf an Schlangen war ja vorher schon gedeckt.
Mit einem Skorpion im Zimmer hatte ich in Aus nun nicht wirklich gerechnet. Den hätte ich in anderen Unterkünften viel eher erwartet.
Und nein, ich habe ihn nicht angefasst. Zuerst rutschte er mir über die Hand, als ich etwas im Koffer bewegte. Ich war dann wenigstens schon wach genug, ihn nicht mit dem Finger an zu schubsen, als ich nachsehen wollte, was da lag. Dafür habe ich irgendwas in die Hand genommen. Und dann hatte er Flugstunde zum Sonnenaufgang… 😗

Freu dich - es kommen noch ein paar schöne Fotos vom Fish River 🙂


Hallo Kati,
auf Norotshama gibt es dann wohl ein neues Management. Die beiden jungen Männer haben viele Ideen und investieren kräftig. Aber die Basis stand noch auf wackeligen Beinen.
Von vielen anderen Unterkünften gibt es hier ja schon viele Bilder, Norotshama ist aber bisher glaube ich noch nicht dabei gewesen.


Hallo Micha,
bis zu eurem Urlaub haben sie ja noch ein bisschen zeit zum Üben. Es wäre toll, wenn sie die Kurve kriegen. Warten wir es ab… 😎

Und an euch gemeinsam ein Danke für euer feedback 😘

Liebe Grüße
Beate
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201027. Nov. 2011 · #135
04. Juli 2011 Fortsetzung, 1.Teil

Um 8.40 fahren wir bei immer noch 4° los in Richtung „Canon Lodge“. Zuerst geht es ein kurzes Stück zurück auf der C13, dann biegen wir auf die C37 / D207 ab. Die Sonne lacht, der Himmel ist blau und die Landschaft ist einmal mehr umwerfend: 😁 Der Boden ist dunkel, fast schieferfarben. An den Hängen und in der Ebene blühen wieder viele Gräser und Blumen soweit das Auge reicht. Teppiche in gelb, lila, rot-grün... Wir kommen kaum voran, da wir immer wieder für Fotos halten müssen...

C37-Blume1.jpg


C37-Blume2.jpg


C37-Landschaft1.jpg


C37-Blume3.jpg


C37-Landschaft2.jpg


Insbesondere an der D207 und D316 blühen die Blumenteppiche, ab der C10 / D601 gibt es mehr Gräser und kleine Büsche.

C37-Landschaft3.jpg


C37-Landschaft4.jpg


Das letzte Stück an der C37 ist dann wieder voll mit Blumen.

C37-Blume4.jpg


C37-Blume5.jpg
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2013
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201027. Nov. 2011 · #136
04 Juli 2011 Fortsetzung, 2.Teil

Gerade diesen Teil Namibias habe ich mir ziemlich öde vorgestellt. Zwar mit dem Canon als Highlight, aber darüber hinaus nur karg. Umso mehr freuen wir uns über diese Augenweide. 😁

Die pad ist frisch gehobelt und im Großen und Ganzen gut zu fahren. Es gibt nur einige kurze Wellblechpassagen. Aber die letzten Kilometer vor der Canon Lodge haben es in sich: Übelstes Wellblech, hier steht sogar ein Warnschild. 🤨

C37-Wellblech.jpg


C37-Landschaft5.jpg


Um 11.20 kommen wir nach 123km bei mageren 10° an der "Canon Lodge" an. Schon auf der Zufahrt gefällt uns die Anlage. Sie ist zwar groß, aber die Cottages stehen weit verteilt zwischen den Felsen.
Irgendwie habe ich gar keine gescheiten Fotos von der Lodge gemacht. Aber es gibt hier im Forum ja schon einige davon. Ich zeige euch lieber die geniale Natur...

Der Empfang ist wieder sehr freundlich und die Lodge wird uns bis ins Detail gezeigt und erklärt. Was für ein Unterschied zu gestern...

Unser Hexenhäuschen Nr 24 steht am Ende der Anlage, wir blicken in die weite Ebene.
Leider ist es so klein, so dass wir unseren Koffer nur auf dem Bett öffnen können und finster ist es drinnen.

Wir packen nur das Wichtigste aus und lernen den Südwestwind kennen. Fenster und Tür zeigen nach Westen, es kommt keine Sonne herein und der Wind rüttelt heftig an der verzogenen Tür. Durch die luftige Dachkonstruktion verschafft sich eine kalte Brise Zugang. Aber wir haben eine air con, die auch heizt. 🙂 Das muss nun sein, sonst frieren wir hier an. 30° werden eingestellt.... 😗

Wir machen einen Spaziergang über das Gelände, vorbei am Pool, auf dem sich kleine Wellen bilden.
Hier gibt es wieder zahlreiche Aliens und wir machen uns einen Spass daraus, sie zu fotografieren und zu filmen.

