Namibia Reise 2011

120 Antworten · 40,8k Aufrufe · gestartet 26. Mai 2011 von Serengeti
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5'479 Beiträge · seit 200927. Mai 2011 · #21
Sehr schöner Bericht, aber wie sieht's eigentlich mit Fotos aus?
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter354 Beiträge · seit 201027. Mai 2011 · #22
@Topobär,

leider haben mir die Heinz Rüdigers die Fotoausrüstung zerstört. Man wollte vermeiden, dass "Beweisfotos" gemacht werden.

Spaß beiseite. Ich hatte heute schon rumprobiert, wie das zum Einstellen geht. Werde es also in Zukunft versuchen. Es lockert ja doch die trockenen Berichte auf. Sieht man ja auch bei den Kolleginnen.

LG Serengeti
315 Beiträge · seit 201027. Mai 2011 · #23
Hallo Serengeti,

vielen Dank für deinen tollen Reisebericht.
Ich war nur wenige Tage vor dir auf der Anib Lodge. Bei uns war allerdings nur eine Hummeldumm-Gruppe von ca. 20 Leuten anwesend.
Den Sundowner-Drive hat diese Gruppe aber nicht mitgemacht, so dass wir lediglich ein Fahrzeug mit insgesamt 7 Personen waren. Auch sonst hat man von der Gruppe nicht viel bemerkt. Beim Essen war es im gesamten Raum angenehm ruhig.
Ich glaube ich weiß erst jetzt nach deinem Bericht und den anderen Reaktionen darauf wirklich zu schätzen, was für ein Glück wir da hatten.
Aber wie ich auch in einem anderen Reisebericht hier im Forum schon gelernt habe: man sieht sich in Namibia immer 2 mal. 😉

Ich hoffe, dass ich in den nächsten Wochen etwas Zeit finde, auch einen Reisebericht zu schreiben.
Bis dahin erfreue ich mich auf jeden Fall an den vielen aktuellen Berichten.

Viele Grüße
Reisebericht Namibia im April/Mai 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/197974-namibia--auf-der-suche-nach-dem-leopard.html Reisebericht Namibia, Botswana & Zimbabwe im September/Oktober 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/267757-the-elephant-trail--namibia-botswana-a-zimbabwe.html Reisebericht: Namibia die Dritte: Spitzkoppe, Waterberg & KTP - September/Oktober 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/281896-namibia-die-dritte-spitzkoppe-waterberg-ktp.html Reisebericht: Tansania Northern Circuit & Sansibar 2015 http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/289022-reisebericht-tansania-northern-circuit-sansibar.html#424977
4 Beiträge · seit 201027. Mai 2011 · #24
Hallo Serengeti,

toller Bericht und das Ganze deckt sich bis jetzt mit unserer geplanten Route im September. Mach weiter so.

LG
Stumpf

P.S.: Meine Visa liegt schon zu Hause!
Themenstarter354 Beiträge · seit 201027. Mai 2011 · #25
@steelers,

da scheinst Du dann wirklich Glück gehabt zu haben. Wir haben einmal einen Drive zu viert und einen Drive zu sechst gemacht auf der weiteren Reise. Das ist ganz etwas anderes. da wäre bestimmt auch auf Anib ein Erlebnis geworden.

@stumpf
dann wünsch ich Dir natürlich jetzt schon eine schöne Reise. Ich kann mich noch genau an unsere Vorbereitungszeit erinnern. Die Monate, Wochen und Tage mochten gar nicht vergehen bis es endlich losging. Aber auch dies hat seinen besonderen Reiz.

LG Serengeti
Themenstarter354 Beiträge · seit 201027. Mai 2011 · #26
Tag 4

Auf in den neuen Tag. Und wie er kam.


