engelstrompeteThemenstarter4'451 Beiträge · seit 200827. Mai 2011 · #61
Dienstag, den 19.04.2011 Nachdem es nachts ununterbrochen geregnet hatte, beschlossen wir diesmal entgegen unseren sonstigen Gewohnheiten, erst zu Frühstücken, dann zu Packen und unseren Gamedrive in Richtung OKAKUEJO zu starten. Die C38 stand unter Wasser. Impala
Nach einiger Zeit hörte der Regen auf es zeigte sich endlich die Sonne. Dafür aber nur wenige Antilopen. Es zeigte sich ein Doppelband-Rennvogel
den wir schon mal vor der Linse bekommen hatten. Dieser war durch das Vorbeifahren der vielen Besucher so mit weißen Sand überdeckt, dass man ihn zunächst fast für eine Farbmorphe halten konnte. Doppelband-Rennvogel
Von Weitem stutzten wir über einen Stock, der quer über dem Weg lag. Beim Näherkommen entpuppte sich dieser Stock als Waran. Er machte anfänglich auch keine Anstalten den Weg frei zu geben. Letztendlich, war er bereit sich zu bewegen und verschwand im Busch. Waran
Waran
Um 12.15 Uhr erreichten wir das Restcamp OKAUKUEJO. Diesmal ging unser Einchecken reibungslos. Es wurden wieder Zar 500.00 für den Zimmerschlüssel hinterlegt. Aber das kannten wir schon und es gab damit nie ein Problem. Wir meldeten uns schon mal für das Abendessen an und fuhren zu unser Waterhole Chalet Nr W2. Später schauten wir kurz in den Laden schräg gegenüber der Rezeption rein der hatte genau wie der in Halali wenig Auswahl. Für unsere Bedürfnisse reichte es aber völlig aus.
Waterhole Chalet
Hier war endlich mal eine Dusche wo auch Mike gerade darunter stehen konnte. Ein Moskitonetz über dem Doppelbett, ein Kühlschrank sowie eine Kaffeemaschine waren vorhanden. Wie der Name es schon sagt, lag das Chalet sehr günstig zum Wasserloch. Dies half uns aber wenig, da sich durch den vielen Regen so gut wie keine Tiere zeigten. Nachdem wir uns dann eingerichtet hatten tranken wir eine Tasse Kaffee am sonnigen Wasserloch. Da keine Tiere zu sehen waren versuchten wir unser Glück wieder draußen im Park. Die „Ausbeute“ zwischen 15:00 und17.30 Uhr war aber eher dürftig. Bei der Rückehr trafen unsere Nachbarn ein. Sie hatten gleich für 7 Nächte in OKAKUEJO eingebucht. Die Armen, die müssen vermutlich durch Langeweile verzweifeln, da auch das Wetter in den nächsten Tagen schlecht sein sollte. So genossen wir auf „unsere Terrasse“ einen Sundowner, denn am Wasserloch war nichts zu beobachten. Das Abendessen, das in Buffetform gereicht wurde, war sehr abwechslungsreich und nach dem der Chefkoch, das Game Fleisch, diesmal Oryx, vor unseren Augen zubereitete, können wir nur sagen , es war wieder lecker. Am Abend zogen es immer wieder Leute zum Wasserloch. Die Erwartungen wurden nicht erfüllt. Außer ein paar Springböcke waren keine größere Tiere zusehen. Mit dem Wunsch doch noch Tiere zu sehen, bin ich dann eingeschlafen. Mitten in der Nacht weckte ich Mike und sagte: „... hörst Du da draußen die Löwen?...“, Mike antwortete ganz cool: „... leg Dich wieder hin, das ist der Nachbar von Nebenan, der so schnarcht...“ , drehte sich um und schlief wieder ein. Er muss es ja wissen!
Mittwoch, den 20.04.2011
Heute beschlossen wir, wie schon einige Male zuvor, vor dem Frühstück, pünktlich mit der Toröffnung, ein Gamedrive zu machen. Wir standen kurz vor 6 Uhr vor dem Tor. Bei der Rezeption liegen Bücher aus, wo die Ranger aber auch die Touristen reinschreiben können, was sie so alles gesichtet haben. Da konnte man ja deutlich sehen, das weinig Tiere gesehen wurden. Das Seitentor war schon auf, also fuhren wir dort hinaus ins Gelände. Auf dem Weg zur „Gemsbokvlakte“, standen schon einige Fahrzeuge am Wegesrand. Da sahen wir ein Prachtexemplar von einem Löwen. Löwe
Er schaute interessiert in unsere Richtung und als ob er abgewartet hatte, bis ich meine Videokamera bereit hatte , brüllte er los, man sah sein Atem im Morgenlicht deutlich. Nach einiger Zeit beschloss er dann, diesen „Fototermin“ zu beenden und bewegte sich dann langsam aber majestätisch von uns weg. Was für ein tolles Erlebnis, schon so früh am Morgen! Durch den Regen und die Nässe waren keine weiteren Tiere zu sehen. So machten wir uns eben auf den „Heimweg“, um zu Frühstücken. Dann ging es in Richtung „Onkondeka Fountain“, auch hier war kein Tier zusehen, wo waren die hunderte Zebras und Steinböcke geblieben, die wir in den anderen Jahren zur gleichen Zeit gesehen hatten? Wir konzentrierten uns dann auf ein großes Insekt, hielten an, um es zu fotografieren. Hinter uns ein Auto mit SA Nummernschild, der schaute nicht lange und passierte uns. Danach brauchten wir dieses Insekt nicht mehr zu fotografieren. Wir hätten es allenfalls im Herbarium einkleben können. Aber die Identifikation hätte sich etwas schwierig gestaltet. Aber so sind halt einige Besucher des Parks ... Erdhörnchen sind auch immer einen "Stopp" wert.