Sattelschrecke1.jpg


Sattelschrecke2.jpg


Auf dem Gelände blühen ebenfalls viele Blumen, nicht nur im Steingarten. Jetzt macht mein Akku schlapp.

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LodgeBlume3.jpg


LodgeBlume4.jpg


Auf der Terrasse finden wir eine sonnige und windgeschützte Ecke und bestellen Sandwich und Pasta. Beides ist lecker und ausreichend. Die Angestellten sind sehr offen, sie stellen sich vor und haben Zeit für einen kleinen Schwatz. Wir halten eine kurze Siesta bei geschätzten 15°in unserem Cottage. Anschließend gönnen wir uns Kaffee & Kuchen und um 16.15 startet der sundowner walk.
Mittlerweile sind sicher 2 Busgruppen angekommen und die Gruppe, die den Felsen erklimmt ist recht gross. Simon, unser guide, hat nicht sooo viel Ahnung vom Gestein und den Pflanzen die er uns zeigt. Oben auf dem Felsen weht der Wind mehr als unangenehm. Fleecejacke, Goretexjacke, Halstuch, Stirnband und Kapuze reichen knapp. Ich erinnere mich, dass einige von euch im Sommer mit hängender Zunge hier herauf gekrabbelt sind - kaum vorstellbar! Wir trinken eine kalte Cola. Glühwein wäre angemessener... 😗
Leider verdeckt ein breites Wolkenband den Horizont. Die Sonne kommt dann aber doch noch einmal darunter hervor und geht ganz schön unter.

Sonnenuntergang1.jpg


Sonnenuntergang2.jpg


Die ununterbrochen und laut schwatzenden Gruppen nerven hier wieder etwas. Da sie aber alle schon vor uns wieder hinunter gehen können wir noch einige Minuten die Stille genießen.

Kurz bevor wir unser Cottage erreichen bekommen wir Gesellschaft: Eine pechschwarze Katze schliesst sich uns an. Sie kommt mit hinein und fühlt sich sofort zu Hause. Während ich Tagebuch schreibe schläft sie an meinen Rücken angebuckt. Die nehme ich heute Nacht mit ins Bett - Katzenfell wärmt! 🙂 Wie wir später erfahren heisst sie Daisy - wir könnten sie glatt mitnehmen!

Kurz vor 19.00 gehen wir zum dinner. Draußen stehen die beiden Köche hemdsärmelig am Grill. Es gibt Gemüsesuppe, verschiedene Salate, Folienkartoffeln, Pap, hausgemachte Würstchen, Lammkotelett, Schweinekotelett, Oryxsteak, Knoblauchbutter und verschiedene Saucen. Beim Dessert können wir zwischen Granadillatorte und Lemon Meringue wählen. Alles ist sehr lecker. Und als Hauswein gibt es einen Groote Post „Old Man‘s Blend“ - immer wieder lecker und hier zum sehr guten Preis!

Die Lodge ist voll mit 2 großen Gruppen und etlichen Paaren, der Lautstärkepegel hält sich im Restaurant dafür aber in Grenzen. Leider ist es auch hier trotz des Feuers in der Mitte kalt und sehr dunkel. Wir sehen wieder kaum, was wir auf dem Teller haben. Und leider wärmen sie hier die Teller nicht vor. Bis man das Buffet hinter sich hat, ist das Essen kalt. Das ändert sich auch nicht nach einem Hinweis darauf. Ansonsten ist das Personal motiviert, aufmerksam und gut geschult. Zelma ist ein Schatz, wir haben viel Spass mit ihr. 🙂

Ich lasse mir wieder meine Wärmflasche füllen und dann geht es in die kalte Nacht. Im Cottage zieht es wie Hechtsuppe und die air con scheppert lauthals. Von den 30° merken wir nicht viel... Unsere große Reisetasche stellen wir vor die Tür, um den unteren 2 cm hohen Schlitz abzudecken. An der Seite können wir nichts zwischen Tür und Rahmen stecken, alles ist zu glatt und zu verzogen. Mir graut vor der Nacht.
Wir versuchen, mit der air con zu schlafen, schalten sie aber bald doch aus. Sie ist zu laut und bei uns unten kommt nur ein weiterer kühler Luftzug an. Es zieht einfach von überall kalt herein.
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2013
105 Beiträge · seit 201130. Nov. 2011 · #137
Hallo Beate,
da bin ich aber wirklich froh das wir nächste Woche runter fliegen mit 35-40 Grad dort und zelten. Bei euern zugigen Unterkünften wäre ich ja erfroren.... 🙄
Bin gespannt was ihr noch erlebt habt. 😗
Gruß Namibianer
im Fieber südliches Afrika
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201005. Dez. 2011 · #138
Hallo Kati,

ich wünsche euch einen guten Flug und genießt den Sommer. 😁

Liebe Grüße
Beate
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201005. Dez. 2011 · #139
05. Juli 2011