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Der Sonnenball erhob sich direkt an unserem rückwärtigen Fenster über die weite Steppenlandschaft und tauchte diese in kraftvolle Helligkeit. Ein immer wiederkehrendes Schauspiel, welches der Natur täglich neues Leben einhaucht. Wir haben derartige Gedanken in unserer Hektikwelt schon verdrängt und sollten uns öfters mal wieder darauf besinnen.
Das Frühstück ließ wieder einmal keine Wünsche offen. Wir bezahlten mit Karte und in diesem Moment ist mir aufgefallen, einen Anfängerfehler begangen zu haben. Das Bargeld ist ausgegangen, der Tank war halb leer, die Tankstellen akzeptieren in Afrika nur cash und das Wochenende war eingeläutet - Mist.
Ich bekniete vorab die Managerin des Roadhouse auf Mastercard tanken zu dürfen. Mit viel Überredungskunst hat dies schon mal geklappt. Zumindest der Tank war voll. Mit der Hoffnung auf ATM in der nächsten Ortschaft ( Goabeb oder Bethanien) fuhren wir dann los. Die C12 war heute ziemlich gut befahren. Es war Samstag und die „Locals“ zeigten uns kräftig, wie man auf einer Pad mit den großen Hillux Schlitten richtig zu fahren hat. Richtig Stoff mit 120 im Gegenverkehr und die Steine schleudern lassen. Das macht Spaß, das ist Freude. Die Rücksichtslosigkeit beim Fahren ist augenscheinlich bei den Locals nicht anders als bei unseren Großstädtern. Die Steine flogen uns jedenfalls nur so um die Ohren aber wir hatten Glück, kein Glasbruch.
Im weiteren Verlauf kamen wir an die Abzweigung zum Naute Damm. Tatsächlich Sperrung der C12 oder nicht? Das Schild lag auf dem Boden, also ignorierten wir es. Die Pad war sehr schlecht. Die bereits avisierte Ausspülung folgte nun. Allerdings war diese nicht trocken sondern führte noch Wasser. Kurz die Tiefe abgecheckt und dann hindurch. Der Wagen zog prächtig und wir hatten die C12 bezwungen. Auf der B4 hatten wir bzgl. ATM in Goabeb kein Glück. In Bethanien dann endlich die Erlösung- Ein Geldautomat in einem geöffneten Supermarkt. Ich hätte ihn umarmen können und wollte gerade meine MC zücken. Ich traute meinen Augen nicht: VISA ! Nun hätte ich ihn zertrümmern können. Namibia wir haben noch keine 100 %ige Freundschaft geschlossen.
Also dann durch bis Lüderitz und dort suchen. Ich wollte unbedingt noch heute „geklärte Verhältnisse“ bzgl. Bargeld. Außerdem könnten wir dann zum Crayfish Festival noch kulinarisch „zuschlagen“. Die Temperaturen kletterten und kletterten während wir die Wüstenlandschaft Richtung Lüderitz durchfuhren. Mittlerweile wurden 32 Grad erreicht.


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Gegen 14 Uhr kamen wir in Lüderitz an, bogen in die erste Tankstelle ein, fanden einen ATM (endlich wieder Cash), tankten sogleich und machten uns auf den Weg zur Waterfront. Ein Volksfestrummel ohnegleichen. Laute Musik dröhnte aus den Ghettoblustern der Einheimischen. Wenig zu sehen von crayfish. Im „Ritzi`s“ Restaurant standen sie Schlange bis die Treppe runter. Alle anderen Restaurants hatten geschlossen. Also in einen Supermarkt noch einige Sachen eingekauft und zurück auf die B4 nach Aus. Morgen versuchen wir es eventuell noch mal in Lüderitz mit Fisch oder Austern und dem Diaz Point.



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Die Kolmannskuppe ließen wir mangels Interesse rechts liegen.