Beim Frühstück trafen wir ein Paar aus Köln, Sie war ja auch, wie sich herausstellte ein absoluter Löwenfan. Sie beneidete uns um dieser Löwe vom Vormittag und hofften auch noch auf so eine Begegnung. Nachdem ich dann wegen der wenigen Tiere doch leicht gefrustet war, beschloss ich ins Camp zurück zu kehren. Mike fuhr dann alleine nochmals los. Aber außer ein paar Impalas, Giraffen und Gnus war ihm auch kein besonderes Jagdglück beschieden, oder ??? Fleckenflughuhn
Riesentrappe
Erdschmatzer
Gleitaar
Steppenfalke Kronenkiebitz
Siedelweber
. Für Besucher, die zum ersten Mal in den Etosha waren, war es nach deren Aussage auch das letzte Mal, was ich gut nachvollziehen konnte. Wir hatten den Etosha die anderen Malen ja auch erheblich anders erlebt. Nachdem wir dann einen Kaffee mit Muffins gegessen hatten, beschlossen wir nochmals einen Game Drive zu riskieren. Es zeigten sich ein par Oryx, Springböcke und wieder ein Waran. Das war es auch schon wieder, leider. Beim Tanken meinte der Tankwart, das die Tiere vor lauter Regen alle in Richtung Norden abgewandert sind. Schade aber verständlich. Wir tranken auf unsere kleinen Terrasse unseren Sundowner und konnten beobachten, wie einige Leute auch immer wieder zum Wasserloch pilgerten und nach einer Weile etwas enttäuscht abzogen.
Zum Abendessen hatten wir uns mit dem Paar verabredet, dass wir am Morgen beim Frühstück getroffen hatten. Kurz nachdem wir mit dem Essen fertig waren, es hat wieder gut geschmeckt, es gab ein herrliches Elandsteak, saßen wir beisammen. Innerhalb kürzester Zeit kam ein Wind auf und ein wolkenbruchartiger Regenschauer setzte alle nicht überdachten Plätze unter Wasser. Die Bedienungen liefen wild umher, um den Schaden so klein wie möglich zu halten. Mike hatte uns in der kleine Bar schnell Sitzplätze besorgt. Dort saßen wir ein wenig zusammen und versuchten unsere „Löwenfreundin“ die eben so maßlos enttäuscht war wie ich, den Etosha doch noch etwas schmackhaft zu machen. Dieses Jahr war eben alles ein wenig anders als sonst! Nachdem es dann auch noch in der Bar durch das Dach regnete, trennten wir uns und gingen zu unserem Chalet. Als wir dann dort ankamen machte unser „Waterhole Chalet“ seinem Namen alle Ehre. Das Zimmer war geflutet. Vor dem Eingang war eine große Pfütze mit einem Berg von Blättern. Die Sitzgarnituren waren nicht nur völlig Nass sondern auch von Blättern bedeckt. Nun ja, da mussten dann einige Handtücher herhalten, um den Bereich im Zimmer wieder einigermaßen trocken zu bekommen. Gut, dass unsere Sachen alle hoch gelagert waren. So waren sie trocken und hat uns viel Arbeit erspart. Dies ist eine gute Empfehlung, wir würden es so woanders nochmals so erleben !
Fortsetzung folgt:
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Hallo Cecile, 😮 das ist ja krass mit dem Waterhole-Chalet. Erlebnisreiche Tage aber trotzdem, oder? Ich meine das mit dem Löwen muss schon echt toll gewesen sein. Wir haben im Etosha leider auch erlebt, dass einige Wagen regelrecht gerast sind, die auf jeden Fall mehr als 60 kmh drauf gehabt!😈 Uns wurde später erzählt, dass das Durchreisende sind, die kein Interesse an den Tieren haben, sondern den Etosha als Abkürzung nehmen....😠 Schlimm für alle Beteiligten Ansonsten habt ihr wieder die Hammer Vogelbilder😃 LG Kiwi
ich war einige Wochen nicht mehr hier im Forum und bin überwältigt von den vielen neuen Reiseberichten. Die Leserei artet ja schon fast in Stress aus. Hihihi.
Dein Bericht ist wieder mal wunderschön mit vielen super tollen Fotos. Danke dafür. Ich freue mich auf die Fortsetzung 🙂 🙂 .
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200628. Mai 2011 · #64
Hallo Cecile,
Ihr habt so viele tolle Aufnahmen von Vögeln - vor allem das Bild mit dem Siedelweber gefällt mir besonders gut - wollt Ihr nicht mal ein Vogelbestimmungsbuch in Deutsch erstellen? Damit würdet Ihr hier viiielen helfen 😉
Beate21'117 Beiträge · seit 201028. Mai 2011 · #65
😁 😁 Verwöhnprogramm pur 😁 😁
Hallo Cécile, hallo Mike,
euer Bericht ist eine tolle Lektüre. Und mit den Fotos verwöhnt ihr uns wirklich! 😛 Ich habe gerade wenig Zeit zum Lesen, werde sie mir aber irgendwie abzwacken...
Liebe Cecile, lieber Mike, ich bin wieder mal begeistert vom Bericht und den "gefiederten" Bildern, die Idee mit dem Vogelbuch finde ich wirklich gut! Bin schon gespannt, was Ihr noch so alles erlebt habt. Weiter so... Danke.
Ute
Merkstwas312 Beiträge · seit 200728. Mai 2011 · #67
Hallo,
gute Idee mit dem Vogelbuch, ich hab zwar schon welche in Englisch aber ein Buch in Deutsch würde ich auch nehmen.
Also, Cecile, wie schaut es aus? Ich könnte auch noch ein paar Bilder zur Verfügung stellen 😉.