Die Nacht war grausam. Wir lagen beide lange wach: Die Betten waren zu hart, die Kopfkissen klumpig, 1 Kissen zu flach, 2 Kissen zu dick und es zog wie Hechtsuppe. 😠 Ich habe mir schließlich fluchend wieder mein Stirnband aufgesetzt und mein Schatz hat sich ein Piratenkopftuch gebunden. Mitten in der Nacht bin ich hochgeschreckt, weil mich ein eisiger Windstoß traf. Ich sass senkrecht im Bett, denn ich dachte jemand wäre ins Zimmer gekommen. Es war aber nur der Wind, der durch die Ritzen pfiff... Da war es mal wieder so weit: Ich war so abgenervt, dass ich sofort nach Hause wollte!!! Fish River hin oder her - nur noch weg! 🤢 Nach einiger Zeit hatte ich mich dann halbwegs beruhigt und glaubte, den letzten Tag und eine weitere Nacht auch noch überleben zu können.
Um 5.45 klingelt der Wecker und ich will nicht aus dem Bett. Der Blick in den Spiegel offenbart Schreckliches: Ein verquollener, wildgewordener Handfeger blickt mich an! 🤩 Egal, da muss die Welt jetzt durch, denn eine Dusche steht nicht zur Debatte.
Um 6.15 sind wir die ersten beim Frühstück. Obwohl das Feuer im Kamin lodert ist es steinkalt hier drinnen, es zieht und auf unserem Teller können wir wieder kaum etwas erkennen. Mit Fleecejacke, Goretexjacke und Stirnband sitze ich am Tisch und wünsche mir eine Decke für die Beine... Wenigstens der Kaffee ist heiss und ich wärme mir die Finger an der Tasse.
Das Frühstücksbuffet ist insgesamt reichhaltig und gut. Nur die Dosenpfirische zum Müsli sind etwas schlapp. Dafür gibt es leckere hausgemachte Wurst und Käse. Etwa 6 km entfernt liegt die Farm, die die Lodge mit Wurst, Käse, Fleisch und Gemüse versorgt.

Um 7.00 fahren wir los zum Fish River Canon. Das Thermometer zeigt 0°, der Rasen vor der Lodge und die Wegränder sind mit Raureif überzogen und die Autoscheiben sind vereist!!! 😮 Haben wir noch einen Scheibenkratzer? Nein, den haben wir in wahrscheinlich beim Umzug in Deutschland zurückgelassen... 😗 Aber gelobt sei die Sitzheizung!!! 🙂

Die C37 ist grottenschlecht: Übelstes Wellblech, viele lose kindskopfgroße Steine auf den Gefälleabschnitten, ansonsten viel loser Schotter und Schlaglöcher. Um 7.30 erreichen wir den Main View Point bei immerhin 1°.
Die Aussicht von hier in den Canon ist klasse, allerdings liegt der Grund des Canons noch im Schatten und die Lichtverhältnisse sind für Fotos noch nicht optimal. Alles wirkt milchig.

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So fahren wir nach einigen Bildern weiter auf dem Weg, der gleich neben dem View Point abzweigt. Die Strecke ist ruppig, aber machbar und die Aussicht am ersten View Point begeistert uns. Allerdings dürfte es etwas wärmer sein...

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Am zweiten View Point werden wir von diesen Pale winged Starling erwartet:

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zuletzt bearbeitet 20. Juli 2013
Themenstarter1'117 Beiträge · seit 201005. Dez. 2011 · #140
05. Juli 2011 Fortsetzung 1.Teil

Wir laufen eine ganze Zeit am Rand der Felsen entlang und machen jede Menge Fotos. Hier blühen auch wieder viele Blumen. In den nächsten Wochen wird es hier ein Blumenmeer geben!

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Danach fahren wir noch den Weg, der auch zu den Schwefelquellen führt. Die ersten 8 km kämpfen wir uns durch unzählige Schlaglöcher und über dicke Steine. Die letzten 12 km schenken wir uns.

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Der Canon begeistert uns in Formen und Farben.
Außer uns fährt niemand auf die Seitenwege. Ein Wagen dreht nach kurzer Strecke um, alle anderen bleiben beim Main View Point.

Auf dem Rückweg sitzt ein Turmfalke auf den Büschen am Wegrand.

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zuletzt bearbeitet 20. Juli 2013