Wir checkten in Klein Aus Vista ein. Uns wurde der Weg (ca. 15 Minuten Pad) zum vorreservierten Eagles View im Eagles Nest beschrieben und los ging es. Das Eagles Nest ist ein Areal mit 5 Luxuschalets (jedes auf seine Art sehr individuell und toll eingerichtet), welche sich an einem Felsen in der absoluten Einsamkeit befinden. Die Chalets sind sehr weit voneinander entfernt, sodass kein Lärm von Chalet zu Chalet dringen kann. Unser Eagles View war direkt am Rande der Savannenlandschaft gelegen. Dahinter begannen die Felsen.


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Eine unendliche Weite lag vor der Terrasse, die Sonne verglühte im Boden und wir erlebten nun das, wonach wir uns auf der Reise und in der Vorfreude sehnten. Ein wiederum unvergessliches Naturschauspiel direkt vor unseren Augen. Im Chalet war der Tisch als kleiner Willkommensgruß sehr schön aufgedeckt Unser großes king size Bett befand sich direkt vor der großen bis zum Boden reichenden Glasfront, so dass wir vom Bett die gesamte Wüstenlandschaft überblicken und auch noch Teile des Himmels einsehen konnten. Ein bisschen erinnerte uns dies an SA. Dort konnten wir in de Kelders ebenfalls von unserer Schlafstelle beim „Aufwachen“ in die Walker Bay sehen und Wale beobachten. Hier war es die traumhafte Wüstenlandschaft. Das Badezimmer war in Stein gestaltet, ebenso der Raumteiler zwischen Schlaf und Essbereich. Hinter dem Bett führte eine kleine Steinwand zu an der Decke befindlichen Lichteinfallschächten. Das kleine Häuschen war einfach nur ein Traum.


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Bzgl. Abendessen hatten wir uns vorgenommen heute das immer sehr gelobte Menü bzw. Buffet zu genießen und morgen ein Grillpackage zum Chalet zu nehmen, dieses bei Sonnenuntergang zu grillen und gemütlich die Atmosphäre in der Natur aufzusaugen.
Im Restaurant gab man sich sehr viel Mühe. Kerzen wurden auf den Tischen verteilt, der Name der Chalets und der Zimmer in Klein Aus Vista auf den Tischen vermerkt mit Ständern und entsprechenden Kärtchen, die Suppe (dickflüssige und gute Kartoffelsuppe) serviert. Wir orderten unseren Pinotage aus Stellenbosch und begannen den Abend zu genießen.

Da kamen sie. Reisebusse !
Wieder fielen sie ein. Der Lärm war diesmal allerdings nicht ganz so arg, da die Architektur des Restaurants mit viel Holz und niedriger gebaut viel Lärm absorbieren konnte. Die Heinz Rüdigers haben eigentlich gar nicht so zu diesem Ambiente gepasst, aber sie waren nun da und wir hatten uns gefälligst die Tagesplanung von der überlauten und durch das Restaurant quäkenden deutschen Reiseleiterin anzuhören. („zum FRC, am Roadhouse kurzen Stopp mit Stärkung, gegen Mittag am Canyon, 2 Stunden am Rand die Aussichtspunkte ablaufen, dann zur Canyon Lodge und andere Gäste nerven“ – UFF)
Vielleicht war das dann auch der Grund, dass mir das Essen (gekochte Lammkottelets) heute überhaupt nicht geschmeckt hat. Ich fand das heutige Essen als das Schlechteste bisher in Namibia. Das Gemüse hatte nicht nur Biss, sondern musste förmlich zerhackt werden. Das Fleisch bestand nur aus zähem Fettrand mit Sehnen und Knochen. Von den 17 EURO, das das Essen heute gekostet hat, hat mich wirklich jeder Euro gereut. Wir fuhren zurück ins Chalet und bekämpften vorsorglich die Malaria noch mit Gin Tonic. Dies unter einem unvergesslichen Sternenhimmel, der sich tatsächlich wie ein weiter Schirm über uns zu spannen schien. Auch die Milchstrasse war zu sehen. Das ist wahre Entschädigung für den Restaurantbesuch!
Der morgige Braiiabend wird bestimmt toll. Aber vorab soll es ja nochmals nach Lüderitz gehen.