Liebe Grüsse,
Thorsten
Bereiste Länder:
Südafrika, Swaziland, Namibia, Botswana, Sambia, Zimbabwe, Madagaskar, Tanzania, Uganda, Liberia, Australien, Neuseeland, Borneo, Kambodscha, Indonesien, USA, Island
kaum mal ein paar Tage nicht reingeschaut und schon steht so ein toller Reisebericht drin. Vielen Dank, dass wir daran teilhaben dürfen. 🙂 Da wir im Herbst eine ziemlich ähnliche Runde fahren, sind all die Details natürlich noch viel interessanter. Ganz prima, weiter so!
Liebe Grüße Bimi
engelstrompeteThemenstarter4'451 Beiträge · seit 200829. Mai 2011 · #69
@ Kiwi, das mit dem Wasserhole Chalet war eine Erfahrung, es gibt wirklich Schlimmeres. Es war wie immer wunderschön. Der Löwe war der Wahnsinn. 🤩 @ Lil, schön, dass Dir unser Reisebericht gefällt. Ja stimmt, hier kann man schon einige schöne Berichte lesen, die wieder zur nächsten Reiseplanung einem drängen. 😄 @ Pascalina, nun lasse uns erstmal den Reisebericht fertig stellen, es ist wirklich viel Arbeit.Inzwischen lesen wir schon den anderen Reiseberichten, die uns wieder inspirieren. 😛 @ Beate2, Danke für Deine Motivation, der Bericht wird ja nicht gelöscht, also No Panik. 🙂 @ Ute, auch Dir lieben Dank, freut uns das es Dir gefällt. 🙂 @ Thoersten, ja ja, in Arbeit anschaffen bist Du ja gut.Eins nach dem andern. 😛 @ Bimi, das ist ja schön, das euere Route so ähnlich ist. Dann mal weiter viel Spaß beim Lesen. 🙂 @ Alle, Fortsetzung in Kürze. Liebe Grüße Cécile 🙂
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Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
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engelstrompeteThemenstarter4'451 Beiträge · seit 200829. Mai 2011 · #70
Donnerstag, den 21.04.2011
Ein wenig war ich schon enttäuscht, da wir im Etosha relativ zu den vorherigen Besuchen nur so wenige Tiere gesehen haben. So gingen wir zum Frühstück. Nach dem Auschecken bekamen wir wieder unsere 500.00 Rand für die Schlüssel zurück. Diese Vorgehensweise ist praktisch und stellt kein Problem dar. Schnell warf ich noch einen Blick in das Buch, um festzustellen ob Jemand noch etwas interessantes an Tieren gesichtet hatte. Aber auch dort waren seit Tage nur wenige Tiere eingetragen, die gesichtet wurden. Der einziger Vorteil von diesem Dauerregen war, dass unser Auto fast wieder schön sauber war. Wir fuhren in Richtung Anderson Gate zum letzten Wasserloch (Ombika). Dort entdeckten wir ca. 20 Giraffen! Unglaublich aber wahr. Aber wenn wir uns richtig erinnern dann hielten sich diese Tiere immer in der Nähe des jeweiligen Ausgangs auf. So als wollten sie die kommenden Besucher begrüßen und die andere Hälfte verabschieden. Unser nächstes Ziel war die „Ongava Lodge“.
Sie wurde hier im Forum schon mehrfach in Reiseberichten positiv erwähnt. Deshalb lohnt es sich diese zu lesen. Für mich war der Satz „ ... da laufen Abends die Löwen durch ...“ der Hauptgrund diese Lodge zu buchen. Gleich nach dem Anderson Gate ging es dann rechts ab . Am Tor wurde unsere Buchung kontrolliert und dann ging es 9 Km weiter. Leider lief auch hier uns kein nennenswerte Motiv vor die Kamera. Am Parkplatz wurden wir schon von 3 Personen erwartet. Mit einem Erfrischungstuch, wie im Flugzeug, gab es für uns die Gelegenheit uns einwenig frisch zu machen. Das hatten wir bis jetzt noch auf keiner Lodge erlebt. Das Auto sollte auf dem Parkplatz stehen bleiben. Nach dem einer der Drei Mike seine Muskeln gezeigt hatte, um zu beweisen, dass er stark genug ist auch die schwere Tasche zu tragen, wurden die Taschen „geschultert“ und über einen Hügel in der Lappa getragen und dort zunächst abgestellt. Nur so nebenbei erwähnt, nichts für Leute die nicht gut zu Fuß sind. Oben bekamen wir einen Willkommensdrink und dann wurden wir gebeten eine 2 Seiten lange „Erklärung“ zu unterschreiben. Aus dieser ging hervor, dass wir auf eigenes Risiko auf der Lodge sind. Ich hatte immer noch die angedeuteten Löwen im Kopf, also stieg bei mir die Spannung. Ab der Dämmerung durfte man auf keinen Fall alleine zu seiner Unterkunft gehen, man wurde dann vom Personal begleitet. Man offerierte uns einen Gamedrive, den wir dankend ablehnten. Wir kamen ja gerade aus den Etosha und bei dem Regen versprachen wir uns nichts davon. Wir hatten Häuschen Nummer 9, also ließen wir uns dort hin führen.
Ein Traum! Eine Innen- und Außendusche, und eine schöne Terrasse.
Die Außendusche
Wir richteten uns ein und wunderten uns über den Zinkeimer in der Dusche, der so überhaupt nicht zum Gesamtbild des Hauses passen wollte. Später sollten wir noch erfahren, was es damit auf sich hatte. Zurück in der Lappa, saßen dort 2 Schweizer, wir kamen schnell ins Gespräch, wir stellten wieder fest, dass die Schweizer, die wir unterwegs so auf unseren Reisen getroffen haben, immer sehr nett waren. Sie fragten uns, ob wir auch zum Gamedrive kommen würden. Wir erzählten von dem verregneten Etosha und somit verabredeten wir uns zum Abendessen. Auf einen kleinen Rundgang wurden ein paar Eindrücke festgehalten Schild zur Kapelle
Kapelle
Klippschliefer
Wir saßen auf der Veranda und schauten auf das Wasserloch, wo sich nach einiger Zeit einigen Wasserböcke tummelten. Mike lief ein wenig herum, um ein par Bilder einzufangen.