Ein erstes Resumee:
Nach anfänglichen „kleinen Schwierigkeiten“ sind wir davon überzeugt, dass wir unsere Erwartungen erfüllt sehen werden. Namibia ist ein traumhaft weites Land und die (noch) Ursprünglichkeit wird zumindest uns, die das Land vorher noch nicht anders kannten, aufgezeigt. Ich kann andere Reisende durchaus verstehen, die bereits dieses tolle Land seit Jahrzehnte kennen. Diese sind nun enttäuscht und sehnen sich nach vergangener Ruhe ohne Massentourismus. Ich kann sie wirklich verstehen, verabscheue ich diese Art ein Land mit Lärm und „Hallo jetzt kommen wir“- Mentalität zu bereisen ,ebenso. Diese Reisegruppen sind u.E. tatsächlich ein „Problem“, jedoch sind die Lodges, auch die entsprechenden Veranstalter selbst schuld. Das Konzept scheint mittlerweile, auch hier in Namibia, wie in vielen anderen Ländern, auf starken Tourismus, koste es was es wolle, ausgerichtet zu sein. Es stellt sich wirklich die Frage, wie viel Tourismus dieses schöne Land verträgt und vor allen Dingen, auf welche Art und Weise.
In SA ist uns dies kurioserweise nicht so extrem aufgefallen. Gut, wir reisten dort meistens in kleineren B+B`s. Da hatten diese Gruppen gar keinen Platz. Dies mag den großen Unterschied ausgemacht haben.
Dennoch, ich möchte betonen, das Land und die Natur sind traumhaft. Wir müssen nur noch die richtigen Fleckchen suchen und finden.
Mit unserem „Nest“ ist uns schon mal ein guter Anfang gelungen.


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zuletzt bearbeitet 27. Mai 2011
2'462 Beiträge · seit 200627. Mai 2011 · #27
Das ist ein wunderschöner Bericht mit jetzt auch tollen Fotos. Mir gefällt die Mischung aus Berichten zu Unterkünften, Strecken usw. sehr gut und freu mich immer, wenn in den Reiseberichten auch kritische Töne fallen. Wenn immer alles toll ist, wie soll man sich dann entscheiden, was einem selbst gefallen könnte?

Ich zumindest danke Dir, denn die Anib Lodge war eigentlich mal auf der Liste zukünftiger Unterkünfte. Ich habe nichts gegen Bustouristen, aber für uns gehört zu Afrika eben vor allem Individualtourismus, Ruhe, Einsamkeit und keine Kegelclubreise 😉

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter354 Beiträge · seit 201027. Mai 2011 · #28
Hallo Sanne,

vielen Dank für das feedback

LG
Serengeti
1'117 Beiträge · seit 201028. Mai 2011 · #29
Hallo Serengeti,

danke für deinen interessanten Bericht. Die Kritikpunkte finde ich sehr gut und hilfreich geschildert - für viele sicher eine Entscheidungshilfe.

Zu deinem Vergleich mit den Busgruppen in SA fiel mir ein, dass es sich hier vielleicht ein bisschen mehr verläuft, da es oft wenige Meter neben den großen Attraktionen weitere ähnlich schöne Flecken gibt, an die wir fliehen können, wenn es zu schlimm wird. So machen wir es mittlerweile und freuen uns über alle Busse, die an uns vorbei fahren... Und sicherlich liegt die Anzahl der Unterkünfte hier um einiges höher, das entzerrt natürlich auch.

Ich bin auf eure weitere Reise gespannt!
Liebe Grüße
Beate
Themenstarter354 Beiträge · seit 201028. Mai 2011 · #30
Hallo Beate,

da hast Du vollkommen recht. Der weitere Verlauf der Reise, insbesondere bei Übernachtungen auf Farmen spiegelt genau Deine Meinung bzw. auch wohl deine favorisierte Art zu reisen wieder.

Was mich wirklich schockierte, und dies hatte ich im Gesamtresumee zu unserer Reise noch während des Rückfluges geschrieben (folgt ebenfalls noch im Bericht), war das Ergebnis einer Unterhaltung mit Busgruppenteilnehmer auf Anib. Ich wollte ja auch immerhin wissen, weshalb man derartig reisen will bzw, welche Vorstellung man von der Reise hat und ob man als Gruppe auch wirklich erkennt, wie geballt und laut man oftmals auftritt. Nein, die wussten teilweise ihr nächstes Ziel gar nicht. Eine Dame fragte mich, ob ich morgen auch nach Twyvelfontein von Anib aus fahre. Ich klärte sie auf, daß wohl morgen eher FRC oder für sie evtl. auch Keetmanshopp auf dem Plan stehe. Das wisse sie aber nicht genau und der Guide würde das schon machen. Ich glaube diese Leute hatten teilweise noch nie eine Karte von Namibia in der Hand. Ich konnte hier nur den Kopf schütteln. Wichtig für sie waren noch die tollen Fotos vom Drive ein paar Stunden zuvor. Aber darauf waren 5000 mal die Freundinnen und der Guide mit den aufgereihten Getränken im Sonnenlicht zu erkennen. Du siehst, man konnte sich wirklich völlig unvoreingenommen eine eigene Meinung bilden. ---- Überall ähnlich, wo die Gruppen auftauchten. Aber, um auf Deine Ausgangsaussage zurück zu kommen. Man kann ausweichen und unglaublich tolle, begeisternde Flecken entdecke, die einen, der naturverliebt ist (ich zähle mich dazu), im wahrsten Sinne die Tränen in die Augen treten lassen.

LG
Serengeti
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2011
1'287 Beiträge · seit 200628. Mai 2011 · #31
Na ja, komisch ist das ja schon. Man macht den Busrundreisegruppen den arroganten Vorwurf in Busrundreisegruppen- Unterkünfte abzusteigen. Dann sind die anderen alles hummeldumme Touristen, nur weil man selber nicht fähig war in seiner Planung individualreisende taugliche Lodges einzuplanen. Hummeldumm sind immer die anderen!

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
4'451 Beiträge · seit 200828. Mai 2011 · #32
Hallo,

auch Individualreisende bzw. Kleinstgruppen können ein "Hummeldummverhalten" an den Tag legen. 😄 Es gibt eine Reihe Ahnungsloser, über die wir in unserem Reisebericht, "Eine neue Erfahrung..." noch eingehen.

Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Themenstarter354 Beiträge · seit 201028. Mai 2011 · #33
Hallo zusammen,

nun, daß ich mit meinem Bericht auch starken Angriffen ausgesetzt sein werde, habe ich durchaus (evtl. schon früher) erwartet. Keine Frage, das Forum ist super und sehr informativ. Dennoch trägt man gewisse Ansichten, Meinungen, die teilweise werbeträchtig geprägt sind, oftmals wie eine Monstranz vor sich her. Und Kritik in einem Reisebericht ist nur dann zu ertragen, wenn diese von einem selbst kommt. Ich werde dennoch diesen, von Tatsachen untermauerten, Bericht weiter schreiben. Wir haben genügend Menschen auf unserer Reise getroffen, die exakt in den angesprochenen Situationen dachten wie wir. Ich denke, jeder der ähnliche Urlaubsvorstellungen hat, wie wir, sollte sich zumindest über meine Ausführungen ein eigenes Bild machen können.

Und Cecile,
natürlich trafen wir auch Individualreisende mit entsprechendem Verhalten. Nur ist eine "Gruppendynamik" eine ganz andere Kategorie.


Den Ausdruck Busrundreisenunterkünfte höre ich zum ersten Mal. War mir vor der Reise wirklich nicht klar, dass man in Namibia auch darauf aufpassen muss. Da gebe ich Herrn Möhle recht. War in diesem Punkt schlechte Vorbereitung von mir. Aber Karten von Namibia hatte ich wenigstens in der Hand.