Wasserböcke
Veranda
Lappa
Nach dem Gamedrive fragten wir erwartungsvoll die Teilnehmer, was sie so alles gesichtet hatten. Ein Mann sagte laut in die Runde: „... wir sahen nur Wale, Krokodile und Seepferdchen...“. Wir staunten nicht schlecht, er meinte aber, es war so was von nass, dass sie Nichts gesehen haben. Naja, das dachten wir uns schon. Bei normalen Wetterverhältnissen dürfte sich das ganz anders darstellen. Wir fühlten uns mit unserer Entscheidung, nicht am Gamdrive teilzunehmen im Nachhinein bestätigt. Ich holte unsere Jacken aus dem Zimmer ,so dass wir in der Dunkelheit vor den Moskitos und der Kälte geschützt waren. Bei der Bestellung des Sundowner wurde ich gefragt: „... for the Man only a single one...“ . Dieses „Upselling“ ist uns schon mal auf eine anderen Lodge im letztem Jahr negativ aufgefallen! Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben, andere Tiere als die Wasserböcke zu sehen. Die Schweizer hatten für uns einen gemeinsamen Tisch reserviert. Wir saßen gemütlich zusammen, hatten uns viel zu erzählen, bis der „Trommler“ das Abendessen ankündigte. Trommler
Das Essen hielt sich für diese gehobene Lodge stark in Grenzen und das nicht ausgebildete Personal war auch nicht unbedingt der Hit. Insbesondere fiel uns eine Managerin sehr negativ auf, die überlaut anpries, in welchen Sprachen sie die Gäste begrüßen könnte. Wir hatten uns aber soviel zum erzählen, als ob wir uns schon Jahren kannten. Wir tauschten mal die Adressen aus und verabredeten uns für den nächsten Tag zum Frühstück. Das schweizer Ehepaar hatte eigentlich für die frühen Morgenstunden ein Gamedrive gebucht, aber nach dieser Enttäuschung von Heute zogen sie es vor ausuzuschlafen und mit uns zu Frühstücken. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen um 07:30 Uhr. Dann baten wir die Angestellten, wie wir schriftlich belehrt wurden, uns zu unsere Unterkunft zu begleiten. Es kam jemand mit einer riesen Taschenlampe. Ich hoffte ja immer noch heimlich es würde aus Zufall mal ein Löwe auftauchen. Dann , als wir noch weit von unserer Tür entfernt waren, sagte unsere Begleitung : „...so you can go...“ Ich fragte: „...and wenn a Lion comes ...“, er erwiderte: „... there is no Lion ...“, da sieht man mal , was für einen Quatsch Touristen unterschreiben müssen. Na ja, es war tatsächlich kein Löwen zu sehn. Mike sortierte am Laptop seine Bilder und ich packte schon mal die Taschen, die ich auch wieder hochstellte!!!. Nachts blitze es begleitet von lautem Donner. Platzregen setzte ein und das Gewitter nahm deutlich an Intensität zu. Auf einmal , spürte ich Wassertropfen. „ ...Mike es regnet rein ...“! Der kannte das schon von der Guma Lagoon Lodge aus Botswana wo wir im Bodenzelt übernachtet hatten. Da war mein Koffer auch schon mal voll Regenwasser gelaufen. Aber dann merkte er es auch. Ich raus aus dem Bett und rutschte schon über eine Wasserlache aus. Nun kam dann der Zinkeimer zum Einsatz. Wir hätten aber 5 von solchen Eimern brauchen können. Da wurden wieder die Handtücher auf den Boden verteilt und wir legten uns wieder zum Schlafen hin. Wie gut, dass die Taschen wieder hochgestellt waren.
Freitag, den22.04.2011
Wir entdeckten keinen eingedeckten „Vierertisch“, also organisierten wir das bis die Schweizer eintrafen. Wir berichteten über unsere „Wasserschlacht“ und auf einmal mischten sich Leute vom Nachbartisch ein und erzählten uns, dass es bei ihnen ins Bett geregnet hatte. Die Managerin kam und fragte so die übliche Floskel, „ ...everything alright ... „? Als wir dann unsere Geschichte erzählten, war nur ein breites Lächeln zu sehen. Der Nachbartisch erzählte auch ihre Version, da wurde ebenfalls nur breit gelächelt und das restliche Personal amüsierte sich über den Vorfall? Für eine gehobene Lodge ist ein solches Verhalten keine Empfehlung. Fortsetzung folgt:
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Hallo zusammen ! Zum Thema deutschsprachiges Vogelbuch:
Es gibt das sehr schöne Buch " Namibias bunte Vogelwelt" von Eckart Demasius, Gamsberg Macmillan Verlag, Windhoek in deutscher Sprache. Es enthält ausführliche Beschreibungen verschiedener vogelkundlich besonders interessanter Gebiete Namibias mit Artenlisten und reichhaltigen,informativen Illustrationen von Christine Marais. Die für Namibia endemischen Arten und ihre Fundorte werden gesondert behandelt. Kein Bestimmungsbuch, sondern eher für die Vor- und Nachbereitung einer Reise gedacht.
"Newman's Birds of Southern Africa" ist zwar in englischer Sprache geschrieben, enthält aber als meines Wissens einzigen Feldführer seiner Art im Anhang eine komplette Liste mit den deutschen Vogelnamen.