Gruß Serengeti
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2011
4'451 Beiträge · seit 200828. Mai 2011 · #34
Hallo Serengeti,
mein Beitrag sollte auch nicht Deine Schilderung in Frage stellen 😉 Ich finde es sehr gut, das Du die Erfahrungen so schilderst wie Du sie erlebt hast.Wenn Du meine Reiseberichte ließt, wirdst Du feststellen, das ich es so auch mache. Nur so kann man sich ein eigenes Bild machen und für sich entscheiden, ob man dort hin fährt oder nicht.
Liebe Grüße
Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2011
1'117 Beiträge · seit 201028. Mai 2011 · #35
Hallo Serengeti,

ja, bei vielen ist der Herdentrieb extrem ausgeprägt… Ich kann es ja verstehen, wenn man sich nicht traut, ein fremdes Land auf eigene Faust zu bereisen. Dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden. In Thailand und Mexico haben wir auch eine Busreise gemacht - mit der ganzen Palette der Erfahrungen… Unterm Strich waren es sehr schöne Reisen mit vielen tollen Erinnerungen. Die Woche, die wir im Anschluss alleine unterwegs waren, gaben immer noch mal ein anderes Bild.

Leider scheint es bei vielen nur darum zu gehen, dabei und vor Ort gewesen zu sein und mitreden zu können. Abhaken und weiter… Wie man sich dabei aufführt ist egal - was geht in den Köpfen vor: Hier kennt mich keiner und ich komme eh nicht wieder? Ich habe keine Ahnung…
Aber es gibt auch genug Einzelreisende, die wenig Plan haben und keinen Fettnapf auslassen.
In Kapstadt gibt es Touristen, die ihre Gastgeber ernsthaft fragen, wo sie denn am Besten einen Tagesausflug in den Krügerpark buchen. Wenn die Antwort dann lautet, dass daraus wohl nichts wird, dann verstehen sie das nicht - sie haben doch Afrika gebucht… 😵
Oder eine "Schwalbe" aus dem Rheinland, die sich an der Wursttheke darüber beschwert, dass es keinen westfälischen Knochenschinken gibt. So eine Sch…auswahl! 🤢 Meine Bemerkung, dass sie in Afrika sei und nicht auf Malle, machte sie stutzig 😗

Namibia "steht uns noch bevor", wir freuen uns riesig drauf und stellen uns darauf ein, auch auf "sie" zu treffen. Und ich gebe zu - ich habe auch eine Nacht Anib Lodge gebucht. Ein Kompromiss, wissend was uns erwarten kann. 😕

Und ja, Afrika ist gut für Tränen der Rührung! Auch nach einigen Jahren und mehrmaligem Besuch vieler Orte gibt es diese Situationen immer wieder. Dafür lieben wir es!

Liebe Grüße
Beate
Themenstarter354 Beiträge · seit 201028. Mai 2011 · #36
Hallo Beate,

ja, einige bairische Mitbürger kenne ich auch, die ihre Weisswürste eingeschweisst in den Urlaub mitnehmen.

Bei allen Vorbehalten und Kritiken muss man natürlich immer beachten, wie die Toleranzgrenzen ausgeprägt sind.Ich versuchte wirklich sehr objektiv jeden Abend meine Meinung aufgrund des Erlebten niederzuschreiben. Und Toleranz habe ich wirklich, auch wenn vielleicht einige gegenwärtige und auch noch zukünftige Kritiker mir dies absprechen werden.
Die "Hummeldummproblematik" hat dann auch auf unserer Reise nach Swakopmund "nachgelassen" - versprochen.

LG Serengeti
2'338 Beiträge · seit 200728. Mai 2011 · #37
Hallo Serengeti

Es geht in erster Linie darum, dass du dich so abschätzig über diese Gruppenreisenden äusserst. Namibia wird in den Reisebüros als das Land mit den unendlichen Weiten verkauft. Dass jedoch Zehntausende andere Leute diese unendlichen Weiten ebenfalls erleben wollen, ist euch bei der Vorbereitung der Reise überhaupt nicht bewusst geworden. Namibia ist für Afrika das Einsteigerland schlechthin, besonders für Selbstfahrer. Es wird deutsch gesprochen, es gibt deutsche Kultur, deutsches Essen, deutsche Städte usw. Viele Leute möchten dem Stress mit den Vorbuchungen aus dem Wege gehen und schliessen sich deshalb einer Reisegruppe an. Dass sie manchmal nicht genau wissen, wo sie jetzt gerade sind und wo sie als Nächstes hinfahren, finde ich nicht schlimm. Jedem das Seine. Die meisten von ihnen kommen begeistert nach Hause und haben viel zu erzählen.

Allein auf eigene Faust mit einem Mietwagen loszufahren, nachdem zuvor minutiös jede Unterkunft vorgebucht wurde, ist weder eine Kunst noch eine besondere Leistung und schon gar kein aussergewöhnliches Abenteuer.

Ich finde, ein wenig mehr Toleranz wäre schon angebracht, unter dem Motto „leben und leben lassen“.

Um das menschen- und touristenleere Namibia erleben zu können, hättest du mindestens 20 Jahre früher dort hin fahren müssen.

Grüessli
Erika
Meine Reiseberichte: 1971: Mit dem VW-Bus von Kapstadt bis Mombasa http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/197270-unterwegs-in-den-1970er-jahren.html?start=120 2013: Durch den wilden Westen Tansanias (Am Anfang war die Hülle) http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/278559-am-anfang-war-die-huelle.htm 2013: Nordmosambik, mal schön - mal hässlich + ein Stück Südtansania http://www.namibia-forum.ch/forum/150-diverses/279223-reisebericht-nordmosambik-mal-schoen-mal-haesslich.html 2014: Auf bekannten und unbekannten Pfaden durch Tansania http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html 2015: Eine Reise wird zum Alptraum/Kenia http://www.namibia-forum.ch/forum/156-diverses/285693-eine-reise-wird-zum-alptraum.html
Themenstarter354 Beiträge · seit 201028. Mai 2011 · #38
Hi Erika,

ist angekommen.
Das mit den 20 Jahren früher, da hast Du sicherlich recht. Daß ich nicht alleine in Namibia unterwegs sein werde, nun, so weltfremd bin ich nicht, das war mir klar. Diese, gleich am Anfang der Reise allerdings geballte, Erfahrung hatte ich, trotz vielen Lesens von Berichten und Infos aus Foren nicht so erwartet. Übrigens, ich hatte auch nie behauptet, daß ich künstlerisch tätig war, als ich es trotz meiner bajuwarischen "Einfältigkeit" schaffte, Unterkünfte vorauszubuchen. Ob es abenteuerlich wird, hängt dann wieder von den Umständen und dem Reiseverlauf ab, der trotz gebuchter Unterkünfte von Spontanität geprägt sein kann.

Serengeti
2'772 Beiträge · seit 200628. Mai 2011 · #39
Hallo zusammen,

zum Glück kamnn man ja nicht alle Burrundreisenden / Kleingruppenreisende über einen Kamm scheren. Und wie Beate2 schon schreibt gibt es auch Auf-eigene-Faust-Reisende, die keinen Fettnapf auslassen.

Nur seien wir mal ehrlich:...;) 😉 😉 warten wir bei Bus- und Kleingruppenreisenden nicht schon förmlich darauf, dass jemand von ihnen "hummeldummt" Das Buch hat bei jedem von uns Spuren hinterlassen auf denen wir jetzt wandeln.

Und noch mal ehrlich sein: hat sich nicht jeder von uns mal in eine Lage gebracht, wo man hinterher über sich selbst den Kopf geschüttelt hat?