Da das Thema hier angesprochen wurde, könnte das vielleicht den einen oder anderen Leser interessieren !?
chrissie2'460 Beiträge · seit 200631. Mai 2011 · #72
Hallo Cécile, ich habe deinen Bericht bis hierher fast am Stück gelesen. Bei den vielen Reiseberichten zur Zeit kommt man kaum noch hinterher 😎 Nachträglich noch alles Gute zu eurem Hochzeitstag.Tolle Bilder sind euch gelungen, besonders die Voglebilder gefallen mir sehr, sind wir fdoch bei unseren ersten Afrikaurlauben auch auf den Vogeltrip gekommen. Bewusst das erste Mal gesehen haben wir Blauastrilde -zusammen mit vielen anderen Vögeln- im Kaziini Camp gesehen (kurz vorm Moremi). Dort hätte ich stundenlang zuschauen können. Unwahrscheinlich, was für eine Farbenpalette Afrikas Vogelwelt bereit hält. Apropos: Mit was habt ihr die Vögel bestochen, damit sie euch so schön Modell standen 😉 Schade, dass Etosha dieses Mal nicht so der Hit für euch war. Aber gut, dass ihr ihn auch anders kennt, als Erstbesucher würdet ihr sonst die Beliebtheit des Parkes nicht verstehen. Freue mich auf die Fortsetzung und liebe Grüße auch an Mike
PS: Anbei hänge ich mal zwei Fotos von der Blüte des Leberwurstbaumes-ist vielleicht interessant zu sehen, dass er schöne Blüten hat.
Merkstwas312 Beiträge · seit 200731. Mai 2011 · #75
Hallo Cecile, hej Mike,
hab gerde den neusten Teil Eures Reiseberichts gelesen und musste wirklich schmunzeln. Besonders bei der Geschichte mit dem Regen und dem Eimer ... ich kenne ja eure Geschichte mit dem Zelt in Botswana 🙂
Es ist wirklich ein wunderbarer Reisebericht mit vielen kleinen Details und sehr schönen Bildern. Ich freue mich auf weitere Kapitel und hoffentlich bald eine private Diashow bei Euch oder bei uns ins Essen.
Viele Grüsse,
Thorsten
Bereiste Länder:
Südafrika, Swaziland, Namibia, Botswana, Sambia, Zimbabwe, Madagaskar, Tanzania, Uganda, Liberia, Australien, Neuseeland, Borneo, Kambodscha, Indonesien, USA, Island
Im Oktober blüht der Baum und im April/Mai kommen die Früchte.
Liebe Grüße Mike
Miss Ellie1'723 Beiträge · seit 200901. Juni 2011 · #77
hallo cécile
toller bericht, hoert sich nach einer wunderbaren reise an.. nein, ich bin nicht neidisch !! aber bei uns is ja auch bald (mehr oder weniger bald) wieder soweit.. freut mich, dass euch elefant sands gut gefallen hat, uns hat es dort auch ganz ausgezeichnet gefallen.. wuerd ich immer wieder machen.
liebe gruesse
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Geweldige reis Cecile en super mooie foto's zeg! Ik krijg er ook zin om daar naar toe te gaan, Wie weet een keer.
Groeten uit een zeer koud Zuid Afrika!
Annemieke
Schöne Grüssen aus Kyalami
Annemieke
engelstrompeteThemenstarter4'451 Beiträge · seit 200802. Juni 2011 · #79
Hallo Chrissie, lieben Dank für Deine Zeilen und gute Wünschen. Auch Danke für die schöne Bilder vom Leberwurschtbaum. Nachdem wir die Blüten und die Früchten auch gesehen haben , hat Mike ein Bild reingestellt. Du fragst: „Mit was habt ihr die Vögel bestochen, damit sie euch so schön Modell standen"😄 Waren wohl alles „weibliche Vögel“ denke ich: 🤩
Hej Thorsten, lieben Dank für Dein Feedback. Ja wir sehen das mit dem Regen auch als eine neue Erfahrung und buchen es unter Abenteuer Urlaub.😄 Klar, wenn die DVD s fertig sind werden wir was ausmachen, versprochen.:)
Hi Miss Ellie, Wie schön , von Dir mal wieder zu hören. Vielen Dank für das Feedback. Wir wünschen Dir einen tollen Urlaub,komme heile wieder.:)
Hoi Annemieke, was leuk, dat jij geschreven hebt. Dank je wel. Zelfs een paar Lodges hebben sich per mail al gemeld, daar kun je eens zien hoeveel mensen hier lesen.:) Groetjes. Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
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2016 kruger National Park
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engelstrompeteThemenstarter4'451 Beiträge · seit 200803. Juni 2011 · #80
Freitag, den 22.04.2011
Nachdem die Angestellten dann unsere Taschen wieder zum Auto transportiert hatten, ging es wieder 9 Km zurück zum Gate und dann weiter nach OTJIWARONGO. Dort war um 12 Uhr vor dem Kaffee „Carstensen“ die Übergabe unseres Fahrzeuges an unseren Autovermietung vorgesehen. Die Fahrt war ja nicht lang, das Auto tankten wir in OTJIWARONGO noch schnell voll. Wie schon im vorigen Jahr fand die Übergabe pünktlich, unaufgeregt und in freundlicher Atmosphäre statt. Es gab keine Probleme und nach ca. 5 Minuten war alles erledigt. Da kam auch schon Johan von der Aloegrove Safari Lodge, um uns abzuholen. Das Wiedersehen war wieder sehr herzlich. Er war ja inzwischen ein paar Tage im Februar bei uns in Bayern zu Besuch gewesen. Es war sein erster Reise nach Europa. Dort hatte er seine erste Begegnung mit dem „Element“ Schnee. Das Ziel seiner Reise war allerdings die Jagdmesse in Salzburg, da Aloegrove auch eine Jagdfarm ist. Vor dem eigentlichem Tor zu Aloegrove war schon eine große Wasserpfütze. Diese sollte aber nicht die einzige sein und bleiben, die wir auf der Lodge vorgefunden haben. Gäste mit einem normalen Kleinwagen hatten schon einige Schwierigketen diese „Wasserlöcher“ zu durchfahren. Aloegrove
Oben angekommen waren wir wieder total begeistert von den Rundumblick und den Blick auf den Waterberg.
Mike wurde mit einem Erdinger Weißbier begrüßt. Ja, so etwas gibt es bei „Spar“ in OTJIWARONGO zu kaufen! Leider war die Köchin Yvette, die wir von alle andere Male kennen und schätzen gelernt hatten nicht mehr da, sie fehlte uns schon gleich am Anfang unseres Aufenthalts. Diesmal bekamen wir Haus 2 und richteten uns schnell ein. Dann ging es hoch zur Lodge. Mein Blick fiel ja sofort auf das Löwengehege und ich war gespannt ob ich sie schon von hier oben sehen würde.
Man konnte von Oben schon klar erkennen, dass die Wanderwege, die wir in den vorigen Jahren genutzt hatten, ganz schön voller Match waren und unter Wasser standen. Ein wenig später traf dann das Paar aus Köln ein, das wir ja schon in OKAUKUEJO getroffen hatten. Hier konnte ihr Wunsch nach Löwen sicher gestellt werden. Mike lief mit den Beiden über Stock und Stein runter zum Löwengehege, um ihnen einen kleinen Vorgeschmack auf das zu geben, was sie später noch hautnah erleben sollten. Sie war auf Strassflipflops unterwegs, das „ideale“ Schuhwerk für Afrika. Etwas später machten die Beiden dann unter der Führung von Johan ein „Catfeeding“ . Sie waren total begeistert, es hat schon was , so nah bei der Fütterung zuzusehen. Besonders dann, wenn man letztendlich bei der Geparden-fütterung mit ins Gehege darf und das Tier sich auch noch streicheln lässt. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang und trafen uns dann zum Abendessen.
Samstag, den 23.05.2011
Beim Frühstück, große Aufregung. Die Kölnerin vermisste plötzlich ihre Zigaretten und ihr billiges Feuerzeug. Es wurden Verdächtigungen ausgesprochen. Letztendlich fand sie die „verlorenen Gegenstände“ in ihrer Jackentasche. Peinlich, auch kein Wort des Bedauerns!!! Nun ja, so ist das. Schade. Johan fuhr uns zum Wasserloch F. Unglaublich hier war durch den vielen Regen ein verhältnismäßig großer See entstanden. Dort angekommen, bemerkten wir eine Spur von einem frei herumlaufenden Leopard. Leopardenspur
Nach der Rückkehr bestätigte Johan das Erlebte. Er hat nicht nur wilde Geparden, die vom CCF mal rüber kommen; nein auch ein wilder Leopard ist auf seinem Gelände. Mike sah einen Schwarzbrustschlangenadler mit einer Schlange im Schnabel wie er vorbeiflog. Abends traf eine sehr lustige Familie mit zwei Kindern aus Windhoek ein. Es waren ja Osterferien und sie wollten in den CAPRIVI fahren. Sie hatten eine sehr sinnvolle Beschäftigung für den 10-jährigen Sohn und der 13-jährigen Tochter. An jedem Abend musste die Beiden aufschreiben und zeichnen was sie am Tag alles erlebt hatten. Es war schon sehr schön zu sehen, welche zeichnerische Fähigkeiten sie an den Tag legten. Wir Erwachsenen hatten uns auch viel zu erzählen und so ging wieder ein schöner Abend zu Ende.
Sonntag, den 24.04.2011
Heute zu Ostern waren im Zimmer Ostereier versteckt. Nicht alle Gäste hatten diese Überraschung bemerkt. Nachdem Frühstück hatten wir noch viel Spaß mit der netten Familie, die dann leider weiterfuhr. Auch hier wurden Adressen ausgetauscht, weil unsere Männer dem gleichen Hobby (Beobachten und das Fotografieren von Vögeln) nachgehen.
Wir beschlossen dann einen Gamedrive mit dem 4x4 zu machen, den wir von Johan zur Verfügung gestellt bekommen hatten. Fast kein Problem. Dennoch mussten wir einige Regeln beachten. Nicht in Wege einzufahren, wo die Büsche soweit auf den Weg hineinragten, dass die Gefahr bestand, dass der Wagen verkratzt wird. Das Verlassen der Wege war nicht gestattet, da die Gefahr eines „Platten“ sich damit deutlich erhöhte. Auch durften die riesigen Wasserpfützen nicht umfahren werden. Einige Bereiche durften wir nicht befahren, da sie sehr stark unter wasser standen. Nun gut, wir hatten keinen Platten und festgefahren haben wir uns auch nicht. Wir sahen eine Reihe von Tieren, die stark humpelten. Sie litten an Hufrehe, die durch anhaltende Nässe hervorgerufen wurde. Bei dieser Krankheit faulen letztendlich die Hufe regelrecht weg, es sei denn sie werden Opfer eines Raubtieres oder zur Erlösung gejagt. Auf Aloegrove gibt es auch Bless- und Buntböcke sowie Blessbock Buntebock
Weißschwanzgnus
Diese Tiere stammen ursprünglich aus SA. Letztere sind deshalb so schön zu beobachten, da sie die „Clowns“ unter den Gnus sind. Wir entdeckten wieder den einzelnen Bulle, der tänzelnd und stampfend sein Revier verteidigte.