Hier noch ein Auszug aus einem meiner Reiseberichte, wo wir auf eine Hummeldumm-Truppe gestossen sind. Nur - hätten wir ohne Tommy Jaud auch so direkt darauf geachtet?... :

Wir fahren ein Stück weiter, halten an der alten Bahnstation Gharub. Hier treffen wir auf eine wirkliche Hummeldumm-Truppe – nur die Holzgirafe auf dem Dach fehlt (noch)! Damit Madam mit ihren strassbesetzten Sandälchen nicht zu weit laufen muss, fährt „Bahee“ seinen 8-Sitzer-Bus bis dicht an das verfallene Bahnhäuschen heran und fährt sich prompt samt Gepäckanhänger im tiefen Sand fest. Keiner weiss, warum er nicht auf dem harten Stück stehen geblieben ist... Man bloss keinen Meter zu Fuss gehen! Einige Leute bleiben auch stur im Bus sitzen, andere versuchen ihn raus zu schieben. Ergebnis: „Bahee“ sitzt 2 Meter weiter wieder fest! Nein, da braucht die Hummeldumm-Truppe gar nicht so zu uns rüber zu schauen. Wir schieben garantiert nicht mit! Endlich kommt einer auf die Idee, den Anhänger ab zu hängen, dann geht’s vielleicht besser! Kopfschütteln unsererseits, rote Köpfe auf Seiten der Hummelsdumms. Grinsend fahren wir weiter...

LG Pascalinah
Nimm dich vor Leuten in Acht, die damit angeben, wer sie sind. Ein Löwe wird dir nie sagen müssen, dass er ein Löwe ist. Fotobuch Caprivi/Botswana 2024: https://www.cewe-community.com/next/example/schwerpunkt-naturparadies-sambesi-region-und-botswana-69955 Fotobuch Kruger National Park 2025: https://www.cewe-community.com/next/example/kruger-national-park-november-2025-71278
zuletzt bearbeitet 28. Mai 2011
1'247 Beiträge · seit 200928. Mai 2011 · #40
Erika schrieb:Allein auf eigene Faust mit einem Mietwagen loszufahren, nachdem zuvor minutiös jede Unterkunft vorgebucht wurde, ist weder eine Kunst noch eine besondere Leistung und schon gar kein aussergewöhnliches Abenteuer.

Ich finde, ein wenig mehr Toleranz wäre schon angebracht, unter dem Motto „leben und leben lassen“.
Hallo Erika,

Das passt nun in meinen Augen nicht wirklich: Wenn du schon - und da stimme ich mit dir überein - Toleranz predigst, dann musst du sie auch für dich anwenden. Es gibt viele Leute - ich zähle auch dazu - für welche die Vorausplanung schon die halbe Reise ist. Dass man damit nicht nur die negativen Ueberraschungen auf ein Minimum reduziert, ist die Kehrseite.

Bei uns funktioniert das gut, weil meine Frau eher von der anderen Truppe ist; wir treffen uns irgendwo in der Mitte 😉

Und zum Thema Bustouristen gäbe es noch so Einiges zu sagen: vergesst nicht die Scharen von Japanern und - zunehmend - Indern, die in Europa einfallen. Inbesondere die Inder sollen scheinbar noch viel schlimmer sein, als die Europäer...

Kritik ist meines Erachtens durchaus zulässig, solange man sich bewusst ist, dass die Medaille immer zwei Seiten hat. Und dass Serengeti sich dessen bewusst ist, hat er mit der souveränen Replik auf Carsten's Bemerkung gezeigt. Also, Serengeti: Nur weiter so - und ich bin überzeugt, am Schluss der Reise wirst du dich auf "Ethosha" umtaufen...

Sonnige Grüsse
Thomas
Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ, der aus zwei Wörtern besteht (Fritz Grünbaum) Reisebericht: 50 Tage NamBots (PDF ganz am Ende)