Wir konnten nicht genug davon kriegen ihm bei seinem Verhalten zu beobachten. Mit der richtigen Distanz erreichten wir, dass er nicht floh. Ich entdeckte auf einmal ein Pferd
unter den Wildtieren, das sonst auf der Farm lebt. Dies schien sich aber unter den Weißschwanzgnus und den Blessböcke sehr wohl zu fühlen.
Montag, den 25.04.2011
Wir sattelten wieder unseren 4x4 und fuhren zuerst mal zu „Leah“, der Gepardin. Sie kam sofort angerannt, da das Motorengeräusch für sie immer mit Fressen in Verbindung gebracht wird. Nachdem wir sie ein wenig geknuddelt hatten, sie auch dankbar schnurrte, fuhren wir weiter am Löwen- und Leopardengehege vorbei in Richtung Wasserloch. Von den anderen Katzen ließ sich aber keiner blicken. Bei Waterhole „F“ zeigten sich wieder die Geier. Als wir unsere Fahrt dann fortsetzten, schlängelte sich auf einmal eine Zebraschlange über den Weg! Wir waren so begeistert, das all unsere Fotokameras zu spät zum Einsatz kamen. Endlich sahen wir eine Schlange und wir waren zu langsam! Zurück zum Waterhole „F“ zeigten sich wieder einige Geier diesmal waren es Weißrückengeier am Wasser und auch noch einige auf den Bäumen.
Da wir diese Vögel regelmäßig dort antrafen, taufte Mike dieses Wasserloch um im „Geierlake“. Nachmittags saßen wir auf unserem Lieblingsplatz und tranken unseren Sundowner, da brüllten die beiden Löwen, das hat schon was. Diesmal habe ich den „Sound“ auf meiner Videokamera aufnehmen können. Wieder wurde ein Springbock mit der Hufrehe gefunden. Schlimm, was doch der Regen hier verursacht.
Dienstag, den 26.04.2011
Morgens als wir zum Frühstück gingen, kam uns ein unangenehmer „Geruch“ entgegen. Das kam vom Bakkie, wo der Springbock mit der Hufrehe gelegen hatte. Er war leider in der Nacht verendet. Es hatte in der Nacht wieder unverhältnismäßig viel geregnet, dennoch machten wir uns auf zum Wasserloch „F“ oder besser zum „Geierlake“. Wir mussten wieder unheimlich viele Schlamm- und Wasserlöcher durchqueren
die immer tiefer wurden. Aber wie hatte uns Johan gesagt, immer mitten durch, ja nicht am Rand durch die „Busches“ fahren. Wir besuchten wieder kurz die Gepardin, die Löwen waren nicht zu sehen, die kannten uns schon und wussten, dass wir kein Fleisch dabei hatten. Sehr schlau! Wir sichteten nun auch einen humpelnden Oryx, so ein Mist, dieser Regen. Nachmittags fuhren wir mit Johan zur Katzenfütterung. Es gab den frisch verendeten und zerteilten „frischen“ Springbok“. Die Gepardin rümpfte nur ihre Nase, da kann man sehr gut feststellen, das die sehr genau merken ob das Tier frisch gerissen ist oder verendet. Als dann die Dämmerung einbrach sahen wir einen Erdwolf
was für ein Glück! Diese Hyänenart ist nachtaktiv und man muss schon sehr viel Glück haben sie zu sehen. Bis dahin hatten wir noch keinen gesehen. Aber wir würden ihn nochmals viel deutlicher begegnen.
Zurück auf der Lodge tranken wir mit der Schwester und Schwager von Ivy einen Sundowner. Es wurden Chips und Dipps dazu gereicht. Wir hatten uns viel zu erzählen und der Abend war sehr lustig. Es stellte sich heraus, dass der Schwager eine Landscape Firma in Windhoek besitzt. Er war mit Pflanzen in Richtung Grenze von Angola unterwegs. Dort musste er die Bepflanzung an einem neu errichteten Hotel vornehmen, das sich in Chinesischer Hand befindet. Und wieder regnete es ununterbrochen, so dass wir schon den Sonnenschirm als Regenschirm benutzen mussten, um trockenen Fußes zu unserem Haus zu kommen.
Mittwoch, den 27.04.2011
Wir fuhren wieder zum Waterhole „F“ wo sich wieder die Geier versammelt hatten und auch das Weißschwanzgnu enttäuschte uns nicht. Die Afrikanische Löffler flogen aber davon.
Danach ging es zu Waterhole „C“. Seit dem letzten Jahr ist eine Videoüberwachungsanlage beim Waterhole „C“ am Hochsitz angebracht. Somit kann man mit Hilfe des Fernsehers in der Lodge das Treiben der Tiere dort beobachten. Da man dem freilaufenden Leoparden auf die Spur kommen wollte, hatte man ein totes Warzenschwein an einen Baum gebunden. Die Hoffnung erfüllte sich nicht. Wie wir vor Ort feststellen konnten wurde der Kadaver lediglich von Schabrackenschakale „heimgesucht“. Nachdem wir dann zurück waren, beschlossen wir doch einen Fußweg zu den jeweiligen Cats zu machen .
die Gepardin kam sofort, die Löwen ließen sich nicht blicken, somit versuchten wir es erst gar nicht beim Leoparden, der auch noch sehr scheu ist. Dann beschlossen wir in Richtung Pferd zu gehen. Es fühlte sich offensichtlich sehr wohl unter all den Wildtieren. Vor lauter schauen rutschte ich aus, was natürlich für die Nachwelt sofort festgehalten wurde.
Nun hatte Mike eine gefallene Frau!!!
Das Pferd ließ mich, weil ich mich sehr vorsichtig näherte, schon sehr nah an sich ran und ich konnte es letztendlich unter dem Protest der in gebührenden Entfernung stehenden und schnaubenden Weißschwanzgnus, auch streicheln. Als ich dies dann Johan berichtete, meinte er, ich hätte es einfangen sollen, weil es seinen Arbeitern bisher nicht geglückt war. Das Pferd sollte ja auf der Farm sich um den Schutz der Ziegen kümmern. Die freilaufende Geparden würden sich dann dort fernhalten? PFERD
Zurück auf der Lodge, war der Schwager von seiner Mission an der angolanischen Grenze schon wieder zurück. Er erzählte voller Entrüstung, dass er bei der Road Control aufgehalten worden war weil er angeblich zu schnell unterwegs war. Nach einigem hin und her musste er schließlich statt 2.000,00 N$ nur 700,00 N$ zahlen. Eine offizielle Quittung hat er darüber nicht erhalten. Bei Einspruch wäre der Fall vor einem Gericht an der Grenze verhandelt worden. Diese langen Wege möchte keiner unbedingt auf sich nehmen (Zeit und Geld). Deshalb wird im Zweifelsfall gezahlt. Über diese Willkür wurde uns im Roys Rest Camp auch schon von einem Einheimischen berichtet. Pünktlich und rechtzeitig hatten per E-Mail Hanne und Werner uns Ostergrüßen zu kommen lassen. Heute bekamen wir die E-Mail ausgehändigt. Wohl ein wenig spät! Dennoch haben wir uns sehr darüber gefreut . Wir machten mit Johan und seinem Schwager einen Gamedrive und sahen am Waterhole „F“ ca. 30 Geier, nun hatte das Wasserloch endgültig seinen alten Namen eingebüßt Ab sofort wurde nur noch vom „Geierlake“ gesprochen. Kapgeier
Die 16 Jährige Tochter des Lodgebesitzers machte sich wieder in der Küche nützlich, sie war verantwortlich für die Kuchen und die Süßspeisen, die ihr auch immer sehr gut gelangen. Wir saßen noch gemütlich zusammen und sprachen unter anderem auch über Eigenarten von Worten in den unterschiedlichen Sprachen. Mike erwähnte den „Eierschalensollbruchstellenverursacher“ den Johan ja bei seinem Besuch bei uns in Februar mit mäßigen Erfolg selbst ausprobiert hatte. Ein ähnliches „Gerät“ war auch dort in der Küche vorhanden. Um es auszuprobieren, bestellten wir gegen unsere normale Gewohnheit für den nächsten Morgen kein Omelett, sondern gekochte Eier. Wir wollten das Gerät einfach mal ausprobieren.
Donnerstag, den 28.04.2011
Das Frühstück war ausgesprochen lebendig. Jeder hatte ein gekochtes Ei vor sich und probierten das Ei mit dem „namibischen Sollbruchstellenverursacher“ zu öffnen. Da waren plötzlich alle wie kleine Kinder und hatten einen großen Spaß. Heute war unserer Game Drive nicht sehr ergiebig, eben weil es wieder lang und anhaltend viel geregnet hatte und die Pads nur noch als Wasserdurchfahrten zu erkennen waren. Wo die Pads trocken waren und die Sonne sie ein wenig erwärmt hatte, lagen die Oryx, Springböcke und sonstige Huftiere drauf, um sich ein wenig zu wärmen. Man muss wirklich sagen, das dieser ewige Regen, nicht nur den Tieren zu schaffen machte. Abends machten wir einen Game Drive mit Ivy und ihrer Tochter. Dabei entdeckten wir auch die Herde Hartebeest, die wir seit unserer Ankunft bisher noch nicht gesehen hatten. Es war aber schon zu dunkel, um brauchbare Fotos zu machen. Dann fing es wieder an zu donnern und zu blitzen. Als wir dann wieder beim Sundowner saßen kam Johan und berichtete, dass seine Mutter auf den Weg der Besserung sei. Wir freuten uns sehr darüber, hatten wir in der Vergangenheit doch schon öfter nette Stunden mit den Eltern verbracht. Der Abend endete wieder mal mit einem Gewitter.
Freitag, den 29.04.2011
Ich muss es leider wiederholen, es regnete wieder mal die ganze Nacht, es schüttete wie aus Kübeln. Heute war ja die Hochzeit in England angesagt. Also wurde die Videoüber-wachungsanlage ausgestellt und der Fernseher eingeschaltet. Dies Ereignis musste ich mir schon gönnen. Tatsächlich, war dies Ereignis auch in Afrika zu sehen. Wie dann der Herzschmerz rum war, fuhren wir mit Johan zum Cattle-Teil von seiner Lodge. Wir fanden ein Kudukuh, die sich im Zaun verheddert hatte. Ihr war schon nicht mehr zu helfen, leider. Es war kurz nach 16 Uhr, also noch richtig hell, als uns plötzlich der Atem stockte, da lag am Rand ein Erdwolf,
der genauso verdattert drein schaute wie wir. Ich stand auf , er blieb liegen und lies sich filmen. Er schaute immer mal hoch und duckte sich dann wieder, nach dem Motto, „dann sehen die mich nicht“. Mike war schon ausgestiegen und näherte sich dem Erdwolf, so was seltenes, muss festgehalten werden. Als Mike dann den Erdwolf zu nah kam, entschloss er sich dann doch wegzulaufen, aber diese Bilder sind wirklich der Knaller. Erdwolf
Sogar Johan hatte so häufig auch noch nicht einen Erdwolf gesehen. Auf dem Heimweg sahen wir am Geierlake noch einige G.... und einige Giraffen waren am Horizont zu sehen.
Giraffe
Für einen Sundowner machten wir einen kurzen Stopp beim Vater von Johan, der zur Zeit Strohwitwer war. Wir hatten das Gefühl, dass er sich über unseren Besuch gefreut hatte.
Fortsetzung folgt.
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!